[0001] Die Erfindung betrifft einen Schwenkspanner zum Festlegen eines Objekts an einem
Träger und insbesondere eines Werkstücks oder eines Werkzeugs an einer Bearbeitungsmaschine
mit einem Spannkolben, der in einem Zylindergehäuse axial verschiebbar und um seine
Achse verdrehbar geführt ist, und mit einer Arretiereinrichtung zum zeitweiligen Festklemmen
des Spannkolbens im Zylindergehäuse unter Zusammenwirken von Klemmelementen, die sich
aus einer den Spannkolben festklemmenden Arretierstellung mit gegenseitiger Anlage
einander zugewandter Keilflächen durch einen getrennt vom Spannkolben mit Hydraulikfluid
unter Druck beaufschlagbaren Lösekolben herauslösen lassen.
[0002] Eine derartige Konstruktion für einen Schwenkspanner ist Gegenstand der deutschen
Patentanmeldung P 34 30 930.6 der Anmelderin. Bei diesem Schwenkspanner werden ebenso
wie bei anderen Ausführungen ähnlicher Art die Klemmelemente der Arretiereinrichtung
durch eine Arretierfeder in ihre Arretierstellung gedrückt. Diese Arretierfeder wirkt
dazu von einer Seite her auf eine mit dem Spannkolben verbundene Kolbenstange umgebende
Konusteile ein und schiebt diese in einen äußeren Konusring hinein. Dabei gleiten
Keilflächen der Konusteile an zugeordneten Keilflächen des Konusringes entlang, und
es ergibt sich auf diese Weise eine Radialkraft, die zu einem Festpressen der zylindrischen
Innenwandung der Konusteile auf die Kolbenstange und damit zu deren Festlegung führt.
Ein mit Hydraulikfluid beaufschlagbarer Lösekolben, der die Kolbenstange ringförmig
umgibt, kann zur Einwirkung auf die der Arretierfeder abgewandte Seite der Konusteile
gebracht werden und bewirkt dann ein Lösen des Preßsitzes der Konusteile auf der Kolbenstange
und damit deren Freigabe.
[0003] Bei einer solchen federbelasteten Ausbildung der Arretiereinrichtung ist deren zuverlässiges
Arbeiten an die Ausübung einer hinreichenden Federkraft gebunden, und außerdem ist
diese Federkraft ständig im Arretierungssinne wirksam, so daß der Lösekolben während
der gesamten Zeitdauer einer gewollten Bewegung des Spannkolbens aktiviert gehalten
werden muß.
[0004] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Schwenkspanner der eingangs
erwähnten Art so auszubilden, daß sich der Spannkolben in jeder beliebigen Stellung
relativ zu dem ihn führenden Zylindergehäuse durch die einmalige und kurzzeitige Ausübung
einer Arretierungskraft festlegen läßt und dann selbsttätig in dieser Arretierungsstellung
gehalten bleibt, bis auf die Arretiereinrichtung eine gezielte Lösekraft ausgeübt
wird, die den Spannkolben für eine gewollte Verstellung gegenüber dem Zylindergehäuse
freigibt.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die miteinander
zusammenwirkenden Klemmelemente Keilflächen von einander im Sinne einer Keilselbsthemmung
angepaßter Form aufweisen und in dem Wirkungssinn des Lösekolbens entgegengesetztem
Sinn durch einen unabhängig davon und von dem Spannkolben mit Hydraulikfluid unter
Druck beaufschlagbaren Verriegelungskolben entlang der Axialrichtung des Spannkolbens
relativ zueinander zur Verriegelung des Spannkolbens verschiebbar sind.
[0006] Mit der erfindungsgemäß gewählten Ausbildung für einen Schwenkspanner ist konstruktiv
und funktionell einfach sichergestellt, daß sich der Spannkolben in jeder Axial- und
Winkelstellung relativ zu seinem Zylindergehäuse durch zeitlich begrenzte Ausübung
von Hydraulikdruck auf den Verriegelungskolben festlegen läßt. In dieser Arretierstellung
verbleibt der Spannkolben dann auch ohne weitere Ausübung von Hydraulikdruck auf den
Verriegelungskolben allein durch Keilselbsthemmung zwischen den Klemmelementen der
Arretiereinrichtung. Zur Freigabe des Spannkolbens für seine gewollte Verstellung
gegenüber dem Zylindergehäuse bedarf es wiederum nur einer zeitlich begrenzten Beaufschlagung
diesemal des Lösekolbens mit Hydraulikdruck allein für die Aufhebung der Keilselbsthemmung,
da es keine ständig im Arretierungssinne wirksame Federkraft gibt. Insgesamt führt
somit die Erfindung zu einem einfach und mit minimalem Aufwand an Hydraulikdruck zu
betätigenden Gerät, das sich durch groß Zuverlässigkeit im Betrieb und durch geringen
Wartungsbedarf auszeichnet.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung im Sinne der gestellten
Aufgabe ergeben sich im einzelnen aus den Unteransprüchen; dabei ist insbesondere
auf die Ausbildung von Verriegelungskolben und Lösekolben als Ringkolben mit einander
zugewandten Ringnasen hinzuweisen, die den Klemmweg für die Klemmelemente bis zum
Eintritt der Keilselbsthemmung begrenzen.
[0008] Zusammenfassend läßt sich ein Schwenkspanner gemäß der Erfindung in seiner bevorzugten
Ausführungsform beschreiben als ein Gerät, das zum Festlegen insbesondere eines Werkstücks
oder eines Werkzeugs an einer Bearbeitungsmaschine dienen kann, wobei zur Erzielung
einer lösbaren Arretierung eines in einem insbesondere zweiteilig ausgebildeten Zylindergehäuse
geführten Spannkolbens in beliebiger Axial-und Winkelstellung relativ zu diesem Gehäuse
zwischen Zylindergehäuse und Spannkolben wirksam werdende Klemmelemente in Gestalt
eines Konusringes und koaxial dazu angeordneter Konuselemente vorgesehen sind, deren
Form eine Keilselbsthemmung zwischen einander zugewandten Keilflächen und damit zwischen
den zusammenwirkenden Klemmelementen herbeiführt, wenn die Klemmelemente durch einen
unabhängig vom Spannkolben mit Hydraulikfluid beaufschlagbaren Verriegelungskolben
entlang der Axialrichtung des Spannkolbens ineinander geschoben und damit in radialer
Richtung aneinander angepreßt werden. Auch ohne weitere Aufrechterhaltung des Hydraulikdrucks
auf den Verriegelungskolben hält die Keilselbsthemmung dann die Kle=melemente zusammen
und damit den Spannkolben in seiner jeweiligen Stellung im Zylindergehäuse fest, bis
die Klemmelemente mittels eines dem Verriegelungskolben in umgekehrtem Sinne entgegenwirkenden
Lösekolbens wieder in axialer Richtung auseinander gedrückt werden und sich so radial
voneinander lösen.
[0009] Für die weitere Erläuterung der Erfindung wird nunmehr auf die Zeichnung Bezug genommen,
deren einzige Figur einen Teilschnitt durch ein Ausführungsbeispiel für einen Schwenkspanner
gemäß der Erfindung zeigt.
[0010] Der in der Zeichnung dargestellte Schwenkspanner ist zum Festhalten eines Werkstücks
13 an einer Grundplatte 14 einer Bearbeitungsmaschine bestimmt. Dabei stellt diese
Grundplatte 14 nicht nur die Trägerunterlage für das Werkstück 13 dar, sondern sie
hält außerdem auch den Schwenkspanner selbst an der Bearbeitungsmaschine fest, indem
sie eine entsprechende Gewindebohrung aufweist, die eine Aufnahme für den Schwenkspanner
bildet.
[0011] Der Schwenkspanner selbst weist als Hauptbestandteil ein Zylindergehäuse auf, das
aus einem unteren Teil 6 und einem oberen Teil 7 zusammengesetzt ist, von denen der
untere Teil 6 in die Gewindebohrung in der Grundplatte 14 eingeschraubt ist. Die beiden
Teile 6 und 7 des Zylindergehäuses sind unter Einfügung eines Konusringes 4 koaxial
zusammengefügt und werden durch Befestigungsschrauben 9 zusammengehalten, von denen
in der Zeichnung insoweit nur eine sichtbar ist. Weitere Befestigungsschrauben 9,
von denen in der Zeichnung wiederum nur eine sichtbar ist, dienen zur Befestigung
einer Endplatte 8, die am freien Ende des unteren Teils 6 des Zylindergehäuses angebracht
ist und dessen unteren Abschluß bildet.
[0012] In zueinander koaxialen zentralen Bohrungen im unteren Teil 6 und im oberen Teil
7 des Zylindergehäuses findet ein Spannkolben 1 Aufnahme, der sich unter Antrieb durch
Hydraulikfluid unter Druck im Zylindergehäuse zum einen entlang dessen Achse verstellen
und zum anderen um seine mit der Achse des Zylindergehäuses zusammenfallende Achse
verdrehen läßt, wie dies in der Zeichnung durch einen Pfeil 19 angedeutet ist. Als
Führungselement für den Spannkolben 1 bei diesen Bewegungen relativ zum Zylindergehäuse
dient ein zentral in die Endplatte 8 eingesetzter und von unten her koaxial in den
Spannkolben 1 eingreifender Führungsstift 10 mit teils axial und teils schraubenlinienförmig
verlaufenden Nuten, in die im Inneren des Spannkolbens 1 gehaltene Kugeln eingreifen,
die so dem Spannkolben 1 die jeweilige Bewegungsrichtung aufprägen. Dem hydraulischen
Antrieb für den Spannkolben 1 dient ein außen an dessen unterem Bereich radial vorspringender
Ringflansch 16, der in einer Kammer 15 im unteren Teil 6 des Zylindergehäuses gleitend
verschiebbar geführt ist, in die über in der Zeichnung nicht eigens gezeigte Anschlüsse
je nach der gewünschten Bewegungsrichtung für den Spannkolben 1 entweder oberhalb
oder unterhalb des Ringflansches 16 Hydraulikfluid unter Druck einspeisbar ist. Am
Umfang des Ringflansches und rund um den Spannkolben 1 im Zylindergehäuse angeordnete
Dichtungen sorgen für eine Fluidabdichtung zwischen dem Spannkolben 1 und dem Zylindergehäuse,
und auch zwischen dem unteren Ende des Zylindergehäuses und der dort eingesetzten
und die Kammer 15 nach unten abschließenden Endplatte 8 ist eine entsprechende Dichtung
vorgesehen.
[0013] An dem oben aus dem Zylindergehäuse herausragenden freien Ende des Spannkolbens 1
ist daran mittels einer Befestigungsschraube 9 ein Schwenkarm 11 befestigt, der seinerseits
an seinem freien Ende einen Positionierungsbolzen 12 trägt, mittels dessen das Werkstück
13 in der in der Zeichnung durch einen nach unten gerichteten Pfeil 20 angedeuteten
Spannrichtung auf die Grundplatte 14 aufgepreßt und damit festgelegt werden kann.
[0014] Rund um den Spannkolben 1 ist im Bereich des Konusringes 4 eine Arretiereinrichtung
zum Festlegen des Spannkolbens 1 im Zylindergehäuse vorgesehen, zu der außer dem Konusring
4 dazu koaxial rund um den Spannkolben 1 zwischen diesem und dem Konusring 4 angeordnete
Konussegmente 5 gehören, die sich entlang der Achse des Spannkolbens 1 mehr oder weniger
weit in den Konusring 4 hineinschieben lassen. Im Zuge einer solchen Verschiebungsbewegung
der Konussegmente 5 im Inneren des Konusringes 4 gleiten einander zugewandte Keilflächen
am Konusring 4 und an den KonuFsegaenten 5 aneinander entlang, wobei im Verlaufe des
Eintritts der Konussegmente 5 in den Konusring 4 dieser die Konussegmente 5 zunehmend
nach innen auf den Spannkolben 1 zu drückt und daran anlegt, wodurch der Spannkolben
1 in seiner jeweiligen Stellung im Zylindergehäuse festgehalten wird. Die Antriebskraft
für das Einschieben der Konussegmente 5 in den Konusring 4 und damit für das Aufpressen
der Konussegmente 5 auf den Spannkolben 1 liefert ein Verriegelungskolben 18, der
als mit einer axial vorspringenden, radial innen liegenden Ringnase an der unteren
Stirnfläche der Konussegmente 5: anliegender Ringkolben ausgebildet ist. Dieser Verriegelungskolben
18 ist durch eine Dichtung an seinem Umfang abgedichtet entlang der Axiale richtung
des Spannkolbens 1 in einer den Spannkolben 1 umgebenden ringförmigen Kammer 3 im
unteren Teil 6 des Zylindergehäuses gleitend verschiebbar geführt, in die über in
der Zeichnung nicht eigens gezeigte Anschlüsse Hydraulikfluid eingespeist werden kann,
das den Verriegelungskolben 18 in der Kammer 3 nach oben und damit die Konussegmente
5 in den Konusring 4 hinein drückt. Die dabei aneinander entlanggleitenden Keilflächen
der Konussegmente 5 und des Konusrings 4 sind so geformt und gestaltet, daß sich zwischen
den Konussegmenten 5 und dem Konusring 4 eine Keil Selbsthemmung einstellt, welche
die Konussegmente 5 auch nach einem Aufhören des den Verriegelungskolben 18 in der
Kammer 3 nach oben drückenden Hydraulikdruckes in und an dem Konusring 4 und auf dem
Spannkolben 1 festhält.
[0015] Für ein Loslösen der Konussegmente 5 von dem Konusring 4 und dem Spannkolben 1 unter
Verschieben der Konussegmente 5 entlang der Achse des Spannkolbens 1 nach unten nach
Überwindung der Keilselbsthemmung zwischen den Konussegmenten 5 und dem Konusring
4 liefert den Antrieb ein Lösekolben 17, der wie der Verriegelungskolben 18 als den
Spannkolben 1 umgebender Ringkolben ausgebildet ist und mit einer axial vorspringenden
und radial innen liegenden Ringnase an der oberen Stirnfläche der Konussegmente 5
anliegt. Dieser Lösekolben 17 ist durch eine Dichtung an seinem Umfang abgedichtet
entlang der Axialrichtung des Spannkolbens 1 gleitend verschiebbar in einer ringförmigen
Kammer 2 geführt, die im oberen Teil 7 des Zylindergehäuses rund um den Spannkolben
1 angeordnet ist und über in der Zeichnung nicht eigens dargestellte Anschlüsse mit
Hydraulikfluid unter Druck gespeist werden kann, das den Lösekolben 17 nach unten
drückt und damit die Konussegmente 5 am Konusring 4 und am Spannkolben 1 entlang nach
unten verschiebt und damit die Verriegelung des Spannkolbens 1 unter Überwindung der
Keilselbsthemmung aufhebt.
[0016] Die Betriebsweise des dargestellten Schwenkspanners ergibt sich aus der vorstehenden
Beschreibung seines Aufbaus weitgehend von selbst, und sie soll daher hier nur noch
kurz zusammengefaßt werden.
[0017] Die Darstellung in der Zeichnung zeigt den Schwenkspanner in seiner Spannposition,
wobei der Positionierungsbolzen 12 von oben in Richtung des Pfeiles 20 auf das Werkstück
13 drückt und der Spannkolben 1 nach einer Beaufschlagung des Verriegelungskolbens
18 mit Hydraulikdruck durch die Klemmwirkung des Konusringes 4 und der Konussegmente
5 unter Keilselbsthemmung in seiner Stellung im Zylindergehäuse festgehalten wird.
Wenn nun das Werkstück 13 entfernt werden soll, so wird zunächst der Lösekolben 17
durch Speisung der Kammer 2 mit Hydraulikdruck betätigt und verschiebt die Konussegmente
5 unter Aufhebung der Keilselbsthemmung an dem Konusring 4 entlang nach unten, so
daß der Klemmdruck auf den Spannkolben 1 aufhört. Dieser läßt sich dann durch Einspeisung
von Hydraulikfluid unter Druck in den unteren Teil der Kammer 15 nach oben aus dem
Zylindergehäuse ausfahren und um seine Achse verdrehen, wobei der Positionierungsbolzen
12 mit dem Schwenkarm 11 vom Werkstück 13 abhebt und sich außerdem davon wegdreht,
so daß es frei zugänglich wird. Sobald dann ein neues Werkstück eingelegt ist, kann
der Spannkolben 1 mittels Zuführung von Hydraulikfluid unter Druck zum oberen Teil
der Kammer 15 wieder in das Zylindergehäuse eingefahren werden, wobei er außerdem
eine Drehbewegung um seine Achse im Sinne des Pfeiles 19 ausführt und schließlich
in Richtung des Pfeiles 20 über den Schwenkarm 11 und den Positionierungsbolzen 12
Spanndruck auf das Werkstück ausübt. Sobald diese Spannposition erreicht ist, wird
der Kammer 3 Hydraulikfluid unter Druck zugeführt, wodurch sich der Verriegelungsbolzen
18 nach oben bewegt und die Konussegmente 5 in den Konusring 4 hineinschiebt. Dadurch
ergibt sich ein radialer Klemmdruck auf den Spannbolzen 1, und dieser Klemmdruck bleibt
auch ohne eine weitere Einwirkung von Hydraulikdruck auf den Verriegelungskolben 18
voll wirksam, da die Konussegmente 5 und der Konusring 4 durch Keilselbsthemmung aneinander
festgehalten werden. Auf diese Weise behält der Spannkolben 1 und mit ihm der Positionierungsbolzen
12 auch ohne die Notwendigkeit weiterer Einwirkung von Hydraulikdruck seine Spannposition
zuverlässig bei. Insbesondere kann daher auch ein Ausfall des Hydraulikdruokes beispielsweise
durch ein Leck im Hydrauliksystem nicht zu einem ungewollten Loslösen des Werkstücks
13 von der Grundplatte 14 führen.
[0018] Hingewiesen sei abschließend noch darauf, daß es sich bei dem in der Zeichnung dargestellten
Schwenkspanner nur um ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für die Erfindung handelt,
so daß innerhalb deren Rahmen zahlreiche Abwandlungen denkbar sind. So kann beispielsweise
der dargestellte Schwenkspanner statt zum Festlegen eines Werkstücke auch zum Festspannen
anderer Objekte wie etwa eines Werkzeugs dienen. Außerdem kommt es im Sinne der Erfindung
für die Klemmelemente der Arretiereinrichtung nur darauf an, daß sie so gestaltet
sind, daß sich in der Arretierstellung Keilselbsthemmung dazwischen ergibt. Anstelle
mehrerer Konussegmente können daher auch anders gestaltete Klemmelemente mit Keilflächen
wie beispielsweise ein geschlitzter Kegelring in Verbindung mit einem äußeren Klemmring
vorgesehen werden. Ebenso kommt es nicht auf die genaue Lage der Klemmelemente relativ
zueinander und zum Spannkolben an, solange nur sichergestellt ist, daß die Klemmwirkung
für den Spannkolben durch Selbsthemmung auch ohne äußere Kräfte erhalten bleibt. Schließlich
sind auch für die Ausbildung von Verriegelungskolben und Lösekolben unterschiedliche
Bauformen möglich, da nur wesentlich ist, daß diese Kolben mit einander entgegengesetztem
Wirkungssinn zur Einwirkung auf die Klemmelemente gebracht werden können.
1. Schwenkspanner zum Festlegen eines Objekts an einem Träger und insbesondere eines
Werkstücks oder eines Werkzeugs an einer .Bearbeitungsmaschine mit einem Spannkolben,
der in einem Zylindergehäuse axial verschiebbar und um seine Achse verdrehbar geführt
ist, und mit einer Arretiereinrichtung zum zeitweiligen Festklemmen des Spannkolbens
im Zylindergehäuse unter Zusammenwirken von Klemmelementen, die sich aus einer den
Spannkolben festklemmenden Arretierstellung mit gegenseitiger Anlage einander zugewandter
Keilflächen durch einen getrennt vom Spannkolben mit Hydraulikfluid unter Druck beaufschlagbaren
Lösekolben herauslösen lassen, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander zusammenwirkenden
Klemmelemente (4, 5) Keilflächen von einander im Sinne einer Keilselbsthemmung angepaßter
Form aufweisen und in dem Wirkungssinn des Lösekolbens (17) entgegengesetztem Sinn
durch einen unabhängig davon und von dem spennkolben (1) mit Hydraulikfluid unter
Druck beaufschlagbaren Verriegelungskolben (18) entlang der Axialrichtung des Spannkolbens
(1) relativ zueinander zur Verriegelung des Spannkolbens (1) verschiebbar sind.
2. Schwenkspanner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als miteinander zusammenwirkende
Klemmelemente eine Mehrzahl von den zylindrischen Spannkolben (1) von außen umgebenden
Konussegmenten (5) und ein diese umgreifender Konusring (4) vorgesehen sind.
3. Schwenkspanner nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lösekolben (17)
und der Verriegelungskolben (18) auf einander entgegengesetzten Stirnseiten an den
Konusaegmenten (5) anliegen,
4. Schwenkspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl
der Lösekolben (17) als auch der Verriegelungskolben (18) den Spannkolben (1) im Zylindergehäuse
(6, 7) jeweils als Ringkolben umgeben und einander zugewandte Ringnasen aufweisen,
die an jeweils einem (5) der miteinander zusammen- wirkenden Klemmelemente (4, 5)
anliegen.
5. Schwenkspanner nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zylindergehäuse aus zwei unter Zwischenschaltung des Konusringes (4) koaxial zusammengefügten
Teilen (6, 7) besteht, die jeder eine mit Hydraulikfluid speisbare Kammer (3 bzw.
2) für die Aufnahme des Verriegelungskolbens (18) bzw. des Lösekolbens (17) enthalten.