| (19) |
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(11) |
EP 0 178 294 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.01.1991 Patentblatt 1991/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.10.1985 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: C14C 11/00 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von zugerichtetem Spaltleder
Device and process for making finished skiver
Procédé et appareillage pour la production de cuir fendu
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT NL |
| (30) |
Priorität: |
06.10.1984 DE 3436751
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.04.1986 Patentblatt 1986/16 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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89109131.6 / 0331214 |
| (73) |
Patentinhaber: J. H. Benecke AG |
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D-30419 Hannover (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schäfer, Philipp
D-3000 Hannover 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Brauneiss, Leo, Dipl.Ing. |
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Patentanwälte Dipl.-Ing. Leo Brauneiss
Dipl.-Ing. Dr. Helmut Wildhack
Dipl.-Ing Gerhard Jellinek
Landstrasser Hauptstrasse 50
Postfach 281 1031 Wien 1031 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 105 046
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DE-A- 3 309 992
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- DAS LEDER, Band 27, Nr. 9, September 1976, Seiten 142-151, Darmstadt, DE; L. TORK
et al.: "Moderne Lederzurichtungen unter Berücksichtigung der verschiedenen Anforderungen
an das Leder"
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Bemerkungen: |
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Teilanmeldung 89109131.6 eingereicht am 07/10/85. |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zurichten von Spaltleder ober Lederfaserwerkstoffen,
sowie eine Vorrichtung zur Herstellung einer Zurichtung auf einem Spaltleder od. dgl.
[0002] Es ist bereits bekannt, Spaltleder mit einer Zurichtung zu versehen, welche eine
strukturierte Oberfläche, beispielsweise eine ledernarbenartig strukturierte Oberfläche
aufweist. Hiebei wird eine flüssige, nasse, die Zurichtung bildende Masse direkt auf
die Oberseite des Spaltleders, beispielsweise durch Gießen, Streichen, Plüschen, Sprühen,
Drucken, oder mittels einer Walzenauftragsmaschine aufgebracht und durch Trocknen
verfestigt. Damit die Zurichtung eine ledernarbenartig strukturierte Oberfläche erhält,
muß bei diesem bekannten Verfahren nach dem Trocknen der flüssigen Zurichtungsmasse
bzw. nach dem Verfestigen der Zurichtung das zugerichtete Spaltleder geprägt werden.
Dieses Prägen des Spaltleders erfolgt in einer Prägepresse unter Hitzeeinwirkung bei
sehr hohem Druck. Dadurch verändert sich die Struktur des Spaltleders und der Zurichtung
in unerwünschter Weise. Das zugerichtete Spaltleder wird nicht nur dünner, sondern
auch härter und steifer. Weiters wird hiedurch eine vorhandene Wasserdampfdurchlässigkeit
der Zurichtung verringert oder zerstört, weil beim Prägen unter Hitze und Druck die
in der Zurichtung vorhandenen Poren wieder geschlossen bzw. zerstört werden.
[0003] Ein wesentlicher Nachteil bei diesem bekannten Verfahren ist darin gelegen, daß für
die Herstellung der Zurichtung nur thermoplastische Kunststoffe verwendet werden können,
welche unter Wärme und Druck verformbar sind, da sonst ein nachträgliches Prägen der
strukturierten Oberfläche in die verfestigte Zurichtung nicht möglich ist. Solche
thermoplastische Kunststoffe weisen jedoch schlechtere Eigenschaften auf als nichtthermoplastische
oder weniger thermoplastische Kunststoffe.
[0004] Nachteilig ist ferner, daß das Prägen der strukturierten Oberfläche in einem gesonderten
Arbeitsvorgang erfolgt, d.h. das zugerichtete Spaltleder muß weiterbehandelt, also
in der Regel manuell in eine Prägepresse eingelegt werden.
[0005] Aus der EP-A 105 046 ist es auch bekannt, die flüssige Zurichtungsmasse nicht unmittelbar
auf das Spaltleder aufzutragen, sondern diese flüssige Zurichtungsmasse auf eine mit
einem Antihaftbelag versehene, eine der gewünschten Strukturierung entsprechende Oberfläche
aufweisende Unterlage in mehreren Schichten aufzubringen, wobei das Spaltleder auf
die letzte Schicht in ihrer Naßphase gelegt wird und anschließend das so zugerichtete
Spaltleder in einer Rollenpresseverpreßt und/oder einer Vakuumbehandlung unterworfen
wird. Bei dieser Vorgangsweise wird zwar eine unerwünschte Verfestigung bzw. Verhärtung
und eine unerwünschte Verringerung der Dicke des zugerichteten Spaltleders weitgehend
vermieden, dafür ist jedoch die Verbindung zwischen der Zurichtung und dem Spaltleder
schlechter.
[0006] In der EP-A 105 046 wird weiters bereits vorgeschlagen, zunächst einen Teil der Zurichtungsmasse
auf eine Unterlage aufzubringen und verfestigen zu lassen, hierauf einen weiteren
Teil der Zurichtungsmasse auf eine Seite des Spaltleders aufzutragen und dieses mit
der aufgetragenen Zurichtungsmasse in ihrer Naßphase auf die Unterlage derart aufzulegen,
daß die mit der Zurichtung versehene Seite des Spaltleders auf der verfestigten Zurichtung
auf der Unterlage aufliegt und die zurichtungsfreie trockene Seite des Spaltleders
nach oben zeigt. Die Unterlage weist hiebei eine negative, der gewünschten ledernarbenartig
strukturierten Oberfläche der Zurichtung entsprechende Formgebung auf, so daß beim
Trocknen der Zurichtungsmasse unter leichtem Druck gleichzeitig die Zurichtung ein
ledernarbenähnliches Aussehen erhält. Bei dieser Vorgangsweise erfolgt die Strukturierung
der Zurichtung derart, daß das Spaltleder seine Dicke, Weichheit und Wasserdampfdurchlässigkeit
nicht oder nur kaum verändert. Derart hergestellte zugerichtete Spaltleder sind also
weich, geschmeidig und kommen in ihrem Aussehen und ihren Eigenschaften dem vollnarbigen
Leder am nächsten. Der wesentliche Nachteil bei dieser bekannten Vorgangsweise ist
jedoch darin gelegen, daß das Spaltleder unmittelbar nach dem Aufbringen der nassen
Zurichtungsmasse manuell umgedreht werden muß, damit die mit der Zurichtungsmasse
versehene Seite des Spaltleders nach unten weist und im nassen Zustand mit der eine
entsprechende Struktur aufweisenden Unterlage in vollflächige Berührung gebracht wird.
Insbesondere bei großen Spalten schafft das manuelle Umdrehen beträchtliche Schwierigkeiten
und ist mit großer körperlicher Anstrengung verbunden. Außerdem kommt es beim manuellen
Umdrehen und Auflegen auf die Unterlage häufig zu Lufteinschlüssen zwischen der Unterlage
und der mit der Zurichtung versehenen Seite des Spaltleders, wodurch die Haftung der
Zurichtung verschlechtert wird und das Aussehen der mit der ledernarbenartigen Struktur
versehenen Zurichtung an den Stellen, wo die Lufteinschlüsse vorhanden sind, wesentlich
beeinträchtigt wird. Dieses Aussehen wird weiters auch dadurch beeinträchtigt, daß
die noch nasse Zurichtung durch das Anfassen des Spaltleders zum manuellen Umdrehen
beschädigt wird, und dadurch, daß dann, wenn das Spaltleder auf der Unterlage nicht
in der richtigen Lage abgelegt wird, ein nachträgliches Verschieben erforderlich ist.
[0007] Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, ein zugerichtetes Spaltleder
oder einen Lederfaserwerkstoff zu schaffen, bei welchem die eine strukturierte Oberfläche
aufweisende Zurichtung sehr dünn gemacht werden kann, so daß die Eigenschaften des
Spaltleders oder dgl., durch Aufbringen der Zurichtung nicht wesentlich verändert
werden, wobei sich die grobe faserige Struktur des Spaltleders nicht auf der Oberfläche
der Zurichtung abzeichnet und eine untrennbare Verbindung zwischen dem Leder und der
Zurichtung gewährleistet ist.
[0008] Daher soll durch die vorliegende Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung geschaffen
werden, durch welches bzw. durch welche die Herstellung eines solchen zugerichteten
Spaltleders od. dgl. auf einfache und sichere Weise ermöglicht wird. Im besonderen
sollen auch die für die Durchführung eines Farbwechsels bei der Zurichtung anfallenden
Arbeiten verringert werden.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe werden erfindungsgemäß das Verfahren und die Vorrichtung
gemäß den Ansprüchen 1 und 17 vorgeschlagen. Dadurch, daß die von der wässerigen Kunststoffdispersion
gebildete Schicht die Vertiefungen des Leders ausfüllt und die abstehenden Fasern
desselben vollständig umschließt, wird nicht nur eine absolut untrennbare Verbindung
zwischen dieser Schicht und dem Leder sichergestellt, sondern auch gewährleistet,
daß die Oberfläche der Zurichtung lediglich die gewünschte strukturierte Form besitzt,
sich jedoch die Vertiefungen des Leders und die von diesem Leder abstehenden Fasern
nicht auf dieser Oberfläche der Zurichtung abzeichnen.
[0010] Unter dem Begriff "wässerige Kunststoffdispersion" werden hochpolymere Kunststoffe
verstanden, die Wasser enthalten oder in Wasser dispergiert sind, und die durch Entzug
des Wassers, beispielsweise durch Verdampfen, vorzugsweise unter Wärmezufuhr, Filme
bilden.
[0011] Die Zurichtung besteht aus zwei Schichten, wobei die innere, dem Leder benachbarte
und die abstehenden Fasern vollständig aufnehmende Schicht von der wässerigen Kunststoffdispersion
gebildet ist und die äußere, die strukturierte Oberfläche aufweisende Schicht aus
einer wässerigen Kunststoffdispersion oder aus einer flüssigen Kunststofflösung gebildet
ist.
[0012] Unter dem Begriff "flüssige Kunststofflösung" werden in einem Lösungsmittel gelöste
hochpolymere Kunststoffe verstanden, die beim Sprühen oder Streichen Filme bilden,
die sich durch Lösungsmittelentzug, beispielsweise durch Verdunsten des Lösungsmittels,
verfestigen.
[0013] Eine solche Ausbildung ermöglicht ein rascheres Verfestigen der die Zurichtung bildenden
Kunststoffdispersion bzw. Kunststofflösung durch Verdunsten des Wassers bzw. Lösungsmittels,
da dann die Dicke jeder dieser Schichten dünner gehalten werden kann und die erste
Schicht sich bereits verfestigt, bevor die zweite Schicht gebildet wird. Vor allem
aber ermöglicht es diese Ausbildung, die strukturierte Sichtfläche der Zurichtung
durch Anordnung der äußeren Schicht gesondert herzustellen und den jeweiligen Wünschen
anzupassen, wogegen die innere Schicht, welche die Vertiefungen des Leders ausfüllt
und die vom Leder abstehenden Fasern aufnimmt, unverändert belassen werden kann.
[0014] Durch Auftragen der Kunststoffdispersion in der angegebenen Menge wird eine Zurichtung
mit einer solchen Dicke hergestellt, daß einerseits eine gute, untrennbare Verbindung
mit dem Leder erfolgt, wobei eine vollständige Einbettung der vom Leder abstehenden
Fasern gewährleistet ist, anderseits die Eigenschaften des Leders durch die Zurichtung
nicht in nachteiliger Weise beeinflußt werden.
[0015] Damit die dem Leder benachbarte und dessen abstehende Fasern vollständig aufnehmende
Schicht die gewünschte Schaumstruktur aufweist, werden zweckmäßig vor dem Auftragen'
der wässerigen Kunststoffdispersion dieser Mikrohohlkugeln mit einem Durchmesser von
0,008 bis 0,1 mm beigemengt, deren dünne Hülle aus thermoplastischem Material, vorzugsweise
aus Vinylidenchlorid-Copolymerisat, besteht.
[0016] Erfindungsgemäß wird vor dem Auflegen des mit einer wässerigen Kunststoffdispersion
versehenen Leders auf die strukturierte Oberfläche der Unterlage auf diese eine wässerige
Kunststoffdispersion oder eine flüssige Kunststofflösung aufgebracht werden, wobei
das Leder erst nach dem Verfestigen dieser weiteren wässerigen Kunststoffdispersion
bzw. flüssigen Kunststofflösung auf die Unterlage aufgebracht wird. Diese weitere
wässerige Kunststoffdispersion bzw. flüssige Kunststofflösung kann dann beispielsweise
direkt ein Finish bilden. Der Aufbau der Zurichtung aus zwei Schichten, von welchen
die dem Leder benachbarte Schicht vorzugsweise dicker ist als die Schicht mit der
strukturierten Oberfläche, ergibt den Vorteil, daß die Zurichtung bessere Abriebeigenschaften
aufweist als eine aus einer einzigen Schicht gebildete Zurichtung.
[0017] Die Verfestigung der die Zurichtung bildenden Schichten läßt sich dadurch beschleunigen,
daß während und/oder nach dem Auftragen der wässerigen Kunststoffdispersion bzw. flüssigen
Kunststofflösung diese erwärmt wird, so daß das Wasser bzw. Lösungsmittel rascher
entweicht. Eine solche Erwärmung kann auf elektrischem Wege, beispielsweise durch
Infrarotstrahlung, aber auch durch einen Gasbrenner, erfolgen. Die auf die Oberfläche
der Unterlage aufgebrachte wässerige Kunststoffdispersion bzw. flüssige Kunststofflösung
verfestigt, sich von der erwärmten Unterlage ausgehend, so daß in dem die Oberfläche
der Zurichtung bildenden Bereich mit Sicherheit keine Blasen entstehen, da sich dort
sofort bei Kontakt der wässerigen Kunststoffdispersion bzw. flüssigen Kunststofflösung
mit der erwärmten Unterlage eine feste Haut bildet.
[0018] Besonders zweckmäßig ist es, wenn die wässerige Kunststoffdispersion mittels wenigstens
einer Auftragswalze auf das Leder aufgetragen wird. Hiebei wird zweckmäßig das Leder
an der Auftragswalze vorbeibewegt, wobei die Rotationsrichtung der Auftragswalze zur
Bewegungsrichtung des Leders entgegengesetzt ist. Dadurch wird sichergestellt, daß
unter Ausnützung der Scherkräfte die vom Leder abstehenden Fasern vollständig in die
in einem einzigen Arbeitsvorgang aufgetragene Schicht eingebettet werden und somit
nach Verfestigung untrennbar mit dieser Schicht verbunden sind.
[0019] Zweckmäßig wird eine flüssige Kunststofflösung bzw. eine wässerige Kunststoffdispersion
verwendet, die mehr als 40 Vol.-% Feststoffanteile enthält. Hiebei ist es von Vorteil,
wenn insbesondere die auf die Unterlage aufgebrachte wässerige Kunststoffdispersion
oder flüssige Kunststofflösung Pigmente und/oder Farbstoffe enthält, die dann die
Farbe der Zurichtung bestimmen. Vorzugsweise wird eine vernetzbare, im wesentlichen
nicht thermoplastische Polyurethan- und/oder Polybutadien-Dispersion verwendet.
[0020] Insbesondere dann, wenn die Unterlage aus einer Silikonplatte besteht, ist es von
Vorteil, wenn erfindungsgemäß die wässerige Kunststoffdispersion auf die Unterlage
aufgegossen oder aufgesprüht wird. Durch das Aufgießen oder Aufsprühen einer dünnen
Schicht auf die beheizte und daher mehr als 70° heiße Unterlage bilden sich gleichfalls
in gewünschter Weise Mikroporen, denn die Verfestigung der aufgegossenen oder aufgesprühte
Dispersion setzt bereits beim Auftreffen auf die beheizte Unterlage ein.
[0021] Es kann aber auch die Unterlage aus einem mit einer entsprechenden Strukturierung
versehenen Papier bestehen, das zweckmäßig mit einer Beschichtung versehen ist. In
diesem Fall ist es von Vorteil, die flüssige Kunststofflösung auf die Unterlage mittels
einer Rakel aufzubringen.
[0022] Zweckmäßig hat die auf die Unterlage durch Gießen oder Sprühen aufgebrachte, die
äußere Schicht bildende, wässerige Kunststoffdispersion eine niedrigere Viskosität
und die auf die Unterlage durch Rakeln aufgebracht flüssige Kunststofflösung eine
höhere Viskosität als die auf der Leder aufgetragene Dispersion, welche die innere,
die Fasern einbettende Schicht bildet.
[0023] Von besonderem Vorteil ist es, wenn das Leder mit der Zurichtung bei der Vakuumbehandlung
weiterbewegt wird. Da das Aufbringen der wässerigen Kunststoffdispersion auf das Leder,
das Aufbringen der wässerigen Kunststoffdispersion oder flüssigen Kunststofflösung
auf die Unterlage und das Auflegen des mit der wässerigen Kunststoffdispersion versehenen
Leders auf die Unterlage sowie das Verpressen kontinuierlich vorgenommen werden kann,
wird in diesem Fall, wenn also das Leder mit der Zurichtung bei der Vakuumbehandlung
weiterbewegt wird, eine kontinuierliche Fertigung des zugerichteten Leders im Fließbandverfahren
ermöglicht.
[0024] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von zugerichtetem Leder, insbesondere
von zugerichtetem Spaltleder, ist mit einer Abstützung für das zuzurichtende Leder,
einer Einrichtung zum Auftragen der in flüssiger Phase befindlichen Zurichtung auf
das zuzurichtende Leder und einer Einrichtung zur Herstellung einer Struktur in der
Zurichtung versehen, und im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein
Teil der Abstützung bewegbar um eine Umlenkstelle geführt ist, im Bereich welcher
das mit der Zurichtung versehen Leder an eine im wesentlichen mit derselben Geschwindigkeit
wie die Abstützung bewegbare Unterlage derart übergeben wird, daß das Leder mit der
mit der Zurichtung versehenen Seite auf der Unterlage aufruht, und daß die Unterlage
mit einer strukturierten Oberfläche versehen ist, beispielsweise mit einer negativen
Ledernarbenstruktur versehen ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht auf
einfache Weise ohne manuelle Betätigung ein Umdrehen des mit einer zumindest teilweise
flüssigen Zurichtung versehenen Leders, so daß dieses dann mit der mit der Zurichtung
versehenen Seite unten auf der Unterlage aufruht. Bei Anwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird insbesondere der Vorteil erzielt, daß die Haftung der Zurichtungsmasse
auf dem Leder dadurch verbessert wird, daß die in flüssiger Phase befindliche Zurichtung
direkt bzw. unmittelbar auf das Leder aufgebracht wird, so daß die Zurichtung untrennbar
mit dem Leder verbunden wird, wobei jedoch die Nachteile, die sich beim manuellen
Umdrehen des Leders mit der nassen Zurichtung ergeben, vermieden werden. So weist
die fertige Zurichtung keine störenden Fehler auf, die sich durch das Anfassen des
mit der noch nassen Zurichtung versehenen Leders oder durch nachträgliches Verschieben
des bereits umgedrehten und abgelegten Leders ergeben. Durch Anwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird auch die Zeit, welche zwischen dem Auftragen der flüssigen Zurichtung
und dem Ablegen des mit der flüssigen Zurichtung versehenen Leders verstreicht, reduziert
und ist vor allem genau vorausberechenbar. Dadurch kann die Unterlage stärker erwärmt
werden und es läuft der Trocknungsprozeß der Zurichtung rascher ab. Weiters kann dadurch
die Zurichtungsmasse in einer dünneren Schicht auf das Leder aufgebracht werden, denn
dadurch, daß die Zeit zwischen dem Aufbringen der flüssigen Zurichtung und dem Umdrehen
und Ablegen des Leders auf die Auflage sehr kurz gehalten werden kann, ist sichergestellt,
daß keine oder zumindest fast keine Flüssigkeit verdunstet oder in das Leder emigriert,
was zur Folge hat, daß die Zurichtung auch an sehr saugfähigen Stellen des Leders
sehr gut haftet.
[0025] Die Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglicht es weiters, auch poröse,
luft-und wasserdampfdurchlässige Zurichtungen mit einer Dichte von weniger als 0,8
fest und untrennbar mit dem Leder, insbesondere Spaltleder, zu verbinden, die sich
besonders für die Herstellung von Schuhoberteilen eignen, die mit einer angeschäumten
Polyurethansohle versehen werden, denn der in die zur Bildung der Polyurethansohle
benötigte Form eingelegte, aus dem erfindungsgemäßen Spaltleder bestehende Schuhoberteil
ermöglicht infolge der porösen Ausbildung der Zurichtung ein Entweichen der Luft beim
Schäumvorgang. Außerdem erfolgt eine hervorragende mechanische Verankerung der Polyurethansohle
beim Schäumvorgang mit dem Schuhoberteil, da hiebei das Polyurethan in die poröse
Zurichtung eindringt, so daß eine hervorragende Verbindung zwischen dem zugerichteten
Spaltleder und der Polyurethansohle gewährleistet ist.
[0026] Bei Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann das bereits mit einer in flüssiger
Phase befindlichen Zurichtung versehene Leder auf die Abstützung und von dort auf
die Unterlage übergeben werden. Es kann jedoch auch die Zurichtung auf das Leder aufgebracht
werden, wenn dieses auf der Abstützung liegt.
[0027] Die Abstützung kann aus einem endlosen, angetriebenen, über wenigstens zwei Rollen
geführten Band bestehen, wobei eine der Rollen die Umlenkstelle bildet. Dadurch wird
eine kontinuierliche Arbeitsweise ermöglicht, wobei die flüssige Zurichtung auf das
Leder aufgetragen werden kann, während sich dieses mit dem Band vorwärtsbewegt. Die
das Band bildende Abstützung besteht zweckmäßig aus Gummi oder Kunststoff, also aus
einem Material, an dem das Leder haftet, so daß es nicht von der Abstützung abrutscht,
sich jedoch im Übergabebereich von der Abstützung löst und an die Unterlage übergeben
wird. Das die Abstützung bildende Band kann auch mit einer Abdeckung, beispielsweise
aus Papier, versehen sein, wobei das Papier aus einer endlosen Papierbahn bestehen
kann, um eine Verschmutzung des Bandes beim Auftragen der wässerigen Kunststoffdispersion
auf das auf der Abstützung befindliche Leder zu verhindern. Dieses Papier kann dann
zusammen mit dem Leder auf die Unterlage übergeben werden, wo es, da ja das Leder
bei der Übergabe auf die Unterlage gewendet wird, die oberste Lage bildet. Insbesondere
dann, wenn das Papier luftdurchlässig ausgebildet ist, stört es bei der weiteren Bearbeitung
des mit der Zurichtung versehenen Leders nicht und schützt auch die nachfolgenden
Bearbeitungseinrichtungen vor Verschmutzung.
[0028] Um die wässerige Kunststoffdispersion in einem Arbeitsgang auf einfache Weise auf
das Leder aufzutragen, ist erfindungsgemäß oberhalb der Abstützung eine Auftragswalze
vorgesehen, wobei die Rotationsrichtung der Auftragswalze vorzugsweise zur Bewegungsrichtung
der Abstützung entgegengesetzt ist. Wenn sich diese Auftragswalze entgegengesetzt
zur Bewegung der Abstützung und damit auch zur Bewegung des Leders dreht, so wird
die wässerige Kunststoffdispersion in das Leder einmassiert, wodurch sich eine innige
Verbindung mit dem Leder ergibt. Die Anordnung einer solchen sich gegenläufig drehenden
Auftragswalze ist von besonderem Vorteil, wenn eine wässerige Kunststoffdispersion
aufgetragen wird, welcher in der erwähnten Weise Mikrohohlkugeln beigemengt sind,
da in diesem Fall auch die Mikrohohlkugeln in das Leder einmassiert werden und sich
zwischen den Fasern anordnen und dazu beitragen, daß das zugerichtete Spaltleder auch
beim Dehnen keine unruhige Oberfläche aufweist. Vorteilhaft ist es hiebei auch, wenn
die auf das Leder aufgebrachte, aus der wässerigen, mit Mikrohohlkugeln versehenen
Kunststoffdispersion bestehende Schicht keine Pigmente bzw. Farbstoffe enthält, da
in diesem Fall sichergestellt ist, daß auch diese häufig scharfkantigen und daher
schirmgelnde Eigenschaften aufweisenden Pigmente bzw. Farbstoffe die dünnen Hüllen
der Mikrohohlkugeln beim Auftragen nicht zerstören.
[0029] Die Unterlage kann erfindungsgemäß von einem sich bewegenden Transportband gebildet
sein. Zweckmäßig ist hiebei die Unterlage von einem endlosen, über Führungsorgane,
beispieslsweise Rollen, geführten Transportband gebildet. Es ist aber auch möglich,
die Unterlage von einem plattenförmigen Trägerkörper zu bil-, den, der über eine Transporteinrichtung,
beispielsweise Transportrollen, bewegbar ist. Diese Ausbildung weist den Vorteil auf,
daß das zugerichtete Leder zusammen mit dem Trägerkörper wegtransportiert werden kann,
beispielsweise für eine weitere Bearbeitung des Leders.
[0030] Vorzugsweise ist die Unterlage beheizt, wodurch das Verfestigen der flüssigen Zurichtung
beschleunigt wird und die bereits erwähnten Vorteile eintreten.
[0031] Zweckmäßig besteht die Unterlage aus Silikonkautschuk, der vorzugsweise mit einer
Verstärkung versehen ist. Als Verstärkung kann beispielsweise ein Drahtnetz verwendet
werden. Vorzugsweise besteht jedoch die Verstärkung aus einem Vlies oder Gewebe aus
Glas-, Asbest-oder Carbonfasern. Diese Materialien weisen den Vorteil auf, daß sie
ein geringes Gewicht besitzen und fast keine Wärmeausdehnung aufweisen und daß sie
die auftretenden Temperaturen ebenso wie das Silikon selbst aushalten.
[0032] Die Verstärkung kann in die Unterlage eingebettet sein, aber auch an der Unterseite
der Unterlage angebracht sein.
[0033] Von Vorteil ist es ferner, wenn die Unterlage aus zwei Schichten mit verschiedener
Härte und/ oder verschiedener Elastizität besteht, wobei die untere Schicht härter
und/oder weniger elastisch ist als die obere Schicht.
[0034] Besteht die Unterlage aus Silikonkautschuk, so weist deren Oberfläche, auf welche
das zugerichtete Leder abgelegt wird, eine strukturierte Oberfläche auf, welche der
Oberseite der Zurichtung ein lederähnliches Aussehen verleiht.
[0035] Die Unterlage kann auch von einem eine strukturierte, vorzugsweise mit einer Kunststoffbeschichtung
versehene Oberfläche aufweisenden Papier, insbesondere von einer Rolle abziehbaren
Papierbahn gebildet sein, auf welche bei einem zweischichtigen Aufbau der Zurichtung
ein dünner Film der wässerigen Kunststoffdispersion bzw. flüssigen Kunststofflösung
aufgebracht wird. Zweckmäßig erfolgt das Auftragen dieser wässerigen Kunststoffdispersion
bzw. flüssigen Kunststofflösung mittels einer oberhalb der Unterlage vorgesehenen
Gieß-, Rakel- oder Sprüheinrichtung.
[0036] Um die Haftung der Zurichtung am Leder zu verbessern, ist gemäß einem weiteren Merkmal
der Erfindung eine auf die das mit der Zurichtung versehene Leder abstützende Unterlage
einwirkende Andrück- bzw. Preßeinrichtung vorgesehen.
[0037] Um die Übergabe des mit der flüssigen Zurichtung versehenen Leders von der Abstützung
auf die Unterlage zu erleichtern, kann erfindungsgemäß im Übergabebereich von der
Abstützung zur Unterlage wenigstens eine Übergabewalze vorgesehen sein. Solche Übergabewalzen
sind insbesondere dann zweckmäßig, wenn die Abstützung von einem umlaufenden Band
gebildet ist und der Durchmesser der Rollen, über welche dieses Band geführt ist,
groß ist. Es können auch mehrere Übergabewalzen kleineren Durchmessers verwendet werden.
[0038] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist weiters eine vorzugsweise von einer Vakuumvorrichtung
gebildete Trockeneinrichtung für das auf der Unterlage befindliche, mit der Zurichtung
versehene Leder auf, welche eine rasche Verfestigung der Zurichtung und eine Abfuhr
der bei dieser Verfestigung entstehenden Dämpfe bewirkt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung besteht die Vakuumvorrichtung aus wenigstens zwei sich bewegenden Teilen,
zwischen welchen das mit der Zurichtung versehene Leder angeordent ist, wobei zumindest
einer dieser Teile elastomere Eigenschaften besitzt und mit wenigstens einer verschließbaren
Öffnung versehen ist, die an eine Vakuumquelle anschließbar ist, wodurch zwischen
den beiden Teilen ein Unterdruck aufrechterhalten werden kann, der ein Anpressen des
elastomere Eigenschaften aufweisenden Teiles an das mit der Zurichtung versehene,
am anderen Teil abgestützte Leder bewirkt. Dadurch, daß sich die beiden Teile bewegen,
während das Vakuum zwischen den beiden Teilen aufrechterhalten wird, kann eine kontinuierliche
Fertigung des zugerichteten Leders erzielt werden, denn die Bewegungsgeschwindigkeit
dieser beiden die Vakuumvorrichtung bildenden Teile kann auf einfache Weise auf die
Bewegung der vor dieser Vakuumvorrichtung befindlichen Einrichtungen, insbesondere
auf die Bewegungsgeschwindigkeit der Unterlage, abgestimmt werden. Zweckmäßig ist
der untere dieser beiden Teile zumindest teilweise von der Unterlage gebildet, welche
auf einer Transporteinrichtung abgestützt ist, so daß die Vakuumbehandlung des zugerichteten
Leders auf jener Unterlage erfolgt, auf der das Leder bei der Bildung der Zurichtung
abgelegt wurde. Auch hiedurch wird die kontinuierliche Fertigung unterstützt.
[0039] Die Transporteinrichtung kann beispielsweise aus einzelnen sich bewegenden Tischen
bestehen, auf welchen die Unterlage aufruht. Zweckmäßig bewegen sich diese Tische
in einer geschlossenen Bahn, beispielsweise in einer im wesentlichen kreisförmigen
Bahn, so daß jeder Tisch nach einer gewissen Zeit wieder zu einer Übergangsstelle
gelangt, wo eine mit einem zugerichteten Leder versehene Unterlage übergeben wird.
[0040] Die Transporteinrichtung kann aber auch von einem endlosen umlaufenden Trägerkörper
gebildet sein. Zweckmäßig besteht dieser Trägerkörper aus einzelnen, miteinander verbundenen
platten- oder rohrförmigen Elementen, welche gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
durch wenigstens eine Transportkette miteinander verbunden sind, die um Kettenräder
herumgeführt ist. Die Ausbildung des Trägerkörpers aus einzelnen, miteinander verbundenen
platten-oder rohrförmigen Elementen weist gegenüber der Ausbildung des Trägerkörpers
als endloses Band den Vorteil auf, daß Wärmedehnungen durch Änderung der Spalte zwischen
den Elementen kompensiert werden können.
[0041] Die platten- oder rohrförmigen Elemente können erfindungsgemäß aus Metall, vorzugsweise
aus Stahl, aber auch aus hitzbeständigem Kunststoff, beispielsweise aus Polyimid oder
aus Silikonkautschuk, bestehen, wobei im letzteren Fall vorzugsweise eine Verstärkung
aus Metall, beispielsweise aus einer Drahtmatte, aus einem Gewebe oder aus einem Vlies
vorgesehen ist, damit die Elemente der auftretenden Belastung sicher standzuhalten
vermögen.
[0042] Der Trägerkörper kann aber auch aus einem endlosen Band bestehen, beispielsweise
aus einem Stahlband oder aus einem Band aus elastomerem Material, beispielsweise aus
Silikonkautschuk.
[0043] Um zu vermeiden, daß der Trägerkörper beim Anlegen des Vakuums und bei dem dadurch
bewirkten Anpressen des oberen Teiles an die auf dem Trägerkörper abgestützte Unterlage
nach unten ausweicht, können gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung unterhalb
des Trägerkörpers Stützrollen vorgesehen sein.
[0044] Weiters sind zweckmäßig unterhalb der Transprteinrichtung bzw. des Trägerkörpers
Heizeinrichtungen, beispielsweise Infrarotstrahler, vorgesehen, durch welche die Unterlage
sowie das auf der Unterlage abgestützte zugerichtete Leder erwärmt wird. Durch diese
Erwärmung wird eine raschere Verfestigung der Zurichtung bewirkt.
[0045] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der obere der beiden
sich bewegenden Teile eine Membrane aus elastomerem Material auf, die bei Ausbildung
eines Unterdruckes zwischen den beiden Teilen an das am unteren Teil abgestützte,
mit der Zurichtung versehene Leder angepreßt wird. Die Membrane kann eine rundumlaufende
Dichtleiste aufweisen, die sich an der Transporteinrichtung oder an der auf dieser
abgestützten Unterlage abstützt, wobei die Membrane von der Transporteinrichtung mitbewegt
wird. Die Membrane kann mit einem einzigen Lederstück zusammenwirken, aber auch mit
zwei oder mehreren nebeneinander angeordneten Lederstücken. Es können auch auf der
Transporteinrichtung mehrere Membranen nebeneinander angeordnet sein, wobei jeweils
einen dieser Membranen zumindest ein zugerichtetes Leder abdeckt, wobei gegebenenfalls
die Membranen miteinander verbunden sind.
[0046] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Membrane von einem aus einem
elastomeren Material bestehenden Band gebildet, das sich mit dem endlosen umlaufenden
Trägerkörper synchron bewegt. Insbesondere dann, wenn dieses Band aus einem halbharten
Material besteht und eine Stärke von mindestens 2 mm aufweist, legt es sich infolge
des Eigengewichtes am Spalteleder an, wodurch bereits eine gewisse Abdichtung zwischen
der Membrane und der Unterlage bzw. der Transporteinrichtung erfolgt, welche die Ausbildung
eines Vakuums bei einem Anschluß an eine Vakuumquelle ermöglicht. Es können aber auch,
damit eine solche Abdichtung sichergestellt ist, das aus elastomerem Material bestehende
Band und/oder der Trägerkörper an den in Bewegungsrichtung verlaufenden Randbereichen
sowie gegebenenfalls in vorbestimmten Abständen quer zur Bewegungsrichtung mit Dichtleisten
aus elastomerem Material versehen sein. Diese Dichtleisten bestehen vorzugsweise aus
einem weicheren Material als die Membrane und können an der Membrane oder, wenn der
Trägerkörper aus Kunststoff besteht, an diesem Trägerkörper angeklebt oder anvulkanisiert
sein.
[0047] Zweckmäßig sind die Öffnungen zur Verbindung mit der Vakuumquelle in den Dichtleisten
angeordnet und mit Ventilen versehen. Die Anordnung der Ventile bringt den Vorteil
mit sich, daß die Verbindung mit der Vakuumquelle während der Weiterbewegung der Transporteinrichtung
und der Membrane unterbrochen werden kann und trotzdem durch Schließen des Ventiles
das Vakuum aufrechterhalten werden kann.
[0048] Damit die bei der Trocknung der Zurichtung entstehenden Dämpfe auch von den inneren
Bereichen des Leders mit Sicherheit abgezogen werden, ist erfindungsgemäß die Membrane
an der dem Leder zugewendeten Seite mit Rillen versehen, welche Kanäle für die Abfuhr
dieser Dämpfe bilden.
[0049] Vorzugsweise ist auch die Membrane beheizt, wodurch der Vorteil erzielt wird, daß
das die Zurichtung bildende Kunststoffmaterial, wenn es sich bei einem seitlichen
Austreten am Rand des Leders in unerwünschter Weise an der Membrane absetzen sollte,
sich dort verfestigt und dann leicht entfernt werden kann.
[0050] Der Übergabebereich von der Abstützung zur Unterlage ist gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung zwischen der Gieß-, Rakel- bzw. Sprüheinrichtung zum
Auftragen der Kunststoffdispersion oder Kunststofflösung auf die Unterlage und der
Vakuumvorrichtung vorgesehen. Auf diese Weise wird eine rationelle Fertigung mittels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglicht.
[0051] Die Unterlage kann erfindungsgemäß unterhalb der Auftragswalze angeordnet sein. Eine
solche Vorrichtung ist einfach in ihrem Aufbau, jedoch steht bei Verwendung bekannter,
auf dem Markt befindlicher Auftragsvorrichtungen häufig dort nicht der erforderliche
Platz zur Verfügung. In diesem Fall ist eine Ausführungsform von Vorteil, bei der
die Unterlage seitlich der Auftragswalze angeordnet ist. Die Abstützung ist dann erfindungsgemäß
zweckmäßig von einer, beispielsweise aus Transportrollen bestehenden, bogenförmigen
Umlenkeinrichtung gebildet, welche zwischen einem das zuzurichtende Leder befördernden,
mit der Auftragswalze zusammenwirkenden Transportband od. dgl. und der Unterlage angeordnet
ist und eine Änderung der Bewegungsrichtung des Leders bewirkt. Die Umlenkeinrichtung
kann hiebei so ausgebildet werden, daß das Leder in eine Richtung umgelenkt wird,
an der es an eine an der Einrichtung zum Auftragen der Zurichtung vorbeigeführte Unterlage
übergeben werden kann.
[0052] Um das Ablösen des Leders von der Abstützung und die Übergabe an die Unterlage zu
erleichtern, kann im Übergabebereich eine auf das auf der Abstützung befindliche Leder
gerichtete Preßluftdüse vorgesehen sein. Die aus dieser Düse austretende Preßluft
löst das Leder von der Abstützung.
[0053] Schließlich kann die Geschwindigkeit der Abstützung und der Unterlage, vorzugsweise
stufenlos, regelbar sein, wodurch die Zeitdauer zwischen dem Aufbringen der flüssigen
Zurichtung auf das Leder und dem Ablegen des mit der Zurichtung versehenen Leders
auf der Unterlage verändert und den jeweiligen Erfordernissen entsprechend der Menge
der aufgebrachten Zurichtung, der Temperatur der Auflage u.dgl., angepaßt werden kann.
[0054] Die Erfindung ermöglicht die Herstellung eines zugerichteten Spaltleders oder Lederfaserwerkstoffes,
bei welchem die Zurichtung, trotzdem sie nur aus einer verhältnismäßig dünnen Schicht
besteht, ein einem vollnarbigen Leder oder einem velourartig aussehenden Leder täuschend
ähnliche Oberfläche aufweist und auch die hervorragenden Eigenschaften eines solchen
Leders besitzt, wobei eine absolut untrennbare Verbindung zwischen dem Spaltleder
od. dgl. und der Zurichtung gewährleistet ist. Insbesondere weist das erfindungsgemäße
zugerichtete Leder die gewünschte Wasserdampfdurchlässigkeit auf und es erfolgt beim
Dehnen infolge der Schaumstruktur der Zurichtung kein Aufziehen derselben, was nicht
zuletzt durch die Anwendung der Vakuumvorrichtung sowie durch den Einschluß von Mikrohohlkugeln
in die Zurichtung bewirkt wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht in besonders
vorteilhafter Weise eine kontinuierliche Fertigung des zugerichteten Leders, wobei
diese kontinuierliche Fertigung auch in der Vakuumvorrichtung gewährleistet ist, da
sich diese weiterbewegt, während der Unterdruck aufrechterhalten wird, und erst geöffnet
wird, wenn sich die Zurichtung vollständig verfestigt hat und der Arbeitsvorgang für
die Herstellung der Zurichtung beendet ist.
[0055] In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch
veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 in Seitenansicht eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 in Seitenansicht eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsform nach Fig. 1;
Fig. 4 ein Detail der Ausführungsform nach Fig. 3 in größerem Maßstab;
Fig. 5 in vergrößertem Maßstab ein erfindungsgemaßes Spaltleder mit einer aus zwei
Schichten gebildeten Zurichtung;
Fig. 6 in Draufsicht eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 7 zeigt schematisch in Draufsicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung, die ein
Arbeiten im Fließbandverfahren ermöglicht;
Fig. 8 zeigt in Draufsicht eine erste Ausführungsform einer Vakuumvorrichtung, die
einen Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung bildet;
Fig. 9 stellt einen Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 8 dar;
Fig. 10 zeigt in Seitenansicht eine zweite Ausführungsform der Vakuumvorrichtung;
Fig. 11 stellt einen Schnitt nach der Linie XII--XII in Fig. 10 dar;
Fig. 12 zeigt in Seitenansicht eine dritte Ausführungsform einer Vakuumvorrichtung.
[0056] Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung weist eine Abstützung 1 für das zuzurichtende,
von einem Spaltleder 3 gebildete Leder auf, welche von einem endlosen angetriebenen
Band gebildet ist, das über zwei Rollen 5 geführt ist. Das Spaltleder 3 wird auf das
Band 1 aufgelegt und die aus einer wässerigen Kunststoffdispersion bestehende Zurichtung
4 wird über eine Auftragswalze 6 auf das Spaltleder 3 gleichmäßig aufgetragen, während
sich dieses unter der Auftragswalze 6 hinwegbewegt. Die Auftragswalze 6 rotiert hiebei,
wie durch die Pfeile angedeutet ist, gegensinnig zur Bewegungsrichtung des die Abstützung
1 bildenden Bandes.
[0057] Anstelle der gegensinnig rotierenden Auftragswalze 6 kann auch eine Gießeinrichtung
verwendet werden, über welche die aus einer wässerigen Kunststoffdispersion bestehende
Zurichtung 4 auf das Spaltleder 3 aufgetragen wird, während sich dieses weiterbewegt.
In diesem Fall besteht die Abstützung 1 nicht aus einem endlosen angetriebenen Band,
sondern aus endlosen, über die beiden Rollen 5 geführten Seilen, wodurch die Möglichkeit
gegeben ist, daß die überschüssige wässerige Kunststoffdispersion abfließen kann.
[0058] Die untere Rolle 5 bildet eine Umlenkstelle für das Band 1, an welcher das mit der
flüssigen Zurichtung versehene Spaltleder vom Band 1 abgehoben und derart auf eine
von einem Transportband gebildete Unterlage 2 abgelegt wird, daß die mit der flüssigen
Zurichtung 4 versehene Seite des Spaltleders 3 auf diesem Transportband 2 aufruht.
Das Transportband 2 bewegt sich hiebei mit derselben Geschwindigkeit wie das Band
1, so daß bei der Übergabe des mit der Zurichtung versehenen Spaltleders 3 auf das
Transportband 2 keine Relativverschiebung zwischen dem Spaltleder 3 und dem Transportband
2 stattfindet.
[0059] Unterhalb der unteren Rolle 5 ist eine das Transportband 2 abstützende Gegenwalze
7 vorgesehen, damit das Transportband 2 im Übergabebereich nicht durchhängt. Dieses
Transportband 2 ist über Rollen 8 geführt.
[0060] Das Ablösen des mit der Zurichtung 4 versehenen Spaltleders 3 vom Band 1 und die
Übergabe dieses Spaltleders auf das Transportband 2 kann dadurch erleichtert werden,
daß im Übergabebereich eine Preßluftdüse 19 vorgesehen ist, wobei die aus dieser Düse
austretende Preßluft gegen das Spaltleder 3 bläst und dieses vom Transportband 1 ablöst.
[0061] Das Transportband 2 besteht vorzugsweise aus Silikonkautschuk, wobei die Oberseite
des Transportbandes 2 eine negative Narbenstruktur aufweist, so daß die sich auf dem
Transportband 2 verfestigende Zurichtung an seiner Oberfläche mit einer Narbenstruktur
versehen ist und daher ein lederähnliches Aussehen besitzt. Um die Filmbildung der
Zurichtung zu beschleunigen, ist das Transportband 2 in nicht näher dargestellter,
an sich bekannter Weise beheizt.
[0062] Die Ausführungsform nach Fig. 2 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig.
1 dadurch, daß anstelle des Transportbandes 2 eine von einem plattenförmigen Trägerkörper
gebildete Unterlage 2' angeordnet ist, welche über Transportrollen 9 vorwärtsbewegt
wird. Der plattenförmige Trägerkörper besteht vorzugsweise aus Silikonkautschuk und
ist mit einer Verstärkungseinlage aus Vlies oder Gewebe aus Glas-oder Carbonfasern
versehen. Die Unterlage 2' kann auch aus zwei Schichten aufgebaut sein, wobei die
obere, die Strukturierung aufweisende Schicht weicher bzw. elastischer ist als die
untere Schicht. Weiters ist im Übergabebereich eine Übergabewalze 10 vorgesehen, über
welche das mit der Zurichtung 4 versehene Spaltleder 3 an den plattenförmigen Trägerkörper
2' übergeben wird. Auch dieser plattenförmige Trägerkörper 2' ist beheizt.
[0063] Anstelle der Übergabewalze 10 kann auch ein Übergabeband vorgesehen sein, über welches
eine Lagenänderung des Spaltleders bei der Übergabe auf den plattenförmigen Trägerkörper
2' bewirkt werden kann.
[0064] Der plattenförmige Trägerkörper 2' kann entweder selbst eine negative Narbenstruktur
aufweisen, so daß die sich auf diesem Trägerkörper verfestigende Zurichtung an ihrer
Oberfläche mit einer Narbenstruktur versehen wird, es ist aber auch möglich, auf den
plattenförmigen Trägerkörper ein eine strukturierte Oberfläche aufweisendes, mit einer
Kunststoffbeschichtung versehenes Papier aufzulegen, welches die Bildung einer strukturierten
Oberfläche der Zurichtung bewirkt. Selbstverständlich kann auch auf das dann keine
negative Narbenstruktur aufweisende Transportband 2 (Fig. 1) ein solches eine strukturierte
Oberfläche aufweisendes Papier zur Bildung der Narbenstruktur der Zurichtung aufgelegt
werden, welches beispielsweise aus einer von einer Rolle abziehbaren Papierbahn besteht.
[0065] Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind Andruck- bzw. Preßwalzen 11, 11' vorgesehen,
mittels welcher das mit der sich im verfestigenden Zustand befindlichen Zurichtung
4 versehene Spaltleder 3 gegen die mit der Narbenstruktur versehene Oberseite des
Transportbandes 2 gepreßt wird. Aus Fig. 3 ist weiters ersichtlich, daß das Transportband
2 nicht über seine ganze Länge eben verlaufen muß, sondern im Bereich der Gegenwalze
7 eine Abwinkelung erfahren kann, wie dies in Fig. 3 strichliert dargestellt ist.
Eine solche Ausbildung erleichtert die Übergabe des mit der Zurichtung 4 versehenen
Spaltleders 3 vom Band 1 auf das Transportband 2.
[0066] Auch bei den Ausführungsformen nach den Fig. 2 und 3 können das Ablösen des Spaltleders
bewirkende Preßluftdüsen vorgesehen sein.
[0067] Fig. 4 zeigt das Aufbringen einer Schicht 12 auf das Transportband 2, wie dies bei
einem zweischichtigen Aufbau der Zurichtung erforderlich ist. Selbstverständlich kann
eine solche Schicht auch auf einen die Unterlage bildenden plattenförmigen Trägenkörper
2' bzw. auf die Papierbahn aufgebracht werden. Das Aufbringen dieser aus einer wässerigen
Kunststoffdispersion oder aus einer flüssigen Kunststofflösung gebildeten Schicht
12 erfolgt mittels einer Gieß-, Rakel- oder einer Sprüheinrichtung 20. Die auf das
Spaltleder 3 aufgebrachte Schicht 4 aus einer wässerigen Kunststoffdispersion bildet
dann die innere Schicht der Zurichtung. Das Auflegen des mit der noch flüssigen Schicht
4 versehenen Spaltleders 3 auf die Unterlage 2 bzw. 2' erfolgt in diesem Fall erst,
nachdem sich die Schicht 12 bereits zumindest weitgehend verfestigt hat. Damit dies
der Fall ist, befindet sich die Rakel bzw. Sprüheinrichtung, über welche die Schicht
12 auf die Unterlage 2 bzw. 2' aufgetragen wird, im Abstand vom Übergabebereich vom
Transportband 1 zur Unterlage 2, 2' auf der einen Seite dieses Übergabebereiches.
Auf der entgegengesetzten Seite dieses Übergabebereiches ist eine nicht dargestellte
Trockeneinrichtung, beispielsweise ein Vakuumtrockner, für das mit der Zurichtung
versehene Spaltleder 3, vorgesehen.
[0068] Die Geschwindigkeit des Bandes 1 und der Unterlage 2 bzw. 2' ist zweckmäßig stufenlos
regelbar, um sie den jeweiligen Erfordernissen anpassen zu können. Die bevorzugte
Geschwindigkeit, mit welcher sich das Spaltleder 3 vorwärtsbewegt, liegt zwischen
3 und 8 m/min.
[0069] In Fig. 6 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Draufsicht dargestellt, bei welcher
die Abstützung aus einer bogenförmigen Umlenkeinrichtung besteht, die von mehreren
Transportrollen 1' gebildet ist. Bei dieser Vorrichtung wird eine bekannte Einrichtung
zum Auftragen der in flüssiger Phase befindlichen Zurichtung auf das Spaltleder verwendet,
die aus einem Transportband 18 besteht, über welches das Spaltleder weiterbewegt wird,
wobei über die Auftragswalze 6 die Zurichtung gleichmäßig auf das Spaltleder 3 aufgetragen
wird. An dem der Auftragswalze 6 gegenüberliegenden Ende des Transportbandes 18 schließen
sich die zumindest teilweise angetriebenen Transportrollen 1' an, welche so angeordnet
sind, daß eine Umlenkung des vom Transportband 18 auf diese Transportrollen 1' übergebenen
zugerichteten Spaltleders 3 um etwa 90° erfolgt. Die letzte dieser Transportrollen
1' bildet die Umlenkstelle 5, an welcher das mit der flüssigen Zurichtung 4 versehene
Spaltleder auf die von einem Transportband 2 gebildete Unterlage derart abgelegt wird,
daß die mit der flüssigen Zurichtung 4 versehene Seite des Spaltleders auf diesem
Transportband 2 aufruht. Selbstverständlich kann auch bei dieser Ausführungsform anstelle
des Transportbandes 2 eine von einem plattenförmigen Trägerkörper gebildete Unterlage
2' vorgesehen sein, welche in analoger Weise wie bei der Ausführungsform nach Fig.
2 über Transportrollen vorwärtsbewegt wird. In jedem Fall wird durch die Umlenkeinrichtung
bewirkt, daß das Transportband 2 bzw. die über Transportrollen vorwärtsbewegte Unterlage
2' in einer Stellung angeordnet werden können, in welcher die Einrichtung zum Auftragen
der Zurichtung auf das Spaltleder nicht im Wege ist.
[0070] Fig. 7 stellt schematisch denkontinuierlichen Arbeitsablauf beim Zurichten eines
Spaltleders dar. Auf einem Transportband 21, welches die Transportrollen 9 in Fig.
2 ersetzt, werden die Unterlagen 2' aus Silikonkautschuk in Richtung des Pfeiles 22
weiterbewegt. Die Oberseite der Unterlagen 2' ist mit einer Strukturierung versehen.
Auf diese Oberseite wird mittels der Vorrichtung 20 eine wässerige Kunststoffdispersion
oder eine flüssige Kunststofflösung aufgegossen oder aufgesprüht und während des Weiterbewegens
verfestigen gelassen, wobei die Verfestigung durch nicht dargestellte Heizeinrichtungen,
über welche die Unterlagen 2' erwärmt werden, beschleunigt wird.
[0071] In Abstand von der Vorrichtung 20 befindet sich das Transportband 1, auf dem das
Spaltleder 3 aufliegt. Über die Auftragwalze 6 wird in der beschriebenen Weise auf
das Spaltleder eine wässerige Kunststoffdispersion aufgetragen und im Anschluß daran
wird das Spaltleder mit der nassen Seite unten auf eine mit der bereits verfestigten
Schicht versehene Unterlage 2' aufgelegt, wie dies vorher erörtert wurde.
[0072] Das so zugerichtete Spaltleder wird über Transportrollen 21' umgelenkt und gelangt
auf ein weiteres Transportband 23, wo ein Anpressen des zugerichteten Spaltleders
an die Unterlage 2' mittels der Preßwalzen 11 erfolgt. Nach einer weiteren Umlenkung
über Transportrollen 23' gelangt das zugerichtete Spaltleder in eine Vakuumvorrichtung
24, die im folgenden näher beschrieben wird, und von dort über Transportrollen 25'
auf das Transportband 25, wo bei 26 die Abnahme des fertigen, mit einer Zurichtung
versehenen Spaltleders erfolgt. Die Unterlagen 2' werden weiterbefördert und gelangen
über Transportrollen 27' wieder auf das Transportband 21.
[0073] In den Fig. 8 und 9 ist eine erste Ausführungsform einer Vakuumvorrichtung dargestellt.
Auf einem um eine Achse 28' drehbaren Trägerteil 28 sind Tische 29 befestigt, welche
einen Trägerkörper für die Unterlage 2' bilden. An der Stelle 33 wird ein Tisch 29
mit einer Unterlage 2' beschickt, auf der sich ein zugerichtetes Spaltleder befindet.
Im Anschluß daran erfolgt eine Weiterbewegung der Tische 29 in Richtung des Pfeiles
34. In der nächsten Stellung wird auf den Tisch 29 eine Membrane 30 aufgesetzt, die
rechteckig, insbesondere quadratisch, aber auch rund, insbesondere kreisförmig sein
kann und die an ihrem Rand eine rundumlaufende Dichtleiste 31 aufweist, deren freies,
vorzugsweise mit einer Profilierung versehenes Ende am Tisch 29 aufruht. Die mit den
Dichtleisten 31 versehene Membrane 30 umschließt somit die Unterlage 2' mit dem zugerichteten
Spaltleder 3.
[0074] Eine an einer Stelle der Dichtleiste angeordnete, mit einem Ventil versehene Öffnung
32 wird mit einer nicht dargestellten Vakuumquelle verbunden, so daß nach Anschluß
dieser Vakuumquelle in dem von der Membrane 30 und der Dichtleiste 31 umschlossenen
Raum ein Unterdruck entsteht, der bewirkt, daß die Membrane 30 sich an das Spaltleder
3 anlegt und dieses gegen die Unterlage 2 drückt, wobei gleichzeitig die bei der Trocknung
der Zurichtung entstehenden Dämpfe abgesaugt werden.
[0075] Sowohl die Membrane 30 als auch die Dichtleiste 31 bestehen aus einem elastomeren
Material, wobei die Dichtleiste 31 vorzugsweise aus einem weicheren Material als die
Membrane 30 gebildet ist. Als elastomeres Material kommt in erster Linie Kautschuk
bzw. Gummi, insbesondere Silikonkautschuk, in Frage.
[0076] Wird das Ventil der Öffnung 32 verschlossen, so wird der Unterdruck aufrechterhalten,
auch wenn der Anschluß an die Vakuumquelle unterbrochen wird. Der Tisch 29 wird dann
zusammen mit der Unterlage 2' und der an das zugerichtete Spaltleder 3 angepreßten
Membrane 30 in die in Fig. 8 rechts dargestellte Lage weiterbewegt und gelangt schließlich
zur Entnahmestelle 35, wo das Ventil der Öffnung 32 geöffnet wird, so daß eine Verbindung
des von der Membrane 30 und den Dichtleisten 31 umschlossenen Raumes mit der Atmosphäre
erfolgt. Infolge der materialeigenen Rückstellkraft stellt sich die Membrane 30 wieder
in die Ausgangslage zurück und kann abgehoben werden, das zugerichtete Spaltleder
wird zusammen mit der Unterlage 2' entfernt.
[0077] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 10 und 11 ist ein aus Platten 36 bestehender
Trägerkörper vorgesehen, wobei die Platten über abstehende Vorsprünge 37 mit Transportketten
38 in Verbindung stehen, welche über Kettenräder 39 geführt sind. Anstelle der Platten
können auch Lamellen oder rohrförmige Trägerkörper vorgesehen sein.
[0078] Auf den Platten 36 ruhen die Unterlagen 2' auf, auf welchen sich das mit der Zurichtung
versehene Spaltleder 3 befindet. Die Unterlagen 2' sind hiebei zweckmäßig so angeordnet,
daß sie jeweils einen Spalt zwischen zwei benachbarten Platten 36 abdecken.
[0079] Unterhalb der Platten 36 befinden sich Heizeinrichtungen, beispielsweise Infrarotstrahler
40, über welche eine Erwärmung der Platten 36 und damit auch der Unterlagen 2' erfolgt.
[0080] Die Platten 36 wirken mit einer aus einem endlosen Band bestehenden Membrane 41 zusammen,
welches Band über Rollen 42 geführt ist. Diese aus dem endlosen Band gebildete Membrane
41 ist so ausgebildet, daß ein dichter Abschluß zwischen der Membrane und den Unterlagen
2' bzw. den Platten 36 möglich ist, so daß wieder in dem Zwischenraum ein Unterdruck
ausgebildet werden kann. Hiezu sind bei der in Fig. 10 dargestellten Ausführungsform
an den in Bewegungsrichtung verlaufenden Randbereichen der Membrane 41 Dichtleisten
43 aus einem elastomeren Material vorgesehen, sowie gegebenenfalls auch quer zur Bewegungsrichtung
verlaufende Dichtleisten 44. Es hat sich aber gezeigt, daß ein Vakuum auch ohne Anordnung
dieser Dichtleisten aufgebaut werden kann. In den Dichtleisten oder bei Fehlen derselben
in der Membrane 41 sind wieder mit einem Ventil versehene Öffnungen 45 vorgesehen,
die mit einer Vakuumquelle verbunden werden können. Dadurch erfolgt wieder ein Anpressen
der Membrane 41 an das auf der Unterlage 2' befindliche Spaltleder 3 sowie ein Absaugen
der beim Trocknen der Zurichtung entstehenden Dämpfe.
[0081] Das die Membrane 41 bildende endlose Band ist kürzer als der von den Platten 36 gebildete,
wie ein endloses Band wirkender Trägerkörper, so daß auf einfache Weise eine Entnahme
des fertigen zugerichteten Spaltleders 3 zusammen mit der Unterlage 2' erfolgen kann.
[0082] Das Absaugen der Dämpfe wird dadurch verbessert, daß an der dem Leder 3 zugewendeten
Seite der Membrane 41 Rillen 41a vorgesehen ist, über welche die sich bildenden Dämpfe
entweichen können. Solche Rillen können natürlich auch in der Membrane 30 (Fig. 8
und 9) vorgesehen sein.
[0083] Die Platten 36 sind vorzugsweise aus Metall, beispielsweise aus Stahl. Die Anordnung
einzelner Platten anstelle eines endlosen Stahlbandes bringt den Vorteil mit sich,
daß durch die Unterteilung eine Wärmeausdehnung der Platten sich nicht störend auswirkt.
Insbesondere bei Verwendung von Unterlagen 2' aus Silikon wird durch diese der Spalt
zwischen benachbarten Platten 36 so abgedichtet, daß dieser Spalt der Ausbildung des
Vakuums nicht hinderlich ist. Dieses Vakuum bildet sich in diesem Fall zwischen der
Unterlage 2' aus Silikonkautschuk sowie der Membrane 41 und soferne vorhanden, den
Dichtleisten 43, 44 aus, wobei durch die Dichtleisten 44 die Membrane 41 in mehrere
Kammern unterteilt ist.
[0084] Die aus einem endlosen Band bestehende Membrane 41 besteht zweckmäßig aus Gummi oder
Kautschuk und kann durch ein Metallgitter, ein Gewebe oder ein Vlies verstärkt sein.
Die Verstärkung kann hiebei entweder innerhalb der Membrane als Einlage angeordnet
sein oder an der Außenseite der Membrane aufgelegt sein.
[0085] In der Regel genügt das Eigengewicht der Membrane 41, um eine anfängsliche Abdichtung
gegenüber der Unterlage 2' sicherzustellen, welche in der Folge die Ausbildung des
Vakuums ermöglicht. Es können jedoch auch Anpreßrollen 42' vorgesehen sein, über welche
die Membrane 41 gegen die Unterlage 2' gedrückt wird. Ferner wird zweckmäßig auch
die Membrane 41 durch Heizeinrichtungen 40', beispielsweise Infrarotstrahler, beheizt,
wodurch der Vorteil erzielt wird, daß sich an der Membrane absetzende Reste der noch
flüssigen Kunststofflösung oder wässerigen Kunststoffdispersion dort verfestigen und
dann leicht von der Membrane entfernt werden können.
[0086] Die Dichtleisten 43, 44 sind zweckmäßig aus einem weicheren Material als die Membrane
41 und sind an der Membrane 41 angeklebt oder anvulkanisiert.
[0087] Bestehen die Platten 36 nicht aus Metall, sondern aus einem hitzbeständigem Kunststoff,
so ist es möglich, die Dichtleisten nicht an der Membrane, sondern an diesen Platten
anzuordnen.
[0088] Die Membrane 41 kann auch an einem endlosen Stahlband angeordnet werden.
[0089] Bei der Ausführungsform nach Fig. 12 besteht der Trägerkörper aus einem endlosen
Band 46 aus Stahl oder aus einem elastomeren, hitzbeständigem Material, das durch
Stützrollen 47 abgestützt ist. Ferner sind auch hier Heizeinrichtungen 40 vorgesehen.
[0090] Das Band 46 trägt eine Papierbahn 48, auf dessen strukturierter Oberseite bereits
eine aus einer wässerigen Kunststoffdispersion oder einer flüssigen Kunststofflösung
gebildete Beschichtung aufgebracht ist, welche die äußere Schicht der Zurichtung bildet.
Diese Papierbahn 48 ersetzt die Unterlage 2'. Auf diese Papierbahn 48 wird in der
beschriebenen Weise das mit der noch wässerigen Kunststoffdispersion versehene Spaltleder
3 derart aufgelegt, daß die naße Seite auf die Papierbahn zu liegen kommt. Auf jedes
aufgelegte Spaltleder 3 wird eine mit rundumlaufenden Dichtleisten 50 versehene Membrane
49 aufgestülpt. Jede Membrane 49 weist wieder eine mit einem Ventil versehene Öffnung
51 auf, über die der Anschluß an eine Vakuumquelle erfolgt. Durch Anlegen des Vakuums
wird wieder die Membrane gegen das Spaltleder gedrückt und es werden die Dämpfe abgesaugt.
Das Spaltleder mit der Membrane wird hiebei durch das Band 46 weiterbefördert. Am
Ende dieses Bandes wird die Membrane abgehoben und das zugerichtete Spaltleder von
der Papierbahn 48 abgezogen. Die auf der Papierbahn 48 vorfabrizierte Schicht bildet
dann die äußere, das Pigment aufweisende Schicht der Zurichtung. Die Papierbahn kann
neuerlich mit einer solchen Schicht versehen und dann weider verwendet werden.
[0091] Das Band 46 wird über Rollen 52 geführt.
[0092] Auch hier sind an der dem Spaltleder 3 zugewendeten Seite der Membrane 49 zweckmäßig
wieder Rillen 41a vorgesehen, um das Abführen der Dämpfe zu erleichtern.
[0093] Der Bewegungsablauf aller beschriebener Vakuumeinrichtungen kann so gesteuert werden,
daß er der Geschwindigkeit der vorgeschalteten Vorrichtungen angepaßt ist, so daß
eine kontinuierliche Fertigung möglich ist.
[0094] Bei allen Vorrichtungen können die Membranen aus verschiedenen Produkten mit elastomeren
Eigenschaften bestehen, wie beispielsweise Naturkautschuk, Synthesekautschuk, Silikonkautschuk
und elastisches Polyurethan.
[0095] Die Fig. 6 zeigt in vergrößertem Maßstab ein erfindungsgemäßes zugerichtetes Spaltleder.
[0096] Die Zurichtung besteht aus zwei Schichten 14a, 14b, wobei in der inneren, die Fasern
des Spaltleders 13 zur Gänze aufnehmenden Schicht 14a Mikrohohlkugeln eingebettet
sind. Diese innere Schicht 14a ist vorzugsweise farbneutral und enthält keine Pigmente
bzw. Farbstoffe.
[0097] Die äußere Schicht 14b, welche wesentlich dünner als die innere Schicht 14a ist,
weist keine Mikrohohlkugeln, dafür aber einen solchen Anteil an Pigmenten bzw. Farbstoffen
auf, daß damit die Farbgebung der Zurichtung bestimmt wird. Die Oberseite 16 dieser
äußeren Schicht 14b ist wieder mit einer Strukturierung versehen und weist daher ein
lederähnliches Aussehen auf.
Beispiel 1
[0098] Ein erfindungsgemäß zugerichtetes Spaltleder, das in seinem Aussehen und in seinen
Eigenschaften mit einem vollnarbigen Naturleder gleicher Sorte und Stärke vergleichbar
ist, wird wie folgt hergestellt:
Eine zweischichtige Silikonunterlage, die mittels einer Asbestgewebeeinlage verstärkt
ist, wird auf ein Fließband aufgelegt und während des Wietertransportes auf diesem
Fließband mittels Infrarotstrahlen auf etwa 85°C erwärmt. Die Silikonunterlage hat
eine Größe von 2,4 m2 und eine Stärke von ca. 3 mm. Auf die etwa 85°C warme Silikonunterlage wird mittels
Gießen eine ca. 45% Feststoff enthaltende wässerige Dispersion aufgetragen. Die Dispersion
enthält ca. 40% Polyurethan und ca. 5% Weißpigment und hat eine Viskosität von ca.
60 Sekunden (die Bestimmung der Viskosität erfolgt im Ford-Becher bei einer 4 mm-Düse).
Die naße Dispersion wird in einer Dicke von ca. 0,11 mm auf die warme Unterlage aufgetragen,
wobei die Verdickung und die darauffolgende Verfestigung dieser Dispersion unmittelbar
nach dem Auftreffen auf die Unterlage durch Wasserverdampfung erfolgt. Die Unterlage
weist eine strukturierte Oberseite auf, so daß sich beim Verfestigen dieser das Pigment
aufweisenden Schicht gleichzeitig die später sichtbare Narbenstruktur der Zurichtung
bildet. Die verfestigte äußere Schicht hat eine Stärke von ca. 0,06 mm. Die Polyurethandispersion
bildet einen Film mit einer Härte von ca. 90 Shore A.
[0099] Während der Verfestigung bewegt sich die Unterlage auf dem Förderband mit einer Geschwindigkeit
von 4,5 m/min. 8 Meter nach dem Aufgießen der das Pigment enthaltenden Dispersion
wird ohne manuelles Zutun ein Spaltleder, auf das vorher eine wässerige Kunststoffdispersion
aufgetragen wurde, mit der nassen Seite auf die vorgetrocknete, das Pigment enthaltende
Schicht der Unterlage abgelegt. Das Spaltleder hat eine Größe von ca. 1,3 m
2 und eine Stärke von 1,4 mm und besitzt eine helle chromgrüne Farbe.
[0100] Die auf das Spaltleder aufgebrachte Dispersion ist eine Polyurethan-Dispersion, die
ca. 62% Feststoffe enthält. Diese Feststoffe setzen sich im wesentlichen zusammen
aus 50% Polyurethan und 10% Mikrohohlkugeln sowie einem Verdikkungsmittel. Die wässerige
Dispersion hat eine Viskosität von ca. 280 Sekunden (gemessen im Ford-Becher bei einer
4 mm-Düse) und trocknet zu einem Film mit einer Härte von ca. 65 Shore A und einer
Dichte von ca. 0,78. Das Auftragen der relative viskosen Dispersion auf das Spaltleder
erfolgte mittels einer Walze, die gegensinnig zur Bewegungsrichtung des Leders umläuft,
so daß die Dispersion unter Ausnützung der Scherkräfte in das Leder einmassiert wird
und im wesentlichen alle Hohlräume zwischen den abstehenden Fasern ausfüllt. Infolge
der unterschiedlich langen abstehenden Fasern des Leders kann eine Bestimmung der
Schichtdicke nicht erfolgen. Das Auftragsgewicht der nassen Dispersion betrug ca.
240 g
/m2.
[0101] Nach dem Auflegen des Leders auf die verfestigte Pigmentschicht auf der Unterlage
wird dieses Leder durch eine weiche, elastische, mit Silikon belegte Walze auf die
Unterlage gedrückt, wobei eventuelle Lufteinschlüsse zwischen der Pigmentschicht und
der nassen, auf das Leder aufgebrachten Kunststoffdispersion entweichen können. Danach
wird das auf der Unterlage aufliegende, mit der Zurichtung versehene Leder zusammen
mit der Unterlage in eine warme Vakuumvorrichtung gebracht, die mit einer Membrane
versehen ist, wobei unterhalb der Membrane ein Unterdruck erzeugt wird, so daß sich
die Membrane nach unten senkt und gegen das Leder preßt. Dabei paßt sich die Membrane
den Konturen des Leders an und preßt dieses auf die Unterlage. Die durch die Beheizung
der Vakuumvorrichtung entstehenden Gase und Wasserdämpfe werden über die Vakuumleitung
abgesaugt. Nach ca. 75 Sekunden kann das fertige zugerichtete Leder der Vakuumvorrichtung
entmommen werden. Während dieser Zeit hat sich die Vakuumvorrichtung weiterbewegt,
so daß eine kontinuierliche Fertigung erfolgt.
Beispiel 2
[0102] Ein mit einer genarbten, besonders abriebfesten Zurichtung versehenes Spaltleder
wird wie folgt hergestelt:
Auf einem Papierträger mit einer negativen Narbenstruktur und eine Oberflächenausrüstung,
die ein Ablösen eines Verfestigten Polyurethanfilmes ermöglicht, wird mittels einer
Rakel bzw. Streichvorrichtung eine hochviskose Polyurethanlösung in einer Schichtdicke
von ca. 0,13 mm aufgetragen. Die Polyurethanlösung enthält als Feststoffe im wesentlichen
38% Polyurethan und 3% Braunpigment. Die Lösung trocknet zu einem Film mit einer Dichte
von ca. 1,05 auf, der dann eine Härte von ca. 98 Shore A besitzt. Diese Pigmentschicht
wird auf dem Papierträger vorfabriziert, der Papierträger kann also zusammen mit der
Pigmentschicht bis zu seiner Verwendung auf Lager gehalten werden.
[0103] Bei der Herstellung der Zurichtung eines Spaltleders wird der Papierträger auf eine
Unterlage, beispielsweise ein Transportband aufgelegt und bewegt sich in Richtung
auf die Übergabestelle des mit der nassen Kunststoffdispersion versehenen Leders,
wo das Leder ohne manuelle Hilfe mit seiner nassen Seite auf die Pigmentschicht des
Papierträgers aufgelegt wird. Die auf das Leder aufgebrachte wässerige Kunststoffdispersion
ist pigmentfrei und besitzt ein milchiges Aussehen.
[0104] Im Anschluß daran läuft die Papierbahn mit dem aufgelegten Leder unter der Auftragsvorrichtung
für das Auftragen der wässerigen Kunststoffdispersion auf das Leder hindurch zu einem
Rollenpaar, wo ein Anpressen erfolgt.
[0105] Die auf das Leder afgetragene wässerige Dispersionsschicht entspricht hinsichtlich
ihrer Zusammensetzung und Menge jener im Beispiel 1.
[0106] Anschließend wird die Papierunterlage mit dem aufliegenden Spaltleder von einem beheizten
endlosen Stahlband, das eine Länge von mehr als 12 Meter und eine Breite von mehr
als 1,2 Meter hat, übernommen und durch dieses weitertransportiert, in der Weise,
daß an jenen Stellen, wo das Leder auf der Papierbahn liegt, eine als Membrane wirkende
Gummiabdeckung mit einem Abdichtungsrahmen und einer mit einem Ventil versehenen Öffnung
für einen Anschluß an eine Vakuumquelle so auf das Leder aufgelegt wird, daß sie das
Leder abdeckt. Hierauf wird die Luft unterhalb der Gummiabdeckung abgesaugt, so daß
die Membrane durch den entstehenden Unterdruck sich an das Leder anlegt und das Leder
auf das Papier bzw. auf das Stahlband drückt. Durch die Druckeinwirkung der Membrane
auf das Leder kommt es zu einer guten Verbindung zwischen der auf der Papierbahn befindlichen
Pigmentschicht und der Mikrohohlkugeln aufweisenden, die Fasern des Leders einbettenden,
sich verfestigenden Dispersionsschicht. Durch den Unterdruck und durch die Wärmeeinwirkung
kommt es zu einer raschen Trocknung dieser Dispersionsschicht.
[0107] Die Beheizung des Stahlbandes auf eine Temperatur zwischen 70 und 140°C erfolgt durch
Anstrahlen der Unterseite desselben mittels Infrarotstrahlern.
[0108] Ca. 60 Sekunden nach Anlegen des Vakuums wird das Ventil geöffnet und die Gummiabdekkung
nimmt auf Grund ihrer elastischen Eigenschaften ihre ursprüngliche Form an. Nach dem
Abheben der Gummiabdeckung kann das fertige Leder vom Papier abgezogen werden. Durch
in der Gummiabdeckung vorgesehene Längs- und Querrillen wird sichergestellt, daß die
Gase und der Wasserdampf auch dann aus dem Leder entweichen können, wenn die Membrane
durch das Vakuum auf das Leder gedrückt ist.
[0109] Unter dem Begriff "Membrane" wird keinesfalls nur ein in einen Rahmen oder einer
anderen Halterung eingespanntes elastomeres Material verstanden. Die Membrane kann
auch lediglich aus einem ein- oder mehrschichtigem elastomeren Material bestehen und
eine beliebige Form aufweisen, wie z.B. deckelartig ausgebildet sein. In jedem Fall
muß die Membrane eine solche Form aufweisen, daß sie beim Auflegen auf die Abstützung
und/oder auf die Unterlage einen evakuierbaren Hohlraum begrenzt und beim Anlegen
des Vakuums gegen das Leder gedrückt wird.
[0110] Die kontinuierliche Weiterbewegung des vorzugsweise auf der Unterlage abgestützten
zugerichteten Spaltleders in der Vakuumvorrichtung kann nicht nur in einer im wesentlichen
horizontalen Ebene erfolgen, sondern beispielsweise auch paternosterartig in einer
im wesentlichen vertikalen Richtung oder auch in einer schräg zur Horizontalen verlaufenden
Richtung. Zweckmäßig erfolgt jedoch immer eine Kreislaufbewegung derart, daß die Transporteinrichtung
stets wieder zu einer bestimmten Übergabestelle zurückkehrt.
1. Verfahren zum Zurichten von Spaltleder oder Lederfaserwerkstoffen, wobei auf eine
strukturierte Oberfläche einer Unterlage (2, 2'), vorzugsweise aus Silikonkautschuk,
ein flüssiges, Polyurethan enthaltendes Kunststoffmaterial, gegebenenfalls eine Polymerlösung
aufgebracht und durch Erwärmung der Unterlage (2, 2') verfestigen gelassen wird, so
daß eine äußere Schicht (14b) der Zurichtung mit in situ hergestellter strukturierter
Oberfläche gebildet wird, und hierauf auf das sich bewegende Spaltleder (13) od.dgl.
eine eine innere Schicht (14a) der Zurichtung bildende wässerige Kunststoffdispersion
aufgebracht und zusammen mit dem Spaltleder (13) od.dgl. in ihrer Naßphase auf die
vorverfestigte äußere Schicht (14b) aufgeldgt wird, und wobei anschließend die aus
den beiden Schichten (14a, 14b) gebildete Zurichtung mit dem Spaltleder (13) od. dgl.
einer Druckbehandlung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Unterlage
(2,2') eine vernetzbare Dispersion oder Lösung aufgetragen wird, daß hierauf zur Bildung
der inneren Schicht (14a) eine vernetzbare, vorzugsweise Polyurethan enthaltende Dispersion
auf das sich bewegende Spaltleder (13) od.dgl. mittels einer rotierenden Auftragswalze
(6) in . einer Menge zwischen 150 g/m2 und 450 g/m2 in der Naßphase, vorzugsweise in einer Menge von etwa 300 g/m2 in der Naßphase aufgetragen wird, wobei eine Relativgeschwindigkeit zwischen der
Auftragswalze (6) und dem Spaltleder (13) od.dgl. vorhanden ist, so daß die wässerige,
vorzugsweise Polyurethan enthaltende Dispersion in das Spaltleder (13) od.dgl. einmassiert
wird, daß die Trocknung und der Beginn der Vernetzung der inneren Schicht (14a) während
der Verweilzeit auf der von der Unterseite her erwärmten Unterlage (2, 2') erfolgt,
wobei während dieser Zeit der bei der Trocknung entstehende Wasserdampf zumindest
teilweise durch das Spaltleder (13) od.dgl. hindurch abgeführt wird, und daß hierauf
das fertige Spaltleder (13) od.dgl. von der erwärmten Unterlage (2, 2') abgenommen
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die innere Schicht (14a)
bildende vernetzbare Dispersion eine größere Viskosität aufweist als die die äußere
Schicht (14b) bildende vernetzbare Dispersion oder Lösung.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den beiden
Schichten (13a, 13b) gebildete Zurichtung bei der Verfestigung zusammen mit dem Spaltleder
(13) od.dgl. zusätzlich einer Vakuumbehandlung unterworfen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Spaltleder
(13) od.dgl. vor dem Aufbringen der die innere Schicht (14a) der Zurichtung bildenden
vernetzbaren Dispersion oder Lösung auf eine zweckmäßig aus Papier bestehende Auflage
aufgelegt und zusammen mit der Auflage gewendet und auf die, vorverfestigte äußere
Schicht (14b) aufgelegt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbehandlung
und/oder die Vakuumbehandlung zusammen mit einer vorzugsweise aus luftdurchlässigem
Papier bestehenden Auflage erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage
(2, 2') während des Auftragens der die äußere Schicht (14b) bildenden, Polyurethan
enthaltenden Dispersion oder Lösung weiterbewegt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die aus
den beiden Schichten (14a, 14b) gebildete Zurichtung mit dem Spaltleder (13) od.dgl.
während der Druckbehandlung und/oder während der Vakuumbehandlung zusammen mit der
Unterlage (2, 2') weiterbewegt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage
(2,2') auf einem aus Metall bestehenden Trägerkörper (36) abgestützt wird, der während
der Druckbehandlung und/oder Vakuumbehandlung zumindest teilweise erwärmt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsrichtung
der Auftragswalze (6) zur Bewegungsrichtung des Spaltleders (13) od.dgl. entgegengesetzt
ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem
Auftragen der wässerigen, vorzugsweise Polyurethan enthaltenden Kunststoffdispersion
auf das Spaltleder (13) od.dgl. dieser Dispersion Mikrohohlkugeln mit einem Durchmesser
von 0,008 bis 0,1 mm beigement werden, deren dünne Hülle aus thermoplastischem Material,
vorzugsweise aus Vinylidenchlorid-Copolymerisat, besteht.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine
wässerige, vorzugsweise Polyurethan enthaltende Kunststoffdispersion oder flüssige
Kunststofflösung verwendet wird, die mehr als 40 Vol.-% Feststoffanteile enthält.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine
wässerige, vorzugsweise Polyurethan enthaltende Kunststoffdispersion oder flüssige
Kunststofflösung verwendet wird, die Pigmente und/oder Farbstoffe enthält.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die die
äußere Schicht (14b) bildende wässerige, Polyurethan enthaltende Kunststoffdispersion
bzw. flüssige Kunststofflösung auf die, vorzugsweise aus einer Silikonplatte bestehende,
Unterlage aufgegossen oder aufgesprüht wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die die
äußere Schicht (14b) bildende wässerige Kunststoffdispersion bzw. flüssige Kunststofflösung
auf die bereits erwärmte Unterlage (2, 2') aufgegossen oder aufgesprüht wird, während
sich die erwärmte Unterlage weiterbewegt, und daß während der Verfestigung dieser
wässerigen Kunststoffdispersion bzw. flüssigen Kunststofflösung der Unterlage (2,2')
weiter Wärme zugeführt und diese Unterlage zur Stelle, wo das Spaltleder (13) od.dgl.
aufgelegt wird, weiterbewegt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die die
äußere Schicht (14b) bildende, Polyurethan enthaltende Kunststoffdispersion bzw. flüssige
Kunststofflösung auf die, vorzugsweise aus einem Papier bestehende, Unterlage mittels
einer Rakel aufgebracht wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß als Unterlage
eine vorfabrizierte, mit einer verfestigten Kunststoffdispersion oder Kunststofflösung
versehene Papierbahn verwendet wird.
17. Vorrichtung zur Herstellung einer Zurichtung auf einem Spaltleder (3) od.dgl.,
mit einer Abstützung (1, 1') für das zuzurichtende Spaltleder (3) od.dgl., einer Einrichtung
(6) zum Auftragen einer wässerigen Kunststoffdispersion auf das Spaltleder (3) od.dgl.
zur Bildung einer inneren Schicht (14a) der Zurichtung, und einer Unterlage (2, 2')
mit einer strukturierten Oberfläche, beispielsweise mit einer negativen Ledernarbenstruktur
zur Abstützung einer eine Struktur aufweisenden äußeren Schicht (14b) der Zurichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Abstützung (1, 1') bewegbar um
eine Umlenkstelle (5) geführt ist, um Bereich welcher das mit der Zurichtung (4) versehene
Spaltleder (3) od.dgl. an die die äußere Schicht (14b) abstützende Unterlage (2, 2')
derart übergeben wird, daß das Spaltleder (3) od.dgl. mit der die wässerige Kunststoffdispersion
aufweisenden Seite auf der von der Unterlage (2, 2') abgestutzten äußeren Schicht
(14b) aufruht, und daß oberhalb der Abstützung (1) eine Auftragswalze (6) für das
Auftragen der wässerigen Kunststoffdispersion auf das Spaltleder od.dgl. vorgesehen
ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung (1) aus
einem endlosen, angetriebenen, über wenigstens zwei Rollen (5) geführten Band besteht,
wobei eine der Rollen die Umlenkrolle bildet.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß das die Abstützung
(1) bildende Band mit einer Abdeckung, zweckmäßig aus Papier, versehen ist, die vorzugsweise
aus einer endlosen Bahn besteht.
20. Vorrichtung nach Anspruch 17, 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsrichtung
der Auftragswalze (6) zur Bewegungsrichtung der Abstützung (1) entgegengesetzt ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterlage (2) von einem sich bewegenden Transportband gebildet ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage (2) von
einem endlosen, über Führungsorgane geführten Transportband gebildet ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterlage (2') von einem plattenförmigen Trägerkörper gebildet ist, der über eine
Transporteinrichtung, beispielsweise Transportrollen (9) bewegbar ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterlage (2, 2') beheizt ist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterlage (2, 2') aus Silikonkautschuk besteht, der vorzugsweise mit einer Verstärkung
versehen ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung aus
einem Vlies oder Gewebe aus Glas-, Asbest- oder Carbonfasern besteht.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung
in die Unterlage eingebettet ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung
an der Unterseite der Unterlage angebracht ist.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterlage (2') aus zwei Schichten mit verschiedener Härte und/oder verschiedener Elastizität
besteht, wobei die untere Schicht härter und/oder weniger elastisch ist als die obere
Schicht.
30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterlage von einem eine strukturierte, vorzugsweise mit einer Kunststoffbeschichtung
versehene Oberfläche aufweisenden Papier, insbesondere von einer von einer Rolle abziehbaren
Papierbahn (47), gebildet ist.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb
der Unterlage (2,2') eine Gieß-, Rakel- oder Sprüheinrichtung (20) zum Auftragen einer
Kunststoffdispersion oder Kunststofflösung auf die Unterlage vorgesehen ist.
32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß eine
auf die das mit einer Zurichtung (4) versehene Spaltleder (3) od.dgl. abstützende
Unterlage (2, 2') einwirkende Andrück- bzw. Preßeinrichtung (11, 11') vorgesehen ist.
33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der Unterlage (2, 2') eine vorgetrocknete Schicht, vorzugsweise eine Finish-Schicht
(12) angeordnet ist, die sich mit der Zurichtung (4) verbindet.
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß im
Übergabebereich von der Abstützung (1) zur Unterlage (2,2') wenigstens eine Übergabewalze
(10) vorgesehen ist.
35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß eine,
vorzugsweise von einer Vakuumvorrichtung (24) gebildete, Trockeneinrichtung für das
auf der Unterlage (2, 2') befindliche, mit der Zurichtung versehene Spaltleder (3)
od. dgl. vorgesehen ist.
36. Vorrichtung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Vakuumvorrichtung
(24) aus wenigstens zwei sich bewegenden Teilen (29, 30; 36, 41; 46, 49) besteht,
zwischen welchen das mit der Zurichtung versehene Spaltleder (3) od.dgl. angeordnet
ist, wobei zumindest einer dieser Teile (30, 41, 49) elastomere Eigenschaften besitzt
und mit wenigstens einer verschließbaren Öffnung (32, 45, 50) versehen ist, die an
eine Vakuumquelle anschließbar ist, wodurch zwischen den beiden Teilen ein Unterdruck
aufrechterhalten werden kann, der ein Anpressen des elastomere Eigenschaften aufweisenden
Teiles (30, 41, 49) an das mit der Zurichtung versehene Spaltleder (3) od.dgl. bewirkt.
37. Vorrichtung nach Anspruch 35 oder 36, dadurch gekennzeichnet, daß der untere der
beiden Teile zumindest teilweise von der Unterlage (2') gebildet ist, welche auf einer
Transporteinrichtung (29, 36, 46) abgestützt ist.
38. Vorrichtung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung
aus einzelnen sich bewegenden Tischen (29) besteht, auf welchen die Unterlage (2')
aufruht.
39. Vorrichtung nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß die Tische (29) in einer
geschlossenen Bahn bewegbar angeordnet sind.
40. Vorrichtung nach Anspruch 38 und 39, dadurch gekennzeichnet, daß die Tische (29)
um ein Zentrum (28') in einer im wesentlichen kreisförmigen Bahn bewegbar angeordnet
sind.
41. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 37 bis 40, dadurch gekennzeichnet, daß die
Transporteinrichtung aus einem endlosen umlaufenden Trägerkörper (35, 46) gebildet
ist.
42. Vorrichtung nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper aus
einzelnen, miteinander verbundenen platten- oder rohrförmigen Elementen (36) besteht.
43. Vorrichtung nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, daß die platten- oder rohrförmigen
Elemente (36) durch wenigstens eine Transportkette (38) miteinander verbunden sind,
die um Kettenräder (39) herumgeführt ist.
44. Vorrichtung nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, daß die platten- oder rohrförmigen
Elemente (36) aus Metall, vorzugsweise aus Stahl, bestehen.
45. Vorrichtung nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, daß die platten- oder rohrförmigen
Elemente (36) aus hitzebestadigem Kunststoff, beispielsweise aus Polyimid oder aus
Silikonkautschuk bestehen und vorzugsweise mit einer Verstärkung aus Metall, beispielsweise
aus einer Drahtmatte, aus einem Gewebe oder aus einem Vlies, versehen sind.
46. Vorrichtung nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper aus
einem endlosen Band (46) besteht.
47. Vorrichtung nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper aus
einem Stahlband besteht.
48. Vorrichtung nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper aus
einem Band aus elastomerem Material, beispielsweise aus Silikonkautschuk, besteht.
49. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 41 bis 48, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
des Trägerkörpers (46) Stützrollen (47) vorgese- ; hen sind.
50. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 37 bis 49, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
der Transporteinrichtung bzw. des Trägerkörpers Heizeinrichtungen, beispielsweise
Infrarotstrahler (4), vorgesehen sind.
51. Vorrichtung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß der obere der beiden
sich bewegenden Teile eine Membrane (30,41,49) aus elastomerem Material aufweist,
die bei Ausbildung eines Unterdruckes zwischen den beiden Teilen an das am unteren
Teil abgestützte, mit der Zurichtung versehene Spaltleder (3) od. dgl. angepreßt wird.
52. Vorrichtung nach Anspruch 51, dadurch gekennzeichnet, daß die Membrane eine rundumlaufende
Dichtleiste (31, 50) aufweist, die sich an der Transporteinrichtung (29, 46) oder
an der auf dieser abgestützten Unterlage (2', 48) abstützt, wobei die Membrane von
der Transporteinrichtung mitbewegt wird.
53. Vorrichtung nach Anspruch 37 und 52, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Transporteinrichtung
(46) mehrere Membranen (49) nebeneinander angeordnet sind, wobei jeweils eine dieser
Membranen zumindest ein zugerichtetes Spaltleder (3) od.dgl. abdeckt, wobei gegebenenfalls
die Membranen miteinander verbunden sind.
54. Vorrichtung nach Anspruch 51, dadurch gekennzeichnet, daß die Membrane von einem
aus einem elastomeren Material bestehenden Band (41) gebildet ist, das sich mit dem
endlosen umlaufenden Trägerkörper (36) synchron bewegt.
55. Vorrichtung nach Anspruch 54, dadurch gekennzeichnet, daß das aus elastomerem
Material bestehende Band (41) und/oder der Trägerkörper an den in Bewegungsrichtung
verlaufenden Randbereichen sowie gegebenenfalls in vorbestimmten Abständen quer zur
Bewegungsrichtung mit Dichtleisten (43, 44) aus elastomerem Material versehen sind.
56. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 52 bis 55, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtleisten (31; 43,44; 50) aus einem weicheren Material bestehen als die Membrane
(30, 41, 49).
57. Vorrichtung nach Anspruch 52 oder 54, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtleisten
(31; 43, 44; 50) an der Membrane (30, 41, 49) oder am Trägerkörper angeklebt oder
anvulkanisiert sind.
58. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 36 bis 57, dadurch gekennzeichnet, daß die
Öffnungen (32, 45, 51) zur Verbindung mit der Vakuumquelle in den Dichtleisten (31,
43, 50) angeordnet sind.
59. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 36 bis 58, dadurch gekennzeichnet, daß die
Offnungen (32, 45, 51) zur Verbindung mit der Vakuumquelle mit Ventilen versehen sind.
60. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 36 bis 59, dadurch gekennzeichnet, daß die
Membrane (30, 41, 49) an der dem Spaltleder (3) od.dgl. zugewendeten Seite mit Rillen
(41 a) versehen ist.
61. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 36 bis 60, dadurch gekennzeichnet, daß die
Membrane (30,41,49) mit einer Verstärkung, beispielsweise aus Metall, aus einem Gewebe
oder aus einem Vlies, versehen ist.
62. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 36 bis 61, dadurch gekennzeichnet, daß die
Membrane (30, 41, 49) beheizt ist.
63. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 62, dadurch gekennzeichnet, daß der
Übergabebereich von der Abstützung (1) zur Unterlage (2, 2') zwischen der Gieß-,Rakel-
bzw. Sprüheinrichtung (20) zum Auftragen der Kunststoffdispersion oder Kunststofflösung
auf die Unterlage (2, 2', 48) und der Vakuumvorrichtung (24) vorgesehen ist.
64. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 63, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterlage (2, 2') unterhalb der Auftragswalze (6) angeordnet ist.
65. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 63, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterlage (2, 2') seitlich der Auftragswalze (6) angeordnet ist.
66. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 65, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abstützung von einer, beispielsweise aus Transportrollen (1') bestehenden, bogenförmigen
Umlenkeinrichtung gebildet ist, welche zwischen einem das zuzurichtende Spaltleder
(3) od.dgl. befödernden, mit der Auftragswalze (6) zusammenwirkenden Transportband
(18) od.dgl. und der Unterlage (2, 2') angeordnet ist und eine Änderung der Bewegungsrichtung
des Spaltleders (3) od. dgl. bewirkt.
67. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 66, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abstützung (1) aus Gummi oder Kunststoff besteht.
68. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 67, dadurch gekennzeichnet, daß im
Übergabebereich eine auf das auf der Abstützung (1) befindliche Spaltleder (3) od.dgl.
gerichtete Preßluftdüse (19) vorgesehen ist.
69. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 68, dadurch gekennzeichnet, daß die
Geschwindigkeit der Abstützung (1) und der Unterlage (2, 2'), vorzugsweise stufenlos,
regelbar ist.
1. Procédé pour corroyer du cuir refendu ou des matières en fibres de cuir, dans lequel
on dépose, sur une surface présentant une texture d'un substrat (2, 2') de préférence
en caoutchouc de silicones, une matière plastique liquide contenant du polyuréthane,
le cas échéant une solution de polymère, et on la fait se solidifier par chauffage
du substrat (2, 2'), de sorte qu'il se forme une couche extérieure (14b) du revêtement
dont la surface présentant une texture est fabriquée in situ, et on dépose ensuite,
sur le cuir refendu (13) ou similaire qui se déplace, une dispersion aqueuse de matière
plastique formant une couche intérieure (14a) du revêtement, et on la pose en phase
humide, avec le cuir refendu (13) ou similaire, sur la couche extérieure (14b) solidifiée
au préalable, et dans lequel on soumet ensuite à un traitement par la pression le
revêtement constitué par les deux couches (14a, 14b) avec le cuir réfendu (13) ou
similaire, caractérisé par le fait que l'on applique sur le substrat (2, 2') une dispersion
ou une solution réticulable, par le fait que, pour former la couche intérieure (14a),
on applique ensuite, au moyen d'un cylindre applicateur tournant (6), une dispersion
réticulable contenant de préférence du polyuréthane sur le cuir refendu (13) ou similaire
qui se déplace, et ce, en une quantité comprise entre 150 g/m2 et 450 g/m2 dans la phase humide, et de préférence en une quantité égale à 300 g/m2 environ dans la phase humide, une vitesse relative étant présente entre le cylindre
applicateur (6) et le cuir refendu (13) ou similaire, de sorte que la dispersion aqueuse
contenant de préférence du polyuréthane pénètre par frottement dans le cuir refendu
(13) ou similaire, par le fait que le séchage et le début de la réticulation de la
couche intérieure (14a) ont lieu pendant le temps de séjour sur le substrat (2, 2')
qui est chauffé depuis sa face inférieure, la vapeur d'eau qui est engendrée pendant
ce temps lors du séchage étant dissipée, au moins partiellement, à travers le cuir
refendu (13) ou similaire, et par le fait que l'on enlève ensuite le cuir refendu
terminé (13) ou similaire du substrat chauffé (2, 2').
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la dispersion réticulable
qui forme la couche intérieure (14a) présente une viscosité supérieure à celle de
la dispersion ou de la solution réticulable qui forme la couche extérieure (14b).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que, lors de la
solidification, ou soumet le revêtement formé par les deux couches (14a, 14b) à un
traitement supplémentaire par le vide en même temps que le cuir refendu (13) ou similaire.
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé par le fait qu'avant l'application
de la dispersion ou de la solution réticulable qui forme la couche intérieure (14a)
du revêtement, on pose le cuir refendu (13) ou similaire sur un support constitué
de préférence par du papier, on le retourne avec le support et on le pose sur la couche
extérieure (14b) solidifiée au préalable.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que le traitement
par la pression et/ou le traitement par le vide ont lieu en même temps avec un support
constitué de préférence par du papier perméable à l'air.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que le substrat
(2, 2') continue à être déplacé pendant l'application de la dispersion ou de la solution
contenant du polyuréthane qui forme la couche extérieure (14b).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que, pendant
le traitement par la pression et/ou pendant le traitement par le vide, le revêtement
formé par les deux couches (14a, 14b), avec le cuir refendu (13) ou similaire, continue
à être déplacé avec le substrat (2, 2').
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que le substrat
(2, 2') est appuyé sur un corps porteur (36) qui est constitué par du métal et qui
est chauffé, du moins partiellement, pendant letraitement par la pression et/ou le
traitement par le vide.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que la direction
de rotation du cylindre applicateur (6) est opposée à la direction de déplacement
du cuir refendu (13) ou similaire.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait qu'avant
l'application sur le cuir refendu (13) ou similaire de la dispersion aqueuse de matière
plastique qui contient de préférence du polyuréthane, on mélange à cette dispersion
des microbilles creuses dont le diamètre va de 0,008 à 0,1 mm et dont l'enveloppe
mince se compose d'une matière thermoplastique, de préférence d'un copolymère de chlorure
de vinyli- dène.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par le fait que l'on
utilise une dispersion aqueuse de matière plastique contenant de préférence du polyuréthane,
ou une solution liquide de matière plastique, qui contient plus de 40% en volume de
constituants solides.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait que l'on
utilise une dispersion aqueuse de matière plastique contenant de préférence du polyuréthane,
ou une solution liquide de matière plastique, qui contient des pigments et/ou des
colorants.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait que l'on
coule ou pulvérise la dispersion aqueuse de matière plastique contenant du polyuréthane
ou la solution liquide de matière plastique, respectivement, qui forme la couche extérieure
(14b), sur le substrat qui est constitué de préférence par une plaque en silicone.
14. Procédé selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé par le fait que l'on
coule ou pulvérise la dispersion aqueuse de matière plastique ou la solution liquide
de matière plastique, respectivement, qui forme la couche extérieure (14b), sur le
substrat (2,2') déjà chauffé, cependant que le substrat chauffé se déplace, et par
le fait que, pendant la solidification de cette dispersion aqueuse de matière plastique
ou de cette solution liquide de matière plastique, respectivement, on continue à amener
de la chaleur au substrat (2,2'), et ce substrat continue à être déplacé vers l'endroit
où le cuir refendu (13) ou similaire est déposé.
15. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait qu'au moyen
d'une raclette, on applique la dispersion de matière plastique contenant du polyuréthane
ou la solution liquide de matière plastique, respectivement, qui forme la couche extérieure
(14b), sur le substrat qui est constitué de préférence par un papier.
16. Procédé selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé par le fait que l'on
utilise comme substrat une bande de papier fabriquée au préata- ble qui est munie
d'une dispersion de matière plastique ou d'une solution de matière plastique solidifiée.
17. Dispositif pour la fabrication d'un revêtement sur un cuir refendu (3) ou similaire
comprenant un appui (1, 1') pour le cuir refendu (3) ou similaire à corroyer, un dispositif
(6) pour appliquer une dispersion aqueuse de matière plastique sur le cuir refendu
(3) ou similaire en vue de former une couche intérieure (14a) du revêtement, et un
substrat (2, 2') dont la surface présente une texture, et présente par exemple une
texture de fleur de cuir en négatif, pour supporter une couche extérieure (14b) du
revêtement présentant une texture, caractérisé par le fait qu'une partie au moins
de l'appui (1,1') est guidée en étant mobile autour d'un endroit de renvoi (5) dans
la région duquel le cuir refendu (3) ou similaire muni du revêtement (4) est transmis
au substrat (2, 2') qui supporte la couche extérieure (14b), de telle sorte que le
cuir refendu (3) ou similaire repose par sa face présentant la dispersion aqueuse
de matière plastique sur la couche extérieure (14b) qui s'appuie sur le substrat (2,
2'), et par le fait qu'un cylindre applicateur (6) est prévu au-dessus de l'appui
(1) pour appliquer sur le cuir refendu ou similaire la dispersion aqueuse de matière
plastique.
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé par le fait que l'appui (1)
est constitué par une bande sans fin entraînée et guidée sur au moins deux rouleaux
(5), l'un des rouleaux constituant le rouleau de renvoi.
19. Dispositif selon la revendication 17 ou 18, caractérisé par le fait que la bande
qui constitue l'appui (1) est munie d'un recouvrement, avantageusement en papier,
qui est constitué de préférence par une bande sans fin.
20. Dispositif selon la revendication 17,18 ou 19, caractérisé par le fait que la
direction de rotation du cylindre applicateur (6) est opposée à la direction de déplacement
de l'appui (1).
21. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 20, caractérisé par le fait que
le substrat (2) est constitué par une bande transporteuse qui se déplace.
22. Dispositif selon la revendication 21, caractérisé par le fait que le substrat
(2) est constitué par une bande transporteuse sans fin qui est guidée sur des organes
de guidage.
23. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 20, caractérisé par le fait que
le substrat (2') est constitué par un corps porteur en forme de plaque qui est mobile
sur un dispositif de transport, par exemple sur des rouleaux transporteurs (9).
24. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 23, caractérisé par le fait que
le substrat (2, 2') est chauffé.
25. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 24, caractérisé par le fait que
le substrat (2, 2') est constitué par du caoutchouc de silicones qui est, de préférence,
muni d'un renforcement.
26. Dispositif selon la revendication 25, caractérisé par le fait que le renforcement
est constitué par un feutrage ou un tissu en fibres de verre, d'amiante ou de carbone.
27. Dispositif selon la revendication 25 ou 26, caractérisé par le fait que le renforcement
est noyé dans le substrat.
28. Dispositif selon la revendication 25 ou 26, caractérisé par le fait que le renforcement
est posé sur la face inférieure du substrat.
29. Dispositif selon l'une des revendications 25 à 28, caractérisé par le fait que
le substrat (2') se compose de deux couches présentant une dureté différente et/ou
une élasticité différente, la couche inférieure étant plus dure et/ou moins élastique
que la couche supérieure.
30. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 24, caractérisé par le fait que
le substrat est constitué par un papier présentant une surface qui comporte une texture
et qui est munie de préférence d'un revêtement en matière plastique, et en particulier
par une bande de papier (47) qui peut être retirée d'un rouleau.
31. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 30, caractérisé par le fait qu'un
dispositif de coulée, à raclette ou de pulvérisation (20) est prévu au-dessus du substrat
(2, 2') pour appliquer sur le substrat une dispersion de matière plastique ou une
solution de matière plastique.
32. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 31, caractérisé par le fait qu'il
est prévu un dispositif de serrage ou, respectivement, de pressage (11, 11') agissant
sur le substrat (2, 2') qui supporte le cuir refendu (3) ou similaire muni d'un revêtement
(4).
33. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 32, caractérisé par le fait qu'est
disposée sur le substrat (2, 2') une couche préséchée, de préférence une couche definition
(12) qui se lie au revêtement (4).
34. Dispositif selon l'une des revendication 17 à 33, caractérisé par le fait qu'au
moins un cylindre de transmission (10) est prévu dans la région du passage de l'appui
(1) au substrat (2, 2').
35. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 34, caractérisé par le fait qu'il
est prévu un dispositif de séchage constitué de préférence par un dispositif à vide
(24) pour le cuir refendu (3) ou similaire qui se trouve sur le substrat (2, 2') et
qui est muni du revêtement.
36. Dispositif selon la revendication 35, caractérisé par le fait que le dispositif
à vide (24) se compose d'au moins deux parties (29, 30; 36, 41; 46, 49) qui se déplacent
et entre lesquelles est disposé le cuir refendu (3) ou similaire muni du revêtement,
l'une au moins (30, 41, 49) de ces parties présentant des propriétés élastomeres et
étant munie d'au moins une ouverture (32, 45, 50) qui peut être fermée et qui peut
être raccordée à une source de vide, grâce à quoi on peut maintenir entre les deux
parties une dépression qui produit un serrage de la partie (30, 41, 49) présentant
des propriétés élastomères sur le cuir refendu (3) ou similaire muni du revêtement.
37. Dispositif selon la revendication 35 ou 36, caractérisé par le fait que celle
des deux parties qui est la partie inférieure est constituée, au moins partiellement,
par le substrat (2') qui est appuyé sur un dispositif de transport (29, 36, 46).
38. Dispositif selon la revendication 37, caractérisé par le fait que le dispositif
de transport est constitué par des tables individuelles (29) qui se déplacent et sur
lesquelles repose le substrat (2').
39. Dispositif selon la revendication 38, caractérisé par le fait que les tables (29)
sont disposées en étant mobiles sur un trajet fermé.
40. Dispositif selon la revendication 38 et 39, caractérisé par le fait que les tables
(29) sont disposées en étant mobiles autour d'un centre (28') selon un trajet pour
l'essentiel circulaire.
41. Dispositif selon l'une des revendications 37 à 40, caractérisé par le fait que
le dispositif de transport est constitué par un corps porteur circulant sans fin (35,
46).
42. Dispositif selon la revendication 41, caractérisé par le fait que le corps porteur
est constitué par des éléments individuels (36) en forme de plaques ou de tubes qui
sont reliés entre eux.
43. Dispositif selon la revendication 42, caractérisé par le fait que les éléments
(36) en forme de plaques ou de tubes sont reliés entre eux par au moins une chaîne
transporteuse (38) qui passe autour de roues à chaîne (39).
44. Dispositif selon la revendication 42, caractérisé par le fait que les éléments
(36) en forme de plaques ou de tubes sont composés de métal, et de préférence d'acier.
45. Dispositif selon la revendication 42, caractérisé par le fait que les éléments
(36) en forme de plaques ou de tubes sont composés d'une matière plastique résistant
à la chaleur, par exemple de polyimide ou de caoutchouc de silicones, et qu'ils sont
munis de préférence d'un renforcement en métal, par exemple d'un matelas de fils,
d'un tissu ou d'un feutrage.
46. Dispositif selon la revendication 41, caractérisé par le fait que le corps porteur
est constitué par une bande sans fin (46).
47. Dispositif selon la revendication 46, caractérisé par le fait que le corps porteur
est constitué par une bande d'acier.
48. Dispositif selon la revendication 46, caractérisé par le fait que le corps porteur
est constitué par une bande en matière élastomère, par exemple en caoutchouc de silicones.
49. Dispositif selon l'une des revendications 41 à 48, caractérisé par le fait que
des rouleaux d'appui (47) sont disposés au-dessous du corps porteur (46).
50. Dispositif selon l'une des revendications 37 à 49, caractérisé par le fait que
des dispositifs de chauffage, par exemple des radiateurs à infrarouge (40), sont prévus
au-dessous du dispositif de transport ou du corps porteur, respectivement.
51. Dispositif selon la revendication 36, caractérisé par le fait que celle des deux
parties mobiles qui est la partie supérieure comporte une membrane en matière élastomère
(30, 41, 49) qui, lors de l'établissement d'une dépression entre les deux parties,
est serrée sur le cuir refendu (3) ou similaire qui s'appuie sur la partie inférieure
et qui est muni du revêtement.
52. Dispositif selon la revendication 51, caractérisé par le fait que la membrane
présente tout autour d'elle une baguette d'étanchéité (31, 50) qui s'appuie sur le
dispositif de transport (29, 46) ou sur le substrat (2', 48) appuyé sur celui-ci,
la membrane étant entraînée par le dispositif de transport.
53. Dispositif selon la revendication 37 et 52, caractérisé par le fait que plusieurs
membranes (49) sont disposées les unes à côté des autres sur le dispositif de transport
(46), l'une de ces membranes recouvrant à chaque fois au moins un cuir refendu revêtu
(3) ou similaire, et les membranes étant le cas échéant reliées les unes aux autres.
54. Dispositif selon la revendication 51, caractérisé par le fait que la membrane
est constituée par une bande (41) qui se compose d'une matière élastomère et qui se
déplace en synchronisme avec le corps porteur circulant sans fin (36).
55. Dispositif selon la revendication 54, caractérisé par le fait que la bande (41)
composée d'une matière élastomère et/ou le corps porteur sont munis de baguettes d'étanchéité
(43, 44) en matière élastomère sur les zones de bord qui s'étendent dans la direction
du déplacement, ainsi que, le cas échéant, à des distances prédéterminées transversalement
par rapport à la direction du déplacement.
56. Dispositif selon l'une des revendications 52 à 55, caractérisé par le fait que
les baguettes d'étanchéité (31; 43, 44; 50) se composent d'un matériau plus mou que
la membrane (30,41,49).
57. Dispositif selon la revendication 52 ou 54, caractérisé par le fait que les baguettes
d'étanchéité (31; 43, 44; 50) sont fixées par collage ou par vulcanisation sur la
membrane (30,41,49) ou sur le corps porteur.
58. Dispositif selon l'une des revendications 36 à 57, caractérisé par le fait que
les ouvertures (32, 45, 51) destinées au raccordement à la source de vide sont ménagees
dans les baguettes d'étanchéité (31, 43, 50).
59. Dispositif selon l'une des revendications 36 à 58, caractérisé par le fait que
les ouvertures (32, 45, 51) destinées au raccordement à la source de vide sont munies
de soupapes.
60. Dispositif selon l'une des revendications 36 à 59, caractérisé par le fait que
la membrane (30, 41,49) est munie de rainures (41 a) sur sa face qui est tournée vers
le cuir refendu (3) ou similaire.
61. Dispositif selon l'une des revendications 36 à 60, caractérisé par le fait que
la membrane (30, 41,49) est munie d'un renforcement, par exemple en métal, constitué
par un tissu ou par un feutrage.
62. Dispositif selon l'une des revendications 36 à 61, caractérisé par le fait que
la membrane (30, 41, 49) est chauffée.
63. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 62, caractérisé par le fait que
la région du passage de l'appui (1) au substrat (2, 2') est prévue entre le dispositif
de coulée, à raclette ou de pulvérisation (20) qui est destiné à appliquer sur le
substrat (2, 2', 48) la dispersion de matière plastique ou la solution de matière
plastique, et le dispositif à vide (24).
64. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 63, caractérisé par le fait que
le substrat (2, 2') est disposé au-dessous du cylindre applicateur (6).
65. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 63, caractérisé par le fait que
le substrat (2, 2') est disposé latéralement par rapport au cylindre applicateur (6).
66. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 65, caractérisé par le fait que
l'appui est formé par un dispositif de renvoi en forme d'arc constitué par exemple
par des rouleaux transporteurs (1'), lequel est disposé entre une bande transporteuse
(18) ou similaire qui déplace le cuir refendu (3) ou similaire à corroyer et qui coopère
avec le cylindre applicateur (6), et le substrat (2, 2'), et produit une modification
de la direction de déplacement du cuir refendu (3) ou similaire.
67. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 66, caractérisé par le fait que
l'appui (1) est compose de caoutchouc ou de matière plastique.
68. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 67, caractérisé par le fait qu'il
est prevu dans la région du passage une buse à air comprimé (19) dirigée sur le cuir
refendu (3) ou similaire qui se trouve sur l'appui (1).
69. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 68, caractérisé par le fait que
la vitesse de l'appui (1) et du substrat (2, 2') est réglable, de préférence continûment.
1. Process for dressing skiver or leather fibre materials, wherein a liquid polyurethane-containing
plastics material, optionally a polymer solution, is placed onto a textured surface
of a base (2, 2'), preferably of silicone rubber, and is allowed to solidify by heating
the base (2, 2') to produce an outer layer (14b) of the dressing with a textured surface
produced in situ, and an aqueous plastics dispersion forming an inner layer (14a)
of the dressing is subsequently placed onto the moving skiver (13) or the like and,
together with the skiver (13) or the like in its wet phase, is laid onto the pre-solidified
outer layer (14b), and wherein the dressing formed from the two layers (14a, 14b)
is then subjected with the skiver (13) or the like to a pressure treatment, characterised
in that across-linkable dispersion or solution is applied to the base (2,2'), a cross-linkable,
preferably polyurethane-containing dispersion is subsequently applied to the moving
skiver (13) or the like by means of a rotating application cylinder (6) in a quantity
of between 150 g/m2 and 450 g/m2 in the wet phase, preferably in a quantity of about 300 g/m2 in the wet phase, to form the inner layer (14a), a relative velocity existing between
the application cylinder (6) and the skiver (13) or the like so that the aqueous,
preferably polyurethane-containing dispersion is rubbed into the skiver (13) or the
like, the drying and the beginning of cross-linking of the inner layer (14a) take
place during the residence time on the base (2, 2') heated from the underside, wherein
the steam produced during drying is carried off at least in part through the skiver
(13) or the like during this time, and in that the finished skiver (13) or the like
is subsequently removed from the heated base (2, 2').
2. Process according to claim 1, characterised in that the cross-linkable dispersion
forming the inner layer (14a) has a higher viscosity than the cross-linkable dispersion
or solution forming the outer layer (14b).
3. Process according to claim 1 or 2, characterised in that the dressing formed from
the two layers (13a, 13b) together with the skiver (13) or the like is additionally
subjected to a vacuum treatment as it solidifies.
4. Process according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the skiver (13) or
the like is laid onto an overlayer advantageously composed of paper before the placement
of the cross-linkable dispersion or solution forming the inner layer (14a) of the
dressing and is turned together with the overlayer and laid onto the pre-solidified
outer layer (14b).
5. Process according to one of claims 1 to 4, characterised in that the pressure treatment
and/ or vacuum treatment takes place together with an overlayer preferably composed
of air-permeable paper.
6. Process according to one of claims 1 to 5, characterised in that the base (2, 2')
is moved on as the polyurethane-containing dispersion or solution forming the outer
layer (14b) is being applied.
7. Process according to one of claims 1 to 6, characterised in that the dressing formed
from the two layers (14a, 14b) with the skiver (13) or the like is moved on during
the pressure treatment and/or during the vacuum treatment together with the base (2,2').
8. Process according to one of claims 1 to 7, characterised in that the base (2, 2')
is supported on a carrier (36) which is composed of metal and is heated at least in
part during the pressure treatment and/or vacuum treatment.
9. Process according to one of claims 1 to 8, characterised in that the rotation of
the application cylinder (6) is opposed to the direction of movement of the skiver
(13) or the like.
10. Process according to one of claims 1 to 9, characterised in that, prior to application
of the aqueous, preferably polyurethane-containing plastics dispersion to the skiver
(13) or the like, microhollow spheres having a diameter of 0.008 to 0.1 mm having
a thin shell composed of thermoplastic material, preferably of viny- lidenechloride
copolymer, are added to this dispersion.
11. Process according to one of claims 1 to 10, characterised in that an aqueous,
preferably polyurethane-containing plastics dispersion or liquid plastics solution
which contains more than 40% by volume of solids is used.
12. Process according to one of claims 1 to 11, characterised in that an aqueous,
preferably polyurethane-containing plastics dispersion or liquid plastics solution
which contains pigments and/or dyes is used.
13. Process according to one of claims 1 to 12, characterised in that the aqueous
polyurethane-containing plastics dispersion or liquid plastics solution forming the
outer layer (14b) is poured or sprayed onto the base preferably composed of a silicone
slab.
14. Process according to one of claims 1 to 13, characterised in that the aqueous
plastics dispersion or liquid plastics solution forming the outer layer (14b) is poured
or sprayed onto the already heated base (2, 2') while the heated base moves on and
in that further heat is supplied to the base (2,2') as this aqueous plastics dispersion
or liquid plastics solution is solidifying, and this base is moved on to the position
where the skiver (13) or the like is laid on.
15. Process according to one of claims 1 to 12, characterised in that the polyurethane-containing
plastics dispersion or liquid plastics solution forming the outer layer (14b) is placed
onto the base preferably composed of a paper by means of a doctor.
16. Process according to one of claims 1 to 15, characterised in that a prefabricated
strip of paper provided with a solidified plastics dispersion or plastics solution
is used as a base.
17. Device for producing a dressing on a skiver (3) or the like with a support (1,
1') for the skiver (3) or the like to be dressed, a system (6) for applying an aqueous
plastics dispersion to the skiver (3) or the like to form an inner layer (14a) of
the dressing and a base (2, 2') with a textured surface, for example, with a negative
leather grain texture for supporting a textured outer layer (14b) of the dressing,
characterised in that at least a part of the support (1, 1') is movably guided round
a return point (5), in the region of which the skiver (3) or the like provided with
the dressing (4) is transferred to the base (2, 2') supporting the outer layer (14b)
such that the skiver (3) or the like rests with the side having the aqueous plastics
dispersion on the outer layer (14b) supported by the base (2,2'), and in that an application
cylinder (6) for applying the aqueous plastics dispersion onto the skiver or the like
is provided above the support (1).
18. Device according to claim 17, characterised in that the support (1) consists of
an endless driven belt guided over at least two rollers (5), one of the rollers forming
the return roller.
19. Device according to claim 17 or 18, characterised in that the belt forming the
support (1) is provided with a covering, advantageously of paper, which preferably
consists of a continuous strip.
20. Device according to claim 17, 18 or 19, characterised in that the direction of
rotation of the application cylinder (6) is opposed to the direction of movement of
the support (1).
21. Device according to one of claims 17 to 20, characterised in that the base (2)
is formed by a moving conveyor belt.
22. Device according to claim 21, characterised in that the base (2) is formed by
an endless conveyor belt guided by guide members.
23. Device according to one of claims 17 to 20, characterised in that the base (2')
is formed by a plate-shaped carrier adapted to be moved by a conveyor system, for
example conveying rollers (9).
24. Device according to one of claims 17 to 23, characterised in that the base (2,
2') is heated.
25. Device according to one of claims 17 to 24, characterised in that the base (2,
2') is composed of silicone rubber preferably provided with a reinforcement.
26. Device according to claim 25, characterised in that the reinforcement is composed
of a nonwoven or woven fabric from glass, asbestos or carbon fibres.
27. Device according to claim 25 or 26, characterised in that the reinforcement is
embedded in the base.
28. Device according to claim 25 or 26, characterised in that the reinforcement is
disposed on the underside of the base.
29. Device according to one of claims 25 to 28, characterised in that the base (2')
consists of two layers of differing rigidity and/or differing flexibility, the lower
layer being more rigid and/or less flexible than the upper layer.
30. Device according to one of claims 17 to 24, characterised in that the base is
formed by a paper having a textured surface preferably provided with a plastics coating,
in particular by a strip of paper (47) adapted to be drawn off a roll.
31. Device according to one of claims 17 to 30, characterised in that a pouring, doctoring
or spraying device (20) for applying a plastics dispersion or plastics solution to
the base is provided above the base (2, 2').
32. Device according to one of claims 17 to 31, characterised in that a contact or
pressing system (11, 11') acting upon the base (2, 2') supporting the skiver (3) or
the like provided with a dressing (4) is provided.
33. Device according to one of claims 17 to 32, characterised in that a pre-dried
layer, preferably a finish layer (12) which attaches itself to the dressing (4) is
arranged on the base (2, 2').
34. Device according to one of claims 17 to 33, characterised in that at least one
transfer cylinder (10) is provided in the region of transfer from the support (1)
to the base (2, 2').
35. Device according to one of claims 17 to 34, characterised in that a drying system
preferably formed by a vacuum device (24) is provided for the skiver (3) or the like
located on the base (2, 2') and provided with the dressing.
36. Device according to claim 35, characterised in that the vacuum device (24) consists
of at least two moving parts (29, 30; 36, 41; 46, 49) between which the skiver (3)
or the like provided with the dressing is arranged, at least one of these parts (30,
41, 49) having elastomeric properties and" being provided with at least one closable
orifice (32, 45, 50) which can be connected to a vacuum source so that a vacuum can
be maintained between the two parts to press the part (30, 41, 49) having elastomeric
properties against the skiver (3) or the like provided with the dressing.
37. Device according to claim 35 or 36, characterised in that the lower of the two
parts is formed at least in part by the base (2') supported on a conveyor system (29,
36, 46).
38. Device according to claim 37, characterised in that the conveyor system consists
of individual moving tables (29) on which the base (2') rests.
39. Device according to claim 38, characterised in that the tables (29) are movably
arranged in a closed track.
40. Device according to claims 38 and 39, characterised in that the tables (29) are
movably arranged about a centre (28') in a substantially circular track.
41. Device according to one of claims 37 to 40, characterised in that the conveyor
system is formed from an endless revolving carrier (35, 46).
42. Device according to claim 41, characterised in that the carrier consists of individual
plate-shaped or tubular elements (36) which are joined together.
43. Device according to claim 42, characterised in that the plate-shaped or tubular
elements (36) are joined together by at least one conveying chain (38) guided round
chain wheels (39).
44. Device according to claim 42, characterised in that the plate-shaped or tubular
elements (36) are composed of metal, preferably of steel.
45. Device according to claim 42, characterised in that the plate-shaped or tubular
elements (36) are composed of heat-resistant plastics material, for example of polyimide
or of silicone rubber, and are preferably provided with a reinforcement of metal,
for example of a wire mat, a woven fabric or a nonwoven fabric.
46. Device according to claim 41, characterised in that the carrier consists of an
endless belt (46).
47. Device according to claim 46, characterised in that the carrier consists of a
steel belt.
48. Device according to claim 46, characterised in that the carrier consists of a
belt of elastomeric matterial, for example of silicone rubber.
49. Device according to one of claims 41 to 48, characterised in that supporting rolls
(47) are provided beneath the carrier (46).
50. Device according to one of claims 37 to 49, characterised in that heating means,
for example infrared radiators (40), are provided beneath the conveyor system or the
carrier.
51. Device according to claim 36, characterised in that, of the two moving parts,
the upper part has a membrane (30, 41, 49) of elastomeric material which is pressed
against the skiver (3) or the like supported on the lower part and provided with the
dressing, as a vacuum is building up between the two parts.
52. Device according to claim 51, characterised in that the membrane has an encircling
sealing strip (31, 50) which rests on the conveyor system (29, 46) or on the base
(2', 48) supported thereon, the membrane also being moved by the conveyor system.
53. Device according to claims 37 and 52, characterised in that several membranes
(49) are arranged next to one another on the conveyor system (46), one respective
membrane covering at least one dressed skiver (3) or the like, the membranes optionally
being joined together.
54. Device according to claim 51 characterised in that the membrane is formed by a
belt (41) which is composed of an elastomeric material and moves synchronously with
the endless revolving carrier (36).
55. Device according to claim 54, characterised in that the belt (41) composed of
elastomeric material and/or the carrier are provided at the edge regions extending
in the direction of movement and optionally at predetermined intervals transversely
to the direction of movement with sealing strips (43, 44) of elastomeric material.
56. Device according to one of claims 52 to 55, characterised in that the sealing
strips (31; 43, 44; 50) are composed of a more flexible material than the membrane
(30, 41, 49).
57. Device according to claim 52 or 54, characterised in that the sealing strips (31;
43, 44; 50) are stuck or vulcanised on the membrane (30, 41, 49) or on the carrier.
58. Device according to one of claims 36 to 57, characterised in that the orifices
(32, 45, 51) for connection to the vacuum source are arranged in the sealing strips
(31, 43, 50).
59. Device according to one of claims 36 to 58, characterised in that the orifices
(32, 45, 51) are provided with valves for connection to the vacuum source.
60. Device according to one of claims 36 to 59, characterised in that the membrane
(30, 41, 49) is provided with grooves (41a) on the side facing the skiver (3) or the
like.
61. Device according to one of claims 36 to 60, characterised in that the membrane
(30, 41, 49) is provided with a reinforcement, for example of metal, of a woven fabric
or of a nonwoven fabric.
62. Device according to one of claims 36 to 61, characterised in that the membrane
(30, 41, 49) is heated.
63. Device according to one of claims 17 to 62, characterised in that the region of
transfer from the support (1) to the base (2, 2') is provided between the pouring,
doctoring or spraying system (20) for applying the plastics dispersion or plastics
solution to the base (2, 2', 48) and vacuum device (24).
64. Device according to one of claims 17 to 63, characterised in that the base (2,
2') is arranged beneath the application cylinder (6).
65. Device according to one of claims 17 to 63, characterised in that the base (2,
2') is arranged to the side of the application cylinder (6).
66. Device according to one of claims 17 to 65, characterised in that the support
is formed by an arc-shaped return system which consists, for example, of conveying
rollers (1') and is arranged between a conveyor belt (19) or the like conveying the
skiver (3) or the like to be dressed and co-operating with the application cylinder
(6) and the base (2, 2') and alters the direction of movement of the skiver (3) or
the like.
67. Device according to one of claims 17 to 66, characterised in that the support
(1) is composed of rubber or plastics material.
68. Device according to one of claims 17 to 67, characterised in that a compressed
air nozzle (19) directed toward the skiver (3) or the like located on the support
(1) is provided in the transfer region.
69. Device according to one of claims 17 to 68, characterised in that the velocity
of the support (1) and of the base (2, 2') is adjustable, preferably smoothly adjustable.