[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Segelbretter mit einem in einem Schwertkasten
schwenkbar gelagerten Schwert, das von der Oberseite des Segelbretts aus z.B. durch
Fußbetätigung verstellbar ist.
[0002] Derartige Segelbretter sind in verschiedenen Ausführungen bekannt (siehe beispielsweise
DE-PS 26 59 297 und DE-OS 30 27 624). Gegenüber weiter bekannten Segelbrettern besitzen
sie insbesondere den Vorteil, daß sich das Schwert während der Fahrt ohne weiteres
mit dem Fuß in jede gewünschte Schwenkposition bringen läßt, die es dann beibehält.
[0003] Die bekannten Ausführungen mit Höckern am Schwertkopf sind jedoch nachteilig und
gefährlich, da die Höcker einmal durch ihren großen Überstand über die Oberseite des
Segelbretts während der Manöver des Surfseglers stören und zum anderen eine Verletzungsgefahr
für den Surfsegler bei einem Sturz auf das Segelbrett bilden.
[0004] Bekannte Ausführungen mit am Schwertkopf angreifenden Verstellvorrichtungen sind
durch diese Vorrichtungen sowohl jturungsanfällig als auch nicht billig herstellbar.
Deshalb haben sie wohl auch bisher keinen Eingang in die Praxis gefunden.
[0005] Zweck der vorliegenden Erfindung ist es darum, ein gattungsgemäßes Segelbrett so
zu verbessern und zu gestalten, daß die Schwertverstellmöglichkeit auf einfache und
billig auszuführende Art erreicht ist und daß die Verstellmittel darüberhinaus den
Surfsegler bei seinen Manövern praktisch nicht behindern und auch keine Verletzungsmöglichkeit
bieten.
[0006] Erfindungsgemäß ist dies durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1
erreicht. Unabhängig von der Schwenkposition des Schwertes verändert sich der Überstand
des Betätigungselementes über die Oberseite des Segelbretts nicht, so daß zu keinem
Zeitpunkt diesbezüglich eine Verletzungsgefahr oder eine Behinderung des Surfseglers
besteht. Durch die Verrastung ist in der jeweiligen Schwenklage eine sichere Halterung
des Schwertes gewährleistet.
[0007] Sind bei dem Segelbrett in den Seitenwänden des Schwertkastens Lagerschalen für zwei
die Schwenkachse des Schwertes bildende Achsstummel vorgesehen, hat es sich als zweckmäßig
erwiesen, daß die Lagerschalen die Achsstummel in ihren oben liegenden Bereichen abstützen,
daß die Rastausnehmungen in dem oberen Randbereich des Schwertkastens vorgesehen sind.und
daß der Schieber durch eine Zugfeder in seinem Sitz gehalten und damit das Rastglied
in einer Rastausnehmung lösbar verrastet ist. Die Spannung der Zugfeder ist so gewählt,
daß die Achsstummel in allen Schwertpositionen mit ausreichender Kraft in den Lagerschalen
gehalten sind.
[0008] Die Lagerschalen befinden sich zweckmäßigerweise im unteren Bereich des Schwertkastens,
so daß sich für die Zugfeder eine ausreichende Länge ergibt. Auch die Achsstummel
sind zweckmäßigerweise im unteren vorderen Randbereich des Schwertes angeordnet.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß in den Seitenwänden des
Schwertkastens etwa quer zu dessen oberen und unteren Rändern verlaufende Führungsnuten
für die Achsstummel vorgesehen sind, an die seitlich versetzt die nach unten offenen
Lagerschalen angeschlossen sind. Damit läßt sich das Schwert einfach von oben her
in den Schwertkasten einsetzen, wonach lediglich die Achsstummel in die Lagerschalen
zu schieben sind und dann der Schieber mit den Rändern des Schwertkastens verriegelt
wird. Der Schieber kann U-förmig ausgebildet, auf den Kopf des Schwertes reiterförmig
aufgesetzt und mit seinen Schenkeln in seitlichen Nuten des Schwertkopfes längsverschieblich
geführt sein, wobei im Bereich des oberen Endes des Schiebers seitliche als Rastglied
dienende nockenartige Vorsprünge vorgesehen sind, die in Rastausnehmungen des Schwertkastens
einrastbar sind.
[0010] Als Zugfeder können an den Schenkeln des Schiebers elastische Bänder vorgesehen sein,
'die in Nuten an den Seitenflächen des Schwertes mit ihren anderen Enden befestigt
sind.
[0011] Zweckmäßigerweise sind die Rastausnehmungen über einen Bereich verteilt, der etwa
einem Schwenkwinkel des Schwertes von 90° entspricht.
[0012] Die Lagerschalen können bugseitig vor den Führungsnuten angeordnet sein, so daß die
Achsstummel aus den Lagerschalen unter Überwindung der Federkraft heraustreten und
in die Führungsnuten eintreten können, wenn das Schwert auf einen Widerstand trifft.
Auf diese Weise werden Beschädigungen des Schwertes beim Auflaufen vermieden.
[0013] Eine weitere erfindungsgemäße Konstruktion eines Segelbretts, bei dem in den Seitenwänden
des Schwertkastens Lagerschalen für zwei die Schwenkachse des Schwertes bildende Achsstummel
vorgesehen sind, ist durch die Merkmale des Patentanspruchs 10 gekennzeichnet. Bei
dieser Konstruktion kann der Schieber sich durch einen Längsschlitz der Abdeckschiene
bzw. zwischen den Randleisten des Schwertkastens nach außen erstrecken und zum Schwanken
des Schwertes mit einem Knopf versehen sein.
[0014] Das Betätigungselement oder wenigstens sein Mantel besteht aus elastischem Material,
so daß der Surfsegler auch eine Verstellung mit unbeschuhtem Fuß vornehmen kann, ohne
daß dieses zu einem Schmerz oder gar einer Verletzung führt.
[0015] Durch entsprechende Wahl der Neigung der Flanken der Rastausnehmungen läßt sich ein
mehr oder weniger großer Rastwiderstand beim Schwenken erreichen.
[0016] Die Patentansprüche sind auf ein Segelbrett abgestellt,wobei das Wesen der Erfindung
in der speziellen Verstelllagerung des Schwertes im Schwertkasten liegt. Somit ist
es natürlich auch möglich, diesen Gedanken bei Segelbooten zu realisieren, ohne damit
den Rahmen der vorliegenden Erfindung bzw. des nachgesuchten Patentschutzes zu verlassen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher
erläutert, in diesen zeigen:
Fig. 1 einen mittleren Längsschnitt durch den Schwertkasten mit dem in drei unterschiedlichen
Lagen arretierten Schwert,
Fig. 2 einen der Fig.1 entsprechenden Längsschnitt durch den Schwertkasten mit dem
in einer mittleren Lage arretierten Schwert, das noch strichpunktiert in der Stellung
eingezeichnet ist, in die es gerät, wenn dessen Achszapfen nach Auflaufen auf einen
Widerstand aus den Lagerschalen ausgehoben werden und in die Einschubnuten gelangen,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des mit dem Schwertkopf durch Gummibänder verbundenen
Schiebers und
Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Schwertkastens mit Schwert im Schnitt
entsprechend Fig. 1.
[0017] Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, sind bei dem ersten Ausführungsbeispiel
in den Seitenwänden 2 des Schwertkastens 1 einander gegenüberliegende und rechtwinkelig
zu den oberen und unteren Rändern verlaufende Führungsnuten 3 für zwei Achszapfen
4 des Schwertes 5 vorgesehen. Im unteren Bereich des Schwertkastens 1 sind in dessen
Seitenwänden 2 bugseitig vor den Führungsnuten 3 Lagerschalen 6 bildende Ausnehmungen
vorhanden, die von den Führungsnuten 3 durch eine abgerundete Nase 7 getrennt sind.
Die Lagerschalen 6 sind nach unten hin offen und sind nach oben hin durch eine etwa
halbzylindrisch gekrümmte Wand geschlossen, deren Krümmungsradius im mittleren Bereich
dem Radius der Achszapfen 4 entspricht. Die Führungsnuten 3 und die Lagerschalen 6
sind durch zu den Schwertkastenwänden 2 parallele Wandungen begrenzt, die etwa gleiche
Tiefen aufweisen.
[0018] Das Schwert 5 weist beispielsweise Sichelform auf, so daß die wirksame Schwertfläche
bei einem Verschwenken um die in den Lagerschalen 6 liegenden Achszapfen 4 in Richtung
auf das Heck des Segelbretts wandert und zunehmend Finnenform annimmt. Die Achszapfen
4 befinden sich beidseits des Schwertes 5 unterhalb des Kopfbereichs im Bereich von
dessen Vorderkante.
[0019] Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, ist mit dem Kopfbereich des Schwertes 5 über beidseits
an diesem befestigte elastische Bänder 8 ein U-förmiger Schieber 9 verbunden. Er besteht
aus den zueinander parallelen Schenkeln 10,11, die durch einen Steg 13 miteinander
verbunden sind. Die
-chenkel 10,11 sind lappenartig über den Steg 13 hinaus verlängert, wobei die lappenartigen
Verlängerungen mit fluchtenden Bohrungen versehen sind, in denen ein beidseits überstehender
Bolzen 14 befestigt ist. Das Schwert 5 ist auf seinen Seitenwänden mit zueinander
parallelen Nuten 15 versehen, deren Längsmittellinien die Achszapfen 4 schneiden.
In jeder der Nuten 15 ist einer der Schenkel 10,
11 längsverschieblich geführt, wobei die Nuten durch eine mittlere Wandung 16 voneinander
getrennt sind, deren Stärke dem Abstand der Schenkel 10,11 voneinander entspricht.
Die Schenkel 10,11 sind so lang ausgeführt, daß sie in jeder Schwenkstellung des Schwertes
noch ausreichend weit in die Nuten 15 eingreifen.
[0020] Die seitlich überstehenden Teile 17, 18 des Bolzens 14 bilden Rastvorsprünge, die
in an den oberen Rändern des Schwertkastens 1 vorgesehene Rastausnehmungen 19 einrasten
können. Die Rastausnehmungen 19 erstrecken sich im wesentlichen radial zur Lagerschale
6.
[0021] Der mittlere Teil des Bolzens 14 bildet mit den lappenförmigen Verlängerungen einen
Anschluß für ein Betätigungselement, mit dem das Schwert 5 geschwenkt werden kann.
[0022] Die den Schieber 9 mit dem Schwert 5 verbindenden Bänder 8 aus Gummi oder anderem
elastomerem Material sind in Nuten des Schwertes und der Schenkel 10,11 des Schiebers
9 angeordnet, so daß diese uie Nuten nicht überragen.
[0023] Die Bänder 8 weisen eine so große elastische Spannung auf, daß die Lagerzapfen 4
sicher in den Lagerschalen 6 gehalten sind.
[0024] Die Länge des Bolzens 14 ist größer als der Abstand der die Führungsnuten 3 begrenzenden
seitlichen Wandungen, so daß das Schwert 5 nicht dadurch verlorengehen kann, daß der
Schieber 9 durch die Führungsnuten 3 hindurchrutscht.
[0025] Wirkt auf das Schwert 5 in Richtung des Pfeils F in Fig.2 eine Kraft durch Anstoßen
an einen Gegenstand oder auf Grund, können die Achszapfen 4 über die Nase 7 hinwegspringen,
so daß der Achszapfen 4 und das Schwert 5 in die strichpunktierte Lage geraten, in
der das Schwert nahezu eingezogen ist.
[0026] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 sind in den Seitenwänden 21 des Schwertkastens
20 einander gegenüberliegende und rechtwinkelig zu den oberen und unteren Rändern
des Schwertkastens verlaufende Führungsnuten 22 vorgesehen, die dicht oberhalb des
unteren Randes des Schwertkastens 20 durch abgerundete Wandungsteile geschlossen sind,
die Lagerschalen 23 für Achsstummel 24 des Schwertes 25 bilden. Das Schwert ist in
seinem Kopfbereich mit einem Sackloch 26 versehen, in dem ein gegen Verdrehen gesicherter
Schieber 27 verschieblich geführt ist. Zwischen dem Schieber 27 und dem Boden 28 des
Sackloches 26 ist eine Druckfeder 29 eingespannt. Der Schieber 27 weist in seinem
oberen, das Schwert 25 überragenden Bereich als Rastglied seitliche Zapfen 30 auf,
die je nach der Schwenklage des Schwerts in Rastausnehmungen 31,32,33 einrasten können,
die auf der Unterseite einer Abdeckschiene 35 des Schwertkastens 20 beiderseits eines
Längsschlitzes vorgesehen sind. Die die Endlagen sichernden Rastausnehmungen 31,33
sind innenseitig mit schräg verlaufenden Leitflächen versehen, so daß sich das Schwert
durch Betätigung eines über der Abdeckschiene liegenden Knopfes 34 am Schieber 27
leicht zur Mitte hin verschwenken läßt.
1. Segelbrett mit einem in einem Schwertkasten schwenkbar gelagerten Schwert, das
von der Oberseite des Segelbretts aus z.B. durch Fußbetätigung verstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwert (5,25) ein Rastglied (17,18,30) besitzt, daß auf, im oder am Schwertkasten
(1,20) eine Reihe von Rastausnehmungen (19,31,32,33) vorgesehen ist, in eine von diesen
das Rastglied wahlweise einbringbar ist, daß das Rastglied (17,18,30) von einem Schieber
(9,27) getragen wird, der im Schwert zu dessen Schwenkachse (4,24) radial verschiebbar
gelagert und zur Sicherung der Verrastung federbelastet ist und der so angeordnet
ist, daß er in der mittleren Schwenklage des Schwertes wenigstens annähernd rechtwinkelig
zur Oberseite des Segelbretts liegt, und daß der Schieber an seinem äußeren Ende ein
Betätigungselement aufweist.
2. Segelbrett nach Anspruch 1, bei dem in den Seitenwänden des Schwertkastens Lagerschalen
für zwei die Schwenkachse des Schwertes bildende Achsstummel vorgesehen sind, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Lagerschalen (6) die Achsstummel (4) in ihren oben liegenden Bereichen abstützen,
daß die Rastausnehmungen (19) in dem oberen Randbereich des Schwertkastens (1) vorgesehen
sind und daß der Schieber (9) durch eine Zugfeder (8) in seinem Sitz gehalten und
damit das Rastglied (17,18) in einer Rastausnehmung (19) lösbar verrastet ist.
3. Segelbrett nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Seitenwänden (2)
des Schwertkastens (1) etwa quer zu dessen oberen und unteren Rändern verlaufende
Führungsnuten (3) für die Achsstummel (4) vorgesehen sind, an die seitlich versetzt
die nach unten offenen Lagerschalen (6) angeschlossen sind.
4. Segelbrett nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Führungsnuten
(3) und den Lagerschalen (6) eine abgerundete Nase (7) vorgesehen ist.
5. Segelbrett nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (9) U-förmig ausgebildet, auf den Kopf des Schwertes (5) reiterförmig
aufgesetzt und mit seinen Schenkeln (10,11) in seitlichen Nuten (15) des Schwertkopfes
längsverschieblich geführt ist und daß im Bereich des oberen Endes des Schiebers (9)
seitliche als Rastglied dienende nockenartige Vorsprünge (17,18) vorgesehen sind,
die in die Rastausnehmungen (19) des Schwertkastens (1) einrastbar sind.
6. Segelbrett nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß als Zugfeder an den Schenkeln (10,11) elastische Bänder (8) befestigt sind, deren
andere Enden auf den über die Nuten (15) hinaus verlängerten Mittellinien der Nuten
an den Seitenflächen des Schwertes (5) befestigt sind.
7. Segelbrett nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rastausnehmungen (19) über einen Bereich verteilt sind, der etwa einem Schwenkwinkel
des Schwertes (5) von 90° entspricht.
8. Segelbrett nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerschalen (6) bugseitig
vor den Führungsnuten (3) angeordnet sind.
9. Segelbrett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die elastischen Bänder (8) in Nuten des Schiebers (9) und des Schwertes (5) angeordnet
und mit dessen Seitenflächen bündig gehalten sind.
10. Segelbrett nach Anspruch 1, bei dem in den Seitenwänden des Schwertkastens Lagerschalen
für zwei die Schwenkachse des Schwertes bildende Achsstummel vorgesehen sind, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Lagerschalen (23) durch die unteren Wandungsteile von nach oben hin offenen
Einführungsnuten (22) für die Achsstummel (24) gebildet sind, daß das Schwert (25)
im Bereich seines Kopfes mit einem radialen Sackloch (26) versehen ist, in dem der
Schieber (27) gegen die Kraft einer Druckfeder (29) verschieblich geführt ist, daß
der Schieber (27) in seinem oberen Bereich mit seitlichen als Rastglied dienenden
Zapfen (30) versehen ist, die entsprechend der jeweiligen Schwenklage des Schwertes
(25) in Rastausnehmungen (31,32,33) einschnappen, die auf der Unterseite von Randleisten
der Ausnehmung oder einer Abdeckschiene (35) des Schwertkastens (20) vorgesehen sind.
11. Segelbrett nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (27) sich
durch einen Längsschlitz der Abdeckschiene (35) bzw. zwischen den Randleisten nach
außen erstreckt und zum Schwenken des Schwertes (25) mit einem Knopf (34) versehen
ist.