[0001] Die Erfindung betrifft einen Deckel aus Blech für unrunde Dosen, insb. langovale
Dosen im z. B. Hansa-Format, mit einem den überwiegenden Bereich des durch die Deckelkernwand
eingegrenzten Deckelspiegels einnehmenden Aufreißteil, der von einer überwiegend dicht
und parallel zum Deckelrand verlaufenden, in sich geschlossenen Kerblinie mit einem
Startabschnitt im Bereich des einen Deckelendes umgeben und an dem nahe dem Startabschnitt
eine hebelförmige Grifflasche flach aufliegend befestigt ist, deren Griffende in Deckellängsrichtung
weist, bei dem der Aufreißteil durch mehrere in vorbestimmter Weise zur Deckellängs-
und/oder -querrichtung orientierte Sicken oder dgl. versteift ist.
[0002] Ein Deckel dieser Art ist z. B. aus der GB-PS-1 207 769 bekannt. Wesentlich ist für
unrunde Dosen, auf die sich die Erfindung bezieht, daß die Kernwand in dem der Befestigungsstelle
der Grifflasche diametral gegenüberliegenden Bereich bogenförmig, zumeist kreisbogenförmig
verläuft, wie dies aus der GB-PS-1 207 769 hervorgeht.
[0003] Bei Deckeln der in Frage stehenden Art kann man im allgemeinen zwei wichtige unterschiedliche
Phasen beim Öffnen des Deckels unterscheiden. Die erste Phase betrifft das anfängliche
Einbrechen der Kerblinie durch Anheben des Griffendes und das anschließende anfängliche
Weiterreißen des Bleches nach beiden Seiten entlang der Kerblinie, bis der Reißvorgang
die Längsseiten des Deckeles erreicht. Für diese Anfangsphase des Aufreißvorganges
sind bestimmte konstruktive Merkmale für den vorderen Deckelbereich entwickelt worden,
in dem die Grifflasche befestigt ist.
[0004] Eine zweite wichtige Phase ist die letzte Phase des Abtrennens des Aufreißteils vom
Deckel. Diese Phase umfaßt den Abtrennvorgang vom Übergang von den Längsseiten in
den bogenförmigen Endabschnitt der Kernwand bis zum endgültigen Abtrennen des Aufreißteils
vom Deckel. Die Erfindung befaßt sich mit dieser letzten Phase des Abtrennens des
Aufreißteils vom Deckel.
[0005] Während des Aufreißvorganges wird über die an einem Ende des Aufreißteils befestigte
Grifflasche eine erhebliche Kraft auf das Blech des Aufreißteils ausgeübt, und zwar
in Deckellängsrichtung und gegenüber der Ebene des Deckels schräg nach oben geneigt.
Während des Aufreißvorganges wird dabei das Blech des Aufreißteils mehr und mehr auf
sich zurückgebogen wodurch in dem Blech erhebliche Spannungen entstehen. Wenn nun
am Ende des Aufreißvorganges sich der Aufreißteil mehr oder weniger plötzlich vom
Deckel löst werden die in dem Deckelblech gespeicherten Kräfte schlagartig frei, wobei
der Aufreißteils ausfedert. Dies kann zu Verletzungen führen und hat häufig zur Folge,
daß der sich federartig entspannende Aufreißteil in den Inhalt der Dose taucht und
diesen verspritzt.
[0006] Beim Gegenstand der GB-PS-1 207 769 hat man versucht diesen nachteiligen Begleitumständen
entgegenzuwirken, indem man dafür gesorgt hat, daß durch Quersicken im Startabschnitt
des Aufreißteils das Blech in der ersten Phase des Aufreißvorganges leichter abbiegt,
während der rückwärtige Bereich des Aufreißteils durch zur Längsrichtung des Deckels
parallele oder dazu geneigte Rippen brettartig versteift worden ist, so daß in der
letzten Phase des Aufreißvorganges am Ende des Aufreißteils die Biegevorgänge im Blech
in Grenzen bleiben. Dadurch soll erreicht werden, daß die im Blech gespeicherten Kräfte
und damit auch das Ausfederungsvermögen des Aufreißteils beim Abtrennvorgang in Grenzen
bleibt.
[0007] Derartige Deckel werden heute aus sehr dünnen Blechen hergestellt. Das bedeutet,
daß der Aufreißteil des Deckels relativ labil ist und so trotz Versteifungen leichter
ausbiegt und ein höheres Speichervermögen für Federkräfte aufweist, so daß die aus
der GB-PS bekannten Maßnahmen häufig nicht ausreichen, um sicherzustellen, daß ein
Verbraucher eine mit einem solchen Deckel versehene Dose ohne die Gefahr einer Verletzung
oder ohne Verspritzen des Inhaltes öffnen kann.
[0008] Dies gilt insb. bei Dosen des Hansa-Formates, bei denen die Endbereiche der Dose
und der Kernwand halbkreisförmig gebogen sind, so daß die Dose einen im wesentlichen
ovalen Umriß aufweist und bei denen die Kerblinie mit Ausnahme des Startabschnittes,
an dem die Grifflasche befestigt ist, über ihre ganze Länge in nächster Nähe und parallel
zu der Kernwand verläuft.
[0009] Bei diesen Deckeln kann es passieren, daß die Zugkraft beim Öffnen nicht parallel
zur Aufreißrichtung oder Längsrichtung des Deckels aufgebracht wird. Der Aufreißvorgang
kann daher schief verlaufen, d.h. die beiden auf beiden Seiten des Deckels entlanglaufenden
Reißstellen können sich ungleichförmig an den Längsseiten des Deckels weiterbewegen.
Im Endbereich kann dies zu Schwierigkeiten beim endgültigen Abtrennvorgang führen.
Aber selbst dann, wenn man die Aufreißkraft stets parallel zur Längsrichtung des Deckels
aufbringt, läßt sich nicht vermeiden, daß in der Endphase des Öffnungsvorganges eine
immer größer werdende Kraft über die Grifflasche auf den Aufreißteil aufgebracht werden
muß, um den Aufreißvorgang in dieser Phase in Gang zu halten. Dies liegt an dem bogenförmigen
Verlauf der Kerblinie im Endbereich des Deckels. Während auch in dieser Phase die
Aufreißkraft stets in Längsrichtung des Deckels aufgebracht wird ändert sich laufend
die Richtung, der die Aufreißstelle entlang der Kerblinie fortschreiten muß. Am Endpunkt
des Aufreißvorganges verläuft diese Richtung praktisch quer zur Längsrichtung und
damit quer zur Richtung, in der die Aufreißkraft über die Grifflasche aufgebracht
wird. Das bedeutet, daß die für den Aufreißvorgang wirksame Kraftkomponente in der
Endphase des Abtrennvorganges immer kleiner wird. Um dennoch den Aufreißvorgang in
Gang zu halten muß daher eine immer größer werdende Kraft über die Grifflasche aufgebracht
werden. Diese auf das Blech des Aufreißteils verformend wirkende Kraft ist am größten
in dem Augenblick des endgültigen Lösens des Aufreißteils vom Deckel. Mit der Zunahme
der Kraft und Verformung nimmt auch die Größe des Rückfederungsvermögens des Aufreißteils
zu mit den nachteiligen Folgen im Augenblick des Abtrennens, die oben schon näher
erläutert wurden.
[0010] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Deckel mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 so weiterzubilden, daß ohne besondere Aufmerksamkeit des Benutzers
ein sicheres endgültiges Abtrennen des Aufreißteils vom Deckel ohne die Gefahr des
Verspritzens oder auch einer Verletzung an der Reißkante des Aufreißteils in der letzten
Phase des Aufreißvorganges möglich ist, um so die Handhabung der Dose beim Öffnen
wesentlich zu erleichtern.
[0011] Diese Aufgabe wird durch die Lehre des Anspruchs 1 gelöst.
[0012] Es sind zahlreiche andere Deckelformen bekannt, bei denen jedoch die hier geschilderte
Problematik nicht oder nicht in diesem Maße vorliegt. So zeigt die US-PS-3 441 171
einen Deckel dessen Längsseiten schwach bogenförmig verlaufen, während die Stirnseiten
gerade und quer zur Längsrichtung des Deckels verlaufen. Auch hier verläuft die Kerblinie
über ihre ganze Länge in nächster Nähe und parallel zur Kernwand, d.h. an den Längsseiten
leicht bogenförmig und an den Stirnseiten geradlinig und quer zur Längsrichtung. Es
ist ersichtlich, daß bei einem solchen Deckel die oben geschilderten Probleme nur
teilweise auftreten. So besteht auch bei einem solchen Deckel die Gefahr, daß die
Aufreißstellen an den Längsseiten ungleichförmig fortschreiten, so daß eine Aufreißstelle
den geraden Kerblinienabschnitt an dem Ende des Deckels eher erreicht und so der endgültige
Abtrennvorgang in der Nähe einer abgerundeten Übergangsstelle zwischen der Längsseite
und der Stirnseite des Deckels erfolgt. Auch hier können erhebliche Rückfederungskräfte
in dem Aufreißteil gespeichert werden, so daß auch hier die Gefahr der Verletzung
oder des Verspritzens des Inhaltes der Dose bestehen bleibt.
[0013] Bei dem Gegenstand der DE-OS-1 959 353 handelt es sich um eine ähnliche Deckelform
wie die der zuvor behandelten US-PS-3 441 171, mit dem Unterschied, daß die Längsseiten
geradlinig verlaufen und daß im Bereich der geradlinigen Stirnseite am Ende des Deckels
die Kerblinie von dem Verlauf der Kernwand abweicht und kreisbogenförmig die beiden
geradlinigen, an den Längsseiten entlanglaufenden Abschnitte der Kerblinie verbindet.
Es ist ersichtlich, daß bei diesem Deckel die gleichen Probleme auftreten, die eingangs
anhand des gattungsgemäßen Deckels nach der GB-PS-1 207 769 erläutert worden sind.
[0014] Die DE-OS-2 909 076 zeigt eine Dose ähnlich der nach der DE-OS-1 959 353 mit dem
Unterschied, daß hier die Kerblinie mit Ausnahme des Bereiches des Startabschnittes
stets in größer Nähe und parallel zu der Kernwand des Deckels verläuft, wobei dieser
Verlauf an den Seitenwänden und im Endbereich geradlinig ist und die geradlinigen
Kerblinienabschnitte im Endbereich durch bogenförmige Übergangsbereiche stetig miteinander
verbunden sind. Es treten hier die gleichen Gefahren auf, wie sie oben anhand der
US-PS-3 441 171 erläutert worden sind.
[0015] Damit kann festgestellt werden, daß die bekannten Deckel nach den zuletzt genannten
Druckschriften eine Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe selbst für
solche Dosen nicht darbietet, bei denen die Kernwand an den Stirnenden der Dosen einen
geradlinigen, zur Längsrichtung der Dose rechtwinkeligen Verlauf aufweist.
[0016] Demgegenüber können die eingangs geschilderten Probleme mit der Lehre des Anspruchs
1 auf einfache und vollständige Weise überwunden werden.
[0017] Wesentlich dafür ist einmal, daß nach dieser Lehre die Kerblinie im Endbereich des
Deckels deutlich von dem Verlauf der Kernwand in diesem Bereich abweicht. Während
bei den bekannten Deckeln die geradlinig verlaufenden Kerblinienabschnitte über bogenförmige
Bereiche stetig und tangential ineinander übergehen ist die Kerblinie im Endbereich
des Deckels gemäß der Lehre des Anspruchs 1 so ausgebildet, daß der Kerblinienabschnitt
mit geraden sehnenförmigen Verlauf mit den angrenzenden Kerblinienabschnitten jeweils
durch eine Unstetigkeitsstelle oder Knickstelle verbunden ist.
[0018] Für den Aufreißvorgang in seiner letzten Phase bedeutet dies, daß die Aufreißstellen
zunächst unter gleichen Verhältnissen wie bei den bekannten Deckeln, an den Längsseiten
des Deckels fortschreiten und in den bogenförmigen Bereich am Endes des Deckels hineinwandern,
wobei zunächst, wie dies bekannt ist, die zum Aufrechterhalten des Aufreißvorganges
notwendige Kraft größer werden muß. Dieser Vorgang wird jedoch aufgrund der Lehre
des Anspruchs 1 jeweils im erheblichen Abstand von der Längsmittellinie des Deckel
unterbrochen, d.h. an Stellen, an denen die für den Aufreißvorgang noch wirksame Kraftkomponente
mit der Längsmittellinie des Deckels immer noch einen deutlich spitzen Winkel bildet,
d.h., daß bei Erreichen des Endpunktes des Kerblinienabschnittes von geradem sehnenförmigen
Verlauf die zum Aufrechterhalten des Aufreißvorganges erforderliche Aufreißkraft noch
relativ gering bleibt.
[0019] Die Knickstellen in der Kerblinie an den Übergangsbereichen zu dem sehnenförmigen
Kerblinienabschnitt bedeuten für den Aufreißvorgang einen erheblichen Aufreißwiderstand,
der ein kontinuierliches Weiterlaufen der Aufreißstellen in den sehnenförmigen Kerblinienabschnitt
hinein ausschließt. Vielmehr kommen die beiden Aufreißvorgänge bei Erreichen der Endpunkte
des sehnenförmigen Kerblinienabschnittes jeweils zum Stillstand, ohne daß dies der
Willkür des Benutzers unterliegt. Dieser verspürt jedoch ohne weiteres den Widerstand
gegen das Weiterreißen.
[0020] Sollte zuvor der Aufreißvorgang schief verlaufen sein, so bleibt dies ohne Einfluß.
Die voranlaufende Aufreißstelle kommt lediglich eher als die andere am Endpunkt des
sehnenförmigen Kerblinienabschnittes zum Stillstand, so daß die andere Aufreißstelle
bis zum Ende dieses sehnenförmigen Kerblinienabschnittes nachfolgen kann. Ein schieflaufender
Aufreißvorgang wird also automatisch korrigiert, bevor der Aufreißteil endgültig vom
Deckel getrennt werden kann. Das endgültige Abtrennen des Aufreißteils kann der Benutzer
auch mit noch so großer Aufreißkraft nicht durch Weiterreißen entlang der Kerblinie
bewirken. Der Benutzer wird vielmehr automatisch gezwungen, die Kraft an der Grifflasche
nachzulassen. Beim weiteren Probieren wird der Aufreißteil automatisch leicht um den
sehnenförmigen Kerblinienabschnitt wie um eine Gelenklinie hin und her geschwenkt,
wobei das Blech ohne weiteres und ohne nennenswerten Kraftaufwand entlang dieser Gelenklinie
abbricht. Dieser Abbrechvorgang erfolgt ohne nennenswerten Kraftaufwand. Er ist nur
möglich, wenn die zuvor aufgebrachte Aufreißkraft stark vermindert worden ist. Das
bedeutet, daß im Augenblick des endgültigen Abtrennens des Aufreißteils in diesem
eine nennenswerte Rückfederungskraft nicht gespeichert ist. Vielmehr trennt sich der
Aufreißteil leicht und ohne Nachfederung und ohne nennenswerten Kraftaufwand von der
Dose. Damit werden alle eingangs erläuterten Probleme in der letzten Phase des Aufreißvorganges
auf einfache und zuverlässige Weise überwunden. Die Ausbildung des Deckels gemäß der
Lehre des Anspruchs 1 führt allein aufgrund der Konfiguration des Deckels dazu, daß
in der letzten Phase des Abtrennvorganges dem Benutzer ein anderes Öffnungsprinzip
als das übliche aufgezwungen wird.
[0021] Die Wirkung dieses neuen Öffnungsprinzipes wird noch wesentlich verbessert, wenn
die Übergänge zwischen den seitlichen Kerblinienabschnitten hin zu dem sehnenförmigen
Kerblinienabschnitt nicht zur Kernwand parallel und bogenförmig gekrümmt sind, wie
dies Anspuch 4 vorsieht, sondern einen polygonalen Verlauf entsprechend der Lehre
des Anspruchs 5 aufweisen. Dieser polygonale Verlauf der Kerblinie im Endbereich des
Deckels bremst den Aufreißvorgang ab und sorgt so automatisch für ein Ausrichten des
Aufreißvorganges bei einem etwaig vorhergehenden Schieflaufen. Außderdem wird dadurch
erreicht, daß kurz vor Erreichen der Endpunkte des sehnenförmigen Kerblinienabschnittes
die erforderliche Aufreißkraft noch geringer ist, als bei einem bogenförmigen Kerblinienübergangsbereich.
[0022] Das neue Öffnungsprinzip in der Endphase des Abtrennvorganges kann noch unterstützt
werden, wenn für die Restwanddicke die Lehre des Anspruchs 6 angewendet wird.
[0023] Es zeigen:
Figur 1 einen Deckel im Hansa-Format im Längsschnitt, der gemäß der Erfindung ausgebildet
ist und
Figur 2 den Deckel in Draufsicht.
[0024] Der Deckel 1 für eine Dose vom Hansa-Format weist gemäß Fig. 2 den für dieses Format
typischen langovalen Umriß und wie üblich, an den Randflächen 2 angrenzend eine steile
Kernwand 3 auf, die in den Deckelspiegel 6 übergeht. In dem Deckelspiegel 6 ist ein
den weitaus größten Teil des Deckelspiegels einnehmender Aufreißteil 26 vorgesehen,
der von einer oder mehreren Kerblinien 10 bestimmt wird. Die Kerblinie 10 ist in sich
geschlossen und verläuft an den Längsseiten des Deckels im geringen Abstand und parallel
zur Kernwand und besteht in diesen Bereichen aus den geradlinigen Kerblinienabschnitten
12 und 13. An einem der durch den kreisbogenformigen Verlauf der Kernwand 3 bestimmten
Ende des Deckelspiegel 6 konvergieren die Kerblinienbereiche zu einem nahe der Kernwand
liegenden Startabschnitt 11. In diesem Bereich des Aufreißteils ist mittels Niet 4
eine hebelförmige Grifflasche 5 flach aufliegend auf den Deckelspiegel befestigt,
deren eines Ende über dem Startabschnitt 11 der Kerblinie liegt, während das andere
Ende als Griffende 7 ausgebildet ist, das in Richtung der Längsmittellinie 8 des Deckels
weist.
[0025] Im Bereich der Grifflasche kann der Aufreißteil gemäß den dargestellten Beispiel
zwei oder mehr als zwei quer zur Längsmittellinie 8 verlaufende Sicken 9 und 9a aufweisen,
die geradlinig oder schwach gebogen ausgebildet sind. Auch in den übrigen Bereichen
weist das Aufreißteil 26 Versteifungsverformungen 29 und/oder -sicken 28 auf, die
im dargestellten Beispiel parallel zu den Längsseiten und parallel zueinander und
zur Längsmittellinie 8 angeordnet und über die Breite des Aufreißteils verteilt sind.
[0026] An dem von dem Kerblinien-Startabschnitt 11 abgewandten Ende des Aufreißteils 26
weist die Kerblinie einen zu dem kreisbogenförmigen Verlauf der Kernwand 3 sehnenförmig
verlaufenden geradlinigen Kerblinienabschnitt 14 auf. Dieser ist im dargestellten
Beispiel senkrecht und symmetrisch zur Längsmittellinie 8 angeordnet. Gemessen auf
der Längsmittellinie 8 weist der sehnenförmige Kerblinienabschnitt 14 von der Kernwand
3 einen Abstand 20 auf, der zwischen 2 und 15 mm liegt. Vorzugsweise liegt dieser
Abstand zwischen 6 und 10 mm. Die Länge 21 des sehnenförmigen Kerblinienabschnittes
zwischen seinen Endpunkten 17 beträgt vorzugsweise etwa die Hälfte der maximalen Breite
25 des Aufreißteils 26.
[0027] Die Endpunkte 17 des sehnenförmigen Kerblinienabschnittes 14 sind mit den zugehörigen
Endpunkten 18 der geradlinigen, zur Längsseite des Deckels parallelen Kerblinienabschnittes
12,13 über Verbindungskerblinienabschnitte verbunden. Diese können gekrümmt sein,
gegebenenfalls auch dem kreisbogenförmigen Verlauf der Kernwand 3 folgen. Bevorzugt
ist jedoch diese Verbindungskerblinie ebenfalls geradlinig und zur kreisbogenförmigen
Kernwand sehnenförmig ausgebildet und angeordnet. So können die Endpunkte 17 und 18
durch eine einzige geradlinige Kerblinie unmittelbar verbunden sein. Im dargestellten
bevorzugten Beispiel besteht die Verbindungskerblinie jedoch aus zwei sehnenförmigen
Abschnitten 15 und 16, die jeweils geradlinig sind und unterschiedliche Neigung zur
Längsmittellinie 8 aufweisen.
[0028] Die Praxis hat gezeigt, daß in dem Bereich des Aufreißteils, in dem die Kernwand
3 ihren kreisbogenförmigen Verlauf im Endabschnitt des Aufreißteils 26 aufweist, die
Kerblinie am zweckmäßigsten einen polygonaler Verlauf aufweist, wie dies in der Figur
2 veranschaulicht ist. Die schließt nicht aus, daß die Übergänge an der polygonalen
Ecken jeweils durch Abschnitte von sehr kleinem Krümmungsradius gebildet sind.
[0029] Die Abschnitte 15, 16 der Verbindungskerblinie können gleich groß oder unterschiedlich
groß sein.
[0030] Der sehnenförmige Kerblinienabschnitt 14 weist in einem Ausführungsbeispiel eine
größere Restwanddicke auf als die übrigen Bereiche der Kerblinie 10. Sie kann 20 %
bis 70 % größer als die Restwanddicke der normalen Kerblinie sein. Zur Unterstützung
der brettartigen Wirkung auf dem sehnenförmigen Kerblinienabschnitt 14 sind Verformungen
und/oder Sicken 28, 29 vorgesehen.
1. Deckel aus-Blech für unrunde Dosen, insb. langovale Dosen im z. B. Hansa-Format,
mit einem den überwiegenden Bereich des durch die Deckelkernwand eingegrenzten Deckelspiegels
einnehmenden Aufreißteil, der von einer überwiegend dicht und parallel zum Deckelrand
verlaufenden, in sich geschlossenen Kerblinie mit einem Startabschnitt im Bereich
des einen Deckelendes umgeben und an dem nahe dem Startabschnitt eine hebelförmioge
Grifflasche flach aufliegend befestigt ist, deren Griffende in Deckellängsrichtung
weist, bei dem der Aufreißteil durch mehrere, in vorbestimmter Weise zur Deckellängs-
und/oder -querrichtung orientierte Sicken oder dgl. versteift ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufreißteil (26) an dem vom Startabschnitt (11) abgewandten Ende des Deckels
(1) durch einen Kerblinienabschnitt (14) begrenzt ist, der einen von dem bogenförmigen
Verlauf der Kernwand (3) abweichenden, geraden sehnenförmigen Verlauf aufweist, an
seinen Endpunkten (17) unstetig in die angrenzenden Kerblinienbereiche übergeht und
dessen Länge (21) merklich kleiner als die dazu etwa parallele größte Breite (25)
des Aufreißteils (26) ist, wobei der Abstand (20) des geradlinigen Kerblinienabschnittes
(14) von der bogenförmigen Deckelkernwand (3) - gemessen auf der Längsmittellinie
(8) des Deckelszwischen 2 mm und 15 mm beträgt.
2. Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (20) bei langovalem
Deckel zwischen 6 mm und 10 mm liegt.
3. Deckel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (21) des senkrecht
und symmetrisch zur Längsmittellinie (8) des Deckels angeordneten, geradlinigen Kerblinienabschnittes
(14) etwa der Hälfte der größte Breite (25) des Aufreißteils (26) entspricht.
4. Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweiligen Endpunkte (17,
18) der geraden Kerblinienabschnitte (14, 12 bzw. 14, 13) durch zur Kernwand parallele,
bogenförmig gekrümmt verlaufende Kerblinienabschnitte miteinander verbunden sind.
5. Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endpunkte (17) des geradlinigen
Kerblinienabschnittes (14) mit den zugewandten Endpunkten (18) der beiden zu den Längsseiten
des Deckels parallelen, geradlinige verlaufenden Kerblinienabschnitte (12.13) über
einen oder mehrere, jeweils von dem bogenförmigen Verlauf der Kernwand abweichend
geradlinige und unter unterschiedlichen Winkeln zur Längsmittellinie (8) des Deckels
verlaufende Kerblinienabschnitte (15, 16) verbunden sind.
6. Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Restwanddicke des sehnenförmigen
Kerblinienabschnittes (14) zwischen etwa 20 % und 70 % größer als in den übrigen Abschnitten
der Kerblinie (10) ist.
1. End made of sheet metal, for non-round cans, in particular for long-oval cans,
such as the Hansa format, having a tear-open portion which extends over most of the
centre expansion panel area defined by the end chuck wall, such tear-open portion
being surrounded by an endless score line which is for the most part situated near
and parallel to the end flange and has a starting portion in one of the narrow sides
of the end with a lever-shaped gripping tab lying flat on and being secured to the
latter near said starting portion, the gripping end of said tab pointing in the longitudinal
direction of the end, and the tear-open portion being strengthened by several beads
or the like which are oriented in a specified manner to the longitudinal and/or transverse
direction of the end, characterized by the tear-open portion (26) being defined by
a score line portion (14) at that side of the end (1) which is opposite to the starting
portion (11), such score line portion being linear in shape and chord-like, in contrast
to an arc shape of the chuck wall (3), its final points (17) connecting at a certain
angle to the adjacent score line portions and its length (21) being noticeably smaller
than the approximately parallel largest width (25) of the tear-open portion (26),
with the distance (20) between the linear score line portion (14) and the arc-shaped
end chuck wall (3) - measured along the longitudinal centre line (8) of the end -
is between 2 and 15 mm.
2. End in accordance with claim 1, characterized by the distance (20) for a long-oval
end being between 6 and 10 mm.
3. End in accordance with claim 1 or 2, characterized by the length (21) of the linear
score line portion (14), which is situated vertically and symmetrically to the longitudinal
centre line (8) of the end, corresponding to approximately half the largest width
(25) of the tear-open portion (26).
4. End in accordance with claim 1, characterized by the final points (17,18) of the
linear score line portions (14, 12 and 14, 13 respectively) being connected by arc-shaped
score line portions which are arranged parallel to the chuck wall.
5. End in accordance with claim 1, characterized by the final points (17) of the linear
score line portion (14) being connected with the corresponding final points (18) of
the two linear score line portions (12,13), which extend parallel to the long sides
of the end, by one or more score line portions (15, 16) which are all linear, in contrast
to the arc shape of the chuck wall, but are arranged under different angles to the
longitudinal centre line (8) of the end.
6. End in accordance with claim 1, characterized by the residual wall thickness of
the chord-shaped score line portion (14) being between about 20 % and 70 % larger
than in the remaining portions of the score line (10).
1. Couvercle en tôle pour des boîtes de forme, notamment pour des boîtes ovales du
format Hansa par exemple - avec une partie d'ouverture s'étendant sur la plus grande
zone du panneau bordé par la paroi de cuvette, la partie d'ouverture mentionnée étant
entourée par une ligne d'incision sans fin qui est située principalement près du et
parallèlement au col du couvercle et qui a un bec d'amorçage dans la zone de l'un
des petits côtés du couvercle avec une languette de tirage en forme de levier qui
est fixée à plat sur ce dernier près du bec d'amorçage, le bout de ladite languette
montrant dans la direction longitudinale du couvercle et la partie d'ouverture étant
raidie par plusieurs joncs ou autres choses de ce genre, qui sont disposés de manière
déterminée par rapport à la direction longitudinale et/ou la direction transversale
du couvercle, caractérisé en ce que la partie d'ouverture (26) est bordée par un segment
(14) de la ligne d'incision sur le petit côté du couvercle (1) opposé au bec d'amorçage
(11), segment qui est rectiligne et en forme de corde, contrairement à la forme en
arc de la paroi de cuvette (3) et qui, à ses points d'extrémité (17), se joint sous
un certain angle aux autres segments adjacents de la ligne d'incision et dont la longueur
(21) est sensiblement plus petite que la plus grande largeur (25) de la partie d'ouverture
(26) qui est approximativement parallèle à ladite longueur, la distance (20) entre
le segment rectiligne (14) de la ligne d'incision et la paroi de cuvette en arc (3)
- mesurée sur l'axe longitudinal (8) du couvercle - étant entre 2 mm et 15 mm.
2. Couvercle selon la revendication 1, caractérisé en ce que la distance (20) sur
un couvercle ovale est entre 6 mm et 10 mm.
3. Couvercle selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la longueur (21)
du segment rectiligne (14) de la ligne d'incision, qui est situé perpendiculairement
et symétriquement à l'axe longitudinal (8) du couvercle, est approximativement égale
à la moitié de la plus grande largeur (25) de la partie d'ouverture (26).
4. Couvercle selon la revendication 1, caractérisé en ce que les points d'extrémité
(17, 18) des segments rectilignes (14, 12 et 14, 13 respectivement) de la ligne d'incision
sont joints par des segments de la ligne d'incision qui sont parallèles à la paroi
de cuvette et courbés en arc.
5. Couvercle selon la revendication 1, caractérisé en ce que les points d'extrémité
(17) du segment rectiligne (14) de la ligne d'incision sont joints aux points d'extrémité
(18) des deux segments rectilignes (12, 13) de la ligne d'incision s'étendant parallèlement
aux longs côtés du couvercle par un ou plusieurs segments (15, 16) de la ligne d'incision
qui sont rectilignes, contrairement à la forme en arc de la paroi de cuvette, et qui
sont situés sous différents angles par rapport à l'axe longitudinal (8) du couvercle.
6. Couvercle selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'epaisseur résiduelle
du segment en corde (14) de la ligne d'incision est 20 % à 70 % environ plus grande
que l'épaisseur des autres segments de la ligne d'incision (10).