(19)
(11) EP 0 168 735 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.01.1986  Patentblatt  1986/04

(21) Anmeldenummer: 85108413.7

(22) Anmeldetag:  06.07.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4F41F 9/06, F41H 7/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE IT LI NL SE

(30) Priorität: 20.07.1984 DE 3426761

(71) Anmelder: Rheinmetall GmbH
40880 Ratingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Pehker, Manfred
    D-4000 Düsseldorf 1 (DE)
  • Pahlke, Edelgard
    D-4000 Düsseldorf 11 (DE)
  • Metz, Josef
    D-4040 Neuss 1 (DE)

(74) Vertreter: Podszus, Burghart, Dipl.-Phys. 
Rheinmetall GmbH Ulmenstrasse 125 Postfach 6609
D-4000 Düsseldorf
D-4000 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Munitionshalterung für senkrechtstehende Hülsenmunition


    (57) Für die Einlagerung senkrechtstehender Hülsenmunition in großer Stückzahl soll in einem vergleichsweise eingeengten turmseitigen Bereitschaftsraum des Ladeschützen eines Panzers der stoßempfindliche verbrennbare Hülsenschaft gegen Zerstörung geschützt werden und trotzdem eine problemlose Entnahme der Munition aus der Halterung, insbesondere bei hintereinander angeordneten Munitionsreihen gewährleistet werden.
    Die Munitionshalterung erhält deshalb zur bereitschaftsraumseitigen Einlagerung und Entnahme der Munition 7 und zum Schutz des verbrennbaren Hülsenschaftes 13 ein mit einem um die Längsachse 14 der Munition 7 nach hinten wegdrehbares Halterohr 10 verbundenes Schutzschild 11. Eine geschoßseitig 33, 34; 36 die Munition 7 bekannterweise auf- und zuschwenkbare sowie um einen turmfesten Drehpunkt 9 durch einen Haltehebel 4 schwenkbare Klammereinrichtung 1 ist zusätzlich an einem dem Drehpunkt 9 gegenüberliegenden Kopf 3 des Haltehebels 4 an einem Gelenk 2 schwenkbeweglich befestigt und zum Halten der Munition 7 in einer der Halteposition 5 entsprechenden Stellung 5.1 oder zur behinderungsfreien Entnahme, insbesondere der in einer nachfolgenden hinteren gelagerten Munition, in einer um den Drehpunkt 9 und das Gelenk 2 geschwenkten Raststellung 6 eingerastet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Munitionshalterung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Es ist bekannt, herkömmliche Munition mit Metallhülsen für Panzerkanonen im Bereitschaftsraum des Ladeschützen auf der Turmbühne beispielsweise eines Kampfpanzers senkrechtstehend hülsenbodenseitig in einem Halterohr und geschoßseitig durch eine nach der Munitionsentnahme hochschwenkbare Klammereinrichtung einzulagern. Demgegenüber ist es notwendig, die Hülse einer derartigen Munition, wenn sie mit einem verbrennbaren und dadurch stoßempfindlichen Hülsenschaft ausgestattet ist, gegen Beschädigung und Zerstörung durch eine besondere Einlagerung zu schützen. Zur Erzielung eines sicheren Schutzes ist es üblich, die Munition mit verbrennbaren Hülsen in speziellen zu Magazinen zusammengefaßten waagerecht, beispielsweise im Turmheck angeordneten, Munitionsbuchsen zu lagern. Wenn jedoch diese Munition mit verbrennbarer Hülse ebenfalls, wie die Munition mit Metallhülse, als Bereitschaftsmunition auf der Ladeschützenseite beispielsweise einer eingeengten Turmbühne eines Kampfpanzers senkrechtstehend in möglichst großer Stückzahl eingelagert werden soll, dann bietet die bekannte Munitionshalterung bei eingelagerter Munition für den verbrennbaren Hülsenschaft gegen äußere Einwirkungen, insbesondere gegen unbeabsichtigte Stöße des Bedienungspersonals, keinen Schutz. Des weiteren steht durch die bekannte, hochschwenkbare Klammereinrichtung bei mehrfach hintereinander angeordneten Muntionsreihen zur Entnahme der Munition, insbesondere aus der hinteren Reihe, nur ein in der Höhe eingeschränkter Freiraum zur Verfügung. Der Freiraum steht deshalb nur eingeschränkt zur Verfügung, weil die untere Hälfte der mit dem Haltehebel starr verbundenen Klammereinrichtung nach dem Hochschwenken um einen turmfesten Drehpunkt die Freiraumhöhe begrenzt.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die im Oberbegriff des Patentanspruch 1 genannte Munitionshalterung derartig zu verbessern, daß in einem vergleichsweise eingeengten Bereitschaftsraum einer Turmbühne eines Panzers Munition mit verbrennbarer Hülse in großer Stückzahl senkrechtstehend gegen Zerstörung des stoßempfindlichen Hülsenschaftes durch äußere Einwirkungen, beispielsweise des Bedienungspersonals, geschützt angeordnet und eine problemlose Entnahme der Munition aus der Halterung auf eingeengtem Raum, insbesondere bei hintereinander angeordneten Muntionsreihen, gewährleistet werden kann.

    [0004] Gelöst wird die Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen gehen aus den Unteransprüchen hervor.

    [0005] Die Klammereinrichtung und das am Halterohr befestigte Schutzschild gewährleisten neben einer sicheren Befestigung der Munition in Halteposition, insbesondere auch einen optimalen Schutz für einen verbrennbaren und stoßempfindlichen Hülsenschaft gegen Einwirkungen aus dem Bereitschaftsraum. Des weiteren gewährleisten das Schutzschild, das für die MunitionseinLagerung und Munitionsentnahme nach hinten um die Längsachse der Munition von der den Bereitschaftsraum zugekehrten Seite wegdrehbar ist, und die Klammereinrichtung, die in bewährter Art und Weise vom Bereitschaftsraum her geöfftnet werden kann, bei einer einreihigen Munitionsanordnung eine behinderungsfreie Einlagerung und Entnahme der Munition. Insbesondere bei mehrfach, vorzugsweise bei zwei hintereinander angeordneten Muntionsreihen gewährleistet die Munitionshalterung für den Hülsenschaft der senkrechtstehenden Munition einen optimalen Schutz berreits dadurch, daß nur die dem Bereitschaftsraum zugekehrt angeordnete Munition mit einem Schutzschild auszurüsten ist und die dahinter gelagerte Munition dadurch automatisch mitgeschützt ist. Desweiteren wird auf engstem Raum für eine störungsfreie Einlagerung und Entnahme der Munition trotzdem eine hinreichende Raumfreiheit dadurch geboten, daß die Klammereinrichtung am freien Ende des Haltearmes um ein Gelenk schwenkbar und der Haltearm gemeinsam mit der Klammereinrichtung um ein weiteres jedoch turmfestes Gelenk hochschwenkbar ist.

    [0006] Durch die Schwenkmöglichkeit der Klammereinrichtung um das freie Ende des Haltearmes steht somit mehr Freiraum für den Be- und Entladevorgang der hinteren Munitionsreihe zur Verfügung, weil in hochgeschwenkter Stellung des Haltearmes der Boden der Klammereinrichtung nicht wie bei einer starr am Haltearm befestigten Klammereinrichtung quer in den Bereitschaftsraum hineinragt und dadurch die Freiraumhöhe erheblich einengt, sondern eine paralell zum Haltearm annähernd senkrechte Lage einnimmt.

    [0007] Dadurch, daß die gesamte Munitionshalterung um einen Vinkel Cl zur Turmwand hin geneigt angeordnet ist, wird der zur Verfügung stehende Bereitschaftsraum vorteilhaft für den Ladeschützen vergrößert. Die Munitionshalterung zeichnet sich weiter vorteilhaft durch eine einfache Bedienung aus. Während die Klammereinrichtung bei manueller Schwenkbewegung selbsttätig in die Halte- bzw. Rastpositionen ein- und ausrastet ist das Schutzschild, nach der Entriegelung der Schutzstellung durch einen Fußhebel, die hintere Munitionsreihe schützend, manuell vor diese drehbar.

    [0008] Die Erfindung wird anhand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels des Näheren erläutert.

    [0009] Es zeigt:

    Fig. 1 in einer Seitenansicht die Munitionshalterung mit eingelagerter Munition;

    Fig. 2 in einer Schnittdarstelllung entlang der in Fig. 3 angegebenen Fläche II-II das Halterohr mit Schutzschild;

    Fig. 3 eine in Fig. 1 in Pfeilrichtung 3 angegebene Draufsicht der Munitionshalterung;

    Fig. 4 in einer Schnittdarstellung entlang der in Fig. 2 mit IV-IV gekennzeichneten Fläche den Lagerring des Halterohres mit Anordnung einrastbarer Nuten für den Fußhebel;

    Fig. 5 in einer Draufsicht die Anordnung zweireihig hintereinander im Bereitschaftsraum angeordneter Munitionshalterungen.



    [0010] Figur 1 verdeutlicht eine aus einer Klammereinrichtung 1 und einem drehbaren Halterohr 10 bestehende Munitionshalterung 31 (Fig. 5) zur Befestigung einer im Bereitschaftsraum 12 in Halteposition 5 senkrechtstehend eingelagerten Munition 7. Die Munition 7 kann dabei als Mehrzweckmunition 36 ausgeführt oder mit einem unterkallibrigen Wuchtgeschoß 33 und einem Treibkäfig 34 (strichpunktierter Umriß) ausgestattet sein, wobei die jeweiligen Geschosse mit dem vorderen Ende einer Treibladungshülse 35 verbunden sind. Der Hülsenboden 32 der Treibladungshülse 35 ruht dabei auf einem Aufnahmeoberteil 28 (Fig. 2) eines um die Längsachse 14 der Muntion 7 drehbaren und die Munition 7 zentrierenden Halterohres 10, welches zum Schutz der dem Bereitschaftsraum 12 zugewandten Seite 15 des verbrennbaren Hülsenschaftes 13 mit einem Schutzschild 11 ausgerüstet ist, das den Hülsenschaft 13 auf der ganzen Länge und annähernd auf dem halben Umfang umhüllt.

    [0011] Zur Arrettierung der Munition 7 dienen zwei beidseitig an der halbschalenförmigen Aufnahmeschale 47 gelagerte ausschwenkbare Halteklammern 37, 38 (Fig. 3) der Klammereinrichtung 1, die über eine Verschlußschnalle 39 (Fig. 3) die Munition 7 geschoßseitig in Halteposition 5 in an sich bekannter Weise selbstsicherd haltend bzw. zur Einlagerung oder Entnahme der Munition 7 geöffnet werden und anschließend über Rückholfedern 40 zur Einnahme der Halteposition 5 selbsttätig zurückschwenken.

    [0012] Die Klammereinrichtung 1 ist innerhalb des Bereitschaftsraumes 12 des nicht dargestellten Ladeschützen, beispielsweise auf der Turmbühne eines ebenfalls nicht dargestellten Kampfpanzers befestigt und geschoßseitig durch einen Haltehebel 4 mit der Turmwand 30 verbunden. Die Klammereinrichtung 1 ist dabei an einem Gelenk 2, daß an einem dem turmfesten Drehpunkt 9 gegenüberliegenden Kopf 3 des Haltehebels befestigt ist, schwenkbeweglich angeordnet.

    [0013] Zum Halten der Munition 7 in einer der Halteposition 5 entsprechenden Stellung 5.1 oder zur Entnahme, insbesondere der in einer nachfolgenden hinteren Reihe 8 (Fig. 5) gelagerten Munition 7, ist die Klammereinrichtung 1 um das Gelenk 2 in eine justierbare Stellung 5.1 bzw. in eine justierbare Raststellung 6 schwenkbar.

    [0014] Dazu enthält der Kopf 3 des Haltehebels 4 in gleichen Abständen radial zum Gelenk 2 gerichtete Einkerbungen 17, 18, wobei die Einkerbung 17 derartig drehpunktseitig angeordnat ist, daß die Klammereinrichtung 1 in die parallel zum angrenzenden Arm 16 des Haltehebels 4 liegende Raststellung 6 einrasten kann und die Einkerbung 18 derartig am Ende des Armes 16 außenseitig am Kopf 3 angeordnet ist, daß die Klammereinrichtung 1 in die der Halteposition 5 der Munition 7 entsprechende Stellung 5.1 einrasten kann.

    [0015] Zum Einrasten in die Einkerbungen 17, 18 enthält die Klammereinrichtung 1, dem Gelenk 2 auf zwei Seiten gegenüberliegend, in der Ebene der Längsachse 14 jeweils wechselweise in die Einkerbungen 17, 18 einrastbare federkraftbeaufschlagte Halteeinrichtungen 19, 20.

    [0016] Der Arm 4 ist gekröpft ausgeführt und besteht neben dem Armabschnitt 16 aus einem im Drehpunkt 9 gelagerten Armabschnitt 41 und einem die Armabschnitte 16, 41 verbindenden Mittelstück 42, wobei der Armabschnitt 41 in Halteposition 5 durch seinen Anschlag 44 an der turmwandseitigen Lagerung 45 anliegt und durch einen einrastbaren Stift 43 gesichert ist. In Rastposition 6 wird der parallel an der Lagerung 45 anliegende Armabschnitt 41 ebenfalls durch den Stift 43 und durch eine Klemmeinrichtung 46 gehalten.

    [0017] Die Munitionshalterung 31 und das Halterohr 10 können derartig im Bereitschaftsraum 12 angeordnet sein, daß die Mittenachse 14 der Munition 7 gegenüber einer rechtwinklig auf dem Turmkorbboden 48 errichteten Geraden 29 turmwandseitig um einen Winkel α, vorzugsweise <5°, geneigt ist.

    [0018] Fig. 2 verdeutlicht im einzelnen den Aufbau des an der Turmkorbwand 49 (Fig. 3) befestigbaren und um die Längsachse 14 drehbaren Halterohres 10. Das Halterohr 10 ist im oberen Bereich mit dem Schutzschild 11 in einer nicht dargestellten Weise verbunden und im unteren Bereich mit einem Lagerring 22 durch Schrauben 58 (Fig. 4) fest verbunden, wobei der Lagerring 22 innenseitig an einem zwischen dem Aufnahmeoberteil 28 und einem Aufnahmeunterteil 21 angeordneten Radiallager 50 drehbar gelagert ist. Das Aufnahmeoberteil 28 ist gegenüber dem Aufnahmeunterteil 21 durch eine Buchse 51 zentriert. Der Lagerring 22 enthält auf dem Umfang der Unterseite 25 verteilt, ausgehend von der Seite 15 in gleichen Winkelabständen ß, vorzugsweise ß= 90° (Fig. 4), radial zur Längsachse 14 angeordnete Nuten 23 zum Einrasten eines am Unterteil 21 schwenkbeweglich gelagerten Fußhebels 24. Durch die Kraft einer Feder 52 ist der Fußhebel 24 selbsttätig um das Gelenk 53 in die Nuten 23 zuruckschwenkbar. Bei Betätigung des Fußhebels 24 wird seine Sicherstellung in der Nute 23 aufgehoben, sodaß das Schutzschild 11 manuell, vorzugsweise um 90* bzw. 180* um die Längsachse 14 in Richtung Turmkorbwand 49 gedreht werden kann, bis die Drehung zur exakten Einnahme der Endstellungen in nicht dargestellter Weise durch Anschläge begrenzt wird.

    [0019] Die Oberseite 26 des Aufnahmeunterteils 21 ist derartig als schiefe Ebene ausgebildet, daß sowohl die Längsachse 14 der Munition 7, die auf einer Gummiauflage 27 und auf dem turmkorbfesten Aufnahmeunterteil 21 sich ab - abstützenden Aufnahmeoberteil 28 ruht, als auch die der Längsachse 14 entsprechende Mittenachse des drehbeweglichen Halterohres 10 mit Schutzschild 11 und Lagerring 22 den Freiraum des Bereitschaftsraumes 12 vergrößernd um den Neigungswinkel « gegenüber der Geraden 29 geneigt ist.

    [0020] Wie aus Fig. 3 hervorgeht, ist das Halterohr 10 beidseitig an der Turmkorbwand 49 in Führungen 54 befestigt und durch eine nicht näher beschriebene Raste 55 feststellbar. Auf dem Turmkorbboden 48 (Fig. 1) sich abstützbare Federbeine 56 unterstützen die Herausnahme der Halterohre 10 aus den Führungen, nachdem die Raste 55 manuell ausgeklinkt worden ist.

    [0021] Wie insbesondere Fig. 5 verdeutlicht, kann die Lage der zu schützenden Seite 15 der Munition 7 durch den Standort des Ladeschützen im Bereitschaftsraum 12 veränderlich sein. Das Schutzschild 11 ist in allen Fällen der in der inneren Reihe in Halteposition 5 (Fig.l) gelagerten Muntion 7 dem Schützen zugewandt. Fig. 3 zeigt eine derartig angeordnete Munitionshalterung 31. Zur Erzielung einer zueinander parallelen Anordnung der Haltehebel 4 ist die Halterung 57 der Lagerung 55 individuell der kreisförmigen Turmwandkrümmung angepaßt.

    [0022] Den in Halteposition 5 (Fig. 1)in eine Nut 23 eingerasteten Fußhebel 24 zeigt Fig. 4. Je nach Lage der zu schützenden Seite 15 ist bei der Einlagerung und Entnahme der Munition 7 das Schutzschild um ß = 90* bzw. ß = 180°in Richtung der Turmwand 30 (Fig. 5) drehbar.

    Bezugszeichenliste



    [0023] 

    1 Klammereinrichtung

    2 Gelenk

    3 Kopf

    4 Haltehebel

    5 Halteposition

    5.1 Stellung

    6 Raststellung

    7 Munition

    8 Reihe

    9 Drehpunkt

    10 Halterohr

    11 Schutzschild

    12 Bereitschaftsraum

    13 Hülsenschaft

    14 Längsachse

    15 Seite

    16 Arm

    17 Einkerbung

    18 Einkerbung

    19 Halteeinrichtung

    20 Halteeinrichtung

    21 Unterteil

    22 Lagerring

    23 Nute

    24 Fußhebel

    25 Unterseite

    26 Oberseite

    27 Gummiauflage

    28 Aufnahmeoberteil

    29 Gerade

    30 Turmwand

    31 Munitionshalterung

    32 Hülsenboden

    33 Geschoß

    34 Treibkäfig

    35 Treibladungshülse

    36 Mehrzweckmunition

    37 Halteklammer

    38 Halteklammer

    39 Verschlußschnalle

    40 Rückholfeder

    41 Arm

    42 Mittelstück

    43 Stift

    44 Anschlag

    45 Lagerung

    46 Klemmeinrichtung

    47 Aufnahmeschale

    48 Turmkorbboden

    49 Turmkorbwand

    50 Radiallager

    51 Buchse

    52 Feder

    53 Gelenk

    54 Führung

    55 Raste

    56 Federbein

    57 Halterung α = Neigungswinkel

    58 Schraube ß = Winkelabstand




    Ansprüche

    1. Munitionshalterung für senkrechtstehende Hülsenmuntion, zur Einlagerung der Munition in und Entnahme aus dem Bereitschaftsraum des Ladeschützen auf der Turmbühne eines Panzers, mit einem Halterohr zur Zentrierung des Hülsenbodens und einer Klammereinrichtung zur Befestigung des Geschosses, wobei die Klammereinrichtung durch einen Haltehebel nach der Geschoßentnahme um einen turmfesten Drehpunkt hochschwenkbar ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

    a) das Halterohr (10) ist zum Schutz der dem Bereitschaftsraum (12) zugewandten Seite (15) eines verbrennbaren Hülsenschaftes (13) mit einem Schutzschild (11) ausgerüstet, das zur bereitschaftsraumseitigen Entnahme der Munition (7) um die Munitionslängsachse (14) nach hinten wegdrehbar ist;

    b) der Haltehebel (4) enthält an seinem dem turmfesten Drehpunkt (9) abgewandten Ende einen Kopf (3),an dem die Klammereinrichtung (1) durch ein Gelenk (2) derartig schwenkbeweglich angeordnet ist, daß sie zum Halten der Munition (7) in einer der Halteposition (5) entsprechenden Stellung 5.1 oder zur Entnahme, insbesondere der in einer nachfolgenden hinteren Reihe (8) gelagerten Munition (7), in einer um das Gelenk(2) geschwenkten Raststellung (6) eingerastet ist.


     
    2.Munitionshalterung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Schutzschild (11) den Hülsenschaft (13) auf der ganzen Länge und annähernd auf dem halben Umfang umhüllt.
     
    3.Munitionshalterung nach Anspruch 1 und 2 , dadurch gekennzeichnet, daß das Halterohr (10) ein turmkorbfestes Aufnahmeunterteil (21) und einen darüber angeordeneten drehbeweglich mit dem Schutzschild (11) verbundenen Lagerring (22) enthält, an dem radial zur Längsachse (14) Nuten (23) zum Einrasten eines am Unterteil (21) schwenkbeweglich gelagerten Fußhebels (24) angeordnet sind.
     
    4.Munitionshalterung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Nuten (23) auf dem Umfang der Unterseite (25) des Lagerringes (22) ausgehend von der Seite (15) in gleichen Winkelabständen ß,. vorzugsweise in Winkelabständen von ß = 90° angeornet sind.
     
    5.Munitionshalterung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite (26) des Aufnahmeunterteils (21) derart als schiefe Ebene ausgebildet ist, daß sowohl die Längsachse (14) der auf einer Gummiauflage (27) und einem auf dem Aufnahmeunterteil (21) ruhenden Aufnahmeoberteil (28) feststehenden Munition(7) als auch die der Längsachse (14) entsprechende Mittenachse des drehbeweglichen Halterohres (10) mit Schutzschild (11) und Lagerring (22) den Freiraum des Bereitschaftsraumes (12) vergrößernd zur Turmwand (30) hin um einen Neigungswinkel α gegenüber einer rechtwinklig auf dem Turmkorbboden (48) errichteten Geraden (29) geneigt ist.
     
    6.Munitionshalterung nach Anspruch 1, dadurch g e - kennzeichnet, daß der Kopf (3) des Haltehebels (4) in gleichen Anständen radial zum Gelenk (2) gerichtete Einkerbungen (17);(18) zum Justieren der Klammereinrichtung (1) aufweist, wobei die Einkerbung (17) derartig drehpunktseitig (9) angeordnet ist, daß die Klammereinrichtung (1) in eine parallel zum angrenzenden Arm (16) des Haltehebels (4) liegende Raststellung (6) einrasten kann und die Einkerbung (18) derartig am Ende des Armes (16) außenseitig am Kopf (3) angeordnet ist, daß die Klammereinrichtung (1) in die der Halteposition (5) der Munition (7) entsprechende Stellung (5.1) einrasten kann.
     
    7. Munitionshalterung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammereinrichtung (1) dem Gelenk (2) auf zwei Seiten gegenüberliegend jeweils wechselweise in die Einkerbungen (17,18) einrastbar federkraftbeaufschlagte Halteeinrichtungen (19,29) enthält.
     




    Zeichnung