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EP 0 179 162 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.1988 Patentblatt 1988/38 |
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Anmeldetag: 23.10.1984 |
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Dachunterspannbahn
Roof lining sheet
Feuille de sous-toiture
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.04.1986 Patentblatt 1986/18 |
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Patentinhaber: Vöst, Walter |
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D-8903 Bobingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Vöst, Walter
D-8903 Bobingen (DE)
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Vertreter: Charrier, Rolf, Dipl.-Ing. |
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Patent- und Rechtsanwälte
Dipl.-Ing. Charrier, Dr. Rapp,
Dr. Waibel, Dr. Bauer
Rehlingenstrasse 8 86153 Augsburg 86153 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 629 459 US-A- 3 476 626
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FR-A- 2 517 726
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dachunterspannbahn, bestehend aus einer Folie und einem
auf eine Seite der Folie aufkaschierten Faservlies.
[0002] Die Dachunterspannbahn nach dem DE-U-7 905 531 besteht aus einer elastischen Folie
aus einer Mischung von Äthylencopolymerisat und Bitumen, bei der auf einer Seite ein
Faservlies insbesondere aus Glasfasern aufkaschiert ist. Um eine akzeptable Reißfestigkeit
zu erhalten, ist das Faservlies durch ein grobmaschiges Gewebe oder Gewirke verstärkt.
[0003] Die Folie ist relativ dick und kann trotzdem wegen ihrer Zusammensetzung leicht durchstoßen
werden. Die Ausreißfestigkeit an den Heft- oder Nagelstellen ist schlecht. Durch die
Verstärkung des Vlieses mit einem Gewebe oder Gewirke ist die Dachunterspannbahn teuer.
Besonders nachteilig ist, daß keine Dampfdurchlässigkeit vorhanden ist. Eine Schwitzwasser-
und Reifbildung sind die Folge.
[0004] Die Dachunterspannbahn nach der DE-A-2 908 461 besteht aus einer Kunststoff-Folie,
die mit einer Schicht aus feuchtigkeitsabsorbierendem Werkstoff, bevorzugt Zellstoff
kaschiert ist. Damit die Folie eine ausreichende Reißfestigkeit aufweist, ist sie
armiert. Eine Wasserdampfdurchlässigkeit ist ebenfalls nicht vorhanden, vielmehr soll
der Zellstoff den kondensierenden Wasserdampf aufnehmen. Zellstoff verrottet jedoch
im Laufe der Zelt.
[0005] Gemäß der DE-A-1 609 995 wird als Dachunterspannbahn eine gelochte Kunststoff-Folie
verwendet, um ein Atmen des Daches zu ermöglichen.
[0006] Nach der DE-A-1 9 45 586 wird dies als nachteilig angesehen, da hierdurch die Dichtigkeit
der Folie nicht mehr gegeben ist. Es wird deshalb die Verwendung eines Kunststoff-Vlieses
vorgeschlagen, dessen Außenflächen mehr oder weniger stark heißversiegelt sind. Eine
derartige Heißversiegelung ist jedoch teuer und schwierig zu steuern, denn die Außenflächen
sollen so porös sein, daß einerseits Wasserdampf durch das Vlies hindurchgeht, andererseits
jedoch kein Wasser. Die letztgenannte Schrift illustriert die Erfordernisse, die an
eine Dachunterspannbahn zu stellen sind, in besonderer Weise.
[0007] Aus diesem Stand der Technik ergibt sich, daß Dachunterspannbahnen u.a eine hohe
Reißfestigkeit aufweisen sollen, daß die Stempeldurchdruckkraft, die für die Trittfestigkeit
bestimmend ist, groß sein soll, daß die Bahnen leicht nagel- und heftbar sein sollen,
ohne daß die Gefahr des Einreißens besteht, daß sie wasserdampfdurchlässig, jedoch
wasserundurchlässig sein sollen, ferner besteht die Bedingung, daß keine Verrottung
auftritt, die Bahnen schall- und wärmedämmend sein sollen und letztlich, daß sie was
ihre eigentliche Aufgabe ist, einen sicheren Witterungsschutz gewährleisten. Die bekannten
Dachunterspannbahnen erfüllen diese Forderungen jeweils nur zum Teil.
[0008] Es besteht daher die Aufgabe, eine Dachunterspannbahn so auszubilden, daß sie preisgünstig
herstellbar ist und die vorgenannten Forderungen weitgehend alle erfüllt.
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
[0010] Durch die Verwendung einer Polyäthylenfolie ist die Dachunterspannbahn relativ preisgünstig.
Infolge der Nadelung dieser Polyäthylenfolie wird diese wasserdampfdurchlässig, jedoch
läßt diese Nadelung kein Wasser durch. Bevorzugt verläuft die Durchstoßrichtung der
Nadelung von der kaschierten zur unkaschierten Seite der Folie. Das aufkaschierte
Vlies aus Polyester und/oder Polyamid verleiht der Folie eine sehr hohe Reißfestigkeit.
Selbst wenn die Folie einen Riß aufweist, dann vergrößert sich dieser Riß bei einer
Beanspruchung quer zum Rißverlauf nicht, was durch das aufkaschierte Faservlies verhindert
wird. Selbst wenn eine Feuchtigkeitsbildung stattfindet, so wird die sich bildende
Feuchtigkeit vom Vlies aufgenommen und von ihm allmählich wieder abgegeben.
[0011] Die Dachunterspannbahn kann mit handelsüblichen Nägeln oder Heftklammern befestigt
werden, ohne daß die Gefahr des Ausreißens besteht.
[0012] Das Aufkaschieren des Faservlieses auf die zuvor genadelte Folie erfolgt mittels
eines Dispersionsklebers, bevorzugt jedoch mittels eines Schmelzklebers.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend erläutert.
[0014] Die Dachunterspannbahn weist insgesamt eine Dicke von 2 mm auf. Die Dicke des aus
Polyesterstapelfasern bestehenden Faservlieses beträgt 1,8 mm. Die aus Polyäthylen
bestehende Folie ist 0,06 mm dick. Die Aufkaschierung erfolgt mittels eines Dispersionsklebers.
Das Flächengewicht der Dachunterspannbahn liegt bei 200 g/m
2, ermittelt nach DIN 53854. Hiervon entfallen etwa 150 g/m
2 auf das Vlies, der Rest auf Kleber und Folie. Die Nadelstellen der vor dem Kaschieren
genadelten Folien weisen einen gegenseitigen Abstand von 15 mm auf. Die Nadelstärke
beträgt etwa 0,6 mm. Die Durchstoßrichtung der Nadelung verläuft von der kaschierten
zur unkaschierten Seite.
[0015] Eine derartige Dachunterspannbahn weist eine Reißfestigkeit in jeder Richtung von
420N/5 cm auf, ermittelt nach DIN 53857 Blatt 2. Die Stempeldurchdruckraft nach DIN
54307 beträgt 1150N. Die Wärmeleitfähigkeit nach DIN 52613 wurde mit 0,045 w/mk ermittelt.
Die Dachunterspannbahn ist bezüglich ihres Brandverhaltens nach DIN 4102 einzuordnen
in die Klasse B2. Sie ist bis 80° C dauerwärmebeständig und weist eine Versprödungstemperatur
von unter -60° C auf.
[0016] Derartige Dachunterspannbahnen werden in einer Breite von 1,1 m und einer Länge von
50 m hergestellt.
[0017] Die Farbgebung von Folie und Vlies kann beliebig sein Eine UV beständige Ausrüstung
und ebenso eine flammhemmende Ausrüstung ist ohne Schwierigkeiten möglich.
[0018] Das Aufkaschieren des Vlieses auf die Folie erfolgt bevorzugt mittels eines Schmelzklebstoffes.
Als besonders geeignet hat sich ein solcher auf der Basis eines Acrylsäureester-Copolymerisats
erwiesen, der auf die Folie aufgesprüht wird. Dieser Schmelzkleber weist u.a. eine
sehr gute Alterungs- und Hitzestabilität auf. Er kann bei Temperaturen zwischen 140
bis 180°C verarbeitet werden.
1. Dachunterspannbahn, bestehend aus einer Folie und einem auf eine Seite der Folie
aufkaschierten Faservlies, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie aus Polyäthylen besteht,
diese Folie genadelt ist, das aufkaschierte Faservlies aus Polyester und/oder Polyamid
besteht und sein Flächengewicht bei einer Dicke von etwa 1,8 mm etwa 150 g/m2 beträgt.
2. Dachunterspannbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher der
Nadelung einen gegenseitigen Abstand von etwa 10 bis 15 mm aufweisen und die bei der
Nadelung verwendete Nadelstärke etwa 0,6 mm beträgt.
3. Dachunterspannbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchstoßrichtung
der Nadelung von der kaschierten zur unkaschierten Seite der Folie verläuft.
4. Dachunterspannbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dicke der Folie etwa 0,06 mm beträgt.
5. Dachunterspannbahn nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengewicht
von Folie und Kaschierkleber etwa 50 g/m2 beträgt.
6. Dachunterspannbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Vlies auf die Folie mittels eines Dispersionsklebers aufkaschiert ist.
7. Dachunterspannbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Vlies auf die Folie mittels eines Schmelzklebers aufkaschiert ist.
8. Dachunterspannbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
ihre Reißfestigkeit nach DIN 53857 Blatt 2 etwa 420N/5 cm und ihre Stempeldurchdruckkraft
nach DIN 54307 etwa 1150N beträgt.
1. Roof lining sheet, consisting of plastic sheeting and a non-woven fabric applied
to one side of the sheeting, characterised in that the sheeting is made of polyethylene,
this sheeting is nailed, the applied non-woven fabric is made of polyester and/or
polyamide and its weight per unit area with a thickness of approximately 1.8 mm is
approximately 150 g/m2.
2. Roof lining sheet according to claim 1, characterised in that the perforations
of the nails have a mutual spacing of approximately 10 to 15 mm and the needle thickness
used is approximately 0.6 mm.
3. Roof lining sheet according to claim 1 or 2, characterised in that the direction
of penetration during nailing is from the side of the sheeting lined with non-woven
fabric towards the unlined side.
4. Roof lining sheet according to one of claims 1 to 3, characterised in that the
sheeting thickness is approximately 0.06 mm.
5. Roof lining sheet according to claim 4, characterised in that the weight per unit
area of the sheeting and lining adhesive is approximately 50 g/m2.
6. Roof lining sheet according to one of claims 1 to 5, characterised in that the
fabric is applied to the sheeting by means of a dispersion adhesive.
7. Roof lining sheet according to one of claims 1 to 5, characterised in that the
fabric is applied to the sheeting by means of a fusion adhesive.
8. Roof lining sheet according to one of claims 1 to 7, characterised in that its
tearing strength to DIN 53857 Sheet 2 is approximately 420N/5 cm and its punching
penetration strength to DIN 54307 is approximately 1150N.
1. Feuille de sous toiture composée d'une feuille et d'une nappe de fibres non-tissées
contrecollée sur un côté de ladite feuille, caractérisée en ce que la feuille est
en polyéthylène, cette feuille est fixée au moyen d'épingles, la nappe de fibres non-tissées
contrecollée est en polyester et/ou polyamide et son grammage est d'environ 150 g/m2 pour une épaisseur d'environ 1,8 mm.
2. Feuille de sous-toiture selon la revendication 1, caractérisée en ce que les trous
de l'épinglage présentent un espacement d'environ 10 à 15 mm et le diamètre des épingles
mises en oeuvre dans l'épinglage est d'environ 0,6 mm.
3. Feuille de sous-toiture selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée
en ce que la direction de perforation de l'épinglage va du côté de la feuille contrecollé
au côté de la feuille non contrecollé.
4. Feuille de sous-toiture selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée
en ce que l'épaisseur de la feuille est d'environ 0,06 mm.
5. Feuille de sous-toiture selon la revendication 4, caractérisée en ce que le grammage
de la feuille et de la colle servant au contrecollage est d'environ 50 g/m2.
6. Feuille de sous-toiture selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée
en ce que la nappe est contrecollée sur la feuille au moyen d'une colle à dispersion.
7. Feuille de sous-toiture selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée
en ce que la nappe est contrecollée sur la feuille au moyen d'une colle à fusion.
8. Feuille de sous-toiture selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée
en ce que sa solidité à la déchirure est d'environ 420N/5 cm et sa résistance au poinçonnage
est d'environ 1150 N.