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EP 0 167 883 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.03.1988 Patentblatt 1988/13 |
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Anmeldetag: 18.06.1985 |
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Röntgendiagnostikeinrichtung mit einer Regelvorrichtung für die Röntgenröhrenhochspannung
X-ray diagnostic apparatus with a regulating device for the X-ray tube high voltage
supply
Appareil de radiodiagnostic comportant un dispositif de régulation de la haute tension
d'un tube à rayons X
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR |
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Priorität: |
29.06.1984 DE 3424055
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.01.1986 Patentblatt 1986/03 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Brunn, Klaus
D-8520 Erlangen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 085 339 FR-A- 2 481 045 US-A- 4 203 033
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FR-A- 2 232 904 US-A- 4 189 645 US-A- 4 361 900
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Röntgendiagnostikeinrichtung mit einer Regelvorrichtung
für die Röntgenröhrenhochspannung, die als Istwertgeber zwei Strahlendetektoren aufweist,
denen die Röntgenstrahlung über unterschiedliche Filter zugeführt wird und denen ein
Dividierer zur Bildung des Istwertsignales nachgeschaltet ist.
[0002] Eine solche Röntgendiagnostikeinrichtung ist aus FR-A-2 481 045 (entsprechend DE-A-3
014 879) bekannt.
[0003] Bei einer Röntgendiagnostikeinrichtung dieser Art wird das Istwertsignal für die
Röntgenröhrenhochspannung durch Erfassung der Strahlenqualität der Röntgenstrahlung
gebildet. Da diese Strahlenqualität derjenige Wert ist, der kontstant gehalten werden
soll, wird sie bei einer solchen Röntgendiagnostikeinrichtung optimal festgelegt.
Allerdings liefert der Dividierer im Bereich niedriger Röntgenröhrenhochspannungen,
insbesondere unmittelbar nach dem Einschalten der Röntgenröhre, kein aussagefähiges
Signal, so dass Regelschwingungen auftreten können.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Röntgendiagnostikeinrichtung der eingangs
genannten Art so auszubilden, dass auch im Bereich niedriger Röntgenröhrenhochspannungen
eine zuverlässige Regelung sichergestellt ist.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass im Hochspannungskreis ein
Spannungsteiler als zweiter Istwertgeber für die Röntgenröhrenhochspannung vorgesehen
ist, der durch eine Schaltvorrichtung anstelle des ersten Istwertgebers zu Beginn
einer Röntgenaufnahme aktivierbar ist. Bei der erfindungsgemässen Röntgendiagnostikeinrichtung
erfolgt im Bereich niedriger Röntgenröhrenhochspannungen, insbesondere unmittelbar
nach dem Einschalten der Röntgenröhre, eine Regelung aufgrund des mit Hilfe eines
Spannungsteilers im Hochspannungskreis der Röntgenröhre erfassten Istwertes der Röntgenröhrenhochspannung.
Erst beim Erreichen einer Röntgenröhrenhochspannung, die zu einem auswertbaren Ausgangssignal
des Dividierers führt, wird auf den Dividierer und die ihm nachgeschalteten Komponenten
umgeschaltet.
[0006] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0007] Das Ausführungsbeispiel stellt eine Röntgendiagnostikeinrichtung eines Computertomographen
dar, der eine Detektorreihe 1 und eine Röntgenröhre 2 aufweist, welche zusammen um
einen Patienten 3 gedreht werden. Dadurch wird der Patient unter verschiedenen Richtungen
durchstrahlt, so dass aus den Ausgangssignalen der Detektorreihe 1 ein Querschnittsbild
des Patienten 3 berechnet werden kann.
[0008] Die Röntgenröhre 2 wird von zwei in Reihe zueinandergeschalteten Hochspannungserzeugern
4, 5 mit Hochspannung versorgt, die über zwei Widerstände 6 miteinander verbunden
sind, deren gemeinsamer Punkt an Masse gelegt ist. An den Widerständen 6 wird ein
dem Röntgenröhrenstrom entsprechendes Signal abgegriffen, das nach Verstärkung in
einem Verstärker 7 einem Röntgenröhrenstromregler 8 zugeführt wird. Der Röntgenröhrenstromregler
8 erhält auf der Leitung 9 ein dem Sollwert des Röntgenröhrenstromes entsprechendes
Signal und beeinflusst über einen Stromwandler 10 ein Stellglied 11 im Heizkreis der
Röntgenröhre 2 im Sinne eines Angleiches des Istwertes des Röntgenröhrenstromes an
den Sollwert.
[0009] Zur Regelung der Röntgenröhrenhochspannung sind im Hochspannungskreis der Röntgenröhre
2 zwei Spannungsteiler 12, 13 vorgesehen, an denen ein der Röntgenröhrenhochspannung
entsprechendes Signal abgegriffen wird. Dieses Signal wird in einem Verstärker 14
verstärkt und einem Spannungsregler 15 zugeführt, der auf der Leitung 16 ein Sollwertsignal
für die Röntgenröhrenhochspannung erhält. Er beeinflusst über die Leitung 17 und eine
Schaltvorrichtung 18 in deren voll gezeichneter Stellung die Hochspannungserzeuger
4, 5 im Sinne eines Angleiches der Röntgenröhrenhochspannung an den Sollwert.
[0010] Zur Regelung der Strahlenqualität sind zwei Strahlendetektoren 19, 20 vorgesehen,
wobei der Strahlendetektor 19 von einem Strahlenfilter 21 abgedeckt ist. Die Ausgangssignale
der Strahlendetektoren 19, 20 sind einem Dividierer 22 zugeführt. In der in der deutschen
Offenlegungsschrift 3 014 879 geschilderten Weise erzeugt der Dividierer 22 auf der
Leitung 23 ein dem Istwert der Strahlenqualität entsprechendes Signal. Dieses Signal
beeinflusst über einen Regler 24 die Hochspannung an der Röntgenröhre 2 im Sinne eines
Angleiches des Istwertes der Strahlenqualität an einen Sollwert, der durch ein Signal
auf der Leitung 25 verkörpert wird, wenn die Schaltvorrichtung 18 ihre gestrichelt
gezeichnete Stellung einnimmt.
[0011] Die Betätigung der Schaltvorrichtung 18 erfolgt durch einen Rampengenerator 26, der
unmittelbar zu Beginn einer Röntgenaufnahme bei noch niedriger Röntgenröhrenhochspannung
den Regelkreisteil 12 bis 17 und beim Überschreiten eines Minimalwertes der Röntgenröhrenhochspannung
den Regelkreisteil 19 bis 25 aktiviert.
[0012] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist nur der Strahlendetektor 19 durch ein
Filter 21 abgedeckt. Die Strahlung zu den Strahlendetektoren 19, 20 wird demgemäss
unterschiedlich gefiltert, und zwar für den Strahlendetektor 20 durch Luft und für
den Strahlendetektor 19 durch das Filter 21. Selbstverständlich können auch vor den
Strahlendetektoren 19, 20 zwei Filter unterschiedlichen Materials angeordnet werden.
1. Röntgendiagnostikeinrichtung mit einer Regelvorrichtung (4, 5, 12 bis 25) für die
Röntgenröhrenhochspannung, die als Istwertgeber zwei Strahlendetektoren (19, 20) aufweist,
denen die Röntgenstrahlung über unterschiedliche Filter (21) zugeführt wird und denen
ein Dividierer (22) zur Bildung des Istwertsignales nachgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass im Hochspannungskreis ein Spannungsteiler (12, 13) als zweiter Istwertgeber für
die Röntgenröhrenhochspannung vorgesehen ist, der durch eine Schaltvorrichtung (18)
anstelle des ersten Istwertgebers (19, 20) zu Beginn einer Röntgenaufnahme aktivierbar
ist.
2. Röntgendiagnostikeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei
Regelkreise (4, 5, 12 bis 17; 4, 5, 19 bis 25) mit individuellen Reglern (15, 24)
und gemeinsamem Stellglied (4, 5) vorgesehen sind, und dass die durch einen Rampengenerator
(26) betätigbare Schaltvorrichtung (18) den jeweiligen Reglerausgang an das Stellglied
(4, 5) anschaltet.
1. X-ray diagnostic apparatus comprising a regulating device (4, 5, 12 to 25) for
the X-ray tube high voltage with an actual-value generator, including two radiation
detectors (19, 20) supplied with the X-ray radiation via different filters (21), and
followed by a divider (22) which forms the actual-value signal, characterised in that
the high-voltage circuit contains a voltage divider (12, 13) as a second actual-value
generator for the X-ray tube high voltage, which can be activated by a switching device
(18) to act in place of the first actual-value generator (19, 20), at the beginning
of an X-ray recording.
2. X-ray diagnostic apparatus as claimed in Claim 1, characterised in that two regulating
circuits (4, 5, 12 to 17; 4, 5, 19 to 25) are provided with individual regulators
(15, 24) and a common control element (4, 5) and that the switching device (18) can
be actuated by a ramp generator (26) to connect the respective regulator output to
the control element (4, 5).
1. Appareil de radiodiagnostic comportant un dispositif de régulation (4, 5, 12 à
25), qui sert à régler la haute tension du tube à rayons X et comporte, en tant que
générateur de valeurs réelles, deux détecteurs de rayonnement (19, 20), auxquels le
rayonnement X est envoyé par l'intermédiaire de filtres différents (21) et en aval
desquels est branché un diviseur (22) servant à former le signal de valeur réelle,
caractérisé par le fait que dans le circuit à haute tension se trouve prévu un diviseur
de tension (12, 13) qui sert de second générateur de valeurs réelles pour la haute
tension du tube à rayons X et peut être activé par un dispositif de commutation (18)
à la place du premier générateur de valeurs réelles (19, 20), au début d'une prise
de vue radiographique.
2. Appareil de radiodiagnostic suivant la revendication 1, caractérisé par le fait
qu'il est prévu deux circuits de réglage (4, 5, 12 à 17; 4, 5, 19 à 25) comportant
des régulateurs individuels (15, 24) et un organe de réglage commun (4, 5), et que
le dispositif de commutation (18), qui peut être actionné par un générateur (26) de
signaux en rampe, raccorde les sorties respectives des régulateurs à l'organe de réglage
(4, 5).
