[0001] Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät für den Boxsport der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung.
[0002] Bekannte Trainingsgeräte, wie Sandsack, Plattformbirne, Boxball, Trainingspuppe und
ähnliches sowie die Verwendung der vom Trainer getragenen Handpolster gesatten zwar
ein intensives Training, sie haben jedoch alle den Nachteil, daß sie passiv sind und
der trainierende Boxer Gegenreaktionen in Form von Schlägen nicht beachten muß. So
sind aus der Patentliteratur eine Vielzahl von Trainingsgeräten bekannt, mit welchen
versucht wird, ein wettkampfnahes Training mit mechanisch-beweglichen Bauteilen zu
ermöglichen. So wird im DD-AP 17 178 ein Gerät beschrieben, welches mit einer um eine
senkrechte Achse kreisenden Welle arbeitet.
[0003] Im DD-AP 46 210 wird ein Gerät dargestellt, welches umkreisende Abwehrarme besitzt,
die dazu dienen, ein Schlagziel zu verdecken.
[0004] Aus der DD-AP 128 684 ist ein gattungsgemäßes Boxtrainingsgerät bekannt, das aus
einem ggf. verfahrbaren Traggestell, einer darauf befestigten Säule und einem an dieser
höhenverstellbar gepolsterten Körperprofilbrett besteht. In zwei Ausschnitten im Profil
brett sind zwei in sich starre Schlagarme schwenkbar und längsverschiebbar gelagert,
die an ihren vorderen Enden Boxhandschuhe tragen und von der Rückseite des Profilbretts
aus durch einen Trainingshelfer vorgeschoben werden können. Mit diesem Trainingsgerät
können jedoch lediglich geradlinige Schlagbewegungen simuliert werden.
[0005] Es sind auch verschiedene Trainingsgeräte für andere Sportarten bekannt, die ein
möglichst den Wettkampfbedingungen entsprechendes Verhalten simulieren sollen. So
ist in der US-A-3 391 936 ein Trainingsgerät für Footballspieler beschrieben, bei
dem eine Trainingsfigur auf einem verfahrbaren Gestell montiert ist, wobei die Bewegungen
des Gerätes sowie der Figur über Antriebs- und Steuereinrichtungen koordiniert werden.
[0006] Weiterhin ist aus der DE-A-2 640 637 eine einen Boxsportler nachahmende Spielzeugfigur
bekannt, die einen teleskopartig ausfahrenden Schlagarm besitzt. Aufgrund der für
den Boxsport untypischen Schlagart ist ein solcher Mechanismus für das Boxtraining
ebenfalls nicht geeignet.
[0007] Mit den bekannten Boxtrainingsgeräten können nur die Ausdauer- und die Schlagkraft
eines Boxers trainiert werden; ein wirklichkeitsnahes Training von Schlagkombinationen
und Deckung ist mit den bekannten Geräten jedoch nicht möglich.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Boxtrainingsgerät zu
schaffen, mit dem die im Boxsport üblichen Schläge und Schlagkombinationen aus der
Bewegung heraus simuliert werden können.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0010] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung sind der Rumpf
und die Schlagarme auf einer Grundplatte angeordnet, wobei eine Halteplatte, an der
der Schlagarm angeordnet ist, um die Horizontale parallel zur Ebene der Grundplatte
mittels eines Gelenkes an dem Schulterteil angeordnet ist und das Schulterteil um
die Horizontale in Richtung der Normalen der Grundplatte an einer Zwischenplatte angelenkt
ist, welche um die Vertikale drehbar mit der Grundplatte verbunden ist.
[0011] So wird zwischen Schulterteil und Halteplatte ein Gelenk mit horizontal in Richtung
parallel zur Ebene der Grundplatte liegender Drehachse angeordnet. Die Verdrehung
der Halteplatte wird durch Entspannen einer arretierten Feder realisiert. Diese vorzugsweise
vorgespannte Feder ist zwischen Schulterteil und Halteplatte angeordnet. Nach dem
Entspannen kann diese Feder mittels eines im Oberarm bzw. im Schulterteil angeordneten
Antriebs erneut gespannt werden, so daß die Halteplatte um die Achse des Gelenkes
entgegen der Wirkrichtung in die Arretierungslage zurückgeschwenkt wird. Dadurch wird
es möglich, die Schlagrichtung in der Vertikalen veränderlich vorzugeben.
[0012] Zur Realisierung einer steuerbaren Drehbewegung um die Horizontale in Richtung der
Normalen der Grundplatte des Schulterteiles aus der Schulterebene heraus können im
Schulterteil und/oder Rumpf Federen, Arretierungselemente und Antriebe angeordnet
sein.
[0013] Somit wird es möglich, die Schlagrichtung nicht nur in der Vertikalen, sondern auch
in der Horizontalen veränderlich vorzugeben.
[0014] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht der auf der Halteplatte angeordnete
Oberarm aus einem oder mehreren parallelgeschalteten Gelenkvierecken, wobei an den
nichtgestellfesten Drehgelenken das untere Ende des starren, die Schlaghand tragenden
Unterarmes befestigt ist. Das Getriebe, bestehend aus Ober- und Unterarm, ist so bemessen,
daß es eine gerade Bewegung der Schlaghand bei einer Verschiebung der Knotenpunkte
des/der Gelenkvierecke gegeneinander gewährleistet. Damit wird der beim Boxen typische
Bewegungsablauf "gerader Schlag" erzeugt.
[0015] Die Realisierung des geraden Schlages wird auf Grund der Verschiebung der Knotenpunkte
der parallel geschalteten Gelenkvierecke im Oberarm gegeneinander mittels einer oder
mehrerer Federn, die vorzugsweise im Bereich der einander nicht benachbarten Knotenpunkte
wirken, durch Lösen der Arretierung der gespannten Feder erzwungen. Mit Hilfe eines
vorzugsweise im Oberarm angeordneten Antriebs wird entgegen der o. g. Feder das Gelenkviereck
in die Arretierungsstellung, d. h. Schlagbereitschaftsstellung zurückbewegt. Durch
geeignete Wahl des Antriebes wird es möglich, daß mehrere Antriebe durch nur einen
zentralen Antrieb ersetzt werden.
[0016] Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung ist die Grundplatte mit dem daran angeordneten
Rumpf mittels eines Antriebes um die Vertikale nach beiden Seiten um 90° drehbar.
[0017] Alle bisher einzeln beschriebenen Bewegungen der Schlaghand können miteinander dadurch
gekoppelt werden, daß mehrere Arretierungsstellungen gleichzeitig aufgehoben werden
und andere Antriebsteile in der arretierten bzw. nicht arretierten Stellung verbleiben.
Die Steuerung der Antriebe erfolgt vorzugsweise ferngesteuert über Funk, Kabel oder
ähnliches. Die Steuerung kann auch in Verbindung mit fest vorgegebener bzw. frei programmierbarer
Datenspeichereinheiten erfolgen.
[0018] Das Reaktionsvermögen des Boxsportlers auf Gegenschläge des Gegners kann mit diesem
Boxtrainingsgerät wettkampfnah trainiert werden. Der Trainer kann unmittelbaren Einfluß
auf wettkampfnahe Gegentreffer nehmen. Somit ist es durch das Boxtrainingsgerät möglich
geworden, das Verhalten des Boxsportlers auf die Besonderheiten eines bestimmten Gegners
einzustellen.
[0019] Nachfolgend soll die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen näher beschrieben werden.
[0020] Es zeigen:
Fig. 1: eine schematische Seitenansicht eines Boxtrainingsgerätes mit Darstellung
des Antriebs im selbstverfahrbaren Grundgestell;
Fig. 2: eine schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsvariante des Boxtrainingsgerätes
mit Darstellung der Schlaghand zum Erzeilen eines Rumpf- oder Kopftreffers oder Aufwärtshakens;
Fig. 3: die Vorderansicht nach Fig. 2 mit angewinkeltem rechten Schlagarm zum Ausführen
von Seitwärtsschlägen;
Fig. 4: eine Draufsicht des Boxtrainingsgerätes nach Fig. 2 mit anliegendem gestrecktem
rechten Schlagarm nach Ausführung eines zentrischen Schlages;
Fig. 5: die Seitenansicht des schematischen Innenaufbaues eines Schlagarmes nach Ausführung
eines Kopftreffers.
[0021] An einem Grundgestell 1 ist die Trainingsfigur 2 als Halbpuppe mit Kopf und zwei
Armen, durch eine Höhenverstellung 3 und Horizontalverstellung 4 einstellbar, beweglich
über die, mittels eines Stoßdämpfers 5, gedämpfte Blattfeder 6 angebracht. Das Grundgestell
1 ist mit zwei einzelne Antriebsräder 7 und einem freibeweglichen Schwenkrad 8 versehen.
Der Antrieb der Antriebsräder 7 erfolgt jeweils über eine Reibradkupplung 9 durch
über einen Akkumulator 10 gespeisten Motore 11 mit Schneckengetriebe. Über eine Steuereinheit
12 erfolgt wahlweise, mittels Programmwalze oder Fernsteuerung, das Einschalten der
Motoren 11. Durch Verwendung von selbsthemmenden Schneckengetrieben wird die Bewegung
der Antriebsräder 7 durch äußere Krafteinwirkung verhindert. Neben dem Schwenkrad
8 können weitere freibewegliche Räder angeordnet sein, welche sich selbsttätig in
die jeweils von den Antriebsrädern 7 bestimmte Fahrtrichtung einstellen. Die Drehzahlen
und die Drehrichtung der elektrischen Motoren 11 lassen sich unabhängig voneinander
steuern durch eine eingebaute und nicht dargestellte Programmeinrichtung oder durch
Fernübertragung von Signalen. Damit wird erreicht, daß das Boxtrainingsgerät wettkampfnahe
Bewegungen auf kleinsten Raum wie beispielsweise Ausweichen, Vor- und Rückbewegung,
Drehen um die eigene Achse, Fahren geradeaus und um Kreis in verschiedenen Geschwindigkeiten
ausführen kann. Mittels des an einer Schwenkeinheit 13 einstellbar angebrachten Gebers
14 für die Hubzähleinrichtung kann die Anzahl der Treffer mit der dem Trainingsprogramm
gemäßen Härte aufgenommen und durch ein elektronisches Zählwerk 15 digital angezeigt
werden. Durch eine Ladeeinrichtung kann der Akkumulator 10 in den Trainingspausen
wieder geladen werden. Darüber hinaus können die Motoren 11 auch über das Netz gespeist
werden. Das Grundgestell 1 wird durch eine Verkleidung 16 vollständig abgedeckt.
[0022] Nach einer anderen Ausführungsvariante wird als Aufnahme für die Trainingsfigur eine
Grundplatte 17 verwendet, an welcher zwei Schlagarme befestigt sind. Der Schlagarm
besteht aus dem Oberarm, dem Unterarm 18 sowie aus einer am Unterarm 18 angeordneten
Schlaghand 19.
[0023] Der Oberarm des Schlagarmes ist als Gelenkviereck 20 so ausgebildet, daß beim Verschieben
des Gelenkviereckes 20 um einen bestimmten Betrag an der Schlaghand 19 eine geradlinige
Bewegung erzielt wird.
[0024] Die Ausführung des Schlages wird durch das Entspannen einer Feder 21 erreicht. Die
Feder 21 wird mittels Antrieb M 3 gespannt, indem das Gelenkviereck 20 mittels Seilzug
22 oder Gestänge und Spannhebel 23 in die Stellung E, eingezogene Schlaghand 19, gebracht
wird. Nach dem Spannen verbleibt der Spannhebel 23 in der Stellung E, eingezogene
Schlaghand 19. Durch Einschalten des Antriebs M 3 wird der Spannhebel 23 durch einen
Mitnehmer 8 des Antriebs M 3 aus der Stellung E heraus gedreht und schnellt infolge
der Kraft der Feder 21 freilaufend in die Stellung A, ausgefahrene Schlaghand 19.
[0025] Der Antrieb M 3 läuft weiter, dabei spannt der Mitnehmer 24 die Feder 21 erneut,
so daß die Schlagbereitschaft wieder hergestellt ist. Das Gelenkviereck 20 ist mit
einer Halteplatte 25 verbunden und durch ein Gelenk 26 schwenkbar gelagert.
[0026] In der Stellung R, Stellung zum Erzielen eines Rumpftreffers, des Antriebes M 2 werden
Rumpftreffer ausgeführt. Nach Drehen des Antriebes M 2 in die Stellung K, Stellung
zum Erzielen eines Kopftreffers, und dem damit verbundenen Schwenken der Halteplatte
25 um das Gelenk 26 werden bei nachfolgender geradliniger Bewegung der Schlaghand
19 Kopftreffer ausgeführt.
[0027] Ein Aufwärtshaken wird bei gleichzeitigem freilaufenden Drehen eines Spannhebels
27 des Antriebes M 2 mittels Mitnehmer 30 von der Stellung R, Stellung zum Erzielen
eines Rumpftreffers, in die Stellung K, Stellung zum Erzielen eines Kopftreffers bei
gleichzeitigen Entspannen einer Feder 39, und des Spannhebels 23 des Antriebes M 3
von der Stellung E, Stellung eingezogene Schlaghand, in die Stellung A, ausgefahrene
Schlaghand, ausgeführt.
[0028] Mit Hilfe eines Antriebs M 1 wird das Schulterteil 28 über ein Drehgelenk 29 das
an einer Anlageplatte 30 befestigt ist, vertikal winkelveränderlich zur Körperachse
31 nach oben gedreht. Der Antrieb M 1 hat damit die Stellung S, Seitwärtsschlag, erreicht.
[0029] Bei nachfolgender Ausführung des bereits beschriebenen Aufwärtshakens, Antrieb M
1 in Stellung G, gerader Schlag, gemäß Fig. 3 wird ein Seitwärtshaken ausgeführt.
Die Anlageplatte 30 ist mit der Grundplatte 17 starr verbunden. Der zentrische Schlag
wird dadurch realisiert, daß an der Rückwand des Schulterteiles 28 und einer Zwischenplatte
32 Drehgelenke 33 horizontal winkelveränderlich zur Schulterebene 34 angeordnet sind,
um die mittels eines Antriebes M 0 das Schulterteil 28 zur Ebene der Grundplatte 17
gemäß Fig. 4 in Stellung Z, zentrischer Schlag, gedreht wird.
[0030] Der Rumpf des Boxtrainingsgerätes ist um die Körperachse 31 drehbar angeordnet, wobei
in der Körperachse 31 eine mit dem Rumpf fest verbundene, eine ein Zahnrad 35 tragende
Welle 36 angeordnet ist. In dieses Zahnrad 35 greift ein vom Antrieb M 4 getriebenes
Zahnrad 37 ein. Die Antriebe M 0; M 1; M 2; M 3; M 4 sind zur Ausführung der Schlagarten
Rumpftreffer, Kopftreffer, Aufwärtshaken, Seitwärtshaken, gerader und zentrischer
Schlag, Drehen des Rumpfes, elektrisch gekoppelt und mittels bekannter Fernsteuerung
über Funk oder Kabel beziehungsweise mit einem feststehenden oder lernbaren Programm
auslösbar. Die Antriebe M 0; M 1; M 2; M 3; M 4 sind in ihrem unmittelbaren Wirkbereich
an den jeweiligen Funktionsbereichen ortsfest angebracht.
[0031] Das erfindungsgemäße Boxtrainingsgerät ist in der Lage, die im Wettkampf vorkommenden
Schlagarten und deren Kombination vollständig nachzubilden. Das Boxtrainingsgerät
ist zweckmäßigerweise mit einem gepolsterten Überzug aus Leder oder dergleichen versehen,
um eine Verletzungsgefahr zu vermeiden.
[0032] Auf Grund der freien Beweglichkeit beider Schlagarme wird es durch die Erfindung
möglich, das Koordinationsvermögen des Sportlers durch den Trainer gesteuert zu trainieren.
[0033] Da innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne der Sportler gezwungen ist, am Boxtrainingsgerät
eine bestimmte Anzahl von Schlägen anzubringen, kann die Schlagschnelligkeit, insbesondere
die Schlaggenauigkeit des Sportlers trainiert werden.
[0034] Im Gegensatz zu allen bisher bekannten Boxtrainingsgeräten wird auf Grund der erfindungsgemäßen
Lösung das Schlagen der vier Grundschläge des Boxsportiers, Gerade zum Körper, Gerade
zum Kopf, Aufwärtshaken, Seitwärtshaken, möglich. Auf Grund einer kurzfristigen Kombination
aller Grundschläge werden beim Sportler solche Eigenschaften, wie Gewandtheit, Reaktionsfähigkeit,
Beweglichkeit und Kondition mittels der erfindungsgemäßen Lösung trainierbar.
[0035] Mittels einer vom Trainer vorzugebenden Schlagfolge können vorhandene Schwächen in
der Verteidigungsfähigkeit des Boxers gezielt beseitigt werden. Ebenso kann aus der
Verteidigung heraus der Gegenangriff gesteuert trainiert werden.
[0036] In Vorbereitung auf den Wettkampf ist es mit der erfindungsgemäßen Lösung erstmals
möglich, den Boxer auf einen bestimmten Gegner taktisch-technisch einzustellen.
[0037] Somit ist es möglich geworden, ein speziell auf zu erwartende Gegner ausgerichtetes
Training durchzuführen.
Aufstellung der Bezugszeichen
[0038]
1 Grundgestell
2 Trainingsfigur
3 Höhenverstellung
4 Horizontalverstellung
5 Stoßdämpfer
6 Blattfeder
7 Antriebsräder
8 Schwenkrad
9 Reibradkupplung
10 Akkumulator
11 Motor, mit Schneckengetriebe
12 Steuereinheit
13 Schwenkeinheit
14 Geber
15 Zählwerk
16 Verkleidung
17 Grundplatte
18 Unterarm
19 Schlaghand
20 Gelenkviereck
21 Feder
22 Seilzug
23 Spannhebel
24 Mitnehmer
25 Halteplatte
26 Gelenk
27 Spannhebel
28 Schulterteil
29 Drehgelenk, Seitwärtshaken
30 Anlageplatte
31 Körperachse
32 Zwischenplatte
33 Drehgelenk, zentrischer Schlag
34 Schulterebene
35 Zahnrad
36 Welle
37 Zahnrad
38 Mitnehmer
39 Feder
M 0 Antrieb 0
M 1 Antrieb 1
M 2 Antrieb 2
M 3 Antrieb 3
M 4 Antrieb 4
R Stellung des Antriebes 2 zum Erzielen eines Rumpftreffers
K Stellung des Antriebes 2 zum Erzielen eines Kopftreffers
E Stellung des Antriebes 3 eingezogene Schlaghand
A Stellung des Antriebes 3 ausgefahrene Schlaghand
S Seitwärtsschlag
G gerader Schlag
Z zentrischer Schlag.
1. Boxtrainingsgerät mit einem verfahrbaren Grundgestell (1) und einer vertikal verstellbaren
Trainingsfigur (2), die über ein elastisches Glied (6) auf dem Grundgestell (1) befestigt
ist und mit Boxhandschuhen versehene bewegbare Schlagarme aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Grundgestell (1) zwei gesonderte, nach einem einstellbaren Programm und durch
Funksteuerung betätigbare Antriebsräder (7) und mindestens ein nicht-angetriebenes
freibewegliches Schwenkrad (8) besitzt,
daß die Trainingsfigur (2) horizontal verstellbar an einer das elastische Glied bildenden
Blattfeder (6) montiert ist, an welcher ein wegabhängiger Geber (14) für eine Hubzähleinrichtung
und ein Stoßdämpfer (5) vorgesehen sind, und
daß die Schlagarme aus beweglichen Bauteilen mit einem Schulterteil (28), einem Oberarm
(20), einem Unterarm (18) und einer fest an diesem angeordneten Schlaghand (19) bestehen,
denen mindestens ein Schlagantrieb (M 3) und ein Getriebe zugeordnet sind.
2. Boxtrainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichent, daß die Kraftübertragung
von Antriebsmotoren (11) zu den Antriebsrädern (7) über eine Reibradkupplung (9) mit
Rücklaufsperre oder eine Bremseinrichtung erfolgt.
3. Boxtrainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Geber (14) für
die Hubzähleinrichtung je nach der zu erwartenden Stoßkraft am Grundgestell (1) oder
an einer Schwenkeinheit (13) für die Federaufnahme einstellbar befestigt ist.
4. Boxtrainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rumpf und die
Schlagarme der Trainingsfigur (2) an einer Grundplatte (17) angeordnet sind, wobei
eine den Oberarm (20) tragende Halteplatte (25) und die Horizontale parallel zur Ebene
der Grundplatte (17) mittels eines Gelenks (26) am Schulterteil (28) angelenkt ist
und das Schulterteil (28) um die Horizontale in Richtung der Normalen zur Grundplatte
(17) an einer Zwischenplatte (32) angelenkt ist, welche um die Vertikale drehbar mit
der Grundplatte (17) verbunden ist.
5. Boxtrainingsgerät nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberarm
aus einem oder mehreren parallel geschalteten Gelenkvierecken (20) besteht, wobei
an den nicht an der Halteplatte (25) angeordneten Drehgelenken das untere Ende des
starren, die Schlaghand (19) tragenden Unterarms (14) befestigt ist.
6. Boxtrainingsgerät nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte
(17) mittels eines Antriebs (M 4) um die Vertikale nach beiden Seiten um 90° drehbar
ist.
1. Appareil d'entraînement pour la boxe comportant un châssis de base (1) et un mannequin
d'entraînement (2) déplaçable verticalement, qui est fixé sur le châssis de base (1)
par l'intermédiaire d'un organe élastique (6) et comporte des bras de frappe mobiles
équipés de gants de boxe, caractérisé en ce
que le châssis de base (1) comprte deux roues motrices (7) pouvant être actionnées
selon un programme réglable et au moyen d'une télécommande par radio, et au moins
une roue orientable (8) non motrice et librement mobile,
que le mannequin d'entraînement (2) est monté de manière à être réglable horizontalement
sur un ressort en forme de lame (6) formant l'organe élastique et sur lequel sont
prévus un capteur (14), qui agit en fonction de la distance et est prévu pour un dispositif
de comptage de coups, et un amortisseur de chocs (5), et
que les bras de frappe sont constitués par des composantes mobiles possédant une partie
formant épaule (28), un bras (20), in avant-bras (18) et un poing (19) monté fixe
sur ce bras inférieur, et auxquels sont associés au moins un dispositif d'entraînement
pour la frappe (M 3) et un mécanisme de transmission.
2. Appareil d'entraînement pour la boxe selon la revendication 1, caractérisé en ce
que la transmission de force depuis des moteurs d'entraînement (11) aux roues motrices
(7) est réalisée par l'intermédiaire d'un embrayage à friction (9) comportant un dispositif
de blocage en marche arrière ou un dispositif de freinage.
3. Appareil d'entraînement pour la boxe selon la revendication 1, caractérisé en ce
que le capteur (14) pour le dispositif de comptage de coups est fixé de manière à
être réglable en fonction de la force de choc, à laquelle il faut s'attendre, sur
le châssis de base (1) ou sur une unité pivotante (13) prévue pour recevoir le du
ressort.
4. Appareil d'entraînement pour la boxe selon la revendication 1, caractérisé en ce
que le tronc et les bras de frappe du mannequin d'entraînement (2) sont disposés sur
une plaque de base (17), une plaque de retenue (25) portant le bras (20) étant articulée
autour d'un axe horizontal parallèle au plan de la plaque de base (17), au moyen d'une
articulation (26), sur la partie formant épaule (28) et que la partie formant épaule
(28) est articulée autour d'un axe horizontal perpendiculaire à la normale à la plaque
de base (17), sur une plaque intermédiaire (32), qui est reliée à la plaque de base
(17) de manière à pouvoir tourner autour d'un axe vertical.
5. Appareil d'entraînement pour la boxe selon les revendications 1 et 4, caractérisé
en ce que le bras est constitué par un ou plusieurs quadrilatères articulés (20),
l'extrémité inférieure de l'avant-bras rigide (14) portant le poing (19) étant fixée
aux articulations pivotantes non situées sur la plaque de retenue (25).
6. Appareil d'entraînement pour la boxe selon les revendications 4 et 5, caractérisé
en ce que la plaque de base (17) peut pivoter des deux côtés sur 90° par rapport à
la verticale, en étant entraînée par un dispositif d'entraînement (M 4).
1. A training device for boxing comprising a base frame (1) which can be driven and
a vertically adjustable training figure (2) which is fastened to the base frame (1)
by means of a resilient element (6) and comprises movable striking arms which are
equipped with boxing gloves, characterized in that the base frame (1) comprises two
separate drive wheels (7), which can be operated by an alterable program and by radio
control, and at least one freely movable pivotable wheel (8) which is not driven,
in that the training figure (2) is mounted, so that it is adjustable horizontally,
on a leaf spring (6) which forms the resilient element and which is equipped with
a movement-dependent transmitter (14) for a stroke counting device and with an impact
absorber (5), and in that the striking arms consist of movable components comprising
a shoulder element (28), an upper arm (20), a lower arm (18) and a striking hand (19)
fixed to the latter, there being associated with the arms at least one blow producing
drive mechanism (M 3) and a transmission mechanism.
2. A training device for boxing according to Claim 1, characterized in that the force
is transmitted from the (sic) drive motors (11) to the drive wheels (7) by means of
a friction wheel coupling (9) with a braking device or a stop to prevent reverse motion.
3. A training device for boxing according to Claim 1, characterized in that the transmitter
(14) for the stroke counting device is fastened adjust- ably, depending on the expected
force of the blows, to the base frame (1) or to a pivoting unit (13) which forms a
bearing seat for the spring.
4. A training device for boxing according to Claim 1, characterized in that the trunk
and the striking arms of the training figure (2) are arranged on a mounting plate
(17), and a carrier plate (25) which bears the upper arm (20) is linked by means of
a joint (26) to the shoulder element (28) so that it can pivot about a horizontal
line parallel to the plane of the mounting plate (17), and in that the shoulder element
(28) is linked to an intermediate plate (32), which can rotate about the vertical
direction together with the mounting plate (17), so that it can pivot about a horizontal
line directed at right angles to the mounting plate (17).
5. A training device for boxing according to Claim 1 and 4, characterized in that
the upper arm consists of one or more four-bar linkages (20) connected in parallel
and the lower end of the rigid lower arm (18) which bears the striking hand (19) is
fastened to the pivoting joints which are not connected to the carrier plate (25).
6. A training device for boxing according to Claim 4 and 5, characterized in that
the mounting plate (17) can be rotated to both sides through 90° from the vertical
by means of a drive mechanism (M 4).