[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einstellen der Farb-Durchflußmenge
eines motorgetriebenen Durchfluß-Steuerventils einer Farbspritzpistole, insbesondere
einer automatischen Farbspritzpistole mit häufigem Durchflußmengen- und Farbwechsel,
vorzugsweise für das fließbandmäßige Spritzen von Automobilkarosserien.
[0002] Bei den heutigen Farbspritzgeräten und -Anlagen werden zur Einstellung der Durchflußmenge
mechanische oder elektrische Durchfluß-Stellglieder verwendet, die von Hand eingestellt
werden müssen. Der jeweilige Ist-Wert des Durchflusses wird dabei von einer selbständigen
Meßeinrichtung angezeigt und die Bedienungsperson nimmt dann auf der Grundlage des
abgelesenen Wertes eine Korrektur vor. Bei komplizierteren Lackiervorgängen, etwa
beim Lackieren von Automobilkarosserien, sind jedoch diese bekannten Verfahren bzw.
Vorrichtungen zum Einstellen der Durchflußmenge unbefriedigend. So weist beispielsweise
eine Automobilkarosserie mehrere Spritzzonen auf, also Zonen mit unterschiedlicher
Stärke des Farbauftrags. Geht man nun beispielsweise davon aus, daß die Karosserie
mit einer Bandgeschwindigkeit von fünf Meter pro Minute durch die Lackierstation hindurchgeführt
wird, dann legt das Werkstück in einer Sekunde schon einen Wert von 8 cm zurück. Dabei
liegen die Längen er erwähnten Spritzzonen zwischen etwa 30 cm und 100 cm. Damit nun
eine Änderung der Durchflußmenge für die eingesetzte Farbspritzpistole für die einzelnen
Spritzzonen voll wirksam wird, muß die Durchflußmengen-Einstellung sehr schnell erfolgen,
d.h., der Übergang von der maximalen zur minimalen Durchflußmenge sollte innerhalb
einer Sekunde möglich sein. Dies ist aber mit den erwähnten bekannten Einrichtungen
nicht möglich, weil sowohl die eigentlichen Einstellzeiten als auch die Zeiten für
das Messen und Ablesen der Ist-Werte in der Größenordnung von mehreren Sekunden liegen.
Soll zwischen zwei Werkstücken ein Farbwechsel erfolgen, dann muß ein Spülvorgang
durchgeführt werden, der ein voll geöffnetes Durchlaßventil erfordert. Anschließend
ist das Ventil dann auf die Durchflußmenge der ersten Spritzzone des nächsten Werkstücks
einzustellen. Hierdurch ergeben sich gerade beim Farbwechsel beträchtliche Zeitverzögerungen.
Zu Berücksichtigen ist ferner, daß die Durchlußmenge von der Viskosität der jeweiligen
Farbe und damit auch von der Umgebungstemperatur abhängt, mit der Folge, daß sich
die Einstellwerte während eines Produktionstages ändern. Die erwähnten Probleme führen
jedenfalls dazu, daß das Einstellen der erforderlichen Durchflußmengen nicht nur mühsam
und zeitraubend ist, sondern zwangsläufig Abweichungen von 20 Prozent und weit darüber
in Kauf genommen werden müssen.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zu schaffen, mit deren Hilfe es gelingt, eine selbsttätige Einstellung der Durchflußmenge
in kürzester Zeit und mit hoher Genauigkeit vorzunehmen. Die verfahrensmäßige Lösung
dieser Aufgabe ist im Patentanspruch 1, die vorrichtungsmäßige Lösung im Patentanspruch
3 gekennzeichnet.
[0004] Erfindungsgemäß wird also zunächst eine Steuerung und dann eine Regelung vorgenommen.
Die Steuerung dient dazu, das Durchflußventil möglichst schnell auf den ungefähren
Soll- Wert einzustellen, und zwar unabhängig davon, ob ein Farbfluß vorhanden ist
oder nicht. Diese ungefähre Einstellung des Soll-Werts kann also bereits vor Freigabe
des Farbflusses durchgeführt werden. Anschließend an dieses ungefähre Ansteuern des
Soll-Werts erfolgt dann - bei Farbfluß - eine Einregelung auf den exakten Soll-Wert
im geschlossenen Regelkreis. Damit wird es möglich, selbst dann, wenn die einzelnen
Spritzvorgänge sehr kurz sind, beispielsweise zwischen 0,5 und 1 Sekunde liegen, exakte
Durchflußmengen zu erhalten. Darüberhinaus wird die Erfindung auch besonderen Fällen,
wie etwa Farbwechsel, Farbunterbrechung u.dgl., in besonderem Maße gerecht, wie sich
aus der nachfolgenden Beschreibung noch im einzelnen ergeben wird.
[0005] Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung beispielsweise
dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Blockschaltskizze der Gesamtvorrichtung, und
Fig.2 ein Diagramm zur Erläuterung des Steuer-und Regelvorgangs.
[0006] In Figur 1 ist mit 10 eine Farbspritzpistole bezeichnet, die von einer Farbzuführleitung
11 gespeist wird. Die Leitung 11 ihrerseits wird von einer Farbwechseleinheit 12 mit
Farbe versorgt, die eine Reihe von Farbanschlüssen 12
1 bis 12
10 für verschiedene Farben, eine in ihr integrierte Spülgruppe 12 a mit Anschlüssen
12a
1, 12a
2 und 12a
3 für Spülluft, Lösemittel und Schiebeluft und schließlich ein mit der Leitung 11 verbundenes
Auslaßventil 12b aufweist. In der Leitung 11 befinden sich - in Richtung von der Farbwechseleinheit
12 zur Pistole 10 - ein Durchflußmeßgeber 13, ein Durchfluß-Steuerventil 14 und ein
Freigabeventil 15. Der Durchflußmeßgeber 13 gibt seine Meßsignale über eine Leitung
13a an einen Mikrocomputer 16 weiter. Das Durchfluß-Steuerventil 14 wird über ein
Getriebe 17 von einem Schrittschaltmotor 18 betätigt, der über eine Ansteuerung 19
an einer Spannungsversorgung 20 liegt, die auch zur Energieversorgung des Mikroprozessors
16 dient. Das Getriebe 17 ist über eine Meldeleitung 17a und die Ansteuerung 19 über
eine Steuerleitung 19a mit dem Mikroprozessor 16 verbunden. Das Freigabeventil 16,
vorzugsweise ein Magnetventil, kann manuell, etwa über einen Reed-Kontakt des Pistolenabzugs,
über
* über die Verbindungsleitung 15a vom Mikrocomputer 16 aus betätigt werden. Mit 21
ist eine übliche Rückführleitung mit Ventil 21a bezeichnet.
[0007] Der Mikrocomputer 16 ist ferner mit einer Eingabe-Anzeige-Einrichtung 22 verbunden,
und zwar über eine Sollwertleitung 22
1, eine Farbwechselleitung 22
2 und eine Freigabeleitung 22
3. Schließlich ist der Mikroprozessor 16 über eine Leitung 12c mit der Farbwechseleinheit
12 verbunden.
[0008] Mit 23 ist eine übergeordnete Steuerung bezeichnet, beispielsweise ein Großrechner,
an welche der Mikrocomputer . 16 über die Leitung 23a angeschlossen ist.
[0009] * ein übergeordnetes Steuersystem, oder
[0010] Für den Betrieb der Anlage gibt die Bedienungsperson über die Eingabe-Anzeige-Einrichtung
22 die gewünschte Farbart und einen Soll-Wert für den Durchfluß in den Mikrocomputer
16 ein, mit der Folge, daß dieser die Farbwechseleinheit 12 entsprechend einstellt
und über die Ansteuereinheit 19 und/ oder das Getriebe 17 das Durchflußventil 14 auf
diesen Soll- Wert einsteuert. öffnet nun die Bedienungsperson das Freigabeventil 15,
etwa durch Betätigen des Pistolenabzugs oder durch Druck auf eine entsprechende Taste
der Eingabe-Anzeige-Einheit 22, dann ergibt sich in der Leitung 11 eine Farbströmung,
wobei der Durchflußmeßgeber 13 dem Mikrocomputer 16 die Ist-Werte des Durchflusses
in der Leitung 11 übermittelt. Aufgrund dieser Ist-Werte regelt der Mikrocomputer
16 das Durchflußventil 14 auf den exakten Soll-Wert ein und sorgt dafür, daß dieser
Soll-Wert exakt beibehalten wird. Wesentlich dabei ist, daß zunächst eine schnelle
Steuerung des Durchlaßventils 14 auf den - ungefähren - Soll-Wert erfolgt, wobei dies
sowohl bei offenem als auch bei geschlossenem Freigabeventil 15 erfolgen kann, und
daß dann auf der Grundlage der Messung der tatsächlichen Durchflußwerte, also der
Ist-Werte, ein Regelvorgang zur Erzielung und Erhaltung des exakten Soll-Werts durchgeführt
wird.
[0011] Vor der ersten Inbetriebnahme, beispielsweise am Morgen vor Produktionsbeginn, wird
eine Durchflußmengen-Tabelle erstellt. Das bedeutet, daß man für jede Farbe für verschiedene
Durchflußwerte die Positionen des Schrittmotors 18 bzw. des Getriebes 17, welche bestimmten
öffnungsweiten des Durchfluß-Steuerventils 14 entsprechen, festlegt.
*Liegt eine lineare Abhängigkeit vor, dann genügen für jede Farbe zwei Daten, ist die
Abhängigkeit nicht linear, dann sind mehrere Tabellenwerte zu erstellen, wobei deren
Anzahl von der geforderten Anfangsgenauigkeit abhängt. In der Praxis hat sich gezeigt,
daß zufriedenstellende Ergebnisse dann erreicht werden, wenn der Tabellenfehler unter
zehn Prozent liegt, die Abweichung des Tabellen-Soll-Wertes
' vom tatsächlichen Soll-Wert
* Das Erstellen der Tabelle kann aber auch selbsttätig durch den Mikroprozessor erfolgen,
wozu jedoch ein Farbfluß (Test-Sprühen) erforderlich ist. also zehn Prozent nicht
überschreitet. Die erstellten Tabellenwerte werden dann im Mikrocomputer 16 abgespeichert.
Wird nun die Produktion begonnen, dann gibt die Bedienungsperson
* - wie erwähnt - in den Mikrocomputer den gewünschten.Durchflußmengen-Soll-Wert
g*ein. Der Mikrocomputer betätigt dann auf der Grundlage der abgespeicherten Tabelle
den Schrittmotor 18 und/oder das Getriebe 17 und stellt damit das Durchfluß-Steuerventil
14 auf einen Apriori-Wert ein, der einer Durchflußmenge nahe dem Durchflußmengen-Soll-Wert,
beispielsweise mit einer Abweichung von maximal - 10 %, entspricht. Wird durch öffnen
des Freigabeventils 15 die Strömung in der Leitung 11 in Gang gesetzt, dann übermittelt
der Durchflußmengengeber 13 dem Mikrocomputer 16 fortlaufend die tatsächlichen Ist-Werte
der Durchflußmenge und der Mikrocomputer 16 regelt auf der Grundlage eines Vergleichs
zwischen Ist-Wert und Soll-Wert das Ventil 14 nach, bis Ist-Wert und Soll-Wert übereinstimmen,
was in der Praxis als gegeben angesehen werden kann, wenn die Abweichung unter drei
Prozent liegt. Wird ein neuer Soll-Wert eingegeben, dann errechnet der Mikrocomputer
16 auf der Grundlage der abgespeicherten Tabelle die neue Position des Schrittmotors
und stellt das Ventil 14 auf den neuen Apriori-Wert ein, wozu Zeiten bis maximal etwa
1 Sekunde erforderlich sind. Anschließend erfolgt dann wiederum der erwähnte Regelvorgang
bis zur Erreichung der Übereinstimmung zwischen Soll-Wert und Ist-Wert. Wie erwähnt
kann dabei die Einstellung des Apriori-Wertes sowohl im Ruhezustand (keine Farbströmung)
als auch im Betriebszustand (Farbströmung) erfolgen; der Regelvorgang dagegen erfordert
verständlicherweise das Vorliegen einer Farbströmung.
[0012] Bezüglich der abgespeicherten Tabelle ist zu berücksichtigen, daß bei gegebener öffnungsweite
des Ventils 14 die Durchlaßmenge von der Viskosität der hindurchströmenden Farbe abhängig
ist, wobei die Viskosität ihrerseits eine Funktion
* oder das übergeordnete Steuerungssystem
** und die gewünschte Farbe der Temperatur ist. Temperaturänderungen während des Tages
führen also dazu, daß die beispielsweise am Morgen abgespeicherte Tabelle ungenauer
wird. Aus diesem Grund ist es zweckmäßig, den Mikrocomputer mit einem Tabellen-Korrekturprogramm
zu versehen, das in Abhängigkeit von einem Temperaturgeber oder von den während des
Betriebs vom Durchflußgeber 13 gemessenen Abweichungen der Apriori-Werte von den Ist-Werten
selbsttätig eine Korrektur der Tabelle vornimmt.
[0013] Beim Farbwechsel wird das Durchfluß-Steuerventil 14 ganz geöffnet, um so die Farbwechselzeit
möglichst kurz zu halten. Während des Farbwechsels erfolgt nämlich eine Spülung der
Leitung mit Lösungsmittel und Spülluft. Dabei wäre es nicht sinnvoll, Durchflußmessungen
und/oder Regelungen vorzunehmen, weil lediglich von Bedeutung ist, daß der Spülvorgang
schnell durchgeführt werden kann. Nach dem Spülgang wird das Ventil 14 auf den neu
angewählten Soll-Wert eingestellt bzw. kehrt zu dem Soll-Wert vor Farbwechsel zurück.
[0014] Figur 2 zeigt ein typisches Beispiel für den Steuerungs- und Regelvorgang nach der
Erfindung. Dabei ist auf der Ordinate die Durchflußmenge, auf der Abszisse der Zeitablauf
angegeben. Der Vorgang beginnt also mit einem Farbwechsel (voller Durchlaß für das
Spülmittel) und endet mit einem Farbwechsel, wobei zwischen diesen beiden Farbwechseln
drei verschiedene Soll-Werte 1, 2 und 3 vorgesehen sind. Bei jeder Soll-Wert- Änderung
wird zunächst das Ventil 14 auf den Apriori-Wert (Tabellenwert) eingestellt, worauf
dann die Regelung auf der Grundlage der gemessenen Ist-Werte erfolgt. Im gezeichneten
Beispiel ist dabei angenommen worden, daß die Apriori-Einstellung auf den ersten Soll-Wert
ohne Farbfluß (Freigabeventil 15 geschlossen), bei den beiden anderen Soll-Werten
dagegen bei strömender Farbe (Freigabeventil 15 geöffnet) erfolgt. Der Vorgang entspricht
in der Praxis dem Spritzen einer Automobilkarosserie, die am Fließband an der Spritzstation
vorbeigeführt wird und drei Zonen unterschiedlicher Farbauftragsstärke aufweist.
[0015] Sowohl die Vorrichtung als auch das Verfahren können Abwandlungen erfahren, ohne
den Bereich der Erfindung zu verlassen. Eine sehr kostengünstige Ventilkonfiguration
mit Antrieb besteht beispielsweise aus einem Nadelventil und einem Schrittmotor. Das
Nadelventil besitzt einen Spindelantrieb. Diese Spindel ist direkt über eine' Kupplung
mit der Antriebswelle des Schrittmotors verbindbar. Es entfällt damit das Getriebe
und man erhält außerdem eine sehr hohe Auflösung von beispielsweise 1 : 5000. Im Falle
einer Störung im Steuerungssystem oder in der elektrischen Versorgung besitzt dann
diese Ventilanordnung aus spindelgetriebenem Nadelventil und Schrittmotor gute Notlaufeigenschaften,
da zum einen der Schrittmotor und damit das Ventil in seiner Position verharren und
zum anderen mit der Hand über ein Handrad, welches auf der Schrittmotorachse befestigt
ist, mechanisch eingestellt werden kann. Die möglichen Modifikationen des Verfahrens
betreffen insbesondere den Anschluß des Mikrocomputers an eine übergeordnete Anlage,
etwa einen Großrechner. Damit wird es beispielsweise möglich, einen Datenaustausch
zwischen der Werkstück-Fördereinrichtung und der Spritzanlage herbeizuführen, derart,
daß alle Gegebenheiten der Werstückszuführung auf die Spritzanlage übertragen werden
und diese damit vollautomatisch arbeitet.
[0016] Die Erfindung ist bei Farbspritzgeräten aller Art anwendbar, also sowohl bei Rotationszerstäubern
als auch bei Hochdruckzerstäubern als auch bei Druckluftzerstäubern, wobei im letzteren
Fall auch eine entsprechende Druckströmungssteuerung der Druckluft denkbar ist.
1. Verfahren zum Einstellen der Farb-Durchflußmenge eines motorgetriebenen Durchfluß-Steuerventils
einer Farbspritzpistole, insbesondere einer automatischen Farbspritzpistole mit häufigem
Durchflußmengen-und Farbwechsel, vorzugsweise für das Fließband-Spritzen von Automobilkarosserien,
dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine Folge von Zuordnungen zwischen Durchflußmengenwerten
und elektrischen Ventilmotor-Betätigungssignalen erstellt und als Näherungstabelle
in einen Mikorcomputer eingegeben wird, daß dann durch Anwählen des gewünschten Durchflußmengenwertes
der Mikrocomputer veranlaßt wird, das tabellarisch zugehörige Betätigungssignal als
Steuersignal dem Ventilmotor zuzuführen und so das Durchfluß-Steuerventil auf diesen
Soll-Wert annäherungsweise einzustellen, und daß anschliessend während des Farbdurchflusses
durch das Durchfluß-Steuerventil die Durchflußmenge fortlaufend gemessen und die Meßwerte
als Ist-Werte dem Mikrocomputer zugeführt werden, der dann auf der Grundlage eines
Vergleichs zwischen dem Soll-Wert und den Ist-Werten dem Ventilmotor Regelsignale
zuführt und so das Durchfluß-Steuerventil fortlaufend auf den Soll-Wert nachregelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abweichungen der Ist-Werte
vom Soll-Wert während der Ansteuerungsphase auf etwa zehn Prozent, während der Regelphase
auf etwa drei Prozent begrenzt werden.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, mit einer Farbspritzpistole,
einer die Farbspritzpistole mit der Farbwechseleinheit verbindenden Farbzuführleitung
einem in die Farbzuführleitung eingesetzten Freigabeventil und einem in die Farbzuführleitung
eingesetzten, durch einen Motor betätigten Durchfluß-Steuerventil, gekennzeichnet
durch einen ebenfalls in die Farbzuführleitung (11) eingesetzten Durchfluß-Meßgeber
(13) und durch einen Mikrocomputer (16), wobei der Mikrocomputer (16) über Signalleitungen
mit dem Motor (18) für das Durchfluß-Steuerventil (14), dem Durchfluß-Meßgeber (13),
dem Farbwechsler (12) und einer Eingabe-Anzeige-Einrichtung (22) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (18) für das
Durchfluß-Steuerventil (14) eine Ansteuereinheit (19) und ein Getriebe (17) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (18)
für das Durchfluß-Steuerventil (14) ein Schrittschaltmotor und der Durchfluß-Meßgeber
(13) ein Zahnradmeßgeber ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikrocomputer
(16) an einen externen Datengeber (23) angeschlossen ist.
7T Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei betriebsbedingter
Unterbrechung das Ventil (14) in seiner Stellung verharrt und/oder beim Wiedereinschalten
besonderen Einschaltroutinen die den Staudruck und den Fließdruck berücksichtigen,
unterworfen ist.