| (19) |
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(11) |
EP 0 169 393 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.06.1989 Patentblatt 1989/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.06.1985 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: E21D 9/08 |
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Vorrichtung zur Herstellung von unterirdischen, nicht begehbare Querschnitte aufweisenden
Durchbohrungen
Device for producing boreholes at an inaccessible cross-section
Dispositif pour la production de forages d'une section transversale inaccessible
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
28.06.1984 DE 3423842
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.01.1986 Patentblatt 1986/05 |
| (73) |
Patentinhaber: MTS Minitunnelsysteme GmbH |
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D-35 Kassel (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Pfeiffer, Ludwig
D-35 Kassel (DE)
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| (74) |
Vertreter: Freiherr von Schorlemer, Reinfried, Dipl.-Phys. |
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Karthäuser Strasse 5A 34117 Kassel 34117 Kassel (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
AT-B- 352 774 DE-A- 3 047 968 GB-A- 1 180 910
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DE-A- 2 462 542 DE-A- 3 204 564 GB-A- 1 472 590
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- WIRTH - Techn. Beschreibung des Rohrvortriebssystems HBG 700, Typ 1
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten
Gattung.
[0002] Im Tiefbau ist es üblich, unterirdische Rohrleitungen für die Wasser-, Gas- und Fernwärmeversorgung
od. dgl. dadurch herzustellen, daß in oberflächennahen Bereichen Durchbohrungen ausgeführt
und die erhaltenen Durchbohrungen durch in diese eingebrachte Rohre gesichert werden.
Da die Durchbohrungen nicht begehbar sind und daher keine Möglichkeit besteht, das
Abbauwerkzeug durch eine unmittelbar an der jeweiligen Ortsbrust stehende Bedienungsperson
zu steuern, ist eine Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art entwickelt worden (DE-A-3204564),
die sich selbsttätig, d. h. ohne Mitführung einer Bedienungsperson, durch das Erdreich
arbeitet. Das Bedienungspersonal hat lediglich die Aufgabe, von einer am Anfang des
Hohlraums ausgebildeten Preßgrube aus das die Abbaueinheit führende Arbeitsrohr in
Richtung des entstehenden Hohlraums vorzuschieben und ggf. dem Arbeitsrohr weitere,
der Abstützung dienende Rohre nachzuschieben.
[0003] Die hierbei üblicherweise eingesetzte Abbaueinheit führt insbesondere bei unterschiedlichen
Bodenverhältnissen zu einer Vielzahl von Problemen. Nur beispielsweise sei in diesem
Zusammenhang auf die leichte Verformung oder Zerstörung des Bohrwerkzeugs beim Auffahren
auf unterirdische Hindernisse, den erforderlichen Abbruch von Bohrungen infolge von
unvermutet vor dem Arbeitsrohr auftretenden Hindernissen in Form von Gesteinsbrocken,
Holz- und Fundamentresten od. dgl. und das Abweichen der Bohrungen aus der vorgegebenen
Richtung infolge unterschiedlicher Bodenschichten hingewiesen.
[0004] Die genannten Probleme sind vor allem eine Folge davon, daß die bekannte Abbaueinheit
mit einem Abbauwerkzeug versehen ist, dessen Außenquerschnitt im wesentlichen dem
Außenquerschnitt der herzustellenden Durchbohrung entspricht, so daß stets ein ganzflächiger
Abbau stattfindet. Dies ist bei homogenen Bodenverhältnissen an der Ortsbrust nicht
störend, weil sich beim Bohrvorgang die am drehsymmetrischen Abbauwerkzeug auftretenden
Kräfte gegenseitig aufheben. Bei inhomogenen Bodenverhältnissen dagegen sind die Kräfte
an den Schneiden bzw. Meißeln des Abbauwerkzeugs unterschiedlich groß, wodurch sich
eine resultierende Kraft auf das Abbauwerkzeug ergibt, die dieses in Richtung der
Bodenschicht mit der geringsten Druckfestigkeit zu verdrängen sucht und dadurch ein
Abweichen von der gewünschten Richtung verursacht. Zur Vermeidung dieses Nachteils
weist das Arbeitsrohr der bekannten Vorrichtung daher einen gelenkig mit diesem verbundenen
weiteren Rohrabschnitt auf. Hierdurch ist es zwar möglich, etwaige Hindernisse zu
umgehen und die Arbeitsrohrachse nach Umgehung eines Hindernisses durch Steuerung
der Winkelstellung des weiteren Rohrabschnitts wieder auf die Sollachse der Durchbohrung
einzustellen. Mit derartigen Vorrichtungen ist es jedoch unmöglich, Hindernisse wegzuräumen
und ohne Abweichung von der Sollachse der Durchbohrung zu durchdringen.
[0005] Zum sicheren Lösen des an der Ortsbrust anstehenden Materials sind bei Anwendung
der bekannten Vorrichtung weiterhin erhebliche Drehmomente erforderlich. Die maximal
erreichbaren Drehmomente sind jedoch durch die Abmessungen der Getriebe begrenzt,
die im Rohrquerschnitt untergebracht werden können, so daß die an der Ortsbrust verfügbaren
Kräfte pro Flächeneinheit unerwünscht klein sind. Weiterhin ist die bekannte Vorrichtung
mit einer fest im Arbeitsrohr montierten Abbaueinheit versehen. Dies hat zur Folge,
daß eine Wartung und Reparatur ihrer Funktionsteile, ein Auswechseln ihrer Verschleißteile
und eine Anpassung ihres Abbauwerkzeugs an sich ändernde Bodenverhältnisse nicht ohne
weiteres bzw. nur mit großem Aufwand möglich ist, da eine einmal in einem Hohlraum
eingeführte Abbaueinheit wegen der nicht begehbaren Hohlraumquerschnitte nur dadurch
geborgen werden kann, daß sie von der Oberfläche des zu unterbohrenden Streckenabschnitts
her freigegraben wird. Schließlich bereitet bei Anwendung der bekannten Vorrichtung
der Abtransport des an der Ortsbrust abgelösten Materials Schwierigkeiten, da dieses
nur durch Öffnungen im Abbauwerkzeug abtransportiert werden kann, die für größere
Steine, Gesteinsbrocken od. dgl. unpassierbar sind. Diese bleiben daher vor dem Abbauwerkzeug
liegen, setzen dieses zu und machen ein Weiterbohren unmöglich. Die bekannte Vorrichtung
ist daher nur in wasserführenden, weichen Bodenschichten mit Vorteil anwendbar.
[0006] Ähnliche Vorrichtungen dieser Art (Wirth-Techn. Beschreibung des Rohrvortriebssystems
HBG 700, Typ 1 ; TIS 8/81, S. 550-555, 2/83, S. 60/61 und 3/83, S. 109-121 ; DE-C-32
22 880 ; DE-A-32 49 087) arbeiten im wesentlichen nach demselben Wirkungsprinzip und
führen daher bei der praktischen Anwendung zu vergleichbaren Schwierigkeiten.
[0007] Die zum Herstellen von Hohlräumen mit begehbaren Querschnitten, z. B. Tunneln, bekannten
Vorrichtungen (GB-A-1 180 910, DE-A-24 62 542) « lassen sich beim Herstellen von Hohlräumen
mit nicht begehbaren Querschnitten nicht ohne weiteres entsprechend anwenden. Dies
liegt vor allem daran, daß derartige Vorrichtungen entweder vor Ort bemannt oder wegen
der Begehbarkeit der Hohlräume für das Bedienungspersonal wenigstens jederzeit zugänglich
sind und daher weder automatische, von einer u. U. mehrere hundert Meter von der Ortsbrust
entfernten Stelle aus bedienbare Steuervorrichtungen benötigen noch im Hinblick auf
die von Ort durchführbaren Reparatur-, Wartungs-, oder Anpassungsarbeiten Probleme
mit sich bringen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung der eingangs bezeichneten
Gattung dahingehend weiterzubilden, daß sie sich auch zur Durchbohrung von inhomogenen,
Hindernisse aufweisenden Bodenschichten eignet, große Kräfte pro Flächeneinheit aufbringen
kann, ohne daß dadurch die Achse des Arbeitsrohrs von der Sollachse verdrängt wird,
und ein einfaches Auswechseln des Abbauwerkzeugs und eine einfache Reparatur und Wartung
der gesamten Abbaueinheit möglich sind.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
[0010] Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0011] Die Erfindung bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich. Aufgrund der Verwendung
eines Abbauwerkzeugs, dessen Außenquerschnitt wesentlich kleiner als der Außenquerschnitt
des Arbeitsrohrs und damit des Querschnitts der herzustellenden Durchbohrung ist,
können mit vergleichsweise kleinen Getrieben große Kräfte pro Flächeneinheit aufgebracht
werden. Durch die gesteuerte Bewegung des Abbauwerkzeugs ist es möglich, den Querschnitt
der Durchbohrung allmählich zu vergrößern und Hindernisse zu beseitigen, ohne daß
die resultierenden, auf das Abbauwerkzeug ausgeübten Kräfte einen hinsichtlich der
Abweichung aus der Richtung kritischen Wert überschreiten. Schließlich ist es leicht
möglich, das Abbauwerkzeug auszuwechseln, da hierzu die gesamte Abbaueinheit lediglich
an das von der Ortsbrust entfernte Ende des Arbeitsrohrs verschoben und von dort mittels
Schienensystemen od. dgl. durch die dem Arbeitsrohr evtl. folgenden Rohrabschnitte
bis zu der Preßgrube transportiert werden braucht, von der aus mit der Durchbohrung
begonnen wird.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung an einem
Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 die Draufsicht der Vorrichtung nach Fig. 1 ; und
Fig. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1.
[0013] Nach Fig. 1 bis 3 enthält die erfindungsgemäße Vorrichtung ein beispielsweise aus
Stahl bestehendes Arbeitsrohr 1 mit einem in diesem befestigten Schienensystem 2,
mit dem eine Abbaueinheit 3 parallel zur Längsachse 4 des Arbeitsrohrs 1 in diesem
hin- und hergefahren werden kann. Das Schienensystem 2 enthält zwei diametral gegenüberliegende,
parallel zueinander und zur Achse 4 des Arbeitsrohrs angeordnete Führungsschienen
5, die an der Innenwandung des . Arbeitsrohrs 1 befestigt sind. Auf diesen Führungsschienen
5 rollen von beiden Seiten her mehrere Laufrollen 6 eines Rahmens 7, in dem die Abbaueinheit
3 montiert ist und der im Bereich beider Führungsschienen 5 je eine zur Längsachse
4 hin gerichtete, U-förmige Ausnehmung 8 aufweist. Diese Ausnehmungen 8 umgreifen
an zwei diametral gegenüberliegenden Seiten einen Drehkranz 9, der eine zylindrische
Mantelfläche aufweist, mit Hilfe von Lagerrollen 10 drehbar in den Ausnehmungen 8
des Rahmens 7 abgestützt ist und an seinem Vorderende eine radiale Ausnehmung 9a aufweist.
Die Lagerrollen 10 sind im Rahmen 7 auf einem Kreisbogen angeordnet, dessen Durchmesser
dem Durchmesser des Drehkranzes 9 entspricht. Die Drehachse 11 des Drehkranzes 9 schneidet
die Achse 4 des Arbeitsrohrs 1 unter einem rechten Winkel.
[0014] Der Drehkranz 9 ist nach Fig. 2 innen hohl bzw. offen und mit zwei Schwenklagern
12 versehen, deren gemeinsame Schwenkachse 13 durch den Schnittpunkt der Achsen 4
und 11 verläuft und senkrecht sowohl zur Achse 4 als auch zur Drehachse 11 angeordnet
ist. Die Schwenklager 12 dienen zur schwenkbaren Lagerung eines Abbaukopfs 14, der
die Ausnehmung 9a radial durchragt und an seinem Vorderende ein Abbauwerkzeug 15 trägt,
das beispielsweise aus einem mit hoher Drehzahl drehbaren Fräskopf besteht, dessen
Außendurchmesser wesentlich kleiner, vorzugsweise wenigstens um die Hälfte kleiner
als der Innendurchmesser des Arbeitsrohrs 1 ist. Das Abbauwerkzeug 15 ist mittels
eines Schnell-Spannfutters leicht auswechselbar am Abbaukopf 14 befestigt, der im
wesentlichen aus einem Getriebegehäuse 16, einem an dieses angeflanschten Antriebsmotor
17, beispielsweise einem Hydraulikmotor, und einem im Getriebegehäuse 16 angeordneten
Getriebe besteht.
[0015] Der Abbaukopf 14 ist im übrigen einerseits mittels des Drehkranzes 9 um die Drehachse
11 drehbar, die nachfolgend als Y-Achse eines gedachten Koordinatensystems angesehen
wird, und andererseits mittels des Schwenklagers 12 um die nachfolgend als X-Achse
des gedachten Koordinatensystems angesehene Schwenkachse 13 verschwenkbar. Gleichzeitig
ist die Abbaueinheit mittels des Schienensystems 2 in Richtung der Achse 4 entsprechend
der Z-Achse des gedachten Koordinatensystems verschiebbar. Daraus folgt, daß das über
das Vorderende der Abbaueinheit 14 ausreichend weit hinausragende und um eine eigene
Drehachse verfügende' Abbauwerkzeug 15 innerhalb eines Wirkungsbereichs, dessen maximaler
Querschnitt wenigstens dem Außenquerschnitt des Arbeitsrohrs 1 entspricht, beliebig
in Richtung dieser drei Achsen, d. h. in X-, Y- und Z-Richtung bewegt werden kann.
Bei der dargestellten Ausführungsform verläuft die rückwärtige Verlängerung der Drehachse
des Abbauwerkzeugs 15 dabei stets durch den Schnittpunkt der drei Achsen 4, 11 und
13.
[0016] Zur Herstellung dieser Bewegungen des Abbauwerkzeugs 15 dient eine Steuereinrichtung,
die drei separat steuerbare, vorzugsweise als Zylinder/Kolben-Anordnungen 18, 19 und
20 ausgebildete Antriebe aufweist. Die Zylinder/Kolben-Anordnung 18 weist einen an
den Rahmen 7 angelenkten Zylinder 21 und eine an eine Halterung 22 des Abbaukopfs
°14 angelenkte Kolbenstange 23 auf und ist für eine Verschwenkung des Abbaukopfes
14 um die Schwenkachse 13 bzw. eine Bewegung des Abbauwerkzeugs 15 in Y-Richtung zuständig.
Die Zylinder/Kolben-Anordnung 19 weist einen ebenfalls an den Rahmen 7 angelenkten
Zylinder 24 und eine an eine Halterung 25 des Drehkranzes 9 angelenkte Kolbenstange
26 auf und ist für eine Verdrehung des Drehkranzes 9 bzw. eine Verschwenkung des daran
befestigten Abbaukopfes 14 um die Drehachse 11 und somit für eine Bewegung des Abbauwerkzeugs
15 in X-Richtung zuständig.
[0017] Die Zylinder/Kolben-Anordnung 20 schließlich weist einen an einen Schlitten 27 angelenkten
Zylinder 28 und eine an den Rahmen 7 angelenkte Kolbenstange 29 auf und dient zur
Verschiebung des Rahmens 7 bzw. der Abbaueinheit 3 in Richtung der Längsachse 4 und
damit zur Bewegung des Abbauwerkzeugs 15 in Z-Richtung. Dabei sind alle Zylinder und
Kolbenstangen jeweils so an die ihnen zugeordneten Bauteile angelenkt, daß alle Schwenk-
bzw. Drehbewegungen einzeln und/oder kombiniert durchgeführt werden können.
[0018] Der Schlitten 27 ist wie der Rahmen 7 mittels Laufrollen 30 auf den Führungsschienen
5 verschiebbar gelagert. Er ist außerdem mit einer Verriegelungsvorrichtung versehen,
mittels derer er im Arbeitsrohr 1 unverschieblich arretiert werden kann. Die Verriegelungsvorrichtung
umfaßt beispielsweise zwei Zylinder/Kolben-Anordnungen 31 mit am Schlitten 27 montierten
Zylindern 32 und senkrecht zur Arbeitsrohrachse 4 angeordneten Kolbenstangen 33, die
klemmend gegen die Innenwandung des Arbeitsrohrs 1 oder der Führungsschienen 5 gedrückt
werden können, um den Schlitten 7 an einer beliebigen Stelle in Richtung der Achse
4 festzulegen. Alternativ können in den Führungsschienen 5 in vorgewählten Abständen
Ausnehmungen 34 ausgebildet sein, in die die äußeren Enden der Kolbenstangen 33 oder
daran befestigte Stifte einführbar sind, um den Schlitten 27 an vorgegebenen Stellen
in Richtung der Achse 4 durch Formschluß anstatt durch Kraftschluß zu verriegeln.
[0019] Zum Abtransport des an der Ortsbrust vom Abbauwerkzeug 15 abgelösten Materials dient
eine zweckmäßig in einem Raum 36 (Fig. 1) unterhalb des Drehkranzes 9 bzw. der gesamten
Abbaueinheit 3 angeordnete, vorzugsweise mechanische Fördereinrichtung. Diese kann
beispielsweise eine mittels Ketten bewegbare Schaufel, ein Förderband oder ein Schubstangensystem
enthalten, das eine Mehrzahl von mit Abstand angeordneten, schwenkbaren Klappen aufweist,
die das gelöste Material schrittweise jeweils an eine nachfolgende Klappe übergeben.
Die Förderung erfolgt dabei jeweils parallel zur Arbeitsrohrachse 4 und derart, daß
das eigentliche Förderelement bis etwa an das vordere Ende des Arbeitsrohrs 1 und
damit bis an die Ortsbrust herangefahren werden kann, um das abgelöste und herabfallende
Material aufzunehmen. Dadurch, daß das Abbauwerkzeug 15 und auch der Abbaukopf 14
einen ausreichend kleinen wirksamen Außenquerschnitt im Vergleich zum Innenquerschnitt
des Arbeitsrohrs 1 aufweisen, lassen sich Fördereinrichtungen dieser Art ohne weiteres
in dem Raum 36 unterbringen.
[0020] Die Arbeitsweise mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist wie folgt : Es werden
zunächst an beiden Enden der herzustellenden, unterirdischen Durchbohrung Preßgruben
ausgegraben. In einer Preßgrube wird nun das Arbeitsrohr 1 derart in Stellung gebracht,
daß sein Vorderende an der zu durchbohrenden Wand der Preßgrube anliegt, die Achse
4 mit der Achse der herzustellenden Durchbohrung übereinstimmt und die beiden Führungsschienen
in gleicher Höhe angeordnet sind, so daß sie mit der Achse 4 eine horizontale, das
Arbeitsrohr in eine obere und untere Hälfte teilende Ebene bilden. Außerdem wird die
Anordnung so getroffen, daß die Abbaueinheit 3 im wesentlichen oberhalb dieser Ebene,
die Fördereinrichtung dagegen im wesentlichen unterhalb dieser Ebene liegt. Schließlich
ist zu diesem Zeitpunkt die Drehachse des Abbauwerkzeugs 15 zweckmäßig koaxial zur
Achse 4 angeordnet.
[0021] Der Schlitten 27 wird nun mittels der Zylinder/Kolben-Anordnungen 31 im Arbeitsrohr
1 verriegelt, damit er ein Widerlager für die Verschiebung des Rahmens 7 in Z-Richtung
bildet. Durch Betätigung der Zylinder/Kolben-Anordnung 20 wird der Rahmen 7 vorgeschoben,
um das Abbauwerkzeug 15 durch das Vorderende des Arbeitsrohrs hindurch an die zu durchbohrende
Wand, d. h. die momentane Ortsbrust anzulegen. Durch Einschalten des Motors 17 wird
der Bohrvorgang eingeleitet. Dabei wird als Abbauwerkzeug 15 beispielsweise ein Teilschnitt-Fräskopf
verwendet, der das in seinem Wirkungsbereich liegende Material ablöst. Durch geeignete
Ansteuerung der Zylinder/Kolben-Anordnungen 18, 19 und 20 wird das Abbauwerkzeug 15
sodann derart in X-, Y- und Z-Richtung bewegt, daß es allmählich ein Bohrloch mit
einem immer größer werdenden Querschnitt erzeugt. Dabei ist es zweckmäßig, das Abbauwerkzeug
zunächst durch Ansteuerung der Zylinder/Kolben-Anordnungen 18 und 19 auf Kugelflächen
mit allmählich größer werdenden Radien wandern zu lassen, und dabei mittels des Rahmens
7 bzw. der Zylinder/Kolben-Anordnung 20 und des Schlittens 27 in Z-Richtung festzuhalten,
bis ein Durchbohrungsabschnitt mit einem dem Außenquerschnitt des Arbeitsrohrs 1 entsprechenden
Querschnitt erreicht ist, danach etwas in Z-Richtung vorzuschieben und dann den Bohrvorgang
zu wiederholen.
[0022] Die durch das Abbauwerkzeug 15 geschaffenen, in Z-Richtung erstreckten Durchbohrungsabschnitte
müssen durch Rohre gesichert werden. Dies geschieht dadurch, daß das Arbeitsrohr 1
mit einer hydraulischen Presse od. dgl. von der Preßgrube aus so weit vorgeschoben
wird, wie es der jeweilige Durchbohrungsabschnitt gestattet. Ist das Arbeitsrohr 1
vollständig in der Durchbohrung verschwunden, werden in den auf der Rückseite des
Arbeitsrohrs frei werdenden Teil der Durchbohrung weitere Rohre eingeschoben. Vor
dem Nachschieben des Arbeitsrohrs 1 bzw. der weiteren Rohre wird das Abbauwerkzeug
15 mittels der Zylinder/Kolben-Anordnung 20 in das Arbeitsrohr 1 zurückgezogen. Ist
es dabei erwünscht, den Schlitten 27 an einer anderen Stelle innerhalb des Arbeitsrohrs
1 zu positionieren, braucht dazu lediglich die diesem zugeordnete Verriegelungsvorrichtung
gelöst und die Zylinder/Kolben-Anordnung 20 entsprechend beaufschlagt werden, da hierbei
die vergleichsweise schwere Abbaueinheit 3 im Stillstand verbleibt. Alternativ wäre
es möglich, auch der Abbaueinheit 3 eine Verriegelungsvorrichtung zuzuordnen.
[0023] Während des Bohrvorgangs oder auch in den Pausen zwischen aufeinander folgenden Bohrvorgängen
ist es erforderlich, das gelöste Material von der Ortsbrust zu entfernen, das sich
teils am Boden des Arbeitsrohrs 1, teils am Boden der hergestellten Durchbohrung ansammelt
und einen weiteren Abbau unmöglich machen würde. Hierzu wird die automatische Fördereinrichtung
in Bewegung versetzt, die das gelöste Material aufnimmt und unter der Abbaueinheit
3 hindurch zum anderen Ende des Arbeitsrohrs 1 transportiert. Hinter der Abbaueinheit
3 oder dem hinteren Ende des Arbeitsrohrs 1 kann das geförderte Material direkt auf
ein in der Preßgrube angeordnetes Förderband überführt werden.
[0024] Der Wirkungsbereich der Fördereinrichtung erstreckt sich zweckmäßig nur über die
Länge des Arbeitsrohrs 1, damit sie jeweils zusammen mit diesem vorgeschoben werden
kann. Daher werden, nachdem das Arbeitsrohr in der Durchbohrung verschwunden ist,
weitere Einrichtungen benötigt, um das mit der Fördereinrichtung bis zum hinteren
Arbeitsrohrende transportierte Material zu übernehmen und zur Preßgrube zu verfahren.
Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, die dem Arbeitsrohr nachgeschobenen Rohre
mit Laufschienen für einen hin- und herfahrbaren Wagen zu versehen.
[0025] Die Arbeit des Abbauwerkzeugs 15 wird zweckmäßig mittels einer an der Abbaueinheit
3 montierten Fernsehkamera od. dgl. überwacht. Beim Auftreten eines Hindernisses kann
daher mittels der Fernsehkamera Art und Position des Hindernisses genau ermittelt
und über die Steuervorrichtung so auf das Abbauwerkzeug 15 eingewirkt werden, daß
dieses das Hindernis nach und nach beseitigt. Wegen der geringen Größe des Abbauwerkzeugs
kann dabei stets ein günstiger Winkel des Abbauwerkzeugs zum Hindernis hergestellt
und vermieden werden, daß auf das Arbeitsrohr 1 so große Kräfte ausgeübt werden, daß
dieses seitlich aus seiner Sollbahn verdrängt wird. Abgesehen davon kann die gewünschte
Vorschubrichtung des Arbeitsrohrs sehr genau eingehalten werden, indem beispielsweise
ein Laserstrahl zur Festlegung einer Sollachse für die Durchbohrung benutzt und die
Bewegung des Abbauwerkzeugs bezüglich dieser Sollachse gesteuert wird. Da für diesen
Fall die Achsen der vom Abbauwerkzeug nacheinander hergestellten Durchbohrungsabschnitte
jeweils durch den Laserstrahl zentriert werden, ist ein Abweichen der tatsächlichen
Durchbohrungsachse von der Sollachse praktisch nicht möglich.
[0026] Ist es erwünscht, das Abbauwerkzeug 15 auszuwechseln, sei es wegen Verschleiß, sei
es wegen einer Änderung der abzulösenden Bodenschicht, wird die gesamte Abbaueinheit
3 mittels der Zylinder/Kolben-Anordnung 20 bis an das hintere Ende des Arbeitsrohrs
verschoben, dort an einen Wagen od. dgl. angekoppelt, der in die dem Arbeitsrohr folgenden
Rohre eingefahren wird, und von diesem in die Preßgrube überführt. Alternativ wäre
es möglich, die dem Arbeitsrohr folgenden Rohre mit Schienensystemen entsprechend
dem Schienensystem 2 zu versehen und die Abbaueinheit allein durch entsprechende Betätigung
der Zylinder/Kolben-Anordnung 20 in die Preßgrube zu transportieren. Beim Auftauchen
eines besonders kritischen, mit üblichen Abbauwerkzeugen nicht beseitigbaren Hindernisses
wäre es sogar denkbar, die Abbaueinheit mit einem Preßlufthammer oder einem Sprengsatz
zu versehen. Alle diese Maßnahmen lassen sich unter Beobachtung durch die Fernsehkamera
automatisch und ohne Begehung der Durchbohrung durchführen.
[0027] Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, das
sich auf vielfache Weise abwandeln läßt.
[0028] Dies gilt insbesondere für die Fördereinrichtung, die zum Auswechseln des Abbauwerkzeugs
benötigten Transporteinrichtungen und die hydraulischen oder pneumatischen Zylinder/Kolben-Anordnungen,
aber auch beispielsweise für die Art und Weise, in welcher das Abbauwerkzeug 15 in
seinem Wirkungsbereich bewegt wird. Es wäre beispielsweise möglich, das Abbauwerkzeug
auch in X- und Y-Richtung linear zu verschieben oder mit Hilfe von parallelogrammartigen
Führungen oder Gestängen zu bewegen, anstatt die Bewegungen in diese Richtungen durch
Dreh- bzw. Schwenkbewegungen herbeizuführen. Abgesehen davon kann die Steuervorrichtung
in beliebiger Weise ausgestaltet und mit automatisch' arbeitenden Rechnern oder Mikroprozessoren
zur Berechnung der Bewegungen des Abbauwerkzeugs versehen sein. Möglich wäre es auch,
das Schienensystem 2 wegzulassen und den Rahmen 7 und den Schlitten 27 auf andere
Weise, z. B. mittels einfacher Gleit- oder Rollenführungen, verschiebbar im Arbeitsrohr
1 zu lagern.
1. Vorrichtung zum Herstellen von unterirdischen, nicht begehbare Querschnitte aufweisenden
Durchbohrungen, die eine vorgegebene Sollachse und einen vorgegebenen Sollquerschnitt
aufweisen, mit einem in Richtung der Auffahrung vorpreßbaren Arbeitsrohr (1), dessen
Außenquerschnitt dem Sollquerschnitt der Durchbohrungen entspricht, mit einem im Arbeitsrohr
angeordneten, in diesem festlegbaren und nach hinten aus diesem entfernbaren Rahmen
(7), an dem eine parallel zur Arbeitsrohrachse verschiebbare Abbaueinheit (3) montiert
ist, die ein in Achsrichtung des Arbeitsrohrs verschiebbares, aus dem Arbeitsrohr
in Vorpreßrichtung vorschiebbares, an einem Abbaukopf (14) montiertes und von diesem
drehbares Abbauwerkzeug (15) aufweist, und mit einer Steuervorrichtung zur Steuerung
von Antriebselementen der Abbaueinheit, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (7)
mittels einer Führungseinrichtung (5, 6) parallel zur Arbeitsrohrachse (4) verschiebbar
und mit der gesamten Abbaueinheit (3) aus dem Arbeitsrohr (1) entfernbar in diesem
gelagert ist, daß das Abbauwerkzeug (15) aus einem Teilschnitt-Werkzeug besteht, das
wie der Abbaukopf (14) einen wesentlich kleineren wirksamen Durchmesser als das Arbeitsrohr
(1) aufweist, und daß Antriebselemente (18, 19) zum Bewegen des Abbauwerkzeugs in
senkrecht zur Arbeitsrohrachse verlaufende Richtungen und zum Verschieben des Abbauwerkzeugs
in Achsrichtung des Arbeitsrohrs mittels der Steuervorrichtung so bezüglich der Sollachse
steuerbar sind, daß vor dem Arbeitsrohr (1) allmählich ein mit der Sollachse koaxialer
und den Sollquerschnitt aufweisender Hohlraumabschnitt herstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Führungseinrichtung
ein im Arbeitsrohr angeordnetes, parallel zu dessen Achse (4) verlaufendes Schienensystem
(2) vorgesehen und der Rahmen (7) in dem Schienensystem (2) verschiebbar gelagert
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abbaueinheit
(3) einen das Abbauwerkzeug (15) tragenden Abbaukopf (14) aufweist, der um zwei zueinander
und zur Arbeitsrohrachse (4) senkrechte Achsen (11, 13) beweglich gelagert ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (7) einen offenen
Drehkranz (9) aufweist, der um eine die Arbeitsrohrachse (4) senkrecht schneidende
Drehachse (11) drehbar gelagert ist, und daß der Abbaukopf (14) in dem Drehkranz (9)
um eine die Arbeitsrohrachse (4) und die Drehachse (11) senkrecht schneidende Schwenkachse
(13) schwenkbar gelagert ist.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebselemente je eine Zylinder/Kolben-Anordnung (18, 19) zur Verdrehung
des Drehkranzes (9) und zur Verschwenkung des Abbaukopfes (14) enthalten.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder/Kolben-Anordnung
(18) zur Verschwenkung des Abbaukopfes (14) an den Rahmen (7) und den Abbaukopf (14)
angelenkt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder/Kolben-Anordnung
(19) zur Verdrehung des Drehkranzes (9) an den Rahmen (7) und den Drehkranz (9) angelenkt
ist.
8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Abbauwerkzeug (15) leicht auswechselbar an der Abbaueinheit (3) befestigt
ist.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der wirksame Außenquerschnitt des Abbauwerkzeugs (15) kleiner als die Hälfte des
Innenquerschnitts des Arbeitsrohrs (1) ist.
10. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Arbeitsrohr (1) und unterhalb der Abbaueinheit (3) eine mechanische Fördereinrichtung
zum Abtransport des vom Abbauwerkzeug (15) gelösten Materials vorgesehen ist.
1. Device for producing underground boreholes having inaccessible cross-sections and
having a preset nominal axis and a preset nominal cross-section, with a working pipe
(1) which can be advanced in the direction of driving and whose external cross-section
corresponds to the nominal cross-section of the boreholes, with a frame (7) which
is disposed in the workings pipe and can be fixed therein and removed therefrom rearwardly
and on which is mounted a working unit (3) which is slidable parallel to the working
pipe axis and comprises a working tool (15) which is slidable in the axial direction
of the working pipe, can be advanced out of the working pipe in the direction of driving
and is mounted on and rotatable by a working head (14), and with a control device
for controlling drive elements of the working unit, characterised in that the frame
(7) is slidable parallel to the working pipe axis (4) by means of a guide device (5,
6) and is mounted removably together with the whole working unit (3) in the working
pipe (1), the working tool (15) consists of a part-section tool which, like the working
head (14), has a substantially smaller effective diameter than the working pipe (1),
and drive elements (18, 19) for moving the working tool in directions perpendicular
to the working pipe axis and for sliding the working tool in the axial direction of
the working pipe are controllable by means of the control device relative to the nominal
axis in such a way that a cavity section coaxial with the nominal axis and having
the nominal cross-section can gradually be produced in front of the working pipe (1).
2. Device according to claim 1, characterised in that a rail system (2) which is disposed
in the working pipe and extends parallel to the axis (4) thereof is provided as the
guide device, and the frame (7) is mounted slidably in the rail system (2).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the working unit (3) comprises
a working head (14) which carries the working tool (15) and which is movable about
two axes (11, 13) perpendicular to each other and to the working pipe axis (4).
4. Device according to claim 3, characterised in that the frame (7) comprises an open
ring mount (9) which is rotatable about an axis of rotation (11) intersecting with
the working pipe axis (4) perpendicularly, and the working head (14) is mounted in
the ring mount (9) so as to pivot about a pivot axis (13) which intersects with the
working pipe axis (4) and the axis of rotation (11) perpendicularly.
5. Device according to one or more of claims 1 to 4, characterised in that the drive
elements each contain a piston and cylinder assembly (18, 19) for rotating the ring
amount (9) and for pivoting the working head (14).
6. Device according to claim 5, characterised in that the piston and cylinder assembly
(18) is linked to the frame (7) and the working head (14) for pivoting the working
head (14).
7. Device according to claim 5 or 6, characterised in that the piston and cylinder
assembly (19) is linked to the frame (7) and the ring mount (9) for rotating the ring
mount (9).
8. Device according to one or more of claims 1 to 7, characterised in that the working
tool (15) is mounted on the working unit (3) so as to allow easy changing.
9. Device according to one or more of claims 1 to 8, characterised in that the effective
external cross-section of the working tool (15) is smaller than half the internal
cross-section of the working pipe (1).
10. Device according to one or more of claims 1 to 8, characterised in that in the
working pipe (1) and beneath the working unit (3) is provided a mechanical conveying
device for removing the material loosened by the working tool (15).
1. Dispositif pour la production de forages d'une section transversale inaccessible,
qui présentent un axe de consigne prédéfini et une section de consigne prédéfinie,
avec un tube de travail (1), précompressible dans le sens d'avance et dont la section
externe correspond à la section de consigne des forages, avec un châssis (7) disposé
dans le tube de travail, pouvant être fixé dans ce dernier et retiré de ce dernier
par l'arrière, et sur lequel est montée une unité d'abattage (3), qui peut se déplacer
parallèlement à l'axe du tube de travail et qui présente un outil d'abattage (15)
mobile dans le sens axial du tube de travail, pouvant être repoussé de ce dernier
dans le sens de précompressiori et monté sur une tête d'abattage (14), qui l'entraîne
en rotation, et avec un dispositif de commande des éléments d'entraînement de l'unité
d'abattage, caractérisé en ce que le châssis (7), monté dans le tube de travail (1),
peut se déplacer parallèlement à l'axe (4) de ce dernier, au moyen d'un dispositif
de guidage (5, 6), et peut être retiré du tube (1) avec l'ensemble de l'unité d'abattage
(3), en ce que l'outil d'abattage (15) se compose d'un outil à coupe partielle qui
présente, comme la tête d'abattage (14), un diamètre de travail essentiellement inférieur
au diamètre du tube (1), et en ce que des éléments d'entraînement (18, 19), prévus
pour le déplacement de l'outil d'abattage dans des directions perpendiculaires à l'axe
du tube de travail, et pour le déplacement de l'outil d'abattage dans le sens axial
du tube de travail, peuvent être pilotés par le dispositif de commande, par rapport
à l'axe de consigne, de manière à produire progressivement, en avant du tube de travail
(1), une section de forage coaxiale à l'axe de consigne et présentant la section de
consigne.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de guidage
est représenté par un système de rails (2), disposé dans le tube de travail et parallèle
à l'axe (4) de ce dernier, le châssis (7) étant monté et pouvant se déplacer dans
le système de rails (2).
'3. Dispositif suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que l'unité
d'abattage (3) présente une tête (14), qui supporte l'outil d'abattage (15) et peut
se déplacer autour de deux axes (11, 13), perpendiculaires entre eux et perpendiculaires
à l'axe (4) du tube de travail.
4. Dispositif suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le châssis (7) présente
une couronne d'orientation (9) ouverte, qui peut tourner autour d'un axe de rotation
(11), coupant à la perpendiculaire l'axe (4) du tube de travail, et en ce que la tête
d'abattage (14), montée dans la couronne d'orientation (9), peut pivoter autour d'un
axe (13), coupant à la perpendiculaire l'axe (4) du tube de travail et l'axe de rotation
(11).
5. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
les éléments d'entraînement comportent respectivement un ensemble cylindre/piston
(18, 19), pour la rotation de la couronne d'orientation (9) et pour le pivotement
de la tête d'abattage (14).
6. Dispositif suivant la revendication 5, caractérisé en ce que l'ensemble cylindre/piston
(18), prévu pour le pivotement de la tête d'abattage (14), s'articule sur le châssis
(7) et sur la tête (14).
7. Dispositif suivant l'une des revendications 5 et 6, caractérisé en ce que l'ensemble
cylindre/piston (19), prévu pour la rotation de la couronne d'orientation (9), s'articule
sur le châssis (7) et sur la couronne (9).
8. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
l'outil d'abattage (15), facilement interchangeable, est fixé sur l'unité d'abattage
(3).
9. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
la section externe effective de l'outil d'abattage (15) est inférieure à la moitié
de la section interne du tube de travail (1).
10. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 8, caractérisé en ce
qu'un dispositif de transport mécanique est prévu dans le tube de travail (1), au-dessous
de l'unité d'abattage (3), pour l'évacuation du matériau désagrégé par l'outil d'abattage
(15).