[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung der wärmetauschenden Flächen
der Speichermassen von Regenerativ-Wärmetauschern mit drehend angetriebenen Hauben
mittels eines Reinigungsfluids, das aus mindestens einer Düse im wesentlichen parallel
zu den Ebenen der wärmetauschenden Flächen austritt, wobei die Düse relativ zur Speichermasse
verfahrbar ist.
[0002] Reinigungsvorrichtungen für die Speichermassen von Regenerativ-Wärmetauschern sind
sowohl für drehende Speichermassen und feststehende Leitvorrichtungen als auch für
feststehende Speichermassen und drehende Hauben bekannt. Als Reinigungsmittel wird
vorzugsweise Druckluft oder Heißdampf verwendet, teilweise jedoch auch Wasser, dem
Antikorrosionsinhibitoren und Netz- bzw. Lösungsmittel zugesetzt sein können.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reinigungsvorrichtung der eingangs
beschriebenen Art zu schaffen, die neben einem einfachen konstruktiven Aufbau und
einer hohen Funktionssicherheit ein niedriges Gewicht und einen geringen Raumbedarf
hat, so daß sie keinen störenden Einfluß auf die Strömungsverhältnisse innerhalb des
Regenerativ-Wärmetauschers zur Folge hat.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse am Ende eines mindestens zweiteiligen, teleskopierbaren Düsenrohres angeordnet
ist, das an der Haube des Regenerativ-Wärmetauschers befestigt und durch eine Zuführleitung
mit einer im Drehmittelpunkt der Haube angeordneten Uberleitungsvorrichtung verbunden
ist, die ein mit der Haube drehendes Rohrstück und ein feststehendes, gegenüber dem
Rohrstück abgedichtetes Gehäuse umfaßt.
[0005] Mit dem Vorschlag der Erfindung wird eine besonders leichte, raumsparende und einfache
Reinigungsvorrichtung geschaffen, die im wesentlichen nur aus dem teleskopierbaren
Düsenrohr und einer Uberleitungsvorrichtung besteht, durch die das Reinigungsfluid
dem an der drehenden Haube angeordneten Düsenrohr zugeführt wird. Das mit mindestens
einer Düse versehene Düsenrohr wird in radialer Richtung relativ zur Speichermasse
verstellt, so daß durch die Drehbewegung der Haube nacheinander sämtliche wärmetauschenden
Flächen der Speichermasse gereinigt werden. Der Hauptteil des teleskopierbaren Düsenrohres
liegt hierbei in demjenigen Bereich der Haube, der die Speichermasse abdeckt, so daß
lediglich das ausfahrbare Ende des Düsenrohres in den eigentlichen Strömungsquerschnitt
hineinragt. Die Anströmfläche dieses ausfahrbaren Teils des Düsenrohres ist jedoch
derart klein, daß keine Störungen in der Strömung auftreten. Durch die verschiebbare
Anordnung der Düse kann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung gezielt gereinigt werden,
so daß weiterhin der Vorteil erreicht wird, daß die Durchsatzmengen des Reinigungsfluids
gegenüber bekannten Ausführungen verkleinert werden können.
[0006] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Düsenrohr zweiteilig
aus einem an der Haube angeordneten Basisteil und einem relativ zum Basisteil verschiebbaren
Verfahrteil ausgebildet, wobei das hintere Ende des Basisteils am Außenumfang und
das vordere Ende im Bereich des Drehmittelpunktes der Haube angeordnet ist. Hierdurch
ist es auf einfache Weise möglich, die am vorderen Ende des verschiebbaren Verfahrteils
ausgebildete Düse über den gesamten Halbmesser der stehenden Speichermasse zu verschieben.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das die Düse enthaltende Verfahrteil
des Düsenrohres von einer Verstelleinrichtung in Abhängigkeit vom Umfang der jeweils
vom Reinigungsfluid beaufschlagten Fläche verstellbar.
[0007] Obwohl die Möglichkeit besteht, an der drehenden Haube einen Stellantrieb für den
Verfahrteil des Düsenrohres anzuordnen, wird in Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen,
auf einen derartigen Stellantrieb zu verzichten und die Verstellbewegung für das Verfahrteil
von der Drehbewegung der Haube abzuleiten. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist
das Verfahrteil mit einem endlosen, über zwei Umlenkrollen geführten, biegsamen Zugelement
verbunden, dessen eine Umlenkrolle mit einem Antriebsrad verbunden ist, das bei der
Drehbewegung der Haube von mindestens einem ortsfesten Anschlag schrittweise angetrieben
ist.
[0008] Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf einen Regenerativ-Wärmetauscher mit drehend
angetriebener Haube und angebauter Reinigungsvorrichtung,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch das teleskopierbare Düsenrohr und die Uberleitungsvorrichtung
für das Reinigungsfluid,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der in einem Gehäuse untergebrachten Reinigungsvorrichtung
und
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Ausführungsform nach Fig. 3 zwecks Erläuterung der
Verschiebewegung des Verfahrteils.
[0009] Die schematische Draufsicht auf einen Regenerativ-Wärmetauscher gemäß Fig. 1 zeigt
eine feststehende Speichermasse 1, die in Blickrichtung mit wärmeaustauschenden Flächen
ausgestattet ist, welche abwechselnd von heißen Rauchgasen und aufzuwärmender Frischluft
durchströmt werden. Der Wechsel dieser beiden Strömungsmedien wird durch eine drehende
Haube 2 erzielt. Eine derartige Haube 2 ist an jeder der beiden Stirnseiten der zylindrischen
Speichermasse 1 angeordnet. Die Drehrichtung der Haube 2 ist in Fig. 1 durch Pfeile
angedeutet.
[0010] An der Haube 2 ist eine Reinigungsvorrichtung angeordnet, die somit zusammen mit
der Haube 2 umläuft. In Fig. 1 ist ein Gehäuse 3 dieser Reinigungsvorrichtung sowie
das vordere Ende eines teleskopierbaren Düsenrohres 4 zu erkennen, in dem mindestens
eine Düse ausgebildet ist. Aus dieser Düse tritt ein Reinigungsfluid im wesentlichen
parallel zu den Ebenen der wärmetauschenden Flächen der Speichermasse 1 aus. Ein Ausführungsbeispiel
dieser Reinigungsvorrichtung ist in Fig. 2 dargestellt.
[0011] Das Düsenrohr 4 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.2 zweiteilig und teleskopierbar
ausgeführt.Es besteht aus einem an der Haube 2 befestigten Basisteil 4a-und aus einem
Verfahrteil 4b,das an seinem vorderen Ende Düsenöffnungen 4c aufweist. Das rohrförmige,am
vorderen Ende bis auf die Düsenöffnungen 4c geschlossene Verfahrteil 4b ist auf dem
Basisteil 4a in Längsrichtung verschiebbar,wie mit dem Doppelpfeil und den strichpunktierten
Linien in Fig.2 angedeutet ist. Zwischen Basisteil 4a und Verfahrteil 4b sind Dichtungen
4d angeordnet, die in jeder Stellung des Verfahrteiles 4b relativ zum Basisteil 4a
verhindern, daß Reinigungsfluid zwischen Basisteil 4a und Verfahrteil 4b austritt.
[0012] Das Reinigungsfluid wird dem Düsenrohr 4 durch eine Zuführleitung 5 zugeführt, die
mit Hilfe einer Uberleitungsvorrichtung 6 mit einer ortsfesten Leitung 7 in Verbindung
steht. Bei dem in Fig.2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist am Ende dieser von einer
Druckquelle für das Reinigungsfluid kommenden Leitung 7 ein Gehäuse 6a angeordnet.
Dieses Gehäuse 6a befin- det sich im Drehmittelpunkt der Haube 2 und ist konzentrisch
zur Drehachse der Haube 2 ausgerichtet. In dieses feststehende Gehäuse 6a ragt das
offene Ende eines Rohrstückes 6b hinein, das mit einem im Gehäuse 6a liegenden Dichtring
6c versehen ist. Dieses Rohrstück 6b mit Dichtring 6c dreht mit der Haube 2 und steht
- wie Fig.2 erkennen läßt - mit der Zuführleitung 5 in Verbindung.
[0013] Wie durch strichpunktierte Linien in den Fig.l und 2 angedeutet ist, ist das Verfahrteil
4b auf dem Basisteil 4a verschiebbar ausgeführt. Ein Ausführungsbeispiel für die hierzu
benötigte Verstelleinrichtung zeigen die Fig.3 und 4.
[0014] Bei dieser Ausführungsform sind im Gehäuse 3 zwei Umlenkrollen 8a und 8b drehbar
gelagert,über die ein endloses biegsames Zugelement,beispielsweise ein Seil 9 läuft.
An diesem Seil 9 ist ein Mitnehmer 9a befestigt. Der Antrieb des Seiles 9 erfolgt
mit Hilfe eines Antriebsrades 10,das über seine Welle 10a mit der Umlenkrolle 8a drehfest
verbunden ist.
[0015] In Fig.l ist das Antriebsrad 10 gestrichelt eingezeichnet. Aus dieser Darstellung
geht hervor,daß das Antriebsrad 10 geringfügig aus dem Umfang der Haube 2 hervorsteht.
Auf diese Weise kann das mit Vorsprüngen 10b versehene Antriebsrad 10 durch ortsfeste
Anschläge 11 in Umdrehungen versetzt werden, wenn die Haube 2 mit dem Antriebsrad
10 an diesen ortsfesten Anschlägen 11 vorbeidreht. Durch die Anordnung und Zahl der
Anschläge 11 kann die schrittweise erfolgende Verdrehung des Antriebsrades 10 gesteuert
werden,wobei es gemäß den in Fig.3 eingezeichneten Doppelpfeilen möglich ist,die Anschläge
11 entweder in den Bewegungsbereich der Vorsprünge 10b des Kettenrades 10 vorzuschieben
oder aus diesem Bewegungsbereich zurückzuziehen.
[0016] Die mit Hilfe des Antriebsrades 10 erzeugte Umlaufbewegung des Seiles 9 wird dazu
benutzt,das Verfahrteil 4b relativ zum Basisteil 4a zu verstellen. Zu diesem Zweck
sind am Verfahrteil 4b Mitnahmebolzen 4e angeordnet. In Fig.4 ist gezeigt, daß bei
einem Umlauf des Mitnehmers 9a zuerst das Verfahrteil 4b aus der zusammengeschobenen
Lage des teleskopierbaren Düsenrohres 4, in der die Düsenöffnungen 4c den radial am
weitesten innenliegenden Teil der Speichermasse 1 bestreichen,radial nach außen verfahren
wird bis die Endlage der Vorschubbewegung erreicht ist. Anschließend tritt der Mitnehmer
9a nach seinem Umlauf um die Umlenkrolle 8b den Rücklauf an. Während dieses Rücklaufes
des Mitnehmers 9a wird das Verfahrteil 4b über den zweiten Mitnahmebolzen 4e in Richtung
auf die Endlage der Rücklaufbewegung mitgenommen. Zu diesem Zweck sind die Mitnahmebolzen
4e in Längsrichtung des Verfahrteiles 4b geringfügig zueinander versetzt,wie dies
insbesondere die Fig.4 zeigt
[0017] Über die Anzahl der ortsfesten Anschläge lla und deren gesteuerte Einbringung in
den Bewegungsbereich der Vorsprünge 10b des Antriebsrades 10 kann erreicht werden,daß
entweder besonders gefährdete Stellen der Speichermasse 1 besonders gründlich mit
Reinigungsfluid beaufschlagt werden oder eine gleichmäßige Reinigung der Speichermasse
1 erfolgt, und zwar in Abhängigkeit vom Umfang der jeweils vom Reinigungsfluid beaufschlagten
Fläche der Speichermasse 1.
1. Vorrichtung zur Reinigung der wärmetauschenden Flächen der Speichermassen von Regenerativ-Wärmetauschern
mit drehend angetriebenen Hauben mittels eines Reinigungsfluids,das aus mindestens
einer Düse im wesentlichen parallel zu den Ebenen der wärmetauschenden Flächen austritt,wobei
die Düse relativ zur Speichermasse verfahrbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (4c) am Ende eines mindestens zweiteiligen, teleskopierbaren Düsenrohres
(4) angeordnet ist,das an der Haube (2) des Regenerativ-Wärmetauschers befestigt und
durch eine Zuführleitung (5) mit einer im Drehmittelpunkt der Haube (2) angeordneten
Uberleitungsvorrichtung (6) verbunden ist,die ein mit der Haube (2) drehendes Rohrstück
(6b) und ein feststehendes, gegenüber dem Rohrstück (6b) abgedichtetes Gehäuse (6a)
umfaßt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,daß das Düsenrohr (4) zweiteilig
aus einem an der Haube (2) angeordneten Basisteil (4a) und einem relativ zum Basisteil
(4a) verschiebbaren Verfahrteil (4b) ausgebildet ist,wobei das hintere Ende des Basisteils
(4a) am Außenumfang und das vordere Ende im Bereich des Drehmittelpunkts der Haube
(2) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die Düse (4c)
enthaltende Verfahrteil (4b) des Düsenrohres (4) von einem Stellantrieb in Abhängigkeit
vom Umfang der jeweils vom Reinigungsfluid beaufschlagten Fläche verstellbar ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellbewegung
des Verfahrteils (4b) des Düsenrohres (4) von der Drehbewegung der Haube (2) abgeletet
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,dadurch gekennzeichnet,daß das Verfahrteil (4b) mit
einem endlosen,über zwei Umlenkrollen (8a,8b) geführten, biegsamen Zugelement (9)
verbunden ist, dessen eine Umlenkrolle (8a) mit einem Antriebsrad (10) verbunden ist,das
bei der Drehbewegung der Haube (2) von mindestens einem ortsfesten Anschlag (11) schrittweise
angetrieben ist.
Bezugsziffernliste:
1 Speichermasse
2 Haube
3 Gehäuse
4 Düsenrohr
4a Basisteil
4b Verfahrteil
4c Düsenöffnung
4d Dichtung
4e Mitnahmebolzen
5 Zuführleitung
6 Überleitungsvorrichtung
6a Gehäuse
6b Rohrstück
6c Dichtring
7 Leitung
8a Umlenkrolle
8b Umlenkrolle
9 Seil
9a Mitnehmer
10 Antriebsrad
10a Welle
10b Vorsprung
11 Anschlag