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EP 0 167 881 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.01.1989 Patentblatt 1989/04 |
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Anmeldetag: 14.06.1985 |
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Beschichtetes Papier und Verfahren zu seiner Herstellung
Coated paper and process for its manufacture
Papier revêtu et procédé pour sa fabrication
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE IT LI NL |
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Priorität: |
14.06.1984 DE 3422130
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.01.1986 Patentblatt 1986/03 |
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Patentinhaber: Blickling, Rolf |
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D-8000 München 71 (DE) |
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Erfinder: |
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- Blickling, Rolf
D-8000 München 71 (DE)
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Vertreter: Klingseisen, Franz, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte,
Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Ing. F. Klingseisen,
Bräuhausstrasse 4 80331 München 80331 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 237 551 DE-A- 2 520 512 GB-A- 697 240
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DE-A- 2 358 426 DE-B- 1 057 442 US-A- 4 418 119
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- ABSTRACT BULLETIN OF THE INSTITUTE OF PAPER CHEMISTRY, Band 50, Nr. 9, März 1980,
Seiten 947-948, Zusammenfassung 8806, Appleton, Wisc., US
- ABSTRACT BULLETIN OF THE INSTITUTE OF PAPER CHEMISTRY, Band 50, Nr. 9, März 1980,
Seiten 947-948, Zusammenfassung 8806, Appleton, Wisc., US
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Der Erfindung liegt die Schaffung eines beschichteten Papiers zugrunde, das insbesondere
für Lebensmittel vielseitig verwendbar ist bzw. als Verpackungspapier und vor allem
als Einlage beim Braten und Backen in Pfannen und Backformen verwendet werden kann.
[0002] Dies wird erfindungsgemäß erreicht durch ein beschichtetes Papier, insbesondere für
Lebensmittelzwecke, das ein Flächengewicht von kleiner als 50 g/m
2 besitzt und erhältlich ist durch Beschichten eines Papiersubstrats mit wäßrigen Emulsionen
von linearen Polydimethylsiloxanen mit reaktiven endständigen OH-Gruppen und einem
Silikonharzanteil, gegebenenfalls unter Mitverwendung von Zinnsalzen als Katalysatoren,
und anschließende Trocknung.
[0003] Vorzugsweise besitzt das erfindungsgemäße beschichtete Papier ein Flächengewicht
von 45 g/
m2.
[0004] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung des vorliegenden beschichteten
Papiers, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein Papiersubstrat unter Erzielung
eines Flächengewichts von kleiner als 50 g/m
2 mit wäßrigen Emulsionen von linearen Polydimethylsiloxanen mit reaktiven endständigen
OH-Gruppen und einem Silikonharzanteil, gegebenenfalls unter Mitverwendung von Zinnsalzen
als Katalysatoren, beschichtet und anschließend trocknet.
[0005] Bei dem Trocknungsprozeß des vorliegenden Verfahrens kondensieren die reaktiven Gruppen
der Polydimethylsiloxane mit den Silikonharzen und bilden so auf der Oberfläche des
Papieres lineare und quervernetzte Polysiloxane.
[0006] Die bei dem vorliegenden Verfahren gegebenenfalls als Katalysatoren mitverwendeten
Zinnsalze werden insbesondere in einer Größenordnung eingesetzt, die den von der Gesundheitsbehörde
vorgeschriebenen Forderungen entspricht.
[0007] Zur Herstellung des erfindungsgemäß beschichteten Papiers reicht es aus, die Polysiloxanschicht
einseitig aufzubringen. Sie kann aber auch beidseitig aufgebracht werden.
[0008] Für die Beschichtung werden nur Komponenten eingesetzt, die einen lebensmittelechten
Überzug ergeben.
[0009] Das beschichtete Papier zeichnet sich bei seiner Verwendung als Einlage zum Braten
in Pfannen anstelle von Fett oder Öl dadurch aus, daß man gegenüber den bei Verwendung
von Fett oder Öl üblichen Temperaturen mit einer bis zu 50 % geringeren Temperatur
auskommt und somit eine erhebliche Energieersparnis erzielen kann, wobei zusätzlich
der Geschmack des Bratgutes in keiner Weise beeinträchtigt wird. So kann das erfindungsgemäß
beschichtete bzw. getränkte Papier als Verpackungspapier für Fleisch verwendet werden,
wobei zum Braten des Fleisches das Verpackungspapier in eine Pfanne eingelegt werden
kann, ohne daß zusätzlich Fett oder 01 verwendet wird. Dabei wird das Verpackungspapier
gegebenenfalls nach Zuschneiden in eine ungefettete Pfanne eingelegt, worauf der Bratvorgang
erfolgen kann.
[0010] Bei der Papierherstellung werden die Faserstoffe schmierig gemalen, so daß sich eine
hohe Fettdichte bei gleichzeitiger hoher Festigkeit des Papiers ergibt. Hierdurch
ergeben sich sehr günstige Eigenschaften bei der Verwendung als Einlage in Bratpfannen.
[0011] Das beschichtete bzw. getränkte Papier haftet weder an der Pfanne noch am Bratgut
und vermeidet beim fettfreien Braten eine Kalorienanreicherung des Bratgutes durch
Fettaufnahme.
1. Beschichtetes Papier, insbesondere für Lebensmittelzwecke,
dadurch gekennzeichnet,
daß es ein Flächengewicht von kleiner als 50 g/m2 besitzt und erhältlich ist durch Beschichten bzw. Tränken eines Papiersubstrats mit
wäßrigen Emulsionen von linearen Polydimethylsiloxanen mit reaktiven endständigen
OH-Gruppen und einem Anteil eines zur Reaktion mit den reaktiven Gruppen des Polydimethylsiloxans
unter Bildung von linearen und Quervernetzten Polysiloxanen befähigten Silikonharzes,
gegebenenfalls unter Mitverwendung von Zinnsalzen als Katalysatoren, und anschließende
Trocknung.
2. Beschichtetes Papier gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß es ein Flächengewicht von 45 g/m2 aufweist.
3. Beschichtetes Papier nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß es als Zuschnitt für eine Pfanneneinlage zum fettfreien Braten ausgebildet ist.
4. Verfahren zur Herstellung eines beschichteten Papiers gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß man ein Papiersubstrat unter Erzielung eines Flächengewichts von kleiner als 50
g/m2 mit wäßrigen Emulsionen von linearen Polydimethylsiloxanen mit reaktiven endständigen
OH-Gruppen und einem Anteil eines zur Reaktion mit den reaktiven Gruppen des Polydimethylsiloxans
unter Bildung von linearen und quervernetzten Polysiloxanen befähigten Silikonharzes,
gegebenenfalls unter Mitverwendung von Zinnsalzen als Katalysatoren, beschichtet bzw.
tränkt and anschließend trocknet.
1. Coated paper, in particular for foodstuff purposes,
characterized in that it has a weight per unit area of less than 50 g/m2 and is obtainable by coating or impregnating the paper substrate with an aqueous
emulsion of linear polydimethylsiloxanes having reactive terminal OH groups and a
proportion of silicone resin, capable of reacting with the reactive groups of the
polymethyldimethylsiloxanes to obtain linear and cross-linked polysiloxanes if appropriate
with the additional use of tin salts as catalysts, and subsequent drying.
2. Frying paper according to claim 1,
characterized in that
it has a weight per unit area of 45 g/m2.
3. Coated paper according to claim 1 or 2,
characterized in that
it is made as a cut shape of a pan insert for fat- free frying.
4. Process for producing a coated paper according to claim 1 or 2,
characterized in that
the paper substrate is coated or impregnated to obtain a weight per unit area of less
than 50 g/m2, with aqueous emulsions of linear polydimethylsiloxanes having reactive terminal
OH groups and a proportion of silicone resin, capable of reacting with the reactive
groups of the polymethyldimethylsiloxanes to obtain linear and cross-linked polysiloxanes
if appropriate with the additional use of tin salts as catalysts, and is subsequently
dried.
1. Papier revêtu, en particulier pour les produits alimentaires, caractérisé en ce
qu'il a une force inférieure à 50 g par m2 et peut être obtenu par revêtement ou imprégnation d'un substrat de papier au moyen
d'émulsions aqueuses de polydiméthylsiloxanes linéaires comprenant des radicaux OH
terminaux réactifs et d'une certaine quantité d'une résine de silicone propre à réagir
avec les radicaux réactifs du polydiméthylsiloxane en formant des polysiloxanes linéaires
et ramifiés transversalement, le cas échéant avec utilisation conjointe de sels d'étain
comme catalyseurs, et ensuite par séchage.
2. Papier revêtu suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il a une force de
45 g par m2.
3. Papier revêtu suviant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est façonné
en coupons pour le doublage d'un poêle en vue de la cuisson sans graisse.
4. Procédé de fabrication d'un papier revêtu suviant la revendication 1 ou 2, caractérisé
en ce qu'on revêt ou imprègne un substrat de papier, en obtenant une force inférieure
à 50 g par m2, au moyen d'émulsions aqueuses de polydiméthylsiloxanes linéaires comprenant des
radiaux OH terminaux réactifs et d'un certaine quantité dune résine de silicone propre
à réagir avec les radicaux réactifs du polydiméthylsiloxane en formant des polysiloxanes
linéaires et ramifiés transversalement, le cas échéant avec utilisation conjointe
de sels d'etain comme catalyseurs, et on le sèche ensuite.