[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erneuerung und Konditionierung der Raumluft
im Aufenthaltsbereich von Hallen mit Höhen grösser 5 m, wobei aufbereitete Konditionierungsluft,
von einem zweiten Luftstrahl geführt und gesteuert, durch den Aufenthaltsbereich der
Halle strömt, und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Aus der CH-PS 580 788 ist ein Verfahren zur Belüftung von Hallen bekannt, bei dem
Frisch- oder Konditionierungsluft durch Ejektorluftströme in dem Raum bzw. der Halle
transportiert und verteilt wird, wobei das Volumen des Frischluftstromes gross ist
gegenüber demjenigen des Ejektorluftstromes.
[0003] Die für die Durchführung dieses bekannten Belüftungsverfahrens notwendige Anlage,
für die z.B. über den Hallenraum verteilt Ejektordüsen und das notwendige Netz von
Versorgungsleitungen erforderlich sind, ist aufwendig und benötigt über die Deckenfläche
verteilte Installationen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Belüftungsverfahren für grosse Hallen mit Mindesthöhen
von 5 m - wie z.B. Fabrikations-, Ausstellungs- oder Sporthallen - zu entwickeln,
für dessen Durchführung nur Anlagen erforderlich sind, die im Deckenbereich der Halle
möglichst wenig Installationen erfordern, so dass z.B. der Lichteinfall durch Oberlichter
oder Arbeitsabläufe - wie z.B. Kranfahrten - möglichst nicht behindert werden.
[0005] Mit der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass als Steuerstrahl
Luft verwendet wird, deren Temperatur mindestens annähernd dem Temperaturniveau in
der Halle entspricht, dass ferner die Konditionierungsluft und die Steuerluft oberhalb
des Aufenthaltsbereichs aus mindestens annähernd einander gegenüberliegenden Luftauslässen
als gegeneinander gerichtete Strahlen in die Halle eingeblasen werden, und dass schliesslich
mindestens beim Uebergang von einer Betriebsart auf eine andere der als Produkt aus
Volumenstrom und Geschwindigkeit gebildete Impuls des Steuerstrahls stufenweise oder
kontinuierlich geändert wird; eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist
ihrerseits gekennzeichnet durch zwei mindestens annähernd einander gegenüberliegende
Luftauslässe, die mindestens in O,7-facher Hallenhöhe über dem Boden angeordnet sind,
wobei der eine mit einer Quelle für konditionierte Druckluft verbunden ist, während
der andere von einer Druckluftquelle beaufschlagt ist, die Luft von mindestens annähernd
gleicher Temperatur wie die Hallenluft fördert und darüberhinaus in ihrem Druckpotential
einstellbar ist.
[0006] Bei dem neuen Verfahren werden von gegenüberliegenden Seiten aus oberhalb des Aufenthaltsbereiches
zwei gegeneinander gerichtete Luftströme erzeugt, die aufeinander prallen und teilweise
in den Aufenthaltsbereich abgelenkt werden; da die Vorrichtungselemente an und in
den Seitenwänden der Halle angeordnet sind, bleibt ihr Deckenraum frei von Installationseinbauten.
Mit einer Vorrichtung lassen sich dabei Flächen oder Zonen bis zu etwa 35 x 20 m
2 belüften und konditionieren, so dass Hallen, deren eine Längsabmessung 35 m nicht
übersteigt, im Inneren keine zusätzlichen Einbauten für die Belüftung benötigen. Grössere
"Breiten" als 20 m lassen sich durch Aneinanderreihen mehrerer Zonen abdecken.
[0007] Ist der Minimalabstand zwischen den Hallenwänden grösser als 35 m, so lässt sich
das neue Verfahren mit Hilfe von Luftauslässen, die an Zwischeneinbauten installiert
sind, durchführen.
[0008] Unter den "verschiedenen Betriebsarten" werden die folgenden vier Betriebszustände
verstanden:
a) Heizen während der kalten Jahreszeit; die notwendige Wärme wird der Halle von aussen
zugeführt, vorteilhafterweise durch erhöhte Konditionierungsluft-Temperaturen.
b) "Isothemer Heizbetrieb" während der Uebergangszeit; die in der Halle produzierte
Wärme, beispielsweise von Maschinen und Apparaten, reicht aus für eine Beheizung des
Aufenthaltsbereiches; die Temperatur der zugeführten Konditionierungsluft ist ungefähr
gleich der Hallenlufttemperatur.
c) "Isotherτer Kühlbetrieb" während der Uebergangszeit; die in der Halle produzierte
Wärme ist grösser als der Wärmebedarf im Aufenthaltsbereich; eine eigentliche Kühlung
ist jedoch noch nicht erforderlich. Die Temperatur der zugeführten Konditionierungsluft
ist ebenfalls mindestens nahe der Hallenlufttemperatur.
d) Kühlen während der warmen Jahreszeit; die Ueberschusswärme muss abgeführt werden,
wofür vorteilhafterweise eine tiefe Temperatur der Konditionierungsluft herangezogen
wird.
[0009] Um die Hallenwärme möglichst voll für die Heizung des Aufenthaltsbereiches zu nutzen
und Verluste - beispielsweise durch das Dach - gering zu halten, wird angestrebt,
die sich in der Höhe sammelnde Warmluft möglichst weitgehend während der Betriebsarten
a) und b) durch intensive Durchmischung der "Decken"-Luft mit der übrigen Hallenluft
mit Hilfe des Steuerstrahls für die Beheizung des Aufenthaltsbereiches heranzuziehen.
Es wird dabei angestrebt, über die ganze Höhe der Halle möglichst keinen Temperaturgradienten
in vertikaler Richtung zu haben. Für die Betriebsart a) und b) hat es sich daher als
vorteilhaft erwiesen, wenn für den Heizbetrieb die Geschwindigkeit für den Steuerluftstrahl
so gewählt wird, dass sie im Bereich des Luftauslasses für die Konditionierungsluft
das 1,2- bis 1,8-fache der Konditionierungsluft-Geschwindigkeit beträgt, und dass
ferner der Steuerluftstrahl so gerichtet und aufbereitet wird, dass er mindestens
im letzten Teil seiner Wurfweite die Hallendecke bestreicht. Hierdurch wird die eingeblasene
Konditionierungsluft unmittelbar nach ihrem Eintritt nach unten in den Aufenthaltsbereich
abgelenkt. Gleichzeitig sorgt der bis zur Decke reichende Steuerstrahl für eine intensive
"Einmischung" der warmen Deckenluft in die für die Beheizung des Aufenthaltsbereiches
erzeugte Mischluft-Zirkulation.
[0010] Beim Kühlen ist es zweckmässig, wenn die warme Deckenluft als möglichst ungestörte
Schicht oberhalb der gegeneinander geführten Luftstrahlen verbleibt; dies lässt sich
erreichen, wenn - bei den Betriebsarten c) und d) - der Strahlimpuls der Steuerluft
für den Kühlbetrieb so reduziert wird, dass ein Aufeinanderprallen und Vermischen
beider Strahlen in einen gewünschten Bereich zwischen den beiden Luftauslässen, vorzugsweise
in der Mitte, erfolgt, womit eine Schichtung der Hallenluft und ein Temperaturgradient
in vertikaler Richtung aufrechterhalten wird.
[0011] Obwohl die Druckluftquelle für den Steuerstrahl auch mit gegebenenfalls entsprechend
aufbereiteter Luft der Aussenatmosphäre oder anderer Herkunft gespeist werden kann,
ist es am einfachsten und wirtschaftlichsten, für den Steuerstrahl direkt Hallenluft
zu verwenden; es ist daher zweckmässig, wenn die Druckluftquelle für die mit der Hallenluft
hinsichtlich der Temperatur mindestens ähnliche Luft in einem Ventilator besteht,
der Hallenluft direkt ansaugt und beschleunigt. Um eine stufenweise oder kontinuierliche
Aenderung des oder der Strahlimpulse zu erreichen, kann man den Ventilator darüberhinaus
mit einem Drehzahl veränderbaren Antrieb ausrüsten. Schliesslich kann besonders in
der Uebergangszeit ein Wechsel der beschriebenen Betriebsarten auf einfache Weise
eingeleitet werden, wenn die Temperatur der Konditionierungsluft und/oder der Impuls
des Steuerluftstrahls durch im Aufenthaltsbereich der Halle gelegene Raumthermostaten
gesteuert wird.
[0012] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang
mit der Zeichnung näher erläutert.
[0013]
Fig. l ist ein Grundriss einer in mehrere Zonen unterteilten Halle, die mit Hilfe
des neuen Verfahrens belüftet wird;
Fig. 2 stellt den Schnitt II-II von Fig. l dar;
Fig. 3 zeigt schematisch die Luftströmungen in der Halle beim Heizbetrieb (Betriebsart
a) und b));
Fig. 4 ist eine gleichartige Skizze, in der die Verhältnisse für den Kühlbetrieb (Betriebsart
c) und d))wiedergegeben werden;
Fig. 5 ist ein Diagramm, das ein Beispiel für die Regelung der Hallenlufttemperatur
wiedergibt.
[0014] Der Grundriss der Halle 1 (Fig. l) ist in vier gleichflächige Zonen 2 unterteilt,
die Abmessungen von 35 x 2
0 m 2 haben. Die Höhe H (Fig. 2) der Halle 1 beträgt etwa 9 m. In der Mitte jeder Zonenschmalseite
sind einander gegenüberliegend in einer Höhe von 6 - 6,5 m Luftauslässe 3 und 4 vorgesehen.
Aus dem Luftauslass 3 wird mittels eines Ventilators 5 (Fig. 2) ein Primär- oder Konditionierungsluftstrahl
in jede Zone eingeblasen. Bei dieser Luft, die als Frischluft aus der Aussenatmosphäre
- gegebenenfalls über nicht gezeigte Filter - angesaugt wird, durchsetzt vor ihrem
Austritt in den Halleninnenraum einen Wärmetauscher 6, in dem sie erwärmt oder gekühlt
wird. Zu diesem Zweck ist der Wärmetauscher 6 über eine mit einem Durchflussregelventil
7 versehene Vorlaufleitung 8 und eine Rücklaufleitung 9, in der ein Absperrorgan 12
vorgesehen ist, an ein nicht weiter dargestelltes Netz für ein Heiz- oder ein Kühlmedium
- im allgemeinen in beiden Fällen entsprechend temperiertes Wasser - angeschlossen.
[0015] Das Durchflussregelventil 7 wird von einem Regler 10 verstellt, dessen Eingangssignal
von einem Raumthermostaten 11 geliefert wird, der im Aufenthaltsbereich lA der Personen
in der Halle 1 bzw. in jeder Zone 2 gesondert angeordnet ist.
[0016] Der Regler 10 gibt ein zweites Signal aus, das zu einem Drehzahlsteller 13 für den
nicht dargestellten Antriebsmotor eines zweiten Ventilators 14, gelangt. Von diesem
Ventilator 14, dessen Antriebsdrehzahl stufenweise - z.B. in fünf Stufen - einstellbar
ist, wird Hallenluft direkt angesaugt und als Steuer- oder Sekundärluftstrahl aus
dem Luftauslass 4 gegen den Primärluftstrahl aus dem Luftauslass 3 geblasen, wie später
noch beschrieben wird.
[0017] Ueberschüssige und verbrauchte Abluft aus den einzelnen Zonen 2 wird über Abluftgeräte
15 abgezogen, während mit 16 in Fig. 1 die nicht dargestellte Dachkonstruktion der
Halle 1 tragende Stützen bezeichnet sind.
[0018] Während des Heizbetriebs, bei dem der Aufenthaltsbereich mit Wärme versorgt werden
muss (Betriebsart a) und b)), ergibt sich bei dem neuen Verfahren die in Fig. 3 gezeigte
Strömungsverteilung. Der Primärluftstrahl aus konditionierter, in diesem Fall mindestens
auf Hallentemperatur erwärmter Luft, ist hierbei nur relativ kurz, da der aus Hallenluft
gebildete Steuerstrahl mit einer derartigen Geschwindigkeit dem Primärluftstrahl entgegengeblasen
wird, dass er im Bereich des Luftauslasses 3 für die Konditionierungsluft noch eine
höhere Geschwindigkeit - beispielsweise die 1,2 bis 1,8-fache Geschwindigkeit - als
der Primärstrahl besitzt. Dadurch vermischen sich die beiden Strahlen direkt im Bereich
des Primärluftauslasses 3; die aus Primär- und Sekundärluft gebildete Zuluft wird
gemäss den Gesetzen der Strahlausbreitung dabei vorwiegend nach unten abgelenkt und
durchströmt direkt den Aufenthaltsbereich 1A.Weiterhin entsteht - besonders wenn der
Steuerstrahl im letzten Bereich seiner Wurfweite bis an die Hallendecke reicht - eine
intensive Durchmischung mit der Raumluft. Somit wird ein grösstmöglicher Ausgleich
der Temperaturen vertikal und horizontal erreicht, was eine Nutzung der sich normalerweise
im Deckenbereich sammelnden Warmluft zur Heizung - und damit Energieeinsparungen -
ermöglicht.
[0019] Für den Kühlbetrieb (Betriebsart c) und d)) wird der Impuls des Steuerstrahls so
weit erniedrigt, beispielsweise durch Reduktion der Drehzahl des Antriebs für den
Ventilator 14 - und/oder gegebenenfalls der Impuls des Primärstrahles entsprechend
erhöht -, dass das in Fig. 4 skizzierte Strömungsbild entsteht. Hierbei sind die Geschwindigkeiten
der beiden Strahlen so gewählt, dass sie mindestens annähernd in der Mitte der Halle
1 oder der Zone 2 aufeinander treffen. Es entstehen dadurch im Aufenthaltsbereiche
lA zwei Zirkulationen, mit denen gekühlte Primärluft,gemischt mit Steuer- oder Sekundärluft
aus dem Steuerstrahl,durch den Aufenthaltsbereich lA transportiert wird. Die verringerte
Aufweitung des Steuerstrahls bewirkt darüberhinaus, dass der Aufenthaltsbereich lA
von der sich an der Decke sammelnden Warmluft abgeschirmt ist, die vom Abluftgerät
15 abgezogen wird,ohne dass sie den Aufenthaltsbereich lA belastet. Im Gegensatz zum
Heizbetrieb entsteht hier bei dem neuen Verfahren eine Temperaturschichtung über die
Höhe.
[0020] Im Diagramm der Fig. 5, dem ein angenommenes Beispiel zugrundeliegt, ist horizontal
als Abszisse die Raum- oder Hallenlufttemperatur t in Grad C aufgetragen, die vom
Raumthermostaten 11 (Fig. 2) gemessen wird. Der im unteren Drittel k dargestellte
Kurvenverlauf zeigt in Abhängigkeit von der Temperatur t die Stellung des Ventils
7 an, wenn ein Kühlmedium den Wärmetauscher 6 zur Kühlung der Primärluft durchsetzt,
wobei das untere Niveau z für ein geschlossenes und das Niveau g für ein völlig geöffnetes
Ventil 7 gilt.
[0021] In gleicher Weise verkörpert das obere Drittel h des Diagramm 5 die Stellung des
Ventils 7 im Heizbetrieb.
[0022] Im mittleren Bereich i sind die Drehzahlen für den Antrieb des Ventilators 14 aufgetragen,
die bei den verschiedenen Raumtemperaturen eingestellt sind. Mit m sind dabei die
Maximal- und mit n die Minimal-Drehzahl bezeichnet.
[0023] Bei tiefen Raum- bzw. Hallenlufttemperaturen, bei denen ein Heizen der Primä rluft
erforderlich ist, wird eine Sollwerttemperatur t
1 von 18° C am Raumthermostaten 11 eingestellt. Um diese zu gewährleisten, ist das
Ventil 7 am mit einem Heizmedium beschickten Wärmetauscher 6 zunächst voll geöffnet.
Der Ventilator 14 läuft mit Maximaldrehzahl m, so dass das Strömungsbild der Fig.
3 gegeben ist. In einem Bereich r zwischen 17° und 19° C Hallenlufttemperatur wird
das Ventil 7 proportional zur ansteigenden Temperatur linear kontinuierlich geschlossen.
Bei weiter steigender Raumlufttemperatur reicht die in der Halle lA erzeugte Wärme
zur Deckung des Bedarfs aus, wenn der Ventilator 14 nach wie vor seine volle Leistung
abgibt. In einem Intervall s von 19° bis 21° C werden daher bei Maximaldrehzahl des
Ventilators 14 weder Heiznoch Kühlmedien für die Primär- oder Konditionierungsluft
zur Verfügung gestellt. In diesem sogenannten "Isotherm"- der Bereich/von etwa 19
bis etwa 25° C angenommen ist, ist jedoch der Temperatursollwert t
2 auf 22° C festgelegt.
[0024] Steigt die Hallentemperatur dabei über 21° C, so ist die in der Halle lA erzeugte
Wärme grösser als der Bedarf, ohne dass bereits eine Kühlung der Primärluft erforderlich
wird. In einem Temperaturintervall u zwischen 21° und 23° C wird daher die Drehzahl
des Ventilators 14 stufenweise erniedrigt, was eine stufenweise Verringerung der Wurfweite
des Steuerstrahls und eine entsprechende Vergrösserung des Konditionierungsluftstrahls
zur Folge hat. Auf diese Weise wird in diesem Temperaturintervall sukzessive mehr
Wärme aus dem Aufenthaltsbereich 1A abgeführt, ohne dass dazu die Primärluft gekühlt
wird.
[0025] Ist bei etwa 23° C Hallenlufttemperatur die niedrigste Stufe der Antriebsdrehzahl
für den Ventilator 14 erreicht, so ergibt sich beispielsweise das in Fig. 4 skizzierte
Strömungsbild. Die damit erreichte Abschirmung der Warmluft an der Decke vom Aufenthaltsbereich
1A erlaubt, in einem Temperaturintervall v, das bis zu etwa 25° C reicht, ohne direkte
Kühlung der Konditionierungsluft auszukommen, zumal bei hohen Aussentemperaturen der
Hallenlufttemperatur-Sollwert bekanntlich aus gesundheitlichen Gründen für die Insassen
erhöht werden muss und zu t
3 = 26° C festgesetzt ist.
[0026] Ab einer Hallenlufttemperatur von 25° C wird die Konditionierungsluft in dem Wärmetauscher
6 gekühlt, ehe sie in die Halle 1 eingeblasen wird, wobei im Bereich w zwischen 25°
C und 27° C das Ventil 7 in der Vorlaufleitung 8 für den Kühlmittelstrom proportional
zu den steigenden Temperaturen geöffnet wird und bei Hallenlufttemperaturen über 27°
C vollständig offen ist.
[0027] Reichen die Wärmezufuhr bei voll geöffnetem Ventil 7 im Heizbetrieb - also bei Hallentemperaturen
unter 16° C - und die Wärmeabfuhr bei voll geöffnetem Ventil 7 im Kühlbetrieb - d.h.
bei Hallentemperaturen über 28° C - zur Deckung des Bedarfs an Wärme bzw. "Kälte"
nicht aus, so ist es möglich, die Temperatur des Heiz- bzw. des Kühlmediums und/oder
ihre Durchflussmengen bzw. Geschwindigkeiten durch den Wärmetauscher 6 zu erhöhen.
[0028] Weiterhin kann eine Möglichkeit vorgesehen sein, beispielsweise durch Erhöhung der
Strahlimpulse bei plötzlichem starkem Schadstoffanfall kurzzeitig eine rasche und
gründliche Durchlüftung zumindest des Aufenthaltsbereichs lA vorzusehen, wobei die
Komfortbedingungen für Personen im Aufenthaltsbereich lA allerdings kurzzeitig verlassen
werden.
1. Verfahren zur Erneuerung und Konditionierung der Raumluft im Aufenthaltsbereich
von Hallen mit Höhen grösser 5 m, wobei aufbereitete Konditionierungsluft, von einem
zweiten Luftstrahl geführt und gesteuert, durch den Aufenthaltsbereich der Halle strömt,
dadurch gekennzeichnet, dass als Steuerstrahl Luft verwendet wird, deren Temperatur
mindestens annähernd dem Temperaturniveau in der Halle (1) entspricht, dass ferner
die Konditionierungsluft und die Steuerluft oberhalb des Aufenthaltsbereichs (lA)
aus mindestens annähernd einander gegenüberliegenden Luftauslässen (3, 4) als gegeneinander
gerichtete Strahlen in die Halle (1) eingeblasen werden, und dass schliesslich mindestens
beim Uebergang von einer Betriebsart auf eine andere der als Produkt aus Volumenstrom
und Geschwindigkeit gebildete Impuls des Steuerstrahls stufenweise oder kontinuierlich
geändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für den Heizbetrieb (Betriebsart
a) und b); Fig. 3) die Geschwindigkeit für den Steuerluftstrahl so gewählt wird, dass
sie im Bereich des Luftauslasses (3) für die Konditionierungsluft das 1,2- bis 1,8-fache
der Konditionierungsluft-Geschwindigkeit beträgt, und dass ferner der Steuerluftstrahl
so gerichtet und aufgeweitet wird, dass er mindestens im letzten Teil seiner Wurfweite
die Hallendecke bestreicht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlimpuls der Steuerluft
für den Kühlbetrieb (Betriebsart c) und d); Fig. 4) so reduziert wird, dass ein Aufeinanderprallen
und Vermischen beider Strahlen in einen gewünschten Bereich zwischen den beiden Luftauslässen
(3, 4), vorzugsweise in der Mitte, erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hallenlufttemperatur
durch Aenderung der Konditionierungsluft-Temperatur geändert wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Anspruch 1, gekennzeichnet durch
zwei mindestens annähernd einander gegenüberliegende Luftauslässe (3, 4), die mindestens
in 0,7-facher Hallenhöhe über dem Boden angeordnet sind, wobei der eine mit einer
Quelle (5, 6) für konditionierte Druckluft verbunden ist, während der andere von einer
Druckluftquelle (14) beaufschlagt ist, die Luft von mindestens annähernd gleicher
Temperatur wie die Hallenluft fördert und darüberhinaus in ihrem Druckpotential einstellbar
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluftquelle (14)
für die mit der Hallenluft hinsichtlich der Temperatur mindestens ähnliche Luft in
einem Ventilator besteht, der Hallenluft direkt ansaugt und beschleunigt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator durch
einen Antrieb mit veränderbarer Drehzahl angetrieben ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Temperatur der Konditionierungsluft und/oder der Impuls des Steuerluftstrahls durch
im Aufenthaltsbereich (lA) der Halle (1) gelegene Raumthermostaten (11) gesteuert
wird.