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(11) |
EP 0 178 348 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.09.1989 Patentblatt 1989/36 |
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Anmeldetag: 19.10.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F02G 1/04 |
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Durch Wärmezufuhr direkt betriebener Gasverdichter
Gas compressor directly driven by a heat supply
Compresseur commandé directement par admission de chaleur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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FR IT |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.04.1986 Patentblatt 1986/17 |
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Patentinhaber: Eder, Franz X., Prof. Dr. |
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D-8000 München 25 (DE) |
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Erfinder: |
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- Eder, Franz X., Prof. Dr.
D-8000 München 25 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Eder, Eugen, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Eder & Schieschke
Elisabethstrasse 34 80796 München 80796 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 961 457 GB-A- 2 104 155 US-A- 4 215 548
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DE-A- 3 246 633 US-A- 4 019 335 US-A- 4 455 825
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen durch Wärmezufuhr betriebenen Gasverdichter mit den
Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruches 1.
[0002] Ein derartiger Gasverdichter ist aus der DE-A 3246633 bekannt. Hierbei werden zwei
Arbeitszylinder verwendet, in denen phasenverschoben Verdrängerkolben durch einen
Hilfsantrieb hin-und herbewegt werden. Im jedem Arbeitszylinder zugeordneten Primärkreis
sind jeweils ein Heizer, die halbe Austauschfläche eines gemeinsamen Wärmetauschers
und ein Kühler angeordnet. Der Kaltteil jedes Arbeitszylinders ist an einen doppeltwirkenden
Fluidseparator an einander gegenüberliegenden Kammern angeschlossen, in denen ein
verschiebbarer doppelwirkender Freikolben angeordnet ist. Dieser ist z. B. als symmetrischer
Differentialkolben ausgebildet, der mit dem Gehäuse des Fluidseparators sowohl die
mit den Kalträumen der Arbeitszylinder verbundenen Druckkammern bildet, als auch zwei
Pumpenkammern mit kleinerem Querschnitt abschliesst, die mit einem fliessfähigen Arbeitsmedium
gefüllt sind. Die Pumpenkammern sind über Rückschlagventilpaare mit unterschiedlicher
Durchlassrichtung mit zwei Druckbehältern verbunden, in die das Arbeitsmedium gepumpt
und durch ein Gaspolster unter Druck gehalten wird. An die beiden Druckbehälter kann
eine Arbeitsmaschine angeschlossen werden. Dieser bekannte Gasverdichter erfordert
zwei Arbeitszylinder, da der im thermischen Aussenkreis enthaltene Gegenstrom-Wärmetauscher
notwendig ist, um beide Arbeitszylinder als thermische Kompressoren mit Energie zu
versorgen. Dieser Aufbau ist unnötig aufwendig und daher teuer. Zudem erlaubt der
mit den Druckänderungen in den kalten Kammern der Arbeitszylinder zwangsgekoppelte
Pumpenkolben des doppeltwirkenden Fluidseparators keine optimale Umsetzung der Druckänderungen
in Druckenergie in einem weiten Frequenzbereich.
[0003] Die US-A 4215548 beschreibt in Figur 7 einen Gasverdichter mit einem einzigen Arbeitszylinder,
dessen thermischer Aussenkreis einen Heizer, einen Regenerator und einen Kühler aufweist.
Der Arbeitskolben stellt eine Art von Freikolben dar. Eine im Arbeitsraum angeordnete
Membran dient als Abschluss eines mit Flüssigkeit gefüllten Doppelbehälters, der eine
dünne Verbindungsleitung aufweist. Der die Membran enthaltende «Kolben» wirkt hier
als resonanzfähiger Kolben zur Auskopplung von mechanischer Arbeit. Dieser Aufbau
ermöglicht die Gewinnung von Druckenergie nur in einem engen Frequenzbereich, bei
dem die erforderliche Phasennacheilung von 90° gewährleistet ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gasverdichter zu schaffen, der raumgedrängter
und einfacher, daher billiger aufgebaut werden kann und der in einem weiten Frequenzbereich
die Gewinnung von Druckenergie erlaubt.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches
1.
[0006] Der Gasverdichter nach der Erfindung kann durch Verwendung von nur einem einzigen
Arbeitszylinders raumgedrängter und einfacher, daher preiswert aufgebaut werden. Zum
anderen ' wird Druckenergie über einen weiten Frequenzbereich gewonnen, wobei der
verwendete einfach wirkende Fluidseparator eine selbsttätige Anpassung zwischen den
Druckverhältnissen im eine Expansionsmaschine aufweisenden Sekundärkreis und dem wechselnden
Druck in der kalten Kammer des Arbeitszylinders ermöglicht. Zusätzlich können durch
die Verwendung eines Fluidseparators für den vom Arbeitszylinder gebildeten Kompressor
und dem Sekundärkreis mit Expansionsmaschine unterschiedliche Arbeitsmedien verwendet
werden. Vorzugsweise werden im Kompressor Heliumgas von hohem Druck und im Arbeitskreis
ein Gas-ÖI-Gemisch verwendet, das eine ölgeschmierte und druckdichte Expansionsmaschine
anzuwenden erlaubt.
[0007] Weitere -Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht des Gasverdichters;
Fig. 2 ein Diagramm des Druckverlaufs des Arbeitsgases;
Fig. 3 ein Diagramm des Volumendurchsatzes des thermomechanischen Konverters;
Fig. 4 eine Teilansicht einer geänderten Ausführungsform;
Fig. 5 eine Teilansicht einer weiteren Ausführungsform.
[0009] Der Gasverdichter besteht aus dem Arbeitszylinder 1, in dem der schlecht wärmeleitende
Verdrängerkolben 2, der an der durch den Zylinderboden druckdicht geführten Kolbenstange
3 befestigt ist über eine Kreuzkopfführung sowie das Pleuel 4 von der Kurbelwelle
5 etwa sinusförmig zwischen oberem und unterem Totpunkt bewegt wird. Die zum Betrieb
erforderliche Wärmeleistung wird dem Arbeitszylinder 1 über den Rippenwärmetauscher
6 im Inneren der Brennkammer 7 zugeführt. Zylinderkopf und der untere Zylinderraum
8 sind über den thermischen Regenerator 9, den Kühler 10 und besagten Rippenwärmetauscher
6 verbunden, so dass auf dem Verdrängerkolben 2 lediglich der Druckunterschied lastet,
der durch die Strömungsverluste in den Wärmetauschern 6, 10 und im Regenerator 9 verursacht
wird. Die thermische Isolation der auf hoher Temperatur (400 bis 800°C) befindlichen
Teile ist in Fig. 1 nur angedeutet; sie ist aber zu einem Teil für den bei der Umsetzung
von Heiz- in Druckenergie erzielten Wirkungsgrad verantwortlich.
[0010] Der untere Arbeitsraum 8 des Zylinders 1 ist mit dem Fluidseparator verbunden, der
in Fig. 1 als geteilter flacher Druckbehälter dargestellt ist, der aus zwei Kugelkalotten
11 a, 11b besteht, die gasdicht durch die elastische Membran 12 getrennt sind. Die
Kalotte 11b ist über die Rückschlagventile 13, 14 mit unterschiedlicher Durchströmrichtung
mit dem Druckbehälter 15 bzw. mit dem druckdichten Kurbelgehäuse 16 verbunden, in
dem der Elektromotor 17 für den Antrieb des Verdrängerkolbens angeordnet ist. Zwischen
dem Hochdruckbehälter 15 und dem als Niederdruckbehälter fungierenden Kurbelgehäuse
16 ist der Expansionsmotor 18 geschaltet, dessen Mengenstrom durch das Regelventil
19 einzustellen ist.
[0011] Da die im Arbeitszylinder 1 und angeschlossenem Teilvolumen 11 des Fluidseparators
enthaltene Gasmenge konstant ist, wird sich der darin einstellende Gasdruck periodisch
ändern, wenn der Verdrängerkolben 2 zwischen den Totpunktlagen hin- und hergeschoben
wird.
[0012] In Fig. 2 ist der Druckverlauf im Arbeitsgas dargestellt für den Fall, dass im Druckbehälter
15 ein höherer Druck herrscht als dem Maximalwert im Arbeitszylinder entspricht und
das Ventil 19 geschlossen ist. Die mit dem Kammervolumen 11b b des Fluidseparators
verbundenen Komponenten 15,16 und 18 sind mit einem Gas-Ölgemisch gefüllt; als Druckgas
sind ausser Helium oder Wasserstoff auch Stickstoff oder Kohlendioxid geeignet, da
ihre kinematische Zähigkeit merklich grösser und der Adiabatenexponent kleiner als
bei Helium sind. Letzterer bewirkt eine geringere Temperaturabsenkung des Arbeitsmediums
während der Entspannung im Expansionsmotor 18.
[0013] Befindet sich der Verdrängerkolben 2 im unteren Totpunkt und damit die Hauptmenge
des Arbeitsgases im oberen Zylinderabschnitt, so erreicht der Gasdruck seinen Maximalwert
und wird das Kammervolumen 11b soweit zusammengepresst, bis der Gasdruck im Zylinder
1 mit dem Druck P
h im Behälter 15 übereinstimmt, das Rückschlagventil 14 bleibt währenddessen geschlossen.
Bei der Aufwärtsbewegung des Verdrängerkolbens 2 nimmt der Gasdruck ab und wird nach
Erreichen des im Kurbelgehäuse 16 herrschende Druckes P
n das Ventil geöffnet und das Gas-Ölgemisch in die Kammer 11b gesaugt; die Membran
12 liegt im Extremfall an der Innenwand von 11 a an.
[0014] Bei geöffnetem Ventil 19 wird dem Expansionsmotor 18 das Gas-Ölgemisch mit dem Druck
P
h zugeführt und verlässt diesen mit dem Druck P
n. Bezeichnet man den durchgesetzten Volumenstrom mit V (m
3/s), so beträgt die im Expander erzeugte mechanische Leistung

wenn dieser das Druckgefälle ΔP=P
h-P
n verarbeitet.
[0015] Bei grossem Volumendurchsatz wird sich das Druckgefälle im Konverter verringern,
wie aus dem gestrichelten Druckverlauf in Fig. 2 der über dem Kurbelwinkel Φ aufgetragen
ist, hervorgeht. Beim Kurbelwinkel Φ
h öffnet sich das Ventil 13 und wird während der Phase Φ
h <Φ <2 Π das Kammervolumen 11 b des Fluidseparators in den Hochdruckbehälter 15 gepumpt.
Während der Aufwärtsbewegung des Verdrängers 2 sinkt der Gasdruck und erreicht beim
Phasenwinkel Φ
n den im Kurbelgehäuse 16 herrschenden Druck P
n. Zwischen Φ
n<Φ<Π bleibt das Ventil 14 geöffnet und wird Gas-Ölgemisch in die Kammer 11 b gesaugt.
Mit zunehmendem Volumenstrom V, d. h. mit wachsender Drehzahl n des Expanders 18 nimmt
die Druckdifferenz (P
n-P
n) ab, da sich die Öffnungswinkel Φ
n bzw. Φ
h nach kleineren Kurbelwinkeln verlagern.
[0016] Aus dem angeführten Zusammenhang resultiert zwischen Ap und V: Für V=0, d. h. im
Stillstand des Expansionsmotors, wird Δp und damit das erzeugte Drehmoment seinen
Höchstwert erreichen. Nimmt die zu V proportionale Drehzahl zu, so nimmt zwar Ap ab,
doch erreicht das Produkt Δp.V=P (Leistung) einen Maximalwert, der bei hohen Drehzahlen
wieder abnimmt. In Fig. 3 sind über dem Volumendurchsatz V des thermomechanischen
Konverters bzw. über der Drehzahl des Expanders 18 Drehmoment D und Leistung P aufgetragen.
Die Leistungscharakteristik der Maschine, die aus Konverter und Expansionsmotor besteht,
entspricht der eines Hauptschluss-Elektromotors; bei der Anwendung für den Antrieb
eines Fahrzeuges erübrigen sich daher die Kupplungsvorrichtung und ein Schaltgetriebe.
[0017] Im Primärkreis, d. h. im Arbeitszylinder 1 mit angeschlossenen Wärmetauschern 7,
9 und Regenerator 8 findet anstelle von Helium- oder Wasserstoffgas der überhitzte
Dampf einer kondensierbaren Substanz, z. B. Propylen, fluorierte Kohlenwasserstoffe,
Anwendung. Der Vorteil dieser im Bereich der Sattdampfzustände stark vom idealen Gasverhalten
abweichenden Stoffe besteht für den Primärkreis darin, dass für dasselbe Druckverhältnis
P
h/P
n eine niedrigere Heiztemperatur T
2 für den Wärmetauscher 6 (Fig. 1) angewandt werden kann und dadurch Wärmeleitungs-
und Abstrahlverluste des Zylinders 1 verringert werden.
[0018] - Im Sekundärkreis des Fluidseparators, der ne-- ben den Druckpuffern den Expansionsmotor
oder eine Wärmemaschine enthält, kann ein beliebiges Arbeitsmedium benutzt werden.
Als solches bietet ein Gemisch aus Stickstoff oder Kohlendioxid und Mineralöl den-Vorteil,
dass eine relativ hohe Arbeitsfrequenz in Wandler und Separator angewandt werden kann
und für den Sekundärkreis die unabdingbare Schmierung und Abdichtung des Expansionsmotors
gewährleistet wird. Gleichzeitig verringert sich mit einem mehratomigen Arbeitsmedium
im Sekundärkreis wegen des kleineren Adiabatenexponenten die beim Kompressionstakt
im Separator entstehende Temperaturerhöhung und die bei der arbeitsleistenden Entspannung
im Motor auftretende Temperaturerniedrigung. Letztere kann dazu genutzt werden, um
die Hilfe eines zusätzlichen Wärmetauschers die im Kühler 10 abzuführende Wärmeleistung
zu verringern.
[0019] Im Sekundärkreis wird anstelle des Kurbelgehäuses 16 ein zweiter Druckbehälter an
das Rückschlagventil 14 angeschlossen, in den das expandierte Arbeitsmedium aus dem
Expander 18 vom Druck p
" strömt. Da die gebräuchlichen Expansionsmotoren bei Umkehr der Drehrichtung als Pumpe
wirken, kann diese Eigenschaft zusammen mit besagten Druckspeichern dazu benutzt werden,
um bei einem von einem solchen Expansionsmotor angetriebenen Fahrzeug die während
des Bremsvorganges entstehende Bremsenergie zu speichern. Hierzu werden erfindungsgemäss
die zum Expander führenden Gasleitungen mit Hilfe eines besonderen Umschaltventils
vertauscht.
[0020] In einer weiteren konstruktiven Ausführung, die vereinfacht in Fig. 4 dargestellt
ist, befindet sich auch der Expansionsmotor 18 im Kurbelgehäuse 16. Seine Abtriebsachse
20 ist gasdicht aus diesem herausgeführt. Der Expansionsmotor 18 ist an den elektrischen
Motor-Generator 17 gekuppelt und treibt nach dem Anlassen nicht nur die Kurbelwelle
5 bzw. den Verdrängerkolben 2 an, sondern kann auch alternativ und regelbar elektrische
Energie erzeugen, die gespeichert werden kann.
[0021] Der Expansionsmotor 18 ist nicht an den Standort des thermomechanischen Konverters
gebunden, sondern kann mittels flexibler Hochdruckschläuche über die lösbaren Kupplungen
21, 22 an das Regelventil 19 bzw. an das Kurbelgehäuse 16 angeschlossen werden. Ferner
ist auch der Parallelbetrieb mehrerer gleichartiger Expander möglich, deren Drehzahl
sich selbsttätig entsprechend dem abgegebenen Drehmoment einstellt. Es ergeben sich
vielseitige Anwendungsmöglichkeiten auf den Gebieten des Fahrzeugantriebes, der fahrbaren
und stationären Hebezeuge, der Förderanlagen u.a.
[0022] Die Leistungsfähigkeit und Abmessungen dieser neuartigen Wärmekraftmaschine lässt
sich aus theoretischen Überlegungen und praktischen Ergebnissen ableiten: Mit einem
Hubvolumen von 1 dm
3, einer Heiztemperatur T
2 = 500°C, einem Maximaldruck P
h = 100 bar beträgt bei einer Drehzahl von 1500 1/min die theoretische mechanische
Leistung etwa 25 kW; praktisch wird dieser Wert durch den Wirkungsgrad des Konverters
und des Expansionsmotors nur zu etwa 65% erreicht.
[0023] Grössere Leistungen werden als Mehrzylindermaschinen ausgeführt; die gegenseitige
Ausrichtung der Zylinder und die Phasenlage der Verdrängerkolben werden zweckmässig
derart gewählt, dass a) sich die freien Massenkräfte kompensieren, b) die unteren
Arbeitsräume 8 der Zylinder mit gleichphasig arbeitenden Verdrängerkolben mit der
Gasseite 11 eines gemeinsamen Fluidseparators verbunden, und c) die Hochtemperaturwärmetauscher
6 aller Arbeitszylinder in einer gemeinsamen Brennkammer angeordnet sind. Eine spezielle
Konstruktion des Fluidseparators, die den in Fig. 1 gezeigten im Vorteil dann ersetzt,
wenn die mittleren Arbeitsdrücke im Primär- und Sekundärkreis verschieden sein sollen,
ist in Fig. 5 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist in dem druckfestem Gehäuse
23 mit den Rückschlagventilen 13,14 der Differentialkolben 24, 25 zwischen den Endlagern
frei verschiebbar. Das von der Rückseite des Kolbens 24 und dem Gehäuse 23 eingeschlossene
Volumen ist z. B. mit dem Fluid des Sekundärkreises gefüllt und wird mit dem Druckbehälter
26 verbunden, in dem der konstante, einstellbare Kompensationsdruck
Pe herrscht. Die Extremdrücke
Ph und p
" im Sekundärkreis werden im Vergleich zu denen im Primärkreis im Verhältnis der entsprechenden
Kolbenquerschnitte übersetzt. Durch Wahl des passenden Kompensationsdruckes P
c lassen sich die in Fig. eingetragenen Drücke nach unten verschieben und kann der
Minimaldruck P
min etwa zu Null kompensiert werden.
[0024] Es lassen sich im Vergleich zur konventionellen Wärmekraftmaschine folgende Vorteile
herausstellen:
1) Die beschriebene Wärmekraftmaschine wird durch äussere Zufuhr von thermischer Energie
betrieben, wobei als Primärenergieträger flüssige, gasförmige und feste Brennstoffe
genutzt werden können. Die bei ihrer Verbrennung auftretenden relativ niedrigen Betriebstemperaturen
von maximal 800°C ergeben im Vergleich zum herkömmlichen Otto- oder Dieselmotor nur
etwa ein Zehntel der Schadstoffemission an Stickoxiden und Kohlenmonoxid.
2) Der in der beschriebenen Wärmekraftmaschine ablaufende Arbeitsprozess spielt sich
in einem kleinen Druckverhältnis von etwa 1:2 ab, wobei die wenigen beweglichen Teile,
wie Verdrängerkolben, nur gegen geringe dynamische Druckdifferenzen abgedichtet zu
werden brauchen, was sich in einer langen Lebensdauer und hoher Betriebssicherheit
niederschlägt.
3) Während im Primärkreis vorzugsweise inertes Helium unter hohem Druck angewandt
wird, werden im angekoppelten Sekundärkreis für den Betrieb des oder der Expansionsmotoren
passende Gas-Ölgemische als Arbeitsmedium benutzt, welche eine zusätzliche Dicht-
und Schmierfunktion erfüllen.
4) Bei der Anwendung auf den Fahrzeugantrieb lässt sich auf einfachste Art der Einzelradantrieb
realisieren, da die Expansionsmotoren über flexible Druckschläuche an die gemeinsamen
Druckbehälter angeschlossen werden. Durch Vertauschen von Zu- und Rückleitung der
einzelnen Motoren mit Hilfe herkömmlicher Umschaltventile kann die Bremsenergie als
Druckenergie in den Druckbehältern gespeichert werden.
1. Durch Wärmezufuhr betriebener Gasverdichter, bei dem ein erstes, gasförmiges Arbeitsmedium
in einem Arbeitszylinder (1) mit Hilfe von einem Hilfsantrieb (17) bewegten Verdrängerkolbens
(2) durch einen parallelgeschalteten, aus einem Heizer (6, 7), einem Temperaturwandler
und einem Kühler (10) bestehenden Primärkreis hin- und hergeschoben und abwechselnd
durch Beheizung im Heizer (6, 7) im Heissteil des Arbeitszylinders (1) auf hohe Temperatur,
in seinem Kaltteil durch den Kühler auf tiefe Temperatur gebracht wird, wobei ein
durch eine verschiebbare, gasdichte Wand (12, 24, 25) in Kammern (11a, 11b) unterteilter
Fluidseparator vorhanden ist, dessen eine Kammer (11a) mit dem Kaltteil (8) des Arbeitszylinders
(1) kommuniziert, während eine andere Kammer (11 b) über Rückschlagventile (13, 14)
mit unterschiedlicher Durchströmrichtung mit zwei Druckbehältern (15, 16) verbunden
ist, die über eine Arbeitsmaschine (18) verbunden sind und der von der anderen Kammer
(11 b) des Fluidseparators, Druckbehältern (15, 16) und Arbeitsmaschine (18) gebildete Sekundärkreis
mit einem zweiten Arbeitsmedium gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, dass nur ein
Arbeitszylinder (1) vorhanden ist, dessen Primärkreis einen Regenerator (9) als Temperaturwandler
aufweist, dass der Fluidseparator einfach wirkend mit nur zwei Kammern (11a, 11b)
ausgebildet ist, von denen die eine Kammer (11a) an den Kaltteil (8) des Arbeitszylinders
(1) angeschlossen ist, während die andere Kammer (11 b) über nur zwei Rückschlagventile
(13, 14) mit unterschiedlicher Durchströmrichtung mit den zwei Druckbehältern (15,
16) verbunden ist, dass die Wand des Fluidseparators von einer die Kammern (11 a,
11 b) trennenden Membran (12) oder einem Freikolben (24,25) gebildet ist, dass das
Arbeitsmedium des Sekundärkreises ein Gas, Dampf oder Gas-ÖI-Gemisch ist und dass
die Arbeitsmaschine eine Expansionsmaschine ist.
2. Gasverdichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidseparator
aus einem geteilten, druckfesten Gehäuse besteht, dessen Hälften (11 a, 11 b) innen
die Form von Kugelkalotten besitzten und dass die Membran (12) aus metallischem oder
gummielastischem Werkstoff besteht.
3. Gasverdichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidseparator
aus einem Differentialkolben (24, 25) in einem druckfesten Gehäuse (23) besteht und
drei veränderliche, voneinander abhängige Volumina abschliesst, die mit dem Kaltteil
(8) des Arbeitszylinders (1), mit den Druckbehältern (15, 16) über zwei Rückschlagventile
(13, 14) und mit einem weiteren Druckbehälter (26) verbunden sind, der das Arbeitsmedium
von Primär- oder Sekundärkreis bei einstellbarem Druck enthält.
4. Gasverdichter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbehälter
(15,16) mit mehreren parallel arbeitenden Expansionsmaschinen (18) verbunden sind.
5. Gasverdichter nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kurbelgehäuse
(16) druckfest und dicht ausgeführt ist und als einer der Druckbehälter dient.
6. Gasverdichter nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbelwelle
(5) für den Antrieb des Verdrängerkolbens (2), von einem elektrischen Motor-Generator
(17) angetrieben wird, der im druckdichten Kurbelgehäuse (16) angeordnet ist und seinerseits
mit einem Expansionsmotor (18) gekuppelt ist, der an die Druckbehälter (15, 16) angeschlossen
ist und dessen Abtriebswelle (20) druckdicht aus dem Kurbelgehäuse geführt wird.
7. Gasverdichter nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in seinem
Primärkreis als erstes Arbeitsmedium überhitzter Dampf, wie z. B. Propylen oder fluorierte
Kohlenwasserstoffe, verwendet wird.
1. Gas Compressor operated by heat-input wherein a first gassy working medium in a
working cylinder (1) is pushed back and forth, by way of a compression cylinder activated
by an auxiliary drive (17), through a parallel-switched primary cycle comprising a
heater (6, 7), a temperature converter and a cooler (10), and alternately brought
up to a high temperature by heating inside the heater (6, 7) within the hot section
of the working cylinder (1) and brought to a low temperature by the cooler within
the cold section whereby a fluid separator which is divided into chambers (11 a, 11
b) by a slideable, gas-tight wall (12, 24, 25) is provided with its one chamber (11
a) communicating with the cold section (8) of the working cylinder (1) whereas another
chamber (11 b) is connected through non-return valves (13, 14) of different flow directions
with two pressure vessels (15,16), which are connected with a working machine (18),
and a secondary cycle consisting of the other chamber (11 b) of the fluid separator,
pressure vessels (15,16) and the working machine (18) and filled with a second wirking
medium, characterised in that there is only one working cylinder (1) the primary cycle
of which has a regenerator (9) as temperature converter; the fluid separator simply
works with only two chambers (11a, 11b) fitted, one of the chambers (11 a) being connected
with the cold section (8) of the working cylinder (1) and the other chamber (11 b)
being connected through only two non-return valves (13, 14) of different flow directions
with the two pressure vessels (15, 16); the wall of the fluid separator being formed
by a membrane (12) which separates the chambers (11a, 11b) or by a free piston (24,
25); the working medium of the secondary cycle is gas, steam or a gas-oil mixture;
and that the working machine is an expansion machine.
2. Gas compressor according to claim 1, characterised in that the fluid separator
is composed of a divided pressure-resistant casing the halves (11 a, 11b) of which
are internally in the shape of part-spherical segments the membrane (12) being of
metallic or rubber-elastic material.
3. Gas compressor according to claim 1, characterised in that the fluid separator
is composed of a differential piston (24, 25) in a pressure-resistant casing (23)
and seals off three changeable, interdependent spaces which are connected with the
cold section (8) of the working cylinder (1), with the pressure vessels (15, 16) through
two non-return valves (13,14) and with a further pressure vessel (26) which contains
the working medium of the primary or the secondary cycle with adjustable pressure.
4. Gas compressor according to claims 1 to 3, characterised by the pressure vessels
(15, 16) being connected with several parallel working expansion machines (18).
5. Gas compressor according to claims 1 to 4, characterised by the crankcase (16)
being pressure-resistant and serving as one of the pressure vessels.
6. Gas compressor according to claims 1 to 5, characterised by the crankshaft (5)
for driving the suppression piston (2) being driven by an electric motor-generator
(17) positioned inside the pressure-resistant crankcase (16) and itself coupled to
an expansion motor (18) which is connected to the pressure vessels (15, 16) and the
exit of the output-shaft (20) from the crankcase being pressure-resistant.
7. Gas compressor according to claims 1 to 6, characterised by the use of superheated
vapour such as propylene or fluorinated hydrocarbon, as first working medium in its
primary cycle.
1. Compresseur commandé par admission de chaleur, dans lequel un premier milieu de
travail gazeux est introduit dans un cylindre de travail (1) par un piston déplaçeur
(2) entraîné par un dispositif auxiliaire (17), ce milieu gazeux étant introduit par
un circuit primaire connecté en parallèle, constitué d'un élément chauffant (6, 7),
d'un convertisseur de température et d'un refroidisseur (10), ce circuit primaire
étant actionné dans un sens et dans l'àutre et alternativement par chauffage à haute
température dans l'élément chauffant (6, 7) dans la partie chaude du cylindre de travail
(1), et dans sa partie froide par le refroidisseur à basse température, et un séparateur
de fluide divisé par une cloison étanche aux gaz et coulissante (12,24,25) en chambres
(11 a, 11b) est prévu, une chambre (11a) de ce séparateur communiquant avec la partie
froide (8) du cylindre de travail (1), tandis qu'une autre chambre (11b) est reliée
par des clapets anti-retour (13, 14) à directions d'écoulement différentes à deux
réservoirs sous pression (15, 16), lesquels sont reliés par une machine de travail
(18), tandis que le circuit secondaire formé par l'autre chambre (11b) du séparateur
de fluide, les réservoirs à pression (15, 16) et la machine de travail (16) est rempli
d'un second milieu de travail, caractérisé en ce qu'il comprend un cylindre de travail
(1) seulement, dans le circuit primaire comporte un régénérateur (9) comme convertisseur
de température, en ce que le séparateur de fluide est à simple effet et muni de deux
chambres (11 a, 11b), parmi lesquelles une chambre (11a) est reliée à la partie froide
(8) du cylindre de travail (1) tandis que l'autre chambre (11b) est reliée aux deux
réservoirs sous pression (15, 16) à directions d'écoulement différentes par deux clapets
anti-retour (13, 14), en ce que la paroi du séparateur de fluide est formée par une
membrane (12) séparant les chambres (11a, 11b) ou par un piston libre (24, 25), en
ce que le milieu de travail de circuit secondaire est un gaz, de la vapeur ou un mélange
gaz-huile et en ce que la machine de travail est une machine d'expansion.
2. Compresseur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le séparateur de fluide
comprend un carter résistant à la pression et compartimenté, dont les moitiés (11a,
11b) ont intérieurement la forme de calotte sphérique et dont la membrane (12) est
constituée d'une matière métallique ou d'une gomme élastique.
3. Compresseur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le séparateur de fluide
est constitué d'un piston différentiel (24, 25) logé dans un carter (23) résistant
à la pression et isole trois volumes variables dépendant l'un de l'autre, qui sont
reliés à la partie froide du cylindre de travail, au récipient sous pression (15,
16) par deux clapets anti-retour (13, 14) et à un autre récipient sous pression (26),
qui contient à pression réglable l'agent de travail du circuit primaire ou secondaire.
4. Compresseur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les réservoirs
sous pression (15, 16) sont reliés à plusieurs machines d'expansion (18) travaillant
en parallèle.
5. Compresseur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le carter
(16) est étanche et résistant à la pression et constitue l'un des réservoirs sous
pression.
6. Compresseur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'arbre
de manivelle
(5) d'entraînement du piston déplaceur (2) est entraîné par un moteur générateur électrique
(17), disposé de manière étanche dans le carter (16), et qui est couplé avec un moteur
d'expansion (18) relié aux réservoirs sous pression (15, 16) et dont l'arbre de sortie
(20) est guidé de manière étanche à l'extérieur du carter.
7. Compresseur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que de la vapeur
surchauffée est utilisée dans un circuit primaire comme premier milieu de travail,
par exemple du propylène ou des hydrocarbures fluorés.

