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EP 0 178 614 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.1989 Patentblatt 1989/37 |
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Anmeldetag: 12.10.1985 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: D01H 7/895 |
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Auflösewalze für Open-End Spinnmaschinen
Combing roller for an open-end spinning machine
Cylindres peigneurs pour machine de filature à bout libre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
18.10.1984 DE 3438133
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.04.1986 Patentblatt 1986/17 |
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Patentinhaber: Staedtler & Uhl |
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D-91126 Schwabach (DE) |
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Erfinder: |
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- Egerer, Josef
D-8540 Schwabach (DE)
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Vertreter: Rau, Manfred, Dr. Dipl.-Ing. et al |
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Rau, Schneck & Hübner
Patentanwälte
Königstrasse 2 90402 Nürnberg 90402 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 907 007
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DE-A- 3 148 089
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Auflösewalze für Offenend-Spinnmaschinen gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 bzw. Anspruch 4.
[0002] Derartige Auflösewalzen werden in der Textilindustrie in großem Umfang eingesetzt.
Sie dienen unter anderem dazu, das ihnen zugeführte Faserband in Einzelfasern aufzulösen.
Dementsprechend sind sie von wesentlicher Bedeutung für das zu erzeugende Endprodukt.
Dabei ist es wichtig, daß die Garnitur derartiger Auflösewalzen möglichst kontinuierlich
und gleichmäßig im Faserfluß läuft.
[0003] Grundsätzlich sind als Garnitur für derartige Walzen einzelne Nadeln bzw. Nadelleisten
oder Sägezahndrähte bekannt. Letztere lassen sich zwar kostengünstig herstellen und
aufziehen, gewährleisten aber nicht eine optimale Kämmqualität. Demgegenüber sind
Nadelgarnituren sehr vorteilhaft, erfordern aber in der Regel einen höheren Aufwand
bei der Erstgarnierung bzw. bei der in regelmäßigen Abständen erforderlich werdenden
Erneuerung.
[0004] Aus der DE-OS-1 907 007 ist eine gattungsgemäße Nadelwalze bekannt, welche parallel
zu ihrer Längsachse verlaufende Hinterschneidungen aufweist, in die der aus Metall
hergestellte Fuß von Nadelleisten zur Festlegung eingeschoben werden kann. Dort wird
auch eine Ausführungsform beschrieben, bei welcher der Fuß der Nadelleisten an seiner
Unterseite eine längsverlaufende Ausnehmung aufweist, so daß zwei nach innen elastisch
deformierbare Schenkel entstehen. Ein derart gebildetes Profil weist jedoch eine große
Verwindungssteifigkeit auf. Die Spitzen der Nadeln einer derart garnierten Walze liegen
notwendigerweise auf zur Längsachse der Walze parallelen Linien, so daß die Spitzenverteilung
nicht optimal ist.
[0005] Aus der DE-OS-3 148 089 ist es an sich bekannt, eine Walze so mit Nadeln zu garnieren,
daß die Nadelspitzen einer geraden Reihe von Nadeln mit der Längsachse einen spitzen
Winkel von ca. 17° einschließen und schraubenlinienförmig verlaufen.
[0006] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Auflösewalze zu
schaffen, welche bei kontinuierlichem, gleichmäßigem Eingriff in das Faserband die
Verwendung leichter und damit unwucht-unempfindlicher Walzenkörper ermöglicht, wobei
zudem Neugarnierungen im Betrieb. des Anwenders problemlos und schnell vorgenommen
werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Auflösewalze mit den Merkmalen der Ansprüche
1 und 4.
[0008] Das Vorsehen einer schraubenförmig umlaufenden Ausnehmung mit Hinterschneidungen
ermöglicht es, Nadelstreifen mit einer gewissen Eigenelastizität des Fußes einzusetzen,
wobei die Nadelstreifen durch die schraubenförmige Verwindung bereits ohne zusätzliche
Festlegungsmittel parallel zur Nutlängsachse gehalten werden, und wobei in radialer
Richtung ein der Hinterschneidung entsprechender korrespondierender Vorsprung am Fuß
der Nadelstreifen für Halt sorgen kann. Diese Nadelstreifen lassen sich also einsetzen,
ohne daß Erwärmungen für das Lösen von Leim- oder Lötverbindungen durchgeführt werden
müssen, welche dazu führen können, daß die so behandelten Walzen neu ausgewuchtet
werden müssen, was einen entsprechenden technischen Aufwand erfordert. Zudem lassen
sich Walzenkörper mit einer schraubenförmig umlaufenden Nut, welche entsprechend der
Erfindung in spitzem Winkel zur Längsachse des Grundkörpers verläuft, durch die Verwendung
einer Spiralfräseinrichtung kostengünstig und mit der erforderlichen Präzision aus
leichten Aluminiumteilen herstellen. Letztlich wird noch durch die erfindungsgemäße
Anordnung der Nadelstreifen eine optimale Nadelverteilung über die Führungsbreite
erzielt.
[0009] Eine besonders vorteilhafte Dimensionierung für den Winkel zwischen den Nuten und
der Längsachse gibt Anspruch 2 an. Die gemäß Anspruch 3 vorgesehene Ausbildung der
Hinterschneidung als Schwalbenschwanzprofil ermöglicht einen besonders zuverlässigen
Sitz der Nadelstreifen.
[0010] Anspruch 4 gibt ein Verhältnis für die Dimensionierung von Nuten-Steigung und Zylinderlängsachse
an, durch welches eine weitere, sehr günstige Nadelverteilung erreicht wird.
[0011] In der folgenden Beschreibung wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
anhand der Zeichnung erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 eine schematisierte perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Auflösewalze
ohne Garnitur,
Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende stirnseitige Ansicht,
Fig. 3 eine Seitenansicht, und
Fig.4 eine vergrößerte Teilansicht von der Stirnseite mit Nadelgarnierung.
[0012] Eine erfindungsgemäße Auflösewalze umfaßt einen Grundkörper 1. In diesen Grundkörper
1 sind mittels einer Spiralfräseinrichtung um den Umfang verteilt zueinander parallelverlaufende
Nuten 2 eingebracht. Diese Nuten 2 weisen im Querschnitt (vgl. Fig. 2) ein Schwalbenschwanzprofil
auf. Sie verlaufen relativ zum zylinderförmigen Grundkörper 1 schraubenlinienförmig.
[0013] Jede einzelne Nut 2 weist gegenüber der Längsachse 3 des Grundkörpers 1 in der Projektion
eine Steigung a zwischen 5° und 30° auf. Im Ausführungsbeispiel wurde eine Steigung
von a = 13° gewählt.
[0014] Die Steigung a ist bezogen auf die Länge 1 des Grundkörpers bzw. die Breite d der
Nuten 2 so gewählt, daß in einer Richtung parallel zur Längsachse 3 der Mittelpunkt
4 des Endes einer Nut 2 an einer Stirnseite 5 des Grundkörpers 1 in gleicher Höhe
liegt wie der Mittelpunkt 6 einer benachbarten Nut 2 an der jeweils anderen Stirnseite
7 des Grundkörpers 1.
[0015] In Fig. 2 ist beispielsweise anhand einer Nut die Garnierung mittels eines Nadelstreifens
8 veranschaulicht. Ein derartiger Nadelstreifen besteht aus einer Mehrzahl in Reihe
angeordneter Nadeln, welche untereinander durch einen Fuß 9 verbunden sind, welcher
aus Kunststoff gespritzt ist. Hierfür wird ein Kunststoff gewählt, welcher einerseits
eine formbeständige, strapazierfähige Oberfläche aufweist und andererseits über eine
solche Eigenelastizität verfügt, daß er problemlos beim Einschieben in eine Nut 2
deren schraubenlinienförmigem Verlauf folgen kann. Hierdurch wird bereits ohne zusätzliche
Festlegungsmittel ein fester, definierter Sitz des Nadelstreifens 8 erreicht. Zusätzlich
können auf die Nabenansätze 10 Haltescheiben zur Festlegung der Nadelstreifen aufgebracht
werden.
1. Auflösewalze für Offenend-Spinnmaschinen umfassend einen zylinderförmigen Grundkörper
mit einer Mehrzahl von Nuten, welche zur Aufnahme des elastisch deformierbaren Fußes
einer Nadelleiste eine Hinterschneidung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nuten (2) schraubenlinienförmig in spitzem Winkel (a) zur Längsachse (3) des zylinderförmigen
Grundkörpers (1) verlaufen, wobei der Winkel (a) zwischen 5° und 30° beträgt und die
Nadelleiste (8) einen eine Reihe von Nadeln untereinander verbindenden, aus Kunststoff
gespritzten, die Nut (2) ausfüllenden Fuß umfaßt.
2. Auflösewalze nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (α) 13° beträgt.
3. Auflösewalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (2)
als Schwalbenschwanzprofil ausgebildet sind.
4. Auflösewalze für Offenend-Spinnmaschinen umfassend einen zylinderförmigen Grundkörper
mit einer Mehrzahl von Nuten, welche zur Aufnahme des elastisch deformierbaren Fußes
einer Nadelleiste eine Hinterschneidung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nuten (2) schraubenlinienförmig in spitzem Winkel (a) zur Längsachse (3) des zylinderförmigen
Grundkörpers (1) verlaufen, wobei der Winkel (a) derart dimensioniert ist, daß projiziert
auf die Längsachse (3) des zylinderförmigen Grundkörpers (1) die Nutmitte (4) am Ende
einer Nut (2) an der einen Stirnseite (5) fluchtet mit der Mitte (6) am Ende einer
benachbarten Nut (2) an der anderen Stirnseite (7) des zylinderförmigen Grundkörpers
(1) und die Nadelleiste (8) einen eine Reihe von Nadeln untereinander verbindenden,
aus Kunststoff gespritzten, die Nut (2) ausfüllenden Fuß umfaßt.
1. Opening cylinder for open-end spinning machines comprising a cylindrical basic
body with a plurality of grooves exhibiting an undercut to accommodate the elastically
deformable root of a needle bar, characterized in that the grooves (2) helically run
at an acute angle (a) to the longitudinal axis (3) of the cylindrical basic body (1),
the angle (a) being between 5° and 30°, and the needlebar (8) comprising a root extruded
from plastic which interconnects a row of needles and fills the groove (2).
2. Opening cylinder according to claim 1, characterized in that the angle (a) amounts
to 13°.
3. Opening cylinder according to claim 1 or 2, characterized in that the grooves (2)
are dovetailed in profile.
4. Opening cylinder for open-end spinning machines comprising a cylindrical basic
body with a plurality of grooves exhibiting an undercut to accommodate the elastically
deformable root of a needlebar, characterized in that the grooves (2) helically run
at an acute angle (a) to the longitudinal axis (3) of the cylindrical basic body (1),
the angle (a) being dimensioned so that, projected to the longitudinal axis (3) of
the cylindrical basic body (1), the groove center (4) at the end of a groove (2) at
one side (5) is in alignment with the center (6) at the end of the adjacent groove
(2) at the other front (7) of the cylindrical basic body (1), and the needlebar (8)
comprising a root extruded from plastic which interconnects a row of needles and fills
the groove (2).
1 . Cylindre peigneur pour machine de filature à bout libre, comprenant un corps de
base de forme cylindrique avec une pluralité de rainures présentant une contre-dépouille
pour recevoir la base, déformable élastiquement, d'une barre à aiguille, caractérisé
en ce que les rainures (2) s'étendent en forme de vis avec un angle aigu (a) par rapport
à l'axe longitudinal (3) du corps de base (1) de forme cylindrique, l'angle (a) ayant
une valeur comprise entre 5° et 30° et la barre à aiguille (8) comprenant une base
injectée en matière plastique, reliant entre elles une rangée d'aiguilles et remplissant
la rainure (2).
2. Cylindre peigneur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle (a) a
une valeur de 13°.
3. Cylindre peigneur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les rainures
(2) sont réalisées avec un profil en forme de queue d'aronde.
4. Cylindre peigneur pour machine de filature à bout libre, comprenant un corps de
base de forme cylindrique avec une pluralité de rainures, présentant une contre-dépouille
pour recevoir la base, déformable élastiquement, d'une barre à aiguille, caractérisé
en ce que les rainures (2) s'étendent en forme de vis avec un angle aigu (a) par rapport
à l'axe longitudinal (3) du corps de base (1) de forme cylindrique, l'angle (a) ayant
une valeur telle que, projeté sur l'axe longitudinal (3) du corps de base (1) de forme
cylindrique, l'axe (4) de la rainure, à l'extrémité d'une rainure (2), soit aligné,
sur une face frontale (5), avec l'axe (6) situé à l'extrémité d'une rainure voisine
(2) située sur l'autre face frontale (7) du corps de base (1) de forme cylindrique,
et la barre à aiguille (8) comprenant une base injectée en matière plastique, reliant
entre elles une rangée d'aiguilles et remplissant la rainure (2).
