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EP 0 177 844 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.1989 Patentblatt 1989/37 |
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Anmeldetag: 26.09.1985 |
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Einrichtung zur Befestigung eines Gummituches an einem Gummituchzylinder
Device for attaching a rubber sheet to a rubber cylinder
Dispositif de fixation d'un blanchet sur un cylindre de blanchet
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
11.10.1984 DE 3437309
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.04.1986 Patentblatt 1986/16 |
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Patentinhaber: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Fischer, Hermann
D-8900 Augsburg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 124 051 US-A- 2 480 373
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FR-A- 1 467 978
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Befestigung der mit je einer Versteifungsleiste
versehenen Vorder- und Hinterkante eines Gummituchs an einem Gummituchzylinder einer
Rotationsdruckmaschine, der eine Spannmittel aufnehmende, von außen durch einen schmalen
Zylinderschlitz zugängliche Grube aufweist.
[0002] Bei einer derartigen aus der DE-AS-1 124 051 bekannten Einrichtung laufen die Versteifungsleisten
über die gesamte Breite des Gummituchs durch. Der Zylinderschlitz muß dabei breit
genug sein, um ein Einführen der Verstärkungsleiste des hinteren Gummituchendes bei
bereits eingeführtem vorderen Ende des Gummituchs zu ermöglichen. Er muß also mindestens
eine Breite haben, die die Dicke des Gummituches plus der Dicke einer Verstärkungsleiste
übersteigt. Bei aufgespanntem Gummituch bleibt infolgedessen zwischen den beiden am
Zylinderschlitz anliegenden Gummituchabschnitten ein Spalt offen. Im Betrieb der Rotationsdruckmaschine
fällt bei Anlauf des Zylinderschlitzes an den anderen Zylinder die Andruckkraft zwischen
den beiden Zylindern schlagartig ab und steigt nach Durchlauf des Zylinderschlitzes
wieder schlagartig an. Hierdurch werden den Druckvorgang negativ beeinflussende Schwingungen
der Zylinder erregt. Dies gilt in besonderem Maße, wenn der andere Zylinder ebenfalls
einen Zylinderschlitz aufweist. Dies ist beispielsweise bei zwei zusammenwirkenden
Gummituchzylindern einer Offset-Schön- und Widerdruckmaschine der Fall.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs genannten
Gattung in einfacher Weise durch Maßnahmen an vorhandenen Teilen so weiterzubilden,
daß ein Zusammenfallen der zusammenwirkenden Zylinder und damit kurzzeitige, starke
Änderungen der Andruckkraft zwischen diesen Zylindern vermieden werden.
[0004] Diese Aufgabe wird durch Anwendung der im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen
Maßnahmen gelöst.
[0005] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.
[0006] Auf dieser zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Zylinder eines Schön- und Widerdruckwerkes,
Fig. 2 ein erfindungsgemäß ausgestaltetes Gummituch,
Fig. 3 einen erfindungsgemäßen Gummituchzylinder in einer Ansicht und
Fig. 4 einen Schnitt durch ein Gummituch.
[0007] Das in Fig. 1 schematisch dargestellte Offsetdruckwerk für Schön- und Widerdruck
umfaßt zwei Gummituchzylinder 1, 2 und zwei Plattenzylinder 3, 4. Zwischen den Gummituchzylindern
1, 2 wird eine Bahn 5 beidseitig mit je einer Farbe bedruckt. Jeder der beiden Gummituchzylinder
1, 2 weist eine Grube 6, 7 auf, die an sich bekannte Spannmittel aufnimmt, mit denen
je ein Gummituch aufgespannt werden kann. Die Plattenzylinder 3, 4 weisen ebenfalls
Gruben 8, 9 zur Spannung der Platten auf.
[0008] Wie Fig. 3 erkennen läßt, weist der Gummituchzylinder 1 einen insgesamt mit 10 bezeichneten
schmalen Zylinderschlitz auf, der den Zugang zu der die Spannmittel aufnehmenden Grube
6 ermöglicht. Der Zylinderschlitz 10 weist einen breiteren Mittelbereich 11 und an
beiden Enden je einen schmäleren Randbereich 12 bzw. 13 auf. Der Zylinderschlitz 10
ist in Fig. 3 aus Gründen der besseren Erkennbarkeit vergrößert dargestellt. Auf den
Gummituchzylinder 1 wird ein Gummituch 14 aufgespannt, dessen Vorder- und Hinterkante
je eine Versteifungsleiste 15, 16 trägt. Dabei ist die Länge jeder Versteifungsleiste
15, 16 kürzer als die Breite des Gummituches bemessen. Zweckmäßig sind die Abstände
vom Ende der Versteifungsleisten 15, 16 zur zugeordneten Seitenkante 17 bzw. 18 des
Gummituches 14 gleich groß gewählt. An die beiden Enden der Versteifungsleisten 15
bzw. 16 schließen sich je ein abgeschrägter Abschnitt 19, 20 bzw. 21, 22 des Gummituches
14 an, die zu den Seitenkanten 17, 18 überleiten. Alternativ kann jedoch auch die
Versteifungsleiste der Vorderkante über die gesamte Breite des Gummituches durchlaufend
und lediglich die Versteifungsleiste der Hinterkante verkürzt ausgebildet sein. Als
Vorderkante ist dabei die Kante des Gummituchs zu verstehen, die als erste in die
Grube eingeführt wird. Dementsprechend ist die Hinterkante die Kante, die erst nach
dem Einbringen der Vorderkante in die Grube eingeführt wird.
[0009] Umfaßt das Gummituch 14 eine Textilgeflechtschicht 23 und eine farbübertragende Deckschicht
24, so bestehen zweckmäßig seine im aufgespannten Zustand innerhalb des Zylinderschlitzes
10 und der Grube 6 befindlichen Endabschnitte 25, 26 lediglich aus der Textilgeflechtschicht
23. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, die Breite des Zylinderschlitzes 10 weiter
zu vermindern.
[0010] Die beiden Randbereiche 12, 13 des Zylinderschlitzes 10 sind so bemessen, daß ihre
Breite etwa gleich der doppelten Dicke des Gummituches 14 bemessen ist. Bei aufgespanntem
Gummituch sind daher die Randbereiche 12, 13 durch das Gummituch ausgefüllt. Der Mittelbereich
11 des Zylinderschlitzes 10 ist dagegen so breit bemessen, daß zusätzlich zu einer
Lage des Gummituches nach die hintere Versteifungsleiste 16 in die Zylindergrube eingeführt
werden kann. Bei einer Gummituchdicke von 1,9 mm und einer Dicke der Versteifungsleiste
von etwa 1 mm kann der Zylinderschlitz in den Randbereichen 12, 13 eine Breite von
3,8 bis 4 mm haben, während der mittlere Bereich 11 etwa 5 bis 6 mm breit ist. Insbesondere
bei steifen Gummitüchern und kleinen Übergangsradien zwischen dem Zylinderschlitz
und der Zylindermantelfläche kann der Zylinderschlitz auch um 1 bis 2 mm breiter ausgeführt
sein. Bei Verwendung eines Gummituches, dessen Endabschnitte 25, 26 lediglich aus
der Textilgeflechtschicht 23 bestehen, können die vorgenannten Breiten des Zylinderschlitzes
10 nochmals um das Maß der Dicke der Deckschicht 24 vermindert werden. Die Länge des
Mittelbereiches 11 entspricht der Länge der Versteifungsleiste 16. Zwischen dem Mittelbereich
11 und den Randbereichen 12, 13 kann, wie in Fig. 3 dargestellt, ein schräger Übergang
vorgesehen sein.
[0011] Der Gummituchzylinder 2 kann in gleicher Weise ausgebildet sein wie der Gummituchzylinder
1.
[0012] Rollen im Betrieb die Gummituchzylinder 1, 2 aufeinander ab, so wird die Kraft, mit
der die beiden Zylinder gegeneinander angestellt sind, ganz oder, falls die Zylinder
mit Schmitzringen versehen sind, doch zu einem wesentlichen Teil über die Gummitücher
übertragen. Laufen die Zylinderschlitze 10 der beiden Gruben 6, 7 zusammen, so kann
die Andruckkraft weiterhin in den Randbereichen 12, 13 der Zylinderschlitze 10 von
den Gummitüchern übertragen werden, da diese die Randbereiche 12, 13 zumindest weitgehend
ausfüllen. Dadurch werden in den Randbereichen 12, 13 ein Ineinanderfallen der Zylinder
und eine hieraus resultierende Schwingungserregung vermieden. Dies wirkt sich bei
entsprechender Zylindersteifigkeit über die gesamte Zylinderbreite aus. Hinzu kommt,
daß an den Übergangsstellen zwischen den beiden Randbereichen 12, 13 und dem Mittelbereich
11 ein Kraftaufbau nach Durchlauf des Zylinderschlitzes 10 nur allmählich und nicht
schlagartig stattfindet. Auch diese Erscheinung wirkt der Schwingungserregung entgegen.
[0013] Die angestrebte Wirkung kann weiterhin noch dadurch verbessert werden, daß die Randbereiche
12, 13 infolge schräger Anordnung der Mittellängsachse B-B des Zylinderschlitzes 10
gegenüber der Mittellängsachse A-A des Zylinders 1 gegeneinander versetzt sind. Hierdurch
wirkt sich zum einen ein etwaiger schmaler Spalt in den Randbereichen nicht gleichzeitig
auf beiden Seiten aus. Zum anderen verläuft auch der breitere Mittelbereich des Zylinderschlitzes
10 leicht schräg, so daß auch hierdurch ein zeitlicher Versatz des Kraftaufbaues über
die gesamte Breite des Zylinders erfolgt.
1. Einrichtung zur Befestigung der mit je einer Versteifungsleiste versehenen Vorder-
und Hinterkante eines Gummituches (14) an einem Gummituchzylinder (1) einer Rotationsdruckmaschine,
der eine Spannmittel aufnehmende, von außen durch einen schmalen Zylinderschlitz zugängliche
Grube (6) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest die Versteifungsleiste (15) an der Hinterkante kürzer als die Breite des
Gummituches (14) bemessen ist, die Kante des Gummituches (14) - ausgehend von den
Enden der Versteifungsleiste (15) - abgeschrägte Abschnitte (19, 20) aufweist, und
die Breite des Zylinderschlitzes (10) in den die abgeschrägten Abschnitte aufnehmenden
Randbereichen (12, 13) kleiner als in dem die Verstärkungsleiste (15) aufnehmenden
Mittelbereich (11) bemessen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Randbereiche
(12, 13) des Zylinderschlitzes (10) etwa gleich der doppelten Dicke des Gummituches
(14) bemessen ist.
3. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Zylinderschlitz (10) eine unter einem kleinen Winkel schräg zur Mittellängsachse
(A-A) des Gummituchzylinders (1) verlaufende Mittellängslinie (B-B) aufweist.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Gummituch, das eine
Textilgeflechtschicht und eine farbübertragende Deckschicht umfaßt, dadurch gekennzeichnet,
daß die in aufgespanntem Zustand des Gummituches (14) innerhalb des Zylinderschlitzes
(10) und der Grube (6) befindlichen Abschnitte (25, 26) lediglich aus der Textilgeflechtschicht
(23) bestehen.
1. Device for securing the front and rear edge, each provided with a reinforcement
strip, of a rubber blanket (14) on a blanket cylinder (1) of a rotary printing machine,
which has a groove (6) housing clamping means and is accessible from the outside through
a narrow cylinder slot, characterised in that at least the reinforcement strip (15)
on the rear edge is dimensioned to be shorter than the width of the blanket (14),
the edge of the blanket (14) - proceeding from the ends of the reinforcement strip
(15) - has inclined sections (19, 20), and the width of the cylinder slot (10) in
the edge areas (12, 13) receiving the inclined sections is dimensioned to be smaller
than in the middle area (11) receiving the reinforcement strip (15).
2. Device according to claim 1, characterised in that the width of the edge areas
(12, 13) of the cylinder slot (10) is dimensioned to be approximately equal to twice
the thickness of the blanket (14).
3. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the cylinder
slot (10) has a central longitudinal line (B-B) extending at a small oblique angle
to the central longitudinal axis (A-A) of the blanket cylinder (1).
4. Device according to one of the preceding claims with a blanket which incorporates
a textile mesh layer and an ink-transferring covering layer, characterised in that
the sections (25, 26) located in the clamped state of the blanket (14) inside the
cylinder slot (10) and the groove (6) are only composed of the textile mesh layer
(23).
1. Dispositif de fixation du bord avant et du bord arrière, pourvus chacun d'un ruban
de renforcement, d'un blanchet (14) sur un cylindre porteblanchet (1) d'une machine
d'impression rotative, qui comporte une cavité (6) accessible de l'extérieur au travers
d'une fente étroite du cylindre et recevant un moyen de blocage, caractérisé en ce
qu'au moins le ruban de renforcement (15) prévu sur le bord arrière est pourvu d'une
dimension plus courte que la largeur du blanchet (14), le bord du blanchet (14) -
à partir des extrémités du ruban de renforcement (15) - comporte des parties biseautées
(19, 20) et la largeur de la fente de cylindre (10) est plus petite dans les zones
marginales (12, 13), recevant les parties biseautées, que dans la zone centrale (11)
recevant le ruban de renforcement (15).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la largeur des zones
marginales (12, 13 ) de la fente (10) du cylindre est à peu près égale au double de
l'épaisseur du blanchet (14).
3. Dispositif selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la fente
(10) du cylindre comporte un axe longitudinal central (B-B) orienté en oblique et
faisant un petit angle avec l'axe longitudinal central (A-A) du cylindre porte-blanchet
(1).
4. Dispositif selon une des revendications précédentes, comportant un blanchet qui
est pourvu d'une couche de treillis textile et d'une couche de recouvrement transmettant
l'encre, caractérisé en ce que les parties (25, 26) situées dans la condition tendue
du blanchet (14) à l'intérieur de la fente (10) du cylindre et de la cavité (6) sont
constituées simplement de la couche de treillis textile (23).

