[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackungsmaterialbahn mit einer Kunststoffolie, die
vorzugsweise zur Bildung von Flüssigkeitspackungen umgefaltet, gefüllt und durch Siegeln
verschlossen werden kann. Ein solcher mit Flüssigkeit gefüllter Beutel wird in eine
Stützpackung eingegeben und in dieser Weise in den Handel gebracht.
[0002] Speziell bezieht sich die Erfindung auf eine Verpackungsmaterialbahn aus heißsiegelfähiger
Kunststoffolie, die zur Bildung einer Schlauchform um eine Längsmittellinie derart
umgefaltet ist, daß die zwei sich ergebenden Bahnhälften deckend aufeinanderliegen.
[0003] Bekannt sind ähnliche Packungsmaterialbahnen, die nur aus einer Kunststoffolie bestehen
und längs einer Mittelfaltlinie zur Bildung eines Schlauches umgelegt werden. Der
Schlauch dieser bekannten Materialbahnen wird an zwei der drei noch offenen Seiten
durch Heißsiegeln verschlossen, mit dem Füllgut, vorzugsweise Flüssigkeiten, z.B.
Milch oder Säfte, gefüllt, dieser gefüllte Teilbeutel vom Gesamtschlauch abgetrennt
und vollständig verschlossen. Solche Flüssigkeitsbeutel kommen mit und ohne Hüllkarton
auf den Markt. Bei der Ausführungsform ohne Hüllkarton benutzt der Endverbraucher
Gießbehälter, welche den Flüssigkeitsschlauch stützend umgreifen. Bei der anderen
Ausführungsform wird der Flüssigkeitsschlauch von einem Faltkarton stützend umgeben
und in dieser Form auf den Markt gebracht.
[0004] Diese bekannte schützende Faltschachtel hat zumeist die Form eines Quaders und erfordert
für die Herstellung einen verhältnismäßig großen Aufwand für die Bildung, Faltung
und den Verschluß der Kartonwände bzw. des Bodens und Deckels. Außerdem muß der jeweilige
gefüllte Flüssigkeitsbeutel unter vorsichtiger Handhabung mit speziellen Einrichtungen
in den wenigstens einseitig offenen Faltkarton eingeschoben werden.
[0005] Zwar hat man schon versucht, eine Verbindung mit dem zu füllenden Kunststoffolienbeutel
und dem stützenden Faltkarton im Bereich der Seitenwände zu schaffen, eine Massenproduktion
war bislang aber infolge der komplizierten Herstellungs- und Füllmaschinen nicht möglich.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung einer Verpackungsmaterialbahn aus heißsiegelfähiger
Kunststoffolie, aus welcher Füllbeutel so gefertigt werden können, daß eine einfachere
Handhabung beim Füllen, Verschließen und Umhüllen möglich ist, insbesondere bei der
Herstellung in Massenfabrikation mit großer Stückzahl pro Zeiteinheit.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf der äußeren Oberfläche
mindestens einer Bahnhälfte eine Reihe gleichgroßer Deckteile aus mit der Kunststoffolie
verschweißbarem, steiferem Material als die Folie in Richtung der Längsmittellinie
mit gleichem Längsabstand zwischen den Deckteilen aufgesiegelt ist. Mit der Erfindung
wird erstmals ein neuer Weg eingeschlagen, nämlich Deckteile an einer Kunststoffolie
in Form von Reihen derart anzuheften, daß sich hierdurch eine Materialbahn ergibt,
die günstig zu verarbeiten und mit einfachen Maßnahmen in einer Packungs- und Füllmaschine
verarbeitet werden und mit einer Stützhülle versehen werden kann, deren Herstellungs-
und Anordnungsaufwand erheblich geringer als bei den bekannten Faltschachteln ist.
Beispielsweise kann eine Reihe von Deckteilen auf einer der beiden Bahnhälften und
dort vorzugsweise in der Mitte derselben oder symmetrisch angeordnet werden. Zweckmäßig
ist es dabei, wenn die Reihe der Deckteile auf der äußeren Oberfläche jeder Bahnhälfte
aufgesiegelt ist.
[0008] Vorteilhaft ist es gemäß der Erfindung auch, wenn die Reihe der Deckteile außermittig
an der Seite der Bahnhälfte auf der Kunststoffolie aufgesiegelt ist. Wird aus der
Verpackungsmaterialbahn gemäß der Erfindung ein Schlauch gebildet, so ist die erste
Stufe hierzu die bereits erwähnte Umfaltung um die Längsmittellinie der Folienbahn
derart, daß sich zwei Bahnhälften ergeben. In Längsrichtung der Bahn-
[0009] hälften liegen die erwähnten Reihen von Deckteilen. Die beiden Reihen der Deckteile
sind einander so zugeordnet, daß in Richtung quer zu der Längsbahn gleiche Deckteile
vorgesehen sind. Legt man mit anderen Worten durch die Mitte eines Deckteils eine
Linie, die quer zur Längsmittellinie der Materialbahn verläuft, dann läuft diese Querlinie
auch durch das Zentrum des Deckteils der anderen Reihe. In Richtung quer zur Folienbahn
liegen sich also Deckteile bzw. die Lücken zwischen den Deckteilen passend gegenüber.
Hierdurch ist es möglich, im Bereich der Lücken zwischen den Deckteilen Querversiegelungsnähte
derart zu legen, daß sich entsprechende Kunststoff-Folienbeutel ergeben. Man kann
sich vorstellen, daß im Falle eines länglichen Beutels die eine Seite durch ein Stück
der Faltlinie gebildet ist, welche die beiden Bahnhälften miteinander verbindet, am
gegenüberliegenden Ende (Deckel- bzw. Bodenseite) ein Stück der Längsschweißnaht des
Schlauches der Kunststoffmaterialbahn den Abschluß bildet und die beiden vorstehend
"erwähnten Quersiegelnähte den jeweiligen Längsverschluß des länglichen Beutels bilden.
[0010] Durch die außermittige Anordnung der Reihe der Deckteile im jeweiligen Seitenbereich
der Bahnhälfte werden allerdings die deckel- bzw. bodenseitigen Enden des sich ergebenden
Füllbeutels nicht wie oben erwähnt direkt durch die Faltlinie einerseits und das Stück
der Schlauchlängsnaht andererseits sondern durch Folienflächen gebildet, die daneben
angeordnet sind.
[0011] Besonders zweckmäßig ist es hierbei, wenn erfindungsgemäß auf der einen ersten Bahnhälfte
die Reihe der Deckelteile im Bereich neben ihrer freien Längskante und auf der anderen
zweiten Bahnhälfte neben ihrer durch die Längsmittellinie gebildeten Faltlinie längs
verläuft. Aus der nachstehenden Beschreibung geht noch deutlicher die Verschiebung
der Materialbahn hervor, die dazu führt, daß diejenigen Flächenbereiche, welche in
der Nähe des jeweiligen Deckteils angeordnet sind, die boden- bzw. deckelseitigen
Enden der letztlich angestrebten Folienpackung bzw. des Füllbeutels bilden.
[0012] Der Vorteil der vorstehend beschriebenen Verpackungsmaterialbahn mit der Reihe von
Deckteilen in den Seitenbereichen bzw. neben den Grenzlinien der jeweiligen Bahnhälfte
liegt in der günstigen Transportmöglichkeit vom Vorrat in einer Füll- bzw. Verpackungsmaschine
durch die Schweißstationen bis zur Endverarbeitung. Durch die erfindungsgemäße außermittige
Anordnung der Reihen von Deckteilen kann die Materialbahn nämlich flach auf Vorrat
gelagert und über Rollen wie eine normale Materialbahn transportiert und behandelt
werden, obgleich Deckteile aufgesiegelt sind.
[0013] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Verpackungsmaterialbahn gemäß der Erfindung
in Zick-Zack-Form (nicht in Rollenform) auf Lager genommen wird, wobei die Entnahme
einer solchen fertigen Verpackungsmaterialbahn ebenso einfach erfolgen kann, wie wenn
die Materialbahn auf einer Rolle aufgezogen wäre. Letzteres ist bei den aufgesiegelten
Deckteilen auf der Folienbahn wegen der unterschiedlichen Materialdicken unzweckmäßig.
[0014] Bei vorteilhafter weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist jedes Deckteil im wesentlichen
rund oder vieleckig, vorzugsweise kreisrund ausgestaltet und besteht aus mit Kunststoff
beschichtetem Karton oder Papier zur Bildung eines Deckels oder Bodens einer schlauchförmigen
Packung entsprechenden Querschnittes. Angestrebt werden beispielsweise Flüssigkeitspackungen
in Rohrform mit flachem Deckel und Boden. Wenn die Seitenwände (der Schlauch bzw.
das Rohr) sowie Deckel und Boden aus mit Kunststoff beschichtetem Karton oder Papier
bestehen, kann die Kunststoffbeschichtung besonders dann sehr sparsam und dünn ausgebildet
werden, wenn die Flüssigkeit selbst in einem Füllbeutel aus Kunststoffolie gehalten
wird. Um das Transportvolumen möglichst weitgehend auszunutzen, soll eine Flüssigkeitspackung
dieser beschriebenen Art optimal, d.h. ganz gefüllt sein. In einem solchen Falle sollte
der Füllbeutel aus Kunststoffolie flächig satt sowohl auf den Seitenflächen als auch
auf Deckel und Boden der Verpackung aufliegen. All diese Vorteile erreicht man bei
entsprechend ausgestalteter Maschine unter der Voraussetzung, daß die Verpackungsmaterialbahn
der vorstehend beschriebenen Art eingesetzt wird. Es versteht sich, daß die Deckteile
in den Reihen auf den Bahnhälften die oben erwähnte Ausformung haben können. Besonders
zweckmäßig ist es hierbei, wenn erfindungsgemäß jedes Deckteil mindestens einer der
zwei parallelen Reihen über eine außermittig zum Deckteil angeordnete Siegelfläche
mit der Folienbahn verbunden ist. Sofern die gesamte Fläche des Deckteiles auf der
beim Transport vorzugsweise eben liegenden Bahnfläche liegt, kann die Siegelfläche
an beliebigen Stellen innerhalb der Fläche des Deckteils angeordnet sein. Die außermittige
Anordnung der Siegelfläche bezüglich des Zentrums des Deckelteils bietet den weiteren
Vorteil einer günstigen öffnungsvorrichtung mit einfachsten Mitteln.
[0015] Zur vorteilhaften Ausgestaltung einer solchen öffnungsvorrichtung ist es erfindungsgemäß
günstig, wenn ein innerer Abdeckstreifen, die Siegelfläche am Deckteil überlappend,
zwischen Folienbahn und Deckteil an beiden angeschweißt ist. Bei zweckmäßiger Ausgestaltung
eines solchen inneren Abdeckstreifens ergeben sich günstige Öffnungsmöglichkeiten,
scharfe Gießkanten und gute Ausgießmöglichkeiten mit Einströmen von Luft an den richtigen
Stellen zur Vermeidung des Glucksens beim Ausgießen.
[0016] Das Erstellen eines exakten Ausgießloches wird besonders dann erleichtert, wenn erfindungsgemäß
der innere Abdeckstreifen ein innerhalb der Siegelfläche befindliches Loch aufweist,
durch welches hindurch eine zentrale Teilsiegelfläche direkt zwischen Deckteil und
Folienbahn gebildet ist. Die oben erwähnte Siegelfläche zwischen Deckteil und Folienbahn
unterteilt sich also in eine zentrale Teilsiegelfläche, welche die direkte Verbindung
zwischen Deckteil und Folienbahn darstellt, und eine diese umgebende Ringsiegelfläche,
in deren Bereich zwischen dem eigentlichen äußeren Deckteil selbst und der Folienbahn
der innere Abdeckstreifen liegt. Weil dieser aber praktisch zum Deckteil gehört, kann
bei allgemeiner Betrachtung auch dann von einem Deckteil gesprochen werden, wenn ein
mit einem inneren Abdeckstreifen versehenes Deckteil gemeint ist.
[0017] Der öffnungsvorgang mit einem Deckteil, welches an der erfindungsgemäßen Materialbahn
angeheftet ist, kann besonders dann günstig ausgestaltet werden, wenn am Umfang des
Deckteils nächst der Siegelfläche eine Greiflasche radial nach außen vorsteht und
zwei im Abstand zueinander parallel verlaufende Schnittlinien jeweils außen neben
einer Verbindungslinie zwischen Greiflaschenspitze und Zentrum des Deckteils zur Bildung
eines Aufreißstreifens im Deckteil angebracht sind. Die Anordnung einer Greiflasche
erleichtert nicht nur den Öffnungsvorgang für den Endverbraucher sondern stört auch
nicht die angestrebten Eigenschaften der Verpackungsmaterialbahn gemäß der Erfindung,
weil auf den beim Transport im wesentlichen plan liegenden Bahnhälften Vorsprünge
am Umfang des jeweiligen Deckteils keineswegs stören, weder beim Umlegen, Falten,
Verschweißen, Abtrennen noch Füllen. Wählt man im wesentlichen kreisrunde Deckteile,
dann können diese auch dann sehr materialsparend aus einer großen Papierbahn ausgestanzt
werden, wenn die Greiflaschen am Rand mit vorgesehen werden, denn zwischen den einzelnen
Kreisen der Gesamtbahn verbleiben Materialreste, die gerade bei richtiger Anordnung
die Greiflasche darstellen. Ein günstiger Aufreiß- bzw. öffnungsvorgang einer Flüssigkeitsverpackung
leitet sich natürlich von der Greiflasche her ein. Ist die Greiflasche am Umfang eines
Deckels außen angeordnet, dann erfolgt der öffnungsvorgang durch Hochreißen von der
Greiflasche radial zur Deckelmitte hin. Um diesen Aufreißvorgang zu begünstigen und
zu führen, sind die erwähnten parallelen Schnittlinien angeordnet, die etwa bis in
den mittleren Bereich des jeweiligen Deckteils reichen. .Dabei versteht es sich, daß
immer nur dasjenige Deckteil auf der einen Bahnhälfte mit den Schnittlinien und Abdeckstreifen
versehen ist, welches den Deckel einer Packung mit der Öffnungsvorrichtung bildet.
Das gegenüberliegende Deckteil auf der anderen'Bahnhälfte bildet nur den Boden, der
die öffnungsvorrichtung nicht aufweist.
[0018] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen, welche
eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung veranschaulichen. Es zeigen:
Figur 1 perspektivisch ein abgebrochenes Teilstück der Verpackungsmaterialbahn mit
den zwei Reihen von Deckteilen,
Figur 2 in vergrößertem Maßstab perspektivisch die zwei um die Längsmittellinie der
Materialbahn umgefalteten und deckend aufeinanderliegenden Bahnhälften mit den angehefteten
Reihen von Deckteilen,
Figur 3 schematisch eine Schnittansicht entlang der Linie III-III der Figur 1,
Figur 4 schematisch eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV der Figur 2,
Figur 5 in weiter vergrößertem Maßstab die Draufsicht auf die untere Folienbahnhälfte
im Bereich V der Figur 2, wobei hier die Greiflasche gezeigt ist, die bei der schematischeren
Darstellung der Figur 2 weggelassen ist,
Figuren 6 bis 8 eine auseinandergezogene konkretere Ausführungsform mit Darstellung
weiterer Einzelheiten einer Ansicht gemäß Figur 5, wobei Fig. 6 die Folienbahn, Figur
7 den inneren Abdeckstreifen und Figur 8 das eigentliche Deckteil in Form des Deckels
zeigen.
[0019] Die Verpackungsmaterialbahn ist in Figur 1 in plan liegendem Zustand gezeigt und
besteht aus einer heißsiegelfähigen Kunststoffolie mit angeschweißten Deckteilen 1.
Die Figuren 1 und 3 zeigen die Längsmittellinie 2 der allgemein mit 3 bezeichneten
Folienbahn, die zur Bildung einer Schlauchform derart um die Längsmittellinie 2 in
den Zustand der Figuren 2 und 4 umfaltbar ist, daß sich zwei Bahnhälften 4 und 5 ergeben.
[0020] Während in Längsrichtung gesehen Anfang und Ende der Folienbahn 3 nicht bezeichnet
sind, wird die erste Bahnhälfte 4 von der durch die Längsmittellinie 2 gebildete Faltlinie
einerseits und die freie Längskante 6 andererseits begrenzt. Die andere zweite Bahnhälfte
5 wird ebenfalls durch die Längsmittellinie 2 und die äußere freie Längskante 7 begrenzt.
[0021] Aus den Figuren 3 und 4 erkennt man deutlich, daß die Deckteile 1 jeweils auf der
äußeren Oberfläche der Bahnhälften 4 und5 angeordnet sind. Die Figuren 2 und 4 veranschaulichen
besonders deutlich, daß außen die in Rede stehenden Oberflächen mit den Deckteilen
angeordnet sind, während die Flüssigkeit auf der Innenseite des späteren Schlauches
zu liegen kommt.
[0022] Die Deckteile 1 sind in Form von Reihen mit gleichem Längsabstand L zwischen den
Deckteilen 1 außermittig an der Seite jeder Bahnhälfte 4 und 5 angebracht. Man erkennt
auch einen Abstand a (Fig. 2) zwischen dem Umfang eines Deckteiles 1 und dem Rand
der Bahnhälfte, hier der Längsmittellinie 2 der ersten Bahnhälfte 4. Wenn die Gesamtbreite
B der Verpackungsmaterialbahn 3 56cm beträgt, ist der Abstand A der beiden Reihen
mit Deckteilen 1 etwa 28 cm, der Abstand L zweier Deckteile 1 zueinander in Richtung
der Reihen beträgt dann 13 cm und der erwähnte Randabstand a beträgt 0,8 cm.
[0023] Die in den Figuren 1, 2 und 5 dargestellten Deckteile 1 erscheinen oval, denn sie
sind in Draufsicht kreisrund. Das in Figur 2 unter der unteren Bahnhälfte 5 im Bereich
V befindliche Deckteil 1 soll bei der späteren Packung einen Deckel bilden und weist
daher die öffnungsvorrichtung auf. Dieses Deckteil ist in den Figuren 5 bis 8 deutlicher
dargestellt. Man erkennt in den Figuren 5 und 6 die untere zweite Bahnhälfte 5, die
links durch die Längsmittellinie 2 und rechts durch die freie Längskante 7 begrenzt
ist, während in Längsrichtung der Bahn die Enden abgebrochen und nicht bezeichnet
sind. Man blickt sozusagen durch die Folienbahn 5 hindurch auf die allgemein mit 14
bezeichnete Siegelfläche, über welche die Folienbahn 5 mit dem Deckteil 1 (mit innerem
Abdeckstreifen 8) verbunden ist. Diese Siegelfläche setzt sich aus zwei Teilflächen
zusammen, nämlich die zentrale Teilsiegelfläche 17 und die diese ringförmig umgebende
äußere Siegelfläche 18. In der Explosionsdarstellung der Figuren 6 bis 8 ist deutlich
gezeigt, daß der Betrachter der Figur 5 durch die obere Folienbahn 5 hindurch auf
den inneren Abdeckstreifen 8 und dann auf das darunter angeordnete Deckteil 1 blickt.
[0024] Der innere Abdeckstreifen 8 weist mittig ein Loch 9 auf, durch welches hindurch beim
Aufsiegeln der Folienbahn 5 auf die eigentliche Materialschicht des Deckteils 1 die
zentrale Teilsiegelfläche 17 direkt mit dem Deckteil im mittleren schraffierten Bereich
16 der Figur 8 in Auflage und zur Verbindung kommt.
[0025] Am Umfang des Deckteils 1 ist in den Figuren 5 und 8 nächst der Seigelfläche 14 eine
Greiflasche 10 radial nach außen (nach rechts vorn) vorstehend gezeigt. An den Punkten
11, wo die Greiflasche 10 in den Umfang des Deckteils 1 übergeht, beginnen nach innen
in den mittleren Bereich des Deckteils 1 verlaufend zwei parallele Schnittlinien 12
und 13, die im Abstand b zueinander verlaufen, welches auch der Abstand zwischen den
beiden Punkten 11 ist, und die außen neben einer Verbindungslinie liegen, die nicht
gezeigt sondern nur gedacht ist und zwischen der Greiflaschenspitze 15 und dem Zentrum
20 des Deckteils 1 zu denken ist.
[0026] Der innere Abdeckstreifen 8 ist an seinem gebogenen Außenteil (in Figur 7 rechts)
längs der Schweißnaht 21 auf der Stirnkante des nicht gezeigten Tubus aufgesiegelt
und über die Schweißnähte 22, welche in geringem Abstand außen neben den parallelen
Schnittlinien 12 und 13 verlaufen, mit der Innenseite des Deckteils 1 verschweißt.
[0027] Man erkennt die zweckmäßige und einfache Ausgestaltung des Deckteils 1, gegebenenfalls
mit aufgeschweißtem inneren Abdeckstreifen 8, wodurch in Massenstückzahlen Deckteile
1 auf Folienbahnen 4 und 5 auflegbar sind, die eine einfach umzulenkende, zu lagernde
und zu verarbeitende Verpackungsmaterialbahn bilden.
[0028] Nicht dargestellt ist eine andere denkbare Ausführungsform, bei welcher die Deckteile
1 symmetrisch in der Mitte der Verpackungsmaterialbahn angeordnet sind; und zwar in
nur einer Reihe anstelle der zwei parallelen Reihen, wie in den Zeichnungen gezeigt
ist. Im Falle nur einer Reihe auf nur einer Bahnhälfte kann das Deckteil z.B. als
Boden eingesetzt werden, während der andere oder Kopfverschluß in einem späteren Arbeitsvorgang
getrennt aufgebracht werden kann.
1. Verpackungsmaterialbahn aus heißsiegelfähiger Kunststoffolie, die zur Bildung einer
Schlauchform um eine Längsmittellinie (2) derart umgefaltet ist, daß die zwei sich
ergebenden Bahnhälften (4, 5) deckend aufeinanderliegen, dadurch ge-kennzeichnet,
daß auf der äußeren Oberfläche mindestens einer Bahnhälfte (4, 5) eine Reihe etwa
gleich großer Deckteile (1) aus mit der Kunststoffolie verschweißbarem, steiferem
Material als die Folie in Richtung der Längsmittellinie (2) mit gleichem Längsabstand
(L) zwischen den Deckteilen (1) aufgesiegelt ist.
2. Verpackungsmaterialbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihe
der Deckteile (1) auf der äußeren Oberfläche jeder Bahnhälfte (4, 5) aufgesiegelt
ist.
3. Verpackungsmaterialbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Reihe der Deckteile (1) außermittig an der Seite der Bahnhälfte (4, 5) auf der Kunststoffolie
aufgesiegelt ist.
4. Verpackungsmaterialbahn nach einem der Ansprüche.1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der einen ersten Bahnhälfte (4) die Reihe der Deckteile (1) im Bereich neben
ihrer freien Längskante (6) und auf der anderen zweiten Bahnhälfte (5) im Bereich
neben ihrer durch die Längsmittellinie (2) gebildeten Faltlinie längs verläuft.
5. Verpackungsmaterialbahn nach einem der Ansprüche 1 bis' ' 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Deckteil (1) im wesentlichen rund oder vieleckig,
vorzugsweise kreisrund, ausgestaltet ist und aus mit Kunststoff beschichtetem Karton
oder Papier besteht zur Bildung eines Deckels oder Bodens einer schlauchförmigen Packung
entsprechenden Querschnittes.
6. Verpackungsmaterialbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Deckteil (1) mindestens einer der zwei parallelen Reihen über eine außermittig
zum Deckteil (1) angeordnete Siegelfläche (14, 17, 18) mit der Folienbahn (4, 5) verbunden
ist.
7. Verpackungsmaterialbahn nach einem der Ansprüche 1.bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß ein innerer Abdeckstreifen (8), die Siegelfläche (14, 17, 18) am Deckteil (1)
überlappend, zwischen Folienbahn(4, 5) und Deckteil (1) an beiden angeschweißt ist.
8. Verpackungsmaterialbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der innere Abdeckstreifen (8) ein innerhalb der Siegelfläche (14) befindliches
Loch (9) aufweist, durch welches hindurch eine zentrale Teilsiegelfläche (17) direkt
zwischen Deckelteil (1) und Folienbahn (4, 5) gebildet ist.
9..Verpackungsmaterialbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ,dadurch gekennzeichnet,
daß am Umfang des Deckteils (1) nächst der Siegelfläche (14) eine Greiflasche (10)
radial nach außen vorsteht und zwei im Abstand (b) zueinander parallel verlaufende
Schnittlinien (12, 13) jeweils außen neben einer Verbindungslinie zwischen Greiflaschenspitze
(15) und Zentrum (20) des Deckteils (1) zur Bildung eines Aufreißstreifens im Deckteil
(1). angebracht sind.