[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bearbeitungsanordnung gemäß dem Oberbegriffs
des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Bearbeitungsanordnung ist aus der eigenen älteren Anmeldung des Anmelders
P 34 03 894.9-35 bekannt. Sie wird gemäß dieser Anmeldung in einer Vorrichtung zum
Beschichten eines metallischen Dentalprothesenteils eingesetzt. Mittels einer solchen
Vorrichtung werden metallische Dentalprothesenteile, die an einer Haltevorrichtung
im Abstand von einer Siliciumoxidquelle angeordnet sind, mit einer Siliciumoxid-haltigen
Haftvermittlerschicht überzogen. Hierzu ist der Flammenkegel des Flammenhydrolyse-Brenners
auf das zu beschichtende Dentalprotheseteil gerichtet, und zwar so, daß die Flammenkegellänge
den Abstand zwischen Flammenhydrolyse-Brenner und Dentalprothesenteil um höchstens
25 % überschreitet, um so zu gewährleisten, daß sich das zu beschichtende Teil außerhalb
des rußhaltigen Flammenendbereiches bzw. der Flammenspitze befindet. Während der Beschichtung
wird die Haltevorrichtung, die an einem Karussell angeordnet ist, relativ zu dem Flammhydrolyse-Brenner
bewegt. Mit diesem Karussell ist es möglich, nacheinander verschiedene Flächenteile
des Prothesenteils sowie auch Einzelne, unterschiodiche Prothesenteile dem Flammenkegel
auszusetzen. Um eine Beschichtung des Prothesenteils von allen Seiten zu gewährleisten,
ist es erforderlich, das zu beschichtende Teil von Zeit zu Zeit aus der Haltevorrichtung
in seiner Stellung relativ zur Flamme zu verdrehen. Eine derartige Vorrichtung hat
sich in der Praxis recht gut bewährt.
[0003] Ausgehend von einer derartigen Vorrichtung liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Bearbeitungsanordnung für eine Flammenhydrolyse-Beschichtungsvorrichtung
zu schaffen, die eine optimale Ausnutzung des nutzbaren Flammenbereiches eines Flammenhydrolyse-Brenners
ermöglicht, mit der weiterhin eine allseitige, gleichmäßige Beschichtung des Gegenstandes
gewährleistet wird, ohne daß der Gegenstand in seiner Stellung relativ zur Flamme
verändert werden muß und die darüber hinaus einen äußerst variablen Aufbau aufweist.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß in Flammrichtung gesehen hinter der Haltevorrichtung
für das zu beschichtende Teil eine Prallfläche angeordnet ist. Durch die Prallfläche,
die verhindert, daß der Flammenkegel frei strömen kann, wird eine Verwirbelung der
Flammenspitze erzeugt, und der dort vorhandene, störende Rußanteil stark verdünnt,
so daß dieser beim Beschichten nicht mehr ins Gewicht fällt. Es wird so ein effektiv
höheres, günstiges Reaktionsvolumen bereitgestellt innerhalb dessen beispielsweise
das Dentalprothesenteil beschichtet werden kann. Die Zusammensetzung der Flamme und
damit die Beschichtungseigenschaften sind nicht mehr in dem Maße ortsabhängig, wie
dies ohne die Prallfläche der Fall ist. Außerdem wird durch die Verwirbelung infolge
der Prallfläche beispielsweise das Dentalprothesenteil von seiner Rückseite, d. h.
von seiner der Flamme abgewandten der Prallfläche zugewandten Seite, mit der erwünschten
Siliciumoxid-haltigen Schicht überzogen.
[0005] Besonders vorteilhaft hat sich ein zylinderförmiger Prallkörper erwiesen, der mit
seiner Zylinderachse in Verlängerung der Drehachse des Karussells angeordnet ist.
Um den zylinderförmigen Prallkörper herum können mehrere kleinere Dentalprothesenteile
oder aber auch ein größeres Dentalprothesenteil positioniert werden, die in einem
sich wiederholenden Zyklus an dem Flammenhydrolyse-Brenner vorbeigeführt werden. Durch
die Drehung des Karussells mit dem Prallkörper (die Umdrehungszahlen liegen bei 30
bis 60 U/min) wird eine zu starke Erwärmung der jeweils hinter dem zu beschichtenden
Teil liegenden Prallfläche, die durch den zylindrischen Körper gebildet wird, vermieden;
darüber hinaus wird durch die Drehung ein zusätzlicher Kühleffekt erzielt. Die durch
den zylindrischen Prallkörper gebildete Prallfläche gewährleistet für jedes um den
Umfang des Zylinders herum angeordneten Teiles gleiche Beschichtungsbedingungen.
[0006] Im Gegensatz zu der vorstehend beschriebenen Anordnung, bei der die Drehachse des
Karussells bzw. die Achse des zylindrischen Prallkörpers in etwa senkrecht zur Flammenrichtung
des Brenners verläuft, ist in bestimmten Anwendungsfällen auch eine Anordnung vorteilhaft,
bei der die Prallfläche durch ein als Prallteller ausgebildetes Karussell gebildet
wird, wobei hier die Drehachse des Karussells in Flammenrichtung verläuft und je nach
Anordnung der Halterungen für das zu beschichtende Teil zur Flamme des Hydrolyse-Brenners
nach unten versetzt ist. Bei einer solchen Anordnung ist der Prallteller gleichzeitig
die Prallfläche, was einen besonders einfachen Aufbau ergibt.
[0007] Mittels einer gegenüber der Flamme konkaven Querschnittsprofilgestaltung wird eine
erhöhte Verwirbeiung möglich und gleichzeitig eine Art Zwangs führung des Flammenendbereiches
in Richtung der Rückseite des zu beschichtenden Teiles erzielt. Diese Wirkung wird
noch zusätzlich erhöht, wenn der konkav verlaufende Teil der Prallfläche sich jeweils
oberhalb des Flammenbereiches befindet, so daß die infolge der Wärmekonvektion nach
oben gerichtete Flammenspitze von dem konkav verlaufenden Teil der Prallfläche erfaßt
wird. Hierbei hat sich gerade beim Einsatz der Bearbeitungsanordnung im Dentalbereich
ein Krümmungsradius des konkaven Profilverlaufes kleiner als 3 cm als vorteilhaft
erwiesen.
[0008] Das Problem eines zu großen Wärmestaus im Reaktionsvolumen der Flamme wird dadurch
vermieden, daß im Endbereich der Prallfläche Kühlschlitze vorgesehen sind oder aber
die Prallfläche aus einem netzartigen Drahtgeflecht gebildet ist. Von Vorteil ist
hierbei eine Breite der Kühlschlitze bzw. eine Maschenweite des netzartigen Drahtgeflechts
kleiner als 1 mm. Bei einem eingesetzten Prallteller sind somit an dem äußeren Umfangsbereich
diese Maßnahmen zur Wärmeabfuhr vorgesehen, während bei einem zylinderförmigen Prallkörper
diese Kühlmaßnahmen an der oberen, der dem Karussell abgewandten Seite, vorgesehen
sind.
[0009] Vorteilhafte zylindrische Prallkörper sind aufgetulpte Hohlzylinder bzw. Zylinder,
die in Verlängerung der Flamme des-Brenners eine Einschnürung aufweisen, und die darüber
hinaus im Bereich der Einschnürung einen parabolischen Verlauf ihrer Außenkontur aufweisen.
[0010] Um die Bearbeitungsanordnung im Hinblick auf die unterschiedlichen zu beschichtenden
Teile äußerst variabel zu gestalten, ist die Prallfläche auswechselbar an dem Karussell
angeordnet. In Verbindung mit einem als Prallteller ausgebildeten Karussell ist hierbei
eine zusätzliche auf dem Prallteller aufgelegte Fläche, die die eigentliche Prallfläche
bildet, denkbar, da die Prallfläche einer Abnutzung unterliegt. Mit einem höhenverstellbaren
Karussell oder Prallteller bzw. einem in seinem Abstand zur Flamme veränderbaren Prallteller
läßt sich die Verwirbelungszone der Flamme des Flammenhydrolyse-Brenners variieren
und optimal einstellen.
[0011] Eine weitere Erhöhung der Flammenverwirbelung kann mit muldenartigen Vertiefungen
erzielt werden, die sich bei einem zylindrischen Prallkörper in axialer Richtung und
bei einem Prallteller in radialer Richtung zur Drehachse erstrecken. Diese muldenartigen
Vertiefungen, jeweils im Bereich hinter einer Halterung für eine Einzelprobe, können
zusätzlich zu dem konkaven Verlauf der Prallfläche, d. h. zu dem konkaven Verlauf
der Außenkontur des zylinderförmigen Prallkörpers bzw. des Pralltellers hinzutreten.
Der Krümmungsradius der muldenartigen Vertiefung sollte kleiner als 5 cm sein.
[0012] Bei den unterschiedlichen Proben kann es erforderlich sein, die jeweilige Probe in
dem effektivsten Bereich des Reaktionsvolumens auszurichten. Hierzu sind die einzelnen
Maßnahmen nach den Ansprüchen, die die Ausgestaltung der Haltevorrichtungen mit den
Tragearmen und den Halterungen für die Proben betreffen, von Vorteil. Tragearme, die
direkt aus der Prallfläche herausgeführt werden und so zusammen mit der Prallfläche
eine Einheit bilden, können zusammen mit der an dem (den) Tr'agearm(en) gehaltenen
Probe(n) ausgewechselt werden. Die zu beschichtenden Teile können auf diese Weise
auf einzelnen Prallkörpern, einer Prallfläche, einem Prallteller oder einem zylinderförmigen
Prallkörper, aufgesetzt und bereitgehalten werden, um sie nacheinander in die Bearbeitungsanordnung
einzusetzen. So ist es möglich, außerhalb der Bearbeitungsanordnung der jeweils zu
beschichtenden Probe den geeigneten Prallkörper zuzuordnen. Eine Ausrichtung der Proben
wird durch eine schwenkbare Klemme, beispielsweise eine Krokodil-Klemme, erzielt.
Die Halterung kann aber auch durch einen etwa im rechten Winkel abgewinkelten Endbereich
des Tragearmes gebildet sein, auf den das zu beschichtende Teil, beispielsweise das
Untergestell für eine Zahnkrone, aufsteckbar ist. Derartige Halteanordnungen mit jeweils
zwei Tragearmen, die an ihrem abgewinkelten Ende miteinander verbunden sind, sind
von ihrem Aufbau her äußerst einfach und trotzdem äußerst wirksam. Die beiden Tragearme,
die zu ihrem freien Ende hin auseinanderlaufen, beispielsweise in Form eines dünnen
Drahtes, können durch entsprechende Bohrungen in der Prallfläche durchgeführt sein
und durch einfaches Verschieben innerhalb der Bohrungen in ihrem Abstand zur Prallfläche
verändert werden. Durch die auseinanderlaufenden Tragearme wird in den Bohrungen eine
die Tragearme haltende Klemmwirkung erzielt.
[0013] Bei aufwendigeren Haltevorrichtungen ist es aus Kostengründen sinnvoll, die Haltevorrichtungen
fest auf dem Karussell anzuordnen und den zylindrischen Prallkörper mit Schlitzen
zu versehen, durch die sich die Tragearme erstrecken. Hierdurch kann der zylindrische
Prallkörper ausgewechselt werden, wobei die Tragearme an dem Karussell verbleiben.
[0014] Eine leichte Verstellbarkeit der Haltevorrichtungen ergibt sich dann, wenn jeweils
zwei sich gegenüberliegende Haltevorrichtungen über die Tragearme an einer gemeinsamen
Klemme, beispielsweise innerhalb eines hohlzylindrischen Prallkörpers, verstellbar
angeordnet sind. Außerdem wird durch die Verbindung jeweils zweier Tragearme eine
stabile Anordnung erzielt. Als Klemme ist ein V- oder U-förmig gebogenes Federstahlblech
vorteilhaft, durch dessen freie Enden die beiden Tragearme durch entsprechende Bohrungen
jeweils geführt sind. Zum Lösen bzw. zum Verschieben der Tragearme ist es nur erforderlich,
die freien Enden der Klemme in eine exakt U-förmige Lage zu drücken, so daß die Tragearme
frei in den jeweils korrespondierenden Bohrungen verschiebbar sind. Diese Klemmen
können an einem Sockel des Karussells mit ihren Bodenteilen verschraubt sein.
[0015] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt
Figur 1 eine Bearbeitunosanordnung mit einem zylinderförmigen, an seinem oberen Ende
aufgetulpten Prallkörper
Figur 2 eine Bearbeitungsanordnung mit einem als Prallteller ausgebildeten Karussell
Figur 3 eine schematische Darstellung eines zylindrischen Prallkörpers mit einer Einschnürung
im oberen Bereich
Figur 4 eine Draufsicht auf einen zylinderförmigen Prallkörper mit muldenartigen axial
verlaufenden Vertiefungen
Figur 5 eine Draufsicht auf einen zylinderförmigen Prallkörper mit Kühlschlitzen
Figur 6 eine Draufsicht auf einen zylinderförmigen Prallkörper mit einem netzartigen
Drahtgeflecht zur Kühlung
Figur 7 und Figur 8 zwei schematisch dargestellte Ausführungsformen von Haltevorrichtungen
für die zu beschichtenden Proben
Figur 9 einen Schnitt durch einen zylinderförmigen Prallkörper mit zwei sich gegenüberliegenden
durch eine Klemme verbundenen Tragearmen
Figur 10 und Figur 11 eine perspektivische Darstellung bzw. eine Draufsicht auf eine
bzw. mehrere U- bzw. V-förmige Klemmen
Figur 12 eine weitere Abwandlungsform von Haltevorrichtungen
Figur 13 eine Halterung in Form von Krokodil-Klemmen. und
Figur 14 eine Draufsicht auf einen zylinderförmigen Prallkörper mit unterschiedlichen
an den einzelnen Halterungen aufgesetzten Proben.
[0016] In den einzelnen Figuren werden konstruktiv gleiche Bauteile mit den gleichen Bezugsziffern,
ergänzt um einen hochgesetzten Strich " ", bezeichnet.
[0017] Die in Figur 1 dargestellte Bearbeitungsvorrichtung weist einen Motor 1 auf, der
über einen Antriebsriemen 2 eine Drehachse 3 eines Karussells 4 antreibt. Auf dem
Karussell 4 ist ein zylindrischer Prallkörper 5 so angeordnet, daß die Zylinderachse
6 die Verlängerung der Drehachse 3 bildet. Bei dem zylindrischen Prallkörper 5 handelt
es sich um einen dünnwandigen Hohlzylinder aus Edelstahl, der an seinem oberen, freien
Ende 7 aufgetulpt ist, so daß die Außenkontur 8 des Prallkörpers gegenüber der Flamme
9 eines Brenners 10 einen konkaven Profilverlauf hat. Am Außenumfang des zylindrischen
Prallkörpers 5 sind mehrere Haltevorrichtungen 11 mit Tragearmen 12 und etwa im rechten
Winkel in Richtung der konkaven Prallfläche 14 abgewinkelten Halterungen 13, auf die
einzelne, zu beschichtende Proben 15 aufgesetzt sind, angeordnet. Durch die in Flammenrichtung
gesehen hinter den Proben 15 liegenden durch den zylindrischen Prallkörper 5 gebildeten
Teilflächen wird die Flammenspitze 16 stark verwirbelt, so daß im Bereich der Flammenspitze
kein störender Rußanteil auftritt. Der Spitzenteil der Flamme wird stark verdünnt
und damit ein hohes, effektives Reaktionsvolumen für die zu beschichtende Probe bereitgestellt.
Mit dieser Anordnung wird eine allseitige Beschichtung der Proben 15 gewährleistet,
d.h. auch auf der der Flamme 9 abgewandten Seite, ohne daß hierzu die Probe während
des
[0018] Beschichtungsvorganges umgesetzt werden muß. Beim Beschichten werden die einzelnen
Proben an dem Brenner 10 vorbeigeführt und so zyklisch beschichtet. Das Karussell
4 kann mit dem Außenumfang des zylindrischen Prallkörpers 5 abschließen, es kann aber
auch, wie in Figur 1 dargestellt ist, über den Prallkörper 5 vorstehen, wodurch eine
zusätzliche Zwangsführung der Flamme erreicht wird. Für eine solche Zwangsführung
kann aber auch ein zusätzliches Führungsblech 17 unterhalb der Tragearme 12 den Prallkörper
5 umlaufend in vorteilhafter Weise vorgesehen sein.
[0019] Während in Figur 1 die Drehachse 3 des Karussells 4 vertikal verläuft, ist in Figur
2 die Drehachse 3' des Karussells 4' vertikal, und zwar in Richtung der Flamme 9'
gelagert. Bei einer derartigen Anordnung wird die Prallfläche für die Flamme 9' direkt
durch das Karussell gebildet, das hierzu einen zur Flamme 9' hin konkav verlaufenden
Umfangsrand 18 aufweist. Die einzelnen Tragearme 12' sind durch den Prallteller bzw.
das Karussell 4' in Richtung des Pfeiles 20 verschiebbar hindurchgeführt und können
mittels Stellschrauben 19 justiert werden. Hierdurch ist es auf einfache Weise möglich,
den Abstand der Halterung 13' mit der darauf angeordneten Probe zur Prallfläche zu
variieren. Darüber hinaus ist der Prallteller 4' auf der Achse 3' in Richtung des
Pfeiles 21 verschiebbar angeordnet, so daß der Prallteller zusammen mit der Probenhalterung
relativ zur Flamme 9' verschoben werden kann. Durch diese doppelte Einstellbarkeit
sowohl des Pralltellers 4' als auch der Tragearme 12' kann das optimale Reaktionsvolumen
eingestellt und die Probe darin positioniert werden.
[0020] Während der zylindrische Prallkörper 5 nach Figur 1, abgesehen von der Auftulpung,
an seinem freien Ende 7 eine zylindrische Form aufwcist, zeigt der in Figur 3 dargestellte
zylinder- förmige Prallkörper 5' eine starke Einschnürung 22 im Bereich seines freien
Endes 7'. Lediglich der untere, als Suckel- teil 23 zu bezeichnende Bereich, mit dem
der Prallkörper 5' auf das Karussell 4 aufgesetzt wird, weist eine rein zylindrische
Form auf. Während die Einschnürung oberhalb ihres Scheitelpunktes eine starke Krümmung
aufweist, läuft sie zum Sockelteil 23 des Prallkörpers 5 hin weitläufig aus. Bei einem
Einsatz der in den Figuren 1 und 3 gezeigten Prallkörper bzw. des in Figur 2 gezeigten
Pralltellers sollte der Krümmungsradius der Außenkontur im hinter der Probe liegenden
Bereich kleiner als 3 cm sein. In den zylindrischen Prallkörpern 5, 5' nach den Figuren
1 und 3 können zusätzliche, in Richtung der Zylinderachsen 6, 6' verlaufende muldenartige
Vertiefungen 24 vorgesehen sein (wie in Figur 4 dargestellt ist), wobei die Anzahl
dieser muldenartigen Vertiefungen 24 der Anzahl der Haltevorrichtungen 11 für die
Proben entspricht. Der Krümmungsradius dieser muldenartigen Vertiefung 24, durch den
Pfeil 25 angedeutet, sollte kleiner als 5 cm sein. Durch diese muldenartigen Vertiefungen
24 wird die Verwirbelung der Flammenspitze zusätzlich erhöht. Allerdings ist ein derartiger
mit Mulden 24 versehener zylinderförmiger Prallkörper 5" (Fig. 4) nur für Einzelproben
einsetzbar, beispielsweise für zu beschichtende metallene Tragekörper für Zahnkronen,
die jeweils im Bereich einer dieser Mulden 24 angeordnet werden, während größere Zahnprothesenteile,
für die mehrere Halterungen benötigt werden, auf zylinderförmige Prallkörper nacn
den Figuren 1 oder 3 aufgesetzt werden, da hier eine gleichmäßige Verwirbelung über
den Umfang des Prallkörpers 5, 5' erforderlich ist.
[0021] Das Problem des Wärmestaus im Reaktionsvolumen ist dadurch gelöst, daß die zylindrischen
Prallkörper 5 an ihrer gekrümmten Oberseite Durchtrittsöffnungen für die Märmekonvektion
enthalten. Diese Durchtrittsöffnungen können beispielsweise durch in Richtung der
Zylinderachse 6 verlaufende Kühlschlitze 26 mit Schlitzbreiten kleiner als 1 mm (Figur
5) oder durch Verwendung eines maschenartigen Drahtgeflechtes 28 mit Durchtrittsöffnungen
27 vergleichbarer Dimension, d. h. kleiner 1 mm, gebildet werden (Figur 6), wobei
bei der letzteren Ausführungsform das Maschengeflecht 28 gleichzeitig die Prallfläche
des zylindrischen Prallkörpers in diesem Bereich bildet. Selbstverständlich können
derartige Kühlschlitze 26 bzw. ein derartiges maschenartiges Geflecht 28 auch bei
dem Prallteller nach Figur 2 vorgesehen sein.
[0022] In den Figuren 7 bis 13 sind unterschiedliche Haltevorrichtungen für die Proben gezeigt,
die in Verbindung mit den vorstehend beschriebenen zylindrischen Prallkörpern und
dem Prallteller eingesetzt werden können und jeweils ihre speziellen Vorteile mit
sich bringen.
[0023] Figur 7 zeigt eine Haltevorrichtung mit zwei Tragearmen 29, 30 aus dünnem Draht,
die an ihren in Richtung der konkav verlaufenden Prallfläche 18 hin abgewinkelten
Ende 31 miteinander verbunden sind. Die beiden Tragearme 29, 30, die durch Doppelbohrungen
32 in der Zylinderwand geführt sind, besitzen gegeneinander eine mechanische Spannung.
Sie können gegen diese Spannung in Richtung des Pfeiles 33 verschoben werden, wodurch
eine sehr einfache aber dennoch äußerst variable Halterung erhalten'wird.
[0024] Das als Aufnahme für die Probe dienende Ende 31 der Tragearme 29, 30 kann in seiner
Neigung zu den Tragearmen, durch den Winkel 34 angedeutet, variabel sein, je nach
Probenart und Probenform. Zur Sicherung der Haltevorrichtung gegen ein zu weites Herausziehen
aus dem Zylinder ist der untere Tragearm 30 an seinem freien Ende 35 abgewinkelt.
Dieser abgewinkelte Teil 35 sichert zwar einerseits die Haltevorrichtung an dem Zylinder,
andererseits ermöglicht er aber dennoch ein völliges Herausnehmen des Drahtgestelles
aus dem zylindrischen Prallkörper, indem die Tragearme in ihrer Endstellung gegen
leichten Druck nach unten geneigt werden.
[0025] In einer abgewandelten Form dieser Draht-Haltevorrichtung (Figur 8) sind die beiden
Tragearme 29', 30' voneinander getrennte Bauteile, die ggf. durch eine Zusatzfeder
36 zu einer Klemme umgestaltet werden können, die dann einen klemmbaren Sitz eines
Probekörpers ermöglichen.
[0026] Eine Einzeldraht-Haltevorrichtung, wie sie in Figur 9 gezeigt ist, wird in vorteilhafter
Weise so gestaltet, daß jeweils zwei sich gegenüberliegende Tragearme 12 mit einer
gemeinsamen Klemme 37 innerhalb des zylindrischen Prallkörpers 5 verbunden werden.
Die Tragearme 12 können gleichzeitig, beispielsweise in der Klemme mittels Federelementen
gehalten, in Richtung des Pfeiles 38 gegeneinander verschoben werden. Diese Klemme
37 kann ein V- oder U-förmig gebogenes Federblech mit einem Bodenteil 38 und von diesem
Bodenteil abgewinkelten Laschen 39 sein, wobei in den Laschen 39 jeweils korrespondierende
Bohrungen 40 vorgesehen sind. Der linke Tragearm bzw. der rechte Tragearm 12, die
jeweils durch die unteren Bohrungen bzw. oberen Bohrungen 40 geführt sind, lassen
sich verschieben, indem die beiden Laschen 39 in eine zum Bodenteil 38 rechtwinkelige
Stellung zusammengedrückt werden. Die Klemme 37 kann mittels einer Befestigungsöffnung
41 in dem zylindrischen Prallkörper bzw. an einem Sockel des Karussells verschraubt
werden. Mehrere dieser Klemmen 37 lassen sich in einfacher Weise übereinander zu einer
Einheit zusammensetzen (siehe Figur 11), so daß jede einzelne dieser Klemmen zum Verschieben
der Tragearme 12 betätigt werden kann.
[0027] Eine weitere Möglichkeit der Halterung der Probenklemmen ist über einen Trägerboden
42 (Figur 12) möglich. Dieser Trägerboden dient als Aufnahme für die drahtförmigen
Haltevorrichtungen, wie sie weiter oben beschrieben sind.
[0028] Eine gute Probenklemmung ist mit miniaturisierten Krokodil-Klemmen 43, die am Ende
von Tragearmen 44 über ein Kugelgelenk 45 allseitig schwenkbar sind, möglich. Die
Klemmen 43 können auch direkt an der Wand des Rotationskörpers verankert werden.
[0029] Wie in Figur 14 gezeigt ist, können an einem Probenträger eine Vielzahl von Haltevorrichtungen
vorgesehen sein, auf die die unterschiedlichsten Teile 15 der Prothetik aufgelegt
bzw. festgeklemmt werden können. Falls nicht alle Haltevorrichtungen 11 benötigt werden,
werden die nichtbenutzten Tragearme 11 in den zylindrischen Prallkörper 5 zurückgeschoben.
Der Durchmesser eines zylindrischen Prallkörpers sollte vorteilhaft bei 5 cm liegen.
1. Bearbeitungsanordnung für den Einsatz in einer Vorrichtung zur Beschichtung eines
Gegenstandes mittels Flammenhydrolyse, insbesondere zur Beschichtung eines metallischen
Dentalprothesenteils mit einer Siliciumoxid-haltigen Haftvermittlerschicht unter Einsatz
eines Flammenhydrolyse-Brenners als Siliciumoxidquelle, die ein auf einer Drehachse
gelagertes Karussell mit mindestens einer Haltevorrichtung mit einem sich radial zur
Drehachse erstreckenden Tragearm und einer im Endbereich des Tragearms angeordneten
Halterung für das zu beschichtende Teil aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in Flammrichtung
gesehen hinter der Haltevorrichtung (11) eine Prallfläche (5, 5', 5", 4') angeordnet
ist.
2. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallfläche
durch einen zylinderförmigen Prallkörper (5, 5', 5") gebildet wird, der so angeordnet
ist, daß die Zylinderachse (6, 6') die Verlängerung der Drehachse (3) des Karussells
(4) bildet.
3. Bearbeitungsanordrung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallfläche
durch ein als Prallteller ausgebildetes Karussell (4') gebildet wird, dessen Drehachse
(3') in Flammenrichtung verläuft.
4. Bearbeitungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenkontur (8, 8', 8") der Prallfläche gegenüber der Flamme (9, 9') konkav
verläuft.
5. Bearbeitunqsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der konkav verlaufende
Teil der Prallfläche (14, 14', 14") zu dem in etwa horizontal ausgerichtetem Flammenhydrolyse-Brenner
(9, 9') oberhalb des Flammbereichs angeordnet ist.
6. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius
des konkaven Profilverlaufs (14, 14', 14") kleiner als 3 cm ist.
7. Bearbeitungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß im Endbereich der Prallfläche Kühlschlitze (26) ausgebildet sind.
8. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlschlitze
(26) eine Breite kleiner als 1 mm aufweisen.
9. Bearbeitungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Endbereich der Prallfläche aus einem netzartigen Drahtgeflecht (28) gebildet
ist.
10. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Prallkörper
(5) ein im oberen, dem Karussell abgewandten Drittel (7) aufgetulpter Hohlzylinder
ist.
11. Bearbeitunosanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zylinderförmige
Prallkörper (5') unmittelbar im der Flamme (9) des Brenners (10) gegenüberlieoenden
Bereich eine Einschnürung (22) aufweist.
12. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur
des Prallkörpers (5') im Bereich der Einschnürung (22) einen parabolischen Verlauf
aufweist.
13. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallfläche
(5, 5', 4') auswechselbar an dem Karussell angeordnet ist.
14. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Karussell
(4) an der Drehachse (3) höhenverstellbar gelagert ist.
15. Bearbeitungsanordnung nach Ansoruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Prallteller
(4') in seinem Abstand zur Flamme (9') veränderbar angeordnet ist.
16. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Prallteller
(4') höhenverstellbar gelagert ist.
17. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zylinderförmige
Prallkörper (5 ") eine der Anzahl der Haltevorrichtungen (11) entsprechende Zahl von
in Richtung der Drehachse (3) verlaufenden muldenartigen Vertiefungen (24) aufweist.
18. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Prallteller
(4') eine der Anzahl der Haltevorrichtungen (11') entsprechende Zahl von in radialer
Richtung zur Drehachse (3') verlaufende muldenartige Vertiefungen aufweist.
19. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 17 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Krümmungsradius (25) der muldenartiuen Vertiefungen (24) kleiner als 5 cm ist.
20. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der mindestens
eine Tragearm (11, 11') in radialer Richtung aus der Prallfläche heraus erstreckt.
21. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung
durch eine an sich bekannte um ein Kugelgelenk (45) schwenkbare (Krokodil-)Klemme
(43) gebildet ist.
22. Bearbeitunqsanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung durch einen
etwa im rechten Winkel abgewinkelten Endbereich des Tragearms (34, 34') gebildet ist.
23. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß jede Haltevorrichtung
jeweils zwei Tragearme (29, 30, 29', 30') aufweist.
24. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Tragearme
(29, 30) an ihren abqewinkelten Enden (31) miteinander verbunden sind.
25. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zylinderförmige
Prallkörper (5, 5', 5") axial bis zum Karussell verlaufende Schlitze aufweist, durch
die der/die Tragearm(e) hindurchgeführt ist/sind, wobei der/die Tragearm(e) direkt
an dem Karussell angeordnet sind.
26. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens
eine Haltevorrichtung in axialer Richtung verstellbar angeordnet ist.
27. Bearbeitungsanordnunq nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens
eine Haltevorrichtung in radialer Richtung zur Drehachse (3, 3') verstellbar angeordnet
ist.
28. Bearbeitunosanordnung nach Anspruch 1 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine
gerade Anzahl von Haltevorrichtungen vorgesehen ist, wobei jeweils zwei gegenüberliegende
Haltevorrichtungen über die Tragearme (12) an einer gemeinsamen Klemme (37) verstellbar
angeordnet sind.
29. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemme
(37) aus einem Federstahlblech gebildet ist mit einem Bodenteil (38) und zwei V- Fürnig
abgewinkelten Laschen (39), in denen jeweils zwei korrespondierende Bohrungen (40)
für die klemmbare Halterung der Tragearme (12) vorgesehen sind.
30. Bearbeitungsanordnung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemme(n)
(38) mit dem (den) Bodenteil(en) an einen in der Verlängerung der Drehachse (3, 3')
des Karussells angeordnetem Sockel befestigt ist (sind).