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EP 0 178 508 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.11.1988 Patentblatt 1988/48 |
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Anmeldetag: 25.09.1985 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B27L 11/00 |
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Messerhalterung für den Messerkopf einer Holzzerspanungsmaschine
Knife holder for the cutting head of a wood-shaving machine
Fixation de lame de porte-outil pour défibreuse à bois
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH FR IT LI SE |
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Priorität: |
15.10.1984 DE 3437688
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.04.1986 Patentblatt 1986/17 |
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Patentinhaber: Dimetal |
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F-33700 Mérignac (FR) |
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Erfinder: |
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- Besse, André
F-18230 St. Doulchard (Cher) (FR)
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Vertreter: Haft, von Puttkamer, Berngruber, Czybulka |
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Patentanwälte
Franziskanerstrasse 38 81669 München 81669 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Messerhalterung für den Messerkopf einer Holzzerspanungsmaschine
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Diese bekannte Messerhalterung (vergl. DE-AS
1207067) hat den Nachteil, daß feiner Holzstaub zwischen Messerbrust und Messerbrustplatte
in deren dem Holz zugewandten Bereich eindringt. Hierbei bilden sich nach mehreren
Messerstandzeiten zunehmend stärkere, sehr harte Aufbackungen in einer Eindringtiefe
bis zu max. etwa 10 mm, weil die beiden miteinander verschraubten Elemente leicht
auffedern, sobald sie innerhalb des Messerkopfes nicht mehr dem Anpressdruck der Fliehkraft
unterliegen. Vor dem Nachschliff der Vollschnittmesser müssen daher die Verbindungsschrauben
herausgedreht, die beiden Elemente getrennt und sorgfältig gesäubert werden. Derartige
Arbeiten sind besonders zeitaufwendig.
[0002] Ein weiterer Nachteil der bekannten Messerhalterung wird darin gesehen, daß die Messerbrustplatte
hohem Verschleiß unterliegt. Wenn sich durch Schneidenbeschädigung infolge von Fremdkörpereinwirkung
die Notwendigkeit ergibt, die Schneidkanten in größerer Breite nachzuschleifen, müssen
die Verbindungsschrauben selbst dann gelockert und das Messer entsprechend weit vorgeschoben
werden, wenn keine Staubaufbackungen zu verzeichnen sind.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die bekannte Messerhalterung so zu verbessern, daß
sich auch dann keine Aufbackungen zwischen Messerbrust und Messerbrustplatte bilden
können, wenn beide Elemente gegeneinander auffedern und auch die Messerbrustplatte
soll keinerlei Verschleiß mehr unterliegen.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Merkmale. Während bei den bekannten Messerbrustplatten der Abstand zwischen
Schneidkante des Messers und Oberkante der Messerbrustschräge bei etwa 4 mm liegt,
wird bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform dieser Abstand wesentlich vergrößert,
um Platz zu schaffen für die die Messerbrustplatte überragende Spanablaufleiste, die
über zwei Blattfedern in einem verstellbaren Fuß im Grund der Messernut verankert
ist. Es können jedoch auch die Blattfedern verstellbar oder austauschbar angeordnet
werden, wenn ein Nachschliff der Spanablauffläche an der Spanablaufleiste dies notwendig
macht. Die Holzabstützungen werden verstellbar, austauschbar und ggf. nachschleifbar
in an sich bekannter Weise in der Spanablaufleiste untergebracht.
[0005] Im übrigen entspricht die Messerbrustplatte der bekannten Ausführungsform mit zwei
Langlöchern zur Verstellung des Messervorstandes in Verbindung mit zwei Verbindungsschrauben.
Bei Betätigung der Niederdrücker, die den Fliehkeil nach innen pressen, drücken die
entsprechend vorgebogenen Blattfedern die Kontaktfläche der Spanablaufleiste soweit
von der Schräge der Messerbrustplatte ab, daß letztere zusammen mit ihrem Messer in
radialer Richtung dem Messerkopf entnommen werden kann. Die besonderen Vorteile der
erfindungsgemäßen Messerhalterung werden darin gesehen, daß die Messerbrustplatte
durch die sie übergreifende Spanablaufleiste vollkommen vor Verschleiß geschützt ist,
wobei gleichzeitig verhindert wird, daß sich Staubaufbackungen zwischen Messerbrust
und Messerbrustplatte bilden können, so daß eine Säuberung der Innenflächen vor dem
Nachschliff entfällt. Die Spanablaufleiste verhindert ferner, daß die Messerbrustplatte
bei Fehlbedienung aus dem Messerkopf herausfliegen kann. Hierbei bleiben die Vorteile
bekannter Messerhalterungen voll erhalten, die darin bestehen, daß die Messerbrustplatte
mit dem Vollschnittmesser leicht und schnell radial eingeführt bzw. entnommen werden
kann. Selbst bei starker Schneidenbeschädigung ergibt sich zum Messernachschliff keine
Notwendigkeit, zuvor die Verbindungsschrauben zu lockern und das Vollschnittmesser
vorzuziehen.
[0006] Aus der DE-OS 30 18 359 ist es zwar bekannt, die Messerklemmleiste über verstellbar
im Grund der Messernut an einem Fuß verankerte Blattfedern zu halten, jedoch tritt
bei dieser Art der Messerhalterung das vorliegende Problem nicht auf, da diese Messerhalterung
keine an der Messerbrust anliegende Brustplatte aufweist.
[0007] In der nachfolgenden Beschreibung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch die Messerhalterung mit dem Vollschnittmesser
in Arbeitsposition, senkrecht zur Drehachse der Welle,
Fig. 2 zeigt den gleichen Querschnitt, jedoch mit dem Vollschnittmesser in Messerwechselposition.
[0008] Ein Vollschnittmesser 1, ausgebildet als Streifenmesser oder versehen mit Ritzerrippen
2 und Ritzerspitzen 3 ist über Verbindungsschrauben 22 in zeichnerisch nicht dargestellten
Langlöchern mit einer Messerbrustplatte 5 fest verschraubt. Das Vollschnittmesser
1 liegt mit seinem Rücken an einer Messerkopfwange 4 bzw. einer mit ihr verbundenen,
zeichnerisch nicht dargestellten Verschleißplatte an. Im Vergleich zu den bekannten
Messerbrustplatten ist die Messerbrustplatte 5 in ihrer Breite erheblich vermindert.
Ihre Schräge 20 dient nicht als Spanablauffläche. Die Messerbrustplatte 5 liegt einer
sie übergreifenden Spanablaufleiste 10 berührungslos gegenüber, die jedoch ihrerseits
mit einer Kontaktfläche 18 an der Brust des Vollschnittmessers 1 bzw. dessen Ritzerrippen
2 anliegt. Die Spanablaufleiste 10 ist über zwei Blattfedern 11 in einem verstellbaren
Fuß 13 im Grund der Messernut 21 verankert. Alternativ können auch die Blattfedern
11 verstellbar oder austauschbar angeordnet werden, sofern ein Nachschliff der Spanablauffläche
12 an der Spanablaufleiste 10 dies erforderlich macht. Die Spanablauffläche 12 kann
mehrfach nachgeschliffen werden. Im Grund der Messernut 21 stützt sich die Messerbrustplatte
5 auf verstellbare Anschlagschrauben 16 mit Kontermuttern 17 ab. Wenn mit Vollschnittmesser
1 mit integrierten Ritzerrippen 2 gearbeitet wird, erhält die Messerbrustplatte 5
entsprechende Nuten zur Aufnahme der Ritzerrippen 2. Die an der Spanablaufleiste 10
angeordneten Holzabstützungen 14 können verstellbar, austauschbar und ggf. nachschleifbar
in die Spanablaufleiste 10 eingebracht werden. Die Holzabstützungen 14 gehen stufenlos
über in die im Fliehkeil 8 angeordneten Holzabstützungen 15.
[0009] Wird zum Zweck des Messerwechsels der zeichnerisch nicht dargestellte Niederdrücker
betätigt, wird der Fliehkeil 8 gegen den Widerstand seines Federpaketes 9 nach innen
gedrückt, wobei die beiden entsprechend vorgebogenen Blattfedern 11 die Kontaktfläche
18 der Spanablaufleiste 10 soweit von der Schräge 20 der Messerbrustplatte 5 abdrücken,
daß letztere zusammen mit dem Vollschnittmesser 1 in radialer Richtung entnommen werden
kann. Etwaige leichte Staubaufbackungen auf der Kontaktfläche 18 der Spanablaufleiste
10 bzw. in deren zur Aufnahme der Ritzerrippen 2 bestimmten Nuten sind in Messerentnahmeposition
besonders gut einzusehen. Derartige Aufbackungen werden zusammen mit allen landeren
verschmutzten Flächen der Messerhalterung, deren Reinigung ohnehin notwendig ist,
vor dem Einsatz neuer Messer durch Pressluft entfernt. Evtl. Aufbackungen im Bereich
der Messerbrust bzw. der Ritzerrippen 2 können in gleicher Weise oder auch durch mechanische
Einwirkung (Bürstmaschine) beseitigt werden.
1. Messerhalterung für den Messerkopf einer Holzzerspanungsmaschine, bei der die Anpreßkraft
eines Fliehkeils (8) ausgenutzt wird, und bei der ein Vollschnittmesser (1) das mit
Ritzerrippen (2) versehen sein kann, mit der einen Seite an der Wand einer Messernut
(21) anliegt und an der anderen Seite mit einer verstellbar angeordneten Messerbrustplatte
(5) verschraubt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerbrustplatte (5) einer sie
übergreifenden Spanablaufleiste (10) berührungslos gegenüberliegt, die ihrerseits
mit einer ersten Kontaktfläche (18) an der Brust des Vollschnittmessers (1) bzw. dessen
Ritzerrippen (2) anliegt und mit einer zweiten Kontaktfläche an der Preßfläche des
Fliehkeils (8) anliegt.
2. Messerhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanablaufleiste
(10) Holzabstützungen (14) aufweist, die zur Aufnahme der Ritzerrippen (2) im Bereich
der Schneidkante des Vollschnittmessers (1) der Kontur der Ritzerrippen (2) entsprechend
genutet sind.
3. Messerhalterung nach Anspruch 1, dadurch' gekennzeichnet, daß die Spanablaufleiste
(10) über zwei Blattfedern (11) in einem verstellbar ausgebildeten Fuß (13) im Grund
der Messernut (21) verankert ist. 4. Messerhalterung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Blattfedern (11) verstellbar oder austauschbar angeordnet sind.
5. Messerhalterung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzabstützungen
(14) in der Spanablaufleiste (10) verstellbar, austauschbar und ggf. nachschleifbar
ausgebildet sind.
1. A knife holding means for the knife head of a wood cutting machine which utilizes
the pressure force of a centrifugal wedge (8) and in which a full cut knife (1) possibly
provided with scratcher ribs (2) lies with one side against the wall of a knife groove
(21) and is screwed on the other side to an adjustably disposed knife face plate (5),
characterized in that the knife face plate (5) lies without contact opposite a chip
removal strip (10) that overlaps said plate and in turn lies with a first contact
surface (18) against the face of the full cut knife (1) or its scratcher ribs (2),
and lies with a second contact surface against the pressing surface of the centrifugal
wedge (8).
2. The knife holding means of claim 1, characterized in that the chip removal strip
(10) has wood supports (14) which are grooved in conformity with the contour of the
scratcher ribs (2) to take up the scratcher ribs (2) in the area of the cutting edge
of the full cut knife (1).
3. The knife holding means of claim 1, characterized in that the chip removal strip
(10) is anchored via two leaf springs (11) in an adjustably formed foot (13) in the
base of the knife groove (21).
4. The knife holding means of claim 3, characterized in that the two leaf springs
(11) are disposed adjustably or exchangeably.
5. The knife holding means of claims 1 and 2, characterized in that the wood supports
(14) are formed in the chip removal strip (10) adjustably, exchangeably and, if necessary,
regrindably.
1. Fixation de lame de porte-outils pour défi- breuse à bois, utilisant la pression
d'application d'un coin de serrage (8) et ayant une lame à coupe totale (1) qui peut
être pourvue de tranche-fil (2) et, de l'un côté, est contiguë à la paroi d'une encoche
de lame (21) et, de l'autre côté, est vissée sur un porte-lame réglable (5), est caractérisé
par le fait que le porte-lame (5) est situé sans contact en face d'une plaque basculante
(10) qui le recouvre et qui, de sa part, a un premier contact de face (18) avec l'avant
de la lame à coupe totale (1) ou ses tranche-fil (2) et un deuxième contact de face
avec la surface de pression du coin de serrage (8).
2. Le système de fixation de lame selon la revendication 1 est caractérisé par le
fait que la plaque basculante (10) présente des supports à bois (14) qui sont rainurés
de manière à recevoir les tranche-fil (2) sur le tranchant de la lame à coupe totale
(1).
3. Le système de fixation de lame selon la revendication 1 est caractérisé par le
fait que la plaque basculante (10) est fixée dans la base de l'encoche (21) par un
pied-support réglable (13) au moyen de deux ressorts à lames (11).
4. Le système de fixation de lame selon la revendication 3 est caractérisé par le
fait que les deux ressorts à lame (11) sont réglables ou remplaçables.
5. Le système de fixation de lame selon les revendications 1 et 2 est caractérisé
par le fait que les supports de bois (14) dans la plaque basculante (10) sont réglables,
remplaçables et affûta- bles.

