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EP 0 178 510 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.08.1989 Patentblatt 1989/35 |
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Anmeldetag: 26.09.1985 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: E02B 3/04 |
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Vorrichtung zur Ansandung an Küsten
Device for delivering sand to coasts
Dispositif pour l'ensablement sur les côtes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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FR GB IT NL |
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Priorität: |
18.10.1984 DE 3438204
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.04.1986 Patentblatt 1986/17 |
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Patentinhaber: Henkel, Günter |
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D-2800 Bremen 33 (DE) |
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Erfinder: |
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- Henkel, Günter
D-2800 Bremen 33 (DE)
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Vertreter: Bruse, Willy Hans Heinrich |
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Edisonstrasse 14 D-28357 Bremen D-28357 Bremen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 331 563 FR-A- 2 129 607 US-A- 2 069 715
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FR-A- 1 019 527 FR-A- 2 334 789
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein künstliches Riff mit Merkmalen nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1.
[0002] Ein solches Riff ist aus der US-A-2 069 715 und auch aus der FR-A-1 019 527 bekannt.
Es bildet auf dem Meeresgrund einen flachen Wall mit einer abgerundeten Querschnittskontur,
durch die gegen das Ufer strömende Wellen lediglich abgelenkt, dabei aber auch beschleunigt
werden.
[0003] Mit solchen Bauwerken wird auch der Zweck verfolgt, Erosionen im Küstenbereich, vor
allem an Stränden, Dünen usw., zu erreichen. Es treten auch Ansandungen und andere
Ablagerungen auf.
[0004] Besser bewährt haben sich demgegenüber Senkkörper aus Tetrapoden, die als Wellenbrecher
und Brandungsdämpfer in das Wasser gesenkt auf dem Grund im Wasser vor der Küste lagern.
Wegen der durch die Körperform entstehenden Strömungsschnellen sind solche Senkkörper
zur gezielten Versandung und Ansandung ebenfalls nicht geeignet. Die bekannten Senkkörper
sind außerdem an Badestränden und anderen wirtschaftlich genutzten Küstenflächen nicht
anwendbar. Sie berühren den Erfindungsgedanken daher nicht.
[0005] Ein künstliches Riff mit einer kehlförmigen Anströmfläche ist aus der FR-A-2 334
789 bekannt, jedoch zeigt diese Druckschrift einen Wellenbrecher, bei dem Ansandungen
nicht gewollt und auch physikalisch nicht möglich sind. Auch die DE-A1-3331 563 offenbart
ein Bauelement für ein künstliches Riff mit einem dreieckförmigen Querschnitt und
kehlförmigen Flächen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, im ufernahen Küstenbereich eine gezielte
Ablagerung, das heißt vor allem eine Sandablagerung, durch eine Ausbildung eines künstlichen
Riffs zu erreichen, die die Sedimentation der vom Wasser mitgeführten Feststoffe zwischen
dem Riff und dem Ufer begünstigt.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Ausbildungsmerkmale nach dem Kennzeichen
des Patentanspruches 1.
[0008] Diese Ausbildung führt zu einer Strömung an der in Anströmrichtung vorderen Seite
des künstlichen Riffs, bei der die Abreißkante in besonderer Weise wirksam wird. Die
Ablagerungen sowohl vor als auch hinter dem Riff werden dadurch erheblich verstärkt,
wie Modellversuche bestätigt haben. Zurückzuführen ist dies darauf, daß durch den
Strömungsabriß eine Verwirbelung und dadurch eine beträchtliche Geschwindigkeitsreduzierung
eintritt, so daß die mitgeführten Feststoffe, insbesondere Sand, sedimentieren und
sich auf dem Grund ablagern. Von besonderer Bedeutung für das Riff ist der Übergang
der Kehle im Anströmbereich in eine konvexe Krümmung. Diese Ausbildung führt zu einer
besonderen Strömung an der in Anströmrichtung vorderen Seite des künstlichen Riffs,
daß die Abreißkante in besonderer Weise wirksam wird. Es hat sich herausgestellt,
daß je nach Neigung und Beschaffenheit des Gestades am Ufer und nach Lage des künstlichen
Riffs Ablagerungen sowohl vor als auch hinter dem Riff stattfinden. Die Ablagerungen
treten dabei in so großen Mengen auf, daß eine nennenswerte Landgewinnung erfolgt.
[0009] Die Herstellung des künstlichen Riffs aus vorgefertigten Bauelementen ermöglicht
die Anordnung des künstlichen Riffs an beliebigen Stellen in beliebiger Länge durch
einfaches Aneinanderreihen solcher vorgefertigten Bauelemente. Auch mehrere künstliche
Riffs könnten in Reihen hintereinander quer zur Strömungsrichtung des Wassers gegen
die Küste angeordnet werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß bei einer entsprechenden
Höhe der erzielten Ansandung ein neues künstliches Riff auf die erzielte Ansandung
aufgesetzt werden kann. Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich daher besonders
zum Schutz von Stränden und Dünen, insbesondere aber zur Landgewinnung in diesen Bereichen.
Die angestrebte Wirkung tritt verstärkt bei Sturm oder Sturmfluten ein. Selbst bei
unerwarteter Strömungsänderung durch Veränderung der Wetterlage verbleiben die aufgewirbelten
Ablagerungen im Bereich des künstlichen Riffs und werden nicht wieder fortgeschwemmt.
Form und Ausführungsart des künstlichen Riffs erlauben sogar die Anordnung im Bereich
von Badestränden, ohne daß eine Gefahr für die Strandbesucher besteht. Eine Gefahr
für die küstennahe Schiffahrt stellt die Vorrichtung ohnehin nicht dar. Vorsorglich
können jedoch an der Oberkante der Vorrichtung Aufnahmeöffnungen für Priggen und andere
Schiffahrtszeichen vorgesehen sein.
[0010] Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsformen schematisch dargestellt. Es zeigen
Figur 1 schematisch den Aufbau eines künstlichen Riffs in Seitenansicht,
Figur 2 eine Draufsicht auf einen Teilbereich eines künstlichen Riffs,
Figur 3 einen Teilschnitt nach der Linie 111 bis 111 der Figur 2 und
Figuren 4 bis 6 verschiedene Profilformen für den Querschnitt der Baukörper.
[0011] Zur Bildung eines künstlichen Riffs werden mehrere Baukörper 1 in Reihen nebeneinander
auf dem Meeresgrund unterhalb der Wasseroberfläche 2 abgelegt. Zur sicheren Positionierung
kann in Anpassung an den Untergrund 3 eine Ablagerung auf einer Unterlage 4 aus einem
Stahlgewebe, einem Drahtgeflecht oder einem anderen geeigneten Werkstoff vorgesehen
sein. Die Ablage der Baukörper zur Bildung des künstlichen Riffs kann planparallel
auf dem Meeresboden 3 erfolgen, wie es links in der Figur 1 dargestellt ist oder auch
mit einer gewissen Anstellung gegen die Strömungsrichtung 5 des Wassers gegen die
Küste. Zur Verbindung der Baukörper 1 untereinander empfiehlt sich die versetzte Ausbildung
der Teilfugen 6, wie es aus der Draufsicht in Figur 2 hervorgeht, so daß Schultervorsprünge
die Verschiebung der Baukörper 1 gegeneinander quer zur Längsrichtung des künstlichen
Riffs verhindern. Außerdem ist es vorteilhaft, im Bereich dieser Teilfugen der Bauelemente
Vorsprünge und korrespondierende Ausnehmungen mit geneigten unteren Begrenzungsflächen
7 auszubilden, auf denen die Bauelemente 1 durch ihr Eigengewicht zusammenhaltend
belastet werden, wie es schematisch in der Figur 3 angedeutet ist. Für das Querschnittsprofil
der Bauelemente 1 empfiehlt sich eine spiegelbildliche Ausbildung, wie sie beispielsweise
in den Figuren 4 bis 6 dargestellt ist. Gezeigt wird ein dreieckförmiges Querschnittsprofil
mit einer nach oben gerichteten Spitze 8, die die Abreißkante der Strömung beim Überströmen
des künstlichen Riffs bildet. Von dieser oberen Abreißkante 8 ist das Querschnittsprofil
nach beiden Seiten abfallend mit einer Kehle 9 ausgebildet, die nach unten mittelbar
oder unmittelbar allmählich in eine konvexe Gegenkrümmung 10 übergeht. Obwohl die
angestrebte Wirkung bereits bei einer stetigen Krümmung der Kehle 9 eintritt, empfiehlt
sich, wenigstens auf der in Strömung vorderen Seite eine Kehle auszubilden, deren
Krümmung nach oben zur Abreißkante 8 geringer wird. Auf der gegenüberliegenden Rückseite
kommt der vorgegebenen Krümmung in der Kehle 9 und in der Gegenkrümmung 10 keine so
entscheidende Bedeutung bei, so daß hier ein weiterer Spielraum für die Gestaltung
vorhanden ist. Aus Gründen einer ökonomischen Herstellung empfiehlt sich jedoch die
spiegelbildliche Ausbildung. Am Obergang der Kehle 9 in die Gegenkrümmung 10 kann
ein gerades Teilstück 11 vorgesehen sein, wie es in Figur 1 angedeutet ist. Die wirksamsten
Krümmungen für die Kehle 9 und die Gegenkrümmung 10 und für die Ausbildung des Teilstückes
11 sind in Anpassung an die Strömungsverhältnisse und an die örtlichen Einbauverhältnisse
vorteilhaft in jedem Einzelfalle empirisch zu ermitteln. Die Gegenkrümmungen 10 gehen
mit ihrem unteren Auslauf in eine Profilkante eines Stützfußes 12 über, so daß unter
dem Bauelement 1 ein Hohlraum 13 gebildet ist, wenn das Bauelement auf den Grund abgesenkt
wird. Diese Ausbildung bewirkt eine festere Lage auf dem Grund unter der Wasseroberfläche.
Die Figuren 5 und 6 zeigen schematisch weitere Ausbildungsformen zur Erzielung des
Hohlraumes 13 unter dem Bauelement 1 und zur Bildung der diesen Hohlraum bewirkenden
Stützfüße 12. Die Figur 6 zeigt dabei ein Querschnittsprofil; welches sich besonders
eignet, wenn eine gewichtssparende Ausbildung erzielt werden soll. Armierungen innerhalb
des Bauelementes 1 können dabei für eine hinreichende Steifigkeit sorgen. Die Herstellung
der Bauelemente erfolgt vorteilhaft aus einer geeigneten Betonmischung, die für die
Anordnung unter Wasser geeignet ist. Aus den Zeichnungsbeispielen in Verbindung mit
der Beschreibung ergibt sich, daß die dargestellten Bogenformen des Querschnittsprofils
auch andere Krümmungsgrade bis hin zu schwach gekrümmtem bis gestrecktem Vorlauf,
vor allem in Teilbereichen, wie es schon einleitend erwähnt worden ist.
[0012] Für die Erhöhung der Standfestigkeit der Bauelemente sind auch andere Vorkehrungen
als Mattenunterlagen verwendbar, z. B. Unterschüttungen oder Einschüttungen mit Geröll,
Beton, oder auch feste Fundamentierungen.
1. Künstliches Riff zur Ansandung an Küsten, welches aus vorgefertigten Bauelementen
(1) mit einem dreieckförmigen Querschnittsprofil, deren eine Profilkante (8) nach
oben gerichtet ist, quer zur Hauptströmungsrichtung unter der Wasseroberfläche (2)
zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Profilkante (8) scharfkantig
und die von ihr abfallenden Flächen kehlförmig ausgebildet sind, wobei die Kehle (9)
an der dem offenen Wasser zugekehrten Vorderseite nach unten in eine Kontur konvexer
Krümmung (10) übergeht, an die sich eine einen Stützfuß (12) bildende Profilkante
anschließt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Krümmung der Kehle
(9) an der in Anströmrichtung vorderen Seite des Querschnittsprofils von unten nach
oben abnimmt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Kehle (9) und der Gegenkrümmung (10) ein ebener Flächenbereich (11) eingestrakt ist.
4. Vorrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß an
den Teilfugen (6) der Bauelemente (1) Vorsprünge und korrespondierende Ausnehmungen
mit geneigten unteren Begrenzungsflächen (7) vorgesehen sind, auf denen die Bauelemente
(1) durch ihr Eigengewicht zusammenhaltend belastet werden.
1. Artificial reef for sanding coasts, which is assembled transverse to the main direction
of current beneath the water surface (2) from prefabricated components (1) with a
triangular crosssectional profile, of which one profile edge (8) is directed upwardly,
characterized in that the upper profile edge (8) is sharp-edged and the surfaces falling
away therefrom are fluted, the flute (9) on the front side facing the open water merging
below into a contour of convex curvature (10), on which there is a profile edge forming
a support foot (12).
2. Device according to claim 1, characterized in that the curvature of the flute (9)
on the front side in the current direction of the crosssectional profile decreases
from below upwardly.
3. Device according to claims 1 and 2, characterized in that a flat surface region
(11) is merged in between the flute (9) and the countercurvature (10).
4. Device according to the preceding claims, characterized in that projections and
corresponding recesses with inclined lower boundary, surfaces (7) are provided at
the joints (6) between the components (1), whereat the components (1) are loaded to
hold together by their own weight.
1. Récif artificiel destiné à l'ensablement des côtes, lequel est composé d'éléments
(1) de construction préfabriqués, présentant un profil de section transversale triangulaire,
dont une arête (8) de profil est dirigée vers le haut, transversalement à la direction
du courant principal sous la surface (2) de l'eau, récif caractérisé en ce que l'arête
(8) supérieure du profil est aiguë et en ce que les surfaces qui, à partir de cette
arête sont inclinées vers le bas, ont une forme de gorges, la gorge (9) se transformant,
du côté avant tourné vers l'eau libre vers le bas, en un contour de courbure (10)
convexe, auquel se raccorde un bord de profil formant un pied d'appui (12).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la courbure de la gorge
(9) diminue de haut en bas sur le côté avant (dans le sens du courant) du profil de
section transversale.
3. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'entre la gorge
(9) et la contre-courbure, ou courbure inverse (10) est inséré un tracé qui se présente
sous la forme d'une zone de surface plane (11).
4. Dispositif selon les revendications précédentes, caractérisé en ce que, sur les
joints (6) entre les parties des éléments (1) de construction, sont prévus des saillies
et des évidements correspondants qui comportent des surfaces limites inférieures inclinées
sur lesquelles des éléments (1) se maintiennent ensemble du fait de la charge que
constitue leur propre poids.
