[0001] Die Erfindung betrifft ein Haubenverdeck für Güterwagen und Container, welches aus
mindestens zwei Hauben und einem Mittenportal besteht, wobei die Hauben durch zwei
Haubenteile gebildet sind, die über im Dachbereich und im Untergestellbereich angeordnete
Betätigungseinrichtungen aus einer gemeinsamen Ebene herausspreizbar und auf einer
an jeder Längsseite des Untergestelles angeordneten gemeinsamen Laufschiene verschiebbar
sind.
[0002] Es ist ein Haubenverdeck nach EP 0 011 195 bekannt, bei dem die Haubenteile sich
im Dachbereich über horizontale Spreizhebel mit Rollen gegeneinander abstützend und
führen einzeln als Schiebewand zum Freisetzen eines Viertels der Ladefläche und paarweise
als Haube zum Freisetzen der Hälfte der Ladefläche aufgespreizt und längs verschoben
werden, wobei sich die Stoßkanten in Dachlängsmitte beim Öffnen mit Anhebung voneinander
entfernen. Diese Lösung hat den Nachteil, daß der Betätigungemechanismus der horizontalen
Spreizhebel im Dachbereich gekoppelt mit dem beidseitigen Ausschwenkmechanismus im
Untergestellbereich über und innerhalb beider Halbhaubenteile geführt und angeordnet
werden muß, was zu einem komplizierten und anfälligen Mechanismus und zur Vergrößerung
der Bauhöhe der Haubenteile und damit zum Verlust von Laderaum führt. Darüber hinaus
erfordert der Schiebewandbetrieb im Dachbereich eine Auskuppelbarkeit des Betätigungsmechanismus
und eine zusätzliche Verriegelung des geschlossen verbleibenden Haubenteiles mit der
Stirnwand, was zu erhöhtem Bau- und Bedienungsaufwand führt.
[0003] Ein weiterer Nachteil ist, daß die Dachlängsstoßkanten beim öffnen mit gleichzeitiger
Anhebung voneinander entfernt werden. Dies mach die Anwendung zum Beispiel von Gummilippendichtungen
oder die Verwendung von Labyrinthdichtungen mit nur geringer Überlappung notwendig.
Dies hat den Nachteil des Festfrierens der Gummilippen im Winterbetrieb, was zu Beschädigungen
führt. Die Verwendung kleiner Labyrinthe führt bei Regen und Flugschnee zu Dichtproblemen.
[0004] Es wurde weiter vorgeschlagen, durch die Dazwischenschaltung eines schwenkbaren Firstträgers
zwischen die beiden Haubenteile ein kombiniertes Spreizhauben-Schiebewandsystem anzuwenden.
Dieses System besitzt ebenfalls den Nachteil einer zusätzlichen Verriegelung des nicht
zu öffnenden Haubenteiles beim Schiebewandbetrieb und der Entkupplung des beiderseitigen
unteren Spreizmechanismus, was ebenfalls zu einem zusätzlichen Aufwand führt. Beide
vorgenannten Lösungen haben den gemeinsamen Nachteil, daß zur Freisetzung der halben
Ladefläche beide gegenüberliegenden Haubenteile gemeinsam als Haube verschoben werden
müssen, was zu einem erhöhten Kraftaufwand für das Bedienpersonal und durch die Nichteinsichtnahme
der gegenüberliegenden Seite zu erhöhter Unfallgefahr führt. Es ist weiterhin ein
Haubenverdeck nach DE 3 122 410 bekannt, bei welchem die Haubenteile einer Wagenseite
in einem zusätzlichen Schwenkrahmen geführt sind und bei Beladung von oben mit diesem
Rahmen seitlich nach außen geschwenkt werden. Dabei sind zwar die gegenüberliegenden
Haubenteile voneinander unabhängig betätigbar, jedoch besteht der Nachteil der Notwendi
gkeit des gesonderten über die ganze Wagenlänge verlaufenden Schwenkrahmens, der zusätzlichen
Aufwand, Mehrgewicht und zusätzliche Bedienung erfordert.
[0005] Ziel der Erfindung ist es, unter Vermeidung der beschriebenen Nachteile ein technisch
weiterentwickeltes und ökonomisch verbessertes Haubenverdeck zu schaffen. Ferner ist
es Ziel der Erfindung, die Abdichtung des Längsstoßes zu verbessern.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Haubenverdeck für Güterwagen und Container
zu entwickeln, welches unter Verminderung eines zentralen Dachfirstträgers durch unabhängig
voneinander arbeitende Haubenteile öffnungsfähig ist und dabei den Bedienungsvorgang
für den Öffnungs- und Schließvorgang vereinfacht und wobei der Bewegungsablauf der
Haubenteile so gestaltet ist, daß am Dachlängsstoß Labyrinthdichtungen höherer Dichtheitsgrade
einsetzbar sind.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß jedem Haubenteil auf der Stirnwand
und auf dem Mittenportal über einen gemeinsamen Antrieb in vertikaler Ebene schwenkbare
Betätigungshebel zugeordnet sind, daß dem auf dem Mittenportal angeordneten Betätigungshebel
eine Führungsrolle zugeordnet ist, welche mit einer Längsführung des Haubenteiles
stetig verbunden ist, daß dem auf der Stirnwand angeordneten Betätigungshebel mit
Verbindungshebel ein Führungstrichter zugeordnet ist, in welchem das Endstück der
Längsführung über vorzugsweise Doppelhalbkugelrollen aufnehmbar ist und daß die Stoßkanten
der Dachabschlußprofile beim Öffnungsbeginn einen horizontalen Bewegungsbereich aufweisen,
welcher gleich oder größer ist als die Labyrinthtiefe und beim weiteren Öffnungsvorgang
in einen ansteigenden Bewegungsbereich übergehen. Zwischen dem Antrieb der unteren
Betätigungshebel und den oberen Betätigungshebeln ist ein Übersetzungsverhältnis von
vorzugsweise 1 : 1,5 vorhanden. Die Betätigungshebel weisen dabei eine Systemlänge
auf, durch welche die Haubenteile in der Spreizstellung mit ihrem Massenschwerpunkt
nahezu vertikal über der Laufschiene arretierbar sind.
[0008] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung stehen die durch die Antriebswelle verbundenen
unteren Betätigungshebel in der Schließstellung der Haubenteile etwa senkrecht unter
der Antriebswelle und tragen ein schwenkbares Laufschienenstück, welches einen kreisrunden
Laufschienenkopf aufweist, der in einem im wesentlichen viertelkreisförmigen Profil
angeordnet ist. In der Schließstellung schließt ein mit dem Laufschienengehäuse verbundenes
Laufschienenstück die Öffnung in der Laufschiene.
[0009] Die Haubenteile sind in ihrem horizontalen Bewegungsbereich über Führungszapfen in
auf der Stirnwand und dem Mittenportal angeordnete horizontale Schließführungen führbar
und in der Schließstellung arretierbar. Zwischen den Laufrollenfüßen der Haubenteile
sind weitere Abstützfüße angeordnet, welche in der Schließstellung durch auf der Antriebswelle
angeordnete Hakenteile eine gegen den Untergestellangträger gerichtete Verspannung
erfahren. Ferner sind das Dachabschlußprofil, die Längsspanten und die Vertikalspanten
des Tragsystems der Haubenteile in bekannter Weise als Hohlträger ausgebildet, wobei
das D
achabschlußprofil gegenüber den Längsspanten und Vertikalspanten eine zwei- bis dreifache
größere Profilhöhe und -breite aufweist und an der Stoßkante des Dachabschlußprofils
vorzugsweise dreifach Labyrinthprofile mit Firstabweiser, Abtropfnasen und Führungsstegen
angeordnet sind.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel anhand der zugehörigen
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: einen Schnitt durch einen Güterwagen mit Haubenverdeck in geschlossener und
geöffneter Stellung;
Fig. 2: die Teilseitenansicht eines Güterwagens mit Haubenverdeck mit einem teilweise
geöffneten Haubenteil;
Fig. 3: den Schnitt gemäß Fig. 2 mit der Ansicht gegen das Mittenportal mit geschlossenem
und geöffnetem Haubenteil;
Fig. 4: die Ansicht A der Fig. 1 gegen ein aufgespreiztes Haubenteil an der Stirnwand;
Fig. 5: den Schnitt gemäß Fig. 4;
Fig. 6: einen Schnitt durch den Langträgerbereich des Untergestells mit unterer Betätigung
in geschlossener und geöffneter Stellung der Haubenteile;
Fig. 7: einen Querschnitt durch das Abdichtsystem des Dachabschlußprofils.
[0011] Wie den Zeichnungen Fig. 1 bis 3 zu entnehmen ist, besteht das Haubenverdeck des
Güterwagens aus zwei Hauben 1, die aus je zwei Haubenteilen 2 gebildet werden und
auf den Stirnwänden 3 und dem Mittenportal 4 Auflage finden. Die Haubenteile 2 einer
Wagenseite sind in aufgespreizter Stellung 2a auf einer gemeinsamen Laufschiene 5,
die am Untergestell 6 befestigt ist, über je zwei Laufrollen 7 mit Lnufrollengehäuse
8 und Laufrollenfüßen 9 verschiebbar. Zur weiteren Abstützung der unteren Wandteile
sind zusätzliche Abstützfüße 10 am Haubenteil 2 angeordnet, welche sich hinter der
gemeinsamen Laufschiene 5 befinden und durch die Antriebswelle 11 und bewegliche Hakenteile
in der Schließstellung mit Verspannung gegen den Untergestellangträger 12 beauflagt
werden. Durch die Antriebswelle 11 wird der untere Betätigungshebel 13 und über den
Antrieb 14 der obere Betätigungshebel 15 mit Verbindungshebel 16 ausgeschwenkt und
damit das Halbhaubenteil 2 in Spreizstellung 2a gebracht. Eine Antriebsübersetzung
des Antriebes 14 von ca. 1 : 1,5 und die Systemlängen der Betätigungshebel 13 und
15 sichern ein Ausschwenken des Haubenteiles 2 soweit nach außen, bis die vertikale
Systemlinie des Masseschwerpunktes etwa über der Laufschiene 5 zum Stehen kommt. Das
so ausgespeizte Haubenteil 2 ist durch eine am oberen Verbindungshebel 16 des Mittenportales
4 angeordnete Führungsrolle 17 und einer am Haubenteil 2 angeordneten Längsführung
18 sowie über die Laufrolle 17 und Laufschiene 5 in Wagenlängsrichtung verschiebbar,
wobei das Haubenteil 2 mit dem Endstück 19 mit Doppelhalbkugelrolle 20 aus einem Führungstrichter
21 des auf der Stirnwand angeordneten Betätigungshebel 15 mit Verbindungshebel 16
ausrastet. Um das Wiedereinrasten in den Verbindungshebel 16 an der Stirnwand 3 gemäß
Fig. 4 und 5 auch bei Belastungen d urch Wind und Schnee zu sichern, entspricht die
äußere Kohtur des Führungstrichters 21 dem Kreisbogen der zu erwartenden Ausdrehbewegung
des Haubenteiles 2.
[0012] Der Verbindungshebel 16 ist in der geöffneten Stellung an der Stirnwand 3 durch die
Halterung 22 allseitig gesichert. Um die Länge des Endstückes 19 ist das Haubenteil
2 in ganz aufgeschobener Stellung über die Vorderkante des Mittenportales 4 hinwegschiebbar,
was zum Schutz des in der Regel aus Aluminium hergestellten und empfindlichen Bauteiles
während der Verladearbeiten führt.
[0013] Wie aus der Zeichnung Fig. 6 zu entnehmen ist, ist die untere Ausschwenkbewegung
des Haubenteiles 2 kreisbogenförmig von unterhalb des Drehpunktes der Antriebswelle
11 bis in die horizontale Stellung des unteren Betätigungshebels 13 ausführbar, wodurch
in Verbindung mit der Anordnung der oberen Betätigung und der dortigen Abstützung
des Haubenteiles 2 über die beiden Hebel 15 und 16 und den damit entstehenden Kippunkt
um die Längsführung 15, die oberen Stoßkanten 23 des Haubenteiles 2 eine Führungsbahn
24 beschrieben, die in der Anfangsphase einen horizontalen Bereich aufweist, der größer
ist als die horizontale Labyrinthtiefe 25 und danach in einen Anstieg zur Erreichung
der Anhebung des Haubenteiles 2 übergeht. Dadurch wird erreicht, daß entsprechende
tief ineinandergreifende Labyrinthabdichtungen mit Firstabweiser 26, Abtropfnasen
27 und Führungsstegen 28 angewendet werden können, die bei der großen Länge des Dachteiles
sicher und reibungslos ineinandergreifen und abdichten. Es ist auch denkbar, daß anstelle
der vorgesehenen Aufhängung der unteren Betätigungshebel 13 an der Antriebswelle 11
die Laufrollenfüße 9 und die Laufrollengehäuse 8 zur Erzielung der Ausschwenkbewegung
der unteren Wandteile in horizontalen Führungen oder Kurvenbahnen, angetrieben zum
Beispiel über Hebel der Antriebswelle 11, bewegt werden. Der Führungsbahn 25 folgend
ist für jedes Haubenteil 2 an den Stirnwänden 3 und am Mittenportal 4 eine Schließführung
29 angeordnet, in die in der Schließstellung Führungszapfen 30 der Haubenteile 2 allseitig
verspannend eingreifen.
[0014] Bei der beschriebenen unteren Betätigung ruhen die Laufrollen 7 der Haubenteile 2
in geschlossener Stellung auf einem schwenkbaren Laufschienenstück 31 der Laufschiene
5, welches über die Antriebswelle 11 und den unteren Betätigungshebel 13 bewegt wird.
In der Schließstellung wird die unterbrochene Laufschiene 5 durch ein oberes Laufschienenstück
32 ausgefüllt, welches am Laufrollengehäuse 8 befestigt ist und beim Ausschwenken
des Haubenteiles 2 den Platz für das schwenkbare Laufschienenstück 31 freigibt. Das
H aubenteil 2 ist in geschlossener Stellung durch das Laufschienenstück 31 und durch
eine Aushebesicherung 33 verriegelt. Der Querschnitt des schwenkbaren L aufschienenstückes
31 besteht aus einem kreisrunden Laufschienenkopf 34 und einem sich darunter befindlichen,
mit der Aushebesicherung 33 korrespondierenden etwa viertelkreisförmigen Profil 35,
so daß in beiden Endstellungen die Freigängigkeit der Laufrollen 7 und die Wirksamkeit
der Aushebesicherungen 33 gegeben ist. Zur Abstützung und horizontalen Arretierung
der Haubenteile 2 in der geschlossenen Stellung sind am Untergestell 6 entsprechend
angeschrägte Wandabstützungen 36 mit Gegenstücken 37 an den Haubenteilen 2 vorgesehen.
Das Dachabschlußprofil 38 sichert in Verbindung mit den übrigen als Hohlprofil ausgebildeten
Längsspanten 39 und den Vertikalspanten 40 und insbesondere den im Bereich des Laufwerkquerschnittes
des Güterwagens angeordneten vertikalen Haupttorsionsspanten eine große Steigigkeit,
wobei die Bauhöhe des Dachabschlußprofils 38 vorzugsweise auch vertikalen Haupttorsionsspanten
zweibis dreifach höher als die Bauhöhe der Längsspanten 39 und Vertikalspanten 40
des übrigen Tragsystems ist. Dies hat den Vorteil einer geringen Verformung des ausgespreizten
Haubenteiles 2 bei Wind- und Schneebelastung und einer sicheren Funktion des Ein-
und Ausrastens in den Führungstrichter 21 der Stirnwandbetätigung. Andererseits wird
eine optimale Raumgestaltung insbesondere hinsichtlich der inneren Wagenbreite erzielt.
[0015] Durch die völlig unabhängige Arbeitsweise der gegenüberliegenden Haubenteile 2 bezüglich
des Ausstellvorganges und des Führungs- und Abstützvorganges beim Längsverschieben
sowie durch die Steuerung der Öffnungs- und Schließbewegung im Labyrinthbereich und
durch die erzielte Spreizstellung 2a mit dem die Drehstabilität günstig beeinflussenden
großvolumigen Dachabschlußprofil 38 wird ein Haubenverdeck geschaffen, welches bei
geringem Aufwand eine hohe Funktionssicherheit und einfachste Bedienung sichert.
Bezugszeichenaufstellung
[0016]
1 Haube
2 Haubenteil
2a Spreizstellung
3 Stirnwand
4 Mittenportal
5 Laufschiene
6 Untergestell
7 Laufrolle
8 Laufrollengehäuse
9 Laufrollenfuß
10 Abstützfuß
11 Antriebswelle
12 Untergestellangträger
13 unterer Betätigungshebel
14 Antrieb
15 oberer Betätigungshebel
16 Verbindungshebel
17 Führungsrolle
18 Längsführung
19 Endstück
20 Doppelhalbkugelrolle
21 Führungstrichter
22 Halterung
23 Stoßkante
24 Führungsbahn
25 Labyrinthtiefe
26 Firstabweiser
27 Abtropfnase
28 Führungssteg
29 Schließführung
30 Führungszapfen
31 Laufschienenstück
32 Laufschienenstück
33 Aushebesicherung
34 Laufschienenkopf
35 Profil
36 Wandabstützung
37 Gegenstück
38 Dachabschlußprofil
39 Längsspanten
40 Vertikalspanten
1. Haubenverdeck für Güterwagen und Container, welches aus mindestens zwei Hauben
(1) und einem Mittenportal (4) besteht, wobei die Hauben (1) durch zwei Haubenteile
(2) gebildet sind, die über im Dachbereich und im Untergestellbereich angeordnete
Betätigungseinrichtungen aus einer gemeinsamen Ebene herausspreizbar und auf einer
an jeder Längsseite des Untergestelles (6) angeordneten gemeinsamen Laufschiene (5)
verschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Haubenteil (2) auf der Stirnwand
(3) und auf dem Mittenportal (4) über einen gemeinsamen Antrieb (14) in vertikaler
Ebene schwenkbare Betätigungshebel (15) zugeordnet sind, daß dem auf dem Mittenportal
(4) angeordneten Betätigungshebel (15) eine Führungsrolle (17) zugeordnet ist, welche
mit einer Längsführung (18) des Haubenteiles (2) stetig verbunden ist, daß dem äuf
der Stirnwand (3) angeordneten Betätigungshebel (15) mit Verbindungshebel (16) ein
Führungstrichter (21) zugeordnet ist, in welchem das Endstück (19) der Längsführung
(13) über vorzugsweise Doppelhalbkugelrollen (20) aufnehmbar ist und daß die Stoßkanten
(23) der Dachabschlußprofile (38) beim Öffnungsbeginn einen horizontalen Bewegungsbereich
aufweisen, welcher gleich oder größer ist als die Labyrinthtiefe (25) und beim weiteren
Öffnungsvorgang in einem ansteigenden Bewegungsbereich übergehen.
2. Haupenverdeck nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Antrieb
(14) der unteren Betätigungshebel (13) und den oberen Betätigungshebeln (15) ein Übersetzungsverhältnis
von vorzugsweise 1 : 1,5 vorhanden ist und daß die Betätigungshebel (13 und 15) eine
Systemlänge aufweisen, durch welche die Haubenteile (2) in der Spreizstellung (2a)
mit ihrem Massenschwerpunkt nahezu vertikal über der Laufschiene (5) arretierbar sind.
3. Haubenverdeck nach den Patentansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
durch eine Antriebswelle (11) verbundenen unteren Betätigungshebel (12) in der Schließstellung
der Haubenteile (2) etwa senkrecht unter der Antriebswelle (11) stehen und ein schwenkbares
Laufschienenstück (31) tragen, welches einen kreisrunden Laufschierienkopf (34) aufweist,
der in einem im wesentlichen viertelkreisförmigen Profil (35) angeordnet ist und daß
in der Schließstellung ein mit dem Laufrollengehäuse (8) verbundenes Laufschienenstück
(32) die Öffnung-in der Laufschiene (5) schließt.
4. Haubenverdeck nach den Patentansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Haubenteile (2) in ihrem horizontalen Bewegungsbereich über Führungszapfen (30) in
auf der Stirnwand (3) und dem Mittenportal (4) angeordnete horizontale Schließführungen
(29) führbar und in der Schließstellung arretierbar sind.
5. Haubenverdeck nach den Patentansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Laufrollenfüßen (9) der Haubenteile (2) weiter Abstützfüße (10) angeordnet sind,
welche in der Schließstellung durch auf der Antriebswelle (11) angeordnete Hakenteile
eine gegen den Untergestellangträger (12) gerichtete Verspannung erfahren.
6. Haubenverdeck nach den Patentansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Dachabschlußprofil (38), die Längsspanten (39) und Vatikalspanten (40) des Tragsystems
der Haubenteile (2) in bekannter Weise als Hohlträger ausgebildet sind, daß das Dachabschlußprofil
(38) gegenüber den Längsspanten (39) und Vertikalspanten (40) eine zwei- bis dreifache
Profilhöhe und -breite aufweist und daß an der Stoßkante (23) des Dachabschlußprofils
(38) vorzugsweise dreifache Labyrinthprofile mit Firstabweiser (26), Abtropfnasen
(27) und Führungsstegen (28) angeordnet sind.