| (19) |
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(11) |
EP 0 178 458 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.08.1989 Patentblatt 1989/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.09.1985 |
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| (54) |
Wickelvorrichtung
Reeling apparatus
Enrouleur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
18.10.1984 DE 3438179
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.04.1986 Patentblatt 1986/17 |
| (73) |
Patentinhaber: kabelmetal electro GmbH |
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30179 Hannover (DE) |
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Erfinder: |
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- Dreher, Anton
D-7240 Horb 1 (DE)
- Gramer, Josef
D-7240 Horb 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Mende, Eberhard, Dipl.-Ing. et al |
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Kabelkamp 20 30179 Hannover 30179 Hannover (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DD-A- 158 540 GB-A- 105 682 US-A- 760 323 US-A- 872 826 US-A- 3 236 465 US-A- 4 310 126
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DE-B- 2 431 515 GB-A- 1 102 770 US-A- 800 579 US-A- 1 461 736 US-A- 4 026 483 US-A- 4 483 490
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Wickelvorrichtung wie sie im Oberbegriff des
Hauptanspruches angegeben ist.
[0002] Bekannte Wickelvonichtungen verwenden Wickelköpfe, an denen der Anfang des Wickeigutes
vor dem Wickelvorgang von Hand festgeklemmt werden muß. Als Klemmeinrichtung werden
bei den bekannten Wickelköpfen keilförmige Ausschnitte am Wickelkem vorgesehen, in
die der jeweilige Anfang des Wickelgutes eingeschoben und festgeklemmt wird. Die aufgewickelten
Kabel-, Schlauch- oder Profilringe, die von Hand oder mit Motorantrieb aufgewickelt
wurden, müssen nun wieder manuell entnommen werden. Diese manuellen Arbeiten sind
zeitaufwendig und monoton.
[0003] Bekannt ist auch bereits eine Wickelvorrichtung (EP-A1-0 049 552), mit einem Wickelkopf,
der einen mehrteiligen Wickelkem aufweist wobei von den aus Einzelstreben bestehenden
Seitenflanschen der eine zusammenklappbar und in den Wickelkem einschiebbar ist. Das
Spreizen bzw. Verjüngen des Wickelkems erfolgt beim Zusammenklappen der den Flansch
bildenden Einzelelemente, der Antrieb erfolgt von hier aus, Störungen sind bei dieser
bekannten Wickeivorrichtung beim Abwurf des Wickelgutes vom Wickelkem durch das noch
nach außen ragende Gestänge zu erwarten. Darüberhinaus läßt die bekannte Vorrichtung
nicht erkennen, in welcher Art und Weise das freie Ende des Wickelgutes zu Beginn
des Wickelvorganges gehalten werden kann. Das ist aber entscheidend, wenn man, wie
bei Kabeln und Leitungen, also flexiblem Wickelgut, erhöhte Wickelgeschwindigkeiten
anstrebt.
[0004] Eine andere bekannte Wickelvorrichtung (GB-A1-1102 770) sieht zwei seitliche Spulenflansche
vor sowie einen Spulenkern aus drei in Achsrichtung geführten Stangen, die zum Abnehmen
des Wickelgutes mittels vorgegebener Nuten in radialer Richtung parallel zueinander
verschoben werden. Auch hier ist ein kurzfristiges Abwerfen des Wickelbundes zur Anpassung
an hohe Wickelgeschwindigkeiten ebensowenig möglich wie ein definiertes Halten des
Wickelgutendes.
[0005] Hier helfen auch nicht andere bekannte Vorrichtungen (EP-Ai-0101 134 und GB-A-105
682) weiter bei denen im festen Spulenkem einer Wickelvorrichtung mit festgelegten
Flanschen ein innerer Kem einschiebbar ist, dessen Einzelelemente radial nach außen
bewegbar sind bzw. an einer Bodenplatte Winkelprofile angelängt sind, die von Hand
alle gemeinsam nach innen oder nach außen geschwenkt werden können.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde
eine motorgetriebene Wickelvorrichtung zu schaffen, mit der eine Verarbeitung des
Wickelgutes zumindest weitgehend maschinell durchgeführt werden kann.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Wickelvorrichtung der eingangs genannten
Art durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches angegebenen Merkmale erhalten. Durch
die abnehmbare Befestigung des zweiten Seitenflansches ist ein problemloses Herunterrutschen
oder Herunterfallen des Wickelgutes vom verjüngten Kern gewährleistet, eine Behinderung
dieses Abwurfes im Wickelkembereich tritt nicht auf. Erhöhte Wickelgeschwindigkeiten
gegenüber dem Stand der Technik ergeben sich bei der Erfindung auch dadurch, daß beim
Lösen des zweiten Seitenflansches vom Wickelkern sich dieser durch Antrieb der Einzelelemente
vom ersten Seitenflansch her zu den freien Enden hin verjüngt und mit dem Lösen des
Seitenflansches dieser den zwischen dem zweiten Seitenflansch und dem freien Ende
eines Einzelsegmentes festklemmbaren Anfang des Wickelgutes freigibt.
[0008] Die Einzelsegmente des Kernes des Wickelkopfes können mittels eines pneumatischen
oder hydraulischen Antriebs gemeinsam verschwenkt werden. Eine automatische Entnahme
des Wickelgutes kann durch eine Schwenkeinrichtung sichergestellt werden, mit der
der erste Seitenflansch und damit der Wickelkem nach vorne geschwenkt wird, so daß
das Wickelgut abfällt. Die Klemmeinrichtung, die den Anfang des Wickelgutes während
des Wickelvorgangs festhält, öffnet sich beim Abnehmen des zweiten Seitenflansches.
[0009] Die Klemmeinrichtung ist bevorzugt so ausgebildet, daß an wenigstens einem der Einzelsegmente
im Bereich ihrer dem zweiten Seitenflasch zugewandten Enden eine Aussparung vorgesehen
ist, in die der Anfang des Wickelgutes hineinragt, und daß am zweiten Seitenflansch
wenigsten ein federndes Klemmelement angeordnet ist, welches bei aufgestecktem zweiten
Seitenflansch den Wickelgutanfang in der Aussparung verklemmt. Der Wickelgutanfang
wird dabei am Rand der Aussparung angedrückt.
[0010] Zum Aufstecken und Abnehmen des zweiten Seitenflansches ist vorgesehen daß der zweite
Seitenflansch auf einer Verschiebeeinheit axial verschiebbar befestigt ist und daß
die Verschiebeeinheit ein mittels eines Pneumatikzylinders parallel zur Rotationsachse
des Wickelkopfes verschiebbares Traggestell besitzt, an dem der zweite Seitenflansch
drehhar gelagert ist. Zum Festhalten des Wickelkopfes kann der zweite Seitenflansch
mit einer elektromagnetischen Bremseinrichtung versehen sein.
[0011] Die schwenkbaren Einzelsegmente des ersten Seitenflansches sind so angeordnet, daß
beim Aufstecken des zweiten Seitenflansches diese über Gelenklaschen nach außen gedrückt
werden, bis die Oberfläche des Wickelkems parallel zur Rotationsachse verläuft Wird
der zweite Seitenflansch nach Beendigung des Wickelvorganges abgenommen, drückt eine
Spiralfeder die schwenkbaren Einzelsegmente wieder nach innen. Die Schwenkgelenke
der Einzelsegmente befinden sich außerhalb des Wickelkems.
[0012] Die Antriebswelle des ersten Seitenflansches ist mit der seitlichen Scheibe, die
den Wickelkem einseitig begrenzt starr verbunden und ragt in das Innere des Wickelkerns
hinein. Dort ist auf der Antriebswelle eine gleitend gelagerte Buchse angeordnet,
die über Gelenklaschen mit den Einzelsegmenten verbunden ist. Wird die Buchse gegen
eine Federkraft nach innen zu der genannten Scheihe gedrückt, so werden dadurch die
Einzelsegmente üher die Gelenklaschen nach außen gedrückt, bis die Oberfläche des
Wickelkems parallel zur Antriebswelle verläuft Die auf der Antriebswelle befindliche
Buchse wird von einer ebenfalls federnd gelagerten zweiten Buchse des zweiten Seitenflansches
beim Aufsetzen des zweiten Seitenflansches betätigt.
[0013] Der für den Antrieb des Wickelkopfes vorgesehene Motor ist vorzugsweise ein Schritt-Motor,
mit dem ein exaktes Positionieren der für die Aufnahme des Wickelgut-Anfanges vorgesehenen
Aussparungen vorgenommen werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, den einzufädelnden
Anfang des Wickelgutes mechanisch mittels eines Greifarmes in die Aussparung am Wickelkopf
einzuführen. Anschließend wird der zweite Seitenflansch beispielsweise mittels eines
pneumatischen Antriebs in axialer Richtung auf den ersten Seitenflansch aufgesteckt.
Damit die am zweiten Seitenflansch angeordneten Klemmelemente und die Aussparungen
des ersten Seitenflansches immer übereinstimmen, wird der zweite Seitenflansch mittels
einer Bremseinrichtung in der entsprechenden Position gehalten, so daß er sich während
der axialen Verschiebungen nicht drehen kann.
[0014] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0015] Der Gegenstand der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen :
Figur 1 eine Wickelvorrichtung mit zweiteiligem, aus einem ersten und einem zweiten
Seitenflansch bestehenden Wickelkopf,
Figur 2 den ersten Seitenflansch im Schnitt,
Figur 3 einen Ausschnitt aus der Draufsicht des in Figur 2 dargestellten Seitenflansches
und
Figur 4 den zweiten Seitenflansch in Verbindung mit dem andeutungsweise dargestellten
ersten Seitenflansch im Schnitt.
[0016] Bei der in Figur 1 dargestellten Wickelvorrichtung ist auf einer Grundplatte 1 eine
Verschiebeeinheit 2 und eine Schwenkeinrichtung 3 montiert. An einer Schwenkachse
4 der Schwenkeinrichtung 3 ist ein hier nur andeutungsweise dargestellter erster Seitenflansch
5 eines Wickelkopfes 6 gelagert. Der erste Seitenflansch 5 wird von einem Schritt-Motor
7 angetrieben. An der Schwenkachse 4 ist ein Schwenkarm 8 angebracht, der mittels
eines Zylinders 9 betätigbar ist. Der Schwenkarm 8 läßt sich von dem Zylinder 9 nach
oben beispielsweise um einen Winkel a = 50° nach oben schwenken, so daß der erste
Seitenflansch 5 nach vorne gekippt wird. Ein auf dem hier nicht dargestellten Wickelkern
des ersten Seitenflansches befindliches Wickelgut kann auf diese Weise vom Seitenflansch
5 abgeworfen werden.
[0017] Die Verschiebeeinheit 2 besteht im wesentlichen aus einem Traggestell 10, welches
parallel zur Antriebsachse des ersten Seitenflansches 5 mittels eines Zylinders 11
verschiebbar ist. Als Führungselemente sind in der Zeichnung für die axiale Verschiebung
des Traggestelles 10 zwei Führungsstäbe 12 dargestellt. Am oberen Ende des Traggestelles
10 ist der zweite Seitenflansch 13 des Wickelkopfes 6 drehhar gelagert, der jedoch
in jeder beliebigen Stellung mittels einer elektromagnetischen Bremse 14 arretiert
bzw. festgehalten werden kann.
[0018] Die beiden Seitenflansche 5 und 13 sind hier nur andeutungsweise dargestellt und
befinden sich in der geöffneten Stellung, da der zweite Seitenflansch 13 vom ersten
Seitenflansch 5 abgezogen ist. Mittels des Zylinders 11 kann der zweite Seitenflansch
13 in die hier nicht dargestellte Stellung verbracht und auf den ersten Seitenflansch
5 aufgeschoben werden.
[0019] In Figur 2 ist insbesondere der Aufbau des ersten Seitenflansches 5 ersichtlich.
Dieser besteht im wesentlichen aus einer seitlichen Scheibe 15 und dem Wickelkern
16, der einseitig von der Scheibe 15 begrenzt wird. Der zweite Seitenflansch 13 ist
in Figur 2 mit unterbrochener Linie andeutungsweise dargestellt.
[0020] Der Wickelkern 16 des ersten Seitenflansches 5 besteht aus mehreren Einzelsegmenten
17, 18, 19, die sich hier in der nach innen geschwenkten Stellung befinden, wie sie
bei abgezogenem zweiten Seitenflansch 13 auftritt. Befindet sich der zweite Seitenflansch
13 dagegen in der mit unterbrochenen Linien dargestellten Stellung, so werden die
Einzelsegmente 17 bis 19 in die mit unterbrochenen Linien dargestellte Stellung 20
gebracht.
[0021] Die Einzelsegmente 17 bis 19 sind auf Streben 21 befestigt, die schwenkbar in Schwenkgelenken
22 am Seitenflansch gelagert sind. Im Abstand von den Schwenkgelenken 22 sind an den
Streben 21 Gelenklaschen 23 befestigt, die mit ihrem anderen Ende an einer achsial
verschiebbaren Buchse 24 befestigt sind. Die Buchse 24 sitzt auf einer Verlängerung
25 der Antriebswelle 26, die sich in das Innere des Wickelkerns 16 erstreckt. Mittels
einer Spiralfeder 27 stützt sich die Buchse 24 federnd gegenüber der Scheibe 15 ab.
[0022] Beim Aufstecken des zweiten Seitenflansches 13 drückt ein am zweiten Seitenflansch
13 befestigtes federndes Element entsprechend der Pfeilrichtung a auf die Buchse 24,
so daß die Einzelsegmente 17 bis 19 gleichzeitig nach außen in die mit unterbrochenen
Linien 20 dargestellte Stellung geschwenkt werden.
[0023] Bei dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt das Einzelsegment 18
eine Aussparung 28, in die der Anfang des Wickelgutes vor dem Wickelvorgang eingeschoben
wird. Dabei kann der zweite Seitenflansch 13 entweder noch völlig vom ersten Seitenflansch
5 abgenommen sein oder er ist nur soweit auf den ersten Seitenflansch 5 aufgeschoben,
daß die Klemmelemente im Bereich der Aussparung 28 noch nicht wirksam sind. Im letztgenannten
Fall können jedoch die Einzelsegmente 17 bis 19 bereits in die Stellung 20 geschwenkt
sein. Nachdem der Anfang des Wickelgutes in die Aussparung 28 eingeführt ist, kann
dann der zweite Seitenflansch 13 ganz aufgesteckt werden, so daß er unmittelbar am
Wickelkern 16 anliegt und diesen seitlich begrenzt.
[0024] Die in Figur 3 dargestellte Draufsicht zeigt den Seitenflansch 5 mit Wickelkem 16,
bei dem die Einzelsegmente 17 bis 19 sich in der senkrechten Stellung 20 befinden.
Die hier verwendeten Bezugszahlen stimmen in ihrer Bedeutung mit denen von Figur 2
überein. Zum Einfädeln des Wickelgut-Anfanges 29 kann der gesamte Wickelkopf 6 und
damit auch der erste Seitenflansch 5 mittels des SchrittMotors 7 in eine definierte
Stellung gebracht werden, so daß die Aussparung 28 für den Einfädelvorgang immer in
der gleichen Position angeordnet ist. Durch diese Maßnahme kann das Einfädeln des
Wickelgut-Anfanges 29 automatisch mittels einer hier nicht dargestellten Einfädelvorrichtung
erfolgen.
[0025] Die Scheibe 15 des Seitenflansches 5 besitzt symmetrisch angeordnete, radial verlaufende
Ausschnitte 30, die es ermöglichen, daß das hier nur andeutungsweise dargestellte
aufgewickelte Wickelgut 31 vor dem Entfernen vom Wickelkern 16 abgebunden werden kann.
[0026] In Figur 4 ist der Aufbau des zweiten Seitenflansches 13 ersichtlich, der zum Festklemmen
des Wickelgut-Anfanges 29 Klemmelemente 32, 33 besitzt. In der Zeichnung sind zwei
unterschiedliche Arten von Klemmelementen 32, 33 dargestellt. Das Klemmelement 32
wird von einer Druckfeder 34 in der Pfeilrichtung nach unten gedrückt. Die Kammer
35, in der ein Teil des Klemmelementes 32 und die Druckfeder 34 angeordnet sind, ist
vorzugsweise im Querschnitt kreisförmig ausgebildet Das andere Klemmelement 33 ist
um eine Achse 36 schwenkbar gelagert und wird mittels einer Zugfeder 37 in der angegebenen
Pfeilrichtung bewegt. Die für das Klemmelement 33 vorgesehene. Halterung 38 besitzt
einen Anschlag 39, der die Beweglichkeit des Klemmelementes 33 begrenzt.
[0027] Der zweite Seitenflansch 13 besitzt eine Achse 40, die mit einer elektromagnetischen
Bremse 14 verbunden ist. Die in den Wickelkern 16 des Wickelkopfes hineinragende Verlängerung
41 der Achse 40 dient ebenfalls als Führungselement für eine federnd angeordnete Buchse
42. Mittels einer verhältnismäßig starken Spiralfeder 43 wird die Buchse 42 gegenüber
der als seitliche Begrenzung dienenden Scheibe 44 des zweiten Seitenflansches 13 in
der angegebenen Pfeilrichtung weggedrückt. Beim Aufstecken des zweiten Seitenflansches
13 auf den ersten Seitenflansch 5 entsprechend der Pfeilrichtung b, wird zunächst
die Buchse 24 von der Buchse 42 in der Pfeilrichtung b nach unten gedrückt, da die
Spiralfeder 27 eine geringere Federkraft als die Spiralfeder 43 aufweist. Somit werden
die Einzelsegmente 17 bis 19 zunächst in die in Figur 4 dargestellte Stellung gebracht,
bevor der zweite Seitenflansch 13 am Wickelkern 16 anliegt. Die Buchse 42 wird erst
dann gegen die Federkraft der Spiralfeder 43 nach oben gedrückt, wenn die Buchse 24
ihre untere Endstellung erreicht hat. Die Klemmelemente 32, 33 können so ausgelegt
sein, daß sie erst dann wirksam werden, nachdem die Buchse 24 ihre untere Endstellung
erreicht hat und der Seitenflansch- 13 weiter bis an den Wickelkern 16 gedrückt wird.
[0028] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, welches aber auch dahingehend
abgeändert sein kann, daß die Buchse 24 mittels eines speziellen Antriebs völlig unabhängig
vom Abnehmen des zweiten Seitenflansches 13 betätigbar ist. Als Antrieb kann hierfür
ein pneumatischer Zylinder dienen, der die Buchse 24 in axialer Richtung verschiebt.
Dieser pneumatische Antrieb kann auch an der Welle 26 angreifen, die mit der Buchse
24 starr verbunden sein kann. In diesem Fall müßte die Welle 26 axial verschiebbar
durch den Seitenflansch 15 hindurchgeführt sein, wobei der Antrieb für den Wickelvorgang
an dem in Figur 2 schraffiert dargestellten Flansch angreifen würde. Eine solche Ausführung
mit separatem Antrieb für die Buchse 24 hätte den Vorteil, daß das bereits aufgewickelte
Wickelgut bei abgenommenem zweiten Seitenflansch 13 noch fest auf dem Wickelkem sitzen
würde, wo es vor dem Abwerfen abgebunden werden könnte. Während des Abbindevorgangs
wäre dabei sichergestellt, daß das Wickelgut seine Ringform nicht verändert. Erst
nach dem erfolgten Abbinden würde dann die Buchse 24 verschoben und damit eine Verjüngung
des Wickelkemdurchmessers vorgenommen werden. Patentansprüche
1. Wickelvorrichtung mit einem Wickelkopf, der einen von zwei Seitenflanschen begrenzten
Wickelkern sowie eine Klemmeinrichtung für den Anfang des Wickelgutes aufweist, wobei
am ersten Seitenflansch ein aus mehreren Einzelsegmenten bestehender Wickelkern angeordnet
ist, dessen Durchmesser sich beim Entfernen des zweiten Seitenflansches vom ersten
Seitenflansch weg verjüngt, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Seitenflansch (13)
auf dem Wickelkem (16) abnehmbar befestigt ist und beim Abnehmen des zweiten Seitenflansches
(13) vom Wickelkern (16) sich dieser durch Antrieb der Einzelsegmente (17; 18; 19)
vom ersten Seitenflansch (5) her zu den freien Enden der Einzelsegmente (17; 18; 19)
hin verjüngt und mit dem Abnehmen des Seitenflansches (13) dieser dem zwischen dem
zweiten Seitenflansch (13) und dem freien Ende eines Einzelsegmentes (18) festklemmbaren
Anf ang des Wickelgutes (29) freigibt.
2. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelsegmente
(17; 18 ;19) gemeinsam hydraulisch oder pneumatisch verschwenkbar sind.
3. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß als Klemmeinrichtung an wenigstens einem der Einzelsegmente (17; 18 ; 19) im Bereich
ihrer dem zweiten Seitenflansch (13) zugewandten Enden eine Aussparung (28) vorgesehen
ist, in die der Anfang (29) des Wickelgutes (31) hineinragt, und daß am zweiten Seitenflansch
(13) wenigstens ein federndes Klemmelement (35, 36) angeordnet ist, welches bei aufgestecktem
zweiten Seitenflansch (13) den Wickelgutanfang (29) in der Aussparung (28) verklemmt.
4. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
daß der erste Seitenflansch (5) nach vorne kippbar ist.
5. Wickelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager für die
Antriebswelle (26) des ersten Seitenflansches (5) an einer senkrecht zur Antriebswelle
(26) verlaufenden drehbaren Schwenkachse (4) befestigt ist.
6. Wickelvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse
(4) über einen mit ihr verbundenen Schwenkarm (8) mittels eines Antriebszylinders
(9) um einen Winkel α von ungefähr 50° schwenkbar ist.
7. Wickelvorrichtungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Seitenflansch (13) auf einer Verschiebeeinheit (2) axial verschiebbar
befestigt ist, und daß die Verschiebeeinheit (2) ein mittels eines pneumatisch betätigbaren
Zylinders (11) parallel zur Rotationsachse des Wickelkopfes (6) verschiebbares Tragegestell
(10) besitzt, an dem der zweite Seitenflansch (13) drehbar gelagert ist.
8. Wickelvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (40) des
zweiten Seitenflansches (13) mit einer elektromagnetischen Bremseinrichtung (14) versehen
ist.
9. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelsegmente (17; 18; 19) im Abstand von ihren Schwenkgelenken (22) über
Gelenklaschen (23) mit einer axial verschiebbaren Buchse (24) verbunden sind, die
auf der innerhalb des Wickelkerns (16) verlaufenden Verlängerung der Antriebswelle
(25) des ersten Seitenflansches (5) sitzt, und daß ein Federelement (27) oder ein
Pneumatikzylinder die Buchse (24) in die Stellung drückt, in der die freien Enden
der Einzelelemente (17 ; 18 ; 19) nach innen geschwenkt sind.
10. Wickelvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Seitenflansch
(13) auf seiner in das Innere des Wickelkerns (16) verlängerten Achse (41) eine gleitend
gelagerte Buchse (42) hat, die in Richtung ersten Seitenflansch (5) stark mittels
eines Federelementes (43) vorgespannt ist und die Buchse (24) des ersten Seitenflansches
(5) zurück und damit die Einzelsegmente (17; 18; 19) nach außen in eine parallel zur
Rotationsachse verlaufende Stellung drückt.
11. Wickelvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das auf die Buchse
(42) des zweiten Seitenflansches (13) wirkende Federelenent (43) stärker ist als das
auf die Buchse (24) des ersten Seitenflansches (5) wirkende Federelement (27).
12. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Seitenflansch (5) mittels eines Schrittmotors (7) angetrieben wird,
der über eine Steuerung ein positioniertes Anhalten des Wickelkopfes (6) ermöglicht.
13. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsrichtung für die Verschiebeeinheit (2) und für die Schwenkeinrichtung
(3) und der Schrittmotor (7) und die elektromagnetische Bremse (14) über eine gemeinsame
Steuereinrichtung steuerbar sind.
1. Winding jig with a winding head which has a winding core bounded by two side flanges
and a clamping device for the start of the material being wound, a winding core whose
diameter tapers on removing the second side flange and which is composed of a plurality
of individual segments being disposed at the first side flange, characterized in that
the second side flange (13) is detachably mounted on the winding core (16) and on
detaching the second side flange (13) from the winding core (16), the latter tapers
as a result of driving the individual segments (17; 18; 19) starting from the first
side flange (5) towards the free ends of the individual segments (17; 18 ; 19) and
with the detachment of the side flange (13), the latter releases the start of the
material being wound (29) which can be firmly clamped between the second side flange
(13) and the free end of an individual segment (18).
2. Winding jig according to Claim 1, characterized in that the individual segments
(17; 18; 19) can be jointly tilted hydraulically or pneumatically.
3. Winding jig according to one of the preceding claims, characterized in that a recess
(28) into which the start (29) of the material being wound (31) projects is provided
as clamping device at at least one of the individual segments (17; 18; 19) in the
region of its ends facing the second side flange (13) and in that at least one sprung
clamping element (35, 56) which clamps the start (29) of the material being wound
in the recess (28) with the second side flange (13) mounted is disposed at the second
side flange (13).
4. Winding jig according to one of the preceding claims, characterized in that the
first side flange (5) can be tilted forward.
5. Winding jig according to Claim 4, characterized in that the bearing for the drive
spindle (26) of the first side flange (5) is mounted on a rotatable swivel shaft (4)
extending perpendicularly to the drive spindle (26).
6. Winding jig according to- Claim 5, characterized in that the swivel shaft (4) can
be swivelled through an angle a of approximately 50 via a swivel arm (8), connected
to it, by means of a drive cylinder (9).
7. Winding jig according to one of the preceding claims, characterized in that the
second side flange (13) is mounted on a sliding unit (2) which can be slid axially
and in that the sliding unit (2) has a supporting stand (10) on which the second side
flange (13) is rotatably mounted and which can be slid parallel to the axis of rotation
of the winding head (6) by means of a pneumatically operable cylinder (11).
8. Winding jig according to Claim 7, characterized in that the shaft (40) of the second
side flange (13) is provided with an electromagnetic braking device (14).
9. Winding jig according to one of the preceding claims, characterized in that the
individual segments (17; 18; 19) are connected at a distance from their swivel ioints
(22) via linkage plates (23) to an axially slidable bush (24) which sits on the elongation,
extending inside the winding core (16), of the drive spindle (25) of the first side
flange (5) and in that a spring element (27) or a pneumatic cylinder forces the bush
(24) into the position in which the free ends of the individual elements (17; 18;
19) are swivelled inwards.
10. Winding jig according to Claim 9, characterized in that the second side flange
(13) has, on its shaft (41) extended into the interior of the winding core (16) a
bush (42) which is mounted so as to slide and which is strongly pretensioned by means
of a spring element (43) in the direction of the first side flange (5) and forces
the bush (24) of the first side flange (5) back and consequently forces the individual
segments (17; 18; 19) outwards into a position extending parallel to the axis of rotation.
11. Winding jig according to Claim 10, characterized in that the spring element (43)
acting on the bush (42) of the second side flange (13) is stronger than the spring
element (27) acting on the bush (24) of the first side flange (5).
12. Winding jig according to one of the preceding claims, characterized in that the
first side flange (5) is driven by means of a stepping motor (7) which makes a positioned
stopping of the winding head (6) possible by means of a control system.
13. Winding jig according to one of the preceding daims, characterized in that the
drive direction for the sliding unit (2) and for the swivelling device (3) and the
stepping motor (7) and the electromagnetic brake (14) can be controlled by means of
a common control device.
1. Enrouleur avec une tête qui comporte un mandrin limité par deux flasques ainsi
qu'un dispositif de blocage du début de l'objet enroulé, dans lequel le mandrin disposé
sur le premier flasque, est constitué de plusieurs segments séparés ledit mandrin
ayant un diamètre qui diminue lorsqu'on éloigne le deuxième flasque du premier flasque
caractérisé en ce que le deuxième flasque (13) est fixé de manière amovible sur le
mandrin (16) et en ce que lorsqu'on écarte le deuxième flasque (13) du mandrin (16)
celui-ci sous l'action des segments séparés (17, 18, 19) diminue du premier flasque
(5) vers des extrémités libres des segments séparés (17, 18, 19) et en ce que en enlevant
le flasque (13) cela libère l'extrémité de l'objet enroulé (29) qui est bloqué entre
le deuxième flasque (13) et l'extrémité libre d'un élément séparé.
2. Enrouleur selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments séparés
(17, 18, 19) sont basculables ensemble de façon hydraulique ou pneumatique
3. Enrouleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est
prévu comme dispositif de blocage à au moins un des segments séparés (17, 18, 19)
dans la zone de son extrémité appliquée au deuxième flasque (13), une découpe dans
laquelle le début (29) de l'objet enroulé (31) est enfilé, et en ce que sur le deuxième
flasque (13) au moins un élément de blocage (35, 36) à ressort est prévu, ledit élément
venant bloquer le commencement (29) de l'objet enroulé dans la découpe (28) lorsque
le deuxième flasque (13) est enfiché.
4. Enrouleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le
premier flasque (5) est basculable vers l'avant.
5. Enrouleur selon la revendication 4, caractérisé en ce que le paIier pour l'arbre
de commande (26) du premier flasque (5), est fixé à un axe (4) pivotant perpendiculaire
à l'arbre de. commande (26).
6. Ènrouleur selon la revendication (5), caractérisé en ce que l'axe pivotant (4)
peut pivoter d'un angle a d'environ 50° sous l'action d'un cylindre de commande (9)
par l'intermédiaire d'un bras de pivotement (8) relié audit axe.
7. Enrouleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le
deuxième flasque (13) est fixé de façon à glisser axialement sur une glissière (2)
et en ce que la glissière (2) comporte un support (10), coulissant parallèlement à
l'axe de rotation de la tête (6) sous l'action d'un cylindre (11) actionnable pneumatiquement,
ledit deuxième flasque (13) étant monté en rotation sur ledit support (10).
8. Enrouleur selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'axe (40) du deuxième
flasque (13) est muni d'un dispositif de freinage électromagnétique (14).
9. Enrouleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les
éléments séparés (17, 18, 19) sont reliés à distance de leurs articulations de basculement
(22) par des barrettes d'articulations (23) à une douille (24) coulissant axialement,
ladite douille (24) étant disposée sur le prolongement de l'arbre de commande (25)
du premier flasque (5) situé à l'intérieur du mandrin 16 et en ce qu'un élément à
ressort (27) ou un cylindre pneumatique repousse la douille (24) dans une position
où des extrémités libres des éléments séparés (17, 18, 19) sont basculées vers l'intérieur.
10. Enrouleur selon la revendication 9, caractérisé en ce que le deuxième flasque
comporte une douille (42) qui est montée glissante sur l'axe (41) du deuxième flasque
(13) prolongé à l'intérieur du mandrin (16), ladite douille (42) étant repoussée dans
la direction du premier flasque (5) avec force par l'intermédiaire d'un élément à
ressort (43) qui repousse en arrière la douille (24) du premier flasque (5) repoussant
ainsi les éléments séparés (17, 18, 19) vers l'extérieur dans une position parallèle
à l'axe de rotation.
11. Enrouleur selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'élément de ressort
(43) agissant sur la douille (42) du second flasque (13) est plus fort que l'élément
de ressort (27) agissant sur la douille (24) du premier flasque (5).
12. Enrouleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le
premier flasque (5) est entraîné au moyen d'un moteur pas à pas qui, par une commande
permet l'arrêt dans une position donnée de la tête (6).
13. Enrouleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le
dispositif de commande pour la glissière (2) et pour le dispositif de basculement
(3) ainsi que pour le moteur pas à pas (7) et le dispositif de freinage électromagnétique
(14) est commandable à partir d'un dispositif de commande commun.

