[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum automatischen Regenerieren von Kupferchlorid-Ätzlösungen,
bei dem Ätzmittel aus der Ätzkammer abgezogen und in einer gesonderten Regeneriereinheit
mit Wasserstoffperoxid und Salzsäure regeneriert, mit Wasser verdünnt und dann wieder
der Ätzkammer zugeführt wird.
[0002] Es ist bekannt, daß gedruckte Schaltungen durch Ätzen von mit Kupfer bzw. mit einer
Kupferlegierung kaschierten Isolierstoffplatten mit einer salzsauren Kupfer(II)chlorid-Lösung
hergestellt werden können. Nachteilig an der Verwendung einer Kupferchloridlösung
als Ätzmittel ist jedoch, daß diese sich schnell erschöpft und ständig regeneriert
werden muß, um annehmbare Ätzzeiten zu gewährleisten. Das während des Ätzens von Kupfer
mit Kupfer(II)chlorid gebildete Kupfer(I)chlorid nach der Gleichung

muß während der Regenerationsphase durch die Zugabe eines geeigneten Oxidationsmittels
wieder zu Kupfer(II)chlorid aufoxidiert werden. Als am häufigsten verwendete Oxidationsmittel
kommen entweder Pressluft, die durch Fritten am Boden eines Standbehälters zugeführt
werden kann (DE-C 12 07 183), oder Chlorgas (US-A 3 083 129 und DE-C 16 21 437), oder
Natriumchlorat (DE-C 12 25 465), oder Wasserstoffperoxid und Salzsäure (DE-C 18 07
414 und Z. Elektronik, 1969 Heft 11, Seiten 335 und 336, « Moderne Ätzverfahren für
Druckschaltungen •) in Frage.
[0003] Bei dem zuletzt beschriebenen Verfahren werden die wässrigen Lösungen von Wasserstoffperoxid
und Salzsäure über die Messung des Redoxpotentials in die Ätzmaschine zudosiert. Bei
Potentialänderung erfolgt gemäß DE-C 18 07 414 die Dosierung in der Weise, daß das
erste, den Salzsäurezufluß regelnde Ventil deutlich vor dem zweiten, den H
2O
2-Zufluß regelnden Ventil geöffnet und deutlich nach dem H
20
2-Ventil geschlossen wird, wodurch gewährleistet ist, daß immer ein HCI-Überschuß in
der Lösung vorhanden ist. Außerdem ist dem Ausführungsbeispiel der der deutschen Patentschrift
entsprechenden US-Patentschrift 3 880 685 zu entnehmen, daß die Ätzlösung eine 10
%ige Konzentration an HCI aufweist, was einer Konzentration von 120 g/I HCI bei 20
°C entspricht. Bei Zugabe von H
20
2 zu einer so stark sauren Lösung findet keine Zersetzung desselben statt.
[0004] In vereinfachter Darstellung finden bei der Regeneration mit den zuvor beschriebenen
Oxidationsmitteln folgende Reaktionen statt :
Luft: 2 CuCI + 2 HCl + 1/2 O2→ 2 CuCl2 + H20
Chlorierung : 2 CuCI + Cl2→ 2 CuCl2
Chlorat : 6 CuCI + NaC103 + 6 HCI - 6 CuCl2 + 3 H20 + NaCl
Peroxid 2 CuCI + H202 + 2 HCI - 2 CuC12 + 2 H20
[0005] Eine Regenerierung der verbrauchten Ätzlösung kann gemäß DE-C 20 08 766 auch mit
sauerstoffhaltigem Gas und Rückgewinnung des geätzten Kupfers durch Elektrolyse erfolgen.
Unter den zuvor beschriebenen Regenerationsverfahren war bisher das Peroxid-Verfahren
aus Kostengründen und wegen seiner hohen Reaktionsgeschwindigkeit und Ausbeute das
günstigste.
[0006] Aus der DE-A 2 156 699 ist ein Verfahren zum automatischen Regenerieren von Kupfer=Ätzmitteln
bekannt, in dem zur Aufoxidation von Kupfer(I)chlorid zu Kupfer(II)chlorid H
20
2 und HCI eingesetzt werden. Gemäß diesem Verfahren wird bei Feststellung eines bestimmten
Ätzmittelverbrauchs dem Kreislauf zunächst eine dem Verbrauch entsprechende Menge
Wasserstoffperoxid und erst nach einer Pause die zugehörige voreingestellte Menge
Salzsäure zugegeben. Aufgrund dieser Verfahrensführung hat sich das Peroxid bereits
mit dem Ätzmittel in der Ätzkammer vermischt, bevor die Salzsäure in den Kreislauf
eintritt. Durch dieses zeitliche Nacheinander der Peroxid- und Salzsäurezugabe soll
der gesamte Kreislauf und die Ätzkammer als Reaktionstank ausgenützt werden. Diese
Verfahrensführung kann jedoch nur eingehalten werden, wenn das Ätzmittel von sich
aus eine hohe Salzsäurekonzentration aufweist, um eine Zersetzung des zugegebenen
Peroxids zu vermeiden. Die auf dieses Verfahren ausgelegte Vorrichtung ist gekennzeichnet
durch die Einschaltung eines Venturirohres auf der Druckseite einer Pumpe zwischen
Zulauf und Ablauf zu bzw. von der Ätzkammer und mindestens zwei Sauganschlüsse und
Magnetventile zu Vorratsbehältern für Wasserstoffperoxid bzw. Salzsäure. Die Vorrichtung
wird in der Weise betrieben, daß Peroxid und Salzsäure in zeitlichem Nacheinander
dem Ätzmittel zudosiert werden.
[0007] Aus DE-A 2 942 504 ist eine Kupfer(II)chlorid-haltige Ätzlösung für das Ätzen von
Kupfer auf Leiterplatten bekannt, die anstelle von Salzsäure ein Alkalichlorid insbesondere-Kaliumchlorid,
als Komplexbildner verwendet. Dort ist beschrieben, daß sich die Ätzlösung in einfacher
Weise durch Einleiten von Luft regenerieren läßt. Dieses Verfahren läßt sich zwar
im Laboratoriumsmaßstab durchführen, ist aber wegen der sehr niedrigen Reaktionsgeschwindigkeit
und der für die Regeneration benötigten hohen Luftvolumina in großtechnischem Maßstab
beispielsweise bei Plattenzahlen > 1 000 pro Tag, wirtschaftlich nicht durchführbar.
Nachteilig ist auch, daß die Luftoxidation ein Filtrieren des dabei gebildeten Kupfer(II)hydroxids
erfordert, aus dem durch Lösen in Säure und anschließende Elektrolyse Kupfer in metallischer
Form gewonnen werden kann. Dieses Verfahren läßt sich nicht in einem geschlossenen
Kreislauf verwirklichen, weil das in Form von Kupferhydroxid anfallende Kupfer aus
der Ätzlösung schlecht filtrierbar ist.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren
zum Regenerieren erschöpfter Kupferchlorid-Ätzlösungen anzugeben, das kontinuierlich
und vollautomatisch durchführbar ist und praktisch mit 100 %igem Wirkungsgrad arbeitet.
Das erfindungsgemäße Regenerationsverfahren verwendet für die Regenerierung Wasserstoffperoxid
und Salzsäure, wobei die Salzsäurekonzentration in der Ätzlösung sehr niedrig gehalten
wird und die fehlenden Chloridionen durch Zugabe von Natriumchlorid und Aufrechterhaltung
einer konstanten Natriumchloridkonzentration in der Ätzlösung bereitgestellt werden.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch ein Regenerierverfahren, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß in einem Oxidationsreaktor oder statischen Mischer eine der
zu regenerierenden Kupfer(I)ionenKonzentration entsprechende Menge Wasserstoffperoxid
mit der stoechiometrischen Menge Salzsäure zu unterchloriger Säure umgesetzt wird
und diese unmittelbar danach mit der zu regenerierenden Ätzlösung, welche eine Salzsäurekonzentration
unter 20 ml/l 32%iger HCI aufweist und Natriumchlorid als Komplexbildner enthält,
zusammengeführt wird.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen niedergelegt.
Die Erfindung umfaßt auch eine Regeneriervorrichtung zur Durchführung der automatischen
Regenerierung von Kupferchlorid-Ätzlösungen.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren, mit dem die durch Ätzen von Kupfer mit Kupfer(I)ionen
angereicherte Kupfer(II)chlorid-Ätzlösung kontinuierlich regeneriert werden kann,
wird anhand der Figuren 1 bis 4 und der speziellen Beschreibung näher erläutert.
[0012] Es stellen dar:
Fig. 1 die bei der Regenerierung von.Kupfer(I)chlorid im Oxidationsreaktor ablaufenden
chemischen Reaktionen ;
Fig. 2 eine Ausführungsform des Oxidationsreaktors ;
Fig. 3 eine Regeneriereinheit mit der Zudosierung von Natriumchlorid nach dem « Salzkorbprinzip
»
Fig. 4 eine Regeneriereinheit mit der Zudosierung von Natriumchlorid nach dem « Salztankprinzip
».
[0013] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Ätzen und Regenerieren in gesonderten
Vorrichtungen vorgenommen, wobei die Ätzlösung zwischen beiden Vorrichtungen kontinuierlich
und mit hoher Geschwindigkeit im Kreislauf geführt wird. Das Volumen des Regeneriertanks
ist dabei wesentlich größer ausgelegt als das des ätzers, so daß im Bedarfsfalle mehrere
Ätzer an dieselbe Regeneriereinheit angeschlossen werden können.
[0014] Beim Ätzen mit Kupfer(II)chlorid entsteht nach der Gleichung : Cu + CuCl
2→ 2 CuCI Kupfer(I)chlorid, das im Ätzbad praktisch unlöslich ist und durch die Ausbildung
eines inhibierenden Films auf der Oberfläche des zu ätzenden Kupfers bereits bei geringer
Konzentration die Ätzgeschwindigkeit der Ätzlösung merklich verlangsamt. Es ist deshalb
erwünscht, die beim Ätzvorgang entstehende Kupfer(I)clorid-Menge möglichst niedrig
zu halten, bzw. das Kupfer(I)chlorid rasch wieder zu Kupfer(II)chlorid zu oxidieren.
Das Kupfer(I)chlorid kann in den Ätzlösungen zwar durch Chloridionen komplex in Lösung
gehalten werden, wobei diese gemäß dem Stand der Technik durch Gehalte der Ätzlösung
an konzentrierter Salzsäure von größer 200 ml/l bereitgestellt werden. Nachteilig
an diesen stark salzsauren Lösungen ist jedoch, daß die Lebensdauer der Ätzmaschinen
und Regeneriereinheiten herabgesetzt und auch die Qualität des geätzten Leiterzugbildes
durch Unterätzungen beeinträchtigt wird, was vor allem bei den heute erwünschten Leiterzugbreiten
von kleiner 100 µm nicht mehr tolerierbar ist. Der Salzsäuregehalt der Kupferchlorid-Ätzlösungen
soll deshalb gemäß der Erfindung auf Gehalte unter etwa 30 ml HCI 32 %ig/1 abgesenkt
und das fehlende Chlorid in Form von Natriumchlorid zugegeben werden. Dieses erhöht
die Ätzraten der Ätzlösungen wesentlich mehr als die zuvor genannten hohen Salzsäuregehalte.
Bei hohen Natriumchloridgehalten kann die Ätzlösung durch die starke Bindung des einwertigen
Kupfers in Form des [CuCl
2]-Komplexes auch wesentlich mehr Cu
1+ aufnehmen als dies bei stark salzsauren Lösungen der Fall wäre. Beispielsweise kann
mit einer Ätzlösung mit einem Natriumchloridgehalt von etwa 3 Mol/l noch bei einem
Kupfer(1)-Gehalt von etwa 20 g/I zufriedenstellend geätzt werden. Daß der Gehalt der
Ätzlösungen an Salzsäure im erfindungsgemäßen Verfahren nicht ganz auf Null gesenkt
werden kann, wie es beispielsweise in der DE-A 29 42 504 beschrieben ist, ist darauf
zurückzuführen, daß anstelle des dort beschriebenen Regenerierverfahrens durch Einleiten
von Luft hier mit Wasserstoffperoxid regeneriert wird, welches sich bei zu niedriger
Salzsäurekonzentration der Ätzlösung sofort zersetzt. Dieses Verfahren ist, wie bereits
eingangs ausgeführt, in großtechnischem Maßstab wesentlich effektiver als das Regenerieren
durch Einleiten von Luft.
[0015] Bisher (DE-C 18 07 414) wurde das zur Regenerierung der Ätzlösung benötigte Wasserstoffperoxid
direkt der Ätzlösung zudosiert. Hierbei war eine hohe Salzsäurekonzentration der Ätzlösung
unerläßlich; weil sich bei niedriger Salzsäurekonzentration das H
20
2 unter dem katalytischen Einfluß der Kupfer(II)ionen entsprechend der Gleichung :

sofort zersetzt. Um diese katalytische Zersetzung zu unterbinden, läßt man erfindungsgemäß
das H
20
2 mit der für die Reaktion benötigten Mindestmenge an Salzsäure unmittelbar vor Zugabe
zu der zu regenerierenden Ätzlösung entsprechend der Gleichung :

reagieren. Durch die unterchlorige Säure, die sehr instabil ist, wird das Kupfer(I)chlorid
im Oxidationsreaktor unmittelbar nach ihrer Entstehung nach folgender Reaktionsgleichung
:

praktisch mit 100 %igem Wirkungsgrad zu Kupfer(II)chlorid aufoxidiert. Das zur Verdünnung
der Ätzlösung auf die gewünschte Konzentration benötigte Wasser wird der Regeneriereinheit
(Fig. 3) bzw. dem Salztank (Fig. 4) über eine separate Leitung zugeführt.
[0016] In Fig. 1 sind die bei der Oxidation ablaufenden chemischen Reaktionen formelmäßig
dargestellt. In Fig. 2 ist ein Oxidationsreaktor dargestellt, in dem die in Fig. 1
angegebenen Reaktionen ablaufen. Die Kupfer(I)chloridhaltige Ätzlösung strömt durch
das zentrale Rohr. Über die seitlichen Leitungen werden Wasserstoffperoxid und Salzsäure
in der Weise zudosiert, daß sie kurz vor dem Zusammentreffen mit der zu regenerierenden
Ätzlösung zu unterchloriger Säure und Wasser reagieren. In der Ätzlösung reagieren
dann, wie im unteren Teil des Oxidationsreaktors formelmäßig dargestellt ist, zwei
Moleküle Kupfer(I)chlorid mit einem Molekül der gebildeten unterchlorigen Säure und
einem Molekül Salzsäure zu zwei Molekülen Kupfer(II)chlorid und Wasser. Durch die
rechts außen eingezeichnete Leitung wird Wasser zudosiert, um die gewünschte Konzentration
der Ätzlösung an Kupfer(II)ionen ständig aufrechtzuerhalten.
[0017] Nach dem Zusammentreffen von H
2O
2, HCI und der zu regenerierenden Ätzlösung ist eine freie Fallstrecke für die Ätzlösung
bis zu ihrem Eintritt in die Regeneriereinheit 2 vorgesehen. Es ist auch vorteilhaft,
zwischen dem Vorratsbehälter 9 für H
20
2 und dem Oxidationsreaktor 12 eine Unterbrechung anzuordnen (nicht dargestellt). Anstelle
des beschriebenen Oxidationsreaktors kann für die Umsetzung von H
20
2 und Hcl und die Aufoxidation des Kupfer(I)chlorids mit HCIO auch ein statischer Mischer
verwendet werden.
[0018] Für ein kontinuierliches Verfahren ist die automatische Führung der zuvor beschriebenen
Oxidation von Kupfer(I)ionen zu Kupfer(II)ionen Voraussetzung.
[0019] Die für das Ätzen von Kupfer mit Kupfer(II)chlorid-Lösungen günstigsten Konzentrationen
der Badbestandteile wurden aufgrund von Versuchen ermittelt.

[0020] Temperatur T : 45-55 °C.
[0021] Die Cu
2+-lonenkonzentration der Ätzlösung kann im Bereich von 80 bis 170 g/I schwanken. Die
höchste Ätzrate, die für die Herstellung von Feinleiterzügen erwünscht ist, wird bei
einer Konzentration von 95 g/l C
U2+ erreicht. Die Konzentration der Ätzlösung wird dann auf ± 1 g/I konstant gehalten.
[0022] Die Cu
1+-lonenkonzentration sollte in einem Bereich von 4-6 g/I liegen. Es wäre zwar einfacher
die Ätzlösung vollständig aufzuoxidieren, d. h. [Cu
1+] = 0. Ein kleiner Anteil an Kupfer(I)lonen in der Ätzlösung ist aber erwünscht, weil
einwertiges Kupfer als « Flankenschutz » wirkt. Darunter versteht man, daß die Seitenwände
der aus dem Kupfer herausgeätzten Leiterzugbahnen mit einem schützenden, gelartigen
Film überzogen werden, der eine stärkere Unterätzung der Leiterzüge verhindert. Es
wurde festgestellt, daß sich nur mit HCI-armen, nicht vollständig ausregenerierten
Kupferchlorid-Ätzlösungen Leiterplatten mit feinsten Linien herstellen lassen. (s.
a. DE-C 18 07 414).
[0023] Der Gehalt an 32 %iger Salzsäure kann zwischen 8 und 20 ml pro Liter Ätzlösung schwanken.
Es sein nocheinmal darauf hingewiesen, daß Ätzlösungen gemäß dem Stand der Technik
200 ml/l und darüber an konzentrierter Salzsäure enthalten, Durch den hohen Gehalt
der erfindungsgemäß verwendeten Ätzlösungen an Natriumchlorid können, wie bereits
zuvor ausgeführt, größere Mengen Cu
1+ komplex in Lösung gehalten werden, so daß mit Kupfer(II)chlorid-Ätzlösungen mit einem
Gehalt von vis zu 20 g/I Cu
1+ noch in befriedigender Weise geätzt werden kann.
[0024] Zur Regenerierung der zuvor beschriebenen Ätzlösungen bei deren Anreicherung an Kupfer(I)chlorid
werden gemäß der Erfindung Wasserstoffperoxid und Salzsäure verwendet. Theoretisch
errechnet sich ein Verbrauch von 1,36 I 35%igem Wasserstoffperoxid, 3,1 I 32 %iger
HCI, 2,4 kg Natriumchlorid (Salzkorbprinzip) bzw. 2,15 kg Natriumchlorid (Salztankprinzip)
und 5,7 I Wasser für die Regenerierung von 1 kg Kupfer. Aus den zuvor angegebenen
Mengen ergibt sich ein Verhältnis der Zudosierung von H
20
2 : H
20 : HCI = 1 : 4,2 : 2,3.
[0025] Es ist allerdings zu berücksichtigen, daß diese Werte theoretisch berechnet wurden
und Verluste durch Absaugen und die Nebenreaktion

auftreten.
[0026] Die praktischen Werte für die Zudosierung müssen daher beim Einfahren der Anlage
ermittelt werden. Im Betrieb wird dann, wie nachfolgend beschrieben wird, nur die
Zugabe an Oxidationsmittel mit einer Redoxelektrode gesteuert, während Salzsäure und
Wasser in berechneten Mengen aus den Dosiertanks zufließen.
[0027] In den Figuren 3 und 4 sind Regeneriervorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. Nach Fig. 3 ist ein Ätzer 1 an eine Regeneriereinheit 2 angeschlossen.
Die Vorratsbehälter 9, 10 und 11 sind für Wasserstoffperoxid, Salzsäure und Wasser
vorgesehen. Die zu regenerierend Ätzlösung. wird dem Oxidationsreaktor 12 zugeführt.
Gemäß Fig. 3 erstrecken sich Leitungen von den Vorratsbehältern 9.10 und 11 zum Oxidationsreaktor
12. Über einen Regler 5 steuert eine Redoxelektrode (Sensor) 4 in Abhängigkeit von
dem gemessenen Potential das Öffnen des Magnetventils 6, damit die genau erforderliche
Menge an Wasserstoffperoxid dem Oxidationsreaktor zufließt. Über den Regler 5 werden
auch die Magnetventile 7 und 8 betätigt, damit Salzsäure und Wasser in berechneten
Mengen aus den Dosiertanks 10 und 11 dem Oxidationsreaktor 12 zufließen. Anstelle
der Magnetventile können für die Dosierung auch Dosierpumpen eingesetzt werden. In
der Regeneriereinheit 2 ist ein Salzkorb 3a angeordnet, in dem stets festes Natriumchlorid
vorhanden ist. Die Ätzlösung strömt mit konstanter Durchlaufgeschwindigkeit durch
die Messzelle (Sensor) 4. Die Pumpe 13 sorgt dafür, daß das regenerierte Ätzlösung
zurück zur Ätzvorrichtung geführt wird. Überschüssige, durch den Ätz- und Regenerierprozeß
sich ständig neu bildende Ätzlösung fließt über einen Überlauf in den Überlaufbehälter
14. Die überschüssige Ätzlösung wird zur Rückgewinnung von Kupfer an eine Kupferhütte
verkauft.
[0028] Gemäß Fig. 4 ist anstelle des offenen Salzkorbs in der Regeneriereinheit 2 ein geschlossener
Salztank 3b vorgesehen. Wasser wird dann vom Vorratsbehälter 11 nicht in den Oxidationsreaktor
12, sondern direkt in den Salztank 3b zudosiert. Von dort ist ein Überlauf zur Regeneriereinheit
2 vorgesehen.
[0029] Zur Steuerung der Chemikalienzugabe zu der zu regenerierenden Ätzlösung, d. h. zur
Einhaltung der zuvor beschriebenen vorteilhaften Konzentrationen der Chemikalien wird
eine Redoxelektrode verwendet, mit der das angestrebte Ziel mit großer Genauigkeit
erreicht werden kann. Es wird das Redoxpotential gemessen, das sich zwischen. dem
Halbelement Au, Cu
2+/Cu
+ und einer Vergleichselektrode, z. B. einer Kalomeielektrode, einstellt. Dieses Potential
ist abhängig vom Konzentrationsverhältnis (Aktivitätsverhältnis) Cu
2+: Cu
+, wobei jedoch nicht reine Redoxpotentiale gemessen werden, sondern ein Mischpotential,
das auch vom Natriumchloridgehalt der Ätzlösung und von der Flüssigkeitsströmung V,
mit der die Ätzlösung durch den Sensor fließt, abhängig ist.
[0030] Die NERNST'sche Gleichung für die Potentialeinstellung lautet dann in vereinfachter
Form :

[0031] Wenn die Temperatur, der Natriumchloridgehalt und V konstant gehalten werden, ist
das Redoxpotential nur noch von C
U2+ und Cu
+ abhängig :

[0032] Die konstante Durchlaufgeschwindigkeit durch die Meßzelle wird dadurch erreicht,
daß eine kleine Menge Ätzlösung aus der Regeneriereinheit 2 kontinuierlich in einem
Nebenkreislauf durch die Meßzelle (Sensor 4), der ein Reduzierventil und ein Durchflußmesser
vorgeschaltet sind (nicht dargestellt), zirkuliert. Die Natriumchloridkonzentration
wird dadurch konstant gehalten, daß entweder mit einer an Natriumchlorid gesättigten
Lösung oder mit einer Lösung, deren Konzentration zwar unter dem Sättigungsgrad liegt
aber konstant ist, gearbeitet wird. Eine an Natriumchlorid gesättigte Ätzlösung wird
dadurch erhalten, daß in der Regeneriereinheit 2 ein Salzkorb 3a angeordnet wird,
in dem stets festes Natriumchlorid vorhanden ist (Fig. 3). Die den Salzkorb durchströmende
Ätzlösung nimmt bis zu ihrem Sättigungsgrad etwa 4 Mol/I Natriumchlorid auf, was 234
g/I Natriumchlorid entspricht.
[0033] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird zur Einstellung
und Aufrechterhaltung einer konstanten Natriumchloridkonzentration ein Salztank 3b
verwendet, dessen Inhalt von der Regeneriereinheit 2 getrennt ist. Am Boden des geschlossenen
Salztanks 3b (Fig. 4) befindet sich festes Natriumchlorid. Zur Einstellung der gewünschten
Konzentration an Natriumchlorid in der Ätzlösung wird bei dieser Ausgestaltung das
Wasser aus dem Vorratsbehälter 11 nicht wie beim Salzkorbprinzip (Fig. 3) der Regeneriereinheit
direkt, sondern dem Salztank 3b zudosiert. Über einen Überlauf gelangt dann gesättigte
Kochsalzlösung in die Regeneriereinheit 2 (Fig. 4). Nach diesem Prinzip kann in der
Ätzlösung ebenfalls eine konstante Natriumchlorid-Konzentration eingestellt werden.
Sie liegt bei etwa 3,6 Mol/1 Natriumchlorid, was 212 g/l Natriumchlorid entspricht
und ist damit etwas niedriger als die einer gesättigten Kochsalzlösung. Die Ätzgeschwindigkeit
wird dadurch nur geringfügig erniedrigt. Vorteilhaft an dieser Ausführungsform ist,
daß z. B. bei vorübergehender Stillegung der Anlage, in den Rohrleitungen kein Natriumchlorid
auskristallisieren kann, was bei gesättigter Kochsalzlösung der Fall sein könnte.
Die Temperatur der Regenerieranlage wird über einen Wärmeaustauscher (nicht dargestellt)
auf einem Wert im Bereich von 45-55 °C mit einer Genauigkeit von ± 1 °C konstant gehalten.
[0034] Wenn, wie zuvor beschrieben, Natriumchloridkonzentration, Durchlaufgeschwindigkeit
V durch die Meßzelle (Sensor 4) und Temperatur konstant gehalten werden, dann ist
das Redoxpotential nur noch von dem Verhältnis Cu2+: Cu
+ abhängig. Das Potential der Elektrode wird positiv, wenn die Konzentration von Cu
2+ steigt und erreicht einen Maximalwert, wenn die Konzentration der Kupfer(I)ionen
= 0 ist. Es ist jedoch erwünscht, die Kupfer(I)ionen nicht vollständig zu Kupfer(II)ionen
aufzuoxidieren, weil einwertiges Kupfer einer Unterätzung der Leiterzugbahnen durch
Flankenschutz entgegenwirkt und damit das Ätzen viel feinerer Leiterzugmuster ermöglicht.
Es wurde auch festgestellt, daß die Änderung des Redoxpotentials im Bereich kleiner
Kupfer(I)ionen-Konzentrationen viel stärker ist als bei höheren Konzentrationen. Zwischen
2 und 5 g/I Cu
1+ beträgt die Potentialdifferenz z. B. immer 26,5 mV. Es ist daher günstig, die Badzusammensetzung
in diesem Bereich mit Hilfe des Redoxpotentials zu regeln. Da sich der Wert der Potentialdifferenz
von 26,5 mV aber mit der Kupfer(II)ionenkonzentration und der Temperatur verschiebt,
muß man zu einer genauen Regelung der Oxidation von Cu
+ zu C
U2+ die Temperatur in engen Grenzen halten.
[0035] In der Praxis wird die Potentialdifferenz über einen Verstärker auf einem Meßgerät
angezeigt und mit einem Schreiber aufgezeichnet. Das Meßgerät ist mit einem Fühler
versehen, der entsprechend der Potentialdifferenz in der Ätzlösung vom Zeiger des
Meßgeräts passiert wird. Dabei wird ein Magnetventil geöffnet, bzw. eine Dosierpumpe
betätigt, um Wasserstoffperoxid aus einem Vorratsbehälter in den Oxidationsreaktor
über der Regenerieranlage zuzudosieren. Salzsäure und Wasser werden in berechneten
Mengen zudosiert.
[0036] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, in großtechnischem Maßstab verbrauchte
Kupferchlorid-Ätzlösungen zu regenerieren. Hierzu werden in bekannter Weise Wasserstoffperoxid
und Salzsäure verwendet. Die Ätzlösungen enthalten aber sehr viel weniger Salzsäure
als bisher bekannte Ätzlösungen. Tatsächlich wird Salzsäure nur in der Menge zudosiert,
die stöchiometrisch zu Umsatz mit Wasserstoffperoxid zu unterchloriger Säure erforderlich
ist. Die Aktivität des Ätzbades wird durch Zugabe von Natriumchlorid wesentlich erhöht.
1. Verfahren zum automatischen Regenerieren von Kupferchlorid-Ätzlösungen, bei dem
Ätzmittel aus der Ätzkammer abgezogen und in einer gesonderten Regeneriereinheit mit
Wasserstoffperoxid und Salzsäure regeneriert, mit Wasser verdünnt und dann wieder
der Ätzkammer zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Oxidationsreaktor
oder statischen Mischer eine der zu regenerierenden Kupfer(I)ionen-Konzentration entsprechende
Menge Wasserstoffperoxid mit der stoechiometrischen Menge Salzsäure zu unterchloriger
Säure umgesetzt wird und diese unmittelbar danach mit der zu regenerierenden Ätzlösung,
welche eine Salzsäurekonzentration unter 20 ml/l 32 %iger HCI aufweist und Natriumchlorid
als Komplexbildner enthält, zusammengeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugabe des Wasserstoffperoxids
über das Redoxpotential des Ätzmittels geregelt wird und Salzsäure und Wasser in berechneten
Mengen zudosiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugabe der Regenerationsmittel
derart gesteuert wird, daß die Kupfer(I)ionen-Konzentration zwischen 2 und 5 g/l gehalten
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Salzsäurekonzentration
des Ätzmittels zwischen 8 und 10 ml/l 32 %iger HCI gehalten wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ätzmittel an Natriumchlorid
gesättigt ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sättigungskonzentration
des Ätzmittels an Natriumchlorid in der Weise aufrechterhalten wird, daß bei der Zudosierung
der berechneten Mengen Wasser in die Regeneriereinheit festes Natriumchlorid in einem
Salzkorb in derselben in Lösung geht.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Natriumchloridkonzentration
auf einem konstanten Wert gehalten wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Natriumchloridkonzentration
auf einem Wert von 3,6 Mol/1 gehalten wird.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Natriumchloridkonzentration
des Ätzmittels von 3,6 Mol/1 in der Weise aufrechterhalten wird, daß bei Zudosierung
der berechneten Menge Wasser zu einem von der Regeneriereinheit getrennten Salztank
festes Natriumchlorid in Lösung geht und gesättigte Kochsalzlösung über einen Überlauf
in die Regeneriereinheit gelangt.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Ätzmittels
zwischen 45 und 55 °C gehalten wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Regenerieren
und Zudosieren von Wasser die Gesamtkonzentration des Ätzmittels auf folgenden Werten
gehalten wird :
1,5 Mol/I CuCl2 x 2 H2O ;
2-5 g/I Cu+ ;
4 Mol/1 NaCI (Salzkorb) oder
3,6 Mol/1 NaCl (Salztank) und
8-20 ml/1 32 %iger HCI.
12. Regeneriervorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den vorhergehenden
Ansprüchen, bestehend aus Vorratsbehältern für Wasserstoffperoxid (9), Salzsäure (10)
und Wasser (11), wobei eine Redoxelektrode (4) die Zugabe von Wasserstoffperoxid steuert
und für die Zudosierung berechneter Mengen Salzsäure und Wasser Magnetventile (7,
8) oder Dosierpumpen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
a) daß die Vorratsbehälter (9, 10) über Verbindungsleitungen und Magnetventile (6,
7) oder Dosierpumpen mit einem Oxidationsreaktor (12) verbunden sind, dem die zu regenerierende
Ätzlösung aus der Ätzvorrichtung (1) zugeführt wird ;
b) daß in dem Oxidationsreaktor ein inneres Rohr für den Durchfluß der zu regenerierenden
Ätzlösung vorgesehen ist, in dem die Zuleitungen für H202 und HCI aufeinandertreffen und das unterhalb des Reaktionsbereiches beider Komponenten
endet ;
c) daß der Oxidationsreaktor (12) an eine Regeneriereinheit (2) angeschlossen ist,
die eine Verbindungsleitung mit einer Pumpe (13) zurück zur Ätzvorrichtung (1) und
einen Überlauf zu einem Überlaufbehälter (14) aufweist;
da) daß in der Regeneriereinheit (2) ein offener Salzkorb (3a) für die Aufnahme von
festem Natriumchlorid angeordnet ist und für die Zudosierung von berechneten Mengen
Wasser eine Leitung mit Magnetventil (8) oder Dosierpumpe zu der Regeneriereinheit
vorgesehen ist, oder
db) daß neben der Regeneriereinheit (2) ein Salztank (3b) für die Aufnahme von festem
Natriumchlorid angeordnet ist und für die Zudosierung von berechneten Mengen Wasser
eine Leitung zu dem Salztank und ein Überlauf von diesem zur Regeneriereinheit (2)
vorgesehen sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Redoxelektrode
(Sensor 4) in einem Nebenkreislauf zwischen der Regeneriereinheit (2) und der Verbindungsleitung
zum Ätzer (1) vorgesehen ist, welche über einen Regler (5) die Zugabe von H202 steuert.
1. A process for automatically regenerating copper chloride etch solutions, wherein
the etchant is withdrawn from the etch chamber and regenerated in a separate regeneration
unit by means of hydrogen peroxide and hydrochloric acid, diluted with water and then
fed back to the etch chamber, characterized in that in an oxidation reactor or a static
mixer, a quantity of hydrogen peroxide corresponding to the copper(l) ion concentration
to be regenerated is converted by means of the stoichiometric quantity of hydrochloric
acid into hypochlorous acid, said hypochlorous acid being combined immediately afterwards
with the etch solution to be regenerated which contains a hydrochloric acid concentration
of less than 20 ml/I of 32 % HCI and sodium chloride as a complexing agent.
2. The process according to claim 1, characterized in that the addition of the hydrogen
peroxide is controlled by the redox potential of the etchant, and hydrochloric acid
and water are added in computed quantities.
3. The process according to claim 2, characterized in that the addition of the regenerating
agent is controlled such that the copper(I) ion concentration is kept between 2 and
5 g/I.
4. The process according to claim 1, characterized in that the hydrochloric acid concentration
of the etchant is kept between 8 and 10 ml/I of 32 % HCI.
5. The process according to claim 1, characterized in that the etchant is saturated
with sodium chloride.
6. The process according to claim 5, characterized in that the saturation concentration
of sodium chloride in the etchant is maintainted such that when the computed quantities
of water are added in the regeneration unit, solid sodium chloride dissolves in a
salt basket within said unit.
7. The process according to claim 1, characterized in that the sodium chloride concentration
is kept at a constant value.
8. The process according to claim 7, characterized in that the sodium chloride concentration
is kept at a value of 3.6 mol/l.
9. The process according to claims 7 and 8, characterized in'that a sodium chloride
concentration of the etchant of 3.6 mol/l is maintained such that when the computed
quantity of water is added, solid sodium chloride dissolves in a salt tank separated
from the regeneration unit, and saturated sodium chloride solution reaches the regeneration
unit through an overflow.
10. The process according to claim 1, characterized in that the temperature of the
etchant is kept between 45 and 55 °C.
11. The process according to claim 1, characterized in that by regenerating and adding
water, the total concentration of the etchant is kept at the following values :
1.5 mol/l CuC12.2 H20 ;
2-5 g/I Cu+ ;
4 mol/I NaCI (salt basket) or
3.6 mol/l NaCI (salt basket) and
8-20 mill of 32 % HCI.
12. A regeneration system for implementing the process according to any one of the
preceding claims, comprising storage tanks for hydrogen peroxide (9), hydrochloric
acids (10) and water (11), a redox electrode (4) controlling the addition of hydrogen
peroxide, and solenoid valves (7, 8) or dosing pumps for adding computed quantities
of hydrochloric acid and water, characterized in that
a) the storage tanks (9, 10) are connected through connecting lines and solenoid valves
(6, 7) or dosing pumps to an oxidation reactor (12) receiving the etch solution to
be regenerated from the etch system (1) ;
b) the oxidation reactor comprises an internal tube for passing the etch solution
to be regenerated, the supply lines for H202 and HCI merging in said tube, and said tube terminating below the reaction range
of H202 and HCI ;
c) the oxidation reactor (12) is connected to a regeneration unit (2) which includes
a connecting line with a pump (13) back to the etch system (1) and an overflow to
an overflow tank (14) ;
da) the regeneration unit (2) includes an open salt basket (3a) for receiving the
solid sodium chloride, and a line with a solenoid valve (8) or a dosing pump to the
regeneration unit is provided for adding computed quantities of water, or
db) a salt tank (3b) is positioned adjacent to the regeneration unit (2) for receiving
solid sodium chloride, and a line to the salt tank and an overflow from said tank
to the regeneration unit (2) are provided for adding computed quantities of water.
13. The system according to claim 12, characterized in that a redox electrode (sensor
4) is provided in a secondary circuit between the regeneration unit (2) and the connecting
line to the etch system, which controls the addition of H202 through a control means (5).
1. Procédé pour la régénération automatique de solutions d'attaque chimique à base
de chlorure de cuivre dans lequel l'agent d'attaque est évacué de la chambre d'attaque
et régénéré dans une unité de régénération séparée à l'aide de péroxyde d'hydrogène
et d'acide chlorhydrique, dilué par l'eau et renvoyé dans la chambre d'attaque, caractérisé
en ce que, dans un réacteur d'oxydation ou dans un mélangeur statique, on fait réagir
une quantité de péroxyde d'hydrogène correspondant à la concentration en ions cuivreux
à régénérer avec la quantité stoechiométrique d'acide chlorhydrique, avec formation
d'acide hypochloreux qu'on envoie ensuite immédiatement dans la solution d'attaque
à régénérer, qui est à une concentration en acide chlorhydrique inférieure à 20 ml
d'HCI à 32 % par litre et contient du chlorure-de sodium en tant qu'agent complexant.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'arrivée de péroxyde d'hydrogène
est réglée par le potentiel d'oxydo-réduction de l'agent d'attaque et en ce que l'acide
chlorhydrique et l'eau sont introduits en quantités calculées.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'alimentation en agent
régénérant est réglée de manière que la concentration en ions cuivreux se maintienne
entre 2 et 5 g/1.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la concentration en acide
chlorhydrique de l'agent d'attaque est maintenue entre 8 et 10 ml d'HCI à 32 % par
litre.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agent d'attaque est saturé
en chlorure de sodium.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'on maintient l'agent
d'attaque à la concentration de saturation en chlorure de sodium en ce que, à l'introduction
de la quantité calculée d'eau dans l'unité de régénération, du chlorure de sodium
solide contenu dans un panier de sel passe en solution dans cette eau.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on maintient constante
la concentration en chlorure de sodium.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'on maintient la concentration
en chlorure de sodium au niveau de 3.6 mol/1.
9. Procédé selon les revendications 7 et 8, caractérisé en ce que l'on maintient l'agent
d'attaque à une concentration en chlorure de sodium de 3,6 mole/l en ce que, à l'introduction
de la quantité d'eau calculée dans un réservoir de sel séparé de l'unité de régénération,
du chlorure de sodium solide passe en solution et une saumure saturée passe par l'intermédiaire
d'un conduit de trop-plein dans l'unité de régénération.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la température de l'agent
d'attaque est maintenue entre 45 et 55 °C.
11. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, par la régénération et
par l'introduction d'eau, la concentration globale de l'agent d'attaque est maintenue
aux valeurs suivantes :
1,5 mol/1 de CuCl2, 2 H20 ;
2 à 5 g/l de Cu+;
4 molli de NaCI (panier de sel) ou bien
3,6 mol/I de NaCI (réservoir de sel) et
8 à 20 ml d'HCI à 32 % par litre.
12. Appareil de régénération pour la mise en oeuvre du procédé selon les revendications
qui précèdent, consistant en réservoirs pour la péroxyde d'hydrogène (9), l'acide
chlorhydrique (10) et l'eau (11), avec une électrode d'oxydo-réduction (4) qui commande
l'arrivée du péroxyde d'hydrogène et des vannes magnétiques (7, 8) ou des pompes doseuses
prévues pour l'introduction des quantités calculées d'acide chlorhydrique et d'eau,
caractérisé en ce que
a) les réservoirs (9, 10) sont reliés par des conduits de liaison et des vannes magnétiques
(6, 7) ou des pompes à un réacteur d'oxydation (12) dans lequel la solution d'attaque
à régénérer est introduite, en provenance de l'appareil d'attaque (1) ;
b) dans le réacteur d'oxydation, un tube intérieur est prévu pour le passage en écoulement
de la solution d'attaque à régénérer, tube dans lequel des conduits d'alimentation
en H202 et HCI se rencontrent, et qui se termine au-dessous de la région dans laquelle les
deux composants réagissent ;
c) le réacteur d'oxydation (12) est relié à une unité de régénération (2) équipée
d'un conduit de liaison avec une pompe (13) retournant à l'appareil d'attaque (1)
et d'un conduit de trop-plein menant vers un réservoir de débordement (14) ;
da) dans l'unité de régénération (2), un panier de sel ouvert (3a) a été disposé pour
le logement de chlorure de sodium solide et un conduit avec une vanne magnétique (8)
ou pompe doseuse conduisant à l'unité de régénération a été prévu pour l'introduction
de quantités calculées d'eau, ou bien
db) à côté de l'unité de régénération, on a disposé un réservoir de sel (3b) pour
le logement de. chlorure de sodium solide, et on a prévu un conduit menant au réservoir
de sel et un conduit de trop-plein menant du réservoir de sel à l'unité de régénération
(2) pour l'introduction des quantités calculées d'eau.
13. Appareillage selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'une électrode d'oxydo-réduction
(détecteur 4) est prévue. dans un circuit auxiliaire entre l'unité de régénération
(2) et le conduit de liaison à l'appareil d'attaque (1), électrode qui commande, par
l'intermédiaire d'un régulateur (5), l'introduction d' H2O2.