[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Überwachungseinrichtung für eine Lichtsignalanlage,
insbesondere eine Verkehrssignalanlage, mit über Lampenschalter an einer Betriebswechselspannung
liegenden Signallampen, bei der zur Gewinnung von den einzelnen Lampenstromkreisen
zugeordneten Lampenstromkreis-Zustandssignalen Sensorschaltungen vorgesehen sind.
[0002] Eine solche Überwachungseinrichtung ist aus der DE-OS 31 07 090 bekannt. Bei dieser
bekannten Uberwachungseinrichtung werden von den einzelnen Lampenstromkreisen abgegriffene
elektrische Größen (Strom, Spannung) jeweils über die Dauer einer Halbwelle mit abwechselnder
Integrationsrichtung integriert und aus den Integrationsergebnissen Impulse gewonnen,
die lediglich bei Erreichen einer Mindestamplitude über logische Verknüpfungsglieder
Sollzuständen entsprechende Istzustände der Signalanlage melden. Zwar ist es mit einer
solchen Überwachungseinrichtung möglich, speziell bei der Verwendung von Halbleiterschaltern
als Lampenschalter auftretende Störungen im Schaltverhalten der Lampenschalter sicher
zu identifizieren und dadurch eine fehlerhafte Schaltweise derartiger Schalter betriebssicher
festzustellen, jedoch muß die logische Verknüpfung der Sensorschaltungsausgangssignale
auf die jeweilige Verkehrssignalanlage zugeschnitten werden.
[0003] Darüber hinaus ist es aus der DE-PS 28 33 761 bekannt, Signalzustandssignale, also
von den einzelnen Signalgebern bzw. Signallampen-Stromkreisen abgeleitete Signale,
die darüber Auskunft geben, in welchem Zustand sich der jeweilige Lampenstromkreis
befindet, mit Hilfe von zwei Mikroprozessoren zu verarbeiten und insbesondere dabei
die Ist-Signalzustandssignale mit in Speichern der Mikroprozessoren festgehaltenen
Soll-Signalzuständen zu vergleichen, wobei fehlerhafte Signalzustände und damit eine
fehlerhafte Signalgabe der Verkehrssignalanlage betriebssicher festgestellt werden
kann, ohne daß für den jeweiligen Verwendungsfall der Überwachungseinrichtung eine
spezielle Verdrahtung erforderlich ist. Vielmehr genügt es dabei, die verwendeten
Mikroprozessoren mit einem auf die jeweilige Verkehrssignalanlage zugeschnittenen
Überwachungsprogramm zu versehen. Die Mikroprozessoren überwachen sich dabei zusätzlich
gegenseitig, wodurch die Überwachungssicherheit wesentlich vergrößert wird.
[0004] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es demgegenüber, eine Überwachungseinrichtung
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß insbesondere die Sensorschaltungen
in besonderer Weise zur Auswertung durch Mikroprozessoren geeignete Sensorausgangssignale
liefern und daß in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Selbstüberwachung der
Überwachungseinrichtung noch weiter verbessert wird.
[0005] Erfindungsgemäß ergibt sich die Lösung dieser Aufgabe dadurch, daß zumindest einige
der Sensorschaltungen Opto-Koppler aufweisen, deren elektro-optischer Wandler zwischen
einen Abgriff einer mit der Betriebswechselspannüng phasensynchronen Referenzwechselspannung
und einen zwischen einem Lampenschalter und einer Signallampe vorgesehenen Abgriff
eingefügt ist, wobei die opto-elektrischen Wandler der Opto-Koppler Sensorausgangssignalquellen
sind.
[0006] Auf diese Weise werden vorteilhaft gegenüber den Lampenstromkreisen potentialmäßig
entkoppelte, bei einwandfreier Funktion der Lampenschalter und bei geeigneter Wahl
der Referenzwechselspannung sich impulsförmig über einen bestimmten Bereich jeder
Halbwelle erstreckende Sensorausgangssignale erzeugt, die bei gestörtem Schaltverhalten
des jeweiligen Lampenstromkreises Verkürzungen oder Unterbrechungen aufweisen, die
z.B. durch Abtasten des impulsförmigen Sensorausgangssignales ermittelt werden können.
Das Sensorausgangssignal ist außerdem auf die jeweilige Phasenlage der Betriebswechselspannung
zwangssynchronisiert, so daß es unschwierig möglich ist, Abtastzeitpunkte für dieses
Signal in bezug auf die Nulldurchgänge der Betriebswechselspannung festzulegen.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß jedem zwischen
einem Lampenschalter und einer Signallampe liegenden Abgriff zwei antiparallel geschaltete
LEDs als elektro-optische Wandler zugeordnet sind und daß jeder dieser elektro-optischen
Wandler mit einem eigenen opto-elektrischen Wandler zusammenarbeitet.
[0008] Auf besonders einfache Weise werden dadurch die entgegengesetzt gepolten Halbwellen
der Betriebswechselspannung überwacht.
[0009] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich durch die Verwendung von wenigstens
zwei voneinander verschiedenen Referenzwechselspannungen, mit einer oberen, einem
Rotlampenstromkreis und einer unteren, einem Grün-und/oder Gelblampenstromkreis zugeordneten
Referenzwechselspannung, und dadurch aus, daß für diese Referenzwechselspannungen
ebenfalls Sensorschaltungen vorgesehen sind.
[0010] Dies stellt sicher, daß bei einer Rotsignallampe die Betriebswechselspannung bei
geschlossenem Lampenstromkreis nicht unter einen Mindestwert von z.B. dem 0,73-fachen
des Sollwertes-absinken kann, ohne daß das Sensorausgangsignal seine Phasenlage um
180" ändert, und damit dem Sollzustand widerspricht, während bei Grün- bzw. Gelbsignallampen
im unterbrochenen Zustand des jeweiligen Lampenstromkreises ein allenfalls noch an
der Lampe liegender Anteil der Betriebswechselspannung z.B. geringer als das 0,27-fache
des Sollwertes sein muß, um noch-ein dem Sollzustand entsprechendes Istzustandssignal
zu bewirken. Ausserdem werden auf diese Weise auch die Referenzwechselspannungen überwacht,
wodurch die Eigensicherheit der Überwachungseinrichtung weiter erhöht wird.
[0011] Ferner kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, daß wenigstens einige weitere
Sensorschaltungen mit jeweils einem in einen Lampenstromkreis eingefügten Stromwandler
mit Z-förmiger Magnetisierungskennlinie vorgesehen sind.
[0012] Insbesondere zur Vergrößerung der Uberwachungssicherheit der Rotlampenstromkreise
werden dadurch von Rotlampenstromkreisen zusätzliche Sensorausgangssignale abgeleitet,
wenn eine Mindeststromstärke im Rotlampenstromkreis .vorhanden ist.
[0013] Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, daß jedem Stromwandler zwei jeweils jeder
Halbwelle zugeordnete elektronische Schalter als Sensorausgangssignalkreise nachgeschaltet
sind.
[0014] Jede Halbwelle des Lampenstromes erzeugt dadurch ihr eigenes Sensorausgangssignal.
[0015] Im Rahmen vorliegender Erfindung kann weiter vorgesehen sein, daß die Ausgangssignalkreise
der Sensorschaltungen gruppenweise zusammengefaßt zwischen jeweils eine der jeweiligen
Sensorgruppe zugeordnete Enable-Signal-Leitung und jeweils eine für eine Vielzahl
von Sensorausgangssignalkreise verschiedener Sensorgruppen gemeinsam vorgesehene Busleitung
geschaltet sind.
[0016] Die Eigensicherheit der Uberwachungseinrichtung wird dadurch noch weiter erhöht,
da jede Sensorgruppe eine eigene Enable-Signal-Leitung besitzt und bei der Abfrage
dieser Sensorgruppe sich aus dem Abfrageergebnis der betriebsgerechte Zustand der
jeweiligen Enable-Signal-Leitung ableiten läßt.
[0017] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind darin zu sehen, daß bei den Sensorschaltungen
mit Stromwandlern als elektronische Schalter verwendete Transistoren mit ihren Kollektoren
an eine zugeordnete Enable-Signal-Leitung und mit ihren Emittern über zur Emitter-Basisdiode
des jeweiligen Transistors entgegengesetzt gepolte Dioden an jeweils eine Busleitung
angeschlossen sind und daß zwischen die zugeordnete Enable-Signal-Leitung und jeweils
eine zwischen einem Ende der Sekundärwicklung des Stromwandlers und einer Basiselektrode
der Transistoren vorgesehene Verbindungsleitung eine Zenerdiode geschaltet ist.
[0018] Dadurch wird die Enable-Signal-Leitung vorteilhaft als Schaltungsbasis für die Stromwandler-Sensorschaltungen
verwendet und durch die spezielle.Einschaltung der Transistoren innerhalb dieser Sensorschaltungen
erreicht, daß die Transistoren "invers" arbeiten. Dabei ist die Stromverstärkung der
Transistoren gering und dadurch die Gefahr einer hochohmigen Einkopplung von Signalen
in den Basiskreis der Transistoren, die fehlerhafte Sensorausgangssignale hervorrufen
können, nahezu ausgeschlossen. Die im Ausgang der Transistoren vorgesehenen Dioden
verhindern, daß ein auf der Enable-Signal-Leitung vorhandenes positives Potential.zur
Sperrung der betreffenden Sensorgruppe auf den Ausgang der Transistoren durchschlagen
kann.
[0019] Schließlich kann noch vorgesehen sein, daß von zwei vorgesehenen Mikroprozessoren
lediglich einer zur zyklischen Beaufschlagung der einzelnen Enable-Signal-Leitungen
mit Enable-Signalen ausgebildet ist, jedoch beide Mikroprozessoren an die Busleitungen
angeschlossen sind, daß durch den das Enable-Signal bereitstellenden Mikroprozessor
jeder Enable-Signalzyklus auf einen Bruchteil einer Halbwelle der Betriebswechselspannung
begrenzt ist und während einer jeden Halbwelle lediglich einmal mit von Halbwelle
zu Halbwelle zeitlich fortlaufend verschobenem Beginn erzeugt wird, und daß die beiden
Mikroprozessoren jeweils zur Abgabe einer Taktimpulsfolge mit zur jeweils anderen
Taktimpulsfolge gleichen Frequenz und mit gegeneinander um 180 Grad verschobener Phasenlage
lediglich bei Sollzuständen entsprechenden Istzuständen der Busleitungssignale ausgebildet
sind.
[0020] Auf diese Weise ergibt sich eine besonders zweckmäßige und eigensichere Betriebsweise
bei der Ansteuerung der einzelnen Sensörgruppen und bei der Verarbeitung der Busleitungssignale,
die ja die Abfrageergebnisse der einzelnen Sensorgruppen repräsentieren. Insbesondere
wird durch die um 180 Grad gegeneinander verschobene Phasenlage der beiden Taktimpulsfolgen,
die die Mikroprozessoren abgeben, wenn die Ist-Signalzustände mit den jeweiligen Soll-Signalzuständen
übereinstimmen, sichergestellt, daß nicht durch eine Verkoppelung das Ausgangssignal
des einen Mikroprozessors durch das Ausgangssignal des anderen Mikroprozessors vorgetäuscht
werden kann. Schon aus der DE-PS 28 33 761 ist es zwar bekannt, Ausgangssignale zweier
Mikroprozessoren, die sich gegenseitig überwachen, zueinander gleichwertig zu verwenden,
um schon beim Fehlen eines der beiden Ausgangssignale die Signalanlage Ab- bzw. auf
einen Notbetrieb (z.B. Gelbblinken) umzuschalten. Jedoch fehlt dort die Gegenphasigkeit
der beiden Taktimpulsfolgen.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von drei Fig.
'noch näher erläutert.
[0022] Dabei zeigen
Fig. 1 ein Schaltbild der einer Lampengruppe (z.B. der in einem Signalgebergehäuse
zusammengefaßten Signallampen) zugeordneten Sensorschaltungen,
Fig. 2 in Diagrammform die Sensorausgangssignale einer Lampengruppe und
Fig. 3 in schematischer Darstellung das Zusammenwirken der einzelnen Schaltungsteile
der Überwachungseinrichtung.
[0023] Im einzelnen ist insbesondere Fig. 1 zu entnehmen, daß ein Signalgeber der Verkehrssignalanlage,
mit dessen Hilfe der Verkehrsfluß einer Verkehrsrichtung beeinflußt werden soll, eine
Grünsignallampe 1, eine Gelbsignallampe 2, sowie zwei zueinander parallel geschaltete
Rotsignallampen 3, 4 aufweist. Die beiden Rotsignallampen 3, 4, die Gelbsignallampe
2 und die Grünsignallampe 1 liegen jeweils über einen Lampenschalter 5 an einem Phasenleiter
6 einer Betriebswechselspannung und auf der anderen Seite am Null-Leiter 7 der Betriebswechselspannung.
[0024] Im ungestörten Betrieb der Signalanlage, also insbesondere im einwandfreien Zustand
der Schalter 5 und der Lampen 1, 2, 3; 4, schließen bzw. unterbrechen die jeweiligen
Lampenschalter 5 die zugeordneten Lampenstromkreise bestimmten Signalprogrammen entsprechend,
wobei die zeitgerechte Steuerung der Lampenschalter 5 mit Hilfe bekannter, nicht näher
dargestellter Steuerungsmittel erfolgt.
[0025] Bei Störungen der Lampensteuerung, der Funktionsweise der Lampenschalter, oder bei
einem Ausfall der Signallampen 1, 2, 3, 4 kann es zu einer falschen, mißverständlichen
oder sogar zu einem Totalausfall der Signalgabe kommen. Das Auftreten von solchen
durch Störungen verursachten Signalzuständen muß daher verhindert werden.
[0026] Zu diesem Zweck sind mit den Stromkreisen der Signallampen 1, 2, 3, 4 Sensorschaltungen
verbunden, mit deren Hilfe Signalzustandssignale gewonnen werden können. Es sind zwei
Arten von Sensorschaltungen vorgesehen, nämlich Spannungssensorschaltungen und Stromsensorschaltungen.
[0027] Für die Spannungssensorschaltungen ist jeweils zwischen jedem Lampenschalter 5 und
den zugeordneten Signallampen ein Abgriff 8 vorgesehen, mit dem über einen Schutzwiderstand
9 jeweils 2 antiparallel geschaltete Leuchtdioden 10 verbunden sind. Die Leuchtdioden
10 liegen auf der vom Schutzwiderstand 9 abgewandten Seite an den Abgriffen 11 von
mit der Betriebswechselspannung phasensynchronen Referenzwechselspannungen, deren
Spitzenwert z.B. zwischen dem 0,27 bis 0,73-fachen des Spitzenwertes der Betriebswechselspannung
liegen kann. Die Leuchtdioden 10 sind die elektro-optischen Wandler von Optokopplern,
deren opto-elektrische Wandler 12 als elektronische Schalter zueinander parallel an
eine Leitung 13 angeschlossen sind. Auf ihrer anderen Seite sind die elektronischen
Schalter 12 je für sich mit jeweils einer Leitung 14 verbunden, so daß ein auf der
Leitung 13 vorhandenes Signal mittels eines der elektronischen Schalter 12 auf eine
der Leitungen 14 übertragen werden kann.
[0028] Im ungestörten Betrieb der Signalanlage werden die Leuchtdioden 10 bei gesperrten
Lampenschaltern 5, also unterbrochenen Lampenstromkreisen, von der Referenzwechselspannung
beaufschlagt, die bei jeder Halbwelle abwechselnd in den beiden Dioden 10 einen der
Wechselspannung proportionalen Strom erzeugt, der durch den Widerstand 9 so begrenzt
wird, daß er eine Signallampe 1, 2, 3, 4 durchfließen kann, ohne über diese Signallampe
eine Signalgabe vortäuschen zu können.
[0029] Bei geschlossenem Lampenschalter 5 liegt die Betriebswechselspannung im wesentlichen
vollständig an der entsprechenden Signallampe 1, 2, 3, 4, so daß nun der durch die
Dioden 10 fließende Strom von einer Differenzwechselspannung bestimmt wird, die sich
aus der Differenz der Betriebswechselspannung mit der an den Abgriffen 11 liegenden
Referenzwechselspannung ergibt. Die Stromrichtung in den einzelnen Leuchtdioden 10
ist dabei jeweils entgegengesetzt zu der bei Ansteuerung der Leuchtdioden 10 lediglich
durch die Referenzwechselspannung. Die Leuchtdioden 10 selbst senden ein optisches
Signal an ihren individuell zugeordneten elektronischen Schalter 12. Für die Dauer
des optischen Signales, das von einer Leuchtdiode 10 ausgesandt wird, ist der jeweils
zugeordnete elektronische Schalter 12 geschlossen und damit durch diesen eine Verbindung
zwischen der Leitung 13 und einer der Leitungen 14 hergestellt.
[0030] Stromwandler 15 mit Z-förmiger Magnetisierungskennlinie sind zur weiteren Erhöhung
der Überwachungssicherheit in die beiden Zuführungsleitungen 16 der Rotsignallampen
3, 4 eingefügt. An die Wicklungsenden der Sekundärseite der Stromwandler 15 sind je
ein Transistor 17 über einen Vorwiderstand 18 mit seiner Basiselektrode angeschlossen.
Mit ihren Kollektorelektroden liegen die Transistoren 17 an der Leitung 13, die jeweils
über eine Zenerdiode 19 mit einem der Wicklungsenden der Sekundärseite des Stromwandlers
15 verbunden ist. Über eine entgegengesetzt zur Emitter-Basisdiode der Transistoren
17 gepolte zusätzliche Diode 20 ist jeder der Transistoren 17 an eine Leitung 14 angeschlossen,
wobei diese Leitung 14 dem jeweiligen Sensorausgangssignalkreis, der durch einen der
Schalter 12 bzw. einen der Transistoren 17 im Zusammenwirken mit einer der Dioden
20 gebildet wird, individuell zugeordnet ist.
[0031] Infolge der Z-förmigen Charakteristik der Magnetisierungskennlinie der Stromwandler
15 tritt im Sekundärkreis dieser Stromwandler ein Stromfluß nur auf, wenn primärseitig
ein bestimmter Mindeststrom überschritten wird. Dieser sekundärseitige Strom steuert
die beiden einem Stromwandler 15 zugeordneten Transistoren 17 entsprechend zur jeweiligen
Phasenlage des Lampenstromes für bestimmte Zeiträume während einer Halbwelle relativ
niederohmiger, sodaß ein auf der Leitung 13 vorhandenes und gegenüber einem auf einer
Leitung 14 vorhandenen Potential negativeres Potential über die Diode 20 auf die Leitung
14 durchgreifen kann.
[0032] Phasenlage, ungefähre Dauer und die Form der Sensorschaltungsausgangssignale, wie
sie durch den Schaltzustand der elekronischen Schalter 12 und der Transistoren 17
repräsentiert werden, können Fig. 2 im Hinblick auf den jeweiligen Phasenzustand der
Betriebswechselspannung entnommen werden.
[0033] Die oberste Diagrammzeile in Fig. 2 zeigt den Verlauf der Betriebswechselspannung.
Die folgenden acht Zeilen zeigen die Schaltzustände der elektronischen Schalter 12
und der Transistoren 17 (von den Transistoren 17 ist nur der Schaltzustand eines der
beiden Transistorpaare dargestellt, da sich die Schaltzustände der beiden Transistorpaare
gleichen), wenn der den Rotsignallampen 3,4 zugeordnete Schalter 5 geschlossen ist
und die der Grünsignallampe 1 und die der Gelbsignallampe 2 zugeordneten Lampenschalter
5 geöffnet sind, also die beiden letztgenannten Signallampen abgeschaltet sind.
[0034] Aus dem Diagramm ist zu entnehmen, daß die Zeilenpaare 2, 3 und 4, 5 einen gegenphasigen
Verlauf zu dem des Zeilenpaares 6, 7 zeigen. Dies rührt daher, daß die Zeilenpaare
2, 3 und 4, 5 die Schaltzustände der vier elektronischen Schalter zeigen, die der
Grünsignallampe und der Gelbsignallampe zugeordnet sind, während das Zeilenpaar 6,
7 die Schaltzustände der beiden elektronischen Schalter 12 zeigt, die mit den Leuchtdioden
10 in Verbindung stehen, welche den Rotsignallampen zugeordnet sind. Da die Leuchtdioden
10 der Grünsignallampe 1 und der Gelbsignallampe 2 von der Referenzwechselspannung
gesteuert werden, dagegen die Leuchtdioden 10 der Rotsignallampen 3, 4 von der Differenzwechselspannung,
die die Dioden 10 gegenphasig zur Referenzwechselspannung beaufschlagt,'ergibt sich
der gegenphasige Verlauf der Schaltzustände der elektronischen Schalter 12 , die den
beiden Rotsignallampen 3, 4 zugeordnet sind, zu den Schaltzuständen der elektronischen
Schalter 12, die der Grünsignallampe 1 bzw. der Gelbsignallampe 2 zugehören.
[0035] Die Diagrammzeilen 8, 9 in Fig. 2 zeigen die Schaltzustände der Transistoren 17.
[0036] Fig. 3 zeigt, daß ein erster Mikroprozessor 22 über ein Ausgangport 23 Enable
-Signal-Leitungen 13, die wie Fig. 1 zeigt, jeweils zu einer gruppenweise zusammengefaßten
Anordnung von Sensorausgangssignalkreisen führen, beeinflussen kann. Der erste Mikroprozessor
22 ist so ausgebildet, daß die Enable-Signal-Leitungen 13 zyklisch mit einem Enable-Signal
beaufschlagt werden. Dieses Enable- - Signal gelangt daher an die elektronischen Schalter
12 bzw. an die Transistoren 17 einer Sensorgruppe 21. In einem niederohmigeren Zustand
befindliche elektronische Schalter 12 bzw. Transistoren 17 schalten das Enable-Signal
von der Leitung 13 auf jeweils eine der Leitungen 14, die zu einem Bus zusammengefaßt
sind.
[0037] Die Enable-Signale auf den Leitungen 13 g'elangen außerdem über einen Eingangsport
24 zu einem zweiten Mikroprozessor 25, der so ausgebildet ist, daß er parallel zum
ersten Mikroprozessor 22 ebenfalls die Bussignale empfängt. Den beiden Mikroprozessoren
22, 25 sind außerdem Programm-und Datenspeicher 26 zugeordnet. Außerdem ist mit dem
zweiten Mikroprozessor 25 eine Anzeigevorrichtung 27 gekoppelt, die im Störungsfall,
Störungsart und Störungsort anzeigt.
[0038] Bei jeder
'Beaufschlagung einer der Enable-Signal-Leitungen 13 mit einem Enable-Signal treten
auf den Leitungen 14 des Busses von den Schaltzuständen der elektronischen Schalter
12 bzw. der Transistoren 17 abhängige Pegel auf, die von den beiden Mikroprozessoren
in einem Ist-Sollvergleich ausgewertet werden und den zum jeweiligen Abtastzeitpunkt
vorhandenen Signalzustand z.B. der Signallampen eines Signalgebers repräsentieren.
[0039] Durch den ersten Mikroprozessor 22 ist ein Enable-Signal- zyklus auf den Bruchteil
einer Halbwelle der Betriebswechselspannung begrenzt, ein solcher Signalzyklus hat
z.B. die Dauer von ca. 3,5 ms. Von Halbwelle zu Halbwelle wird dieser Enable-Signal-Zyklus
jedoch z.B. um 1 ms verschoben, so daß bei einer 50 Hz Betriebswechselspannung nach
zehn Halbwellen, die einer Zeitspanne von 100 ms entsprechen, der Enable-Signal-Zyklus
wieder mit dem NullDurchgang einer Halbwelle der Betriebswechselspannung beginnt.
Durch diese Abtastung wird das vollständige Fehlen, fehlerhafte Auftreten, die Unterbrechung,
oder die Verkürzung eines Zustandssignales eines der elektronischen Schalter 12 und
eines der Transistoren 17 ermittelt und durch einen Ist-Sollvergleich das fehlerhafte
Arbeiten der Signalanlage und/oder der Überwachungseinrichtung festgestellt.
[0040] Im störungsfreien Zustand geben die beiden Mikroprozessoren 22, 25 jeweils eine Taktimpulsfolge
ab, mit zur jeweils anderen Taktimpulsfolge gleicher Frequenz aber mit gegeneinander
um 180 Grad verschobener Phasenlage. Nur wenn eine logische Verknüpfung dieser beiden
Taktimpulsfolgen mittels einer fehlersicheren Auswerteschaltung 28 deren Vorhandensein
und richtige Phasenlage feststellt, wird dies als mit dem Soll-Zustand übereinstimmender
Ist-Zustand der Signalanlage ausgewertet. Die um 180 Grad gegeneinander verschobene
Phasenlage der beiden Taktimpulsfolgen stellt sicher, daß nicht durch eine unerwünschte
Überkopplung die von dem einen Mikroprozessor abgegebene Taktimpulsfolge eine.auch
von dem anderen Mikroprozessor abgegebene Taktimpulsfolge vortäuschen kann.
1. Überwachungseinrichtung für eine Lichtsignalanlage, insbesondere eine Verkehrssignalanlage,
mit über Lampenschalter an einer Betriebswechselspannung liegenden Signallampen, bei
der zur Gewinnung von den einzelnen Lampenstromkreisen zugeordneten Lampenstromkreis-Zustandssignalen
Sensorschaltungen vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einige der Sensorschaltungen Opto-Koppler aufweisen,
deren elektro-optischer Wandler zwischen einen Abgriff einer mit der Betriebswechselspannung
phasensynchronen Referenzwechselspannung und einen zwischen einem Lampenschalter und
einer Signallampe vorgesehenen Abgriff eingefügt ist, wobei die opto-elektrischen
Wandler der Opto-Koppler Sensorausgangssignalquellen sind.
2. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedem zwischen einem Lampenschalter und einer Signallampe liegenden Abgriff zwei
antiparallel geschaltete LEDs als elektro-optische Wandler zugeordnet sind und daß
jeder dieser elektro-optischen Wandler mit einem eigenen opto-elektrischen Wandler
zusammenarbeitet.
3. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2
gekennzeichnet durch
die Verwendung von wenigstens zwei voneinander verschiedenen Referenzwechselspannungen
mit einer oberen, einem Rotlampenstromkreis und einer unteren, einem Grün- und/ oder
Gelblampenstromkreis zugeordneten Referenzwechselspannung, und dadurch, daß für diese
Referenzwechselspannungen ebenfalls Sensorschaltungen vorgesehen sind.
4. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens einige weitere Sensorschaltungen mit jeweils einem in einen Lampenstromkreis
eingefügten Stromwandler mit Z-förmiger Magnetisierungskennlinie vorgesehen sind.
5. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Stromwandler zwei jeweils jeder Halbwelle zugeordnete elektronische Schalter
als Sensorausgangssignalkreise nachgeschaltet sind.
6. Überwachungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausgangssignalkreise der Sensorschaltungen gruppenweise zusammengefaßt zwischen
jeweils eine der jeweiligen Sensorgruppe zugeordnete Enable-Signal-Leitung und jeweils
eine für eine Vielzahl von Sensorausgangssignalkreise verschiedener Sensorgruppen
gemeinsam vorgesehene Busleitung geschaltet sind.
7. Überwachungseinrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei den Sensorschaltungen mit Stromwandlern als elektronische Schalter verwendete
Transistoren mit ihren Kollektoren an eine zugeordnete Enable-Signal-Leitung und mit
ihren Emittern über zur Emitter-Basisdiode des jeweiligen Transistors entgegengesetzt
gepolte Dioden an jeweils eine Busleitung angeschlossen sind.
8. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen die zugeordnete Enable-Signal-Leitung und jeweils eine zwischen einem
Ende der Sekundärwicklung des Stromwandlers und einer Basiselektrode der Transistoren
vorgesehene Verbindungsleitung eine Zenerdiode geschaltet ist.
9. Überwachungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß von zwei vorgesehenen Mikroprozessoren lediglich einer zur zyklischen Beaufschlagung
der einzelnen Enable- Signal-Leitungen mit Enable-Signalen ausgebildet ist, jedoch beide Mikroprozessoren
an die Busleitungen angeschlossen sind.
10. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch den das Enable-Signal bereitstellenden Mikroprozessor jeder Enable-Signalzyklus
auf einen Bruchteil einer Halbwelle der Betriebswechselspannung begrenzt ist und während
einer jeden Halbwelle lediglich einmal mit von Halbwelle zu Halbwelle zeitlich fortlaufend
verschobenem Beginn erzeugt wird.
11. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, -
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Mikroprozessoren jeweils zur Abgabe einer Taktimpulsfolge mit zur jeweils
anderen Taktimpulsfolge gleichen Frequenz und mit gegeneinander um 180 Grad verschobener
Phasenlage lediglich bei Sollzuständen entsprechenden Istzuständen der Busleitungssignale
ausgebildet sind.