(19)
(11) EP 0 169 248 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.01.1986  Patentblatt  1986/05

(21) Anmeldenummer: 84106482.7

(22) Anmeldetag:  06.06.1984
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E01C 19/26, E02F 3/96, E01C 23/08, E01C 23/09
(84) Benannte Vertragsstaaten:
FR GB IT NL SE

(71) Anmelder: Hackmack, Alfred, Dr.
A-6911 Eichenberg (AT)

(72) Erfinder:
  • Hackmack, Alfred, Dr.
    A-6911 Eichenberg (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Kombiniertes Strassenfräs-Fugenschneidanbaugerät für Bagger, Lader, Baggerlader, Walzen und Traktoren


    (57) Ein Anbaugerät (2) mit einer Anbau- und Hubvorrichtung für Walzen, Traktoren, Grader, Strassenfertiger, für das Planierschild von Baggern und für den Tieflöffelrahmen von Baggerladern (1, 10 - 13).
    Weiter enthält dieses Gerät eine Visiereinrichtung (45), eine Vorrichtung, um zu verhindern, daß die Rollen auf das gefräste Material fahren (15), Führungseinrichtungen um das Gerät in der Fräsbahn bzw. in bestimmten Abständen von Bordsteinen zu halten (17, 23, 24), eine Drehvorrichtung (30 - 36) und eine Kippvorrichtung (26,29), eine Einrichtung, um mit 2 Frässcheiben (37) gleichzeitig zu fräsen und viele sonstige Vorrichtungen.




    Beschreibung


    [0001] Ergänzungen, Anbau- und Zusatzeinrichtungen zu dem Anbaugerät, wie es angemeldet wurde beim Deutschen Patentamt, Offenlegungaschrift DE 3213898 A1 und beim Europäischen Patentamt 83103471.5-2303 / 0092128.

    [0002] Die Erfindung betrifft eine Anzahl von Ergänzungen, Verbesserungen, zusätzlichen Anbauvorrichtungen und Zusatzein- richtungen für das oben erwähnte Anbaugerät. Dieses Anbaugerät wurde zum Patent angemeldet für den Anbau an Hydraulikbagger, Baggerlader und Frontlader. Auf vielen Baustellen, wo Fräs- und Schneidarbeiten durchgeführt werden müssen, sind keine Hydraulikbagger, Baggerlader und Frontlader vorhanden bzw. wie z.B. in reinen Straßendeckenbaufirmen sind die oben erwähnten Trägergeräte sogar nicht einmal in dem Unternehmen vorhanden. Dafür sind auf den Baustellen dieser Firmen aber Geräte vorhanden wie z.B. Walzen, Grader, Traktoren oder andere Geräte, die als Trägergerät für das Anbaugerät infrage kommen. Die Erfindung betrifft einerseits die Kombination zwischen diesen Trägergeräten und dem Anbaugerät, sodaß z.B. aus dem Anbaugerät, das an eine Walze angebaut wird, ein Walzenanbaugerät und aus einer Walze, an die das Anbaugerät angebaut wird, ein kombiniertes Verdichtungs-StraSenfräs- und Fugenschneidgerät wird. Andererseits betrifft die Erfindung die verschiedenen Anbauvorrichtungen, die den Anbau des Anbaugerätes an das Trägergerät überhaupt erst möglich machen. Ein Ausführungsbeispiel dieser Anbauvorrichtungen ist in der Zeichnung beschrieben. Es handelt sich um einen Winkelanbaurahmen ( 1), an dessen oberem Winkelschenkel unten das Anbaugerät (2) befestigt wird und an dessen beiden Winkelschenkeln außen angebracht sind Anbaumöglichkeiten z.B. in Form von Schraubenlöchern (3) oder aufgeschweißten Haltebuchsen (4) für die Anbringung direkt an den Trägergeräten oder an speziellen Haltevorrichtungen oder anderen Anbauvorrichtungen für die verschiedenen Trägeräte. - Im Kanal- und Rohrleitungsbau ist es vorteilhaft, sofern der Bagger mit einem Planierschild ausgerüstet ist, das Anbaugerät mit einer Anbauvorrichtung in Form einer Klemmvorrichtung bzw. Schraubvorrichtung am Planierschild anzubringen. Der Vorteil besteht darin, daß das Anbaugerät nicht laufend gegen den Löffel am Ausleger ausgewechselt werden muß und umgekehrt. Der Bagger kann zunächst die Straßendecke mit dem am Planierschild angebrachten und durch die Hydraulik des Planiersohildea in die Straßenoberfläche gepreßten Fräsrades die Decke schneiden und anschließend nach Drehen dea Oberwagena um 180° die Decke zwischen den Fugen herausreißen und dann den Graben ausheben. Nachdem eine Haltung von üblicherweise 50 Metern ausgehoben worden ist, wird der Oberwagen wieder um 180° gedreht und jetzt die nächste Haltung mit dem am Planierschild befestigten Anbaugerät geschnitten. Ähnlich kann auch das Anbaugerät an der Schar oder dem Planierschild eines Graders angebracht werden. Im folgenden wird diese Anbauvorrichtung anhand von einem Ausführungsbeispiel dargestellt und mit einer Zeichnung näher erläutert: die Klemmvorrichtung besteht aus zwei Montageschienen (5), an deren unterem Ende eine Halterung für die Planierschildschneide (6) ist und wo an deren oberem Ende eine verstellbare Halterung (7) ist, die von oben auf den oberen Rand des Planierschildes gesetzt wird. Durch die an dieser Halterung befestigten Klemmbacken (8) und die darin befestigten Schrauben (9) werden die Montageschienen an dem Planierschild festgeklemmt. Vorn an der Montageschiene wird der oben erwähnte Winkelrahmen angeschraubt.

    [0003] Walzen, Traktoren und andere Trägergeräte haben keine hydraulische Hubvorrichtung. Für den Anbau des Anbaugerätes an diese Trägergeräte wurde eine Hubvorrichtung entwickelt, mit der die Fräswalze bzw. das Fräsrad des Anbaugerätes in die Straßendecke gepreßt und das Anbaugerät für den Transport angehoben werden kann. Ohne eine solche Hubeinrichtung ist der Anbau an Trägergeräte, die keine eigene HubVorrichtung haben, nicht möglich. Der Grader hat zwar eine eigene Hubvorrichtung, für manche Einsatzzwecke ist es aber günstiger, das Anbaugerät hinten am Graderrahmen anzubringen, weil dann nämlich hinten von Hindernissen, z.B. dem Bordstein quer über die Straße gefräst werden kann, waa nicht möglich ist, wenn das Anbaugerät an der Schar angebracht wird. Aus dem Gründe kommt der Anbau des Anbaugerätes mit der Hubeinrichtung auch infrage für den Anbau an Grader und eventuell am Baggerunterwagen, wenn kein Planierschild vorhanden ist.

    [0004] Seit dem letzten Jahr werden Baggerlader zunehmend mit einem Kriechgang ausgerüstet. Es ist in diesem Fall vorteilhafter, daß das Anbaugerät mit einer Hubeinrichtung am Rahmen des Tieflöffels angebracht wird, da dann der Baggerlader beim langsamen Vorwärtsfahren fräsen und schneiden kann und diese Arbeit nicht mehr verrichtet werden muß durch Hin- und Herbewegung des Auslegers.

    [0005] Im folgenden wird die Erfindung, die Verbindung von Trägergerät, Hubeinrichtung und Anbaugerät, anhand von lediglich einem Ausführungsweg dargestellt und durch eine Zeichnung erläutert: An einer Anbauvorrichtung angebracht am Trägergerät (10) ist ein Gestell (11) befestigt, an dem sowohl der Zylinder (12) als auch schwenkbar eine Anbauplatte (13) ange - bracht ist. Mit dieser Anbauplatte ist die Kolbenstange des Zylinders verbunden, und an der Anbauplatte angeschraubt ist der oben erwähnte Winkelrahmen (1), in dem sich das Anbaugerät (2) befindet. Durch den Hydraulikzylinder wird die Anbauplatte und damit das Anbaugerät gehoben und gesenkt.

    [0006] Das in der oben erwähnten Patentamneldung dargestellte Anbaugerät fuhr beim Fräsen und Schneiden mit den Rollen der Abstütz- und Tiefenverstelleinrichtung über das gefräste Material, weil dieses Material vor und auf die Rollen geschleudert wurde. Die Folge war, daß sich die Frästiefe verringerte bzw. eine genaue Einstellung der Schneid- und Frästiefe nicht mehr möglich war. Es ergab sich weiter, daß das Fräsmaterial von den auf die Straßenoberfläche gepreßten Rollen in die Deckenoberfläehe eingepreßt wurde, insbesondere wenn die Decke im Sommer weich war. Dieses führte zu einer Beschädigung der Decke. Um das abzustellen, wurde eine Vorrichtung entwickelt, die verhindert, daß die Rollen' auf das gefräste Material fahren. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben: über den Rollen des Anbaugerätes (14) sind Radkappen (15) angebracht, an deren Vorderseite in einem Langloch bis auf die Straßendecke reichende Schaber (16) befestigt sind. Durch die Radkappen wird verhindert, daß das gefräste Material auf die Rollen fällt, und durch den Schaber wird das vor der Rolle liegende Material zur Seite geschoben.

    [0007] Bei dem Fräsen mit dem in der oben erwähnten Patentanmeldung dargestellten Anbaugerät angebaut an Bagger, Frontlader und Baggerlader längs von Wasserläufen oder Bordsteinen war es nicht möglich, das Gerät in einem genau bestimmten Abstand von den Bordsteinen oder generell seitlichen Begrenzungen zu halten, insbesondere, wenn die Straßen profiliert waren. Die Folge war, daß die Fräswalze zum Wasserlauf bzw. zum Bordstein hin auswich und die Steine des Wasserlaufs bzw. die Bordsteine beschädigte. Um diesen Nachteil zu beseitigen, wurde eine Führungs- und Richtungshaltungseinrichtung entwickelt. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben: Dort, wo an den Schwingen des Anbaugerätes die Hauben mit Schrauben befestigt sind, wird ein Gestell (17) mit einer Spindel (18) und Spindelführung (19) angebracht. Am Ende der Spindel befindet sich ein Gabelstück (20) mit einer Achse (21) und einer waagerecht liegenden Rolle (22). Bei der Arbeit mit dem Anbaugerät läuft diese Rolle gegen den Bordstein oder andere seitliche Begrenzungen. Dadurch wird immer der genaue Abstand der Fräswalze zum Bordstein eingehalten. Da eine solche Vorrichtung sowohl hinten als auch vorn an Anbaugerät angebracht ist, wird auch dann, wenn das Gerät in Kurven arbeitet, verhindert, daß die Fräswalze den Wasserlauf oder Bordsteine beschädigt. Durch Herein- oder Herausdrehen der Spindel kann der seitliche Abstand verändert werden.

    [0008] Bei dem Anbau des Anbaugerätes an antriebsgelenkten Ladern ergab sich, daß beim Fräsen der Lader und damit das Anbaugerät nicht in der gewünschten Richtung zu halten war. Der Lader und das Anbaugerät wichen bei dem geringsten unterschiedlichen Widerstand nach links oder rechts aus, und es war damit unmöglich, eine gerade Bahn mit einigermaßen scharfer Kante zu fräsen. Um das zu erreichen, wurde eine weitere Führungs und Richtungshaltungsvorrichtung entwickelt, die den Lader und damit das Anbaugerät in der Richtung der bereits gefrästen Bahn hält. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben: Die Vorrichtung besteht aus zwei Führungsblechen (23), die drehbar, exzentrisch und seitenverschiebbar auf einer Achse (24) gelagert sind. Diese Achse ist an dem Winkelanbaurahmen, in dem das Anbaugerät befestigt ist, angebracht und zwar am hinteren Schenkel unten. Nachdem die Fräswalze begonnen hat, die Fräsbahn zu fräsen und der hintere, senkrecht stehende Schenkel des Winkelrahmens über dem Anfang der Fräsbahn sich befindet, rutschen die beiden Führungsbleche in die Fräsbahn und zwar jede an einer Seite und verhindern damit ein Ausweichen des Anbaugerätes nach den Seiten. Dadurch wird der Lader und damit das Anbaugerät in der Richtung der Fräsbahn gehalten.

    [0009] In einer Reihe von Fällen ist ea erforderlich, daß im Neigungswinkel gefräst wird, z.B. auf der einen Seite 3 cm tief, auf der anderen auf 0 auslaufend. Mit dem Anbaugerät in der bisherigen Form konnte das nicht gemacht werden, weil es nicht seitlich kippbar war. Diese Tatsache begrenzte die Einsatzmöglichkeit des Gerätes. Um diesen Nachteil zu beheben, wurde eine Kippvorrichtung entwickelt. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben : Zwischen einer Anbauvorrichtung (5, 6, 7, 8, 9) bzw. der Hübvorrichtung (11, 12, 13) und dem hinteren Schenkel des oben beschriebenen Winkelrahmens befindet sich eine Grundplatte (25). Zwischen dieser Grundplatte und dem hinteren Schenkel des oben beschriebenen Winkelrahmens besteht eine Drehverbindung und zwar dadurch, daß erstens ein Drehbolzen (26) beide Platten verbindet und zweitens dadurch, daß auf der Grundplatte vier Stehbolzen (27) aufgeschweißt sind, die sich in vier geschwungenen Langlöchern (28) in dem hinteren Schenkel des Winkelrahmens befinden. Durch Aufschrauben von Muttern auf die Stehbolzen und seitlich über die Langlöcher hinausragende Scheiben wird der Schenkel gegen die Grundplatte gedrückt. Dadurch ist ein Kippen nach jeder Seite und ein Feststellen in jeder Position möglich. Das Kippen kann mit der Hand geschehen oder hydraulisch mit einem Zylinder (29).

    [0010] Das Anbaugerät in der bisherigen Form konnte nur fest und nicht seitlich drehbar mit dem Ausleger eines Baggers verbunden werden. Die Folge war, daß der Bagger nur dann mit dem Anbaugerät am Ausleger arbeiten konnte, wenn der Ausleger genau mittig vor dem Unterwagen stand. Wenn der Oberwagen und damit der Ausleger nach links oder rechts geschwenkt wurde, so stand das Anbaugerät in Richtung des Auslegers schräg zum Unterwagen, d.h., es konnte weder an Bordsteinen noch an anderen seitlichen Hindernissen gefräst oder geschnitten werden. Die Folge war, daß das Anbaugerät angebaut am Bagger nur beschränkt einsatzfähig war. Um diesem Mangel abzuhelfen, wurde eine Dreheinrichtung entwickelt.

    [0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben: Die Dreheinrichtung besteht aus einer oberen Platte (30), an deren unterer Seite ein Schneckenrad (31) fest aufgeschraubt ist und aus einer unteren Platte (32) auf deren oberer Seite ein Lagerbock (33) für die Schnecke (34) aufgeschweißit ist. Die obere und die untere Platte werden durch einen Lagerbolzen (35) zusammengespannt. Die Schnecke wird durch eine Handkurbel (36) gedreht und damit das an der unteren Platte angeschraubte Anbaugerät im Verhältnis zu der am Trägergerät angebrachten Anbauplatte verdreht. Bei Entfernung der Handkurbel rastet eine Sperre ein.

    [0012] Das Anbaugerät in der bisherigen Form konnte nur mit 1 Frässcheibe arbeiten. Durch eine entsprechende Ausbildung des zweiten Flansches an der Hauptantriebswelle des Anbaugerätes ist es möglich, jetzt mit 2 Frässcheiben (37) auf einmal zu schneiden und zwar nach Befestigung einer Frässcheibe auf jedem Flansch im Abstand von 30 cm . Zusätzlich wurden Zwischenstücke (38) entwickelt, die zwischen dem Flansch und der Hauptantriebswelle eingesetzt werden. Dadurch ist es jetzt möglich, mit 2 Scheiben im Abstand von jeweils 2 cm im Bereich von 40 cm bis zu 10 cm je nach geforderter Grabenbreite zu arbeiten. Der Vorteil, mit 2 Scheiben zu arbeiten, liegt darin, daß so sehr viel kostengünstiger und schneller gearbeitet werden kann, als nur mit einer Scheibe. Außerdem hat man den Vorteil, daß man zwei genau parallel zueinander laufende Fugen hat.

    [0013] Ein Nachteil des bisherigen Anbaugerätes war es, daß nicht direkt an Bordsteinen längs gefräst werden konnte, weil an der Seite des Gerätes die Stützräder und die Lagerung der Welle war. Die Folge war, daß auf einer Breite von etwa 12 cm am Bordstein die Decke nicht gefräst werden konnte und dieser Streifen in aufwendiger Handarbeit mit dem Abbruchhammer weggenommen werden mußte. Um diesen Nachteil zu beseitigen, wurde eine Seitenfräseinrichtung entwickelt.

    [0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschriebene An der Seitenplatte des Gestells von dem Anbaugerät wird eine Halterung (39) für die Lagerung der Welle (40) die in die Vielkeilverzahnung der Hauptantriebswelle eingesteckt wird, angebracht. Am Ende dieser Welle ist ein Flansch (41), an dem entweder eine 15 cm breite Fräswalze (42) aufgeschraubt werden kann oder eine Frässcheibe (43), eventuell mit Zwischenstücken. Wird der Fräskopf aufgeschraubt, so ist es möglich, direkt bis an Bordsteine heranzufräsen auf einer Breite von 15 cm. Nach Abnahme des Fräskopfea kann dann mit der Standardfräswalze gearbeitet werden. Da sich die Fräsbahn, die beim Arbeiten mit dem 15 cm Seitenfräskopf entsteht, mit der Fräsbahn der Standardwalze überlappt, entsteht vom Bordstein weg eine vollkommen ebene Fräsfläche. Die aufwendigen Nebenarbeiten entfallen. Wird anstelle des Fräskopfes zusätzlich zu einer Frässcheibe auf der Hauptantriebswelle des Anbaugerätes eine Frässcheibe auf den Flansch der Seitenfräseinrichtung aufgesetzt, so sind gleichzeitig parallele Schnitte in einem Abstand bis zu 60 cm möglich, d.h., daß nicht nur bei Kabelgräben, die meistens 30 - 40 cm breit sind, sondern auch bei Gas- und Wasserleitungsgräben, die bis zu 60 cm breit sind, gleichzeitig mit 2 Scheiben geschnitten werden kann. Außerdem ist es möglich, am Flansch der Seitenfräseinrichtung eine Scheibe mit größerem Durchmesser (43) aufzusetzen und so tiefer zu schneiden, als mit der durch die Dimensionen des Anbaugerätes im Durchmesser begrenzten Standardscheibe.

    [0015] Das Anbaugerät war bisher nicht mit einer Visiereinrichtung ausgerüstet. Eine solche Visiereinrichtung wurde jetzt für dieses Gerät entwickelt. Bei der Arbeit mit dem Anbaugerät hat sich herausgestellt, daß es für den Fahrer des Trägergerätes sehr schwierig war, eine gerade Fuge zu schneiden. Ursprünglich war man davon ausgegangen, daß wenn ein Strich mit Kreide auf der Straßendecke gezogen wurde, der Fahrer mit den Abstützrädern an diesem Strich längsfahren könnte und es so möglich sei, eine gerade Fuge zu schneiden. Das war aber nicht der Fall. Der Kreidestrich auf der Decke war innerhalb kürzester Zeit im Bereich der Stützrollen mit gefrästem Material zugeschüttet, sodaß der Strich nicht mehr zu sehen war und der Fahrer sich folglioh nicht mehr danach richten konnte. Aus dem Grunde wurde eine Visiereinrichtung entwickelt. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben An der oberen Achse, die die Schwingen verbindet und durch die die Verstellspindel geht, werden 2 Klemmsohrauben (44) angebracht, durch die von jeder Seite hineinsteckbar und nach jeder Seite verschiebbar und drehbar ein Visierstab (45) festgeklemmt wird. Der Visierstab wird an einem Ende um 90° gebogen und wird so eingestellt, daß dieser gebogene Teil mit seiner Spitze nach unten auf eine Markierung auf der Straße zeigt.

    [0016] Wenn Träger- und Anbaugeräte vielseitiger eingesetzt werden können, so ist das ein Vorteil für die Benutzer dieser Geräte, weil die Auslastung des Gerätes erhöht wird und damit das Gerät wirtschaftlicher wird. Aus diesem Grunde wurden für das Anbaugerät eine Walze, ein Fräsrad und ein Fräskopf entwickelt, die mit Holzzerkleinerungswerkzeugen ausgerüstet sind, vor allem für das Zerkleinern von Stubben. Sowohl die Walze als auch die Scheibe als auch der Kopf können auf der Hauptantriebswelle als auch auf der Antriebswelle der Seitenfräseinrichtung angebracht werden.

    [0017] Es gibt bisher Stubbenzerkleinerer, die am Rahmen von Traktoren angebracht werden und durch eine Zapfwelle angetrieben werden. Es gibt auch Stubbenzerkleinerungsgeräte, die einen eigenen Motor haben. Abgesehen von der größeren Vielseitigkeit hat das hier dargestellte Anbaugerät mit den Holzzerkleinerungswerkzeugen, angebaut am Ausleger z.B. dem Ausleger eines Baggers oder Baggerladers, folgende weiteren Vorteile: mit dem Anbaugerät am Ausleger können Stubben viel tiefer unter der Erdoberfläche abgefräst und zerkleinert werden, als mit allen bisher auf dem Markt befindlichen Geräten, weil der Ausleger eines Baggers bzw. Baggerladers ohne Schwierigkeiten 3 - 4 m tief unter die Oberfläche abgesenkt werden kann, und bei größeren Baggern ist die Absenktiefe noch größer. Mit den auf dem Markt befindlichen Geräten können Stubben zerkleinert werden bis zu einer Tiefe von etwa 80 cm bis zu 1 m. Ein weiterer Vorteil ist die viel größere Beweglichkeit des Anbaugerätes mit Holzzerkleinerungswerkzeugen angebaut am Ausleger. Es können bedingt durch die 3 Auslegerzylinder und das Schwenkwerk Bewegungen in allen Richtungen durchgeführt werden. Das bedeutet eine bessere und schnellere Anpassung des Werkzeuges an den zu zerkleinernden Stubben und eine leichtere Handhabung. Die Folge ist ein schnellerer Arbeitsablauf und damit kostengünstigeres Arbeiten. Ausserdem ist das Anbaugerät mit den Holzzerkleinerungswerkzeugen in der Herstellung kostengünstiger als z.B. ein Anbaugerät an einem Traktor und zwar deshalb, weil an dem Baggerlader sowohl eine Abstützung vorhanden ist, als auch durch den Ausleger die Halterung und die Führung gegen den Stubben bereits gegeben ist. Bei den Anbaugeräten für Traktoren muß sowohl eine Abstützung als auch eine hydraulische Führungseinrichtung für das Werkzeug mit hergestellt werden.

    [0018] Eine weitere Zusatzeinrichtung für das Anbaugerät ist der Verteiler (Fertiger), der entweder am Anbaugestell oder am Anbauhub-Kippgestell des Anbaugerätes angebaut wird oder am Anbaugerät selbst. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben: Der Verteiler besteht aus einem hinteren (46) und seitlichen Blechen. Unten am hinteren Blech befindet sich ein Abstreifer (47). Es sind 4 seitliche Bleche vorhanden, von denen 2 an den äußeren Seiten fest sind (48) und 2 verschiebbar (49). Durch das Anheben mit der Hubhydraulik des Trägerfahrzeuges oder der oben beschriebenen Hubhydraulik kann das Abstreifblech in der geforderten Höhe eingestellt werden, und durch die Kippvorrichtung dasgeforderte Profil. Nachdem das Profil und die Höhe eingstellt worden sind, werden die-Stützräder des Anbaugerätes durch die Spindel auf die Straßenoberfläche herabgelassen. Sie dienen jetzt als Abstützung und garantieren die einmal eingestellte Einbautiefe und das eingestellte Profil, unabhängig von den Bewegungen des Trägergerätes. Durch die beiden verschiebbaren Seitenbleche wird die Einbaubreite bestimmt. Durch die Anbringung einer Schubrollenvorrichtung (50) an dem Trägergerät oder dem Anbaurahmen wird das Kipperfahrzeug geschoben und gleichzeitig in dem Abstand vor dem Verteiler gehalten, der erforderlich ist, um das Schwarzdeckenmaterial in den Verteiler hineinzukippen.

    [0019] Der Vorteil dieser Zusatzeinrichtung erweist sich besonders bei Deckenreparaturen. Zunächst können mit dem Anbaugerät ausgerüstet mit der Straßenfräswalze die beschädigten Deckenstellen abgefräst werden, anschließend wird durch den Verteiler neues Asphaltmaterial in der richtigen Höhe und mit dem richtigen Profil eingebaut. Bei dieser Deckenreparatur müssen immer Walzen für die Verdichtung auf der Baustelle vorhanden sein, sodaß sich schon von daher der Anbau des Anbaugerätes an Walzen als vorteilhaft anbietet. Darüberhinaus bietet der Anbau des Anbaugerätes mit dem Verteiler direkt vor der Walze den großen Vorteil, daß ein Arbeitsgang gespart werden kann, da das Verteilen des Asphalts und die Verdichtung des Asphalts in einem Arbeitsgang erfolgt. Der Verteiler am Anbaugestell des Anbaugerätes angebracht rationalisiert die Deckenreparaturarbeiten ganz erheblich. Anstelle von 3 Geräten, nämlich einer selbstfahrenden Stras- 'senfräse, einem Fertiger bzw. der aufwendigen Verteilung des Asphalts durch Handarbeit und der Walze, ist nur noch ein Gerät erforderlich, nämlich die Kombination: Walze mit dem Straßenfräsanbaugerät mit dem angebauten Verteiler. Statt in 3 Arbeitsgängen kann die Arbeit in 2 Arbeitsgängen ausgeführt werden. Die Folge ist eine erhebliche Kostensenkung bei Deckenreparaturen.

    [0020] Wenn die zu reparierende Stelle in der Decke zu breit ist, vielleicht die ganze Fahrbahn umfaßt, so ist es schwierig, nur mit den Verteiler das Schwarzdeckenmaterial über die ganze Breite gleichmäßig zn verteilen. Wenn der Verteiler seitlich vom Trägergerät angebracht ist, z.B. weil das Trägergerät nicht auf dem verteilten Schwarzdeckenmaterial fahren darf oder das Material auf dem Fußweg verteilt werden soll, 80 besteht insbesondere bei kleineren und leichteren Trägergeräten durch den seitlichen Druck auf das Trägergerät die Gefahr, daß ee aus seiner Fahrtrichtung herausgedrückt wird, wenn zuviel Material vor dem Verteiler ist. Um diese Nachteile zu vermeiden, wurde eine Schnecken-einrichtung für das Anbaugerät entwickelt. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben: An der Seite des Gestells vom Anbaugerät wird eine Wellenhalterung und Lagerung ( 39 ) angebracht (die gleiche, wie sie für die Seitenfräseinrichtung erforderlich ist). In diese Lagerung wird das eine Ende der Schneckenwelle (51) hineingesteckt bis in die Vielkeilverzahnung in der Hauptantriebswelle. Durch diese Hauptantriebswelle wird dann die Schnecke (52) angetrieben.

    [0021] Der Vorteil der Verteilerschnecke in Verbindung mit dem Verteiler am Trägeranbaugestell oder an dem Anbaugerät ist der, daß auf einer größeren Breite eine bessere Verteilung des Schwarzdeckenmaterials erfolgt und daß insbesondere bei seitlicher Anbringung weniger Material für eine gleichmässige Verteilung ausreicht und somit ein geringerer seitlicher Druck auf das Trägerfahrzeug ausgeübt wird und damit das Trägerfahrzeug insbesondere, wenn es leichter ist, nicht seitlich aus der Spur gedreht wird. Diese Verteilerschnecke kann aber nicht nur für das Verteilen von Asphalt sondern auch von anderen Materialien verwandt werden, wie Kies, Sand, Schotter, Mutterboden, Magerbeton, usw.

    [0022] In die Schneckeneinrichtung kann aber nicht nur eine Verteilerschüacke eingesetzt werden, sondern auch eine Verfüll - sohneoke zum Verfüllen von Gräben, eine Schneidschneoke z.B.für das Schneiden von Böschungen und Grabenwänden oder eine Frässchnecke z.B. für das Fräsen von Banketten.

    [0023] Durch diese Schneckeneinriohtung mit den verschiedenen Schnecken wird die Vielseitigkeit des Anbaugerät es erhöht und damit wird das Gerät für den Unternehmer wirtschaftlicher.

    [0024] Wenn das Anbaugerät durch die Hydraulikpumpe eines Baggerladers angetrieben und aus dem Grunde an das Hydrauliksystem des Baggerladers angeschlossen wird, so hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß ein Mengenteiler eingebaut wird, mit dem die Menge geteilt wird in die Menge, die für die langsame Bewegung der Auslegerzylinder erforderlich ist und die Restmenge, die für den Antrieb des Hydraulikmotors am Anbaugerät zur Verfügung steht (Fig.6). Dadurch wird erreicht, daß für die Bewegung des Auslegers immer genügend Öl zur Verfügung steht, aber gleichzeitig immer nur die geringe Menge, die erforderlich ist, die Auslegerzylinder und damit den Ausleger langsam zu bewegen. Chne diesen Mengenteiler sucht sich das Öl den leichtesten Weg, was zu Störungen im Arbeitsablauf führt.

    [0025] Bei Straßenfräseinsätzen des Anbaugerätes hat es sich als sehr zeitaufwendig erwiesen, das gefräste Material aufzunehmen und zu verladen. Da die Fräsbreite nur 20 bzw. 40 cm beträgt, ist der Einsatz von Frontladern so gut wie unmöglich. D.h., daß das Material in Handarbeit mit der Schaufel aufgenommen werden muß. Durch eine Aufnahmevorrichtung für das Anbaugerät wird die kostenungünstige Handarbeit vermieden. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung argestellt und wir wie folgt beschrieben: An der hinteren unteren Achse des Anbaugerätes wird mittels Anbauhaltern (60) gelagert ein Aufnahmebehälter (53), der hinten auf Rollen (61) abgestützt ist. In dem Aufnahmebehälter ist an einer Lagerung (59) eine Schnecke (54) mit Schneckenrohr (55) befestigt. Beide gehen in einem Winkel seitlich oder nach hinten schräg nach oben. Am oberen Teil der Schnecke ist der Antrieb in Form eines Motors (56). Im oberen Teil des Schneckenrohres ist eine Auswurföffnung (57) und eine verstellbare Rutsche (58). Durch den Aufnahmebehälter wird das Material in die Schnecke geführt, die das Material nach oben fördert, von wo aus es über eine Rutsche in ein Transportfahrzeug befördert wird. Bei den Trägergeräten, bei denen zwischen Anbaugerät und Anbauvorrichtung für die Schnecke nicht genügend Raum ist, wird zwischen Anbaugerät und Anbauvorrichtung ein Abstandsrahmen (62) eingebaut.

    [0026] Ein Nachteil bei der bisherigen Ausführung des Anbaugerätes war die verhältnismäßig lange Zeit, die für den Wechsel der Fräswerkzeuge benötigt wurde. Um diese Zeit abzukürzen und den Wechsel schneller vornehmen zu können, wurde eine Vorrichtung entwickelt, die ein schnelleres Wechseln ermöglicht. Ein Ausführungsbeispiel dieser Vorrichtung ist in der Zeichnung beschrieben: das Fräswerkzeug, z.B. in Form der Frässcheibe (37) ist ausgestattet mit Langlöchern (63) an deren Enden sich Absenkungen (64) befinden, die größer sind als der Durchmesser der Langlöcher. Die Langlöcher werden über die sich an dem Flansch (65) der Antriebswelle befindlichen leicht gelösten Bolzen (66) geschoben. Durch diese Bolzen (66) ausgestattet mit Zentrierungen in Form von Zentrierringen oder Köpfen einer Inbusschraube wird das Werkzeug-an den Flansch der Antriebswelle mit wenigen Umdrehungen festgeschraubt. Dabei wird der Zentrierring bzw. der Kopf der Inbusschraube in die Absenkung geführt. Dadurch wird das Werkzeug zentriert und festgesetzt. Der Vorteil dieser Erfindung besteht darin, daß nicht wie vorher beim Wechseln von einem Fräswerkzeug auf das andere alle Schrauben herausgedreht und wieder hereingedreht werden müssen, sondern daß diese Schrauben nur mit wenigen Umdrehungen gelöst zu werden brauchen, bis der Zentrierring bzw. der Inbuskopf aus der Absenkung herauskommt. Dann fallen die beiden Hälften der Fräswerkzeuge heraus.

    [0027] Die Behörden verlangen heute, daß Fugenränder T-förmig angefräst werden, um einen besseren Verbund zwischen der alten und der.neuen Straßendecke zu erhalten. Um diese Aufgabe zu erfüllen, wurde eine Kombination zwischen Fugenfräsrad und Fräswalze geschaffen in der Art, daß auf dem Fugenfräsrad seitlich in verschiedenen Durchmessern eine Fräswalze angeschraubt werden kann. Dadurch ist es möglich, gleichzeitig eine Fuge zu schneiden z.B. in 15 cm Tiefe und im selben Arbeitsvorgang die daran anschließende Straßendecke in einer Breite von z.B. 10 cm und 3 cm Tiefe abzufräsen. Der Vorteil liegt also darin, daß man einen Arbeitsvorgang spart.

    [0028] Das Anbaugerät, z.B. angebaut an den Auslegern von Bagger und Baggerladern, auf dessen seitlich oder mittig angebrachter Antriebswelle ein Werkzeugträger mit Holzzerkleinerungswerkzeuge angebracht ist, kann nicht nur, wie bereits oben beschrieben, zum Stubbenzerkleinem eingesetzt werden, sondern auch zum Abfräsen von Baumstämmen, Ästen und Buschwerk. Normale Sägeblätter würden beim Einsatz am Baggerarm verklemmen und zerbrechen. Der Vorteil beim Einsatz des Anbaugerätes am Ausleger von Baggern zum Abfräsen von Baumstämmen und Ästen liegt vor allen Dingen darin, daß bis zur äußersten Höhe und Reichweite des Baggers, dort wo sonst nur noch mit Leitern oder Hubbühnen gearbeitet werden kann, Äste und Stämme abgefräst werden können. An dem Gestell des Anbaugerätes kann zusätzlich eine drehbar gelagerte, durch eine Feder gehaltene StoB-Abweiservorrichtung so angebracht werden, daß deren Kante mit dem Rand der Frässcheibe abschneidet. Beim Eindringen der Frässcheibe in den Stamm drückt die Stoß-Abweiservorrichtung oberhalb der Scheibe gegen den Stamm. Mit der Vorwärtsbewegung der Frässcheibe wird die Stoßvorrichtung nach hinten oben gegen den Federdruck weggedrückt, d.h. der Druck erhöht sich. Wenn der Stamm fast durchgefräst ist, bewirkt die Stoßvorrichtung, daß der Stamm zu der der Maschine entgegengesetzten Seite herunterfällt.

    [0029] Wenn die Scheibe mit den Holzzerkleinerungsmessern am Seitenfräsantrieb angebracht um 90° gedreht und nach vorn in waagerechte Stellung gebracht ist, kann das Anbaugerät zum Abfräsen (Sägeeffekt) von Buschwerk eingesetzt werden. Die Stoß-Abweisevorrichtung kann dann als Halte- und Führungsvorrichtung benutzt werden, die die Büsche in die Frässcheibe führt. Beim Schwenken des Auslegers können so innerhalb kürzester Zeit große Mengen von Buschwerk geräumt werden.

    [0030] Ein weiteres Werkzeug, das auf die Antriebswelle des Anbaugerätes seitlich oder mittig aufgesetzt werden kann, ist eine Scheibe bzw. ein Rad, das ausgestattet ist mit Grabenfräszähnen oder Grabenfräsmeisseln. Wenn das Anbaugerät an dem Grundgerät bzw. dessen Ausleger so angebracht ist, daß die Grabfrässcheibe senkrecht in Fahrtrichtung gestellt wird, so können damit Schlitze im Erdboden oder im Weichfels ausgehoben werden, z.B. für Drainage oder Kabel.

    [0031] Ein anderes Werkzeug, das an der Antriebswelle des Anbaugerätes seitlich oder mittig angebracht werden kann, ist ein kombiniertes Schneid- (Fräs-) Schleuderrad zum Grüppenfräsen. Ein Ausführungsbeispiel dieses Werkzeugs ist in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt erläutert: Das Schneid-(Fräs-)Schleuderrad (67) ist ausgestattet mit Schneid-(Fräs-)Messern (68). Diese Messer sind sowohl mit einer Schneide als auch mit Hartmetallmeisseln ausgerüstet, sodaß auf der einen Seite sand-und lehmhaltiger Boden geschnitten und harter Boden gefräst werden kann. Der Fuß der Schneidmesser ist so ausgebildet, daß damit der geschnittene bzw. gelockerte Boden nach außen zum Rand hin transportiert werden kann. Dieses erfolgt dadurch, daß die Messer spiralförmig angeordnet sind. Um die gewünschten Grabenprofile schneiden zu können, werden an den Seiten des Schneid-Schleuderrades und unter diesen Grabenprofilschneidpflüge (69), die am Gestell gehaltert sind, angebracht. Beim Vorwärtsfahren des Trägergerätes bzw. bei der Bewegung des Auslegers wird der nicht im Bereich des Schneid-Schleuderrades liegende Boden in die Messer dieses Schleuderrades geschoben.

    [0032] Der Vorteil dieser Erfindung liegt darin, daß der Unternehmer mit dem hier beschriebenen Anbaugerät nun auch seine Grüppenfräsarbeiten ausführen kann. Ein weiterer Vorteil dieser besonderen Ausführung der Grüppenfräse liegt darin, daß der Transport-Schleudervorgang des geschnittenen Materials nicht über eine Fläche erfolgt, sondern laufend nach federn Messer unterbrochen wird. Dieses erweist sich als ein großer Vorteil bei klebrigen Böden, Klei oder Lehm. Diese Böden haben nur noch schwer die Möglichkeit festzukleben, da sie dauernd durch die unterbrochene Schleuderfläche gelöst werden. Die Wirkung ist ähnlich wie bei einer Paddelschnecke im Vergleich zu einer durchgehenden Schnecke.

    [0033] Ein weiteres. Werkzeug, das an der seitigen oder mittigen Antriebswelle des Anbaugerätes angebracht werden kann, ist ein Schneefräs- Schleuderrad, wobei der Anbau des Anbaugerätes ausgerüstet mit dem Schneefräs-Schleuderrad am Ausleger eines Baggers, der bisher nicht bekannt ist, den großen Vorteil hat, daß man mit dieser Kombination Schneeräumen kann, wo man mit den bisher bekannten Schneefräsen nicht hin kam.

    [0034] Die Neuheit der Erfindung liegt vor allem darin, daß eine große Vielzahl von Werkzeugen und Zusatzteilen, nämlich all die in der obigen Beschreibung dargestellten, an einem Gerät angebracht werden können und daß es sich bei diesem Gerät um ein Anbaugerät handelt, daß an sehr viele Trägergeräte angebaut werden kann. D.h. die Neuheit liegt in der großen Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten von Anbaugerät und Werkzeugen bzw. Zusatzteilen auf der einen Seite und der großen Anzahl von Kombinationen des Anbaugerätes mit verschiedenen Trägergeräten und in den dazu erforderlichen Mitteln. Es hat bisher noch kein Anbaugerät gegeben, bei dem auch nur eines der oben beschriebenen Werkzeuge mit nur einem der anderen oben beschriebenen Werkzeuge auswechselbar war,und es hat auch noch kein Anbaugerät gegeben, das mit diesen verschiedenen auswechselbaren Werkzeugen an so vielen Grundgeräten, deren Rahmen, Ausleger, Planierschild, usw. mit den beschriebenen Anbau- bzw. Hubvorrichtungen angebaut werden konnte. In dieser Tatsache liegt auch der große Vorteil dieser Erfindung für die Unternehmer. Diese brauchen jetzt auf ihren Baustellen nicht mehr eine große Anzahl von selbstfahrenden Spezialmaschinen bzw, eine große Anzahl von Spezialanbaugeräten, für die sie dann eine große Zahl von Trägergeräten benötigen. Für den Unternehmer genügt es jetzt, nur das hier dargestellte Anbaugerät zu haben, das er dann an irgendein Trägergerät, das er sowieso für andere Arbeiten auf der Baustelle hat, anbauen kann. Durch das Einsetzen der verschiedenen, oben beschriebenen Werkzeuge kann er die unterschiedlichsten Arbeiten auf den jeweiligen Baustellen ausführen. Dieses führt erstens zu einer besseren Auslastung der Trägergeräte, d.h. es werden Kosten eingespart, und die Trägergeräte werden wirtschaftlicher. Zweitens führt das dazu, daß der Unternehmer weniger Spezialgeräte bzw. Spezialanbaugeräte, die sowieso fast nie ausgelastet werden, anschaffen muß, d.h. es führt zu einer großen Einsparung von Kapital und Kapitalkosten. Anstelle der Anschaffung von teuren Spezialmaschinen wird für den entsprechenden Spezialeinsatz das hier beschriebene Anbaugerät mit dem entsprechenden Werkzeug verwendet. Hinzu kommt, daß in einigen Fällen aufgrund der weiter oben beschriebenen Vorteile diese Arbeiten günstiger ausgeführt werden können, als mit den bisher bekannten Spezialgeräten.

    [0035] In der eingangs erwähnten Patentanmeldung ist eine Abstütz-und Tiefenverstelleinrichtung beschrieben, die frei schwingend an der Antriebswelle des Anbaugerätes angebracht ist. Es können sich Einsatzsituationen des Anbaugerätes ergeben, in denen es vorteilhafter ist, wenn diese Abstütz- Tiefenverstelleinrichtung frei schwingend am Gestell aufgehängt ist und zwar so, daß der Drehpunkt in etwa zusammenfällt mit der Achse der Antriebswelle.

    [0036] Die geschnittene Fuge ist so breit, daß Fahrräder mit ihren Reifen hineingeraten können: Da das gefräste Materrial über die volle Breite der Schutzhaube des Anbaugerätes verteilt wird und folglich die Fuge bzw. Fugen nicht mit gefrästem Material ausgefüllt ist bzw. sind, kann es zu Unfällen kommen. Deshalb mußten bisher die Baustellen, auf denen Fugen geschnitten wurden, entweder abgesperrt werden oder es mußte ein Mann das gefräste Material in die Fugen fegen. Es wurde deshalb eine Vorrichtung entwickelt, die das gefräste Material in die Fuge bzw. beim Fräsen mit 2 Fräsrädern in die Fugen befördert. Ein Ausführungsbeispiel wird wie folgt beschrieben: Ein als Schaber wirkendes Stück festes Gummi etwa in der Länge der Breite der Schutzhaube, das im Bereich der Fuge bzw. der Fugen eine Öffnung hat, wird so am Rand des Schutzkastens oder der Achse befestigt, daß das gefräste Material von der Straßenoberfläche weggeschabt und aufgehäuft wird und nur die Möglichkeit hat, durch die Öffnung im Gummi d.h., im Bereich der Fuge bzw. der Fugen nach hinten aus dem Schutzkasten auszutreten. Dadurch wird alles gefräste Material im Bereich der Fuge bzw. der Fugen angesammelt und angehäuft. Durch diese Vorrichtung können die Kosten für den Mann gespart werden, der sonst das Material mit dem Besen in die Fugen fegen mußte.


    Ansprüche

    1. Anbaugerät für den Anbau an Hydraulikbagger, Baggerlader und Frontlader, bestehend aus einem Gestell, in dem sich eine Antriebswelle befindet, die über einen Hydraulikmotor von der Hydraulikanlage des Trägergerätes angetrieben wird, wobei an dieser Antriebswelle entweder eine Frässcheibe für das Schneiden von Fugen in Straßen oder eine Straßenfräswalze für das Fräsen von Straßenbelägen angebracht werden kann (Offenlegungsschrift des Deutschen Patentamtes DE 3213898 11; Europäische Patentanmeldung VerSffentlichungsnummer 0092 128 A1) dadurch gekennzeichnet, daß dieses Anbaugerät mittels Anbauvorrichtungen (1, 5 - 8) angebaut wird bzw. angebaut werden kann an Walzen, Traktoren, Grader, Straßenfertiger und andere Trägergeräte, sowie am Planierschild von Baggern, am Planierschild und an der Schar von Gradern, sowie am Tieflöffelrahmen eines Baggerladers.
     
    2. Anspruch zu 1 dadurch gekennzeichnet, daß bei Walzen, Traktoren, Straßenfertigern, dem Rahmen von Gradern, dem Tieflöffelrahmen von Baggerladern und bei allen anderen Trägergeräten, die keine eigene Hubeinrichtung haben, eine Hubeinrichtung (10 - 13) angebaut wird, entweder direkt am Trägergerät oder an eine Anbauvorrichtung, die am Trägergerät angebaut ist, mit der das Anbaugerät gehoben und gesenkt werden kann.
     
    3. Anspruch zu 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß dieses Gerät mit einer Vorrichtung ausgerüstet ist, durch die verhindert wird, daß gefrästes Material auf die Stützräder der Stütz-und Tiefenverstelleinrichtung fällt und die Stützräder über das gefräste Material fahren (15, 16).
     
    4. Anspruch zu 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß dieses Anbaugerät oder das Trägergerät, an dem das Anbaugerät angebaut ist, ausgerüstet ist mit einer Visiereinrichtung (45).
     
    5. Anspruch zu 1 - 4 dadurch gekennzeichnet, daß das Anbaugerät mit einer Führungseinrichtung (23, 24) ausgerüstet ist, die es in bestimmten Abständen zu seitlichen Begrenzungen hält.
     
    6. Anspruch zu 1 - 5 dadurch gekennzeichnet, daß das Anbaugerät mittel einer Kippvorrichtung (26 - 29) seitlich nach beiden Seiten gekippt werden kann.
     
    7. Anspruch zu 1 - 6 dadurch gekennzeichnet, daß das Anbaugerät mittels einer Drehvorrichtung (30 - 36) im Verhältnis zum Ausleger des Trägergerätes gedreht werden kann.
     
    8. Anspruch zu 1 - 7 dadurch gekennzeichnet, daß an den Flanschen der Antriebswelle des Anbaugerätes gleichzeitig 2 Frässcheiben angebracht werden können (37).
     
    9. Anspruch zu 1 - 8 dadurch gekennzeichnet,. daß zwischen den Flanschen der Antriebswelle des Anbaugerätes und den Frässcheiben Zwischenstücke eingesetzt werden können (38).
     
    10. Anspruch zu 1 - 9 dadurch gekennzeichnet, daß an dem Anbaugerät eine Seitenfräseinrichtung (39 - 41) angebracht wird, deren Antriebswelle von der Antriebswelle des Anbaugerätes angetrieben wird.
     
    11. Anspruch zu 1, 2, 6, 7 und 10 dadurch gekennzeichnet, daß das Anbaugerät am Ausleger oder Hubarm, z.B. am Ausleger eines Baggers oder Hubarm eines Laders angebracht ist, wobei an der seitlichen oder mittig angebrachten Antriebswelle ein Werkzeugträger z.B. in Form einer Walze, einer Scheibe oder eines Kopfes ausgestattet mit Holzzerkleinerungswerkzeugen angebracht ist.
     
    12. Anspruch zu 1 - 10 dadurch gekennzeichnet, daß an dem Anbaugerät oder an dem Anbau- bzw. Hub- oder Kippgestell, mit dem das Anbaugerät am Trägergerät befestigt ist, ein Verteiler (Fertiger) (46 - 49) angebracht ist.
     
    13. Anspruch zu 1 - 6 u. 12 dadurch gekennzeichnet, daß an dem Anbaugerät von der Antriebswelle des Anbaugerätes angetrieben auswechselbar eine Schneckeneinrichtung (51, 52) angebracht ist, wobei die Schnecke dieser Schneckeneinrichtung bestehen kann aus einer Druck-, Zug- oder kombinierten Druck-Zugschnecke, sowie aus einer Verfüll-, einer Verteiler-, einer Schneid- oder einer Frässchnecke.
     
    14. Anspruch zu 12 u. 13 dadurch gekennzeichnet, daß Schubrollen (50) vorhanden sind, die die Kipper in einem bestimmten Abstand von dem Verteiler bzw. der Schnecke halten.
     
    15. Anspruch zu 1 - 10 dadurch gekennzeichnet, daß die Fräswerkzeuge an den seitlichen Befestigungsflächen ausgestattet sind mit parallel laufenden Langlöchern, an deren Enden Absenkungen angebracht sind, deren Durchmesser größer ist als die Breite der Langlöcher, wobei die Befestigung an den Flanschen der Antriebswelle mit den Zentriermitteln erfolgt, deren Maße den Absenkungen entsprechen.
     
    16. Anspruch zu 1 - 10 u. 15 dadurch gekennzeichnet, daß an dem Anbaugerät bzw. der Anbauvorrichtung tzw. dem Trägergerät, an dem das Anbaugerät angebaut ist, eine Vorrichtung (53, 58) angebracht ist, die das gefräste Material aufnimmt, hochtransportiert und äbschüttet.
     
    17. Anspruch zu 1 - 10 dadurch gekennzeichnet, daß das Anbaugerät mit einer Führungseinrichtung (23, 24) ausgerüstet ist, die das Anbaugerät in Richtung der bereits gefrästen Fräsbahn hält.
     
    18. Anspruch zu 11 dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Werkzeugträgers befestigt am Gestell eine Stoß- Abweisvorrichtung angebracht ist, die drehbar gelagert und mit einer Feder gehalten wird.
     
    19. Anspruch zu 1 - 11, 13 u. 16 dadurch gekennzeichnet, daß an der seitlichen oder mittigen Antriebswelle eine Frässcheibe ausgestattet mit Grabenfräszähnen bzw. Grabenfräsmeisseln auswechselbar angebracht ist.
     
    20. Anspruch zu 1, 2, 4, 6, 7, 10, 11, 16 u. 19 dadurch gekennzeichnet, daß auf der seitlichen oder mittigen Antriebswelle ein Schneid- (Fräs) schleuderrad zum Grüppenfräsen auswechselbar angebracht wird, wobei unten und an den Seiten des Schneid- (Fräs-)schleuderrades gelegen, am Gestell gehaltert eine Grabenprofilschneidevorrichtung angebracht ist.
     
    21. Anspruch zu 1 - 10, 15, 16 u.17 dadurch gekennzeichnet, daß das Anbaugerät ausgerüstet wird mit Fräswerkzeugen, die gleichzeitig nebeneinander eine Fuge und eine Fräsbahn fräsen.
     
    22. Anspruch zu 1 - 21 dadurch gekennzeichnet, daß das Anbaugerät mit einer Abstütz- und Tiefenverstelleinrichtung ausgerüstet ist, die am Gestell im bestimmten Bereich frei schwingend so angebracht ist, daß der Drehpunkt in etwa mit der Achse der Antriebswelle zusammenfällt.
     
    23. Anspruch zu 1, 2, 6,7, 10, 15, 16, 19, 20, 22 dadurch gekennzeichnet, daß an der seitlichen oder mittigen Antriebswelle ein Schneefrässchleuderrad auswechselbar angebracht ist.
     
    24. Anspruch zu 1 - 23 dadurch gekennzeichnet, daß in das Hydrauliksystem des Trägergerätes, durch das der Hydraulikmotor des Anbaugerätes angetrieben wird, zwischen Pumpe und Ventilblock ein Mengenteiler eingebaut wird, der die von der Pumpe geförderte Menge aufteilt in die Menge, die für die Betätigung der Hydraulikzylinder am Ausleger benötigt wird und die Restmenge, die für den Antrieb des Hydraulikmotors am Anbaugerät zur Verfügung steht (6).
     
    25. Anspruch zu 1 - 10, 15, 17, 18, 21, 22 und 24 dadurch gekennzeichnet, daß an dem Anbaugerät eine Vorrichtung angebracht ist, die das gefräste Material in den Bereich der geschnittenen Fuge bzw. Fugen befördert.
     




    Zeichnung


































    Recherchenbericht