[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren (entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches
1) sowie eine Vorrichtung (entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 2) zur Herstellung
von Mittellagen.
[0002] Als Mittellage bezeichnet man die zwischen den Absperrfurnieren befindliche Holzschicht
von Tischlerplatten. Die Mittellage besteht in der Regel aus einzelnen, miteinander
vorzugsweise durch Leim verbundenen Leisten. Sie gewährleistet die ebene Form der
fertigen Tischlerplatte.
[0003] Die Herstellung von Mittellagen erfolgt meist in Mittellagen-Verleimmaschinen. Hierbei
werden die Leisten einzeln auf einem Vortisch vorgelegt und durch ein Kettenband mit
hoher Geschwindigkeit in die Maschine eingeschossen. Gleichzeitig wird ein dünner
Leimfaden auf die Leisten aufgebracht. Die Maschine fügt die einzelnen, so vorbereiteten
Leisten dicht aneinander. Der sich bildende Leistenteppich tritt dann mit seiner völlig
geschlossenen Fläche in eine beheizte Druck-und Verleimzone ein.
[0004] Ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruches 1 vorausgesetzten Art sowie eine
Vorrichtung entsprechend dem Gattungsbegriff des Anspruches 2 ist beispielsweise in
Lüger «Lexikon der Technik» 1968, Band 9, Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart Seiten
77,78, beschrieben.
[0005] Der Hauptnachteil des bekannten Verfahrens liegt in der Leistungsbegrenzung. Eine
Leistungssteigerung ist nur durch Erhöhung der Geschwindigkeit zu erzielen, mit der
die einzelnen Leisten in die Verleimmaschine eingeschossen werden. Mit der Erhöhung
der Geschwindigkeit vergrössert sich jedoch zugleich die kinetische Energie der Leisten,
die beim Aufprall der Leisten auf einen Anschlag vernichtet werden muss. Die hohe
kinetische Energie bringt die Gefahr einer Beschädigung der Leisten und dadurch bedingter
Betriebsstörungen mit sich. Nachteilig ist bei dem bekannten Verfahren weiterhin,
dass an der Maschine im allgemeinen nur eine Bedienungsperson arbeiten kann, die die
einzuschiessenden einzelnen Leisten sortiert und vorlegt. Einer Leistungssteigerung
sind auch aus diesem Grund enge Grenzen gesetzt.
[0006] Es ist weiterhin ein Verfahren bekannt (US-A 2572772), bei dem eine Gruppe von unmittelbar
nebeneinanderliegenden Sperrholzleisten zwischen zwei Leimwalzen hindurchgeführt und
dadurch an ihren freiliegenden Aussenseiten mit Leim versehen werden. Diese Leistengruppe
wird dann an eine Aussenseite eines Leistenstapels angefügt, von dessen Oberseite
die Leisten lagenweise abgenommen und einer Presse zugeführt werden. Die Handhabung
ist bei diesem Verfahren insgesamt umständlich und lässt keine hohen Produktionsgeschwindigkeiten
zu.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruches
1 vorausgesetzten Art sowie eine Vorrichtung entsprechend dem Gattungsbegriff des
Anspruches 2 dahin weiterzuentwickeln, dass eine wesentliche Leistungssteigerung -
unter Aufrechterhaltung eines zuverlässigen, störungsfreien Betriebsablaufes - erreicht
wird.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss bezüglich des Verfahrens durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 und hinsichtlich der Vorrichtung durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 2 gelöst.
[0009] Indem erfindungsgemäss gleichzeitig jeweils eine Gruppe von Leisten parallel zugeführt
wird, ergibt sich eine wesentliche Leistungssteigerung, ohne dass kritische Einführgeschwindigkeiten
angewandt werden müssen. Die gleichzeitige Zuführung einer Gruppe paralleler Leisten
ermöglicht es ferner, eine Anzahl von Bedienungspersonen zum Sortieren und Vorbereiten
der Leisten einzusetzen und dadurch auch auf der Zuführseite die Voraussetzungen für
eine erhebliche Leistungssteigerung zu schaffen.
[0010] Voraussetzung der erfindungsgemässen Lösung ist allerdings, dass die Gruppe der gleichzeitig
und parallel zugeführten Leisten einwandfrei und gleichmässig mit Leim versorgt wird.
Zu diesem Zweck werden die parallel zugeführten Leisten mit seitlichem Abstand gehalten,
wobei in dem durch den seitlichen Abstand benachbarter Leisten gebildeten Zwischenraum
die Leimzugabe erfolgt.
[0011] In der Verleimmaschine wird dann die gleichzeitig zugeführte Gruppe von Leisten -
unter Aufhebung der bis dahin zwischen diesen Leisten bestehenden Zwischenräume -
gemeinsam an den bereits vorhandenen Leistenteppich angefügt.
[0012] Zweckmässige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche und
werden im Zusammenhang mit der Beschreibung eines in der Zeichnung veranschaulichten
Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0013] In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 und 1 b eine (auf zwei Zeichnungsblätter verteilte) Aufsicht auf eine erfindungsgemässe
Vorrichtung,
Fig.2 einen Schnitt längs der Linie 11-11 der Fig. la,
Fig. eine Aufsicht (in vergrössertem Massstab) auf das Detail 111,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV der Fig. 1 b,
Fig. eine Seitenansicht (in vergrössertem Massstab) in Richtung des Pfeiles V der
Fig. 1 b,
Fig. einen Schnitt längs der Linie VI-VI der Fig. 5,
Fig. 7 eine Aufsicht (in vergrössertem Massstab) auf das Detail VII der Fig. 1 b,
Fig. 8 eine Seitenansicht in Richtung des Pfeiles VIII der Fig. 7,
Fig. 9 eine Stirnansicht in Richtung des Pfeiles IX der Fig. 7,
Fig. 10 einen Schnitt (längs der Linie X-X der Fig. 7) durch das Düsensystem,
Fig. 11 einen Schnitt längs der Linie XI-XI der Fig. 1 b,
Fig. 12 eine Aufsicht (in vergrössertem Massstab) auf das Detail XII der Fig. 1 b.
[0014] Die in den Fig. 1 und 1 schematisch in Aufsicht dargestellte erfindungsgemässe Vorrichtung
zur Herstellung von Mittellagen enthält im wesentlichen eine Fördereinrichtung 1 zur
Zuführung jeweils einer Gruppe von Leisten in paralleler Lage mit seitlichem Abstand,
eine Einrichtung 2 zur Leimzugabe in den Zwischenraum zwischen benachbarten Leisten,
eine Einrichtung 3 zur Anfügung jeweils einer Gruppe von parallelen Leisten an den
bereits vorhandenen Leistenteppich sowie eine beheizte Druck- und Verleimzone 4.
[0015] Die Fördereinrichtung 1 zur Zuführung jeweils einer Gruppe von Leisten enthält im
wesentlichen folgende Elemente:
- ein Zubringerband 5, das aus einer Vielblattsäge 6 kommende Leisten zu Sortierstationen
7 führt, von denen in Fig. 1a lediglich eine Sortierstation 7 dargestellt ist,
- ein von den Sortierstationen 7 beschicktes Stegband 8, das mit parallel und mit
seitlichem Abstand angeordneten Stegen 8a versehen ist, die zur Ausrichtung und Distanzierung
der Leisten dienen,
- ein sich an das Stegband 8 anschliessendes und bis zur Leimzugabeeinrichtung 2 erstreckendes
ortsfestes Führungssystem 9, das die Leisten 10 in paralleler Lage und mit seitlichem
Abstand hält,
- ein sich an das Stegband 8 anschliessendes, die Leisten 10 durch eine Pufferzone
11 transportierendes Förderband 12,
- eine sich an das Förderband 12 anschliessende Synchronvorschubeinrichtung 13 zur
synchronen Einführung jeweils einer Gruppe von Leisten in den Einführraum 14 der Druck-
und Verleimzone 4.
[0016] Die Sortierstationen 7 sind zu beiden Seiten einer Bedienungsperson 15 mit je einer
Säge 16, 17 ausgerüstet. Wie Fig. 2 erkennen lässt, liegt das Stegband 8 etwas tiefer
als das Zubringerband 5. Oberhalb des Stegbandes 8 ist ein Pufferband 18 angeordnet,
das bis in die Pufferzone 11 geführt ist, die in Fig. 1 b nur schematisch mit einer
einzigen Bedienungsperson 19 dargestellt ist. Im Bereich der Sortierstationen 7 ist
ferner noch ein Magazin 20 für unsortierte Ware, ausserdem ein Förderband 21 zum Abtransport
des anfallenden Abfalles vorgesehen.
[0017] Die Stege 8a des Stegbandes 8 verlaufen parallel zur Förderrichtung. Ihr gegenseitiger
Abstand ist etwas grösser als die Breite der Leisten 10 (wenn diese in der für die
Verleimung vorgesehenen, gegenüber dem Schnitt in der Vielblattsäge 6 um 90° gedrehten
Lage auf das Stegband 8 aufgesetzt werden).
[0018] Das ortsfeste Führungssystem 9 erstreckt sich vom abgabeseitigen Ende des Stegbandes
8 durch die Synchronvorschubeinrichtung 13 hindurch bis zur Leimzugabeeinrichtung
2. Es enthält eine Anzahl von parallel und mit seitlichem Abstand angeordneten Führungsbändern
22 (vgl. Fig. 4), die in gewissen Abständen über Haltebänder 23 an ortsfesten Halterungen
24 aufgehängt sind, und zwar derart, dass sie quer zur Förderrichtung (Doppelpfeil
25, Fig. 4) begrenzt beweglich sind. Zwischen den Führungsbändern 22 laufen die Leisten
10, die von dem dicht unter dem Führungssystem 9 laufenden Förderband 12 transportiert
werden.
[0019] Der Übergang der Leisten 10 vom abgabeseitigen Ende des Stegbandes 8 (Umlenkachse
26) auf das anschliessende Förderband 12 (einlaufseitige Umlenkachse 27) ist in Fig.
dargestellt. Die Führungsbänder 22 sind an ihrem zulaufseitigen Ende mit einer abgerundeten
Verbreiterung 22a versehen. Hierdurch wird verhindert, dass Leisten beim Auftreffen
auf die Führungsbänder 22 blockieren können.
[0020] Die Synchronvorschubeinrichtung 13 (vgl. Fig. und 6) enthält eine Anzahl von paarweise
zusammenwirkenden oberen und unteren Walzen 28, 29, zwischen denen die Leisten 10
hindurchlaufen. Die oberen Walzen 28 sind entsprechend der Leistenbreite unterteilt
(vgl. Fig. 6) und enthalten einen gerändelten äusseren Stahlring 28a, der auf einem
Gummiring 28b angeordnet ist. Die unteren Walzen 29 sind durchgehend ausgebildet,
mit Nuten versehen und am Umfang zweckmässig gerändelt. In den so gebildeten Zwischenräumen
sind die Führungsbänder 22 vorgesehen. Durch eine (nicht dargestellte) hydraulische
oder pneumatische Betätigungseinrichtung können die oberen Walzen 28 in Richtung auf
die unteren Walzen 29 gedrückt werden, so dass die Leisten 10 synchron transportiert
werden, wenn die unteren und/oder oberen Walzen angetrieben werden.
[0021] Vor der Synchronvorschubeinrichtung 13 ist noch eine nur schematisch angedeutete
Überwachungseinrichtung 30 angeordnet. Sie stellt fest, ob sich in jedem Leistenkanal
(zwischen benachbarten Führungsbändern 22) eine Leiste 10 befindet und ob kein Leistenkanal
doppelt mit Leisten besetzt ist.
[0022] Die Einrichtung zur Leimzugabe in den Zwischenraum zwischen benachbarten Leisten
ist im einzelnen in den Fig. 7 bis 10 dargestellt. Die Einrichtung 2 enthält für jeden
Leistenkanal ein Düsensystem 31 (Fig. 10), wobei die benachbarten Leistenkanälen zugeordneten
Düsensysteme 31 in Förderrichtung gegeneinander versetzt sind (vgl. Fig. 1 b).
[0023] Das Düsensystem 31 ist über ein Stegteil 32 mit dem Ende des zugehörigen Führungsbandes
22 lösbar verbunden. Zu diesem Zweck ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel am
Führungsband 22 über eine Halterung 33 eine Buchse 34 befestigt, durch die ein mit
dem Stegteil 32 verbundener Bolzen 35 hindurchgreift. Die Verbindung erfolgt über
eine Mutter 36. Die lösbare Verbindung zwischen dem Düsensystem 31 und dem zugehörigen
Führungsband 22 gestattet ein einfaches Auswechseln des Düsensystemes 31, insbesondere
zu Reinigungs- und Wartungszwekken.
[0024] Das Düsensystem 31 (vgl. Fig. 10) enthält einen hydraulischen oder pneumatischen
Betätigungszylinder 37, dessen Kolbenstange 38 mit einer Düsennadel 39 verbunden ist,
die in ihrer abgesenkten Stellung die Verbindung zwischen einer Leimzuführöffnung
40 und einem Düsenkanal 41 unterbricht. Der Düsenkanal 41 mündet an einer Seitenwand
des Stegteiles 32 aus (vgl. Fig. 9) und führt Leim (in Richtung des Pfeiles 42) der
anliegenden einen Seitenfläche 10a der Leiste 10 zu. Die an den Düsensystemen 31 vorbeilaufenden
Leisten erhalten auf diese Weise im Bereich einer Seitenfläche 10a einen in Fig. schematisch
angedeuteten Leimfaden 43.
[0025] Der Einführraum 14 der beheizten Druck- und Verleimzone 4 ist zur Aufnahme jeweils
eine Gruppe von parallel und gleichzeitig zugeführten Leisten 10 bestimmt. Dieser
Einführraum 14 wird endseitig durch einen einstellbaren Endanschlag 44 begrenzt. Im
Bereich der Eintrittsseite ist eine I<appsäge 45 angeordnet. Weiterhin ist ein Schieber
./1,3 vorgesehen, der durch eine Anzahl von nur schematisch angedeuteten hydraulischen
oder pneumatischen Betätigungszylindern 47 in Richtung des Pfeiles 48 verstellbar
ist und damit die in den Einführraum 14 eingeführten Leisten quer zu ihrer Zuführrichtung
an den bereits vorhandenen Leistenteppich heranschiebt.
[0026] Auf der dem Schieber 46 abgewandten Seite ist der Einführraum 14 durch eine Anschlagleiste
49 begrenzt, die heb- und senkbar ist.
[0027] Die beheizte Druck- und Verleimzone 4 enthält auf der Ober- und Unterseite balkenförmige
Heizregister 54, 55, von denen die oberen Heizregister 54 in ihrer Höhenlage auf die
jeweilige Leistendicke einstellbar sind. Durch (nicht dargestellte) Federn wird ein
gleichmässiger, einstellbarer Druck auf die in der Druck- und Verleimzone 4 entstehende
Tischlerplatten-Mittellage 52 ausgeübt, die sich beim Einschieben einer weiteren Leistengruppe
in Richtung des Pfeiles 53 weiterbewegt. Der Vorraum 14 der Druck- und Verleimzone
4 wird auf der Oberseite durch ein Profil 50 und auf der Unterseite durch einen Tisch
51 begrenzt. Die Herstellung von Mittellage nach dem erfindungsgemässen Verfahren
geschieht damit wie folgt:
[0028] Die getrocknete Brettware wird in der Vielblattsäge 6 zu Leisten aufgeschnitten,
die dann auf dem Zubringerband 5 zu den Sortierstationen 7 laufen. An den Sortierstationen
7 entnehmen die Bedienungspersonen 15 die Leisten dem Zubringerband 5, begutachten
sie und schneiden im Bedarfsfalle Fehler aus den Leisten aus. Um ein Wenden der Leisten
bei diesem Ausschneiden zu vermeiden, befinden sich in jeder Sortierstation 7 Sägen
16 bzw. 17 zu beiden Seiten der Bedienungsperson 15.
[0029] Die guten Leisten werden sodann auf das Stegband 8 aufgelegt, und zwar so (in der
Regel flach), dass die Schnittflächen oben oder unten sind. Überschüssige sortierte
Leisten kann die Bedienungsperson auf das Pufferband 18 auflegen. Kommt andererseits
zuviel unsortierte Ware, so wird diese zunächst im Magazin 20 abgelegt.
[0030] Am Ende der aus mehreren Sortierstationen 7 bestehenden Sortierstrecke gehen die
Leisten 10 vom Stegband 8 auf das glatte Förderband 12 über, das unter dem ortsfesten
Führungssystem 9 hindurchläuft. Das Förderband 12 transportiert die Leisten durch
die Pufferzone 11, an deren Ende wenigstens eine Bedienungsperson 19 angeordnet ist.
Sie sorgt dafür, dass alle Leistenkanäle (zwischen den parallelen Führungsbändern
12) mit Leisten besetzt sind. Im Bedarfsfalle entnimmt sie sortierte Leisten dem Pufferband
18 und füllt hiermit einen leerstehenden Leistenkanal auf. Zusätzlich überwacht die
Überwachungseinrichtung 30 die einwandfreie Füllung aller Leistenkanäle. Spricht die
Überwachungseinrichtung bei Feststellung einer Unregelmässigkeit an, so wird sofort
die Synchronvorschubeinrichtung 13 stillgesetzt und die Leimzugabe unterbrochen.
[0031] Wie bereits die Zeichnungen erkennen lassen, ist sowohl der Abstand der Stege 8a
des Stegbandes 8 als auch der Abstand der Führungsbänder 22 etwas grösser als die
Breite der Leisten 10 gewählt, um Abweichungen der Leisten von der geraden Lage (d.h.
Verwerfungen der Leisten) zu berücksichtigen.
[0032] Die Leisten 10 laufen dann durch die Synchronvorschubeinrichtung 13 hindurch. Die
elastische Ausbildung der oberen Walzen 28 gleicht hierbei etwa vorhandene Dickenunterschiede
der Leisten aus.
[0033] Nach dem Durchlaufen der Synchronvorschubeinrichtung 13 passieren die Leisten die
Einrichtung 2 zur Leimzugabe, wobei sie bis zu dieser Einrichtung 2 durch die Führungsbänder
22 des ortsfesten Führungssystemes 9 in paralleler Lage und mit seitlichem Abstand
gehalten werden.
[0034] Sodann erreichen die mit Leim versehenen Leisten den Einführraum 14 der Druck- und
Verleimzone 4. Die Länge des Einlaufes wird durch den einstellbaren Endanschlag 44
bestimmt. Kurz vor Erreichen der gewünschten Länge wird bei einer ersten Berührung
des Endanschlages 44 der Vorschub (durch die Synchronvorschubeinrichtung 13) auf Kriechgang
verringert. Bei Erreichen der genauen Endlage wird der Vorschub abgeschaltet.
[0035] Das obere Profil 50 des Einführraumes 14 ist heb- und senkbar ausgebildet. Beim Einlaufen
der Leisten 10 in den Einführraum 14 steht das obere Profil 50 in der angehobenen
Stellung. Nach Abschalten des Leistenvorschubs wird das obere Profil 50 abgesenkt
und drückt nun die Leisten 10 auf gleiche Höhe. Dann wird durch die Kappsäge 45 das
Leistenband genau auf die gewünschte Länge geschnitten.
[0036] Im Anschluss daran wird das Leistenband durch den Schieber 46 in die Druck- und Verleimzone
4 eingeschoben, wobei das Leistenband an den bereits in dieser Druck- und Verleimzone
4 befindlichen Leistenteppich angedrückt und mit diesem verleimt wird. Beim Einschieben
jedes weiteren Leistenbandes wird die in der Druck-und Verleimzone 4 befindliche Mittellage
52 um die Leistenbandbreite weitergeschoben. Am Ende der (nicht vollständig dargestellten)
Druck-und Verleimzone wird die endlose Mittellage in einzelne Platten geschnitten.
[0037] Fig. 12 veranschaulicht eine bei dem erfindungsgemässen Verfahren gegebene Möglichkeit,
Leisten 56 mit Fehlern an einer Seite (beispielsweise mit einer Baumkante) mitzuverwerten.
Diese Leisten 56 werden in einen der beiden äusseren Leistenkanäle eingelegt. Im Bereich
der Vorschubsynchronstation ist benachbart zu einem bzw. zu beiden äusseren Leistenkanälen
je eine Nachfräseinrichtung 57 angeordnet, die den fehlerhaften Rand der Leiste 56
bei der Vorschubbewegung abfräst. Im Unterschied zu dem bekannten Verfahren, bei dem
jeweils nur eine Leiste in den Vorraum der Druck- und Verleimzone eingeschlossen wird
(und bei dem aus diesem Grunde eine gleichbleibende Leistenbreite erforderlich ist),
können bei dem erfindungsgemässen Verfahren zu einem gewissen AnteiIauch fehlerhafte
Leisten verwertet werden, indem diese Leisten in den äusseren Leistenkanälen auf eine
gegenüber den Leisten der übrigen Leistenkanäle verringerte Breite zugeschnitten werden.
Die Holzausnutzung wird auf diese Weise wesentlich verbessert.
1. Verfahren zur Herstellung von Mittellagen, wobei Holzleisten (10) unter Leimzugabe
zu einem Leistenteppich zusammengefügt und in einer beheizten Druck- und Verleimzone
(4) miteinander verbunden werden, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) es wird gleichzeitig jeweils eine Gruppe von parallel und mit seitlichem Abstand
verlaufenden Leisten (10) zugeführt;
b) in dem durch den seitlichen Abstand benachbarter Leisten gebildeten Zwischenraum
erfolgt die Leimzugabe;
c) die gleichzeitig zugeführte Gruppe von Leisten (10) wird gemeinsam an den bereits
vorhandenen Leistenteppich angefügt.
2. Vorrichtung zur Herstellung von Mittellagen, enthaltend
a) eine Fördereinrichtung (1) zur Zuführung von Leisten (10),
b) eine Einrichtung (2) zur Leimzugabe,
c) eine Einrichtung (3) zur Anfügung von Leisten (10) an den bereits vorhandenen Leistenteppich,
d) eine beheizte Druck- und Verleimzone (4), gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
e) die zur Zuführung jeweils einer Gruppe von Leisten (10) in paralleler Lage mit
seitlichem Abstand dienende Fördereinrichtung (1) enthält:
ej ein zur Sortierstation (7) führendes Zubringerband,
e2) ein von den Sortierstationen (7) beschicktes Stegband (8), das mit zur Ausrichtung
und Distanzierung der Leisten (10) dienenden, parallel und mit seitlichem Abstand
angeordneten Stegen (8a) versehen ist,
e3) ein sich an das Stegband (8) anschliessendes und bis zur Leimzugabeeinrichtung
(2) erstrekkendes ortsfestes Führungssystem (9), das die Leisten (10) in paralleler
Lage und seitlichem Abstand hält,
e4) ein sich an das Stegband (8) anschliessendes, die Leisten (10) durch eine Pufferzone
(11) transportierendes Förderband (12),
e5) eine sich an das Förderband (12) anschliessende Synchronvorschubeinrichtung (13)
zur synchronen Einführung jeweils einer Gruppe von Leisten (10) in den Einführraum
(14) der Druck-und Verleimzone (4), wobei sich das ortsfeste Führungssystem (9) durch
die Synchronvorschubeinrichtung (13) hindurch erstreckt;
f) die Einrichtung (2) zur Leimzugabe enthält für jeden Leistenkanal ein mittels einer
Düsennadel (39) steuerbares Düsensystem (31), wobei die benachbarten Leistenkanälen
zugeordneten Düsensysteme (31) in -Förderrichtung gegeneinander versetzt sind;
g) ein zur Aufnahme jeweils einer Gruppe von Leisten (10) bestimmter Einführraum (14)
der Druck- und Verleimzone (4) wird in Zuführrichtung der Leisten durch einen einstellbaren
Endanschlag (44) begrenzt;
h) die Einrichtung (3) zur Anfügung jeweils einer Gruppe von parallelen Leisten (10)
an den bereits vorhandenen Leistenteppich enthält einen quer zur Zuführrichtung der
Leisten beweglichen Schieber (46).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das ortsfeste Führungssystem
(9) eine Anzahl von zur Ausrichtung und Distanzierung der Leisten (10) dienenden,
parallel und mit seitlichem Abstand angeordneten Führungsbändern (22) enthält, die
quer zur Förderrichtung begrenzt beweglich an ortsfesten Halterungen (24) aufgehängt
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbänder (22)
an ihrem zulaufseitigen Ende mit einer vorzugsweise abgerundeten Verbreiterung (22a)
versehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronvorschubeinrichtung
(13) eine Anzahl von paarweise zusammenwirkenden Walzen (28, 29) enthält, von denen
die vorzugsweise gefederten oberen Walzen (28) entsprechend der Leistenbreite unterteilt
sind und in den Zwischenraum zwischen benachbarten Führungsbändern (22) eingreifen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsensysteme (31)
an den Enden der Führungsbänder (22) angeordnet und vorzugsweise lösbar mit diesen
verbunden sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zum Stegband
(8) und zum hieran anschliessenden Förderband (12) ein Pufferband (18) vorgesehen
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise im Bereich
der Synchronvorschubeinrichtung (13) angrenzend an wenigstens einen der beiden äusseren
Leistenkanäle eine Fräseinrichtung (57) vorgesehen ist, durch die im äusseren Leistenkanal
befindliche, an der Aussenseite fehlerhafte Leisten (56) auf eine gegenüber den Leisten
(10) der übrigen Leistenkanäle verringerte Breite zugeschnitten werden.
1. Method of producing plywood cores, in which strips of wood (10) are supplied with
glue and joined together to form a carpet of strips and are connected to one another
in a heated pressure and glueing zone (4), characterised by the following features:
a) a group of strips (10) which run parallel and are laterally spaced are delivered
simultaneously;
b) the glue is supplied in the gap formed by the lateral spacing of adjacent strips;
c) the group of simultaneously delivered strips is attached jointly to the carpet
of strips which is already present.
2. Apparatus for producing plywood cores, containing
a) a conveyor arrangement (1) for the delivery of strips (10),
b) an arrangement (2) for supplying glue,
c) an arrangement (3) for attaching strips (10) to the existing carpet of strips,
d) a heated pressure and glueing zone (4), characterised by the following features:
e) the conveyor arrangement (1) which serves for the delivery of each group of strips
(10) in a parallel position with lateral spacing contains:
e1) a delivery belt 5 which leads to the sorting station,
e2) a barred belt (8) which is supplied from the sorting stations (7) and is provided
with laterally spaced bars (8a) which are arranged parallel and with lateral spacing
and serve to align and distance the strips (10),
e3) a stationary guide system (9) which adjoins the barred belt (8) and extends as far
as the glue supply arrangement (2) and holds the strips (10) in a parallel position
and laterally spaced,
e4) a conveyor belt (12) which adjoins the barred belt (8) and transports the strips
(10) through a buffer zone (11),
e5) a synchronised feeding device (13) adjoining the conveyor belt (12) for the synchronised
introduction of each group of strips (10) into the inlet chamber (14) of the pressure
and glueing zone (4), guide system (9) extending through the synchronised feeding
device (13);
f) the arrangement (2) for supplying glue contains for each strip channel a nozzle
system (31) which is controllable by means of a nozzle needle (39), the nozzle systems
(31) associated with adjacent strip channels being offset with respect to one another
in the transport direction;
g) an inlet chamber (14) of the pressure and glueing zone (4) intended to receive
each group of strips (10) is defined in the direction of delivery of the strips by
an adjustable end stop (44);
h) the arrangement (3) for attaching each group of parallel strips (10) to the carpet
of strips which is already present contains a slide (46) which is movable at right
angles to the direction of delivery of the strips.
3. Apparatus as claimed in claim 2, characterised in that the stationary guide system
(9) contains a plurality of guide bands (22) which serve for alignment and distancing
of the strips (10), are arranged parallel and laterally spaced and are suspended on
stationary mountings (24) so as to be capable of limited movement at right angles
to the transport direction.
4. Apparatus as claimed in claim 3, characterised in that the guide bands (22) are
each provided with a preferably rounded wider part (22a) at their intake ends.
5. Apparatus as claimed in claim 3, characterised in that the synchronised feeding
device (13) contains a plurality of rollers (28, 29) which work together in pairs
and of which the upper rollers (28) which are preferably sprung are divided corresponding
to the width of the strips and engage in the gap between adjacent guide bands (22).
6. Apparatus as claimed in claim 3, characterised in that the nozzle systems (31)
are arranged at the ends of the guide bands (22) and are preferably releasably connected
to the latter.
7. Apparatus as claimed in claim 2, characterised in that a buffer belt (18) is provided
parallel to the barred belt (8) and to the adjoining conveyor belt (12).
8. Apparatus as claimed in claim 2, characterised in that a cutting arrangement (57)
is provided preferably in the region of the synchronised feeding device (13) adjoining
at least one of the two strip channels and by means of this cutting arrangement strips
(56) which are flawed on the outside and are located in the outer strip channel are
cut to a width which is reduced by contrast with the strips (10) in the other strip
channels.
1. Procédé de production de couches intérieures,suivant lequel des lattes de bois
(10) sont assemblées en un tapis en recevant un dépôt de colle, puis sont reliées
les unes aux autres dans une zone chauffée (4) de compression et de fixation de la
colle, caractérisé par les particularités suivantes:
a) des lattes parallèles (10) et placées latéralement à distance les unes des autres
arrivent simultanément en formant des groupes successifs;
b) le dépôt de colle s'effectue dans l'intervalle formé par la distance séparant latéralement
les lattes voisines;
c) les lattes (10) arrivant simultanément en formant un groupe sont réunis ensemble
au tapis déjà existant.
2. Dispositif de réalisation de couches intérieures, comprenant:
a) un dispositif de transport (1) destiné à amener des lattes (10),
b) un dispositif (2) de dépôt de colle,
c) un dispositif (3) de réunion des lattes (10) au tapis déjà existant,
d) une zone chauffée (4) de compression et de fixation de la colle, caractérisé par
les particularités suivantes:
e) le dispositif de transport (1) destiné à amener des groupes successifs de lattes
(10) placées parallèlement et à distance latérale les unes des autres comprend:
e1) une courroie d'alimentation menant au poste de triage (7),
e2) une courroie (8) alimentée par les postes de triage (7) et comportant des nervures
(8a) qui sont parallèles et placées à distance latérale les unes des autres et qui
sont destinées à orienter et à maintenir à distance les lattes (10),
eg) un système fixe de guidage (9) faisant suite à la courroie nervurée (8) et se
prolongeant jusqu'au dispositif de dépôt de colle (2), ce système maintenant les lattes
(10) parallèlement et à distance latéralement les unes des autres,
e4) une courroie (12) faisant suite à la courroie nervurée (8) et transportant les
lattes (10) dans une zone d'égalisation (11),
es) un dispositif d'avancement (13) faisant suite à la courroie transporteuse (12) et
destiné à introduire en synchronisme les groupes successifs de lattes (10) dans la
chambre d'entrée (14) de la zone (4) de compression et de fixation de la colle, le
système fixe de guidage (9) se prolongeant tout au long du dispositif (13) d'avancement
en
synchronisme;
f) le dispositif (2) de dépôt de colle comprend, pour chaque canal occupé par une
latte, un système de buse (31) commandé par un pointeau (39), les systèmes de buse
(31) affectés aux canaux voisins étant décalés les uns par rapport aux autres dans
la direction de transport;
g) une chambre d'entrée (14) destinée à recep- tionner les groupes successifs de lattes
(10) et faisant partie de la zone (4) de compression et de fixation de la colle est
délimitée dans le sens d'arrivée des lattes par une butée réglable (44) de fin de
course;
h) le dispositif (3) de réunion de chaque groupe de lattes parallèles (10) au tapis
déjà existant comprend un poussoir (46) mobile transversalement par rapport à la direction
d'arrivée des lattes.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le système fixe de guidage
(9) comprend plusieurs rubans parallèles de guidage (22) disposés latéralement à distance
les uns des autres, destinés à orienter et à maintenir à distance les lattes (10)
et suspendus à des supports fixes (24) de manière à être faiblement mobiles perpendiculairement
à la direction de transport.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les rubans de guidage
(22) comportent à leur extrémité d'entrée un élargissement (22a) de préférence arrondi.
5. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif d'avancement
en synchronisme (13) comprend plusieurs rouleaux (28, 29) coopérant deux à deux et
dont les rouleaux supérieurs (28) de préférence soumis à la force de ressorts sont
subdivisés conformément à la largeur des lattes et prénétrent dans l'intervalle séparant
les rubans voisins de guidage (22).
6. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les systèmes de buse
(31) sont disposés à l'extrémité des rubans de guidage (22) et sont de préférence
reliés de manière amovible à ces derniers.
7. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il comprend une courroie
d'égalisation (18) parallèle à la courroie nervurée (8) et à la courroie transporteuse
(12) faisant suite à cette dernière.
8. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un dispositif de fraisage
(57) est prévu de préférence dans la région du dispositif d'avancement en synchronisme
(13), au voisinage d'au moins l'un des deux canaux extérieurs occupés par des lattes,
ce dispositif découpant les lattes (56) comportant des défauts du côté extérieur et
situées dans le canal extérieur, cette découpe réduisant la largeur des lattes par
rapport à celles (10) se trouvant dans les autres canaux.