[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum schlagenden und/oder drehenden Bohren,
insbesondere zum Öffnen von Stichlöchern bei Schmelzöfen, z. B. Hochöfen, nach dem
Oberbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Derartiga für Gestein, gebrannte Massen u. dgl. bestimmte Bohreinrichtungen weisen
eine hin-und hergehende Bewegung ausführende Schlagmasse, meist einen pneumatisch,
hydraulisch od. dgl. betriebenen, bevorzugt doppeltwirkenden Kolben auf, der auf einen
Schlagenergie-Übertragungskörper, der mit einem Arbeitswerkzeug, z. B. einer Bohrstange
mit Bohrmeißel, oder einer Schlagstange gegebenenfalls einstückig verbunden ist, schlägt.
Dabei wird die im Augenblick des Schlages in der Schlagmasse enthaltene kinetische
Energie vom Übertragungselement übernommen und an jene Stelle weitergegeben, an welcher
die Energie zum Zerkleinern des zu bohrenden Materials nutzbar gemacht wird. Bei üblichem
Betrieb wird das freie Ende des Arbeitswerkzeuges durch Kraftbeaufschlagung in engem
Kontakt mit dem zu bearbeitenden Material gehalten, so daß der Schlagenergieübergang
mit hohem Wirkungsgrad erfolgen kann. Beim Öffnen von Stichlöchern, z. B. von Hochöfen,
wird in die mit Feuerfest-Material gebildete Stopfmasse eine Öffnung bis etwa 50 cm
vor Erreichen der Schmelze drehend vorgebohrt, danach wird der Bohrmeißel gegen eine
mit schlagfestem, jedoch billigem Stahl od. dgl. gefertigte Schlagstange ausgewechselt,
deren vorderer Teil mittels der Schlagmasse des Schlagwerkes durch die restliche Stopfmasse
getrieben wird, und die Schlagstange kann nach Art eines Stopfens im Stichloch verbleiben,
bis Abstich erfolgt. Zum Ziehen der Schlagstange aus dem Stichloch wird unter Aufbringung
hoher, vom Stichloch weggerichteter Kräfte auf den Verfahrschlitten, welcher das Bohrwerk
trägt, oszillierend Schlagenergie auf die Schlagstange aufgebracht. Die zum Herausziehen
der Schlagstange notwendigen Kräfte können etwa 10 t erreichen, wobei auch vom Schlagwerk
auf das Werkzeug aufgebrachte Schlagkräfte diese Herauszieh-Kräfte nicht wesentlich
herabsetzen.
[0003] Aus der AT-A-349.409 ist für Gesteinsbohrgeräte bekannt geworden, bei deren Zurückziehen,
durch das Werkzeug Schlag- und Stoßwellenzüge zu leiten. Es ist dort eine Konstruktion
angegeben, welche sicherstellen soll, daß die das Zurückziehen unterstützende Geräteteile
nicht durch Ermüdung od. dgl. zerstört werden. Eine Schlagdämpfungseinrichtung ist
am Bohrgerät vorgesehen, bei der das energieübertragende Werkzeugende mit einem von
ihm durchdrungenen ringartigen Kolben im Gerät gehalten ist, welcher Kolben in einer
im Bohrgerät angeordneten Ringkammer gleiten kann, wobei die Ringkammer mit einer
Quelle für inkompressibles, unter Druck stehendes Medium über eine ein Rückschlagventil
aufweisende Leitung und mit einem Aufnahmebehälter über eine ein einstellbares Auslaßventil
aufweisende weitere Leitung verbunden ist. Diese Leitungen haben durchflußbegrenzende
Öffnungen, also Strömungsdrosseln. Wenn auch dieses Gerät Erleichterungen beim Zurückzieh-Vorgang
bringen kann, so ist dennoch nicht zu übersehen, daß bei ihm zwar die Stoßwellenzüge
durch das Werkzeug geleitet werden, daß deren schädliche Auswirkungen aber gleichzeitig
durch starke Dämpfung mittels dieses Ringkolbens gemindert werden. Schlägt dort das
Werkzeug mit seinem Bund auf den Ringkolben, wird ein Teil der Energie in Wärme umgewandelt.
Nach Abfließen einer geringeren Druckmediumsmenge wird in die Ringkammer erneut Druckmedium
während des Zeitraumes zwischen den Schlägen eingebracht. Damit soll erreicht werden,
daß die auf Gerät und Gehäuse wirkenden Kräfte so weit herabgesetzt werden, daß sie
von der Vorrichtung gefahrlos aufgenommen werden können. Für höhere Ansprüche an ein
solches Gerät fehlen aber zum Schlagwerk noch ein Drehwerk und ein Gegenschlagwerk
sowie ein Spülkopf.
[0004] Es wurde nun überraschend gefunden, daß, wenn man anstelle eines derartigen Dämpfungsorganes,
bei dem jeweils nur relativ wenig Druckmedium aus der Ringkammer abfließen und nachgeliefert
werden kann, und der Kolben daher nur außerst kurze Wege zurücklegt, ein im wesentlichen
mittels der auf das Übertragungselement aufgebrachten Schlagenergie im wesentlichen
betriebenes Gegenschlagwerk mit höherem Kolbenweg vorsieht, die Belastung des Gehäuses
gering gehalten bleibt und keine Gefährdung desselben auftritt, jedoch die Kraft zum
Herausziehen eines Meißels aus einem Bohrloch, insbesondere einer in die Stopfmasse
einer Abstichöffnung eingeschlagenen Schlagstange beim Abstich ganz wesentlich unterstützt
wird.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Einrichtung zu dem obengenannten Zweck zu schaffen, sowohl Dreh- und Schlagwerk sowie
Gegenschlagwerk und Spülkopf in einem schlankbauenden Gehäuse unterzubringen, wobei
die einleitenden Kräfte auf das Gehäuse übertragen werden sollen. Erfindungsgemäß
wird das Ziel durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 erreicht.
[0006] Es hat sich im praktischen Betrieb beim Abstich als besonders günstig erwiesen, wenn
der eine Zuführung für Druckmedium und mindestens eine Abführung für, vorzugsweise
im kreislauf führbares, Druckmedium aufweisende Druckraum des Gegenschlagwerkes über
mindestens eine Zu- und Abführung, insbesondere Leitung bzw. Öffnung, mit dem Druckspeicher
druckmediums-verbunden ist, deren Querschnitts- bzw. Gesamt-Querschnittsfläche an
jeder Stelle ihrer Erstreckung zumindest ebenso groß ist wie die Querschnitts- bzw.
Gesamt-Querschnittsfläche der Eintrittsöffnung des Gegenschlagsenergie-Druckspeichers.
Bei Einhaltung dieser Verhältnisse wird ausreichend Gegenschlagkraft auf den Einsteckstummel
ausgeübt, durch welche das Zurückziehen des Schlagwerkes mit dessen Verfahrschlitten
wesentlich unterstützt wird; außerdem werden überlagernde Stoßwellen zum Werkzeug,
z. B. zur Schlagstange geleitet, wodurch Lockerung im Bohr- oder Schlagloch erreicht
wird; dennoch ist, wie gefunden wurde, die mechanische Belastung der Einrichtung und
von deren Gehäuse gering gehalten.
[0007] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, daß das Gegenschlagwerk
einen die Längsbewegung des Kolbens im Druckraum in arbeitswerkszeugabgewandte Richtung
begrenzenden, im Gehäuse der Einrichtung, insbesondere in dessen distaler Kappe, lagefest
gehaltenen Anschlagskörper, insbesondere Anschlagsring, aufweist. Dadurch kann auf
einfache Weise sichergestellt werden, daß der Einsteckstummel auch bei hohem Werkzeug-Andruck
in definiertem Abetand zum Schlagwerk gehalten bleibt, womit eine Gefährdung von Schlagwerk
und Gehäuse nicht auftreten kann.
[0008] Wenn, wie weitere günstigerweise vorgesehen, der Druckraum des Gegenschlagwerkes
eine am Gehäuse, insbesondere dessen Kappe, innen angrenzende, vorzugsweise druckmediumsdicht
anliegende, bevorzugt einen einstückig mit ihr ausgebildeten, die Längsbewegung des
Kolbens in arbeitswerkzeug-zugewandte Richtung begrenzenden Anschlagskörper aufweisende
Hülse aufweist, in welcher der Kolben dichtend gleit-bewegbar ist, so sind eine reibungsarme
Führung des Kolbens des Gegenschlagwerkes, besondere Schonung des Gehäuses und leichte
Auswechselbarkeit, z. B. nach Verschleiß gegeben. Mit dem Anschlag ist außerdem der
Weg des Einsteckstummels in Richtung vom Schlagwerk weg, z. B. beim Herausziehen des
Werkzeuges ohne Gegenschlagsbeaufschlagung begrenzt.
[0009] Wenn eine solche Hülse vorgesehen ist, ist es gemäß einer weiteren bevorzugten Variante
günstig, wenn zumindest die druckmediumsverbindende(n) Zu- und Abführung(en), insbesondere
Leitung(en) bzw. Öffnung(en), zwischen Druckraum und Gegenschlagsenergie-Druckspeicher,
vorzugsweise alle derartigen Druckmediums-Führungen, die Hülse des Druckraumes durchsetzen.
Der Vorteil besteht darin, daß Anschlußstellen, Öffnungen, Leitungen od. dgl. für
Zu- und Abführung von Druckmedium, welche das Gehäuse durchsetzen, jeweils festigkeitsmechanisch
günstigste Querschnittgestalt- und -größe aufweisen können, während die in der Hülse
vorgesehenen Führungen, Leitungen, Öffnungen od. dgl. auf ihre jeweilige Aufgabe abgestimmte
Querschnitte und Verhältnisse der Querschnittsfläche zueinander aufweisen können.
[0010] Es wurde gefunden, dass besonders günstig Gegenschlags-Energieaufbringung für das
Herausziehen des Werkzeuges, z. B. einer Schlagstange, unter optimaler Stoßwellenübertragung
auf diese erfolgen kann, wenn in bevorzugter Weise das Verhältnis zwischen der mittels
Druckmedium im Druckraum druckbeaufschlagbaren Fläche des Kolbens des Gegenschlagwerkes
zur Mindest-Querschnitts- bzw.-Gesamt-Querschnittsfläche des bzw. der druckmediumsverbindenden
Zu- und Abführung(en), insbesondere Leitung(en) bzw. Öffnung(en) zwischen Druckraum
und Gegenschlagsenergie-Druckspeicher von 80 : 1 bis 20 : 1, vorzugsweise von 50 :
1 bis 30 : 1, beträgt.
[0011] Um auch die Belastung der Zu- und Abführungen für das Druckmedium gering zu halten
und insbesondere die Speicherung der Energie für die Gegenschläge im Druckspeicher
möglichst auszunützen, hat es sich als günstig erwiesen, wenn das Verhältnis der Mindest-(Gesamt)-Querschnittsfläche
der Druckmediums- Zuführung(en), vorzugsweise von deren die Druckraum-Hülse durchsetzendem
Teil, zum Druckraum zur Mindest-(Gesamt)-Querschnittsfläche der Kreislauf-Druckmediums-Abführung,
vorzugsweise von deren die Hülse durchsetzendem Teil, von 10 : 1 bis 2 : 1, vorzugsweise
von 5 : 1 bis 3 : 1, beträgt.
[0012] In ähnlichem Sinne vorteilhaft ist eine Bauweise, gemäß welcher vorgesehen ist, daß
das Verhältnis der Mindest-(Gesamt)-Querschnittsfläche der Druckmediums- Zuführung,
vorzugsweise von deren die Druckraum-Hülse durchsetzendem Teil, zum Druckraum zur
Mindest-(Gesamt)-Querschnittsfläche der druckmediumsverbindenden Zu- und Abführung(en),
insbesondere Leitung(en) bzw. Öffnung(en), zwischen Druckraum und Druckspeicher von
25 : 1 bis 5 : 1, vorzugsweise 16 : 1 bis 8 : 1, beträgt.
[0013] Insbesondere für Bohrarbeiten in wärmeren Gesteinsschichten, beim Ofenabstich od.
dgl., wo zusätzliche Wärmebelastung auftritt, ist es von Vorteil, wenn die Anzahl
der Haupt-Ver- und Entsorgungsleitungen für Druckmedium von einer Druckmediumsquelle,
z. B. einer Pumpe, möglichst gering gehalten wird. Dementsprechend ist, insbesondere
für AbstichEinrichtungen, eine Ausführungsform günstig, die im wesentlichen darin
besteht, daß das Gegenschlagwerk und das Drehwerk von gemeinsamen Haupt-Ver-/-Entsorgungs-Zuführungen,
insbesondere -Leitungen, über mindestens ein Mediumstrom -Umschaltorgan, vorzugsweise
ein 3-Wege-2-Stellungs-Ventil jeweils unter Ausschluß des anderen mit Druckmedium
ver- und entsorgbar sind. Infolge dieser Umschaltbarkeit zwischen Drehwerk und Gegenschlagwerk
sind im Falle von jeweils eigenem Schlag-, Dreh- und Gegenschlagwerk statt 6 nur mehr
4 Druckmediums-Ver- und -Entsorgungsleitungen nötig. Ansteuerung und Umschaltung der
Mehrstellungs-Mehrwegeventile des Druckmediums-Versorgungssystemes können elektrisch,
pneumatisch oder hydraulisch erfolgen.
[0014] Um die genannte Umsteuerung mit hoher Bedienungssicherheit auszustatten, ist es vorteilhalft,
wenn mindestens ein Strömungsumkehrungsschaltorgan, vorzugsweise ein 6-Wege-3-Stellungs-Ventil,
der Haupt-Ver-/-Entsorgungs-Führungen, insbesondere -Leitungen, für Dreh- und Gegenschlagwerk
elektrische, pneumatische oder hydraulische Schaltorgane aufweist, welche jeweils
über Steuerleitungen mit einem Betätigungsorgan eines das Drehwerk oder das Gegenschlagwerk
mit Druckmedium speisenden Mediumstrom-Umschaltorganes wirkverbunden sind.
[0015] Anhand der Zeichnungen wird die erfindungsgemäße Einrichtung näher erläutert.
[0016] Es zeigen Fig. 1 und 2 Längs- und Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Absticheinrichtung,
Fig. 3 ein Schema für eine Bohrgeräts-Steuerung mit Umschaltung für die Druckmediumszuführung
zu Drehwerk oder Gegenschlagwerk auf elektrischem Wege und Fig.4 eine solche mit hydraulischer
Steuerung für eine erfindungsgemäße Einrichtung.
[0017] Bei der in Fig. 1 gezeigten Stichloch- Öffnungseinrichtung 1 ist ein Schlagwerk 400
vorgesehen, wobei im Innenraum 3 eines Gehäuses 40 mit einen Führungskörper 402 haltender
Endkappe 401 ein doppeltwirkender Kolben 4 gleitbar gelagert ist, wobei die Energieversorgung
über ein hier nicht näher gezeigtes hydraulisches Druckmediumszuführungs-System erfolgt
und die Hin- und Herbewegung R1, R2 des Kolbens 4 mit einem Umschaltschieber 5 gesteuert
wird. Mit seinem Ende 41 schlägt der Kolben 4 bei seiner oszillierenden Bewegung auf
den in Richtung R2 zum Arbeitswerkzeug hin an ihn anschließend angeordneten, im zweiteiligen
Gehäusemittelteil 403 und in der Frontkappe 39 ebenfalls gleitbar in Richtung R3,
R4 hin- und herbeweglichen Einsteckstummel 20, welcher radiale Antriebsflügel 201
aufweist und distal, z. B. über einen Verbindungskörper mit einer Bohrstange mit frontalem
Meißel, einer Schlagstange od. dgl. verbindbar ist. Mittels eines vorzugsweise hydraulischen
Antriebsmotors 110 eines Drehwerkes 100 ist über eine mit Lager 102 gelagerte Welle
12 ein mit dieser lösbar, jedoch drehfest verbundenes, mit Lagern 142, 143 gelagertes
Ritzel 14 drehend antreibbar, dessen Zähne 140 mit Zähnen 160 einer mit Radiallagern
162, 163 drehbar gelagerten und mit Axiallagern 164, 165 gegen Axialverschiebung gesicherten
Hohlwelle 16 in Eingriff sind, welche Hohlwelle 16 im Inneren radiale Kraftübertragungsflügel
161 aufweist, welche mit den Flügeln 201 des Einsteckstummels 20 kooperieren. Die
Flügel 201 des oszillierend bewegbaren Einsteckstummels 20, sind an den Flügeln 161
in axialer Richtung gleitbar, sodaß, auch wenn der Kolben 4 des Schlagwerkes 400 auf
den Einsteckstummel 20 schlägt, gleichzeitig dessen drehende Bewegung erfolgen kann.
Werkzeugzugewandt weist der Einsteckstummel 20, etwa an seine Drehflügel 201 anschließend,
einen - hier einstückig - mit ihm verbundenen, vorzugsweise rundumlaufenden, Bund
21 auf und durchsetzt in weiterer Folge in Richtung R4 hin einen etwa L-förmiges Profil
mit radial nach außen gerichtetem Schenkel 315 und den Stummel 20 umgebendem Schenkel
316 aufweisenden ringförmigen Gegenschlagkolben 31 des Gegenschlagwerkes 300, wobei
dessen schlagwerk-zugewandte Schlagfläche 313, mit einer schlagwerks-abgewandten Fläche
212, des Bundes 21 des Stummels 20 schlagübertragend kooperiert. Der Kolben 31 ist
im Druckraum 30, welcher über Zuführung 35, 335 mit Druckmedium 60 versorgbar ist,
in einer in der Frontkappe 39 der Absticheinrichtung eingesetzten Hülse 33 gegen diese
dichtend gleitend verschiebbar. Die Hülse 33 weist einen radial nach innen weisenden,
Vorsprung 331 auf, welcher die Bewegung des Kolbens 31 in werkzeugzugewandte Richtung
R4 hin begrenzt. Axial unverschiebbar gehalten ist die Hülse 33 mithilfe eines ringförmigen
Anschlagskörpers 32, welcher gleichzeitig den Kolbenweg a in schlagwerk-zugewandte
Richtung R3 hin begrenzt. Über eine Zuführung 395 in der Kappe 39 und über radiale
Zufuhrkanäle 22 sowie einen axialen Hauptkanal 23 im in Büchse 38 drehgleitbaren Stummel
20 kann Einbringung von Spülmedium, wie z. B. Preßluft, und dessen Förderung zur Werkzeugfront
erfolgen. Die Ringdichtungen und Schmiermittelzuführungen zwischen bewegten und festen
Teilen sind in der Fig. 1 mit 70 gekennzeichnet. Bezeichnet ist in Fig. 1 weiterhin
der Aufschlagspunkt A des Schlagwerks-Kolben-Endes 41 auf den Einsteckstummel 20,
weiters der bei Leerlauf vom Kolbenende 41 bei oszillierender Bewegung erreichte Totpunkt
T des Kolbens 4 sowie die Strecke b zwischen den genannten Punkten. Weiters ist der
vom Kolben 31 des Gegenschlagwerkes 300 insgesamt zurücklegbare Weg a zwischen der
Druckraum-Wand 322 des Anschlagringes 32 und der Innenfläche 332 des Vorsprunges 331
der Hülse 33 sichtbar. Erkennbar ist weiters, daß die Strecke a größer ist als die
Strecke b.
[0018] Wenig sichtbar ist in Fig. 1 der ebenfalls wesentliche Druckspeicher 50, der in der
Querschnitts-Darstellung der Fig. 2 näher gezeigt ist. Die Gehäusekappe 39 des Gegenschlagwerkes
300 ist von Öffnungen 35, 36 und 37 für Zuführung von frischem Druckmedium 60 und
Abführung von im Kreislauf zu führendem, erwärmtem Druckmedium 60 sowie oszillierende
Zu-/Abführung des Druckmediums in einen Druckspeicher 50 durchsetzt. Zum Druckraum
30 hin ist eine am Kappengehäuse 39 satt anliegende Führungshülse 33 angeordnet, welche
von an die genannten Öffnungen 35, 36 und 37 der Kappe 39 anschließenden Öffnungen
335, 336 und einer Mehrzahl von Öffnungen 337 durchsetzt ist. Schließlich ist der
mit Medium 60 gefüllte Druckraum 30 zum Einsteckstummel 20 hin vom Fortsatz 316 des
Kolbens 31 begrenzt. Die im Vergleich zur Öffnung 335 der Hülse 33 für Zuführung des
Druckmediums 50 zusammen relativ großen Gesamt-Querschnitt aufweisenden Öffnungen
337 der Hülse 33 münden in eine Zu-/Abführung 37, an welche die Eintrittsöffnung 57
im Anschlußflansch 53 eines - teilweise geschnitten gezeigten, handelsüblichen Hydraulikmediums-Druckspeichers
50 mit strichliert angedeuteter Membran 51 und Versorgungsöffnung 52 für Druckgas
als Gegenspannungsmedium zur Beaufschlagung der Membran 51 anschließt.
[0019] Zurückkommend auf Fig. 1 sind dort Schlagkolben 4 des Schlagwerkes 400, Einsteckstummel
20 und Gegenschlag-Kolben 31 in zwei Positionen gezeigt, wobei für den Kolben 31 Aufschlag-
und Außerbetriebsposition, z. B. beim Drehbohren gezeigt sind. In der oberen Hälfte
hat der Einsteckstummel 20 eine Stellung, bei der Druckbeaufschlagung des Gegenschlagwerkskolbens
31 erfolgt und der Stummel-Bund 21 mit seiner Fläche 212 auf die Gegenschlagsfläche
313 des Kolbens 31 bei vom Schlagwerkskolben 4 auf Stummel 20 einwirkenden Schlägen
anliegt. Durch die dabei vom Stummel 20 auf den Kolben 31 übergebene Schlagenergie
wird letzterer schlagartig in Richtung R4 zum Arbeitswerkzeug hin verschoben, wobei
das im Druckraum 30 befindliche, vorzugsweise inkompressible, Medium 60 über die Öffnung
337, 37, 57 rasch in den mit Gegendruck beaufschlagten Druckspeicher 50 gepreßt wird.
Erlahmt nun die Schlagenergie beim Zurückweichen des Kolbens 4 des Schlagwerkes 400,
erfolgt aus dem Druckspeicher 50 infolge des großen Querschnittes der Verbindung 337,
37, 57 zwischen Druckspeicher 50 und Druckraum 30 praktisch ungedrosseltes, sofortiges
Zurückströmen des Mediums, das energieabgebend über die Beaufschlagungsfläche 312
auf den Kolben 31 zurückwirkt, der seinerseits in Gegenrichtung R3 auf den Bund 21
des Einsteckstummels 20 wirkt, sodaß ein echtes, platzsparendes Gegenschlagwerk 300
gegeben ist, durch welches das Herausziehen des Werkzeuges aus einem Bohr- bzw. Abstichloch
wesentlich gefördert wird, indem durch diesen Schlag neben der Ziehschlagwirkung außerdem
Stoßwellen-Schlagenergie an die Werkzeugfront verbracht wird. Im unteren Teil des
Schnittes der Fig. 1 ist gezeigt, wie der Kolben 31 des Gegenschlagwerkes 300, z.
B. beim reinen nicht gegenschlag-unterstützten Ziehen des Werkzeuges, der Schlagstange
od. dgl. aus dem Bohrloch positioniert ist, wobei der Bund 21 des Stummels 20 direkt
an dem Kolben 31 anliegt und dieser am Hülsenvorsprung 331.
[0020] Bei dem in Fig. 3 schematisch dargestellten System von Hydraulik-Druckmediumsführung
und Steuerung einer erfindungsgemäßen Schlag/Bohr-Einrichtung, insbesondere einer
Absticheinrichtung, das wegen seiner Bedienungssicherheit vorteilhaft ist, wird aus
einem Druckmediumsspeicher oder mit einer mit Motor 1' angetriebenen Hydraulikpumpe
2 aus Tank 600 über Leitung 41 über ein 4/3-WegeVentil 442 in der gezeigten Kreislaufführungs-Stellung
11 Druckmedium über Leitungen 45, 42, mit Filter 48 und Mediumskühler 49 in den Tank
600 rückgeführt. Bei Stellung des Ventiles 442 ist der Mediumskreislauf überhaupt
unterbrochen. Bei Ventilstellung III wird Druckmedium über Leitung 41 mit Filter 48
in den Zylinderraum 3 mit Schlagkolben 4 des Schlagwerkes 400 der erfindungsgemäßen
Abstich-Einrichtung 1 eingebracht, seine Energie wird dort in oszillierend gerichtete
Schlagenergie umgewandelt, über Rückführleitung 42 mit vorerwähntem Filter 48 und
Ölkühler 49 wird das kreislaufgeführte Medium, z. B. Hydrauliköl, in den Hauptbehälter
600 zurückgeführt. Die links gezeigte Leitung 44 mit Regler 47 und Filter 48 wird
mittels Motor 1" angetriebenem kompressor 2" mit verdichteter Luft für Ölnebelschmierung
der Bohr-/Schlageinrichtung 1, die insgesamt in Fig. 3 schematisch oberhalb der unterbrochenen
Linie angedeutet ist, während unterhalb das Energieversorgungs- und Steuersystem 90
angedeutet ist, versorgt; deren Zweigleitung 44a dient zur Versorgung des Bohrgestänges
und des Front-Arbeitswerkzeuges mit Kühl- und Spülmedium.
[0021] Mittels einer im vorliegenden Falle getrennten, von gleichem Motor 1 angetriebenen
Pumpe 2' wird über Leitung 20 Hydraulikmedium zum 6/3-Wege-Ventil 363 geleitet, wobei
in der gezeigten Stellung II eine Kreislaufführung des Druckmediums über Leitung 22
in Leitung 42 zurück zum Mediumstank 600 erfolgt. In Stellung I des Ventiles 363 gelangt
das Medium über Leitung 21 zum 3/2-Wege-Ventil 32 und über Weg 11 in das Drehwerk
100 zum drehenden Bohren bzw. Vorbohren. Rückführung des Mediums erfolgt über Leitung
11 durch ein Ventil 32a in Stellung und Leitungen 22, 42 zum Tank 600. Wenn das 6/3-Wege-Ventil
363 Stellung III aufweist, so erfolgt Versorgung des Drehwerkes 100 über Leitung 21a,
11a mit 3/2-Wege-Ventil 32a, womit Drehrichtungsumkehr im Drehwerk 100 erreicht wird.
Erfolgt in Stellung I oder 111 des Ventils 363 mittels Schalter e1, e2 Ansteuerung
der Magneten M1, M2 der Ventile 32, 32a über Steuerleitungen s1, s2, so erfolgt jeweils
deren Umschaltung in Stellung 11, womit Mediumszufuhr zum Drehwerk 100 ausgeschaltet
ist und Mediumsförderung über Leitung 21, 11 oder 21 a, 11a über ein doppeltwirkendes
Rückschlagventil 311 erfolgt, wobei schließlich über Leitung 310 das Gegenschlagwerk
300 mit Druckraum 30, Druckspeicher 50 und Gegenschlagkolben 31 mit Druckmedium versorgt
wird und der Ziehvorgang durch Aufbringung von Gegenschlagenergie auf den nicht gezeigten
Einsteckstummel mithilfe der Schlagenergie des Kolbens 4 des Schlagwerkes 400, dessen
Energieversorgung schon beschrieben wurde, erfolgen kann. Mediums-Kreislaufführung,
z. B. zu dessen Kühlung erfolgt über Leitung 36 mit Drossel 366 und Rückschlagventil
367, welche schließlich in Leitung 42 zum Tank 600 mündet. Allgemein sind Druckminderer
und Druckbegrenzer im System mit 70 und 71 bezeichnet. Mit der schematisch in der
Nebenskizze zur Fig. 3 gezeigten Schaltung erfolgt auf elektrischem Wege mit Schließen
des Hauptschalters 80 erst bei "Ein"-Stellung eines der automatisch vom vorhergenannten
6/3-Wege-Ventil 363 betätigten Schalter e1, e2 jeweils das Anziehen eines Relais mit
Magnet M1, M2 zur Betätigung jeweils der 3/2-WegeVentile 32, 32a, somit in deren Stellung
II, und saubere Umschaltung von der Versorgung des Drehwerkes 100 auf eine Versorgung
des Gegenschlagwerkes 300. Hauptvorteil dieses beschriebenen Versorgungs- und Steuersystems
ist, daß für die 3 Funktionen Drehen, Schlagen, Gegenschlagen nur 4 Haupt-Ver- und
-Entsorgungsleitungen 41, 21, 42, 21a erforderlich sind, was insbesondere bei Absticheinrichtungen
für Hochöfen mit hohen Umgebungstemperaturen vorteilhaft ist, da eindeutige, einander
ausschließende Trennung der Funktionen von Drehwerk 100 und Gegenschlagwerk 300 gegeben
ist und damit Fehlbedienung, die zur Beschädigung der Bohr- bzw. Absticheinrichtung
führen kann, praktisch ausgeschlossen wird.
[0022] Bei dem in Fig. 4 gezeigten, nur den Drehwerks- und Gegenschlagsteil einer Abstich-
Einrichtung 1 betreffenden Ver/Entsorgungs- und Steuersystem sind die gleichen Schaltorgane
sowie analoge Mediumsführung vorgesehen, wie in Fig. 3, nur erfolgt die Steuerung
hydraulisch, wobei hier eine gemeinsame Versorgungspumpe 2 für Energieversorgungs-
und Steuersystem vorgesehen ist; es sind daher hier die einzelnen Elemente der Mediumsversorgung
mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet wie in Fig. 3.
[0023] Die Versorgung der hydraulischen Steuerung erfolgt mit Medium über Leitung 81 mit
Haupt-Ein-/Ausschaltfunktion ausübendem in Ruhestellung II gezeigten 3/4-Wege-Ventil
834, durch welches nur in Stellung 1 Steuermedium fließen kann, zum hier ebenfalls
in Ruhestellung II gezeigten Umschalt-3/4-Wege-Ventil 843 mit Ansteuerung über in
die Zuflußleitungen 21, 21 a zum Drehwerk 100 mündenden Leitungen 82, 83. Befindet
sich das eingeschaltete Ventil 834 in I-Position, so erfolgt Beaufschlagung der Ansteuerung
des 4/2-Wege-Ventils 32 über Leitung 84 zum Umstellen in dessen 11-Stellung, damit
Ausschaltung der Versorgung des Drehwerkes 100 und Umschaltung auf Versorgung des
Gegenschlagwerkes 300 mit Druckmedium. Bei III-Stellung des Ventiles 843 wird bei
eingeschaltetem Ventil 834 Ventil 32a über Leitung 85 angesteuert und dieses schaltet
von Versorgung des Drehwerkes 100 für umgekehrte Drehrichtung in gezeigter Stellung
I auf ausschließliche Versorgung des Gegenschlagwerkes 300 besorgende Stellung 11.
Druckminderventile und Druckbegrenzungsventile des Systems sind im Schema der Fig.
4 allgemein mit 70 und 71 bezeichnet.
1. Einrichtung zum schlagenden Bohren, insbesondere zum Öffnen von Stichlöchern von
Schmelzöfen wie z. B. Hochöfen, mit auf einer Lafette oder dergleichen längsverfahrbarem
Schlagwerk (400),
das über einen Einsteckstummel (20) als in Schlagbewegung versetzbares Antriebsenergie-
Übertragungselement verfügt, der mit einer Schlagstange als Arbeitswerkzeug verbunden
ist, wobei der Einsteckstummel (20) eine Verdickung (21) aufweist, deren arbeitswerkzeugzugewandte
Seite (212) mit einem Anschlag (313) eines in einem mit unter Druck stehendem Druckmedium
(60) versorgbaren, den Einsteckstummel (20) umgebenden Druckraum (30) längsverschiebbaren
Kolben (31),
dessen Beaufschlagung mit oszillierend gerichteter Bewegungsenergie in Rückholrichtung
(R3) als Gegenschlagwerk (300) wirkt,
wobei die arbeitswerkzeugzugewandte Seite (312) des Kolbens (31) mit Druckmedium beaufschlagbar
ist,
Einrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, daß
der Druckraum (30) mit einem Gegenschlags-Druckenergiespeicher (50) druckmediumsverbunden
ist,
die Einrichtung über ein Drehwerk (100) zum schlagenden und/oder drehenden Bohren
verfügt,
weshalb das Gegenschlagwerk (300) einen die Längsbewegung des Kolbens (31) im Druckraum
(30) in arbeitswerkzeugabgewandter Richtung begrenzenden, am Gehäuse (2) der Einrichtung
(1) anliegenden und lagefest gehaltenen Anschlagring (32) aufweist,
Einrichtung, die weiter gekennzeichnet ist durch ein über das Gegenschlagwerk (300)
gebautes und einen Spülkopf enthaltendes Kappengehäuse (39),
das eine Hülse (33) enthält, die die Längsbewegung des Kolbens (31) in Arbeitsrichtung
(R4) der Schlagstange begrenzt,
Einrichtung, die weiter gekennzeichnet ist dadurch, daß die längste vom Kolben (31)
bei seiner Bewegung im Druckraum (30) zurücklegbare Wegstrecke (a) größer ist als
der Abstand (b) zwischen dem schlagwerknächsten Aufschlagpunkt (A) des schlagenden
Endes (41) des Schlagwerkskolbens (4) auf den Einsteckstummel (20) und dem bei Leerlauf
schlagwerkentferntesten Totpunkt (T) des Schlagwerkskolbens (4).
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die druckraumverbindenden
Leitungen bzw. Öffnungen (337), zwischen Druckraum (30) und Druckspeicher (50) und
alle Druckmediums-Führungen (335, 336, 337) die Hülse (33) des Druckraumes (30) durchsetzen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenschlagwerk
(300) und das Drehwerk (100) von gemeinsamen Leitungen (11, 11a) über ein Mediumstrom-Umschaltorgan,
vorzugsweise 3-Wege-2-Stel- lungs-Ventil (32, 32a) jeweils unter Ausschluß des anderen
mit Druckmedium (60), ver- und entsorgbar sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der
Querschnittsfläche der Druckmediums-Zuführung (35, 335), vorzugsweise von deren die
Hülse (33) durchsetzenden Teil (335), zur Querschnittsfläche der druckmediumsverbindenden
Zu- und Abführungen, insbesondare Leitungen bzw. Öffnungen (337, 37), zwischen Druckraum
(30) und Druckspeicher (50) von 25 : 1 bis 5 : 1, vorzugsweise 16 : 1 bis 8 : 1, beträgt.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Strömungsumkehrungsschaltorgan
ein 6-Wege-3-Stellungs-Ventil (363) dient, das Leitungen (11, 21, 11 a, 21 a) für
Dreh- (100) und Gegenschlagwerk (300) aufweist und elektrische, pneumatische oder
hydraulische Schaltorgane (e1, e2) enthält, welche jeweils über Steuerleitungen (s1,
s2) mit einem Betätigungsorgan (M1, M2) des das Drehwerk (100) oder das Gegenschlagwerk
(300) mit Druckmedium (60) anspeisenden Mediumstrom-Umschaltorganes (32, 32a) wirkverbunden
sind.
1. A device for percussive drilling, more particularly for opening tap holes of furnaces,
e.g. blast furnaces with a percussive mechanism (400) which is longitudinally displaceable
on a carriage or the like, has a plug-in end (20) as a displaceable element drive
energy transmission element in the percussion direction, and is connected to percussive
rod as a tool, the plug-in end (20) having an enlargement (21), the side (212) of
which facing the tool is provided with a stop (313) of a piston (31) longitudinally
displaceable in a pressure chamber (30) surrounding the plug-in end (20) and which
can be supplied with a pressure medium under pressure, the stressing of the piston
acting with kinetic energy directed in an oscillating manner in the return direction
(R3) as a counter percussive mechanism (300), the side (312) of the piston (31) facing
the tool being able to be stressed, characterised in that the pressure chamber (30)
is connected to a counter percussive compressed energy store (50) by the pressure
medium, the device having a rotation gear (100) for percussive or rotary drilling,
thus the counter percussion mechanism (300) has a stop ring (32) limiting the longitudinal
movement of the piston (31) in the pressure chamber (30) in the direction away from
the tool, resting on the housing (2) of the device (1) and held positionally rigidly,
further characterised by a cap housing which is built over the counter percussion
mechanism (300) containing a rinsing head, and comprises a sleeve (33) which limits
the longitudinal movement of the piston (31) in the operating direction (R4) of the
percussion rod, further characterised in that the longest distance (a) covered by
the piston (31) when moving in the pressure chamber (30) is greater than the distance
(b) between the point of impact (A) - nearest the percussion mechanism - of the percussive
end (41) of the percussion mechanism piston (4) on the plug-in end (20) and the dead
centre (T) - furthest from percussion mechanism during idling - of the percussion
mechanism piston (4).
2. A device according to claim 1, characterised in that the lines or openings (337)
connecting the pressure chamber, between the pressure chamber (30) and the pressure
reservoir (50), and all pressure medium guides (335, 336, 337), penetrate the casing
of pressure chamber (30).
3. A device according to claim 1 and 2, characterised in that the counter percussion
mechanism (300) and the rotation gear (100) can be supplied and emptied of pressure
medium (60) - mutually exclusively in each case - by common pipes (11, 11a) via a
medium flow switching element, preferably a 3-way, 2-position valve (32, 32a).
4. A device according to claim 1 to 3, characterised in that the ratio of sectional
area of the pressure medium supply pipe (35, 335), preferably from the element (335)
thereof penetrating the casing (33) to the sectional area of the supply and discharge
pipes connecting the medium, more particularly lines or openings (337, 37), between
the pressure chamber (30) and the pressure reservoir (50) is 25 : 1 to 5 : 1, preferably
16:1 to 8:1.
5. A device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that as a flow
reversal switching element a six-way three position valve (363), which has lines (11,
21, 11 a, 21 a) for the rotary mechanism (100) and counter percussion mechanism (300)
and contains electrical, pneumatic or hydraulic switching elements (e1, e2), which
in each case are operatively connected via control lines (s1, s2) to an actuating
element (M1, M2) of the medium voltage switching element (32, 32a) supplying the rotary
mechanism (100) or the counter percussion (300) with the pressure medium (60).
1. Dispositif pour le forage à percussion, en particulier pour ouvrir les trous de
coulée de fours de fusion, tels que par exemple hauts- fourneaux, avec un mécanisme
de percussion (400) déplaçable longitudinalement sur un affût ou dispositif analogue,
qui dispose en tant qu'élément de transmission d'énergie de propulsion pouvant être
mis en mouvement de percussion d'un tronçon d'introduction (20), qui est relié à une
tige de percussion formant l'outil de travail, le tronçon d'introduction (20) présentant
un épaississement (21) dont le côté (212) tourné vers l'outil de travail coopère avec
une butée (313) d'un piston (31) coulissant longitudinalement dans une chambre de
pression (30) entourant le tronçon d'introduction (20), alimentée en fluide hydraulique
(60) mis sous pression, la charge appliquée à ce piston dans le sens de retour (R3)
par énergie cinétique dirigée de façon oscillante agissant à la façon d'un mécanisme
de contre-coup, et le côté (312) du piston (31) tourné du côté de l'outil de travail
étant soumis à la pression du fluide hydraulique, dispositif caractérisé en ce que
la chambre de pression (30) est reliée en fluide hydraulique à un accumulateur d'énergie
de pression de contre-coup,
que l'appareil dispose d'un mécanisme de rotation (100) pour le forage à percussion
et/ou à rotation,
ce pourquoi le mécanisme de contre-coup (300) comporte un anneau de butée (32) appliqué
contre le bâti (2) de l'appareil (1) et maintenu fixe en position, limitant le mouvement
longitudinal du piston (31) dans la chambre de pression (30) dans le sens opposé à
l'outil de travail, caractérisé en outre par un capot (39) monté par dessus le mécanisme
de contre-coup et contenant une tête d'injection qui contient une douille (33) limitant
le mouvement longitudinal du piston (31) dans le sens de travail (R4) de la tige de
percussion,
dispositif caractérisé enfin en ce que la plus longue course (a) que peut effectuer
le piston (31) en se déplaçant dans la chambre de pression (30) est supérieure à la
distance (b) entre d'une part, le point d'impact (A) le plus proche du mécanisme de
percussion de l'extrémité de frappe (41) du piston du mécanisme de percussion (4)
sur le tronçon d'introduction (20) et, d'autre part, le point mort (T) du piston de
mécanisme de percussion (4) qui est le plus éloigné du mécanisme de percussion en
marche à vide.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les conduites et ouvertures
(337) de liaison de la chambre de pression entre chambre de pression (30) et accumulateur
de pression (50) et tous les guidages de fluide hydraulique (335, 336, 337) traversent
la douille (33) de la chambre de pression (30).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le mécanisme de
contre-coup (300) et le mécanisme de rotation (100) peuvent être alimentés en fluide
hydraulique et être vidés du fluide hydraulique par des conduites (11,11 a) communes
par l'intermédiaire d'un organe de commutation de la circulation du fluide, de préférence
une vanne à 3 voies et 2 positions (32, 32a) avec exclusion réciproque.
4. Dispositif selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le rapport entre
la surface de section droite de la conduite d'amenée de fluide hydraulique (35, 335),
de préférence de la partie de cette conduite (335) traversant la douille (33), et
la surface de section droite des conduites d'arrivée et d'évacuation assurant la liaison
en fluide hydraulique, en particulier des conduites et ouvertures (337, 37) entre
chambre de pression (30) et accumulateur de pression (50) est compris entre 25 pour
1 et 5 pour 1, de préférence entre 15 pour 1 et 8 pour 1.
5. Dispositif selon une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
l'organe de commande de commutation de circulation est une vanne à 6 voies et 3 positions
(363) qui comporte des conduites (11, 21, 11a, 21a) pour le mécanisme de rotation
(100) et le mécanisme de contre-coup (300) et contient des organes de commande (e1,
e2) électriques, pneumatiques ou hydrauliques qui sont reliés respectivement par des
conduites de commande (s1, s2) à un organe d'actionnement (M1, M2) de l'organe de
commutation de circulation de fluide (32, 32a) alimentant en fluide hydraulique le
mécanisme de rotation (100) ou le mécanisme de contre-coup (300).