[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Skischuh, welcher vom Touren-Skischuh in
einen Abfahrts-Skischuh verwandelbar ist und umgekehrt, mit einem als steife Kunststoff-
Schuhschale ausgebildeten Hauptteil, der eine Vorderkappe sowie ein Schuhblatt aufweist.
[0002] Ein derartiger Skischuh ist aus der DE-A-1 811 135 bekannt.
[0003] Es ist bekannt, einen Skischuh so zu konzipieren, dass er sowohl zum Abfahrts-Skilaufen
als auch zum Touren-Skilaufen verwendet werden kann. Ein derartiger Skischuh weist
einen Oberteil auf, der mittels einer Gelenkeinrichtung, einer Riegeleinrichtung und
einer Begrenzungseinrichtung mit der eigentlichen Skischuhsohle verbindbar ist. Dieser
Skischuh gewährleistet ein Aufsteigen oder einen Tourenlauf bei Erhaltung einer exakten
Skiführung, unter Beibehaltung präziser Auslösemomente in allen Bereichen. Bei diesem
Skischuh ist eine geteilte Sohle vorgesehen, die im vorderen Bereich mit einer Gelenkeinrichtung
ausgebildet ist, und bei welcher das Sohlenunterteil mit dem Sohlenoberteil gelenkig,
jedoch verwindungsfrei, verbunden ist. Eine Riegeleinrichtung ist über einen Betätigungshebel
von aussen schaltbar, wodurch es möglich ist, das Sohlenoberteil mit dem Sohlenunterteil
zu verriegeln, wobei dann gleichzeitig auch die Gelenkeinrichtung gesperrt ist.
[0004] Abgesehen davon, dass ein derartiger Skischuh zum Gehen ohne Skier ungeeignet ist,
ist dessen Umwandlung vom Abfahrts-Skischuh in einen Touren-Skischuh nur auf komplizierte
Art und Weise mit Gelenk-, Riegel- und Begrenzungseinrichtungen möglich, was insbesondere
im Schnee und wegen Vereisungen zu Schwierigkeiten beim Umwandeln vom Abfahrts-Skischuh
in einen Touren-Skischuh und umgekehrt, führen kann. Daher ist auch eine optimale
Lösung des Problems für das alpine Skilaufen, kombiniert mit einem Abfahrts-Skilauf,
hier nicht offenbart.
[0005] In der heutigen Zeit sind Skischuhe für das Abfahren, insbesondere Pistenfahren,
wesentlich anders konzipiert als Tourenskischuhe. Der eine kann den anderen nicht
ersetzen.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Skischuh zu schaffen,
der sich sowohl zum Touren-Skischuh als auch zum Abfahrts-Skischuh optimal ausrüsten
lässt, ohne dabei gezwungen zu sein, beide Arten von Skischuhen mitzunehmen und somit
das Anpassen, Einpassen und Pflegen gesondert vorzunehmen, was der heutigen Welle
der Bequemlichkeit zuwiderläuft.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Vorderkappe
und dem Schuhblatt ein flexibler Übergangsteil vorgesehen ist, welcher beim Gehen
mit oder ohne Ski eine normale Abrollbewegung des Fusses zulässt, dass der Bodenteil
der Schuhschale mit Führungsnocken versehen ist, die wahlweise in eine Tourenskischuh-Sohle,
bzw. eine Abfahrtsskischuh-Sohle, die beide jeweils eine harte Vorderkappe zur Aufnahme
der Schalenvorderkappe aufweisen, einsetzbar sind, wobei zwecks Verbindung von Schale
mit Sohle bzw. möglicher Verbindung von Schale mit Sohle an der Schalenferse ein Spannhebel
und ein mit diesem verbundener, mindestens zwei Zähne aufweisender Spannhaken angebracht
ist.
[0008] Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand einer Zeichnung erläutert.
[0009] Es zeigen:
Fig. 1 eine Kunststoff-Schuhschale in Seitenansicht,
Fig. 2 einen Innenschuh für Touren, zum Einbringen in die Schuhschale gemäss Fig.
1, in Seitenansicht,
Fig. 3 eine an die Schuhschale gemäss Fig. 1 befestigbare Tourenskischuh-Sohle, mit
getrennt dargestelltem Steigeisen, in Seitenansicht,
Fig. 4 einen Passforminnenschuh zum Einschieben in die Schuhschale gemäss Fig. 1 für
den reinen Abfahrtsskilauf, in Seitenansicht,
Fig. 5 eine steife Abfahrtsskischuh-Kunststoffsohle in Seitenansicht,
Fig. 6 die Kunststoff-Schuhschal, gemäss Fig. 1 mit eingebrachtem Innenschuh für den
Tourenskilauf gemäss Fig. 2, in Seitenansicht,
Fig. 7 die Kombination von Fig. 6 mit zusätzlicher Tourenskischuh-Sohle nach Fig.
3, während des Montagevorganges, in Seitenansicht,
Fig. 8 der gebrauchsfähige Tourenskischuh in seiner Lage zum Marschieren beim Tourenskifahren,
in Seitenansicht,
Fig. 9 den Hinterteil des Tourenskischuhs gemäss Fig. 8, in Seitenansicht, mit eingerastetem
Bügel zum Erstellen des Tourenskischuhs zum Abfahren beim Tourenskilaufen, während
des Montagevorganges,
Fig. 10 den Tourenskischuh zum Abfahren während des Tourenskilaufs in Seitenansicht,
in fertigmontiertem Zustand,
Fig. 11 einen Schnitt durch den Skischuh gemäss Fig. 10, nach Schnittlinie XI - XI
der Fig. 12,
Fig. 12 einen Schnitt durch den Skischuh gemäss Fig. 10, nach Schnittlinie XII - XII
der Fig. 11,
Fig. 13 den Skischuh gemäss Fig. 10 auf einem Ski mit Sicherheitsskibindung mit integriertem
Skistopper, bereit zum Tourenabfahren, in Seitenansicht,
Fig. 14 den Tourenskischuh in der Steiglage gemäss Fig. 8 mit Ski und Bindung mit
integriertem Skistopper gemäss Fig. 13,
Fig. 15 einen Ausschnitt des Hinterteils des Skischuhs in der Lage gemäss Fig: 14,
in perspektivischer Darstellung,
Fig. 16 einen Längsmittelschnitt durch die Darstellung nach Fig. 15, bei auf die Sohle
abgesenkter Schuhschale,
Fig. 17 eine Darstellung beim Steigen mit Skis beim Tourenskifahren mit angebrachtem
Harscheisen und als Steighilfe verwendetem Sohlenbefestigungsbügel,
Fig. 18 eine Tourenskischuhlage mit Ski und zusätzlicher Balggamasche über dem Tourenskischuh,
Fig. 19 und 20 schematische Darstellungen der Ausführung gemäss Fig. 18 mit von der
Sohle abgehobenem Hinterteil und auf die Sohle aufgepresstem Hinterteil, in Darstellungen
analog Fig. 11,
Fig. 21 bis 25 Varianten von vorderen Schwenkverbindungen der Schuhschale gemäss Fig.
1 mit der Tourenskischuh-Sohle gemäss Fig. 3, in schematischen Darstellungen,
Fig. 26 eine perspektivische Darstellung des Vorderteils einer Tourenskischuh-Sohle
mit zusätzlicher Haltequerrippe,
Fig. 27 bis 30 eine weitere Variante analog den Fig. 21 bis 25, dargestellt in der
Montage-, der Ruhe- und der Gebrauchsphase,
Fig. 31 einen auf einem Ski montierten, fertigen Abfahrtsskischuh, zusammengesetzt
aus dem Passforminnenschuh, gemäss Fig. 4, der Kunststoff-Schuhschale gemäss Fig.
1 und der steifen Abfahrtsskischuh-Kunststoffsohle gemäss Fig. 5.
[0010] Fig. 1 zeigt in Seitenansicht eine Kunststoff- Schuhschale 1 in Form eines Oberteiles
eines bekannten Abfahrtsskischuhs. Diese Schuhschale 1 ist mit einer Vorderkappe 2
ausgerüstet sowie mit einem als Schuhblatt 3 ausgebildeten Bodenteil, wobei zwischen
Vorderkappe 2 und Schuhblatt 3 ein flexibler Übergangsteil 4 vorgesehen ist. Nach
Anbringen einer Tourenskischuh-Sohle 22 gemäss Fig. 3 an der Schuhschale 1, welche
Schale 1 mit Schuhblatt 3 zum Gehen ungeeignet ist, wird dem Tourenskischuh beim Gehen
mit oder ohne Ski infolge des Übergangsteils 4 eine normale Abrollbewegung des Fusses
ermöglicht. Der hintere Abschluss der Schuhschale 1 wird durch einen Schaft 5 gebildet.
Die Vorderteile sind mit einer unteren Schnalle 7 und zwei oberen Schnallen 8 versehen,
die das Schliessen der Schuhschale 1 bezüglich des Fusses gestatten. An der Hinterkappe
der Schale 1 ist ein Spannhebel 9 mit Spannhaken 11 dargestellt. Am Sohlenteil der
Schuhschale befindet sich ein hinterster Führungsnocken 12 mit einer sich quererstreckenden
halbzylindrischen Ausnehmung 13 sowie, dem Nocken 12 vorgelagert, ein sich bis in
den Bereich des flexiblen Übergangsteils 4 erstreckender weiterer Führungsnocken 15.
[0011] Zum Einsetzen in die Schuhschale 1 ist beim Tourenskifahren ein Innenschuh 20 vorgesehen,
welcher durch seinen weichen Aufbau zum Gehkomfort beiträgt, durch entsprechende Materialwahl
wärmedämmend wirkt und grundsätzlich auch als Hüttenschuh ohne Schuhschale 1 verwendbar
ist.
[0012] Fig. 3 zeigt eine Tourenskischuh-Sohle 22, deren oberer Teil aus einer Hartsohle,
beispielsweise einer Metall-, insbesondere Titansohle 23 besteht, welche mit einer
Gummisohle 24 mit Profilen 25 verbunden ist. Diese Tourenskischuh-Sohle 22 ist derart
konzipiert, dass ein normales Steigeisen 27 mühelos an ihr befestigt werden kann.
Die Tourenskischuh-Sohle 22 ist mit einer harten Vorderkappe 29 sowie mit einem Horizontalzugkabel
30 ausgerüstet, welches im Bereich der Hinterkappe 35 in einer Schlaufe 31 endet und
vorne am Befestigungsort 32 im Bereich des hinteren Endes der Vorderkappe 29 mit der
Tourenskischuh-Sohle 22 fest verbunden ist. Hinten an der Hinterkappe 35 befindet
sich ferner ein Metallbügel 34, der schwenkbar mit der Tourenskischuh-Sohle 22 verbunden
ist, wie dies aus Fig. 15 hervorgeht.
[0013] Fig. 4 zeigt einen dem Innenschuh 20 analogen Passforminnenschuh 38 für reines Abfahrtsskifahren,
welcher, aus steiferem Material hergestellt, die Kraftübertragung übernimmt und insbesondere
als Kennzeichen einen hohen Schaft 39 mit einer Schnalle 40 aufweist. In Fig. 5 ist
eine steife Abfahrtsskischuh-Kunststoffsohle 43 mit einer relativ langen Vorderkappe
45 und Sohlennocken 46 sowie Ausnehmungen 47 dargestellt. Im Bereich der Hinterkappe
der Abfahrtsskischuh-Sohle befindet sich wiederum ein dem Bügel 34 entsprechender
Bügel 49.
[0014] In diesen Fig. 1 bis 5 sind die Grundelemente eines Bausatzes zusammengestellt, wie
er zum wahlweisen Erstellen eines Touren- oder eines Abfahrtsskischuhs im Sinne der
vorliegenden Erfindung vorgesehen ist.
[0015] In den folgenden Darstellungen gemäss den Fig. 6 bis 30 handelt es sich um Einzelheiten
beim Kombinieren eines Tourenskischuhs und dessen Anwendung. So zeigt Fig. 6 die Kunststoffschale
1 mit eingeschobenem Innenschuh 20 und abgeklapptem Spannhebel 9. Diese Kombination
gemäss Fig. 6 ist in Fig. 7 während des Montagevorganges mit der Tourenskischuh-Sohle
22 gemäss Fig. 3 dargestellt. Die Oberpartie des Schuhs steckt in der harten Vorderkappe
29 der Tourenskischuh-Sohle 22. Die Schlaufe 31 ist noch nicht mit dem Oberteil verbunden,
während beim weiteren Montagevorgang gemäss Fig. 8 diese Schlaufe 31 in den oberen
Spannhaken 11 der Schuhschale 1 eingehängt ist, wogegen der Metallbügel 34 nach hinten
frei absteht. In Fig. 9 ist auch der Metallbügel 34 im unteren Spannhaken 11 eingehängt,
wie dies der entsprechende Pfeil andeutet, und in Fig. 10 ist der Spannhebel 9 durch
Aufschwenken in Pfeilrichtung in die Spannlage gebracht. In dieser Lage ist der Tourenskischuh
zusammengestellt, zum Marschieren ohne Ski oder zum Abfahren auf Tourenskis.
[0016] Einzelheiten des Zusammenstellens und der Ausführung des Hinterteils der Schuhschale
1 und der Tourenskischuh-Sohle 22 zeigen, dass der Fersenteil der Schuhschale 1 beim
Montieren der Tourenskischuh-Sohle 22 in deren Hinterkappe 35 gedrückt wird, wobei
der hinterste Führungsnocken 12 der Schale 1 in die Ausnehmung 51 der Tourenskischuh-Sohle
22 eingeschoben wird. Die vorderen Führungsnocken 15 kommen, wie dies insbesondere
Fig. 12 zeigt, in entsprechende Ausnehmungen der Tourenskischuh-Sohle 22 zu liegen,
während längsgerichtete Wulste 54 der Schuhschale 1 in entsprechende Kerben 53 der
Tourenskischuh-Sohle 22 passen.
[0017] Der im Sinne der Fig. 10 zusammengestellte Tourenskischuh, bereit zum Tourenfahren,
ist in Fig. 13 in auf einem Ski 57 montiertem Zustand dargestellt, wobei der Schuh
mittels einer normalen Sicherheitsskibindung 58 mit integriertem Skistopper gehalten
wird. Folgt nun während des Tourenfahrens dem Abfahren (Lage gemäss Fig. 13) ein Anstieg,
so wird durch Herunterklappen des Spannhebels 9 und Aushängen des Metallbügels 34
der Hinterteil der Tourenskischuh-Sohle 22 von der Schuhschale 1 gelöst und die Schuhschale
kann, mit der Tourenskischuh-Sohle 22 durch das Horizontalzugkabel 30 verbunden, eine
normale Gehbewegung, wie dies Fig. 14 zeigt, ausführen. Beim Gehen im Schnee werden
die Führungsnocken 15, wie Fig. 14 zeigt, von der Tourenskischuh-Sohle 22 abgehoben
(Fig. 15) und beim Niedertreten im Sinne der Fig. 16 pressen die Führungsnocken 15
bzw. 12 allfällig in Ausnehmungen 60 der Tourenskischuh-Sohle 22 eingedrungenen Schnee
nach unten aus, so dass jederzeit die starre Verbindung zwischen Schale 1 und Tourenskischuh-Sohle
22 im Sinne der Fig. 13 mühelos erstellbar ist.
[0018] Um beim Steigen an steilen Hängen das Gehen zu erleichtern, kann, wie Fig. 17 zeigt,
der Metallbügel 34 in Marschrichtung geschwenkt und in die halbzylindrische Ausnehmung
13 des hintersten Führungsnockens 12 eingeführt werden.
[0019] Zum Schutz des Fusses, insbesondere bezüglich Kälte- und Nässeeinfluss, kann eine
Balggamasche 65 mit Luftventilen 66, wie dies Fig. 18 zeigt, am fertigen Schuh befestigt
werden, wobei ein "Atmen" wie bei einem Blasbalg erfolgt, wie dies die Fig. 19 und
20 schematisch darstellen. Diese Gamasche 65 verhindert auch das Eindringen von Schnee,
wobei sie den Bewegungsablauf des Schuhs beim Gehen/Steigen nicht behindert. Die Gamasche
65 ist dehnbar, wie der Balg einer Ziehharmonika und die Luftventile 66 erlauben das
Funktionieren wie bei einem Blasbalg. Der Gamaschenbalg wird bei anhebender Ferse
der Schuhschale 1 im Raum zwischen Tourenskischuh-Sohle und Schale einen Unterdruck
erzeugen und dadurch Luft von aussen ansaugen, wie dies Fig. 19 durch Pfeile andeutet.
Die Luft dringt dabei durch die beiden seitlichen Luftventile 66 ein. Beim Absenken
der Schuhschale 1 auf die Tourenskischuh-Sohle 22 werden die Luftventile 66 geschlossen
und die Luft entweicht durch die Ausnehmungen 60 der Tourenskischuh-Sohle 22. Dabei
wird die Gamasche 65 aufgebläht, so dass sie sich nicht zwischen der Schale 1 und
der Tourenskischuh-Sohle 22 verklemmen kann.
[0020] In den Fig. 21 bis 25 ist rein schematisch der Vorderteil einer Kunststoffschuhschale
analog Fig. 1 in unterschiedichen Ausführungen dargestellt sowie diesen angepasste
Varianten des Vorderteils der zugehörenden Tourenskischuh-Sohle analog Fig. 3. So
ist die Variante nach Fig. 21 mit einem Walzengelenk 70 ausgerüstet, bei welchem die
Gelenkpfanne die Vorderkappe analog der harten Vorderkappe 29 darstellt, während der
andere Gelenkteil durch die Vorderkappe der Schuhschale analog der Schuhschale 1 gebildet
wird.
[0021] Fig. 22 zeigt eine Variante, in welcher ein Gelenkbolzen 72 als Teil der harten Vorderkappe
der Tourenskischuh-Sohle ausgebildet ist, während in der Vorderkappe der Schuhschale
ein Gelenkhaken 73 angeordnet ist, welcher den Gelenkbolzen 72 umfasst.
[0022] In einer weiteren Ausführung befindet sich ein Gelenkbolzen 74 an der Schuhschale
und ein Gelenkhaken 75 an der Tourenskischuh-Sohle.
[0023] Bei der Verbindung gemäss Fig. 24 ist die Vorderkappe der Schuhschale mit einem Krummdorn
78 versehen, welcher in eine Fangrast 79 der Tourenskischuh-Sohle eingeführt werden
muss, um dann, gemäss Fig. 25, in dieser Lage gesichert zu werden. Zusätzlich ist,
wie Fig. 26 zeigt, dabei eine Querrippe 80 in der Tourenskischuh-Sohle vorgesehen,
welche der Verbindung eine sicherere Lagerung ermöglicht.
[0024] In den Fig. 27 bis 30 ist eine weitere Variante dieser Verbindung dargestellt, wobei
seitlich, symmetrisch zur Längsmittelebene des Schuhs, zwei Gelenkbolzen 82 und zwei
Gelenkhaken 83 angeordnet sind, die in der dargestellten Weise miteinander verbunden
werden und im Sinne der Fig. 30 ein Schwenken in grossem Winkel, beispielsweise während
des Aufsteigens in steilen Halden, ermöglichen.
[0025] Fig. 31 zeigt abschliessend eine Kombination, welche zu einem reinen Abfahrtsskischuh
führt, wobei die Kunststoff-Schuhschale 1 mit dem Passforminnenschuh 38 und der steifen
Abfahrtsskischuh-Kunststoff-Sohle 43 kombiniert ist, wie dies im einzelnen die Fig.
1, 4 und 5 zeigen. Der Schuh ist in Abfahrtsstellung eingespannt und mittels einer
Sicherheitsskibindung 58 auf dem Ski 57 gehalten.
[0026] Der beschriebene Bausatz erlaubt, je nach Bedarf, einen Touren- oder einen reinen
Abfahrtsskischuh zusammenzustellen, wobei der als Tourenskischuh ausgebildete Schuh
nicht auf eine Tourenskibindung angewiesen ist und unter Verwendung einer üblichen
Sicherheitsskibindung dennoch das mühelose Umstellen von Gehen/Steigen auf Abfahrt
erlaubt. Dieses Prinzip des Baukastens bei einem Skischuh ergibt die Möglichkeit,
aus wenigen Elementen entweder einen Touren- oder einen Abfahrtsskischuh zusammenzubauen.
Für die Variante des Tourenskischuhs besteht mithin die Möglichkeit der Verwendung
einer handelsüblichen Sicherheitsskibindung, d. h. das Erfordernis einer Tourenskibindung,
unter Bewahrung der Möglichkeit der Verwendung einer Sicherheitsabfahrtsskibindung,
entfällt. Ferner ist hervorzuheben, dass, ohne die Skibindung zu lösen, der Skitourist
mit einem einzigen Handgriff den Tourenskischuh von der Geh- in die Abfahrtslage und
umgekehrt bringen kann.
[0027] Wie erwähnt, ist der Vorderteil der Kunststoff- Schuhschale biegsam, wie dies bei
Langlaufskischuhen bekannt ist.
[0028] Zum Gehen/Steigen mit Ski ist die Schale an der Tourenskischuh-Sohle nur mit Hilfe
des Spannhebels und des Kabels für Horizontalzug fixiert. Der Bügel für Vertikalzug
ist dagegen im Spannbügel nicht eingehängt und nach hinten in die hinterste von drei
Führungsnuten ausgekippt.
[0029] Das längssteife Schuhblatt 3 der Schale, das sich beim Anheben der Ferse, wie bei
einem Langlaufskischuh, nur in Querrichtung verbiegt, wird durch den horizontal wirkenden
Kabelzug formschlüssig in die entsprechend gestaltete starre Kappenpartie der Sohle
gepresst (Fig. 14). Die Schale kann jetzt gegenüber der Tourenskischuh-Sohle nach
vorne kippen. Dabei verbiegt sich die elastisch verformbare Vorderfusspartie der Schuhschale.
Die Rückstellkraft der verformten Vorderfusspartie wirkt dabei über das Schuhblatt
3 als Rückholfeder auf den Ski.
[0030] Bei gesenkter Ferse greifen die Führungsnocken der Schale in die Aussparung der Tourenskischuh-Sohle
ein und sorgen auch in dieser Funktionsstellung für die erforderliche Stabilität zwischen
Schale und Sohle.
[0031] Als Steighilfe dient der Metallbügel für Vertikalzug. Anstatt den Bügel beim Gehen/Steigen
nach hinten zu schwenken, wird er nach vorne zum Einrasten in die entsprechende Ausnehmung
des hintersten Führungsnockens gekippt. Er verhindert jetzt, dass die Ferse der Schale
mit der Tourenskischuh-Sohle in Berührung kommt, d. h. er wirkt als Steighilfe (Fig.
17).
[0032] Die Gelenkvarianten im Sinne der Fig. 21 bis 30 zeigen echte einachsige Gelenke zwischen
der unelastischen Schale und der starren Tourenskischuh-Sohle. Wie auch immer dieses
Gelenk gestaltet sein mag (Scharniergelenk beispielsweise) muss es leicht lösbar und
dennoch stabil sein. Zur Erfüllung dieser Forderung und zur Vermeidung von Spannungsspitzen
im Gelenk mit der Gefahr der Abnützung und der Ermüdung (Ermüdungsbruch) kommen die
dargestellten Varianten in Betracht.
[0033] Bei der typischen Abfahrtsskischuh-Ausbildung gemäss Fig. 31 sind die Führungsnocken
der Schale in korrespondierenden Aussparungen der Abfahrtsskischuh-Sohle eingerastet.
Der Spannhebel erfasst den Vertikalzugbügel der Abfahrtsskischuh-Sohle und verbindet
dadurch Schale und Abfahrtsskischuh-Sohle zu einer stabilen Einheit. Auch im übrigen
besitzt dieser Schuh die üblichen Charakteristika eines Abfahrtsskischuhs.
1. Skischuh, welcher vom Touren-Skischuh in einen Abfahrts-Skischuh verwandelbar ist
und umgekehrt, mit einem als steife Kunststoff- Schuhschale (1) ausgebildeten Hauptteil,
der eine Vorderkappe (2) sowie ein Schuhblatt (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Vorderkappe (2) und dem Schuhblatt (3) ein flexibler Ubergangsteil
(4) vorgesehen ist, welcher beim Gehen mit oder ohne Ski eine normale Abrollbewegung
des Fusses zulässt, dass der Bodenteil der Schuhschale (1) mit Führungsnocken (12,
15) versehen ist, die wahlweise in eine Tourenskischuh-Sohle (22) bzw. eine Abfahrtsskischuh-Sohle
(43), die beide jeweils eine harte Vorderkappe (29 bzw. 45) zur Aufnahme der Schalenvorderkappe
(2) aufweisen, einsetzbar sind, wobei zwecks Verbindung von Schale (1) mit Sohle (22)
bzw. möglicher Verbindung von Schale (1) mit Sohle (43) an der Schalenferse ein Spannhebel
(9) und ein mit diesem verbundener, mindestens zwei Zähne aufweisender Spannhaken
(11) angebracht ist.
2. Skischuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuhschale (1) und
die Tourenskischuh-Sohle (22) im Bereich der Vorderkappe scharnierartig oder mittels
Fanghaken miteinander verbindbar sind.
3. Skischuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tourengamasche
(65) vorgesehen ist, die eine oder mehrere blasbalgähnliche Zuluftöffnung(en) (66)
aufweist.
4. Skischuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tourenskischuh-Sohle
(22) eine Metallversteifung (23) aufweist und mit einem Horizontalzugkabel (30) sowie
z. B. einem Abspannbügel (34) versehen ist.
5. Skischuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
Schale (1) und der Tourenskischuh-Sohle (22) ineinanderpassende Längsführungselemente
(53, 54) angeordnet sind.
6. Skischuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass einer der
Führungsnocken (12) an der Schale (1) mit einer Ausnehmung (13), z. B. zur Aufnahme
eines Schwenkbügels (34), vorgesehen ist.
7. Skischuh nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Innenschuhe
(20 bzw. 38) vorgesehen sind, von welchen der eine (20) für das Tourenskifahren und
der andere (38) für das Abfahrtsskifahren in die Kunststoff- Schuhschale (1) einsetzbar
ist.
1. A ski boot adapted to be converted from a tour-ski boot into a downhill-ski boot
and conversely, with a main part in the form of a rigid plastic boot shell (1) comprising
a toecap (2) as well as a boot leg (3), characterized in that between the toecap (2)
and the boot leg (3) there is provided a flexible intermediate part (4), which by
walking with skis on or not, allows a normal unfolding movement of the foot, in that
the bottom part of the boot shell (1) is provided with guiding projections (12, 15)
selectively engageable with a tour-ski boot sole (22) resp. a downhill-ski boot sole
(43), both of which are provided respectively with a hard toecap (29 resp. 45) for
receiving the shell toecap (2), wherein a tension lever (9) and a tension hook (11)
coupled therewith and comprising at least two teeth, are disposed at the shell heel
for the purpose of connecting shell (1) with sole (22) resp. possibly shell (1) with
sole (43).
2. The ski boot according to claim 1, characterized in that the boot shell (1) and
the tour-ski boot sole (22) may be interconnected adjacent the toecap in a hinge-type
manner or by means of fastening hooks.
3. The ski boot according to claim 1 or 2, characterized in that there is provided
a tour gaiter (65) comprising one or more gusset-like venting holes (66).
4. The ski boot according to one of claims 1 to 3, characterized in that the tour-ski
boot sole (22) comprises a metal reinforcement (23) and has a horizontal traction
cable (30) as well as for example a locking stirrup piece (34).
5. The ski boot according to one of claims 1 to 4, characterized in that longitudinal
guiding elements (53, 54) fitting together are disposed between the shell (1) and
the tour-ski boot sole (22).
6. The ski boot according to one of claims 1 to 5, characterized in that one of the
guiding projections (12) on shell (1) is formed with a recess (13) e.g. for accommodating
a pivoting stirrup piece (34).
7. The ski boot according to one of claims 1 to 6, characterized in that there are
provided two inner boots (20 resp. 38) which are adapted, one (20) for tour skiing
and the other (38) for downhill skiing, to be accommodated in the plastic boot shell
(1).
1. Chaussure de ski convertible d'une chaussure de ski de randonnée en une chaussure
de ski de descente et vice versa, comportant une partie principale conçue sous la
forme d'une coquille de chaussure en matière plastique rigide (1) pourvue d'un bout
avant (2) ainsi que d'une tige de chaussure (3), caractérisée en ce qu'il est prévu,
entre le bout avant (2) et la tige de chaussure (3), une partie intermédiaire flexible
(4) permettant, lors d'une marche avec ou sans skis, un mouvement de déroulement normal
du pied, en ce que la partie inférieure de la coquille de chaussure (1) est munie
de protubérances de guidage (12, 15) aptes à s'encaster sélectivement dans une semelle
de chaussure de ski de randonnée (22), respectivement une semelle de chaussure de
ski de descente (43), toutes deux pourvues chacune d'un bout avant dur (29, respectivement
45) destiné à recevoir le bout avant (2) de la coquille, un levier de tension (9)
et un crochet de tension (11) accouplé avec celui-ci et comportant au moins deux dents,
étant disposés au niveau du talon de la coquille en vue d'un assemblage de la coquille
(1) avec la semelle (22), respectivement en vue d'un assemblage éventuel de la coquille
(1) avec la semelle (43).
2. Chaussure de ski selon la revendication 1, caractérisée en ce que la coquille de
chaussure (1) et la semelle de chaussure de ski de randonnée (22) peuvent être assemblées,
dans la zone du bout avant, d'une manière articulée ou au moyen de crochets d'attache.
3. Chaussure de ski selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'il est prevu
une guêtre de randonnée (65) comportant un ou plusieurs orifices d'aération (66) semblables
à des soufflets.
4. Chaussure de ski selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la
semelle de chaussure de ski de randonnée (22) comporte un renforcement métallique
(23) et est munie d'un câble de traction horizontal (30) ainsi que, par exemple, d'un
étrier de blocage (34).
5. Chaussure de ski selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'il
est prévu, entre la coquille (1) et la semelle de chaussure de ski de randonnée (22),
des éléments de guidage longitudinaux (53, 54) qui s'emboîtent les uns dans les autres.
6. Chaussure de ski selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'une
des protubérances de guidage (12) prévues sur la coquille (1) présente un évidement
(13) pour, par exemple, recevoir un étrier pivotant (34).
7. Chaussure de ski selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'il
est prévu deux chaussons intérieurs (20, respectivement 38) aptes à être enfilés,
l'un (20) pour le ski de randonnée et l'autre (38) pour le ski de descente, dans la
coquille de chaussure en matière plastique (1).