[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Deckenkonstruktion mit Stützen nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Es sind bereits Deckenkonstruktionen bekannt, bei denen Unterzugsplatten auf von
Säulen abgestützten Kopfplatten aufliegen und durch eine Ortsbetonschicht verbunden
sind (CH-PS 488 883). Derartige Konstruktionen haben sich bewährt, ergeben jedoch
ein relativ grosses Gewicht.
[0003] Mit der Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Deckenkonstruktion mit grossen
Stützweiten zu schaffen, welche sich besonders für Bauten mit mehreren übereinanderliegenden
Stockwerken eignet, bei vergleichbarer Tragfähigkeit ein geringeres Gewicht hat als
bisher bekannte Deckenkonstruktionen und einen raschen Baufortschritt ermöglicht.
[0004] Die Erfindung, mit der diese Aufgabe gelöst wird, ergibt sich aus dem Kennzeichen
des Patentanspruches 1.
[0005] Dadurch wird erreicht, dass tragende Säulen direkt übereinander angeordnet werden
können und durch die Verwendung metallischer Rippenplatten eine weitgehende, kostengünstige
Vorfabrikation möglich ist. Dabei entfällt die Schalungs- und Entschalungsarbeit,
da die Rippenplatten als "verlorene Schalung" dienen.
[0006] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch die Deckenkonstruktion
Fig. 2 einen Grundriss vor dem Aufbringen des Ortsbeton
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2 nach dem Aufbringen des Ortsbeton
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 2
Fig. 5 einen zu Fig. 3 analogen Schnitt durch ' eine Ausführungsvariante
Fig. 6 einen zu Fig. 1 analogen Schnitt durch eine Ausführungsvariante
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 2.
[0007] Die Deckenkonstruktion ist so aufgebaut, dass eine Vielzahl von säulenartigen Stützen
jeweils in einer Reihe gleicher oder variabler Abstände rasterartig angeordnet sind.
Ueblicherweise befinden sich mehrere jeweils einem Stockwerk zugeordnete Stützen 1
übereinander. Die Stützen 1 - gemäss den Fig. 1 und 2 - bestehen in der Regel aus
einem Stahlmantel 14 von vorzugsweise kreisförmigem Querschnitt, der innen eine Betonfüllung
13 enthält. Die Verbindung von zwei übereinander angeordneten, einzelnen Stützen 1
erfolgt durch eine als Stahlrohr ausgebildete Verbindungsmuffe 3, welche sich beidseitig
über die Trennfuge 20 der beiden Stützen 1 erstreckt. Auf ihrer Unterseite liegt die
Verbindungsmuffe 3 auf einem metallischen Auflagering 2 auf, der mit dem Stahlmantel
14 ringsherum durch Schweissnähte 21 verschweisst ist.
[0008] Horizontale Träger 5, die je im F.ereich der Stützen 1 angeordnet sind, bestehen
aus Flacheisen 16 die entlang ihrer beiden Längsränder mit metallischen Auflagewinkeln
4 verschweisst sind. Die Trennfuge 20 der übereinander liegenden Säulen 1 befindet
sich im Bereich des horizontalen Trägers 5.
[0009] Das von der Säule 1 durchdrungene Flacheisen 16 ist mit der Verbindungsmuife 3 durch
Schweissnähte 7 verschweisst. Die horizontalen, nach aussen ragenden Schenkel 4a der
Auflagewinkel 4 beidseitig des Flacheisens 16 dienen zur Abstützung von ersten plattenartigen
Decken-Profilblechen 10, auch Rippenplatten genannt. Solche metallische Decken-Profilbleche
10 sind beispielsweise unter der Bezeichnung "Holorib-Bleche" bekannt und enthalten
im Abstand voneinander angeordnete, untereinander parallele, nach unten offene Längsnuten
15. In Fig. 2 ist lediglich ein Teil dieser Decken-Profilbleche 10 eingezeichnet.
Mehrere dieser untereinander parallelen Decken-Profilbleche 10 greifen ineinander
und erstrecken sich über die Längsausdehnung der horizontalen Träger 5.
[0010] An den beiden Enden der Träger 5 sind - gemäss Fig. 3 - Z-Profilschienen 9 starr
festgemacht, beispielsweise durch Nieten, Verschraubung oder Schweissnähte. Diese
Z-Profilschienen 9 dienen als Auflager für quer zu den ersten Decken-Profilblechen
10 verlaufende zweite Deckenprofilbleche 11. Diese können gleich ausgebildete "Holorib-Bleche"
sein wie die ersten Decken-Profilbleche 10. Uebcr den Decken-Profilblechen 10, 11
wird eine Ortsbetonschicht 12 aufgebracht, welche sich mit den Decken-Profilblechen
10, 11 und auf dem Flacheisen 5 aufgeschweissten, nach oben abragenden Schubbolzen
8 verbindet. Um die Durchbiegung zu vermeiden oder zu beschränken werden die Decken-Profilbleche
10, 11 von unten unterstützt, bis der Beton erhärtet ist.
[0011] In den Fig. 5 - 7 ist eine Ausführungsvariante dargestellt. Gemäss Fig. 5 sind die
Profilschienen 19 auf denen die ersten Decken-Profilbleche 10 (Holorib-Bleche) aufliegen,
als U-Profilschienen ausgebildet.
[0012] Gemäss Fig. 6 befindet sich die Trennfuge 20 etwa in der Mitte der Ortsbetonschicht
12. Die Verbindungsmuffe 3 ist mit mehreren angeschweissten Schlaudern 18 versehen;
welche von der Ortsbetonschicht umgossen sind. Im übrigen entsprechen gleiche Bezugszahlen.gleichen
Teilen wie in Fig. 1 mit gleicher Wirkungsweise.
[0013] Der in Fig. 7 dargestellte Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 2 zeigt die Abstützung
des Trägers 5, der über ein an der U-Profilschicne 19 angeschraubtes Winkeleisen 17
abgestützt ist.
1. Deckenkonstruktion mit Säulen und mit Fertigteilen, über denen sich eine Ortsbetonschicht
befindet, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützen (1) je einen mit diesen festverbundenen
Auflagering (2) aufweisen, auf der eine der Verbindung zweier übereinander liegender
Säulen (1) dienende Verbindungsmuffe (3) aufliegt, die Verbindungsmuffe (3) mit einem
Horizontalträger (5) starr verbunden ist, der beidseitig Schultern (4a) zur Abstützung
erster horizontaler Decken-Profilbleche (10) aufweist und an den Enden der Horizontalträger
(5) metallische profilschienen (9) festgemacht sind, die als Auflager für quer zu
den ersten verlaufende zweite horizontale Decken- Profilbleche (11) dienen.
2. Deckenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dPn Horizontalträgern (5) starr verbundenen Profilschienen (9) einen Z- oder U-förmigen
Querschnitt haben.