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EP 0 167 796 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.04.1991 Patentblatt 1991/15 |
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Anmeldetag: 01.06.1985 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B41M 5/26 |
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Korrekturband für thermosensitive Papiere
Correction tape for thermosensitive paper
Bande de correction pour papier thermosensible
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
11.07.1984 DE 3425560
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.01.1986 Patentblatt 1986/03 |
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Patentinhaber: Pelikan Aktiengesellschaft |
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30001 Hannover (DE) |
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Erfinder: |
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- Pietsch, Günter
D-3004 Isernhagen HB (DE)
- Greschenz, Hubertus
D-3000 Hannover 51 (DE)
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Vertreter: Volker, Peter, Dr. et al |
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Pelikan GmbH
Postfach 103 30001 Hannover 30001 Hannover (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 076 892 FR-A- 2 427 369
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DE-A- 2 455 908 GB-A- 2 090 850
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Thermosensitive Papiere sind aus einem Trägermaterial, wie einer Kunststoff- oder
Zellglasfolie oder einer Papierbahn, sowie einer wärmeempfindlichen farblosen Reaktionsschicht
aufgebaut. Bei Einwirkung von Wärme auf die farblose Reaktionsschicht tritt Verfärbung
ein, wobei sich die zunächst farblosen Substanzen der wärmeempfindlichen Schicht unter
einem Schmelzvorgang in gefärbte Stoffe umwandeln. Der Farbreaktionsmechanismus ist
in der einschlägigen Fachliteratur beschrieben; ihm liegt eine Base - Säure - Reaktion
zugrunde. Als Basen fungieren sogenannte Farbbildner, die beim Färbungsvorgang in
Form eines Elektronendonators Elektronen an einen Elektronenakzeptor abgeben. Elektronendonatoren
sind z. B. Substanzen aus der Gruppe der Laktone, Phthalide, Fluorane, Spiropyrane
usw. Als Akzeptoren wirken saure Verbindungen, die sich vorwiegend aus der Gruppe
schmelzbarer saurer organischer Verbindungen, wie Phenole, Carboxyle usw., rekrutieren.
[0002] Es besteht bereits seit langem das Bedürfnis, Fehldrucke auf derartigen Papieren
zu korrigieren. Es hat nicht an Versuchen gefehlt, Lösungen für dieses Korrekturproblem
aufzuzeigen. Bis heute ist hierfür allerdings kein brauchbarer Weg vorgeschlagen worden.
[0003] Die FR-A-2 427 369 betrifft ein Korrekturmittel für Schreibmaterialien auf der Basis
einer chemischen Farbreaktion zwischen einem Farbstoffvorläufer und einer Lewis-Säure.
Dieses Korrekturmittel besteht aus einer Dispersion eines Bindemittels und eines Reduktionsmittels,
wie beispielsweise einem Nitrit, einem Alkylamin, einem Sulfit, einem Thioglykol,
einem Thioharnstoff und dergleichen. Die Anwendung als Korrekturband für thermosensitive
Papiere wird nicht beschrieben. Die GB-A- 2 090 850 befaßt sich mit druckempfindlichen
Papieren. Darin werden u. a. Polyethylenglykol und Polypropylenglykol als Inhibitoren
für die in druckempfindlichen Systemen ablaufende Farbbildungsreaktion angesprochen.
[0004] Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß das im Zusammenhang mit thermosensitiven
Papieren bestehende Korrekturproblem mit einem Korrekturband gelöst werden kann, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß sich auf einem bandförmigen Trägermaterial eine schmelzbare
Korrekturschicht befindet, die ein höher-molekulares Polyalkylenglykol als Inhibitor
für die in dem thermosensitiven Papier abgelaufene Farbbildungsreaktion enthält.
[0005] Mit dem erfindungsgemäßen Band wird wie folgt verfahren: Beim Korrekturvorgang wird
das in einer geeigneten Schreibmaschine plazierte Korrekturband mittels eines Thermo-Schreibkopfes
beschrieben, wobei die irrtümlich erzeugte Farbmarkierung dadurch gelöscht wird, indem
die durch Wärmeeinwirkung erfolgte Farbmarkierung wieder farblos gemacht wird. Bei
diesem Vorgang wird die in dem erfindungsgemäßen Korrekturband enthaltene Inhibitorsubstanz
in flüssiger Form bei erhöhter Temperatur auf das zu korrigierende Symbol gebracht.
Hierbei tritt die Inhibitor-Substanz in Wechselwirkung mit dem gefärbten System, das
in Form eines farbigen Komplexes vorliegt. Dieser Komplex besteht aus dem System Elektronendonator/
Elektronenakzeptor. Durch den erwähnten Inhibitor wird dieses System gestört bzw.
die die Farbbildung hervorrufende Wechselwirkung. Das bedeutet im Ergebnis, daß der
ursprüngliche Zustand, bei dem keine farbgebende Wechselwirkung existiert, wieder
eingestellt wird. Wie diese Störung im einzelnen vom Mechanismus her zu erklären ist,
steht noch nicht einwandfrei fest. So gibt es hierbei mehrere Modellerklärungen. Danach
kann beispielsweise in dem Falle, daß eine protonenliefernde Verbindung als Elektronen-Akzeptor
eingesetzt wird, das Proton blockiert werden, indem es sich an die freien Elektronenpaare
des Inhibitors anlagert und damit dem wechselwirkenden farbgebenden System entzogen
wird.
[0006] Als Inhibitor in dem erfindungsgemäßen Korrekturband werden höher-molekulare Polyalkylenglykole
eingesetzt. Unter den Polyalkylenglykolen sind Polyethylenglykole und Polypropylenglykole
bevorzugt. Bei der Wahl von Verbindungen aus der obigen Gruppe von Polymeren unterliegt
man keinen grundsätzlichen Beschränkungen. Es hat sich gezeigt, daß das Polyethylenglykol
dann besonders vorteilhafte Wirkungen zeigt, wenn sein Molekulargewicht zwischen 2.000
und 20.000 und insbesondere bei 6.000 liegt. Die Vorzugsstellung des Polyethylenglykols
scheint darauf zurückzugehen, daß es sich um eine wachsartige Verbindung handelt.
So erscheint es für die Zwecke der Erfindung von besonderem Vorteil, wenn die wärmeschmelzbare
Korrekturschicht stets auf Wachsbasis beruht bzw. sie eine wachsähnliche Substanz,
neben dem Inhibitor, enthält. Dabei wird unter einer "wachsähnlichen Substanz" eine
derartige Verbindung verstanden, die bezüglich ihrer physikalischen und chemischen
Eigenschaften mit Wachsen weitestgehend übereinstimmt.
[0007] Im Hinblick auf diesen Gesichtspunkt hat es sich daher auch als vorteilhaft erwiesen,
Inhibitoren der genannten Gruppe die von Haus aus nicht "wachsartig" sind, wärmeschmelzbaren
Korrekturschichten einzuverleiben, sofern sie als eine Art Matrix ein Wachs bzw. ein
wachsartiges Material enthält. Dann stellen sich beim Korrekturvorgang die besonderen
Vorteile von Wachsen bzw. wachsähnlichen Materialien unmittelbar ein. Es erfolgt eine
Angleichung des Korrekturvorganges an den Vorgang der Farbbildungsreaktion, insbesondere
im Hinblick auf physikalische Gesichtspunkte.
[0008] Grundsätzlich läßt sich in dem erfindungsgemäßen Korrekturband eine beliebige Folie
einsetzen, sofern sie einen ausreichenden Wärmeübergang gewährleistet und den erforderlichen
Zusammenhalt aufweist. Darüber hinaus muß zwischen der wärmeschmelzbaren Korrekturschicht
und der Folie eine ausreichende Haftung bestehen. Bei den Folien kann es sich insbesondere
um Kunststoffolie, wie Polyethylen-Folien, Polyester-Folien und dergleichen, um eine
Zellglasfolie oder auch um eine Papierbahn handeln. Der Auftrag der wärmeschmelzbaren
Korrekturschicht erfolgt entsprechend den Verfahren, die im Stande der Technik zur
Beschichtung von Trägern von Transfercarbonfarben herangezogen werden. Im Falle des
Polyethylenglykols kann dabei die Schmelze desselben unmittelbar auf den Träger des
Korrekturbandes aufgebracht werden. In Einzelfällen kann es von Vorteil sein, wenn
aus Dosierungsgründen ein zu großer Auftrag des Polyethylenglykols beim Korrekturvorgang
vermieden werden soll, dieses in einem nicht-inhibierenden wärmeschmelzbaren Material
zu dispergieren. Dieses kann, wie bereits oben angesprochen, Wachs oder ein wachsähnliches
Material sein. Diese Technologie ist dann von besonderer Bedeutung, wenn der Inhibitor
bei Raumtemperatur bereits flüssig ist. Dann würde dieser flüssige Inhibitor in Form
einer "festen Emulsion" vorliegen. Beim Korrekturvorgang würde die feste Matrix dieser
Schicht geschmolzen, so daß der flüssige Inhibitor dann die gewünschte Funktion ausüben
kann. Die Art der Dispersion, Suspension, Emulsion oder Lösung (z.B. auch feste Lösung)
ist letztlich nicht wesentlich, was ohne weiteres erkennbar ist. Der Vorteil des Einsatzes
flüssiger Inhibitoren liegt darin, daß bei besonders stabilen Farbbildungssystemen
eine zeitlich längere Einwirkung möglich ist, während demgegenüber bei den geschmolzenen
festen Inhibitoren die Inhibitorwirkung aussetzt, sobald sie wieder erstarrt sind.
[0009] Bei unter Normalbedingungen leicht verdampfbaren Inhibitoren kann es des weiteren
zweckmäßig sein, sie nach üblichen Einkapselungsverfahren, wie z. B. nach dem Koazervierungsverfahren-,
Polyadditions- oder Polykondensations-Verfahren, einzukapseln. Diese Kapseln können
dann ebenfalls in einer schmelzbaren Korrekturschicht auf der Basis von Wachs oder
wachsähnlicher Substanz eingebettet sein. Beim Korrekturvorgang werden die Kapselwandungen
unter Wärmeeinwirkung zerstört, so daß der flüssige Inhibitor die gewünschte Wirkung
entfalten kann.
[0010] Um die mittels des erfindungsgemäßen Korrekturbandes korrigierten Stellen des thermosensitiven
Papiers erneut überschreiben zu können, ist es des weiteren zweckmäßig, den Überschreibungsvorgang
mittels eines üblichen Thermofarbbandes, insbesondere eines Thermocarbonbandes, mit
wachsgebundener Aufschmelzschicht durchzuführen.
[0011] Hierbei kann die wachsgebundene Farbschicht farbig oder schwarz eingefärbt sein.
Zweckmäßigerweise befinden sich die farblose Löschspur sowie die eingefärbte Überschreibspur
unmittelbar nebeneinander auf demselben Trägermaterial.
[0012] Nachfolgend soll die Erfindung anhand eines Beispiels noch näher erläutert werden.
Beispiel:
[0013] Als Trägerfolie wird eine 6µm starke Polyethylenterephthalatfolie verwendet. Polyethylenglykol
eines Molekulargewichts von 6.000 wird in die Schmelzphase überführt. Dabei beträgt
die Temperatur der geschmolzenen Phase 85 - 90 °C, Mittels eines üblichen Metallrakels
wird nunmehr das flüssige Material in einem Beschichtungsgewicht von 4 g/gm auf die
Trägerfolie aufgebracht. Die auf diese Weise ausgebildete wärmeschmelzbare Korrekturschicht
ist 4µm stark. Die Schicht erstarrt unmittelbar nach dem Auftragen auf die Trägerfolie.
Sie ist transparent bzw. glasklar. Sie wird anschließend in Bandform zu einer kleinen
Spule aufgewickelt, wobei Breite, Spulendurchmesser und Kerndurchmesser an die jeweiligen
Dimensionen des Themodruckers anzupassen sind.
1. Korrekturband für thermosensitive Papiere, dadurch gekennzeichnet , daß sich auf einem bandförmigen Trägermaterial eine schmelzbare Korrekturschicht
befindet, die ein höher-molekulares Polyalkylenglykol als Inhibitor für die in dem
thermosensitiven Papier abgelaufene Farbbildungsreaktion enthält.
2. Korrekturband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schmelzbare Korrekturschicht
einen Schmelzpunkt von etwa 60 - 100 °C aufweist.
3. Korrekturband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyalkylenglykol
Polyethylenglykol ist.
4. Korrekturband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Molekulargewicht des
Polyethylenglykols 2.000 bis 20.000 beträgt.
5. Korrekturband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß neben
der Korrekturspur eine Überschreibspur aus einem schmelbaren, farbig bzw. schwarz
ein-gefärbten und für die Neuschrift vorgesehenen Übertragungsmaterial vorliegt.
1. A correction tape for thermosensitive paper, characterised in that a fusible correction
layer is disposed on a backing material in the form of a tape and contains a higher-molecular
polyalkylene glycol for inhibiting the colour-forming reaction occurring in the thermosensitive
paper.
2. A correction tape according to claim 1, characterised in that the fusible correction
layer has a melting-point of about 60 - 100°C.
3. A correction tape according to claim 1 or 2, characterised in that the polyalkylene
glycol is polyethylene glycol.
4. A correction tape according to claim 3, characterised in that the molecular weight
of the polyethylene glycol is 2000 to 20 000.
5. A correction tape according to any of claims 1 to 4, characterised in that the correction
track is disposed alongside an overprinting track made from a fusible transfer material
containing coloured or black ink and provided for the new print.
1. Bande de correction pour papiers thermosensibles, caractérisée en ce qu'il y a sur
un matériau support en ruban une couche de correction fusible, qui contient un polyalkylèneglycol
de haut poids moléculaire comme inhibiteur de la réaction de coloration déroulée dans
le papier thermosensible.
2. Bande de correction selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche de
correction fusible présente un point de fusion d'environ 60 - 100°C.
3. Bande de correction selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le polyalkylèneglycol
est le polyéthylèneglycol.
4. Bande de correction selon la revendication 3, caractérisée en ce que le poids moléculaire
du polyéthylèneglycol est compris entre 2000 et 20 000.
5. Bande de correction selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que,
outre la piste d'écriture, il y a une piste d'écriture par superposition en matériau
de superposition fusible, coloré ou noir prévu pour l'écriture à renouveler.