[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Radierstranghalter mit an beiden Enden offenem,
rohrförmigem Halterschaft zur Aufnahme des Radierstranges sowie mit einer im Bereich
des vorderen Endes des Halterschaftes vorgesehenen Klemmeinrichtung zur ortsfesten
Positionierung des Radierstranges im Halterschaft.
[0002] Bekannte Radierstranghalter dieser Art weisen am vorderen Ende des rohrförmigen Halterschaftes
achsparallel verlaufende Einschnitte auf, so daß elastisch verschwenkbare Arme gebildet
sind. Auf den mit Einschnitten versehenen Endbereich ist eine axial verschiebbare
Buchse aufgesetzt, die die elastisch verschwenkbaren Arme bei Bewegung aus ihrer hinteren
Enstellung nach vorn nach innen verschwenkt und so gegen den eingesteckten Radierstrang
preßt. Auf diese Weise wird der Radierstrang im Halterschaft ortsfest positioniert
und das über das vordere Ende des Halterschaftes vorstehende Ende des Radierstranges
kann zur Durchführung von Radierarbeiten benutzt werden.
[0003] Diese bekannten Radierstranghalter sind zwar funktionsfähig, haben jedoch einerseits
den Nachteil, daß zum Vorschieben des verbrauchten Radierstranges die Buchse nach
hinten verschoben und nach dem Verlagern des Radierstranges nach vorn wieder nach
vorn verschoben werden muß, um den Radierstrang wieder im Halterschaft zu positionieren.
Bei dieser Art der Positionierung kann es darüber hinaus vorkommen, daß die Buchse
nicht ausreichend weit nach vorn geschoben wurde, so daß der Radierstrang sich bei
Durchführung von Radierarbeiten infolge der nicht ausreichenden Klemmkraft im Halterschaft
nach hinten verlagert und der Benutzer dann versehentlich mit dem vorderen Ende des
Halterschaftes auf der Zeichenunterlage kratzt, wodurch diese beschädigt werden kann.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Radierstranghalter dahingehend zu verbessern,
daß die Verschiebung des Radierstranges nach vorn ohne zuvor erfolgende Verschiebung
eines Teiles des Radierstranghalters von Hand erfolgen kann.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Radierstranghalter der eingangs erwähnten Art
erfindungsgemäß derart ausgestaltet, daß mit dem vorderen Endbereich des Halterschaftes
mehrere sich in diesen erstreckende Klemmsteine in Eingriff stehen, die eine Durchtrittsöffnung
für den Radierstrang bilden, deren Querschnitt sich durch Verlagerung der Klemmsteine
weiter in den vorderen Endbereich des Halterschaftes hinein verringert, und daß am
Halterschaft eine sich vor die Klemmsteine erstreckende, begrenzt bezüglich des Halterschaftes
bewegbare Halterbuchse angeordnet ist, deren vorderes- Ende die Austrittsöffnung für
das zum Radieren zu benutzende Ende des Radierstranges bildet.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Radierstranghalter erfolgt somit die Festlegung des Radierstranges
im Halterschaft gegen den beim Radieren auftretenden Druck mit Hilfe der Klemmsteine,
die sich beim Belasten des vorderen Endes des Radierstranges zusammen mit dem Radierstrang
weiter in den Halterschaft hineinverlagern und sich so klemmend um den Radierstrang
legen und dessen weitere Verlagerung nach hinten verhindern. Wird der Radierstrang
nach vorn gedrückt oder gezogen, so lösen sich die Klemmsteine vom Halterschaft, und
der Radierstrang kann im Halterschaft nach vorn verlagert werden, während die Halterbuchse
die Verlagerung der Klemmsteine nach vorn begrenzt.
[0007] Am vorderen Ende des Halterschaftes kann eine innere, von vorn nach hinten schräg
nach innen verlaufende Keilfläche vorgesehen sein, mit der die Klemmsteine mit an
ihren Außenseiten von vorn nach hinten schräg nach innen verlaufenden Eingriffsflächen
in Eingriff stehen, so daß die Klemmsteine bei Verlagerung in den vorderen Endbereich
des Halterschaftes hinein radial nach innen verlagert werden, wodurch sich der Querschnitt
der Durchtrittsöffnung für den Radierstrang verringert.
[0008] Damit sich die Klemmsteine nicht in der Keilfläche des Halterschaftes verkeilen und
dann nicht mehr ohne weiteres zu lösen sind, kann die Neigung der Eingriffsflächen
der Klemmsteine ungleich der Neigung der Keilfläche sein, so daß sich zwischen Klemmsteinen
und Keilfläche jeweils nur eine Linienberührung ergibt, bei der nicht die Gefahr des
Verkeilens der Klemmsteine besteht.
[0009] Üblicherweise reicht die sich ergebende Reibung zwischen Halterschaft und Klemmsteinen
einerseits und Radierstrang andererseits aus, um zu verhindern, daß der Radierstrang
infolge Schwerkraft nach vorn aus dem Radierstranghalter herausrutscht. Zusätzlich
kann jedoch an der Halterbuchse eine den Radierstrang umgebende, zumindest teilweise
mit diesem zumindest in hemmendem Eingriff stehende Innenbuchse vorgesehen sein, die
durch ihren Eingriff mit dem Radierstrang ungewollte Bewegungen des Radierstranges
nach vorn bezüglich des Halterschaftes zuverlässig verhindert. Hierzu kann die Innenbuchse
an ihrem hinteren Ende achsparallele Einschnitte aufweisen, und die freien Enden der
durch die Einschnitte gebildeten, elastisch verschwenkbaren Arme können in Eingriff
mit dem eingesteckten Radierstrang bestehen.
[0010] In einer Ausgestaltung der Erfindung kann zwischen der Halterbuchse und den Klemmsteinen
eine die Klemmsteine nach hinten drückende Feder vorgesehen sein, und die Halterbuchse
kann zwischen einer vorderen Stellung und einer hinteren, den Klemmsteinen näheren
Stellung in axialer Richtung hin- und herbewegbar sein, während die Halterbuchse in
den Radierstrang bei Bewegung von der hinteren in die vordere Stellung nach vorn verlagerndem,
widerhakenartigem Eingriff mit dem Radierstrang steht.
[0011] Bei dieser Ausbildung des Radierstranghalters ist es also möglich, die Halterbuchse
gegen Federkraft in Richtung auf die Klemmsteine zu verlagern, wobei die Klemmsteine
.infolge ihrer Klemmwirkung eine entsprechende Verlagerung des Radierstranges verhindern.
Wird dann die Halterbuchse wieder freigegeben, so kehrt sie durch die Federkraft in
ihre vordere Ausgangsstellung zurück, und bei dieser Bewegung nach vorn nimmt sie
infolge des widerhakenartigen Eingriffs mit dem Radierstrang diesen mit, d.h. der
Radierstrang kann durch einfache axiale Hin- und Herbewegung der Halterbuchse im Halterschaft
weiter nach vorn verlagert und so der Überstand seines zum Radieren zu verwendenden
Endes über das vordere Ende der Halterbuchse vergrößert werden.
[0012] In diesem Fall kann die Verbindung zwischen Halterschaft und Halterbuchse dadurch
hergestellt werden, daß die
Hal- terbuchse auf die Außenfläche des Halterschaftes aufgeschoben und über eine Schnappverbindung
mit diesem verbunden ist.
[0013] In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann die Halterbuchse axial bewegbar
sowie um den Bereich' der Klemmsteine verschwenkbar am Halterschaft angebracht sein.
In der vorderen, unverschwenkten Endstellung der Halterbuchse ist dann bei eingestecktem
Radierstrang der Abstand zwischen den vorderen Endflächen der Klemmsteine und dem
hinteren Ende des den Radierstrang umgebenden, mit ihm in hemmendem Eingriff stehenden
Bereichs der Halterbuchse kleiner als der maximale Hub der Halterbuchse in axialer
Richtung.
[0014] Bei dieser Ausgestaltung kann der Radierstrang durch eine Bewegung der Halterbuchse
bzw. des über sie vorstehenden Endes des Radierstranges entlang einer Kreisbahn um
die Längsachse des Halterschaftes bei verhältnismäßig geringer Druckbelastung nach
hinten im Halterschaft nach vorn verlagert werden, weil bei dieser Bewegung der Radierstrang
in Teilbereichen elastisch verlängert und in anderen Bereichen komprimiert wird, so
daß sich im Bereich der Klemmsteine eine umlaufende Walkbewegung des Radierstranges
ergibt, durch die der Radierstrang durch die von den Klemmsteinen gebildete Durchtrittsöffnung
nach vorn hindurchbewegt wird, da sich die Klemmsteine wegen des geringen Drucks nach
hinten in einer lockeren Klemmstellung befinden. Dabei wird die Verschwenkung der
Halterbuchse durch die jeweilige Anlage des hinteren Endes des den Radierstrang umgebenden
Bereichs der Halterbuchse an einem Klemmstein begrenzt, so daß Beschädigungen des
Radierstranges vermieden werden und darüber hinaus die Verlagerungsbewegung des Radierstranges
nach vorn unterstützt wird.
[0015] Bei dieser Ausgestaltung kann die Halterbuchse an ihrem hinteren Ende sich achsparallel
erstreckende, elastisch verschwenkbare Arme mit nach außen gerichteten Hakenenden
aufweisen, die in Eingriff mit einer nach innen gerichteten Ringschulter des Halterschaftes
stehen, so daß die Halterbuchse durch einfaches Aufdrücken und Einschnappen mit dem
Halterschaft verbunden werden kann.
[0016] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Ausführungsbeispiele zeigenden Figuren
näher erläutert.
Figur 1 zeigt teilweise als Ansicht und teilweise im Schnitt einen Radierstranghalter
mit eingesetztem Radierstrang.
Figur 2 zeigt teilweise als Ansicht und teilweise im Schnitt einen weiteren Radierstranghalter
mit eingesetztem Radierstrang.
[0017] Der in Figur 1 dargestellte Radierstranghalter weist einen Halterschaft 1 auf, der
an seinem vorderen, dem in Figur 1 linken Ende, an seiner Innenfläche eine Keilfläche
8 hat, die sich vom vorderen Ende des Halterschaftes 1 nach hinten und schräg nach
innen erstreckt. Der Innendurchmesser des rohrförmigen Halterschaftes ist im übrigen
größer als der Außendurchmesser des einzusteckenden Radierstranges 12.
[0018] Auf den Halterschaft 1 ist von vorn eine Halterbuchse 2 aufgesteckt, die mit ihrer
Innenfläche über eine nicht näher dargestellte Schnappverbindung 10 mit der Außenfläche
des Halterschaftes 1 verbunden ist, so daß die Halterbuchse 2 in axialer Richtung
bezüglich des Halterschaftes 1 bewegbar, jedoch nicht ohne weiteres von diesem trennbar
ist. Die Halterbuchse weist in ihrem vorderen Bereich eine Innenbuchse 3 auf, in deren
hinterem Ende achsparallele Einschnitte 4 vorhanden sind, so daß zwischen diesen Arme
gebildet sind, die an ihren freien Enden 5 widerhakenartig geformt sind.
[0019] Zwischen den freien Enden 5 der Innenbuchse 3 und der Keilfläche 8 sind vier Klemmsteine
6 angeordnet, die kreisbogenförmig gekrümmt sind und so eine unterbrochene innere
Zylinderfläche bilden, die eine Durchtrittsöffnung für den Radierstrang 12 begrenzt.
An den Außenseiten weisen die Klemmsteine 6 von vorn nach hinten schräg nach innen
verlaufende Eingriffsflächen 7 auf, deren Neigung jedoch von der Neigung der Keilfläche
8 abweicht. Dadurch stehen die Eingriffsflächen 7 im wesentlichen in Linienberührung
mit der Keilfläche 8.
[0020] Am vorderen Ende der Klemmsteine 6 stützt sich eine Schraubenfeder 9 mit einem Ende
ab, während sich ihr anderes Ende an einer Fläche zwischen Innenbuchse 3 und äußerem
Teil der Halterbuchse 2 abstützt, wodurch auf die Klemmsteine 6 eine nach hinten wirkende
Kraft ausgeübt wird, die die Klemmsteine 6 gegen die Keilfläche 8 und dadurch nach
innen in klemmenden Eingriff mit dem eingesteckten Radierstrang 12 drückt. Die Verlagerung
der Halterbuchse 2 infolge der ausgeübten Federkraft nach vorn wird in nicht dargestellter
Weise durch die Ausbildung der Schnappverbindung 10 begrenzt.
[0021] Auf die Halterbuchse 2 ist außen ein Griffstück 15 aus elastischem Material aufgesetzt,
das sich am hinteren Ende mit einem elastisch verformbaren Ansatz an einer Ringschulter
des Halterschaftes 1 abstützt.
[0022] Der Radierstrang 12 läßt sich ohne weiteres von hinten in den Halterschaft 1 einschieben
und in die dargestellte Lage bringen sowie bei Verbrauch weiter nach vorn schieben,
da bei einem derartigen Einschieben des Radierstranges 12 auf die Klemmsteine 6 eine
nach vorn gerichtete Kraft ausgeübt wird, die die Klemmsteine 6 so verlagert, daß
sich ihr Abstand und damit der Durchmesser der von ihnen gebildeten Durchtrittsöffnung
vergrößert. Der
Ra-dierstrang 12 gleitet dann entlang der Innenfläche der Innenbuchse 3, wobei die
widerhakenartigen Enden 5 infolge ihrer dargestellten Form die Verschiebung des Radierstranges
12 nicht behindern. Der Radierstrang 12 wird im Bereich vor den widerhakenartigen
Enden 5 in hemmendem Eingriff mit der Innenfläche der Innenbuchse 3 gehalten, um seitliche
Verlagerungen innerhalb der Halterbuchse 2 zu vermeiden.
[0023] Wird der Radierstrang 12 in der in Figur 1 gezeigten Lage zum Radieren auf eine Zeichenunterlage
gebracht, so wird auf ihn eine Kraft in Richtung einer Verlagerung im Halterschaft
1 nach hinten ausgeübt. Da jedoch die Halterbuchse 2 üblicherweise vom Benutzer beim
Radieren festgehalten wird, hält diese den Radierstrang 12 über die widerhakenartigen
Enden 5 im wesentlichen in seiner Lage bezüglich der Halterbuchse 2. Darüber hinaus
bewirkt die Feder 9 einen ständigen Eingriff der Innenflächen der Klemmsteine 6 mit
der Oberfläche des Radierstranges 12, so daß eine eventuelle Verlagerung des Radierstranges
12 im Halterschaft 1 nach hinten die Klemmsteine 6 ebenfalls weiter nach hinten verlagern
und damit in stärker klemmenden Eingriff mit der Oberfläche des Radierstranges 12
bringen würde, wodurch ebenfalls eine Verlagerung des Radierstranges 12 nach hinten
verhindert wird.
[0024] Soll der Überstand des Radierstranges 12 über das vordere Ende der Halterbuchse 2
vergrößert werden, so kann dies dadurch erfolgen, daß die Halterbuchse 2 gegen die
Kraft der Feder 9 weiter auf den Halterschaft 1 heraufgeschoben wird, wobei sich der
hintere Ansatz des Griffstücks 15 elastisch verformt. Bei dieser axialen Verlagerung,
die entweder durch die Anlage der freien Enden 5 an den Klemmsteinen 6 oder durch
die Anlage der hinteren Endfläche des Griffstücks 15 an der benachbarten Ringschulter
des Halterschaftes 1 begrenzt wird, werden einerseits die Klemmsteine 6 fester gegen
den Radierstrang 12 gepreßt und so eine Verlagerung des Radierstranges 12 nach hinten
verhindert, und andererseits gleiten die widerhakenartigen Enden 5 entlang dem Radierstrang
12 nach hinten. Wird danach die Halterbuchse 2 wieder freigegeben, so bewirkt die
Kraft der Feder 9 die Bewegung der Halterbuchse 2 nach vorn in die Stellung gemäß
Figur 1. Bei dieser Bewegung der Halterbuchse 2 nehmen die widerhakenartigen Enden
5 infolge ihres Eingriffs den Radierstrang mit nach vorn, d.h. der Radierstrang 12
wird auf diese Weise im Halterschaft 1 weiter nach vorn verlagert und kann durch wiederholtes
Bewegen der Halterbuchse 2 in der beschriebenen Weise bis zu dem gewünschten Überstand
über das vordere Ende der Halterbuchse 2 bewegt werden.
[0025] Der in Figur 2 dargestellte Radierstranghalter hat einen Halterschaft 21 mit einer
der Keilfläche 8 aus Figur 1 entsprechenden Keilfläche 28, die in Eingriff mit den
geneigten Eingriffsflächen 27 von Klemmsteinen 26 steht, die in ihrem Aufbau dem Aufbau
der Klemmsteine 6 aus Figur 1 entsprechen und ebenfalls so ausgebildet und angeordnet
sind, daß sie sich beim Belasten des vorderen Endes des eingesteckten Radierstranges
32 nach hinten verlagern und infolge der Neigung der Keilfläche 28 nach innen gegen
den Radierstrang 32 gepreßt werden.
[0026] In einem radial erweiterten vorderen Bereich des Halterschaftes 21 ist eine Ringschulter
30 ausgebildet, wobei im Bereich der Ringschulter achsparallel verlaufende, nach vorn
offene Einschnitte vorgesehen sind, so daß der radial erweiterte vordere Bereich Halterschaftes
21 elastisch aufweitbar ist.
[0027] In den radial erweiterten Bereich ist von vorn eine Halterbuchse 22 eingesteckt,
die nach hinten gerichtete Arme 33 mit hakenförmigen Enden 34 aufweist. Beim Einstecken
in den Halterschaft werden die Arme 33 elastisch nach innen verschwenkt. Wenn die
hakenförmigen Enden 34 in den Bereich der Ringschulter 30 gelangen, federn die Arme
33 wieder nach außen, und die hakenförmigen Enden 34 kommen in Eingriff mit der Ringschulter
30, so daß die Halterbuchse 22 nicht mehr von dem Halterschaft 21 abgezogen werden
kann.
[0028] Die Halterbuchse 22 hat eine Innenbuchse 23, die den Radierstrang 32 eng umgibt und
nach hinten offene, achsparallele Einschnitte 24 aufweist. An den inneren Enden 25
der durch die Einschnitte 24 gebildeten Arme sind nach innen gerichtete Wölbungen
vorhanden, die sich etwas in den Radierstrang 32 hineindrücken.
[0029] Wie Figur 2 zu entnehmen ist, kann die Halterbuchse 22 aus der Stellung gemäß Figur
2 axial nach hinten verschoben werden, bis die hinteren Enden 25 der Arme der Innenbuchse
23 zur Anlage an den Klemmsteinen 26 oder die Ringschulter 29 der Halterbuchse 22
zur Anlage an der vorderen Endfläche des Griffstückes 35 kommt. Ferner läßt sich die
Halterbuchse 22 infolge der Elastizität ihrer Arme 33 und des um ihre hakenförmigen
Enden 34 vorhandenen Freiraums um den Bereich der Klemmsteine 26 verschwenkbar. Diese
Verschwenkbewegung ist ebenfalls durch die vorstehend erwähnten Anlagen begrenzt,
und die Halterbuchse 22 wird bei Freigabe von dem elastisch verformbaren Radierstrang
32 in ihre in Figur 2 gezeigte Ausgangsstellung zurückgeschwenkt.
[0030] Das Einsetzen des Radierstranges 32 in den Radierstranghalter gemäß Figur 2 erfolgt
in gleicher Weise wie in Zusammenhang mit Figur 1 beschrieben, und die Klemmsteine
26 halten den Radierstrang 32 bei Belastung durch Aufsetzen des vorderen Endes des
Radierstranges 32 auf die Zeichenunterlage in seiner Lage gegen eine Verschiebung
nach hinten.
[0031] Wird der Radierstrang 32 unter verhältnismäßig geringer Belastung nach hinten und
damit unter einem verhältnismäßig schwachen Klemmeingriff mit den Klemmsteinen 26
gehalten, so kann durch eine rotierende Bewegung des vorderen Endes des Radierstranges
32 dieser abwechselnd die Stirnflächen der Klemmsteine 26 belasten. Dies führt dann
zu einer entsprechenden radialen Wechselbelastung der Klemmsteine 26 mit abwechselnder
Stauchung und Dehnung des Radierstranges 32, wodurch sich der Radierstrang 32 allmählich
weiter nach vorn verlagert.
[0032] Wie bereits erwähnt, ist diese Verlagerungsbewegung nach vorn nur dann möglich, wenn
der nach hinten gerichtete Druck auf den Radierstrang 32 und damit die Klemmwirkung
der Klemmsteine 26 nicht zu groß ist, da bei einer großen Klemmwirkung, wie sie beim
Radieren auftritt, die auf den Radierstrang wirkenden Walkkräfte nicht ausreichen,
um die Vorschubbewegung des Radierstranges 32 hervorzurufen.
1. Radierstranghalter mit an beiden Enden offenem, rohrförmigen Halterschaft zur Aufnahme
des Radierstranges sowie mit einer im Bereich des vorderen Endes des Halterschaftes
vorgesehenen Klemmeinrichtung zur ortsfesten Positionierung des Radierstranges im
Halterschaft, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem vorderen Endbereich des Halterschaftes
(1; 21) mehrere sich in diesen erstreckende Klemmsteine (6; 26) in Eingriff stehen,
die eine Durchtrittsöffnung für den Radierstrang (12; 32) bilden, deren Querschnitt
sich durch Verlagerung der Klemmsteine (6; 26) weiter in den vorderen Endbereich des
Halterschaftes (l; 21) hinein verringert, und daß am Halterschaft (1; 21) eine sich
vor die Klemmsteine (6; 26) erstreckende, begrenzt bezüglich des Halterschaftes (l;
21) bewegbare Halterbuchse (2; 22) angeordnet ist, deren vorderes Ende die Austrittsöffnung
für das zum Radieren zu benutzende Ende des Radierstranges (12; 32) bildet.
2. Radierstranghalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am vorderen Ende
des Halterschaftes (l; 21) eine innere, von vorn nach hinten schräg nach innen verlaufende
Keilfläche (8; 28) vorgesehen ist, mit der die an ihren Außenseiten von vorn nach
hinten schräg nach innen verlaufende Eingriffsflächen (7; 27) aufweisenden Klemmsteine
(6; 26) in Eingriff stehen.
3. Radierstranghalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigungen der
Eingriffsflächen (7; 27) der Klemmsteine (6; 26) ungleich der Neigung der Keilfläche
(8) am Halterschaft (1; 21) ist.
4. Radierstranghalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Halterbuchse (2; 22) eine den Radierstrang (12; 32) umgebende, zumindest teilweise
mit diesem zumindest in hemmendem Eingriff stehende Innenbuchse (3; 23) vorgesehen
ist.
5. Radierstranghalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenbuchse
(3; 23) an ihrem hinteren Ende achsparallele Einschnitte (4; 24) aufweist und daß
die freien Enden (5; 25) der durch die Einschnitte (4; 24) gebildeten, elastisch verschwenkbaren
Arme in Eingriff mit dem eingesteckten Radierstrang (12; 32) stehen.
6. Radierstranghalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Halterbuchse (2) und den Klemmsteinen (6) eine die Klemmsteine (6) nach hinten
drückende Feder (9) vorgesehen ist, daß die Halterbuchse (2) zwischen einer vorderen
Stellung und einer hinteren, den Klemmsteinen (6) näheren Stellung in axiale Richtung
hin- und herbewegbar ist und daß die Halterbuchse (2) in den Radierstrang (12) bei
Bewegung von der hinteren in die vordere Stellung nach vorn verlagerndem, widerhakenartigem
Eingriff mit dem Radierstrang (12) steht.
7. Radierstranghalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterbuchse
(2) auf die Außenfläche des Halterschaftes (1) aufgeschoben und über eine Schnappverbindung
(10) mit diesem verbunden ist.
8: Radierstranghalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterbuchse (22) axial bewegbar sowie um den Bereich der Klemmsteine (26) verschwenkbar
am Halterschaft (21) angebracht ist und daß in der vorderen, unverschwenkten Endstellung
der Halterbuchse (22) bei eingestecktem Radierstrang (32) der Abstand zwischen den
vorderen Endflächen der Klemmsteine (26) und dem hinteren Ende des den Radierstrang
(32) umgebenden, mit ihm in hemmenden Eingriff stehenden Bereichs (25) der Halterbuchse
(23) kleiner ist als der maximale Hub der Halterbuchse (22) in axialer Richtung.
9. Radierstranghalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterbuchse
(22) an ihrem hinteren Ende sich achsparallel erstreckende, elastisch verschwenkbare
Arme (33) mit nach außen gerichteten Hakenenden (34). aufweist, die in Eingriff mit
einer nach innen gerichteten Ringschulter (30) des Halterschaftes (21) stehen.