[0001] Die Erfindung betrifft eine Klappanker-Lagerung, vorzugsweise für einen elektromagnetischen
Auslöser gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Ein elektromagnetischer Auslöser ist ein Gerät, bei dem durch Änderung einer Wirkungsgröße
mit Hilfe eines Triebsystems die Wirkungsgröße in mechanische Bewegung umgewandelt
wird.
[0003] Als Niederspannungsschaltgerät leistet der elektromagnetische Auslöser die zum Auslösen
eines Schloßschalters erforderliche Arbeit. Elektromagnetische Auslöser dienen vorzugsweise
als Kurzschlußschutz. Als Triebsystem haben sie häufig einen Klappanker-Magneten.
Der Ansprechwert läßt sich durch eine am Anker angreifende Feder einstellen. Die elektromagnetischen
Auslöser sind für die Funktion der strombegrenzenden Leistungsschalter und Schnellschalter
von großer Bedeutung.
[0004] Durch die FR-PS 15 13 052 ist ein Klappanker-Magnet bekannt. Dort erfolgt die Lagerung
des Klappankers so, daß dieser über zwei in den Klappanker eingeschnittene, rechteckförmige
Aussparungen auf zwei entsprechend geformte, vor der Jochschneide angeordnete Zapfen
aufgesteckt ist, und durch eine hinter der Jochschneide am Klappanker angreifende
Zugfeder gesichert wird. Die Zugfeder bestimmt gleichzeitig die Ruhestellung des Klappankers.
Es zeigt sich, daß der Klappanker in Richtung der Zapfen lediglich durch die Zugfeder
in seiner Lagerung gesichert ist. Dies erweist sich als nachteilig, da unter Umständen,
z.B. bei Schockb.eanspruchung des Auslösers, der Klappanker aus seiner Lagerung herausspringen
kann. Eine entsprechende Verstärkung der Zugfeder ist nicht möglich, da über die Zugfederkraft
der Ansprechwert des Klappanker-Magneten und damit des Auslösers eingestellt wird.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Klappanker-Magneten der eingangs
genannten Art zur Erhöhung der Funktionssicherheit die Klappanker-Lagerung zu verbessern.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
[0007] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß unabhängig
von der Einbaulage des Klappanker-Magneten sowie bei Schockbeanspruchung der Klappanker
sicher in seiner Lagerung verbleibt. Desweiteren wird durch die erfindungsgemäße Klappanker-
Lagerung eine exakte Ruhestellung des Klappankers mit definiertem Luftspalt erreicht,
wie er zur Erzielung eines konstanten, genauen Ansprechwertes für den Auslöser erforderlich
ist.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0009] Die Erfindung wird nachstehend anhand einer in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Klappanker-Magneten in Ruhestellung,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Klappanker-Magneten nach Figur 1, in Arbeitsstellung,
Fig. 3 einen Schnitt in der Ebene III-III des Klappanker-Magneten,
Fig. 4 eine Rückansicht des Klappanker-Magneten.
[0010] In der Figur 1 ist ein Klappanker-Magnet 1 für einen nicht näher beschriebenen elektromagnetischen
Auslöser dargestellt. Der Klappanker-Magnet 1 weist ein rechtwinkelig gebogenes, aus
einem weichmagnetischen Werkstoff (Eisen) bestehendes Joch 2 auf. An der Innenseite
des einen Jochschenkels ist ein zylindrischer Eisenkern 3 befestigt, auf den eine
Spule 4 aufgeschoben ist. Das freie Ende des anderen Jochschenkels ist durch eine
mittig angeordnete stegartige Verlängerung 8 desselben schulterförmig ausgebildet.
Die Schultern sind an ihrer Rückseite so abgeschrägt, daß die Außenkanten eine Schneide
(Jochschneide 5) bilden. Der Klappanker 6 weist an einem Ende zwei gabelförmig angeordnete
Schenkel 16 auf. Die Lagerung des Klappankers 6 erfolgt so , daß die Schenkel 16 auf
der Jochschneide 5 aufliegen, und zur seitlichen Arretierung die stegartige Verlängerung
8 passend zwischen sich aufnehmen. Oberhalb des Klappankers 6 befindet sich ein durch
plastische Formgebung an der stegartigen Verlängerung 8 angeformter Begrenzungszapfen
9, der den Klappanker 6 auf der Jochschneide 5 hält. Desweiteren sind die Enden der
Schenkel 16 des Klappankers 6 mit Rastnasen 10 versehen, welche die Jochschneide 5
hintergreifen. Die Rastnasen 10 sind mittels Scherwirkung während des Stanzvorganges
an den Klappanker 6 angeformt. In einer am Klappanker 6 asymmetrisch angebrachten
Bohrung 11 ist eine als Zugfeder ausgebildete Fesselfeder 12 eingehängt, die mit ihrem
anderen Ende an einem Querzapfen 13 der stegartigen Verlängerung 8 des Jochs 2 befestigt
ist. Die am Klappanker 6 angreifende Fesselfeder 12 hält diesen in Ruhestellung in
der der Klappanker die Stellung "Offen" einnimmt, d.h. nicht angezogen ist.
[0011] Im Kurzschlußfall spricht der Klappanker-Magnet 1 innerhalb kürzester Zeit an, und
der Klappanker wird angezogen. Durch den in Arbeitsstellung gehenden Klappanker 6
(Fig. 2) wird ein Auslösehebel 14 eines nicht näher dargestellten Schaltschlosses
in die Position 15 gebracht, und damit das Schaltschloss entriegelt, die Kontakte
des Schaltgerätes geöffnet und der Kurzschlußstrom abgeschaltet.
[0012] Natürlich besteht auch die Möglichkeit, den Klappanker- magnet 1 so auszubilden,
daß der Klappanker b bei einer Auslösung umgekehrt aus der Stellung "Angezogen" (Figur
2) in den Klappanker am Eisenkern 3 anliegt, von der Feder 12 in die Stellung "Abgefallen"'(Figur
1), in der der Klappanker vom Eisenkern 3 entfernt ist, verbracht wird, wobei er hierbei
das Schaltschloß betätigt. Die Lagerung bliebe dann unverändert.
Bezugszeichen
[0013]
1 Klappankermagnet
2 Joch
3 Eisenkern
4 Spule
5 Jochschneide
6 Klappanker
7 Ausnehmung
8 stegartige Verlängerung des Jochs
9 Begrenzungszapfen
10 Rastnasen
11 Bohrung
12 Fesselfeder
13 Querzapfen
14 Auslösehebel
15 Schalterposition
16 Schenkel
1. Klappanker-Lagerung eines Klappanker-Magneten, vorzugsweise für einen elektromagnetischen
Auslöser, bestehend aus einem rechtwinklig gebogenen Joch, mit einer an einem Jochschenkel
befestigten Spule mit Eisenkern, mit einem um eine Jochschneide am Ende des anderen
Jochschenkels beweglich angeordneten Klappanker, und einer am Klappanker angreifenden
Fesselfeder, dadurch gekennzeichnet, daß der Klappanker (6) zwischen Jochschneide
(5) und einem oberhalb derselben angeordneten Begrenzungszapfen (9) mittig am Joch
(2) gelagert ist, und daß der Klappanker (b) Rastnasen (10) aufweist, welche die Jochschneide
(5) zur Verrastung des Klappankers (b) mit dem Joch (2) hintergreifen.
2. Klappanker-Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Jochschneide
(5) aufweisende Ende des Joches (2) eine stegartige Verlängerung (8) aufweist, so
daß die Jochschneide (5) schulterförmig ausgebildet ist, daß der an einem Ende gabelförmig
ausgebildete Klappanker (b) mit seinen beiden Gabelschenkelenden (16) auf der Jochschneide
(5) aufliegt, und zur seitlichen Fixierung die stegartige Verlängerung (8) zwischen
den Gabelschenkelenden (16) angeordnet ist.
3. Klappanker-Lagerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastnasen
(10) mittels Scherwirkung während eines Stanzvorganges am Klappanker (6) anformbar
sind.
4. Klappanker-Lagerung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Begrenzungszapfen (9) durch plastische Formgebung aus der Oberfläche der stegartigen
Verlängerung (8) des Jochs (2) hervorragt.