[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glattgarn entsprechend dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Glattgarne aus thermoplastischen Materialien, insbesondere Polyester, Polyamiden,
werden als Vielzahl von Filamenten ersponnen. Die Filamente werden zu einem Fadenbündel
zusammengefaßt. Dieses Glattgarn erhält seine Gebrauchseigenschaften, insbesondere
seine Festigkeitseigenschaften durch das Verstrecken. Glattgarne im Gegensatz zu texturierten
Garnen zeichnen sich dadurch aus, daß ihre einzelnen Filamente parallel zueinander
liegen und keine Schlingen, Schlaufen, Bögen oder dgl. bilden. Derartige Glattgarne
werden im folgenden kurz als "Faden" bezeichnet.
[0003] Es ist bekannt, s. z. B. DE-OS 1 435 609, den Faden zum Verstrecken über einen oder
mehrere feststehende beheizte oder unbeheizte Streckstifte zu ziehen, die der Faden
mit ca. 360
° umschlingt.
[0004] Der erhebliche Nachteil dieses Verfahrens liegt zum einen in dem Verschleiß der Streckstifte.
Es hat sich aber auch herausgestellt, daß Streckstifte bei hohen Fadengeschwindigkeiten
zu einer erheblichen Unsicherheit des Verfahrens beitragen. Es werden häufig Fadenbrüche
beobachtet. Weiterhin hat das bekannte Verfahren den Nachteil, daß es nur dann zu
einer zufriedenstellenden Fadenqualität führt, wenn zum einen mit Geschwindigkeiten
gefahren wird, die deutlich niedriger als 2000 m/min liegen und wenn zum anderen der
Faden durch je eine Galette vor und hinter den Streckstiften definiert gefördert wird.
Nur dann läßt sich eine gleichbleibende Fadenqualität erreichen und auch das nur,
wenn dem unvermeidlichen Verschleiß der Streckstifte Rechnung getragen wird.
[0005] Durch US-PS 3,002,804 ist ein Verfahren der eingangs genannten Art bekannt, bei dem
ein frischgesponnener Faden durch ein Wasserbad gezogen, anschließend zum Abspritzen
des Wasser umgelenkt und infolge der durch das Wasserbad und die Umlenkung ausgeübten
Bremskraft verstreckt wird.
[0006] Dieses Verfahren hat erhebliche Nachteile, die seine industrielle Einführung verhindert
haben. Zum einen bildet der mit hoher Geschwindigkeit in das Wasserbad einlaufende
Faden ein tiefes "Loch", da er große Mengen an Luft mitreißt, die sich um den Faden
zentrieren und nicht entweichen. Der Faden wird daher nicht benetzt bzw. die Benetzungslänge
schwankt mit der Länge der Luftsäule, da kein stabiler Gleichgewichtszustand zwischen
dem Auftrieb der Luft und der Haftung der Luft an dem mit großer Geschwindigkeit laufenden
Faden entsteht. Ferner zeigt sich, daß das Wasserbad eine erhebliche Tiefe haben muß,
um die erforderlichen Zugkräfte auf den Faden auszuüben. Bei einer Fadengeschwindigkeit
von 3000 m/min ist eine Wasserbadtiefe von mehr als 4 m erforderlich. Bei 5000 m/min
beträgt die Wasserbadtiefe immerhin noch 37 cm. Dabei wird in der US-PS zwar auch
die Möglichkeit angedeutet, daß ein Teil der Streckspannung durch einen folgenden
Umlenkstift aufgebracht werden kann, wobei der Umlenkstift zum Abspritzen des Wassers
dient. Es wird darauf hingewiesen, daß dieser Anteil der Streckspannung nicht mehr
als 1/3 betragen darf, da andernfalls die Gleichmäßigkeit des Fadens leidet.
[0007] Gerade aus diesem Hinweis ist zu ersehen, daß der Wasserauftrag des Fadens derart
unzulänglich ist, daß zwischen dem Umlenkstift und dem Faden mechanische Gleitreibung
oder eine Mischreibung, die ebenfalls für ungleichmäßige Fadenbeschaffenheit verantwortlich
zu machen ist, besteht.
[0008] Erfindungsgemäß werden die zuvor beschriebenen Nachteile bei einem Verfahren der
eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 vermieden.
[0009] Die aus der Spinnzone anlaufenden Filamente werden als Fadenbündel zusammengefaßt
durch ein Flüssigkeitsband geführt, das auf eine Überlauffläche aufgebracht wird.
Die Flüssigkeit wird in solcher Menge dosiert einer Überlauffiäche zugeführt, daß
die innere Aufnahmefähigkeit des Fadenbündels für diese Flüssigkeit überschritten
wird und der Faden auch auf seiner Außenoberfläche einen Flüssigkeitsüberzug erhält.
Die Durchtränkung liegt über der natürlichen inneren Aufnahmefähigkeit. Die innere
Aufnahmefähigkeit wird insbesondere bestimmt durch die molekulare Aufnahmefähigkeit
des Polymers für die Flüssigkeit und durch die auf Kapillarwirkung beruhende Aufnahmefähigkeit
zwischen den einzelnen Filamenten des Fadens. Die Aufnahmefähigkeit zwischen den einzelnen
Filamenten des Fadenbündels beträgt bei dichtester Anordnung der Filamente bereits
ca. 15 % des Filamentvolumens. Erfindungsgemäß beträgt daher die zugeführte Flüssigkeitsmenge
mindestens 20 %, vorzugsweise 25 bis 35 % des Fadengewichts. Die dem Flüssigkeitsband
zugeführte Flüssigkeit kann auf eine Temperatur über 50
°, insbesondere auf eine Temperatur zwischen 70° und 90° erhitzt sein.
[0010] Die Zuführung des Flüssigkeitsstroms zur Fadenoberfläche erfolgt z. B. durch Düsen,
die auf der Oberfläche eines Überlaufkörpers in einer nach oben offenen Laufrinne
münden (vgl. z. B. DE-GM 7 605 571). Die Überlaufkörper derartiger Düsen haben eine
Länge von 30 bis 40 mm.
[0011] Da die Düse ziemlich nahe am Fadeneingang auf dem Überlaufkörper mündet, wird die
Flüssigkeit auf dem Überlaufkörper zu einem sich in Fadenlaufrichtung erstreckenden
Band ausgezogen, das in Querrichtung zum Faden eng begrenzt ist. Diese enge Begrenzung
wird dadurch noch gefördert, wenn die Überlaufkörper eine Fadenlaufrille haben, in
der die Düsenmündung liegt.
[0012] Auch bekannte, vom Faden teilumschlungene Walzen (vgl. z. B. DE-OS 2 908 404) können
zur dosierten Zufuhr eines Flüssigkeitsstromes dienen, wenn Vorkehrungen getroffen
sind, daß sich auf einer solchen Walze die Flüssigkeit nicht zu einem breiten Film
auszieht, sondern ein seitlich begrenztes, in einer dosierten Menge zugeführtes Flüssigkeitsband
bildet, das vom Faden durchlaufen wird. Eine solche Walze ist z. B. durch die DE-OS
2 908 404 bekannt. Auch Walzen, die über ihren Umfang Fadenlaufrillen aufweisen, in
welche eine dosierte Flüssigkeitsmenge zugeführt wird, genügen dem Anmeldungszweck.
[0013] In jedem Falle ist es wichtig, daß die Flüssigkeit ein vom Faden durchlaufenes, schmales
Flüssigkeitsband bildet. Aus diesem Grunde wird die Flüssigkeit nicht -wie nach dem
Stand der Technik - in einer eng begrenzten Röhre bereitgestellt, sondern als Band
auf eine Oberfläche aufgetragen. Der Faden soll nicht in ein statisches Flüssigkeitsbad
eintauchen, da hierdurch ein definierter gleichmäßiger Flüssigkeitsauftrag nicht möglich
ist.
[0014] Das Auftragen der Flüssigkeit als Flüssigkeitsband auf eine Oberfläche dient einerseits
dem Zweck, genügende Adhäsionskräfte auf die Flüssigkeit auszuüben, um zu verhindern,
daß die Flüssigkeit tropfenweise, d. h. in ungleichmäßiger Form durch den Faden fortgerissen
wird. Zum anderen wirkt aber diese Adhäsion nur einseitig auf das Flüssigkeitsband
ein und verhindert nicht, daß die Flüssigkeit infolge der Kohäsionskräfte als kontinuierliches,
den Faden einhüllendes Band vom Faden "ausgezogen" und von der Oberfläche abgezogen
wird.
[0015] Zur Ausführung der Erfindung können alle niedrig viskosen, textiltechnisch verträglichen
Flüssigkeiten eingesetzt werden. Eine Vielzahl dieser Flüssigkeiten haben als Hauptbestandteil
Wasser. Vorteilhaft wegen seiner guten Benetzungsfähigkeit kann auch reines Wasser
eingesetzt werden. Das Wasser sollte vorzugsweise nicht mit den Beimengungen, z. B.
Ölen versehen sein, die üblicherweise zur Präparation bzw. Avivierung eines Fadens
benutzt werden. Diese Beimengungen haben erfindungsgemäß einen Anteil von weniger
als 5 %, vorzugsweise weniger als 1 Gewichtsprozent. Zur Förderung der Benetzungsfähigkeit
des Wassers kann ein Netzmittel beigegeben werden. Der Anteil des Netzmittels im Wasser
beträgt weniger als 1 %, vorzugsweise weniger als 0,5 Gewichtsprozent. Das Netzmittel
trägt insbesondere dazu bei, daß der Faden über seinen gesamten Querschnitt gleichmäßig
durchtränkt wird. Die Verwendung von reinem Wasser oder auch von Wasser, das mit einer
geringen Menge von Netzmitteln versehen ist, hat den besonderen Vorteil gegenüber
anderen in der Textiltechnik verwandten Ölen, Schlichten, Emulsionen und dgl., daß
Wasser stets in gleichbleibender Beschaffenheit zur Verfügung steht und damit das
Verfahren ohne Abweichungen reproduzierbar wird.
[0016] Wasser hat darüber hinaus insbesondere bei Erhitzung den Vorteil der geringen Viskosität.
Es werden aus diesem Grunde Flüssigkeiten vorzugsweise verwandt, deren Viskosität
kleiner oder gleich der Viskosität von Wasser ist bzw. die als Hauptbestandteile Wasser
haben, so daß ihre dynamischen Eigenschaften durch den Wasseranteil maßgebend bestimmt
sind.
[0017] Der Faden wird im derart durchtränkten und mit einer Flüssigkeitsschicht eingehüllten
Zustand über mehrere gekrümmte, im Fadenlauf hintereinander mit wechselnder Krümmungsrichtung
angeordnete Bremsflächen gezogen.
[0018] Durch die Krümmung der Bremsflächen wird bewirkt, daß der Faden unter Ausübung einer
Normalkraft über die Bremsfläche gezogen werden kann. Dieser Normalkraft wirkt den
hydrodynamischen Auftriebskräften entgegen und bewirkt, daß der Flüssigkeitsspalt
zwischen der Bremsfläche und dem Faden klein bleibt. Von dieser Spaltweite hängt nämlich
das Schergefälle und damit auch die Bremskraft ab, die durch die Flüssigkeit auf den
Faden ausgeübt wird. Der Krümmungsradius beträgt z. B. 10 mm. Auch Radien von weniger
als 10 mm und bis 50 mm haben sich als zufriedenstellend erwiesen. Durch die Krümmung
kann die auf die Bremsfläche gerichtete Normalkraft des Fadens so eingegrenzt werden,
daß die bei der jeweiligen Fadengeschwindigkeit entstehenden hydrodynamischen Kräfte
das "Aufschwimmen" des Fadens zwar sicherstellen, andererseits aber eine geringe Spaltweite
dieses Flüssigkeitsspaltes erhalten bleibt.
[0019] Die Normalkräfte müssen also so groß sein, daß der hydrodynamische Flüssigkeitsspalt
so klein bleibt, daß ein großes Schergefälle zwischen dem mit hoher Geschwindigkeit
laufenden Faden und der stillstehenden Bremsfläche entsteht. Dabei ist auch zu beachten,
daß der Faden beim Lauf über die gekrümmte Bremsfläche einer Zentrifugalbeschleunigung
unterworfen ist, die tendenziell der Normalkraft entgegengerichtet ist. Andererseits
darf die Krümmung aber nicht so groß sein, daß die durch die Zugkräfte entstehenden
Normalkräfte den hydrodynamischen Auftrieb des Fadens überwinden und zu einer Gleitreibung
führen. Selbst Mischbereiche zwischen Flüssigkeitsreibung und Gleitreibung sind unerwünscht,
da hier die Reibkräfte undefiniert sind und folglich auch undefinierte Zugkräfte auf
den Faden ausüben werden.
[0020] Beim Lauf des nassen Fadens über eine Bremsfläche ergibt sich das Problem, daß die
Flüssigkeit infolge der einwirkenden Zentrifugalkraft den Spalt zwischen Faden und
der Bremsfläche verläßt und sich in Fadenbereichen sammelt, die von der Bremsfläche
abgewandt sind. Deshalb besteht bei zunehmender Länge der Bremsfläche die Gefahr,
daß wieder trockene Reibung eintritt. Durch den Vorschlag, mehrere und vorzugsweise
mehr als zwei Bremsflächen hintereinander anzuordnen, die der Faden jeweils mit weniger
als 140
° und wechselnder Umschlingungsrichtung umschlingt, wird erreicht, daß die beim Lauf
über die erste Bremsfläche aus dem Berührungsspalt zwischen Faden und Bremsfläche
herausgedrungene und auf der Außenseite des Fadens befindliche Flüssigkeit beim Lauf
über die nächste Bremsfläche in den Spalt zwischen Faden und dieser Bremsfläche gerät.
Es kann auch durchaus zweckmäßig sein, zwischen zwei gleichgekrümmten Bremsflächen
eine in den Fadenlauf ragende, gegensinnig gekrümmte Bremsfläche mit kleinerem Krümmungsradius
und kürzerer Lauffläche anzuordnen. Diese Bremsfläche dient sodann ausschließlich
der Umverteilung der aufgetragenen Flüssigkeit, während die Bremsflächen mit größerem
Krümmungsradius und größerer Länge der Erzeugung der gewünschten Bremskraft dienen.
[0021] Die Bremsflächen sind im Fadenlauf bevorzugt untereinander angeordnet, wobei die
Abweichung des Fadenlaufs von der Senkrechten zwischen zwei Bremsflächen nicht mehr
als 70
° und vorzugsweise auch nicht mehr als 60
° beträgt. Dadurch wird erreicht, daß Flüssigkeit, die von dem Faden bei der Umschlingung
der Bremsfläche absprüht, in Richtung der nächstfolgenden Bremsfläche spritzt und
daher zu einem großen Teil wieder auf den Fadenlauf gelangt. Im übrigen hat sich auch
bei Hintereinanderreihung mehrerer Bremsflächen gezeigt, daß eine Flüssigkeitsreibung
zwischen Faden und Bremsflächen bis zum Schluß aufrechterhalten werden kann. Das beruht
darauf, daß die Umschlingungen relativ gering sind, so daß nur relativ geringe Wassermengen
abspritzen und die auf dem Faden verbleibende Wassermenge ausreicht, die Oberfläche
des Fadens einzuhüllen und die Zwischenräume zwischen den Filamenten auszufüllen.
[0022] Nach der Erfindung wird also die bisher übliche Trockenreibung durch eine hydrodynamische
Reibung in einem engen Spalt ersetzt. Hierdurch wird das Verstreckungsverfahren unabhängig
von der Oberflächenbeschaffenheit der Bremsflächen und des Fadens. Vielmehr wird die
Bremskraft bei der Naßreibung insbesondere durch das Schergefälle innerhalb einer
dünnen Flüssigkeitsschicht hervorgerufen. Dieses Schergefälle ist weitgehend unabhängig
von der Fadenspannung.
[0023] Gegenüber der Verstreckung im Wasserbad wird erreicht, daß der Faden einer definierten
Bremslänge ausgesetzt wird und daß das die Bremsung bewirkende Schergefälle im Spalt
so hoch ist, daß selbst bei Abzugsgeschwindigkeiten von "nur" 3000 m/min eine Bremslänge
von 100 mm zur Aufbringung der Steckkräfte jedenfalls ausreicht.
[0024] Zur Erzielung der Flüssigkeitsreibung muß der Faden den Bremsflächen mit einer bestimmten
Mindestgeschwindigkeit zulaufen. Diese Mindestgeschwindigkeit beträgt ca. 1000 m/min.
Bevorzugt sind jedoch höhere Geschwindigkeiten, und zwar vorzugsweise mindestens 1800
m/min. Wenn die Geschwindigkeit des Fadens beim Auflauf auf die erste Bremsfläche
mindestens 2500 m/min beträgt, erhält der Faden vor Auflauf auf die Bremsflächen bereits
eine höhere Vororientierung. Damit wird das Verfahren unempfindlicher bezüglich Einstellung
der Verfahrensparameter.
[0025] Die Gesamtlänge der Bremsfläche, die zur Ausübung der Verstreckkraft erforderlich
ist, ist durch Versuch zu ermitteln. Bremsflächenlängen von mehr als 200 mm haben
sich jedoch als überflüssig herausgestellt.
[0026] Die Länge der Bremsflächen wird vor allem an die vorgegebenen Fadengeschwindigkeiten
vor und hinter den Bremsflächen, d. h. an die gewünschten Fadenspannungen und Verstreckungen
angepaßt.
[0027] Die Länge der gesamten vom Faden überlaufenen Bremsfläche läßt sich mit der Umschlingung
weitgehend einstellen. Hierzu wird die Eintauchtiefe eingestellt, mit der die entgegengesetzt
gekrümmten Bremsflächen in den Fadenlauf eintauchen. Die Umschlingung ist erfindungsgemäß
gering und beträgt vorzugsweise auf der ersten und der letzten Bremsfläche nicht mehr
als 70°, insbesondere weniger als 60° und auf den dazwischen liegenden Bremsflächen
vorzugsweise nicht mehr als 140
°, insbesondere weniger als 120
°.
[0028] Außer durch die Umschlingung läßt sich die Gesamtlänge der Bremsflächen auch durch
Hintereinanderreihen einer entsprechenden Anzahl derartiger Bremsflächen, die der
Faden mit wechselnder Umschlingungsrichtung überfährt, den Erfordernissen entsprechend
einstellen und zwar, ohne daß hierdurch ein nennenswerter Platzbedarf entsteht.
[0029] Von wesentlicher Bedeutung für die Herstellung eines qualitativ hochwertigen Glattgarns
ist die Einstellung der Fadenspannung zwischen den Bremsflächen und dem Galettenwerk.
Qualitätsparameter, die der Garnqualität von auf Streckzwirnmaschinen hergestellten
Garnen entsprechen, erzielt man nach Anspruch 4, indem die Fadenzugkraft durch Einstellung
der Bremskraft und der Geschwindigkeit des Galettenwerkes zwischen 0,5 und 2 cN/dtex,
vorzugsweise zwischen 0,7 und 1,5 cN/dtex eingestellt wird.
[0030] Zur Festlegung des Fadenlaufs können die Bremsflächen eine Laufrille aufweisen. Die
Bremsflächen dürfen den Faden bzw. die ihn umgebende Flüssigkeitschicht jedoch nur
einseitig berühren, d. h. nicht einschließen. Anderenfalls entstehen undefinierte
Anlageverhältnisse mit der Folge, daß auch undefinierte wechselnde Bremskräfte auf
den Faden ausgeübt werden. Daher sind enge Rohre, die z. B. in der US-PS 3,002,804
gezeigt sind, als Berührungsflächen ungeeignet, selbst wenn sie in Fadenlaufrichtung
gekrümmt wären, ganz abgesehen von den bedienungstechnischen Nachteilen solcher Rohre.
[0031] Ein wichtiger Beitrag zur Herstellung hochwertiger Fäden wird auch durch die Temperatur
der dem Faden zugeführten Flüssigkeit erbracht. Bekanntlich wird die beim Strecken
geleistete Formänderungsarbeit in Wärme umgesetzt. Abhängig von der Verstreckungsgeschwindigkeit
führt diese Wärme zu einer mehr oder weniger starken Temperaturerhöhung. Bei den heute
technologisch und wirtschaftlich erwünschten hohen Fadengeschwindigkeiten einerseits
und geringen Fadentitern andererseits führen die freigesetzten Wärmemengen zu technologisch
nicht mehr vertretbaren Temperaturen.
[0032] Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird die dem Faden vor dem Uberlauf über
die Bremsfläche zugeführte Flüssigkeit erwärmt. Die Temperatur entspricht etwa der
Temperatur der Glasumwandlung und liegt über 50
°C. Besonders wirkungsvoll ist die Erwärmung, wenn die Temperatur über 70
°C liegt, während bei 100
°C eine Grenze durch die dann eintretende Verdampfung gesetzt ist.
[0033] Die hervorragende Vergleichmäßigung der Fadenqualität muß darauf zurückgeführt werden,
daß durch die Temperatur der Flüssigkeit die Temperaturschwankungen des Fadens über
seinen Querschnitt sowie über seine Länge auch zeitlich auf einen engen physikalisch
optimalen Bereich begrenzt werden können. Dieser Schwankungsbereich liegt zwischen
der aktuellen Flüssigkeitstemperatur und der Verdampfungstemperatur der Flüssigkeit.
[0034] Die Sicherheit des Verfahrens vor allem bei der Herstellung von Fäden mit textilen
Titern wird erhöht, wenn - wie weiterhin vorgeschlagen wird - der von der Spinndüse
kommende Faden noch im heißen Zustand durch das Flüssigkeitsband geführt wird. Die
Kühlbedingungen sind dabei so vorgegeben, daß die Fadentemperatur im Bereich des Glasumwandlungspunktes
liegt. Die Intensität der Luftanblasung, die Länge der Luftanblasung, der Abstand
des Flüssigkeitsbandes von der Spinndüse, der Spinntiter der Filamente sind für diese
Kühlbedingungen insbesondere maßgebend. Es hat sich gezeigt, daß auch hierin eine
Maßnahme zu sehen ist, durch die die Fadenbruchzahlen drastisch herabgesetzt werden
können und die Fadengleichmäßigkeit bedeutend verbessert werden kann.
[0035] Insbesondere bei hohen Spinngeschwindigkeiten und entsprechenden Abkühlbedingungen
ist die vom Faden transportierte Wärmemenge groß genug, um die auf den Faden aufgetragene
Flüssigkeitsmenge sehr schnell bis in den angegebenen Temperaturbereich zu erwärmen.
Dieser Temperaturbereich entspricht im wesentlichen dem Glasumwandlungspunkt erster
Ordnung der Polyester bzw. Polyamide. Es ist daher bei Anwendung solcher Spinn- und
Abkühlbedingungen möglich, das Wasser mit Raumtemperatur auf den Faden aufzutragen.
[0036] Eine weitere einschneidende Verbesserung der Fadenqualität insbesondere hinsichtlich
seiner Festigkeits- und Schrumpfeigenschaften wird dadurch erhalten, daß der Faden
hinter den Berührungsflächen noch einmal erwärmt wird, und zwar wird in einem bewährten
Ausführungsbeispiel das Förderwerk als beheizte Galette ausgebildet. Die Galettentemperatur
wird abhängig vom Polymer auf 80 bis 160°C eingeregelt. Für Polyester hat sich eine
Temperatur von ca. 140
°C ± 20
°C und für Polyamid von ca. 100°C ± 20
°C vorteilhaft herausgestellt.
[0037] Erfindungsgemäß wird das Fadenbündel weiterhin nach der Verstreckung und vorzugsweise
vor dem Galettenwerk mit einer üblichen Spinnpräparation versehen, die insbesondere
aus Wasser- Öl-Emulsionen besteht. Auch hierdurch wird die Sicherheit des Verfahrens
erhöht.
[0038] Es ist zwar durch die DE-PS 3 026 934 ein Verfahren zur Herstellung von gekräuselten
Fäden bekannt, bei dem die frischgesponnenen Filamente mit einer Oberflächentemperatur
von ca. 80
°C mit einer wässrigen Flüssigkeit benetzt und sodann über zwei Bremsstäbe mit wechselnder
Umschlingung gezogen werden. Bei diesem Verfahren sollen die Kräuselungen dadurch
hervorgerufen werden, daß die Filamente in der Spinnzone einseitig abgeschreckt werden.
Erfindungsgemäß soll jedoch keine Abschreckung der Filamente im Spinnschacht erfolgen.
Vielmehr sind normale, gleichmäßige Abkühlbedingungen vorgesehen, wobei eine Abschrekkung
dem nach der Erfindung wünschenswerten Ergebnis widerspräche, daß die Filamente auch
bei der Auftragung der Flüssigkeit noch eine ausreichende Wärmemenge transportieren.
Nach der DE-OS 3 026 934 ist ferner vorgesehen, daß die Flüssigkeit als sich axial
erstreckender, relativ dünner Film auf die nebeneinander laufenden Einzelfilamente
aufgetragen wird. Versuche zeigen, daß bei dieser Art des Flüssigkeitsauftrags nicht
die Möglichkeit besteht, die Einzelfilamente und das Fadenbündel mit einer Flüssigkeitsbeschichtung
zu versehen, die auf den nachfolgenden Bremsstiften zu einer hydrodynamischen Reibung
führen.
[0039] Schließlich werden nach der DE-OS 3 026 934 Fäden hergestellt, deren Restdehnung
nur bei gekräuselten Fäden für bestimmte Einsatzzwecke erträglich, für Glattgarne
jedoch völlig ungeeignet ist. Nach der DE-OS 3 026 934 wird indes versäumt, die Bremskräfte
durch hydrodynamischen Widerstand aufzubringen. Da die Bremskräfte durch mechanische
Reibung aufgebracht werden, sind die Bremskräfte starken Fluktuationen unterworfen.
Aus diesem Grunde sind nach der DE-OS 3 026 934 lediglich Fäden mit hoher Restdehnung
herzustellen. Wenn jedoch Fäden hergestellt werden sollen, die als Glattgarn Dehnungswerte
von weniger als 50 % haben und die daher zwischen dem Bremsstab und der Abzugsgalette
einer Fadenzugkraft von mehr als 0,5 cN/dtex unterworfen werden, ist die Anwendung
einer hydrodynamischen Bremsung nach dieser Erfindung unabdingbare Voraussetzung.
[0040] Der Erfindung liegt dagegen die neue und durch den Stand der Technik nicht vorgezeichnete
Erkenntnis zugrunde, daß durch Aufbau einer hydrodynamischen Spaltreibung in der Streckzone
Glattgarne hergestellt werden können, die den üblicherweise auf Streckzwirnmaschinen
hergestellten Glattgarnen in ihrer Qualität auch im Dauerbetrieb bei weitem überlegen
sind, bei denen das Auftreten von Flusen im Verhältnis 10 : 1 niedriger liegt als
bei vergleichbaren Garnen gleichen Titers und gleicher Filamentzahl, bei denen auch
die sog. Garn-Gleichmäßigkeit wesentlich verbessert ist und die darüber hinaus wegen
der geringeren Anlagekosten und der höheren Produktivität auch noch billiger sind.
Bemerkenswert ist auch, daß andererseits an den Bremsflächen kein Verschleiß auftritt
und selbst Schleifspuren nicht sichtbar werden.
[0041] Im folgenden wird die Erfindung anhand der zugehörigen Zeichnung beschrieben.
[0042] Mit 1 ist der Spinnkopf einer Extrusionsspinnanlage bezeichnet. Aus der Düsenplatte
2 tritt eine Vielzahl von Filamenten 3 aus, die durch Anblasung abgekühlt und im Kühlschacht
bzw. Fallschacht 4 zu einem Faden zusammengefaßt werden. Der Faden wird sodann in
eine geschlossene Box 5 geleitet. In der Box 5 befindet sich eine Düse 6, durch die
Wasser auf den Faden aufgetragen wird. Mit 8 ist eine Heizeinrichtung für das Wasser
angedeutet.
[0043] Die Wasserauftragsdüse 6 besitzt ähnlich wie nach DE-GM 7 605 571 eine sowohl in
Fadenlaufrichtung als auch quer dazu gekrümmte Fadenlaufrinne, in deren Grund ein
Wasserzufuhrkanal einmündet. Die Einmündung des Wasserzufuhrkanals liegt möglichst
nahe am Fadeneinlauf. Der Krümmungsradius der Krümmung in Fadenlaufrichtung beträgt
40 mm. Quer zum Faden beträgt der Krümmungsradius 10 mm. Durch diese Krümmung wird
erreicht, daß die Filamente zu einem Fadenbündel zusammengeschlossen sind, wenn sie
in den Bereich des einmündenden Wasserzufuhrkanals gelangen.
[0044] Hinter der Wasserauftragsdüse 6 wird der Faden über die drei parallelen, zylindrischen
Bremsflächen 9, 10, 11 geführt. Durch die als Umlenkfläche dienende Bremsfläche 11
wird der Faden zwischen den Bremsflächen 9, 10 im Zickzack geführt.
[0045] Da die Bremsfläche 11 senkrecht zum Fadenlauf bewegbar ist, kann sie in die gemeinsame
Tagentialebene der Bremsflächen 9 unterschiedlich tief eintauchen. Hierdurch kann
der Umschlingungswinkel und damit die Berührlänge an jeder Bremsfläche 9 bis 11 in
gewünschter Weise eingestellt werden. Die Bremsflächen haben einen Krümmungsradius
von 10 mm.
[0046] Dabei sei bemerkt, daß der Umschlingungswinkel aus Gründen des Wasserhaushaltes des
laufenden Fadens nicht so groß werden sollte, daß der Faden um wesentlich mehr als
60° aus seiner senkrechten Laufrichtung abgelenkt wird. Dadurch, daß die Bremsflächen
senkrecht untereinander angeordnet sind und auch die Umlenkflächen nur mit einem vorgegebenen
Winkel aus dem senkrechten Fadenweg versetzt sind, wird erreicht, daß abspritzendes
und abtropfendes Wasser den Faden bzw. den Brems- bzw. Umlenkflächen wieder zugeführt
wird. Wo eine Verlängerung der Gesamtlänge der Bremsflächen durch Vergrößerung des
Umschlingungswinkels aus dem genannten Grunde bzw. auch aus geometrischen Gründen
nicht mehr möglich oder wünschenswert ist, können zur Verlängerung der Bremsflächen
eine oder mehrere weitere Bremsflächen angefügt werden.
[0047] Die Box 5 besitzt einen Auslaß 18, durch welchen die ablaufende Flüssigkeit gesammelt
und eventuell dem Prozeß wieder zugeführt werden kann. Der von den Berührungsflächen
kommende Faden erhält durch Auftragsrolle 16 sein Spinn-Finish, als Präparation, bevor
er von der beheizten Galette 7 abgezogen wird.
[0048] Der Auftrag des Spinn-Finish kann auch innerhalb der Box 5 und z. B. durch eine Auftragsdüse
erfolgen, die im wesentlichen der Wasserauftragsdüse 6 entspricht.
[0049] Es sei ferner bemerkt, daß der Auftrag des Spinn-Finish auch hinter der Galette 7
erfolgen kann. Dies hat den Vorteil, daß der Faden auf der Galette ruhiger läuft und
die Oberfläche - insbesondere bei Temperaturen über 100
°C - durch Rückstände weniger verschmutzt wird. Dadurch wird das Verfahren "sicherer"
und die Gleichmäßigkeit des Fadens noch verbessert.
[0050] Anschließend wird der Faden aufgespult. Die Spulspindel ist mit 13, die Spule mit
14, die Changiereinrichtung mit 12 und der Eingangsfadenführer, von dem aus der Faden
zur Changiereinrichtung läuft, mit 15 bezeichnet. 17 deutet eine sogenannte Tangledüse
an, durch die die Einzelfilamente in einzelnen Knoten miteinander verflochten werden.
Dies hat sich zur Erzielung von guten Spulen und zur Verbesserung der Weiterverarbeitung
des Multifilamentfadens, der bei der Ausführung dieser Erfindung keine Zwirnung besitzen
sollte, als zweckmäßig erwiesen. Die Aufspulung kann durch eine andere Art der Fadenspeicherung,
insbesondere durch die Ablage in Kannen ersetzt werden. Zwischen der Galette und der
Speicherung können weitere Einrichtungen zur Modifizierung des Fadens angeordnet sein
wie z. B. eine Spinnfaserschneideinrichtung. Ebenso ist es möglich, das hergestellte
Glattgarn vor der Speicherung noch einer Texturierung zu unterwerfen, z. B. durch
Heißdampf-Kräuseln der Filamente. Das hergestellte Glattgarn ist indes auch ohne derartige
eingeschaltete Zwischenstufen wie ein "Streckzwirngarn" gebrauchsfertig.
[0051] So wird ein Polyesterfaden 90f30 ersponnen, wobei die Galette 19 eine Abzugsgeschwindigkeit
von 4000 m/min hat. Der Faden wird zunächst im Kühlschacht und Fallschacht 4 bis auf
ca. 90
°C abgekühlt. Der Wasserauftragsdüse 6 wird Wasser zugeführt, das auf 80
°C erhitzt ist. Die Wassermenge ist so eingestellt, daß die natürliche Wasseraufnahmefähigkeit
des Fadens überschritten wird. Die strömende Wassermenge beträgt 30 % des Fadengewichtes.
[0052] Die Bremsflächen 9, 10 werden durch Einstellung der Eintauchtiefe der Umlenkfläche
11 mit einem Umschlingungswinkel von 35
°, die Umlenkfläche 11 mit einem Umschlingungswinkel von 70
° überfahren. Hierdurch wird die gesamte Überlauflänge zwischen Faden und Bremsflächen
auf ca. 25 mm eingestellt.
[0053] Durch Verstellung der Eintauchtiefe kann diese Länge beeinflußt werden.
[0054] Die anschließende Galette 19 war mit 120
°C beheizt. Es wurde zuvor durch Rolle 16 ein übliches Spinn-Finish aufgetragen. Die
Aufwickeleinrichtung wurde so betrieben, daß eine Spule mit stufenweiser Präzisionswicklung
entstand. Bei der Präzisionswicklung wird die Changiergeschwindigkeit proportional
mit der Spindeldrehzahl vermindert. Die Spindeldrehzahl vermindert sich, weil die
Spule mit konstanter Oberflächengeschwindigkeit angetrieben wird. Bei einer Stufenpräzisionswicklung
wird jedoch die Changiergeschwindigkeit von Zeit zu Zeit wieder im wesentlichen auf
ihren Ausgangswert erhöht. Es zeigt sich dabei als besonders vorteilhaft, daß diese
Erhöhung der Changiergeschwindigkeit einen kaum meßbaren Einfluß auf die Fadenspannung
im Changierdreieck hatte. Wurde dagegen die Beheizung der Galette 19 abgeschaltet,
traten sehr starke Fadenspannungsschwankungen bei Erhöhung der Changiergeschwindigkeit
auf. Die Beheizung der Galette erweist sich damit als ausgezeichnetes Mittel, Spulen
mit gleichmäßiger Fadenspannung und Härte aufzubauen und die durch das erfindungsgemäße
Verfahren erzielten, hervorragenden Eigenschaften des Fadens auch beim Aufspulen und
auf der Spule zu erhalten.
Beispiel 1
[0055] In einem Kühl- und Fallschacht 4 wurden 6 Polyesterfäden mit je 24 Filamenten (Kapillaren)
gesponnen und bis auf ca. 90
°C abgekühlt. Nebeneinander wurden die 6 Fäden zu der Sechsfach-Wasserauftragsdüse
6 geführt, wo jedem Faden 11,5 ml/min Wasser von 20
°C zugeführt wurden.
[0056] Nebeneinander überliefen die 6 Fäden sodann die Brems- und Umlenkflächen mit Umschlingungswinkeln
an den Bremsflächen 9 und 10 von 35
° und an der Umlenkfläche 11 von 70
°. Durch Veränderung der Eintauchtiefe der Umlenkfläche 11 wurde eine Streckspannung
von 90 cN pro Faden eingestellt und die Fäden durch Galette 7 mit einer Geschwindigkeit
von 4507 m/min abgezogen. Die Galette 7 wies eine Temperatur von 145
°C auf; jeder Faden umschlang Galette und Beilaufrolle 8mal.
[0057] Die Rolle 16 war nach der Galette 7 angeordnet, durch sie wurde ein übliches Spinn-Finish
auf die Fäden aufgetragen; danach wurden die Filamente jedes Faden in der Tangledüse
17 verwirbelt und miteinander verflochten.
[0058] Mit einer Aufspulgeschwindigkeit von 4463 m/min wurden schließlich die 6 Fäden getrennt
aufgewickelt.
[0059] Die gewonnenen Polyesterfäden 76f24 hatten eine Festigkeit von 40 cN/tex, eine Dehnung
von 22,5 %, Kochschrumpf 5,6 % und Uster (normal) 0,9 %. Sie wiesen 21 Verwirbelungspunkte
pro Meter und eine Fettauflage von 0,72 % auf.
Beispiel 2
[0060] In einem Kühl- und Fallschacht 4 wurden 4 Polyamid-6-Fäden mit je 10 Kapillaren (Filamenten)
unter ähnlichen Bedingungen wie die Polyesterfäden in Beispiel 1 ersponnen. Der Wasserauftrag
in Düse 6 betrug 5,8 ml Wasser von 20
°C pro Faden, die mittels Eintauchtiefe der Umlenkfläche 11 eingestellte Streckspannung
56 cN/Faden.
[0061] Die Galette 7 hatte eine Temperatur von 100
°C und zog die Fäden mit einer Geschwindigkeit von 3917 m/min ab, wobei jeder Faden
Galette und Beilaufrolle IImal umschlang. Die Aufspulung erfolgte mit einer Geschwindigkeit
von 3799 m/min.
[0062] Die erhaltenen Fäden 44f10 hatten eine Festigkeit von 45 cN/tex, eine Dehnung von
40 %, Kochschrumpf 14,0 % und Uster (normal) 0,8 %. Sie wiesen 19 Verwirbelungspunkte
pro Meter und 0,78 % Fettauflage auf.
1. Verfahren zum Herstellen von Glattgarn aus Polyester, insbesondere Polyäthylenterephthalat,
oder aus Polyamid, bei welchem eine Vielzahl von Filamenten kontinuierlich aufeinanderfolgend
gesponnen, als Faden zusammengefaßt und durch ein Galettenwerk verstreckt wird und
bei dem die Streckkraft zum Verstrecken durch Flüssigkeitsreibung sowie durch Umschlingung
mindestens einer feststehenden, in Fadenlaufrichtung gekrümmten Bremsfläche ausgeübt
wird, dadurch aekennzeichnet. daß die aus der Spinnzone anlaufenden Filamente als
paralleles Fadenbündel zusammengefaßt durch ein Flüssigkeitsband geführt werden, welches
auf eine Oberfläche in dosierter Menge aufgetragen wird und sich in Fadenlaufrichtung
erstreckt, daß die dosiert zugeführte Flüssigkeitsmenge pro Zeiteinheit mehr als 20
% der geförderten Fadenmenge pro Zeiteinheit entspricht, und daß die innere Aufnahmefähigkeit
des Fadenbündels für die Flüssigkeit überschritten, das Fadenbündel durchtränkt und
die Außenoberfläche des Fadenbündels mit einem Flüssigkeitsmantel umgeben wird, daß
das Fadenbündel in diesem durchtränkten Zustand mit einer Mindestgeschwindigkeit von
1000 m/min über mehrere gekrümmte, im Fadenlauf einander mit wechselnder Krümmungsrichtung
folgende Bremsflächen geführt und von dem Galettenwerk mit einer Geschwindigkeit von
mehr als 3500 m/min abgezogen wird, daß die Gesamtlänge der Bremsflächen und die Fadengeschwindigkeit
derart aufeinander eingestellt werden, daß das Fadenbündel durch das Galettenwerk
einer zur plastischen Verstreckung ausreichenden Fadenzugkraft unterworfen wird und
daß das Fadenbündel vor oder hinter dem Galettenwerk mit einer Präparation versehen
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. daß die Flüssigkeitsmenge 25
bis 35 % der Fadenmenge entspricht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch aekennzeichnet. daß die Flüssigkeit auf
mehr als 50°C, vorzugsweise auf 70°C bis 90°C erhitzt ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch aekennzeichnet. daß die Gesamtlänge
der Bremsflächen und die Fadengeschwindigkeit derart aufeinander eingestellt werden,
daß der Faden durch das Galettenwerk einer Fadenzugkraft zwischen 0,5 und 2 cN/dtex,
vorzugsweise zwischen 0,7 und 1,5 cN/dtex unterworfen wird.
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch aekennzeichnet, daß
die Länge der Spinnzone und die Kühlung in der Spinnzone sowie der Abstand der das
Flüssigkeitsband führenden Oberfläche von der Spinndüse sowie Abzugsgeschwindigkeit
und Titer der Filamente derart abgestimmt werden, daß die Filamente bei Einlauf in
das Flüssigkeitsband eine Temperatur im Bereich der Glasumwandlungstemperatur haben.
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet. daß
der Flüssigkeitsauftrag sowie das anschließende Führen über Bremsflächen in einem
eng begrenzten, mit Flüssigkeitsnebel gefüllten Raum erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch aekennzeichnet. daß
der Flüssigkeitsauftrag auf einer stillstehenden, vom Faden überlaufenden Oberfläche
erfolgt, auf welcher Oberfläche der Flüssigkeitsstrom durch eine im Fadenlauf gelegene
Düsenöffnung austritt und zu dem Flüssigkeitsband ausgezogen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch aekennzeichnet. daß die Düsenöffnung in einer
vom Faden durchlaufenen Laufrille angeordnet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch aekennzeichnet. daß der Flüssigkeitsauftrag
mittels einer langsam rotierenden Walze erfolgt, auf deren Außenumfang das Flüssigkeitsband
in einer sich üoer den Umfang erstreckenden, axial eng begrenzten Zone, die als Fadenlaufrille
ausgebildet oder durch seitlich begrenzende, flüssigkeitsabstoßende Zonen gebildet
wird, aufgetragen wird.
10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch aekennzeichnet. daß
die Viskosität der Flüssigkeit kleiner oder gleich der Viskosität von Wasser ist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch ge-kennzeichnet, daß der Hauptbestandteil der Flüssigkeit Wasser ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch aekennzeichnet. daß die Flüssigkeit Wasser
mit Beimengungen, insbesondere Ölbeimengungen von weniger als 5 %, vorzugsweise weniger
als 1 Gewichtsprozent, enthält.
13. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch aekennzeichnet. daß
der Flüssigkeit ein Netzmittel zugesetzt ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch aekennzeichnet. daß die Flüssigkeit Wasser
mit einem Netzmittelanteil von weniger als 1 Gewichtsprozent, vorzugsweise weniger
als 0,5 Gewichtsprozent ist.
15. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch aekennzeichnet, daß
die Umschlingung der einzelnen Bremsflächen einstellbar ist und zwar vorzugsweise
zwischen 15° und 120° einstellbar ist.
16. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bremsflächen untereinander angeordnet sind und daß der Fadenlauf zwischen den
Bremsflächen abwärts gerichtet ist und weniger als 70°, insbesondere weniger als 60° von der Vertikalen abweicht.
17. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
im Fadenlauf hintereinander mindestens drei mit wechselnder Richtung gekrümmte Bremsflächen
aufeinanderfolgen.
18. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Faden nach dem Lauf über die Bremsfläche durch Beheizung des den Bremsflächen
nachgeordneten Galettenwerks erhitzt wird, vorzugsweise bei einer Berührungstemperatur
von 100°C f 20°C für Polyamid und 140°C ± 20°C für Polyester.
19. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß
die Umfangsgeschwindigkeit des Galettenwerks mehr als 4000 m/min beträgt.
20. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß
die Präparationsflüssigkeit hinter dem Galettenwerk aufgetragen wird.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch aekennzeichnet. daß die Präparationsflüssigkeit
zwischen der letzten Bremsfläche und dem nachfolgenden Galettenwerk aufgetragen wird.
22. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der erzielte Filamenttiter kleiner als 5,5 dtex ist.
23. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch aekennzeichnet. daß
der erzielte Fadentiter kleiner als 360 dtex ist.
1. Process for the production of non-textured yam from polyester, particularly polyethylene
terephthalate, or from polyamide, in which a plurality of filaments are continuously
successively spun, are combined into thread form and stretched by a godet and in which
the stretching force for drawing purposes is exerted by liquid friction and by looping
at least one fixed breaking surface curved in the thread movement direction, characterized
in that the filaments passing out of the spinning zone combined in the form of parallel
thread bundles are passed through a liquid band, which is applied in dosed quantity
to a surface and extends in the thread movement direction, that the liquid quantity
supplied in dosed manner per unit of time corresponds to more than 20% of the supplied
thread quantity per unit of time and that the internal absorptivity of the thread
bundle for the liquid is exceeded, the thread bundle is soaked and the outer surface
of the thread bundle is surrounded by a liquid envelope, that the thread bundle in
this soaked state is lead at a minimum speed of 1000 m/min over several, curved breaking
surfaces following one another in the thread path with alternativing curvature directions
and is removed from the godet at a speed of more than 3500 m/min, that the total length
of the breaking surfaces and the thread speed are so adjusted to one another that
the thread bundles is exposed by the godet to an adequate thread tension for bringing
about plastic drawing and that the thread bundle is provided with a preparation upstream
or downstream of the godet.
2. Process according to claim 1, characterized in that the liquid quantity corresponds
to 25 to 35% of the thread quantity.
3. Process according to claims 1 or 2, characterized in that the liquid is heated
to above 50°C, preferably to between 70 and 90°C.
4. Process according to claims 1, 2 or 3, characterized in that the total length of
the breaking surfaces and the thread speed so matched to one another that the godet
subjects the thread to a thread tension between 0.5 and 2 cN/dtex, preferably between
0.7 and 1.5 cN/dtex.
5. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the length
of the spinning zone and the cooling in the latter, as well as the distance between
the surface guiding the liquid band to the spinneret, as well as the removal speed
and the titre of the filaments are matched to one another in such a way that, on entering
the liquid band, the filaments have a temperature in the vicinity of the glass transition
temperature.
6. Process according to one of the preceding claims, characterized in that liquid
application and the subsequent guidance over the breaking surfaces takes place in
a closely defined space filled with liquid mist.
7. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the liquid
application takes place on a stationary surface over which runs the thread and on
said surface the liquid flow passes out through a spinneret opening located in the
thread run and is drawn out to the liquid band.
8. Process according to claim 7, characterized in that the spinneret opening is located
in a groove through which the thread passes.
9. Process according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the liquid
application takes place by means of a slowly rotating roller, to whose outer circumference
the liquid band is applied in an axially defined zone extending over the circumference
and in the form of a thread groove or is formed by laterally bounding, liquid-repelling
zones.
10. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the viscosity
of the liquid is equal to or below the viscosity of water.
11. Process according to claim 10, characterized in that the main constituent of the
liquid is water.
12. Process according to claim 11, characterized in that the liquid contains water
with admixtures, particularly oil admixtures of less than 5% and preferably less than
1% by weight.
13. Process according to one of the preceding claims, characterized in that a wetting
agent is added to the liquid.
14. Process according to claim 13, characterized in that the liquid is water with
a wetting agent proportion of less than 1% by weight and preferably less than 0.5%
by weight.
15. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the looping
of the individual breaking surfaces is adjustable, preferably between 15 and 120°.
16. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the breaking
surfaces are superimposed and that the thread path passes between the breaking surface
in the downward direction and differs by less than 70° and particularly less than 60° from the vertical.
17. Process according to one of the preceding claims, characterized in that in the
thread run preferably at least three curved breaking surfaces succeed one another
in alternating directions.
18. Process according to one of the preceding claims, characterized in that, after
passing over the breaking surface, the thread is heated by heating the godet following
the breaking surfaces, preferably at a contact temperature of 100 ± 20°C for polyamide and 140 ± 20°C for polyester.
19. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the circumferential
speed of the godet is more than 4000 m/min.
20. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the preparation
liquid is applied behind the godet.
21. Process according to one of the claims 1 to 19, characterized in that the preparation
liquid is applied between the last breaking surface and the following godet.
22. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the filament
titre obtained is smaller than 5.5 dtex.
23. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the thread
titre obtained is smaller than 360 dtex.
1. Procédé de fabrication de fils lisses en polyester, notamment en polyéthylène téréphtalate,
ou en polyamide, selon lequel plusieurs filaments sont, successivement et de manière
continue, filés, réunis sous forme de fils et étirés à l'aide d'un mécanisme à galette,
l'effort permettant d'obtenir l'étirage étant obtenu par frottement visqueux, ainsi
que par enroulement sur au moins une surface fixe de freinage qui est incurvée suivant
la direction de passage du fil, caractérisé en ce qu'on guide les filaments provenant
de la zone de filage, réunis sous la forme d'un faisceau parallèle formant un fil,
à l'aide d'un filet de liquide qui est appliqué sur une surface en une quantité dosée
et qui s'étend suivant la direction de passage du fil, en ce que la quantité amenée
de liquide dosé par une unité de temps correspond à plus de 20% de la quantité de
fil qu'on fait avancer par unité de temps, en ce qu'on dépasse la capacité de rétention
intérieure de liquide du faisceau formant un fil, on imprègne ce faisceau et on entoure
d'une enveloppe de liquide la surface extérieure de ce faisceau, en ce que, dans cet
état imprégné et à une vitesse minimale de 1000 m/mn, on guide ce faisceau sur plusieurs
surfaces de freinage, incurvées et se suivant sur le trajet du fil avec une alternance
du sens de courbure, ce faisceau étant tiré par le mécanisme à galette à une vitesse
supérieure à 3500 m/mn, en ce qu'on règle entre elles la longueur totale des surfaces
de freinage et la vitesse du fil de façon que le faisceau formant un fil soit soumis
de la part du mécanisme à galette à une force de traction suffisante pour l'étirage
plastique et en ce que, avant ou après le mécanisme à galette, on munit ce faisceau
d'une préparation.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la quantité de liquide
correspond à 25 à 35% de la quantité du fil.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on élève la température
du liquide à une valeur supérieure à 50°C, de préférence à une valeur de 70°C à 90°C.
4. Procédé suivant la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce qu'on règle entre
elles la longueur totale des surfaces de freinage et la vitesse du fil de façon que
le fil soit soumis de la part du mécanisme à galette à une force de traction comprise
entre 0,5 et 2 cN/dtex, de préférence entre 0,7 et 1,5 cN/dtex.
5. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on accorde
la longueur de la zone de filage et le refroidissement dans cette dernière, ainsi
que la distance séparant de la filière de filage la surface guidant le filet de liquide
et la vitesse de traction et le titre des filaments de façon que, lorsqu'ils entrent
dans le filet de liquide, ces filaments aient une température se trouvant dans le
domaine de la température de vitrification.
6. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'application
de liquide, ainsi que le guidage sur des surfaces de freinage qui la suit ont lieu
dans un espace étroitement délimité et rempli d'un brouillard de liquide.
7. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'application
de liquide s'effectue sur une surface fixe sur laquelle le fil passe, surface sur
laquelle le courant de liquide sort par un orifice d'ajutage placé sur le trajet du
fil et s'étire en formant le filet de liquide.
8. Procédé suivant la revendication 7, caractérisé en ce que l'orifice d'ajutage est
disposé dans une rainure de passage dans laquelle le fil passe.
9. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'application
de liquide s'effectue à l'aide d'un cylindre, tournant lentement, sur la surface périphérique
extérieure duquel le filet de liquide est appliqué dans une zone, s'étendant sur la
surface périphérique et étroitement limitée dans le sens axial, qui est réalisée sous
la forme d'une rainure de passage de fil ou est formée par des zones, limitées latéralement,
qui repoussent le liquide.
10. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la
viscosité du liquide est inférieure ou égale à la viscosité de l'eau.
11. Procédé suivant la revendication 10, caractérisé en ce que l'eau est le constituant
principal du liquide.
12. Procédé suivant la revendication 11, caractérisé en ce que le liquide contient
de l'eau des additifs, notamment des additions d'huile de moins de 5%, de préférence
de moins de 1% en poids.
13. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un
agent mouillant est ajouté au liquide.
14. Procédé suivant la revendication 13, caractérisé en ce que le liquide est de l'eau
comportant une proportion d'agent mouillant de moins de 1% en poids, de préférence
de moins de 0,5% en poids.
15. Procédé suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en
ce que l'enroulement sur les différentes surfaces de freinage est réglable, et ceci
de préférence entre 15° et 120°.
16. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les
surfaces de freinage sont disposées l'une au-dessous de l'autre et en ce que, entre
ces surfaces de freinage, le trajet du fil est orienté vers le bas et s'écarte de
la verticale de moins de 70°, notamment de moins de 60°.
17. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au
moins trois surfaces de freinage incurvées avec une alternance du sens de courbure
se succèdent l'une derrière l'autre sur le trajet du fil.
18. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'après
son passage sur les surfaces de freinage, la température du fil est élevée par chauffage
du mécanisme à galette disposé en aval des surfaces de freinage, de préférence à une
température de contact de 100°C±20°C pour un polyamide et de 140°Ct20°C pour un polyester.
19. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la
vitesse périphérique du mécanisme à galette est supérieure à 4000 m/mn.
20. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le
liquide de préparation est appliqué en aval du mécanisme à galette.
21. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que le liquide
de préparation est appliqué entre la dernière surface de freinage et le mécanisme
à galette disposé en aval.
22. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le
titre obtenu pour les filaments est inférieur à 5,5 dtex.
23. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le
titre obtenu pour le fil est inférieur à 360 dtex.