[0001] Die Erfindung betrifft einen Leuchtenknoten für die elektrische und mechanische Verbindung
mindestens einer Lichtquellenfassung sowie eines die Lichtquelle umgebenden Schirms
mit einem Leuchtenträger, wobei ein zentraler Halteteil mit einer Bohrung für die
Aufnahme des Leuchtenträgers sowie mindestens ein fest am Halteteil angeordnetes rohrförmiges
Verbindungsstück für jede Lichtquellenfassung vorgesehen ist und auf dem Verbindungsstück
ein darauf aufschiebbarer Befestigungsteil für den Schirm drehbar axial fixiert ist.
[0002] Leuchtenknoten dieser Art sind bekannt, wie sich etwa aus den Publikationen US-A-2
491 448 sowie US-A-2 850 622 ergibt. Sie stellen ein tragendes Grundelement von Leuchten
dar, an dem einerseits die Lichtquellenfassung und der Leuchtenschirm und andererseits
der Leuchtenträger befestigt ist und das zugleich eine den Sicherheitsvorschriften
entsprechende elektrische Verkabelung der Lichtquellenfassungen erlauben soll, was
insbesondere bei verstellbar angeordneten Leuchtenschirmen Probleme stellt. Der Leuchtenkörper
muss dabei mechanisch stabil sein, ohne jedoch das Gewicht der Leuchten wesentlich
zu erhöhen.
[0003] Die bekannten Leuchtenknoten erfüllen zwar diese Anforderungen teilweise, jedoch
nur unter Verwendung einer Vielzahl kompliziert geformter Einzelteile, von denen insbesondere
tragende Teile nach aussen in Erscheinung treten und das Aussehen der Leuchte bestimmen.
Damit sind für jeden Leuchtentyp die jeweils passenden Teile herzustellen und an Lager
zu halten. Eine Aenderung des äusseren Erscheinungsbilds der Leuchte verlangt damit
einen besonders daran angepassten, neuen Leuchtenknoten.
[0004] Auf diesem Hintergrund stellt sich die Aufgabe, einen Leuchtenknoten zu schaffen,
der aus wenigen, einfachen und standardisierbaren Einzelteilen zusammensetzbar ist
und die grösstmögliche Variabilität des äusseren Erscheinungsbildes der Leuchte zulässt,
ohne indessen selbst jeweils einer Anpassung zu bedürfen, so dass er als Einheitselement
ungeachtet des jeweiligen äusseren Erscheinungsbildes der Leuchte, etwa ihrer Farben,
fabriziert und an Lager gehalten werden kann. Vorzugsweise soll die Endmontage der
die äussere Erscheinungsform bestimmenden Teile der Leuchte einfach sein.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der zentrale Halteteil und
der Befestigungsteil für den Schirm als koaxial angeordnete Profilstücke desselben
Profils ausgestaltet sind, wobei die Profilstücke durch aufschiebbare Deckhülsen bzw.
Teile des Schirms gegen aussen verdeckbar sind. Mit dieser Ausgestaltung gelingt es,
den Leuchtenknoten, dem im wesentlichen eine funktionelle Bedeutung zukommt, welche
für viele Leuchtentypen dieselbe ist, von der äusseren Erscheinung der Leuchten zu
trennen.
[0006] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung
näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine montierte Leuchte im Knotenbereich, teilweise schematisch, in Schnittdarstellung;
Fig. 2 einen Leuchtenknoten in einem teilweise vormontierten Zustand;
Fig. 3 den zentralen Halteteil des Leuchtenknotens im Schnitt durch die Längsachse
und senkrecht dazu, und
Fig. 4 den Befestigungsteil des Leuchtenknotens in Seitenansicht sowie im Schnitt
quer zur Längsachse.
[0007] In Fig. 2 ist der Leuchtenknoten 1 im vormontierten Zustand gezeigt, wobei seine
wesentlichen Einzelteile, nämlich ein zentraler Halteteil 2 und ein Befestigungsteil
3 für einen Leuchtenschirm, in den Fig. 3 und 4 näher gezeigt sind. Der zentrale Halteteil
weist eine Bohrung 5 zur Aufnahme eines Leuchtenträgers 6 (Fig. l) und zur Einführung
der elektrischen Anschlussleitung 7 auf. Eine quer dazu verlaufende Bohrung 8 dient
zur einseitigen oder beidseitigen Aufnahme eines rohrförmigen Verbindungsstückes 9,
das mittels je einer Schraube 10 darin fest fixierbar ist. Auf das Verbindungsstück
9, in welchem die elektrische Anschlussleitung zur Leuchtenfassung 11 (schematisch)
geführt wird, ist der bereits genannte Befestigungsteil 3 aufgeschoben und drehbar
gelagert. Hierzu ist er mittels eines reibungsarmen Lagerringes 12 gegen den Halteteil
2 und auf seiner anderen Seite mittels eines axial federnden Seegerringes 22 gegen
das Verbindungsstück 9 abgestützt. Der Befestigungsteil 3 ist dazu bestimmt, den Leuchtenschirm
14 (angedeutet) zu haltern. Dieser kann von der Leuchtenfassungsseite über den Befestigungsteil
3 geschoben und mit Schrauben in den entsprechenden Gewindelöchern 15 daran befestigt
werden. Damit ist der Leuchtenschirm zusammen mit dem Befestigungsteil um das Verbindungsstück
frei drehbar, wobei das Verbindungsstück 9.mit der Leuchtenfassung 11 und der Halteteil
2 unbewegt bleiben und damit keine Torsion auf die Anschlussleitung 7 wirkt.
[0008] Der zentrale Halteteil 2 und der Befestigungsteil 3 sind, wie man den Fig. 3 und
4 entnimmt, als Profilstücke aus demselben Profil ausgestaltet. Vorzugsweise sind
sie Abschnitte eines gezogenen Aluminiumprofiles mit entsprechendem Querschnitt, die
nachträglich mit den entsprechenden Bohrungen versehen werden. Das Profil weist Längsrippen
16 mit dazwischenliegenden Kanälen 17 auf, welche eine Luftzirkulation längs der Rippen
erlauben und damit insbesondere die Erwärmung der von aussen berührbaren Teile reduzieren.
Seitlich sind statt Kanälen Führungen 18 vorgesehen, die am Befestigungsteil 3 für
die Aufnahme entsprechender Vorsprünge des Leuchtenschirmes 14 vorgesehen sind. Die
Längsrippen 16 sind an der Peripherie so geformt, dass sie in einen Kreis einschreibbar
sind, so dass am Befestigungsteil 3 der rohrförmige Ansatz des Schirmes 14 und am
Halteteil 2 eine rohrförmige Deckhülse 19 darüber geschoben werden kann und durch
die Längsrippen 16 abgestützt sind.
[0009] Die beschriebene Anordnung ist nun so getroffen, dass der Leuchtenknoten 1 in mechanischer
und elektrischer Hinsicht vormontiert werden kann, wie etwa in Fig. 2 gezeigt, und
dass die nach aussen in Erscheinung tretenden Teile, wie Leuchtenschirm 14, Deckhülse
19 und Leuchtenträger 6 nachträglich montiert werden können (Fig. l). Damit besteht
bis zur einfach vorzunehmenden Endmontage volle Freiheit hinsichtlich der Farbwahl
und anderen nach aussen in Erscheinung tretenden Merkmalen der Leuchte, so dass die
Knoten 1 ungeachtet besonderer Ausgestaltung vorfabriziert werden können und die Endmontage
nach den Wünschen des Käufers an Ort und Stelle erfolgen kann.
[0010] Die Endmontage kann dabei folgendermassen erfolgen:
[0011] Zunächst wird die Deckhülse 19, welche mit einer Feder 20 gesichert wird, über den
zentralen Halteteil 3 geschoben. Da aber die elektrische Anschlussleitung 7 schon
zuvor montiert worden ist, muss die Anschlussleitung zunächst in die Deckhülse 19
und deren Oeffnung für den Leuchtenträger 6 eingezogen werden. Zum Aufschieben der
Deckhülse auf den Halteteil 2 wird die Leitung vorübergehend in den unteren Kanal
17 eingelegt. Ist die Deckhülse aufgeschoben, kann die Anschlussleitung 7 in den Leuchtenträger
6 eingezogen und dieser am zentralen Halteteil 2 befestigt werden. Hernach muss nur
noch der Leuchtenschirm 14 über den Befestigungsteil 3 geschoben und daran fixiert
werden. Ist nur eine Leuchte vorgesehen, wie in Fig. 1 dargestellt, so kann auf der
Gegenseite des zentralen Befestigungsteiles 2 eine Deckplatte 21 angeordnet werden.
[0012] Der beschriebene Leuchtenknoten lässt sich in der in Fig. 2 gezeigten Form vormontieren,
wonach die Endmontage, wie erwähnt, nur noch wenige Handgriffe erfordert. Insbesondere
kann die elektrische Anschlussleitung vor der Endmontage bereits angeschlossen sein,
was auch aus Gründen der Sicherheit von Vorteil ist. Der Leuchtenschirm ist ferner
frei verdrehbar ohne Einfluss auf die Anschlussleitung.
[0013] Damit lässt sich ein baukastenartiges System realisieren, bei dem sich mit den beschriebenen
Leuchtenknotenteilen in einfacher Weise Leuchten unterschiedlicher äusserer Gestalt
aufbauen lassen, z.B. in einflammiger (Fig. l) oder zweiflammiger Variante, mit unterschiedlichen
Leuchtenträgern, wie etwa für Ständerlampen, Tischlampen oder Deckenlampen, mit unterschiedlichen
Schirmen, sowie in verschiedenen Farben. Für alle Varianten lassen sich grundsätzlich
dieselben Leuchtenknoten der beschriebenen Art verwenden und vormontieren. Damit wird
eine wesentlich erhöhte Variabilität des äusseren Erscheinungsbildes bei gleichbleibendem
funktionellen Aufbau erzielt.
1. Leuchtenknoten für die elektrische und mechanische Verbindung mindestens einer
Lichtquellenfassung (11) sowie eines die Lichtquelle umgebenden Schirms (14) mit einem
Leuchtenträger (6), wobei ein zentraler Halteteil (2) mit einer Bohrung (5) für die
Aufnahme des Leuchtenträgers (6) sowie mindestens ein fest am Halteteil (2) angeordnetes
rohrförmiges Verbindungsstück (9) für jede Lichtquellenfassung vorgesehen ist und
auf dem Verbindungsstück ein darauf aufschiebbarer Befestigungsteil (3) für den Schirm
drehbar axial fixiert ist, d.g., dass der zentrale Halteteil (2) und der Befestigungsteil
(3) für den Schirm als koaxial angeordnete Profilstücke desselben Profils ausgestaltet
sind, wobei die Profilstücke durch aufschiebbare Deckhülsen (19) bzw. Teile des Schirms
(14) gegen aussen verdeckbar sind.
2. Leuchtenknoten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil Längsrippen
(16) mit dazwischenliegenden Kanälen (17) aufweist, wobei die Längsrippen an ihrer
Peripherie derart ausgebildet sind, dass sie in einen Kreis einschreibbar sind und
wobei die Kanäle (17) eine Luftzirkulation längs der Rippen erlauben.
3. Leuchtenknoten nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Halte- und der Befestigungsteil (2,3) Abschnitte eines gezogenen Aluminiumprofils
sind.
4. Leuchtenknoten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schirm (14) den Befestigungsteil (3 )rohrförmig umgreift und darauf wegnehmbar
befestigt ist.
5.Leuchtenknoten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die auf den Halteteil (2) aufschiebbare Deckhülse (19) eine mit einer Oeffnung für
den Leuchtenträger versehener Rohrabschnitt ist.
6. Leuchtenknoten nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Bohrung
(5) für den Leuchtenträger ein Kanal (17) mit einem Querschnitt zur vorübergehenden
Aufnahme mindestens einer elektrischen Anschlussleitung (7) beim Aufschieben der Deckhülse
(19) auf den Halteteil (2) angeordnet ist.
7. Leuchtenknoten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass beidseitig des Halteteils (2) je ein Verbindungsstück (9) für eine Lichtquellenfassung
sowie ein entsprechender Befestigungsteil (3) angeordnet ist.
8. Verfahren zur Montage des Leuchtenknoten nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass nach dem Zusammenbau von Halteteil, Verbindungsstück, Befestigungsteil und nach
dem Verdrahten der Lichtquellenfassung der Schirm, der Leuchtenträger und die Deckhülse
frei montierbar bzw. austauschbar sind.
9. Leuchte mit Leuchtenknoten nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im wesentlichen
nur der Schirm (14), der Leuchtenträger (6), die Deckhülse (19) und die Lichtquelle
von aussen wahrnehmbar sind.