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EP 0 165 415 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.07.1989 Patentblatt 1989/30 |
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Anmeldetag: 26.04.1985 |
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Verfahren zum Retten von Passagieren aus stehengebliebenen Fahreinheiten einer Seilschwebebahn
und Rettungsgerät zur Durchführung des Verfahrens
Method of rescuing passengers from arrested carrying units of aerial ropeways, and
rescue device for carrying out the method
Procédé pour le sauvetage de passagers hors d'unités mobiles arrêtées d'un téléphérique
et dispositif pour la mise en oeuvre de ce procédé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR IT |
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Priorität: |
15.05.1984 CH 2373/84
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.12.1985 Patentblatt 1985/52 |
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Patentinhaber: |
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- AIR-ZERMATT AG
CH-3920 Zermatt (CH)
- VITUS FUX AG
Metallbau
CH-3930 Visp (CH)
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Erfinder: |
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- Perren, Beat H.
CH-3920 Zermatt (CH)
- Fux, Anton
CH-3930 Visp (CH)
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Vertreter: Keller, Hartmut et al |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 126 227 US-A- 3 934 847
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US-A- 3 931 868 US-A- 4 195 694
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Retten von Personen aus hoch über
dem Erdboden gelegenen Aufenthaltsorten nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1
und ein Rettungsgerät zur Durchführung dieses Verfahrens nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 4.
[0002] Es sind ein Verfahren und ein entsprechendes Rettungsgerät dieser Gattung bekannt
(US-A3934847), bei dem der Rettungsbehälter während des Umsteigens der Personen im
Schwebeflug des Helikopters annähernd auf der Höhe des Aufenthaltsortes gehalten wird.
Dabei können Lageänderungen des Rettungsbehälters relativ zum Aufenthaltsort während
des Umsteigens der Personen nicht verhindert werden, weil der schwebend getragene
Rettungsbehälter bei der Verlagerung des Gewichts jeder Person vom Aufenthaltsort
zum Rettungsbehälter durch Absinken nachgibt und bei Luftströmungsänderungen, ganz
besonders bei böigem Wetter, absinkt oder steigt, sich seitlich zum Aufenthaltsort
und auch von diesem weg bewegt. Das ist auch bei geschicktem Gegensteuern des Helikopterpiloten
nicht vermeidbar, zumal dadurch eine Lagekorrektur, wie bei jedem Regelvorgang, erst
nach einer Lagenänderung, also nur verzögert möglich ist, wobei Luftströmungsänderungen
und Böen sowieso unerwartet, plötzlich auftreten. Durch die Plattform des bekannten
Rettungsgerätes, die um eine horizontale Achse schwenkbar mit dem Rettungsbehälter
verbunden ist, und - wenn der Aufenthaltsort z. B. ein Gebäude ist - durch an den
unteren Rand einer Fensteröffnung anzuhängenden Haken in einem begrenzten Winkelbereich
an diesem Rand gehalten werden kann, können nur kleine Höhenabweichungen überbrückt
werden. Das Umsteigen wird problematisch, wenn die Plattform zu steil ist oder ihre
Neigung plötzlich ändert, und lebensgefährlich, wenn die Plattform sich vom Aufenthaltsort
löst, weil sie diesen dann jederzeit plötzlich verlassen kann.
[0003] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Durch das im Patentanspruch 1 gekennzeichnete
Verfahren und das entsprechende, im Patentanspruch 4 gekennzeichnete Rettungsgerät
wird die Aufgabe gelöst, Passagiere einer stehengebliebenen Fahreinheit einer Seilbahn,
der im Anspruch 1 beschriebenen Gattung ein problemloses, auch bei ungünstigen Windverhältnissen
ungefährliches Umsteigen zum Rettungsbehälter zu ermöglichen.
[0004] Die durch die Erfindung erzielten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, dass
beim erfindungsgemässen Verfahren der Rettungsbehälter bzw. das erfindungsgemässe
Rettungsgerät während des Umsteigens der Passagiere nicht vom Helikopter, sondern,
ebenso wie die Fahreinheit, vom Tragseil der Seilschwebebahn getragen ist, wobei die
Lage der Plattform in bezug auf die Fahreinheit sichergestellt ist. Weil das Lastseil
dabei entlastet ist, d.h. schlaff (mit Durchhang) zwischen dem Helikopter und dem
Rettungsgerät bzw. -behälter verläuft, haben Bewegungen des Helikopters, z. B. bei
Böen, keine Wirkung auf die Lage des Rettungsbehälters. Durch die Plattform wird erreicht,
dass der Rettungsbehälter, obwohl er sich beiderseits der in der Tragseilrichtung
liegenden Vertikalebene erstreckt, von der Fahreinheit, die nur an einer zur Fahrtrichtung
parallelen Seite verlassen werden kann, erreichbar ist. Insgesamt zeichnet sich die
Erfindung dadurch aus, dass die Passagiere gefahrlos auf einfache, auch ängstlichen
und älteren Personen _zumutbare Weise aus ihrer Lage befreit werden können, insbesondere
auch bei Windverhältnissen, bei denen das bekannte Verfahren mit dem dazu bekannten
Rettungsgerät nicht anwendbar wäre.
[0005] In der prioritätsälteren, nachveröffentlichten EP-AO 126 227 sind ein Verfahren zum
Retten von Passagieren stehengebliebener Fahreinheiten einer Seilschwebebahn und ein
entsprechendes Rettungsgerät beschrieben, bei dem ein mittels eines Lastseiles an
einen Helikopter gehängtes Rettungsgerät an die Fahreinheit entweder vor oder hinter
derselben an das Tragseil gehängt und von der Fahreinheit bzw. dem Tragseil während
des Umsteigens bei gleichzeitiger Entlastung des Lastseiles getragen, wird. Dabei
ist jedoch keine Plattform vorgesehen, die es den Passagieren einer Fahreinheit, die
wie z.B. übliche Seilkabinen, an einer zur Fahrrichtung parallelen Seite zum Ein-
und Aussteigen bzw. zum Platznehmen und Verlassen der Plätze zugänglich ist, das Umsteigen
in einen Rettungsbehälter ermöglichen würde, der vor oder hinter der Fahreinheit am
Tragseil hängt und sich beiderseits der in der Tragseilrichtung liegenden Vertikalebene
erstreckt.
[0006] Im folgenden werden das erfindungsgemässe Rettungsgerät anhand lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellender, nur schematischer Zeichnungen und im Zusammenhang damit Ausführungsbeispiele
des erfindungsgemässen Verfahrens näher erläutert. Es zeigen:
Fig. eine perspektivische Ansicht eines am Tragseil einer Seilschwebebahn hängenden
Retttungsgerätes,
Fig. eine Seitenansicht in Blickrichtung II der Fig. 1, in grösserem Massstab,
Fig.3 eine Draufsicht auf den unteren Teil des Rettungsgeräts in Blickrichtung 111
der Fig. 2.
[0007] In den Figuren ist ein Rettungsgerät zum Retten von Passagieren aus stehengebliebenen
Fahreinheiten einer Seilschwebebahn dargestellt, die an einer zur Fahrrichtung parallelen
Seite zugänglich sind, im Falle einer Sesselbahn zum Platznehmen und Verlassen der
Sessel, im Falle einer Gondel- oder Kabinenbahn zum Ein-und Aussteigen. Die als beispielsweise
Fahreinheit in Fig. 2 und 3 strichpunktiert dargestellte Kabine 1 ist mittels einer
nur teilweise angedeuteten Tragvorrichtung 2 in einer Lage am Tragseil 3 der (im übrigen
-nicht dargestellten) Seilschwebebahn gehalten, in der ihre Seiten 4 und 5 zum Tragseil
3 parallel sind, wobei die Seite 5 Türen 6 hat, durch welche die Kabine 1 zum Ein-
und Aussteigen zugänglich ist.
[0008] Das Rettungsgerät besteht in seinem grundsätzlichen Aufbau aus einem rechteckigen
Gestell 8, das an einer Seite 9 offen ist, an der gegenüberliegenden Seite 10 unten
einen Rettungsbehälter 11-14 für Personen enthält und oben mit einer Befestigungsvorrichtung
15 für ein am Lasthaken eines (nicht dargestellten) Helikopters angebrachtes Lastseil
16 und mit einer Anhängevorrichtung 17, 18, 19 verbunden ist, mit der das Rettungsgerät
an das Tragseil 3 in einer Lage gehängt werden kann, in der die offene Gestellseite
9 senkrecht zum Tragseil 3 ist.
[0009] Der Rettungsbehälter für Personen hat einen Boden (Gitterrost) 11 und ein Geländer
12, 13,14. An einem Ende der inneren Längsseite des Bodens 11 ist eine Plattform (Gitterrost)
20 angelenkt, die neben der Gestellseite 21 verläuft, zu ihr gehört ein an dieser
Gestellseite 21 angebrachtes Geländer 22, 23. Die Plattform 20 ist in horizontaler
Lage und in der Lage 20' arretierbar. Der Abstand der Plattform 20 vom Tragseil 3
ist in bezug auf den des Kabinenboden 24 so bemessen, dass beide bei verschiedenen
Steigungen der Seilschwebebahn auf annähernd gleicher Höhe liegen. Dazu kann die Plattform
20 einen etwas grösseren Abstand vom Tragseil 3 haben als der Rettungsbehälterboden
24, wenn das Rettungsgerät zweckmässigerweise jeweils in Steigungsrichtung oberhalb
der Kabine an das Tragseil 3 gehängt wird.
[0010] Die Anhängevorrichtung hat zwei Stützglieder 17 und 18, die an einer ebenfalls als
Stützglied dienenden vertikalen Stange 25 schräg abwärts in einer zur offenen Gestellseite
9 parallelen Ebene verlaufen, so dass zwei annähernd umgekehrt V-förmige Stützgliedanordnungen
gebildet sind, deren Winkelraum dem Tragseilquerschnitt angepasst gerundet ist. Ein
weiteres Stützglied 19, das platten- oder rahmenförmig ist, verläuft beiderseits der
Stange 25 in einer vertikalen, zur offenen Gestellseite 9 senkrechten Ebene, es überragt
die Stange 25 in Richtung zur offenen Gestellseite 9 weniger als entgegengesetzt dazu
(Fig. 1), weil an jener Seite die (nicht dargestellten) Verbindungsmittel der Kabinentragvorrichtung
2 mit dem Tragseil 3 sind, wenn das Rettungsgerät an die Kabine 1 herangeführt ist.
Das Rettungsgerät kann entweder, wie in Fig. 2 und in Blickrichtung II in Fig. 1 dargestellt,
mit dem Stützglied 17 oder mit dem Stützglied 18 am Tragseil 3 abgestützt werden,
wobei die in Fig. 2 und in Blickrichtung II linke bzw. rechte Seite des Stützgliedes
19 seitlich am Tragseil 3 anliegt und das Rettungsgerät gegen Drehung um eine vertikale
Achse sichert. Dies ermöglicht es, das Rettungsgerät sowohl an das Tragseil der einen
Fahrrichtung als auch an das dazu parallele Tragseil der entgegengesetzten Fahrrichtung
jeweils von der dem anderen Tragseil abgewandten Seite heranzufliegen und abzustützen,
wobei zuerst ein unterer Teil des Stützgliedes 19 seitlich an das Tragseil 3 herangeführt
und dann das Stützglied 17 bis bzw. 18 durch Senken des Rettungsgeräts auf dem Tragseil
3 abgestützt wird. Die Stange 25 ist durch dachkantenartig verlaufende Streben 26
und zwei weitere Streben 27 mit den oberen Ecken des Gestells 8 verbunden. Die Befestigungsvorrichtung
15 für das Lastseit 16 ist eine am oberen Ende der Stange 25 angebrachte Öse. Die
nach oben konvergierenden Streben 25 und 26, schräge Ränder des Stützgliedes 19, zwei
Abweiser 28 an der oberen Seite der Stützglieder 17 und 18 sowie Schutzbügel 29 verhindern,
dass das Rettungsgerät bei Flugbewegungen unerwünscht am Tragseil 3, an der Kabine
1, an Masten der Seilschwebebahn oder anderen Hindernissen hängen bleibt.
[0011] Zum Einsatz wird das Rettungsgerät mittels des Lastseiles 16 an einen Helikopter
gehängt. Im Rettungsbehälter 11-14 befindet sich eine Begleitperson, die in Sprechfunkverbindung
mit dem Helikopterpiloten steht. Die Plattform 20 ist steil abwärts (20' in Fig. 1)
und das Geländer 23 ist an die Gestellseite 21, an der es angelenkt ist, geschwenkt.
Das Rettungsgerät wird zur Kabine 1 geflogen, und dort an das Tragseil 3 vor oder
hinter der Kabine 1 in einer Lage gehängt, in der die Gestellseite 21 an derselben
Seite des Tragseils 3, wie die Seite 5 der Kabine 1, und die offene Gestellseite 9
der Kabine 1 zugewandt ist. Dann wird das Rettungsgerät am Tragseil, evtl. an einer
Seilrolle, gleitend vom Helikopter an die Kabine 1 herangezogen, so dass diese bis
an den Rettungsbehälter 11-14 in den Raum des Gestells 8 hineinragt, wie Fig. 3 zeigt.
Für die dazu erforderlichen Flugbewegungen erhält der Helikopterpilot die notwendigen
Weisungen von der Begleitperson im Rettungsgerät. Wenn das Rettungsgerät oder die
Kabine 1 dabei seitlich pendelt, stossen sie nicht aneinander, weil die Kabinenseite
4 einen ausreichenden Abstand von der Gestellseite 30 hat, das Geländer 23 an die
Gestellseite 21 geschwenkt und die Plattform in der Lage 21 ist. Nachdem die in Fig.
dargestellte gegenseitige Lage des Rettungsgerätes und der Kabine 1 erreicht ist,
verringert der Helikopter seine Flughöhe, so dass das Lastseil 16 locker durchhängt,
wobei das Rettungsgerät nur am Tragseil 3 getragen ist. Der Helikopter bleibt im Schwebeflug
auf dieser Höhe. Die Begleitperson schwenkt die Plattform aus der Lage 20' in die
Lage 20 und bringt das Geländer 23 in die in den Figuren dargestellte Lage. Die Passagiere
können nun nach Öffnen der Türen 6 auf die nun allseitig von den Geländern 22, 23
einer der Türen 6 und die Kabinenseite 5 umschlossenen Plattform 20 bequem umsteigen
und von dieser in den Rettungsbehälter 11-14 gelangen, wobei die Begleitperson behilflich
ist. Beim Umsteigen ist kein erheblicher Höhenunterschied zu überwinden. Im übrigen
könnte ein durch unterschiedliche Tragseilneigungen bedingter Höhenunterschied in
gewissen Grenzen auch durch Schrägstellen der Plattform 20 ausgeglichen werden. Wenn
die Passagiere im Rettungsbehälter 11-14 sind, schwenkt die Begleitperson das Geländer
23 wieder in eine an der Gestellseite 21 anliegende Lage, stellt die Plattform 20
in die Lage 20' (Fig. 1) und schliesst eine (nicht dargestellte) Barriere an der Stelle,
an welcher die Plattform 20 an den Boden 11 anschliesst. (Statt dessen könnte die
Plattform 20 auch nach oben geschwenkt werden.) Die Begleitperson gibt dann dem Piloten
die Weisung zum Abheben des Rettungsgeräts vom Tragseil 3 und zum Wegfliegen. An einer
Sammelstelle für die geretteten Personen wird das Rettungsgerät auf den Boden abgesetzt
(nachdem die Plattform wieder in die Lage 20 gebracht wurde), die Passagiere verlassen
den Rettungsbehälter 11-14 über die Plattform 20 und das Gestell 8 an dessen offener
Seite 9.
1. Verfahren zum Retten von Personen aus hoch über dem Erdboden gelegenen Aufenthaltsorten
durch Verwendung eines mittels eines Lastseiles (16) an einen Helikopter gehängten
und nahe an den Aufenthaltsort herangebrachten Rettungsbehälters (11-14), der eine
Plattform (20) aufweist, über welche die Personen in den Rettungsbehälter umsteigen
können, um danach weggeflogen zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufenthaltsort
eine an einem Tragseil (3) hängende stehengebliebene Fahreinheit (1) einer Seilschwebebahn
ist, die an einer zur Fahrrichtung parallelen Seite (5) zum Ein- und Aussteigen bzw.
zum Platznehmen und Verlassen der Plätze zugänglich ist, und dass der vom Helikopter
getragene Rettungsbehälter (11-14) an das Tragseil (3) der Seilschwebebahn in einer
solchen Lage vor oder hinter der Fahreinheit (1) gehängt und vom Tragseil (3) während
des Umsteigens bei gleichzeitiger Entlastung des Lastseiles (16) getragen wird, dass
die an den Rettungsbehälter anschliessende Plattform (20) an der zur Fahrrichtung
parallelen zugänglichen Seite (5) der Fahreinheit (1) auf Höhe von deren Boden (24)
angeordnet ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anhängen des Rettungsbehälters
(11-14) an das Tragseil (3) eine mit dem Rettungsbehälter verbundene Stützvorrichtung
(17-19) durch Senken des Helikopters am Tragseil (3) abgestützt und dabei gegen Drehung
um eine vertikale Achse gesichert wird, dass der Helikopter zum Entlasten des Tragseiles
(16) weiter gesenkt, während des Umsteigens in der weiter gesenkten Lage schwebend
gehalten, und danach die Stützvorrichtung (17-19) durch Vergrösserung der Höhe, in
welcher der Helikopter schwebt, vom Tragseil (3) abgehoben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rettungsbehälter
(11-14) in einem Abstand von der Fahreinheit (1) an das Tragseil (3) gehängt und am
Tragseil (3) geführt vom Helikopter in die zum Umsteigen der Passagiere dienende Lage
gezogen oder an einer _Stelle der Seilschwebebahn, die Steigung, bzw. Gefälle hat,
oberhalb der Fahreinheit (1) an das Tragseil (3) gehängt wird, so dass er am Tragseil
abwärts gleitet oder rollt, bis er an die Fahreinheit (1) anstösst.
4. Rettungsgerät zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3
in Form von einem Rettungsbehälter (11-14) mit einer Befestigungsvorrichtung (15)
für das am Helikopter angebrachte Lastseil (16) und mit einer Plattform (20), dadurch
gekennzeichnet, dass der Rettungsbehälter (11-14) eine Anhängevorrichtung (17-19)
zum gegen Drehung um eine vertikale Achse gesicherten Anhängen an ein Seilbahntragseil
(3) aufweist, und dass bei gegen diese Drehung gesichert am Tragseil (3) hängendem
Rettungsgerät der Rettungsbehälter (11-14) sich beiderseits der in der Tragseilrichtung
liegenden Vertikalebene erstreckt, und die Plattform (20) in einem Abstand von dieser
Ebene parallel zu ihr verläuft, um das Umsteigen der Passagiere von der Fahreinheit
(1) zur Plattform (20) zu ermöglichen.
5. Rettungsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anhängevorrichtung
annähernd umgekehrt V-förmig angeordnete Stützglieder (17, 25 bzw. 18, 25) aufweist,
die im auf dem Tragseil (3) abgestützten Zustand in einer quer zum Tragseil (3) verlaufenden
Ebene liegen, und ein dabei vor und hinter der Abstützstelle seitlich am Tragseil
(3) anliegendes, gegen Drehung um eine vertikale Achse sicherndes Stützglied (19)
bilden.
6. Rettungsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anhängevorrichtung
annähernd umgekehrt V-formige Führungsglieder aufweist, welche das Tragseil (3) beim
einhängen des Rettungsbehälters in eine Nut einer zum Abstützen des Rettungsgerätes
am Tragseil dienenden Seilrolle führen, und ferner ein bei am Tragseil abgestütztem
Rettungsgerät an einer Seite des Tragseils vor und hinter der Stützstelle anliegendes,
gegen Drehung um eine vertikale Achse sicherndes Stützglied aufweist.
7. Rettungsgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf
dem Tragseil (3) abstützbare Mittel (17, 25; 28, 25) sowohl an der einen als auch
an der anderen Seite eines platten- oder rahmenförmigen Stützgliedes (19) angeordnet
sind, dessen eine bzw. andere Seite bei am Tragseil (3) abgestütztem Rettungsgerät
vor und hinter der Abstützstelle seitlich am Tragseil (3) anliegt, um das Rettungsgerät
gegen Drehung um eine vertikale Achse zu sichern.
8. Rettungsgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der
Rettungsbehälter (11-14) und die Plattform (20) in einem wenigstens annähernd rechteckigen
Gestell (8) angeordnet sind, das oben mit der Befestigungsvorrichtung (15) und der
Anhängevorrichtung (17-19) verbunden und an einer, bei am Tragseil (3) hangenden Rettungsgerät
zum Tragseil (3) wenigstens annähernd senkrechten Seite (9) offen ist, um die Fahreinheit
(1) teilweise zu umgreifen, und dass der Rettungsbehälter (11-14) an der der offenen
Seite (9) gegenüberlie- _ genden Gestellseite (10) und die Plattform (20) an einer
(21) der beiden anderen Gestellseiten (21, 30) angeordnet ist.
9. Rettungsgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die
Plattform (20, 20') um eine wenigstens annähernd horizontale Achse schwenkbar und
wenigstens in einer horizontalen Lage arretierbar ist.
10. Rettungsgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 9 gekennzeichnet durch an seiner
Aussenseite nach oben konvergierende Teile (19, 26-28) und Schutzbügel (29), die ein
unerwünschtes Hängenbleiben am Tragseil (3), an der Fahreinheit (1), an Masten der
Seilschwebebahn oder anderen Hindernissen verhindern.
1. A method of rescuing persons from locations situated high above the ground, by
using a rescue container (11-14) suspended by a load-carrying cable (16) from a helicopter
and moved to a position close to the said location, the rescue container comprising
a platform (20) via which the persons can climb into the rescue container in order
subsequently to be flown away, characterised in that the point of rescue is a mobile
unit (1) of a suspended cable railway which has come to a stop while suspended from
a supporting cable (3) and which provides access on a side (5) parallel with the direction
of travel for passengers to climb in and out or to take or leave their places, and
in that the rescue container (11-14) which is carried by the helicopter is suspended
from the supporting cable (3) of the suspended cable railway in such a position in
front of or behind the mobile unit (1) and is carried by the supporting cable (3)
during transfer, accompanied by a simultaneous relieving of the load-carrying cable
(16) and in that the platform (20) adjacent the rescue container is disposed on that
side (5) of the mobile unit (1) which is parallel with the direction of travel and
is disposed at the height of the floor (24) of the said mobile unit (1).
2. A method according to Claim 1, characterised in that for suspending the rescue
container (11-14) from the supporting cable (3), a supporting means (17-19) connected
to the rescue container is supported on the carrying cable (3) by the helicopter descending,
the said supporting means (17-19) being secured thereby against rotation about a vertical
axis, the helicopter descending farther to relieve the load on the loadcar- rying
cable (16), is then maintained hovering in this further lowered position during transfer
of the passengers, the supporting means (17-19) being subsequently lifted off the
carrying cable (3) by the fact that the altitude at which the helicopter is hovering
is increased.
3. A method according to Claim 1 or 2, characterised in that the rescue container
(11-14) is suspended from the carrying cable (3) at a distance from the mobile unit
(1) and, guided by the carrying cable (3), is pulled by the helicopter into the position
favourable for transfer of passengers or is suspended from the carrying cable (3)
above the mobile unit (1) at some location on the suspended cable railway at which
there is a gradient or pitch so that it can roll or slide downwards along the carrying
cable until it abuts the mobile unit (1).
4. A rescue appliance for carrying out the method according to one of Claims 1 to
3 in the form of a rescue container (11-14) with a fixing means (15) for the load-carrying
cable (16) suspended from the helicopter and comprising a platform (20), characterised
in that the rescue container (11-14) comprises a suspension means (17-19) for attachment
to a cable railway cable (3) in such a way that it is secured against rotation about
a vertical axis, and in that when the rescue appliance is securely suspended on the
carrying cable (3) and cannot rotate about the said vertical axis, the rescue container
(11-14) extends on either side of the vertical plane located in the direction of the
carrying cable, the platform (20) extending at a distance from and parallel with this
plane in order to allow the passengers to transfer from the mobile unit (1) to the
platform (20).
5. A rescue appliance according to Claim 4, characterised in that the suspension device
comprises approximately inverted V-shaped supporting members (17,25 or 18, 25) which,
in the condition in which they are supported on the carrying cable (3), lie in a plane
which extends transversely to the carrying cable (3), and form a supporting member
(19) which is secured against rotation about a vertical axis and which bears on the
carrying cable (3) laterally in front of and behind the support point.
6. A rescue appliance according to Claim 4, characterised in that the suspension device
comprises approximately inverted V-shaped guide members which guide the carrying cable
(3) during suspension of the rescue container, in a groove in a cable pulley which
serves for supporting the rescue appliance from the carrying cable, the rescue appliance
further comprising a support member which, when the rescue appliance is supported
on the carrying cable, bears on one side of the carrying cable in front of and behind
the support point in order to secure the rescue container against rotation about a
vertical axis.
7. A rescue appliance according to one of Claims 4 to 6, characterised in that means
(17, 25; 28, 25) which can be supported on the carrying cable (3) are disposed both
on one side and also on the other side of a plate or frame-shaped supporting member
(19) of which one side or the other, when the rescue appliance is supported on the
carrying cable (3), bears laterally on the carrying cable (3) before and after the
support point in order to secure the rescue appliance against rotation about a vertical
axis.
8. A rescue appliance according to one of Claims 4 to 8, characterised in that the
rescue container (11-14) and the platform (20) are disposed in an at least approximately
rectangular frame (8) which at the top is connected to the fixing device (15) and
the suspension device (17-19) and, when the rescue appliance is suspended from the
carrying cable (3), is open on a side (9) which is at least approximately at right
angles to the carrying cable (3), in order partially to engage around the mobile unit
(1) and in that the rescue container (11-14) is disposed on the side of the frame
(10) which is opposite the open side (9) . while the platform (20) is disposed on
one (21) of the other two sides (21,22) of the frame.
9. A rescue appliance according to one of Claims 4 to 8, characterised in that the
platform (20, 20') can be pivoted about an at least approximately horizontal axis
and can be locked at least in a horizontal position.
10. A rescue appliance according to one of Claims 4 to 9, characterised by, converging
upwardly on its outside, parts (19, 26-28) and protective brackets (29) which prevent
an undesired fouling of the carrying cable (3) on the mobile unit (1), on masts of
the suspended cable railway or other obstructions.
1. Procédé pour le sauvetage de personnes à partir de zones d'immobilisation occupant
une position en hauteur audessus du sol, par l'utilisation d'une nacelle de sauvetage
(11-14) qui est suspendue à un hélicoptère au moyen d'un câble de charge (16), est
présentée à proximité de la zone d'immobilisation et comporte une plate-forme (20)
par l'intermédiaire de laquelle les personnes peuvent être transbordées dans la nacelle
de sauvetage, pour être ensuite évacuées en vol, caractérisé par le fait que la zone
d'immobilisation est une unité mobile (1) d'un téléphérique qui est suspendue à un
câble porteur (3), est immobilisée et est accessible par un côté (5) parallèle à la
direction de déplacement, respectivement en vue de la montée et de la descente, ou
bien pour occuper et quitter les places; et par le fait que la nacelle de sauvetage
(11-14) portée par l'hélicoptère est suspendue au câble porteur (3) du téléphérique,
devant ou derrière l'unité mobile (1), et est portée par ce câble porteur (3), au
cours du transbordement s'accompagnant d'un soulagement simultané du câble de charge
(16), dans une position telle que la plate-forme (20), située dans la continuité de
la nacelle de sauvetage, se trouve du côté accessible (5) de l'unité mobile (1) qui
est parallèle à la direction du déplacement, à la hauteur du fond (24) de cette unité.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, pour suspendre la
nacelle de sauvetage (11-14) au câble porteur (3), un dispositif de soutien (17-19)
relié à cette nacelle de sauvetage prend appui sur le câble porteur (3) par abaissement
de l'hélicoptère, en étant alors empêché de tourner autour d'un axe vertical; et par
le fait que l'hélicoptère est abaissé davantage encore pour soulager le câble porteur
(16) et est maintenu en sustentation flottante, au cours du transbordement, dans cette
position surbaissée, après quoi le dispositif de soutien (17-19) est soulevé à l'écart
du câble porteur (3), par augmentation de la hauteur à laquelle l'hélicoptère flotte
en sustentation.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que la nacelle de
sauvetage (11-14) est suspendue au câble porteur (3) à distance de l'unité mobile
(1) et, en étant guidée par ce câble porteur (3), est tirée par l'hélicoptère jusqu'à
la position servant au transbordement des passagers, ou bien est suspendue au câble
porteur (3) à un emplacement du téléphérique qui présente respectivement une inclinaison
ou une pente, au-dessus de l'unité mobile (1), de telle sorte qu'elle glisse ou roule
vers le bas, sur le câble porteur, jusqu'à ce qu'elle bute contre l'unité mobile (1).
4. Dispositif de sauvetage pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications
1 à 3, revêtant la forme d'une nacelle de sauvetage (11-14) équipée d'une plate-forme
(20) et d'un dispositif (15) de fixation du câble de charge (16) installé sur l'hélicoptère,
caractérisé par le fait que la nacelle de sauvetage (11-14) présente un dispositif
de suspension (17-19) en vue de la suspension, avec verrouillage anti-rotation autour
d'un axe vertical, au câble porteur (3) d'un téléphérique; et par le fait que, lorsque
le dispositif de sauvetage est suspendu au câble porteur (3) en étant empêché d'accomplir
cette rotation, la nacelle de sauvetage (11-14) s'étend de part et d'autre du plan
vertical situé dans la direction du câble porteur, et la plate-forme (20) s'étend
à distance de ce plan, parallèlement à celui-ci, pour permettre le transbordement
des passagers, de l'unité mobile (1) à la plate-forme (20).
5. Dispositif de sauvetage selon la revendication 4, caractérisé par le fait que le
dispositif de suspension présente des organes de soutien (17, 25, respectivement 18,
25) qui sont agencés approximativement en forme de V inversé, se situent, en condition
d'appui sur le câble porteur (3), dans un plan s'étendant transversalement par rapport
à ce câble porteur (3) et forment un organe de soutien (19) qui est alors appliqué
latéralement contre le câble porteur (3), devant et derrière la zone d'appui, et interdit
une rotation autour d'un axe vertical.
6. Dispositif de sauvetage selon la revendication 4, caractérisé par le fait que le
dispositif de suspension présente des organes de guidage qui sont approximativement
configurés en V inversé et qui, lors de la suspension de la nacelle de sauvetage,
guident le câble porteur (3) dans une gorge d'une poulie servant à soutenir le dispositif
de sauvetage sur le câble porteur, et présente par ailleurs un organe de soutien qui,
lorsque le dispositif de sauvetage prend appui sur le câble porteur, est appliqué
sur un côté de ce câble porteur, devant et derrière la zone d'appui, et interdit une
rotation autour d'un axe vertical.
7. Dispositif de sauvetage selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé par le
fait que des moyens (17, 25; 28, 25), pouvant prendre appui sur le câble porteur (3),
sont implantés tant sur l'un que sur l'autre des côtés d'un organe de soutien (19)
en forme de plaque ou de cadre, dont l'un ou l'autre considéré des côtés est appliqué
latéralement contre le câble porteur (3) devant et derrière la zone d'appui, lorsque
le dispositif de sauvetage prend appui sur le câble porteur (3), afin d'interdire
une rotation de ce dispositif de sauvetage autour d'un axe vertical.
8. Dispositif de sauvetage selon l'une des revendications 4 à 8, caractérisé par le
fait que la nacelle de sauvetage (11-14) et la plate-forme (20) sont disposées dans
un bâti (8) au moins approximativement rectangulaire qui est relié, en partie haute,
au dispositif de fixation (15) et au dispositif de suspension (17-19), et qui est
ouvert sur un côté (9) au moins approximativement perpendiculaire au câble porteur
(3), lorsque le dispositif de sauvetage est suspendu à ce câble porteur (3), de manière
à ceinturer partiellement l'unité mobile (1); et par le fait que la nacelle de sauvetage
(11-14) se trouve du côté (10) du bâti qui est opposé au côté ouvert (9), la plate-forme
(20) étant située sur l'un (21) des deux autres côtés (21,30) dudit bâti.
9. Dispositif de sauvetage selon l'une des revendications 4 à 8, caractérise par le
fait que la plate-forme (20, 20') peut pivoter autour d'un axe au moins approximativement
horizontal, et peut être au moins arrêtée dans une position horizontale.
10. Dispositif de sauvetage selon l'une des revendications 4 à 9, caractérisé par
des pièces (19, 26-28) qui convergent vers le haut à sa face extérieure, et par des
étriers protecteurs (29), qui empêchent un inopportun accrochage au câble porteur
(3), à l'unité mobile (1), à des pylônes du téléphérique ou à d'autres obstacles.
