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EP 0 173 196 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.05.1989 Patentblatt 1989/20 |
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Anmeldetag: 19.08.1985 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B65D 23/10 |
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Flasche mit angeformtem Griff
Bottle incorporating a handle
Bouteille avec poignée incorporée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE |
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Priorität: |
27.08.1984 DE 3431429
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.03.1986 Patentblatt 1986/10 |
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Patentinhaber: Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien |
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40191 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- vom Hofe, Dieter
D-5000 Köln 71 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 106 676 FR-A- 2 532 621 US-A- 4 372 455
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DE-A- 2 936 837 NL-C- 108 651
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Flasche mit angeformtem, ein Durchgreifloch aufweisendem
Griff.
[0002] Aus der EP 106 676 ist eine Griff-Flasche vorgenannter Art bekannt, die einen an
die obere Flaschenhälfte angeformten Griff aufweist. Eine solche Anordnung des Griffs
bringt zwar Vorteile beim Tragen des Behälters, aber erhebliche Nachteile beim Ausgießen
oder Dosieren in ein Meßgefäß. Das hierzu erforderliche Kippen der Flasche bedingt
eine Gelenkbewegung des die Flasche haltenden Arms, die wegen des tiefliegenden Flaschenschwerpunkts
nur mit erheblichem Kraftaufwand und meist nur unter Zuhilfenahme der anderen Hand
auszuführen ist.
[0003] Ein weiterer Nachteil bekannter Flaschen mit angeformtem Griff wird durch das beim
Lagern und in der Transportverpackung erheblich größere Stauvolumen als bei Flaschen
mit Griff-Leisten bedingt. So ist beispielsweise aus der DE 29 36 837 eine Flasche
bekannt, bei welcher am Flaschenhals ein Haken mit Durchgreifloch und nach unten offenem
Hakenmaul angeordnet ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine anwendungsfreundliche Verpackung zu
schaffen, aus der ohne großen Kraftaufwand mit einer Hand zu dosieren ist, die ergonomisch
günstig in der Hand bzw. im « Schüttarm liegt und zugleich wirtschaftlich zu verpacken,
zu lagern und zu transportieren ist. Für die Flasche eingangs genannter Art mit angeformtem
Griff und Durchgreifloch besteht die erfindungsgemäße Lösung darin, daß der Griff
aus einander gegenüberliegenden, sich in der unteren Flaschenhälfte im wesentlichen
in Flaschenlängsrichtung erstreckenden Griffmulden und einem die der Flaschenmündung
zugewandten oberen Enden der Griffmulden in Form eines Daumenlochs verbindenden Durchgreifloch
besteht.
[0005] Das Daumenloch soll unterhalb der Höhe des Schwerpunkts der gefüllten, aufrechtstehenden
Flasche liegen. Mit anderen Worten heißt das, daß das Daumenloch und damit auch die
Griffmulden unter der etwa das halbe Füllvolumen markierenden Mittellinie angeordnet
werden sollen. Dadurch, daß die Griffmulden erfindungsgemäß in der unteren Hälfte
des Flaschenkörpers positioniert werden und am oberen Ende in dem Daumenloch enden,
wird erreicht, daß das Daumenloch beim Entleeren der Flasche als Drehachse zu verwenden
ist, wobei die gefüllte Flasche zur Mündungsseite hin ein geringfügiges Übergewicht
erhalten kann.
[0006] Von besonderem Vorteil ist die erfindungsgemäße Lösung bei Flaschen mit größerem
Volumen, insbesondere von 1 bis 10 Liter, aus Kunststoff oder Glas, wie sie für Waschmittel
bzw. Waschzusatzmittel eingesetzt werden.
[0007] Anhand der schematischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels werden Einzelheiten
der Erfindung erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 eine Seitenansicht einer aufrechtstehenden Flasche mit Griffmulden und Daumenloch
;
Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linie 11-11 von Fig. 1 ;
Fig. 3 einen Querschnitt längs der Linie III-III von Fig. 1 ; und
Fig. 4 eine Seitenansicht der Ausgießstellung der Flasche mit dem Daumenloch als Schwenkachse.
[0008] Die insgesamt mit 1 bezeichnete Flasche nach Fig. 1 besitzt auf den Breitseiten 2
benachbart einer Stirnwand 3 je eine Griffmulde 4, die am oberen Ende in ein Daumenloch
5 ausläuft. Die Griffmulde 4 erstreckt sich in etwa parallel zur Flaschenlängsrichtung
6 und wird nach Fig. 1 so angeordnet, daß das Daumenloch 5 noch unterhalb der in etwa
das halbe Füllvolumen der Flasche 1 markierenden Mittellinie 7 liegt. Der durch den
Teil der Flasche 1 mit Griffmulden 4 und Stirnwand 3 gebildete Griff 8 wird vorzugsweise
auf der einen Flaschenbreitseite 2 den vier Fingerkuppen einer Hand und auf der gegenüberliegenden
Flaschenbreitseite der Daumenwurzel mit Maus der Hand angepaßt geformt.
[0009] Bei Anwendung der Flasche, z. B. beim Dosieren des Flascheninhalts in ein Meßgefäß,
wird die « Schütthand » so um die gewölbte Fiaschenstirnwand 3 bzw. um den Griff 8
gelegt, daß das vordere Daumenglied durch das Daumenloch 5 ragt. Bei dieser Handhabung
wird wegen der Form des Griffs 8 ein rutschfester Halt auch beim Greifen mit nassen
Fingern gewährleistet. Die Lage des Daumenlochs 5 unterhalb der Höhe des Schwerpunkts
der gefüllten, aufrechtstehenden Flasche bzw. unterhalb der Mittellinie 7 hat beim
Anheben der Flasche in der beschriebenen Weise ein leichtes Übergewicht zur Mündungsseite
9 hin zur Folge. Das in das Daumenloch 5 gesteckte Daumenglied wirkt nämlich automatisch
wie eine Drehachse 10, um die die gefüllte Flasche 1 beim Anheben in der angegebenen
Weise in eine Position nach Fig. 4 selbsttätig schwenkt.
[0010] Bedingt durch die Position des Daumenlochs 5, mit dessen Hilfe man die Flasche 1
in einem « Fastgleichgewicht » halten kann, ist zum Fixieren der Lage der Mündungsseite
9 der Flasche 1 in einer höheren oder tieferen Lage nur ein sehr geringer Kraftaufwand
erforderlich.
1. Flasche (1) mit angeformtem, ein Durchgreifloch (5) aufweisendem Griff (8), dadurch
gekennzeichnet, daß der Griff (8) aus einander gegenüberliegenden, sich in der unteren
Flaschenhälfte im wesentlichen in Flaschenlängsrichtung (6) erstreckenden Griffmulden
(4) und einem die der Flaschenmündung (9) zugewandten oberen Enden der Griffmulden
(4) in Form eines Daumenlochs (5) verbindenden Durchgreifloch besteht.
2. Flasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Daumenloch (5) unterhalb
der Höhe des Schwerpunktes der gefüllten, aufrechtstehenden Flasche (1) liegt.
3. Flasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Daumenloch (5) und damit
auch die Griffmulden (4) unter der etwa das halbe Füllvolumen markierenden Mittellinie
(7) der Flasche (1) angeordnet sind.
4. Flasche nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Griffmulde (4) auf der einen Flaschenbreitseite (2) den vier Fingerkuppen
einer Hand und diejenige auf der gegenüberliegenden Flaschenbreitseite der Daumenwurzel
mit Maus der Hand angepaßt wird.
5. Flasche nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Daumenloch (5) die Drehachse (10) der Schwenkbewegung beim Ausgießen bildet.
1. Bottle (1) with a handle (8), which is moulded on and displays a finger hole (5),
characterised thereby, that the handle (8) consists of mutually opposite handle cavities
(4), which extend in the lower bottle half substantially in longitudinal bottle direction
(6), and a 5 finger hole in the shape of a thumb hole (5) connecting the upper ends
of the handle cavities (4) facing the bottle mouth (9).
2. Bottle according to claim 1, characterised thereby, that the thumb hole (5) lies
below the height of the centre of gravity of the filled upright bottle (1).
3. Bottle according to claim 1, characterised thereby, that the thumb hole (5) and
thereby also the handle cavities (4) are arranged below the centre line (7) marking
about half the filling value of the bottle (1).
4. Bottle according to one or more of the claims 1 to 3, characterised thereby, that
the handle cavity (4) on the one broad bottle side (2) is matched to the four finger
tips of a hand and that on the opposite broad bottle side to the thumb root with thenar
of the hand.
5. Bottle according to one or more of the claims 1 to 4, characterised thereby, that
the thumb hole (5) forms the rotational axis (10) of the pivotable movement during
pouring-out.
1. Flacon (1) pourvu d'une poignée moulée (8) présentant un orifice de préhension
(5), caractérisé par le fait que la poignée (8) comporte des cavités de préhension
(4), situées à l'opposé l'une de l'autre, s'étendant sur la partie inférieure du flacon
essentiellement dans le sens longitudinal (6) de celui-ci, et que l'orifice de préhension
a la forme d'un trou pour un pouce de main (5) reliant les extrémités supérieures
des cavités de préhension (4) tournées vers l'embouchure (9) du flacon.
2. Flacon selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le trou pour un pouce
(5) est situé au-dessous du niveau du centre de gravité du flacon (1) rempli, en position
debout.
3. Flacon selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le trou pour un pouce
(5) et, par conséquence, les cavités de préhension (4) également, sont situés sous
la ligne médiane (7) du flacon (1) démarquant à peu près la moitié du volume de remplissage.
4. Flacon selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait
que la cavité de préhension (4), sur l'un des côtés largeur (2) du flacon, est adaptée
à la forme des quatre bouts de doigts d'une main, et que la cavité de préhension (4),
pratiquée sur le côté largeur opposé, est adaptée au bout du pouce de la main.
5. Flacon selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait
que le trou pour le pouce (5) constitue l'axe de rotation (10) du' mouvement d'oscillation
du flacon lors du versement.

