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EP 0 168 345 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.11.1988 Patentblatt 1988/45 |
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Anmeldetag: 11.06.1985 |
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Gerät zum Schneiden von Platten aus weichem Material
Apparatus for cutting plates of soft material
Appareil pour couper des plaques en matière molle
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT LU NL SE |
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Priorität: |
19.06.1984 CH 2959/84
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.01.1986 Patentblatt 1986/03 |
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Patentinhaber: Voegele, Richard |
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CH-4353 Leibstadt (CH) |
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Erfinder: |
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- Voegele, Richard
CH-4353 Leibstadt (CH)
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Vertreter: Feldmann, Clarence Paul et al |
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Patentanwaltsbüro FELDMANN AG,
Kanalstrasse 17 8152 Glattbrugg 8152 Glattbrugg (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 046 643 DE-C- 196 090 US-A- 906 220
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DE-A- 3 115 402 GB-A- 1 276 664 US-A- 4 311 073
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Platten aus weichem Material finden heutzutage im Bauwesen zur Wärmedämmung sowohl
in Innenräumen wie an Fassaden vielfach Anwendung. Die Platten bestehen aus geschäumten
Kunststoffen wie z. B. Styropor (WZ) aus Glas-oder Steinwolle. Sie werden meist in
genormten Grössen angeliefert müssen aber auf dem Bau zugeschnitten werden.
[0002] Für das Zuschneiden von Styroporplatten sind leichte, transportable Schneidgeräte
bestehend aus einer elektrisch beheizbaren Klinge mit Griff und stationäre bandsägeähnliche
Geräte, mit einem elektrisch erhitzten Schneiddraht, bekannt.
[0003] Bei der Verwendung des Handgerätes ist eine Führung entlang einem Lineal nötig, was
die Arbeit, insbesondere auf dem Bau erschwert.
[0004] Aus der DE-A1-31 15 402 ist eine Vorrichtung zum Schneiden von Hartschaumplatten
bekannt, bei der ein Bügel mit dem erhitzten Schneiddraht motorisch angetrieben wird.
Bei der Verwendung dieser.Vorrichtung auf der Baustelle muss zuerst an Ort gemessen
werden und danach der gemessene Wert nochmals am Tisch der Vorrichtung eingestellt
werden. Eine solche Arbeitsweise ist umständlich und zeitraubend.
[0005] Die Erfindung stellt sich zur Aufgabe, ein leichtes transportables Gerät zu schaffen,
mit dessen Hilfe der Zuschnitt ohne vorhergehendes Messen an Ort und Stelle aufgeführt
werden kann.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit einem Gerät, das die Merkmale des Patentanspruches
1 aufweist. Es ist dabei von Vorteil, wenn unterhalb des Führungsgehäuses nach unten
ragende, verstellbare Anschläge angebracht sind.
[0007] Das erfindungsgemässe Handschneidgerät dient vor allem im Baugewerbe, der Einpassung
von Isolationsplatten, wie dies bei einer Flachdach- oder Fassadenisolation notwendig
ist.
[0008] Durch Halterung der Isolationsplatten zwischen den Walzen im Führungsgehäuse ergeben
sich folgende Vorteile : Die Hände werden frei zum Bedienen des Gerätes, im weiteren
fällt das Reststück nach dem Durchtrennen der Platte nicht aus dem Gerät, sondern
bleibt zwischen den Walzen eingeklemmt. Durch weiteres Ausstossen der Platte ist das
Gerät für eine nächste Einpassung sofort wieder einsatzfähig. Die Restplatte und das
Gerät sind immer beisammen.
[0009] In der beigefügten Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt und dessen Verwendung erläutert.
[0010] Es zeigen :
Figur 1 das Schneidgerät in perspektivischer Darstellung und
Figur 2 das Gerät im Einsatz.
[0011] Die Hauptbestandteile des Geräts sind : ein tunnelartiges Führungsgehäuse 1 mit zwei
seitlichen Kulissenführungen 3 in denen Schieber 2 in schwalbenschwanzförmigen Nuten
gleitend geführt sind. Eine Traverse 4 verbindet die beiden Schieber 2 miteinander.
Ein elektrisch beheizbarer Draht 11 oder ein diesen Draht ersetzendes, in unterbrochenen
Linien dargestelltes Messer 20 bildet zusammen mit den Schiebern und der Traverse
ein guillotineartig geführtes Schneidorgan.
[0012] Im Führungsgehäuse 1 sind vier seitlich angeordnete Führungswalzen 5 angeordnet die
in den Schlitzen 6 verstellbar, und der Breite einer zu schneidenden Platte anpassbar
und feststellbar sind. Im oberen Teil des Gehäuses sind zwei verstellbare Walzen 7
angeordnet, die der Anpassung auf die Dicke einer zu schneidenden Platte dienen. Sie
sind mittels den Halterungen 8 einstellbar und feststellbar.
[0013] Für die verstellbare Walzen, die zum Führen und Halten der Platten gedacht sind,
verwendet man am besten Gummi oder Schaumstoff, damit die Plattenkanten nicht verletzt
werden. Es wäre auch möglich ohne Walzen zu arbeiten, wenn die Platten genau in das
Führungsgehäuse passen. Unten am Gehäuse 1 sind L-förmige Anschläge 9 angebracht,
die in den Schlitzen 10 verstellbar sind.
[0014] Seitlich am Gehäuse 1 sind die beiden Kulissenführungen 3 befestigt, die aus elektrisch
isolierenden Material hergestellt sind, während die Schieber 2 aus Metall gefertigt
sind.
[0015] Wird das Gerät zum Schneiden von Kunststoff-Schaumplatten verwendet, ist ein Schneidedraht
11 zwischen den Schiebern 2 gespannt. Der Draht 11 ist in den Nuten 12 der Schieber
geführt und seine Enden sind mit den Schrauben 13 befestigt. Die Traverse 4 besteht
aus Isoliermaterial oder aus Metall das mit einer Isolierschicht versehen ist, damit
sie den Schneidedraht nicht elektrisch überbrickt. Je nachdem können metallische Schrauben
15 oder müssen Schrauben aus Kunststoff verwendet werden um die Traverse 4 mit den
Schiebern 2 zu verbinden.
[0016] Sollen mit dem Gerät Platten aus Glas- oder Steinwolle geschnitten werden, wird der
Schneidedraht durch das Messer 20 ersetzt, das mittels Schrauben 19 mit den Schiebern
2 verbunden ist.
[0017] Aus der Figur 2 ist die Arbeitsweise des erfindungsgemässen Gerätes ersichtlich.
Es liegt z. B. die Aufgabe vor, die Isolierplatte 16 zwischen der Oberkante der Platte
17 und der Fensterbank 18 genau einzupassen. Um das Gerät in Arbeitsstellung zu bringen,
wird die Platte 16 in das Führungsgehäuse 1 geschoben, der Anschlag 9 auf die Oberkante
der schon geklebten Platte 17 gelegt, durch leichten Druck wird das Führungsgehäuse
1 an die Platte 17 gedrückt.
[0018] Nun wird die Isolierplatte durch das Gerät bis zur Fensterbank gestossen, der Schnitt
erfolgt genau über die Plattenoberkante der schon montierten Isolation, was sich von
selbst ergibt, weil die Schneidedrahthalterung mit dem Schneidedraht in derselben
Ebene wie der Anschlag 9 am Führungsboden montiert ist.
[0019] Der Schneidedraht 11 wird nun von der Plattenoberfläche 16 zum L-förmigen Anschlag
9 gedrückt, somit wird die Platte genau am gewünschten Ort durchtrennt.
[0020] Im unteren Teil von Figur 2 ist eine andere Verwendung des Gerätes dargestellt. Hier
wird mit Hilfe des Gerätes eine Isolierplatte 16' bündig zur Mauerkante abgeschnitten.
Die Anschläge 9 liegen dabei an der Mauerkante an.
[0021] Man kann das Gerät auch zum Durchtrennen einer Platte in der Horizontalen verwenden.
Man befestigt das Gerät auf dem Tisch, fixiert mit den Schrauben 19 die Schieber 2
auf einer gewünschten Höhe, schiebt die Isolierplatte von hinten durch das Führungsgehäuse,
somit kann man z. B. von einer 10 cm Isolierplatte zwei 5 cm dicke Platten schneiden.
Man kann auch die Schneidedrahtführungen 2 versetzt fixieren, damit werden auch verschiedenen
Schrägschnitte möglich.
1. Transportables Gerät zum Schneiden von Platten aus weichem Material, mit Hilfe
eines Schneidorgans, gekennzeichnet durch ein rech- 'teckiges, tunnelartiges Führungsgehäuse
(1), in dem seitliche, verstellbare, der Breite einer zu schneidenden Platte anpassbare
Walzen (5) und an dessen innerer Oberseite höhenverstellbare, der Dicke einer zu schneidenden
Platte anpassbare Walzen (7) angeordnet sind, wobei ein guillotineartig ausgebildetes
Schneidorgan (11, 20) an einem offenen Ende des Führungsgehäuses bündig mit demselben
geführt ist, derart, dass eine von den Walzen (5, 7) geführte zu schneidende Platte
durch das tunnelartige Gehäuse hindurchschiebbar und bündig mit dem Gehäuseende abtrennbar
ist.
2. Transportables Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aussen an der
Unterseite des Führungsgehäuses (1), unterhalb des Schneidorgans mindestens zwei nach
unten ragende verstellbare Anschläge (9) angebracht sind.
3. Transportables Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an zwei einander
gegenüberliegenden Schmalseiten des Führungsgehäuses (1) Kulissenführungen (3) aus
elektrisch isolierendem Material befestigt sind, in denen zwei durch eine Traverse
(4) miteinander verbundene Schieber (2) gleitend verschiebbar geführt sind, welche
das Schneidorgan (11, 20) tragen.
4. Transportables Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidorgan
ein elektrisch beheizter zwischen den elektrisch leitenden Schiebern (2) gespannter
Schneidedraht (11) ist, dass die Traverse (4) bezüglich den Schiebern elektrisch isoliert
ist und dass ein an die Schieber angeschlossenes, flexibles Stromzufuhr- Kabel (14)
für die Stromzufuhr zum Schneidedraht sorgt.
5. Transportables Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidorgan
ein an den Schiebern (2) befestigtes Messer (20) ist.
6. Transportables Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge
(9) zugespitzt sind.
1. Transportable device for cutting plates made from a soft material with the aid
of a cutting member, characterized by a rectangular, tunnel-like guide casing (1),
in which are arranged lateral, adjustable rollers (5) adaptable to the width of a
plate to be cut and on its inner top surface vertically adjustable rollers (7) adaptable
to the thickness of a plate to be cut, a guillotine- like cutting member (11, 20)
being guided on one open end of the guide casing so as to be flush therewith, so that
a plate to be cut guided by rollers (5, 7) can be moved through the tunnel-like casing
and separated flush with the casing end.
2. Transportable device according to claim 1, .characterized in that at least two
downwardly projecting, adjustable stops (9) are fitted externally to the underside
of guide casing (1) below the cutting member.
3. Transportable device according to claim 1, characterized in that on two facing
narrow sides of the guide casing (1) are fixed connecting link guides (3) made from
an electrically insulating material, in which are slidingly diplaceably guided two
slides (2) interconnected by a crossmember (4) and which carry the cutting member
(11, 20).
4. Transportable device according to claim 3, characterized in that the cutting member
is an electrically heatable cutting wire (11) stretched between the electrically conducting'
slides (2), that the crossmember (4) is electrically insulated with respect to the
slides and that a flexible power supply cable (14) connected to the slides supplies
the current to the cutting wire.
5. Transportable device according to claim 3, characterized in that the cutting member
is a knife (20) fixed to the slides (2).
6. Transportable device according to claim 2, characterized in that the stops (9)
are tapered:
1. Appareil transportable pour couper des plaques en matière molle à l'aide d'un organe
de coupe, caractérisé par un boîtier de guidage (1) rectangulaire et en forme de tunnel
dans lequel sont disposés des rouleaux latéraux (5) réglables et adaptables à la largeur
d'une plaque à découper, et, à sa partie supérieure et à l'intérieur, des rouleaux
(7) réglables en hauteur et adaptables à l'épaisseur d'une plaque à découper, un organe
de coupe (11, 20) réalisé à la manière d'une guillotine étant guidé à une extrémité
ouverte du boîtier de guidage dans l'alignement de celle-ci de telle façon qu'une
plaque à découper guidée par les rouleaux (5, 7) puisse être poussée à travers le
boîtier en forme de tunnel et sectionnée dans l'alignement de l'extrémité du boîtier.
2. Appareil transportable selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'au
moins deux butées réglables (9) en saillie vers le bas sont montées sur le côté inférieur
du boîtier de guidage, à l'extérieur de celui-ci, et au-dessous de l'organe de coupe.
3. Appareil transportable selon la revendication 1, caractérisé par le fait que sur
deux petits côtés se faisant face du boîtier de guidage (1) sont fixées des coulisses
de guidage (3) en matériau électriquement isolant dans lesquelles sont guidés deux
coulisseaux (2) qui peuvent se déplacer par glissement, qui sont reliés entre eux
par une traverse (4) et qui portent l'organe de coupe (11, 20).
4. Appareil transportable selon la revendication 3, caractérisé par le fait que l'organe
de coupe est un fil de coupe (11) chauffé électriquement et tendu entre les coulisseaux
conducteurs de l'électricité (2), par le fait que la traverse (4) est isolée électriquement
par rapport aux coulisseaux, et par le fait qu'un câble flexible d'amenée de courant
(14) relié aux coulisseaux assure l'amenée de courant au fil de coupe.
5. Appareil transportable selon la revendication 3, caractérisé par le fait que l'organe
de coupe est un couteau (20) fixé aux coulisseaux (2).
6. Appareil transportable selon la revendication 2, caractérisé par le fait que les
butées (9) sont en pointe.

