(19)
(11) EP 0 175 073 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.03.1986  Patentblatt  1986/13

(21) Anmeldenummer: 85108060.6

(22) Anmeldetag:  28.06.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B61D 39/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB IT LI SE

(30) Priorität: 20.09.1984 DD 267439

(71) Anmelder: VEB Waggonbau Niesky
DD-8920 Niesky (DD)

(72) Erfinder:
  • Bartel, Manfred
    DDR-8920 Niesky (DD)
  • Bartel, Peter
    DDR-8900 Görlitz (DD)
  • Krüger, Karl-Heinz
    DDR-8920 Niesky (DD)

(74) Vertreter: Beetz & Partner Patentanwälte 
Steinsdorfstrasse 10
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Haubenverdeck für Güterwagen und Container


    (57) Die Erfindung betrifft ein Haubenverdeck für Güterwagen und Container, welches aus mindestens zwei Hauben und einem Mittenportal besteht, wobei die Hauben durch zwei Haubenteile gebildet sind, die über im Dachbereich und im Untergestellbereich angeordnete Betätigungseinrichtungen aus einer gemeinsamen Ebene herausspreizbar und auf einer an jeder Längsseite des Untergestelles angeordneten gemeinsamen Laufschiene verschiebbar sind. Es ist Ziel der Erfindung, ein technisch weiterentwickeltes und ökonomisch verbessertes Haubenverdeck zu schaffen. Ferner ist es Ziel der Erfindung, die Abdichtung des Längssto-Bes zu verbessern.
    Der Stirnwand (3) und dem Mittenportal (4) sind in vertikaler Ebene schwenkbare Betätigungshebel (15) zugeordnet, wobei dem auf dem Mittenportal (4) angeordneten Betätigungshebel (15) eine Führungsrolle (17) zugeordnet ist, welche mit einer Längsführung (18) des Haubenteiles (2) stetig verbunden ist und dem auf der Stirnwand (3) angeordneten Betätigungshebel (15) mit Verbindungshebel (16) ein Führungstrichter (21) zugeordnet ist.
    Die Stoßkanten (23) der Dachabschlußprofile (38) weisen bei Öffnungsbeginn einen horizontalen Bewegungsbereich auf, welcher gleich oder größer ist als die Labyrinthtiefe (25).




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Haubenverdeck für Güterwagen und Container, welches aus mindestens zwei Hauben und einem Mittenportal besteht, wobei die Hauben durch zwei Haubenteile gebildet sind, die über im Dachbereich und im Untergestellbereich angeordnete Betätigungseinrichtungen aus einer gemeinsamen Ebene herausspreizbar und auf einer an jeder Längsseite des Untergestelles angeordneten gemeinsamen Laufschiene verschiebbar sind.

    [0002] Es ist ein Haubenverdeck nach EP 0 011 195 bekannt, bei dem die Haubenteile sich im Dachbereich über horizontale Spreizhebel mit Rollen gegeneinander abstützend und führen einzeln als Schiebewand zum Freisetzen eines Viertels der Ladefläche und paarweise als Haube zum Freisetzen der Hälfte der Ladefläche aufgespreizt und längs verschoben werden, wobei sich die Stoßkanten in Dachlängsmitte beim Öffnen mit Anhebung voneinander entfernen. Diese Lösung hat den Nachteil, daß der Betätigungemechanismus der horizontalen Spreizhebel im Dachbereich gekoppelt mit dem beidseitigen Ausschwenkmechanismus im Untergestellbereich über und innerhalb beider Halbhaubenteile geführt und angeordnet werden muß, was zu einem komplizierten und anfälligen Mechanismus und zur Vergrößerung der Bauhöhe der Haubenteile und damit zum Verlust von Laderaum führt. Darüber hinaus erfordert der Schiebewandbetrieb im Dachbereich eine Auskuppelbarkeit des Betätigungsmechanismus und eine zusätzliche Verriegelung des geschlossen verbleibenden Haubenteiles mit der Stirnwand, was zu erhöhtem Bau- und Bedienungsaufwand führt.

    [0003] Ein weiterer Nachteil ist, daß die Dachlängsstoßkanten beim öffnen mit gleichzeitiger Anhebung voneinander entfernt werden. Dies mach die Anwendung zum Beispiel von Gummilippendichtungen oder die Verwendung von Labyrinthdichtungen mit nur geringer Überlappung notwendig. Dies hat den Nachteil des Festfrierens der Gummilippen im Winterbetrieb, was zu Beschädigungen führt. Die Verwendung kleiner Labyrinthe führt bei Regen und Flugschnee zu Dichtproblemen.

    [0004] Es wurde weiter vorgeschlagen, durch die Dazwischenschaltung eines schwenkbaren Firstträgers zwischen die beiden Haubenteile ein kombiniertes Spreizhauben-Schiebewandsystem anzuwenden. Dieses System besitzt ebenfalls den Nachteil einer zusätzlichen Verriegelung des nicht zu öffnenden Haubenteiles beim Schiebewandbetrieb und der Entkupplung des beiderseitigen unteren Spreizmechanismus, was ebenfalls zu einem zusätzlichen Aufwand führt. Beide vorgenannten Lösungen haben den gemeinsamen Nachteil, daß zur Freisetzung der halben Ladefläche beide gegenüberliegenden Haubenteile gemeinsam als Haube verschoben werden müssen, was zu einem erhöhten Kraftaufwand für das Bedienpersonal und durch die Nichteinsichtnahme der gegenüberliegenden Seite zu erhöhter Unfallgefahr führt. Es ist weiterhin ein Haubenverdeck nach DE 3 122 410 bekannt, bei welchem die Haubenteile einer Wagenseite in einem zusätzlichen Schwenkrahmen geführt sind und bei Beladung von oben mit diesem Rahmen seitlich nach außen geschwenkt werden. Dabei sind zwar die gegenüberliegenden Haubenteile voneinander unabhängig betätigbar, jedoch besteht der Nachteil der Notwendi gkeit des gesonderten über die ganze Wagenlänge verlaufenden Schwenkrahmens, der zusätzlichen Aufwand, Mehrgewicht und zusätzliche Bedienung erfordert.

    [0005] Ziel der Erfindung ist es, unter Vermeidung der beschriebenen Nachteile ein technisch weiterentwickeltes und ökonomisch verbessertes Haubenverdeck zu schaffen. Ferner ist es Ziel der Erfindung, die Abdichtung des Längsstoßes zu verbessern.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Haubenverdeck für Güterwagen und Container zu entwickeln, welches unter Verminderung eines zentralen Dachfirstträgers durch unabhängig voneinander arbeitende Haubenteile öffnungsfähig ist und dabei den Bedienungsvorgang für den Öffnungs- und Schließvorgang vereinfacht und wobei der Bewegungsablauf der Haubenteile so gestaltet ist, daß am Dachlängsstoß Labyrinthdichtungen höherer Dichtheitsgrade einsetzbar sind.

    [0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß jedem Haubenteil auf der Stirnwand und auf dem Mittenportal über einen gemeinsamen Antrieb in vertikaler Ebene schwenkbare Betätigungshebel zugeordnet sind, daß dem auf dem Mittenportal angeordneten Betätigungshebel eine Führungsrolle zugeordnet ist, welche mit einer Längsführung des Haubenteiles stetig verbunden ist, daß dem auf der Stirnwand angeordneten Betätigungshebel mit Verbindungshebel ein Führungstrichter zugeordnet ist, in welchem das Endstück der Längsführung über vorzugsweise Doppelhalbkugelrollen aufnehmbar ist und daß die Stoßkanten der Dachabschlußprofile beim Öffnungsbeginn einen horizontalen Bewegungsbereich aufweisen, welcher gleich oder größer ist als die Labyrinthtiefe und beim weiteren Öffnungsvorgang in einen ansteigenden Bewegungsbereich übergehen. Zwischen dem Antrieb der unteren Betätigungshebel und den oberen Betätigungshebeln ist ein Übersetzungsverhältnis von vorzugsweise 1 : 1,5 vorhanden. Die Betätigungshebel weisen dabei eine Systemlänge auf, durch welche die Haubenteile in der Spreizstellung mit ihrem Massenschwerpunkt nahezu vertikal über der Laufschiene arretierbar sind.

    [0008] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung stehen die durch die Antriebswelle verbundenen unteren Betätigungshebel in der Schließstellung der Haubenteile etwa senkrecht unter der Antriebswelle und tragen ein schwenkbares Laufschienenstück, welches einen kreisrunden Laufschienenkopf aufweist, der in einem im wesentlichen viertelkreisförmigen Profil angeordnet ist. In der Schließstellung schließt ein mit dem Laufschienengehäuse verbundenes Laufschienenstück die Öffnung in der Laufschiene.

    [0009] Die Haubenteile sind in ihrem horizontalen Bewegungsbereich über Führungszapfen in auf der Stirnwand und dem Mittenportal angeordnete horizontale Schließführungen führbar und in der Schließstellung arretierbar. Zwischen den Laufrollenfüßen der Haubenteile sind weitere Abstützfüße angeordnet, welche in der Schließstellung durch auf der Antriebswelle angeordnete Hakenteile eine gegen den Untergestellangträger gerichtete Verspannung erfahren. Ferner sind das Dachabschlußprofil, die Längsspanten und die Vertikalspanten des Tragsystems der Haubenteile in bekannter Weise als Hohlträger ausgebildet, wobei das Dachabschlußprofil gegenüber den Längsspanten und Vertikalspanten eine zwei- bis dreifache größere Profilhöhe und -breite aufweist und an der Stoßkante des Dachabschlußprofils vorzugsweise dreifach Labyrinthprofile mit Firstabweiser, Abtropfnasen und Führungsstegen angeordnet sind.

    [0010] Im folgenden wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1: einen Schnitt durch einen Güterwagen mit Haubenverdeck in geschlossener und geöffneter Stellung;

    Fig. 2: die Teilseitenansicht eines Güterwagens mit Haubenverdeck mit einem teilweise geöffneten Haubenteil;

    Fig. 3: den Schnitt gemäß Fig. 2 mit der Ansicht gegen das Mittenportal mit geschlossenem und geöffnetem Haubenteil;

    Fig. 4: die Ansicht A der Fig. 1 gegen ein aufgespreiztes Haubenteil an der Stirnwand;

    Fig. 5: den Schnitt gemäß Fig. 4;

    Fig. 6: einen Schnitt durch den Langträgerbereich des Untergestells mit unterer Betätigung in geschlossener und geöffneter Stellung der Haubenteile;

    Fig. 7: einen Querschnitt durch das Abdichtsystem des Dachabschlußprofils.



    [0011] Wie den Zeichnungen Fig. 1 bis 3 zu entnehmen ist, besteht das Haubenverdeck des Güterwagens aus zwei Hauben 1, die aus je zwei Haubenteilen 2 gebildet werden und auf den Stirnwänden 3 und dem Mittenportal 4 Auflage finden. Die Haubenteile 2 einer Wagenseite sind in aufgespreizter Stellung 2a auf einer gemeinsamen Laufschiene 5, die am Untergestell 6 befestigt ist, über je zwei Laufrollen 7 mit Lnufrollengehäuse 8 und Laufrollenfüßen 9 verschiebbar. Zur weiteren Abstützung der unteren Wandteile sind zusätzliche Abstützfüße 10 am Haubenteil 2 angeordnet, welche sich hinter der gemeinsamen Laufschiene 5 befinden und durch die Antriebswelle 11 und bewegliche Hakenteile in der Schließstellung mit Verspannung gegen den Untergestellangträger 12 beauflagt werden. Durch die Antriebswelle 11 wird der untere Betätigungshebel 13 und über den Antrieb 14 der obere Betätigungshebel 15 mit Verbindungshebel 16 ausgeschwenkt und damit das Halbhaubenteil 2 in Spreizstellung 2a gebracht. Eine Antriebsübersetzung des Antriebes 14 von ca. 1 : 1,5 und die Systemlängen der Betätigungshebel 13 und 15 sichern ein Ausschwenken des Haubenteiles 2 soweit nach außen, bis die vertikale Systemlinie des Masseschwerpunktes etwa über der Laufschiene 5 zum Stehen kommt. Das so ausgespeizte Haubenteil 2 ist durch eine am oberen Verbindungshebel 16 des Mittenportales 4 angeordnete Führungsrolle 17 und einer am Haubenteil 2 angeordneten Längsführung 18 sowie über die Laufrolle 17 und Laufschiene 5 in Wagenlängsrichtung verschiebbar, wobei das Haubenteil 2 mit dem Endstück 19 mit Doppelhalbkugelrolle 20 aus einem Führungstrichter 21 des auf der Stirnwand angeordneten Betätigungshebel 15 mit Verbindungshebel 16 ausrastet. Um das Wiedereinrasten in den Verbindungshebel 16 an der Stirnwand 3 gemäß Fig. 4 und 5 auch bei Belastungen d urch Wind und Schnee zu sichern, entspricht die äußere Kohtur des Führungstrichters 21 dem Kreisbogen der zu erwartenden Ausdrehbewegung des Haubenteiles 2.

    [0012] Der Verbindungshebel 16 ist in der geöffneten Stellung an der Stirnwand 3 durch die Halterung 22 allseitig gesichert. Um die Länge des Endstückes 19 ist das Haubenteil 2 in ganz aufgeschobener Stellung über die Vorderkante des Mittenportales 4 hinwegschiebbar, was zum Schutz des in der Regel aus Aluminium hergestellten und empfindlichen Bauteiles während der Verladearbeiten führt.

    [0013] Wie aus der Zeichnung Fig. 6 zu entnehmen ist, ist die untere Ausschwenkbewegung des Haubenteiles 2 kreisbogenförmig von unterhalb des Drehpunktes der Antriebswelle 11 bis in die horizontale Stellung des unteren Betätigungshebels 13 ausführbar, wodurch in Verbindung mit der Anordnung der oberen Betätigung und der dortigen Abstützung des Haubenteiles 2 über die beiden Hebel 15 und 16 und den damit entstehenden Kippunkt um die Längsführung 15, die oberen Stoßkanten 23 des Haubenteiles 2 eine Führungsbahn 24 beschrieben, die in der Anfangsphase einen horizontalen Bereich aufweist, der größer ist als die horizontale Labyrinthtiefe 25 und danach in einen Anstieg zur Erreichung der Anhebung des Haubenteiles 2 übergeht. Dadurch wird erreicht, daß entsprechende tief ineinandergreifende Labyrinthabdichtungen mit Firstabweiser 26, Abtropfnasen 27 und Führungsstegen 28 angewendet werden können, die bei der großen Länge des Dachteiles sicher und reibungslos ineinandergreifen und abdichten. Es ist auch denkbar, daß anstelle der vorgesehenen Aufhängung der unteren Betätigungshebel 13 an der Antriebswelle 11 die Laufrollenfüße 9 und die Laufrollengehäuse 8 zur Erzielung der Ausschwenkbewegung der unteren Wandteile in horizontalen Führungen oder Kurvenbahnen, angetrieben zum Beispiel über Hebel der Antriebswelle 11, bewegt werden. Der Führungsbahn 25 folgend ist für jedes Haubenteil 2 an den Stirnwänden 3 und am Mittenportal 4 eine Schließführung 29 angeordnet, in die in der Schließstellung Führungszapfen 30 der Haubenteile 2 allseitig verspannend eingreifen.

    [0014] Bei der beschriebenen unteren Betätigung ruhen die Laufrollen 7 der Haubenteile 2 in geschlossener Stellung auf einem schwenkbaren Laufschienenstück 31 der Laufschiene 5, welches über die Antriebswelle 11 und den unteren Betätigungshebel 13 bewegt wird. In der Schließstellung wird die unterbrochene Laufschiene 5 durch ein oberes Laufschienenstück 32 ausgefüllt, welches am Laufrollengehäuse 8 befestigt ist und beim Ausschwenken des Haubenteiles 2 den Platz für das schwenkbare Laufschienenstück 31 freigibt. Das H aubenteil 2 ist in geschlossener Stellung durch das Laufschienenstück 31 und durch eine Aushebesicherung 33 verriegelt. Der Querschnitt des schwenkbaren L aufschienenstückes 31 besteht aus einem kreisrunden Laufschienenkopf 34 und einem sich darunter befindlichen, mit der Aushebesicherung 33 korrespondierenden etwa viertelkreisförmigen Profil 35, so daß in beiden Endstellungen die Freigängigkeit der Laufrollen 7 und die Wirksamkeit der Aushebesicherungen 33 gegeben ist. Zur Abstützung und horizontalen Arretierung der Haubenteile 2 in der geschlossenen Stellung sind am Untergestell 6 entsprechend angeschrägte Wandabstützungen 36 mit Gegenstücken 37 an den Haubenteilen 2 vorgesehen. Das Dachabschlußprofil 38 sichert in Verbindung mit den übrigen als Hohlprofil ausgebildeten Längsspanten 39 und den Vertikalspanten 40 und insbesondere den im Bereich des Laufwerkquerschnittes des Güterwagens angeordneten vertikalen Haupttorsionsspanten eine große Steigigkeit, wobei die Bauhöhe des Dachabschlußprofils 38 vorzugsweise auch vertikalen Haupttorsionsspanten zweibis dreifach höher als die Bauhöhe der Längsspanten 39 und Vertikalspanten 40 des übrigen Tragsystems ist. Dies hat den Vorteil einer geringen Verformung des ausgespreizten Haubenteiles 2 bei Wind- und Schneebelastung und einer sicheren Funktion des Ein- und Ausrastens in den Führungstrichter 21 der Stirnwandbetätigung. Andererseits wird eine optimale Raumgestaltung insbesondere hinsichtlich der inneren Wagenbreite erzielt.

    [0015] Durch die völlig unabhängige Arbeitsweise der gegenüberliegenden Haubenteile 2 bezüglich des Ausstellvorganges und des Führungs- und Abstützvorganges beim Längsverschieben sowie durch die Steuerung der Öffnungs- und Schließbewegung im Labyrinthbereich und durch die erzielte Spreizstellung 2a mit dem die Drehstabilität günstig beeinflussenden großvolumigen Dachabschlußprofil 38 wird ein Haubenverdeck geschaffen, welches bei geringem Aufwand eine hohe Funktionssicherheit und einfachste Bedienung sichert.

    Bezugszeichenaufstellung



    [0016] 

    1 Haube

    2 Haubenteil

    2a Spreizstellung

    3 Stirnwand

    4 Mittenportal

    5 Laufschiene

    6 Untergestell

    7 Laufrolle

    8 Laufrollengehäuse

    9 Laufrollenfuß

    10 Abstützfuß

    11 Antriebswelle

    12 Untergestellangträger

    13 unterer Betätigungshebel

    14 Antrieb

    15 oberer Betätigungshebel

    16 Verbindungshebel

    17 Führungsrolle

    18 Längsführung

    19 Endstück

    20 Doppelhalbkugelrolle

    21 Führungstrichter

    22 Halterung

    23 Stoßkante

    24 Führungsbahn

    25 Labyrinthtiefe

    26 Firstabweiser

    27 Abtropfnase

    28 Führungssteg

    29 Schließführung

    30 Führungszapfen

    31 Laufschienenstück

    32 Laufschienenstück

    33 Aushebesicherung

    34 Laufschienenkopf

    35 Profil

    36 Wandabstützung

    37 Gegenstück

    38 Dachabschlußprofil

    39 Längsspanten

    40 Vertikalspanten




    Ansprüche

    1. Haubenverdeck für Güterwagen und Container, welches aus mindestens zwei Hauben (1) und einem Mittenportal (4) besteht, wobei die Hauben (1) durch zwei Haubenteile (2) gebildet sind, die über im Dachbereich und im Untergestellbereich angeordnete Betätigungseinrichtungen aus einer gemeinsamen Ebene herausspreizbar und auf einer an jeder Längsseite des Untergestelles (6) angeordneten gemeinsamen Laufschiene (5) verschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Haubenteil (2) auf der Stirnwand (3) und auf dem Mittenportal (4) über einen gemeinsamen Antrieb (14) in vertikaler Ebene schwenkbare Betätigungshebel (15) zugeordnet sind, daß dem auf dem Mittenportal (4) angeordneten Betätigungshebel (15) eine Führungsrolle (17) zugeordnet ist, welche mit einer Längsführung (18) des Haubenteiles (2) stetig verbunden ist, daß dem äuf der Stirnwand (3) angeordneten Betätigungshebel (15) mit Verbindungshebel (16) ein Führungstrichter (21) zugeordnet ist, in welchem das Endstück (19) der Längsführung (13) über vorzugsweise Doppelhalbkugelrollen (20) aufnehmbar ist und daß die Stoßkanten (23) der Dachabschlußprofile (38) beim Öffnungsbeginn einen horizontalen Bewegungsbereich aufweisen, welcher gleich oder größer ist als die Labyrinthtiefe (25) und beim weiteren Öffnungsvorgang in einem ansteigenden Bewegungsbereich übergehen.
     
    2. Haupenverdeck nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Antrieb (14) der unteren Betätigungshebel (13) und den oberen Betätigungshebeln (15) ein Übersetzungsverhältnis von vorzugsweise 1 : 1,5 vorhanden ist und daß die Betätigungshebel (13 und 15) eine Systemlänge aufweisen, durch welche die Haubenteile (2) in der Spreizstellung (2a) mit ihrem Massenschwerpunkt nahezu vertikal über der Laufschiene (5) arretierbar sind.
     
    3. Haubenverdeck nach den Patentansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die durch eine Antriebswelle (11) verbundenen unteren Betätigungshebel (12) in der Schließstellung der Haubenteile (2) etwa senkrecht unter der Antriebswelle (11) stehen und ein schwenkbares Laufschienenstück (31) tragen, welches einen kreisrunden Laufschierienkopf (34) aufweist, der in einem im wesentlichen viertelkreisförmigen Profil (35) angeordnet ist und daß in der Schließstellung ein mit dem Laufrollengehäuse (8) verbundenes Laufschienenstück (32) die Öffnung-in der Laufschiene (5) schließt.
     
    4. Haubenverdeck nach den Patentansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haubenteile (2) in ihrem horizontalen Bewegungsbereich über Führungszapfen (30) in auf der Stirnwand (3) und dem Mittenportal (4) angeordnete horizontale Schließführungen (29) führbar und in der Schließstellung arretierbar sind.
     
    5. Haubenverdeck nach den Patentansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Laufrollenfüßen (9) der Haubenteile (2) weiter Abstützfüße (10) angeordnet sind, welche in der Schließstellung durch auf der Antriebswelle (11) angeordnete Hakenteile eine gegen den Untergestellangträger (12) gerichtete Verspannung erfahren.
     
    6. Haubenverdeck nach den Patentansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Dachabschlußprofil (38), die Längsspanten (39) und Vatikalspanten (40) des Tragsystems der Haubenteile (2) in bekannter Weise als Hohlträger ausgebildet sind, daß das Dachabschlußprofil (38) gegenüber den Längsspanten (39) und Vertikalspanten (40) eine zwei- bis dreifache Profilhöhe und -breite aufweist und daß an der Stoßkante (23) des Dachabschlußprofils (38) vorzugsweise dreifache Labyrinthprofile mit Firstabweiser (26), Abtropfnasen (27) und Führungsstegen (28) angeordnet sind.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht