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EP 0 176 847 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.07.1992 Patentblatt 1992/27 |
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Anmeldetag: 16.09.1985 |
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Schichtstoff
Multilayered fabric
Etoffe multicouche
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
28.09.1984 DE 3435643
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.04.1986 Patentblatt 1986/15 |
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Patentinhaber: HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT |
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65926 Frankfurt am Main (DE) |
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Erfinder: |
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- Greiser, Wolfgang
D-8901 Neusäss/Hainhofen (DE)
- Plötz, Kurt
D-8903 Bobingen (DE)
- Wagner, Hans, Dr.
D-8903 Bobingen (DE)
- Zerfass, Karl-Christian
D-8903 Bobingen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 7 739 489 US-A- 4 522 876
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FR-A- 1 457 339
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schichtstoff mit verbesserten mechanischen
Eigenschaften und verbessertem Brandverhalten bei Einsatz als Trägerbahn für Dach-
und Dichtungsbahne Solche Dach- und Dichtungsbahnen sind meist mit einer ein- oder
beidseitigen Bitumenschicht versehen, können aber auch eine Beschichtung aus Elastomeren
oder Plastomeren aufweisen.
[0002] Aus der DE-OS 32 26 041 ist es bekannt, auf ein loses, d.h. unverfestigtes, Mineralfaservlies
eine dünne Schicht von ebenfalls losen Kunststoffasern aufzubringen und diesen Schichtstoff
durch Nadeln zu verfestigen. Durch eine Hitzebehandlung ist es möglich, die Kunststoffasern
mit den Mineralfasern zu verschmelzen. Durch dieses Verschmelzen werden formstabile
Mineralfaserblankets erhalten.
[0003] Als Trägerbahn für Dachbahnen ist ein Schichtstoff aus einem Synthesefaservlies und
einem Mineralfaservlies aus dem DE-GM 77 39 489 bekannt. Die beiden Vliesschichten
aus synthetischem und mineralischem Fasermaterial sind dort durch Binden oder Kleben
miteinander verbunden. Verwendet werden hierzu thermoplastische und Vernetzende Duromere.
[0004] Solche Trägerbahnen führen zu Dach- und Dichtungsbahnen mit hinreichend hoher Verarbeitungsstabilität
beim Bituminieren und bei der Verlegung. Ihre Dimensionsstabilität erlaubt sogar einlagige
Verlegung auf dem Dach. Das Brandverhalten dieser Dachbahnen nach DIN 4102, Teil 7,
ist durch die Mineralfaserschicht deutlich verbessert.
[0005] Trägerbahnen aus Mischvliesen aus mineralischen und synthetischen Fasern wie sie
im DE-GM 77 23 547 beschrieben sind, ergeben dagegen keine nennenswerte Verbesserung
des Brandverhaltens.
[0006] Als einziger Nachteil der bekannten Schichtstoffe aus einer mineralischen und einer
synthetischen Faserschicht bleibt die Neigung zur Delaminierung der beiden Schichten
unter extremen thermomechanischen oder mechanischen Bedingungen.
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung unter Wahrung aller Vorteile der
bekannten Schichtstoffe für Trägerbahnen für Dach- und Dichtungsbahnen, auch noch
diesen Nachteil zu überwinden.
[0008] Erfindungsgemäß besteht deshalb der als Trägerbahn für Dach- und Dichtungsbahnen
geeignete Schichtstoff aus einem vorverfestigten Synthesefaservlies und einem vorverfestigten
Mineralfaservlies, die durch Vernadelung miteinander verbunden sind und daß die Verbindung
durch Synthesefasern des Synthesefaservlieses, die das Mineralfaservlies durchzieh
bewirkt wird.
[0009] Das Synthesefaservlies besteht bevorzugt aus Polyesterfasern, meist aus Polyäthylenterephthalat.
Besonders bevorzugt werden Filamentvliesstoffe, sogenannte spunbonds, wie sie z.B.
in der DE-OS 24 60 755 beschrieben werden, die ihrerseits durch Vernadelung oder sonstige
an sich bekannte Verfahren vorverfestigt sind. Für die Vorverfestigung durch Vernadeln
genügt hierbei eine Vernadelungsstichzahl von ca. 10 % der zur Verbindung der beiden
Schichten des erfindungsgemäßen Schichtstoffs benötigten Gesamtstichzahl. Bevorzugte
Flächengewichte der Filamentvliesstoffe liegen zwischen 50 und 350 g/m², die Einzeltiter
zwischen 3 und 8 dtex, speziell zwischen 4 und 6 dtex.
[0010] Als Mineralfaservlies werden Glasfaservliese bevorzugt, speziell in Form von Stapelfaservliesen.
Besonders haben sich naß gelegte Stapelfaservliese bewährt. Bewährt haben sich aber
auch Vliesstoffe aus keramischen Fasern. Das Vliesgewicht der Mineralfaservliese liegt
meist zwischen 10 und 100 g/m², bevorzugt zwischen 30 und 60 g/m². Derartige Vliese
beschreiben z.B. die EP-OS 19 465, die EP-OS 25 115 oder die DE-OS 31 43 586. Zur
Herstellung des erfindungsgemäßen Schichtstoffs werden die beiden vorverfestigten
Vliese nach den bekannten Verfahren miteinander vernadelt. Die Vernadelung soll 10
bis 100 Stiche/cm², bevorzugt zwischen 20 und 50 Stichen/cm², betragen. Dabei erfolgt
die Vernadelung so, daß die Nadeln zuerst in das Synthesefaservlies einstechen und
dann das darunterliegende Mineralfaservlies durchdringen. Die Stichtiefe richtet sich
selbstverständlich nach den Vliesstärken. Sie liegt zwischen 6 und 11 mm und führt
zu einer festen formschlüssigen Verbindung des Synthesefaservlieses mit dem Mineralfaservlies
mit Hilfe der durch letzteres durchgezogenen Synthesefasern.
[0011] Die beigefügte Zeichnung zeigt einen Ausschnitt aus dem erfindungsgemäßen Schichtstoff.
Dabei bedeutet 1 das Mineralfaservlies, 2 das Synthesefaservlies.
1. Schichtstoff als Trägerbahn für Dach- und Dichtungsbahnen aus einer Vliesschicht aus
synthetischen und einer Vliesschicht aus mineralischen Fasern, dadurch gekennzeichnet,
daß er aus einem vorverfestigten Synthesefaservlies und einem vorverfestigten Mineralfaservlies,
die durch Vernadeln miteinander verbunden sind, besteht, und daß die Verbindung durch
Synthesefasern des Synthesefaservlieses, die das Mineralfaservlies durchziehen, bewirkt
wird.
2. Schichtstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Synthesefaservlies aus
Polyäthylenterephthalat-Fasern besteht.
3. Schichtstoff nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Synthesefaservlies
ein Filamentvliesstoff ist, der durch an sich bekannte Verfahren vorverfestigt ist.
4. Schichtstoff nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengewicht des Filamentvliesstoffs
50 bis 350 g/m², bei einem Einzeltiter von 3 bis 8 dtex, beträgt.
5. Schichtstoff nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mineralfaservlies ein naß gelegtes Stapelfaservlies ist.
6. Schichtstoff nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mineralfaservlies ein Flächengewicht zwischen 30 und 60 g/m² aufweist.
1. A laminate as a carrier web for roofing and sealing sheets which is made of a batt
of synthetic fibers and a batt of mineral fibers, which comprises a preconsolidated
synthetic fiber web and a preconsolidated mineral fiber web bonded to each other by
needling, the bondings being caused by synthetic fibers of the synthetic fiber web
penetrating into the mineral fiber web.
2. The laminate as claimed in claim 1, wherein the synthetic fiber web comprises polyethylene
terephthalate fibers.
3. The laminate as claimed in claims 1 or 2, wherein the synthetic fiber web is a filament
nonwoven which has been preconsolidated by methods known per se.
4. The laminate as claimed in claim 3, wherein the basis weight of the filament nonwoven
is 50 to 350 g/m² given a filament linear density of 3 to 8 dtex.
5. The laminate as claimed in at least one of claims 1 to 4, wherein the mineral fiber
web is a wet-laid staple fiber web.
6. The laminate as claimed in at least one of claims 1 to 5, wherein the mineral fiber
web has a basis weight of between 30 and 60 g/m².
1. Stratifié utilisable en tant que bande de support pour des éléments de toiture en
forme de bandes et des éléments d'étanchéité en forme de bandes, constitué par une
couche formée d'une nappe de fibres synthétiques et une couche formée d'une nappe
de fibres minérales, caractérisé en ce qu'il est constitué par une nappe de fibres
synthétiques prérenforcée et par une nappe de fibres minérales prérenforcée, qui sont
fixées l'une à l'autre par aiguilletage, et que la liaison est réalisée au moyen des
fibres synthétiques de la nappe de fibres synthétiques, qui traversent la nappe de
fibres minérales.
2. Stratifié selon la revendication 1, caractérisé en ce que la nappe de fibres synthétiques
est constituée par des fibres en téréphtalate de polyéthylène.
3. Stratifié selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la nappe de fibres
synthétiques est une nappe formée de filaments, qui est prérenforcée selon des procédés
connus en soi.
4. Stratifié selon la revendication 3, caractérisé en ce que le poids par unité de surface
de la nappe formée de filaments est compris entre 50 et 350 g/m², pour un titre individuel
de 3 à 8 dtex.
5. Stratifié selon au moins l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la
nappe de fibres minérales est une nappe de fibres discontinues, posée par voie humide.
6. Stratifié selon au moins l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la
nappe de fibres minérales possède un poids par unité de surface compris entre 30 et
60 g/m².
