[0001] Die Erfindung betrifft ein motorisch betriebenes Schraubgerät mit einer zwischen
einer Antriebseinheit und einer Antriebsspindel für das Werkzeug angeordneten einstellbaren
Drehmomentbegrenzungskupplung, einer gegenüber dem Gerätegehäuse verstellbaren Anschlagbuchse,
an der sich ein zur Einstellung der Drehmomentbegrenzungskupplung verstellbares Federelement
abstützt, wobei die Anschlagbuchse einen dieser gegenüber durcheine Schraubverbindung
axial verstellbaren Tiefenanschlag trägt, mit dem drehschlüssig und axial verschiebbar
eine Betätigungshülse verbunden ist.
[0002] Ein bekanntes motorisch betriebenes Schraubgerät, Typ 1410.1 entsprechend BOSCH-Katalog
EW-WEB 1/130 (2.84) H, verfügt über eine einstellbare Drehmomentbegrenzungskupplung
sowie über einen verstellbaren Tiefenanschlag. Das Einstellen der Drehmomentbegrenzungskupplung
erfolgt durch Verändern der durch ein Federelement aufgebrachten Vorspannung zwischen
einem drehfest mit einer Antriebsspindel verbundenen Kupplungsteil und einem Abtriebsteil
einer Antriebseinheit.
[0003] Hierzu wird eine als Widerlager für das Federelement dienende Anschlagbuchse relativ
zum Gerätegehäuse axial verschoben. Für diesen Einstellvorgang ist eine mit der Anschlagbuchse
verbundene erste Betätigungshülse vorgesehen. Davon konstruktiv getrennt, dient dem
Verstellen des Tiefenanschlages eine zweite Betätigungshülse. Diese manuell vermittelte
Drehbewegung wird auf den Tiefenanschlag übertragen, der somit aufgrund einer Schraubverbindung
mit dem Ihn aufnehmenden Geräteteil relativ zur Anschlagbuchse axial versetzbar ist.
[0004] Diese bekannte Anordnung hat insbesondere den handhäbungsmässigen Nachteil, dass
die Möglichkeit der Verwechslung der Betätigungshülsen besteht.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Schraubgerät der eingangs beschriebenen
Art für das Einstellen der Drehmomentbegrenzungskupplung und das Verstellen des Tiefenanschlags
eine sich durch einfachen Aufbau und problemlose Handhabung auszeichnende Betätigungseinrichtung
zu schaffen.
[0006] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0007] Die Betätigungshülse erfüllt somit eine zweifache Funktion, indem einerseits der
Tiefenanschlag verstellt und andererseits die Drehmomentbegrenzungskupplung eingestellt
werden kann. Dies erlaubt einen einfachen Aufbau und vereinfacht die Handhabung erheblich.
[0008] Als Verbindungselement-eignet sich beispielsweise ein von der Betätigungshülse lagefest
gehaltener, teilweise freistehender Bolzen, der zur Erzielung der drehschlüssigen
Verbindung in stirnseitige Rastöffnungen der Anschlagbuchse eingreift. Die Rastöffnungen
können direkt oder beispielsweise über einen Stützring indirekt an der Anschlagsbuchse
vorgesehen sein.
[0009] Vorzugsweise sind an der Betätigungshülse und an der Anschlagbuchse Rastelemente
zur Sicherung der Betätigungshülse sowohl in der gegenüber der Anschlagbuchse drehschlüssig
festgelegten als auch in der axial dazu versetzten, gegenüber der Anschlagbuchse frei
verdrehbaren Position vorgesehen.
[0010] Das Anordnen solcher Rastelemente lässt die Bedienungsperson das Umstellen der Betätigungshülse
auf die jeweils andere Position deutlich wahrnehmen. Zudem unterbinden die Rastelemente
eine selbsttätige Positionsänderung der Betätigungshülse, wie dies eventuell bei auftretenden
Erschütterungen oder anderen äusseren Einflüssen andernfalls auftreten könnte.
[0011] Die Erfindung sei nachstehend anhand von Zeichnungen, die ein Ausführungsbeispiel
eines Schraubgerätes wiedergeben, näher erläutert. Es zeigen :-
Fig: 1 die Ansicht eines kompletten Schraubgerätes ;
Fig. 2 einen vergrösserten Längsschnitt durch den Vorderbereich des Schraubgerätes
nach Fig. 1, mit fehlendem Vorderteil des Tiefenanschlags und fehlendem Schraubeinsatz
;
Fig. 3 einen Ausschnitt aus dem Längsschnitt nach Fig. 2, mit in anderer Funktionsstellung
befindlicher Betätigungshülse.
[0012] Das Schraubgerät nach Figur 1 weist ein insgesamt mit 1 bezeichnetes Gerätegehäuse
mit einem von diesem seitwärts abstehenden Handgriff 2 auf. Der Stromzuleitung dient
ein in den Handgriff 2 mündendes Kabel 3. Ueber einen Trigger 4 wird das Schraubgerät
ein- bzw ausgeschaltet. An das Gerätegehäuse 1 schliesst vorderseitig eine Betätigungshülse
5 und an diese ein insgesamt mit 6 bezeichneter Tiefenanschlag an- Dieser wird vom
Arbeitsende eines Schraubeinsatzes 7 axial überragt.
[0013] Die Figur 2 zeigt den Stummel der Antriebswelle 8 eines Motors. Mit dem endseitigen
Ritzel 8a der Antriebswelle 8 kämmt ein Abtriebsteil in Form eines Zahnrades 9, das
über ein Drehlager 11 auf einer insgesamt mit 12 bezeichneten, axial unterteilten
Antriebsspindel frei drehbar gelagert ist. Nach hinten ist das Zahnrad 9 durch ein
Rollenlager 13 abgeschultert. An der gegenüberliegenden Seite weist das Zahnrad 9
eine Stirnverzahnung 9a auf. Der Antriebsspindel 12 ist, durch eine Keilwellenverzahnung
14 gegen Drehen gesichert, ein scheibenförmiges Kupplungsteil 15 verschiebbar zugeordnet.
Dieses weist eine korrespondierende Gegenverzahnung 15a auf.
[0014] Die Gegenverzahnung 15a des Kupplungsteiles 15 wird von der Kraft eines durch Tellerfedern
gebildeten, insgesamt mit 16 bezeichneten Federelementes mit der Stirnverzahnung 9a
des Zahnrades 9 in Eingriff gehalten. Das Federelement 16 stützt sich über ein weiteres
Rollenlager 17 und einen Sicherungsring 18, der in einer Anschlagbuchse 19 festsitzt,
nach vorne ab. Das Zahnrad 9, das Kupplungsteil 15 und das Federelement 16 bilden
zusammen eine insgesamt mit 21 bezeichnete Drehmomentbegrenzungskupplung.
[0015] Der Drehlagerung des hinteren Abschnittes 22 der Antriebsspindel 12 dient ein Kugellager
23, das auf dem Abschnitt 22 zwischen einem Stützring 24 und einer Schulter 22a axial
unverschieblich festsitzt. Die Anschlagbuchse 19 steht über ein Gewinde 25 mit dem
Gerätegehäuse 1 in durch Drehen verschieblicher Verbindung. In einer Radialbohrung
19a trägt die Anschlagbuchse 19 eine Rastkugel 26, die von einer Druckfeder 27 in
über die Innenfläche des Gerätegehäuses 1 verteilt angeordnete Längsnuten 28 einrastet.
Ein Verdrehen der Anschlagbuchse 19 kann demnach nur unter Ueberwindung dieser Verrastung
erfolgen.
[0016] Auf die Anschlagbuchse 19 ist ein Skalenring 29 aufgepresst. Das Ablesen der jeweils
eingestellten Drehmoment-Stufe ermöglicht ein Sichtfenster 31 im Gerätegehäuse 1.
Die maximale und minimale Einstellung des Drehmomentes wird durch einen .in der Anschlagbuchse
19 sitzenden Stift 32 begrenzt.
[0017] Im Vorderbereich der Anschlagbuchse 19 ist ein Drehlager 33 für den vorderen Abschnitt
34 der Antriebsspindel 12 vorgesehen. Ferner sitzt vor dem Drehlager33 ein Dichtungsring
35. Ueber ein weiteres Gewinde 36 steht mit der Anschlagbuchse 19 ein Anschlussring
37 in Schraubverbindung, der Teil des Tiefenanschlages 6 ist.
[0018] Die aus Kunststoff bestehende Betätigungshülse 5 trägt ein mit dieser fest verbundenes
Verbindungselement 38 in Form eines eingegossenen Bolzens. Der nach vorne weisende
freie Endbereich 38a des Verbindungselementes 38 ragt in eine Axialbohrung 37a des
Anschlussringes 37 ein. Der gegenüberliegende hintere freie Endbereich 38b des Verbindungselementes
38 greift in Rastöffnungen 19b der Anschlagbuchse 19 ein, deren mehrere stirnseitig
auf einer Kreisbahn angeordnet sind. In dieser Eingriffsstellung des Verbindungselementes
38 wird die Betätigungshülse 5 durch rastenden Eingriff eines an federbaren Fingern
angeordneten Wulstes 5a in einer umlaufenden Nut 19c der Anschlagbuchse 19 gehalten.
[0019] Für den Arbeitseinsatz des Schraubgerätes wird in eine Aufnahmeöffnung 39 der Antriebsspindel
12 der Schraubeinsatz 7 drehschlüssig eingesetzt. Im Schraubbetrieb ist der vordere
Abschnitt 34 der Antriebsspindel 12 zum hinteren Abschnitt 22 hin verschoben, so dass
durch gegenseitigen Eingriff von Klauenzahnkränzen 34a, 22b die Antriebsspindel 12
eine drehschlüssige Einheit bildet.
[0020] Das von der Antriebswelle 8 eingeleitete Drehmoment wird so über die Drehmomentbegrenzungskupplung
21 auf die Antriebsspindel 12 und von dieser auf den Schraubeinsatz 7 übertragen.
[0021] Das von der Drehmomentbegrenzungskupplung 21 übertragbare Drehmoment wird durch Aenderung
der axialen Position der Anschlagbuchse 19 eingestellt. Hierzu muss diese verdreht
werden, was mit Hilfe der Betätigungshülse 5 bewerkstelligt wird. Ein manuelles Verdrehen
der Betätigungshülse 5 bewirkt aufgrund des Eingriffs des Verbindungselementes 38
in einer der Rastöffnungen 19b die drehschlüssige Mitnahme der Anschlagbuchse 19.
Diese wird dabei über das Gewinde 25 axial versetzt.
[0022] Zum Verstellen des Tiefenanschlages 6 bedarf es einer axialen Versetzung des Anschlussringes
37. Hierzu wird die Betätigungshülse 5 bis zum Auflaufen an einem in der Anschlagbuchse
19 gehaltenen Stoppring 41 vorgezogen. Das Verbindungseiement 38 gelangt dadurch ausser
Eingriff mit der Anschlagbuchse 19. Anschliessendes Verdrehen der Betätigungshülse
5 bewirkt durch den Eingriff des Endbereichs 38a die Drehmitnahme des Anschlussringes
37, so dass dieser über das Gewinde 36 gegenüber der Anschlagbuchse 19 axial versetzt
wird. Dabei unterbindet die in Rastposition befindliche Rastkugel 26 ein Mitdrehen
der Anschlagbuchse 19. Die Figur 3 zeigt eine solche versetzte Position und verdeutlicht
zudem das Anstehen des Wulstes 5a unter Vorspannung an einer nach vorne gewandten
Stützflanke 19d der Änschlagbuchse 19. Ein Umsetzen der Betätigungshülse 5 in die
der Figur 2 entnehmbare Funktionsstellung ist somit nur nach dem Ueberfahren der Stützflanke
19d möglich, wozu von der Bedienungsperson eine entsprechende Verschiebekraft aufzubringen
ist.
1. Motorisch betriebenes Schraubgerät mit einer zwischen einer Antriebseinheit und
einer Antriebsspindel (12) für das Werkzeug (7) angeordneten einstellbaren Drehmomentbegrenzungskupplung
.(21), einer gegenüber dem Gerätegehäuse (1) verstellbaren Anschlagbuchse (19), an
der sich ein zur Einstellung der Drehmomentbegrenzungskupplung verstellbares Federelement
(16) abstützt, wobei die Anschlagbuchse (19) einen dieser gegenüber durch eine Schraubverbindung
axial verstellbaren Tiefenanschlag (6) trägt, mit dem drehschlüssig und axial verschiebbar
eine Betätigungshülse (5) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Tiefenanschlag
(6) einen der drehschlüssigen Verbindung mit der Betätigungshülse (5) dienenden, zum
Verstellen über ein Gewinde (36) mit der Anschlagbuchse (19) in Schraubverbindung
stehenden Anschlussring (37) aufweist, die Anschlagbuchse (19) über ein Gewinde (25)
mit dem Gerätegehäuse (1) in durch Drehen verschiebbarer Verbindung steht und die
Betätigungshülse (5) ein mit dem Anschlussring (37) drehschlüssig verbundenes, durch
Verschieben der Betätigungshülse (5) in drehschlüssige Verbindung mit der Anschlagbuchse
(19) tretendes Verbindungselement (38) aufweist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Betätigungshülse (5)
und an der Anschlagbuchse (19) Rastelemente (5a/19c, 19d/41) zur Sicherung der Betätigungshülse
(5) sowohl in der gegenüber der Anschlagbuchse (19) drehschlüssig festgelegten als
auch in der axial dazu versetzten, gegenüber der Anschlagbuchse (19) frei verdrehbaren
Position vorgesehen sind.
1. A motor-operated screw driver tool comprising an adjustable torque limitation clutch
(21) arranged between a driving unit and a driving spindle (12) for the tool (7),
a stop bush (19) which is adjustable relative to the tool housing (1) and in which
is supported a spring element (16) which is adjustable for the setting of the torque
limitation clutch, in which respect the stop bush (19) carries a depth stop (6) which
is axially adjustable relative thereto by a screw connection and to which an actuating
sleeve (5) is connected in a torsion- locking and axially displaceable manner, characterised
in that the depth stop (6) has a connection ring (37) which serves for its rotation-locking
connection to the actuating sleeve (5) and which, for adjustment, stands in screw
connection by way of a thread (36) with the stop bush (19), the stop bush (19) communicates
by way of a thread (25) with the tool housing (1) so as to be displaceable by rotation,
and the actuating sleeve (5) has a connection element (38) which is connected in rotation-locking
manner to the connection ring (37) and which by displacement of the actuating sleeve
(5) enters into rotation-locking connection with the stop bush (19).
2. A tool according to claim 1, characterised in that detent elements (5a/19c, 19d/41)
for securing the actuating sleeve (5) both in the position in which it is secured
in rotation-locking manner relative to the stop bush (19) and in the position in which
it is displaced axially thereto and freely rotatable relative to the stop bush (19)
are provided on the actuating sleeve (5) and on. the stop bush (19).
1. Pistolet de vissage motorisé avec un embrayage limiteur de couple (21) réglable
disposé entre une unité d'entraînement et une broche d'entraînement (12) pour l'outil
(7), une douille d'arrêt (19) déplaçable par rapport au carter (1) de l'appareil et
sur laquelle prend appui un élément élastique (16) déplaçable pour le réglage de l'embrayage
limiteur de couple, la douille d'arrêt (19) portant une butée de profondeur (6) qui
peut être déplacée axialement par rapport à celle-ci au moyen d'un raccord à vis et
à laquelle est rattachée de manière rigide en rotation et mobile dans le sens axial
une douille de manoeuvre (5), caractérisé en ce que la butée de profondeur (6) comporte
une bague de raccordement (37) assurant la liaison rigide en rotation avec la douille
de manoeuvre (5) et rattachée par vissage à la douille d'arrêt (19) pour permettre
le déplacement par l'intermédiaire d'un filetage (36), la douille d'arrêt (19) étant
rattachée au carter (1) de l'appareil par l'intermédiaire d'un filetage (25) de façon
à pouvoir être déplacée par rotation, et la douille de manoeuvre (5) comportant un
élément de raccordement (38) relié de manière rigide en rotation à la bague de raccordement
(37) et réalisant une liaison rigide en rotation avec la douille d'arrêt (19) en tournant
la douille de manoeuvre (5).
2. Pistolet selon la revendication 1, caractérisé en ce que la douille de manoeuvre
(5) et la douille d'arrêt (19) sont munies d'organes d'encliquetage (5a/19c, 19d/41)
pour le blocage de la douille de manoeuvre (5) dans la position d'immobilisation en
rotation par rapport à la douille d'arrêt (19) aussi bien que dans la position de
décalage axial permettant une rotation libre par rapport à la douille d'arrêt (19).