[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Verbesserung der Lichtechtheit
von mit anionischen Farbstoffen gefärbtem Leder, welches dadurch gekennzeichnet ist,
dass man das Leder vor, während oder nach der Färbung mit einer Verbindung des Nickels,
Kobalts oder Kupfers behandelt.
[0002] Als Verbindungen des Nickels, Kobalts oder Kupfers kommen z.B. Salze anorganischer
oder organischer Säuren in Betracht sowie Verbindungen, welche die genannten Metalle
in komplexierter Form enthalten. Auch Mischungen aus diesen Verbindungen sind geeignet.
[0003] Vorzugsweise kommen Verbindungen des Kupfers in Frage, z.B. die folgenden: Salze
anorganischer Säuren, wie z.B. Kupferchlorid, -sulfat, -phosphat oder -nitrat; Salze
organischer Säuren, wie z.B. Kupferacetat, -tartrat oder -salicylat, wobei auch Mischungen
verschiedener Kupfersalze oder auch Mischungen aus einem Kupfersalz und einer weiteren
Säure, z.B. Mischungen aus Kupferacetat und Salicylsäure, eingesetzt werden können.
[0004] Geeignet sind auch Kupfersalze von Salicylsäurederivaten oder Gemischen der oben
angeführten Kupfersalze anorganischer oder organischer Säuren mit Salicylsäurederivaten.
Brauchbare Salicylsäurederivate sind z.B. 2-
Hydroxy-5-sulfobenzoesäure oder Verbindungen der Formel I

[0005] worin W
1 und W
2 unabhängig voneinander Wasserstoff, C
1-C
4-Alkyl, Hydroxy-C
1-C
4-alkyl oder gegebenenfalls durch Sulfo oder Carboxy substituiertes Phenyl bedeuten.
[0006] Als Komplexverbindungen kommen z.B. gegebenenfalls sulfogruppenhaltige Kupfer-, Kobalt-
oder Nickelkomplexe von Bisazomethinen, Acylhydrazonen, Semicarbazonen und Thiosemicarbazonen
aromatischer Aldehyde oder Ketone in Frage.
[0007] Unter Bisazomethinen aromatischer Aldehyde und Ketone werden hier Schiff'sche Basen
von aliphatischen oder aromatischen Diaminen verstanden, wobei die Aldehyde und Ketone
in o-Stellung zum Formyl- bzw. Acylrest eine OH-Gruppe aufweisen. Die Bindung mit
dem Metallatom erfolgt über diese beiden OH-Gruppen und die beiden Stickstoffatome
im Bisazomethinteil. Es handelt sich demnach hier um vierzähnige Liganden. Die Liganden
enthalten vorzugsweise eine oder auch mehrere Sulfogruppen, die sich im Aldehyd- bzw.
Ketonteil und/oder in der Bisazomethinbrücke befinden.
[0008] Zur Anwendung gelangen z.B. Bisazomethin-Metallkomplexe der Formel II

worin R
1 für Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-oder Arylrest steht,
Y einen gegebenenfalls substituierten Alkylen- oder Arylenrest und Me Kupfer, Kobalt
oder Nickel bedeutet und n = 1 bis 3 ist. Die Benzolringe A und B können ebenfalls
und zwar unabhängig voneinander substituiert sein oder auch weitere ankondensierte
Ringe aufweisen. Ausserdem können anstelle der Benzolringe A und B auch heterocyclische
Ringe stehen.
[0009] Bezeichnet R
1 einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest, so kommt vorzugsweise ein C
1 bis C
8-Alkylrest, insbesondere ein C
l bis C
4-Alkylrest in Betracht, der verzweigt oder unverzweigt und gegebenenfalls substituiert
sein kann und zwar durch Halogen, wie Fluor, Chlor oder Brom, C
1 bis C
4-Alkoxy, wie Methoxy oder Aethoxy, durch einen Phenyl-oder Carboxylrest, durch C
1 bis C
4-Alkoxycarbonyl, wie z.B. den Acetylrest oder durch Hydroxy oder eine mono- oder dialkylierte
Aminogruppe. Darüberhinaus kommt auch der Cyclohexylrest in Frage, der ebenfalls substituiert
sein kann, wie beispielsweise durch C
1 bis C
4-Alkyl oder C
1 bis C
4-Alkoxy.
[0010] Bedeutet R
1 einen gegebenenfalls substituierten Arylrest, so kommt insbesondere ein Phenyl- oder
Naphthylrest in Betracht, der substituiert sein kann durch C
l-C
4-Alkyl, wie Methyl, Aethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl und tert.-Butyl,
C
1-C
4-Alkoxy, wie Methoxy, Aethoxy, Propoxy, Isopropoxy, Butoxy, Isobutoxy, sek.-Butoxy
und tert.-Butoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor und Brom, C
2-C
5-Alkanoylamino, wie Acetylamino, Propionylamino und Butyrylamino, Nitro, Cyano, Sulfo
oder eine mono- oder dialkylierte Aminogruppe.
[0011] Bedeutet Y einen Alkylenrest, so handelt es sich vor allem um einen C
2 bis C
4.Alkylenrest, insbesondere eine -CH
2-CH
2-Brücke. In Frage kommt aber auch eine durch Sauerstoff oder insbesondere durch Stickstoff
unterbrochene C
2 bis C
8-Alkylenkette und zwar vor allem die -(CH
2)
3-NH-(CH
2)
3-Brücke.
[0012] Bedeutet Y einen Arylenrest, so handelt es sich in erster Linie um einen Phenylenrest,
insbesondere einen o-Phenylenrest. Dieser kann ebenfalls durch C
1 bis C
4 Alkyl oder C
1 bis C
4 Alkoxy substituiert sein.
[0013] Als Substituenten für die Benzolringe A und B kommen in Frage: C bis C
4 Alkyl, C bis C
4 Alkoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor oder Brom, ferner die Cyano- oder Nitrogruppe.
[0014] Insbesondere gelangen im vorliegenden Verfahren die Kupferkomplexe der Formel I zur
Anwendung, worin R Wasserstoff bedeutet, Y die Aethylen-oder o-Phenylenbrücke bezeichnet
und n
= 2 ist, wobei sich die beiden Sulfogruppen in den Benzolringen A und B befinden und
hier vor allem die Komplexe, bei denen die Sulfogruppen jeweils p-ständig zum Sauerstoff
angeordnet sind.
[0015] Bei den sulfogruppenhaltigen Kupfer-, Kobalt- und Nickelkomplexen von Acylhydrazonen
aromatischer Aldehyde und Ketone handelt es sich in erster Linie um Komplexe der Formel
III

worin R 1 die vorstehend unter Formel II angegebene Bedeutung hat, Q Sauerstoff oder
NH und n null oder 1 bedeutet, und R
2 für Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substituierten Alkyl- oder Arylrest steht.
Das Symbol Me bezeichnet wiederum Kupfer, Kobalt oder Nickel.
[0016] Bedeutet R
2 einen Alkylrest, so kann dieser verzweigt oder unverzweigt sein und hat eine Kettenlänge
von vorzugsweise 1 bis 8, insbesondere 1 bis 4 C-Atomen. Als Substituenten kommen
in Frage Halogen, wie Fluor, Chlor oder Brom, C
1 bis C
4-Alkoxy, wie Methoxy oder Aethoxy, ferner Phenyl oder Carboxyl, C
1 bis C
4-Alkoxycarbonyl, wie z.B. Acetyl oder Hydroxy, Mono- oder Dialkylamino.
[0017] Bedeutet R
2 einen gegebenenfalls substituierten Arylrest, so kommt insbesondere ein Phenyl- oder
Naphthylrest in Betracht, der substituiert sein kann durch C
1-4-Alkyl, wie Methyl, Aethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl und tert.-Butyl,
C1-4-Alkoxy, wie Methoxy, Aethoxy, Propoxy, Isopropoxy, Butoxy, Isobutoxy, sek.-Butoxy
und tert.-Butoxy, Halogen, wie Fluor, Chlor und Brom, C
2-S-Alkanoylamino, wie Acetylamino, Propionylamino und Butyrylamino, Nitro, Cyano, Sulfo
oder eine mono- oder dialkylierte Aminogruppe.
[0018] Bevorzugt gelangen solche Komplexe der Formel III zur Anwendung, in denen R
1 Wasserstoff und R
2 Wasserstoff, Methyl oder insbesondere den Phenylrest bedeutet und welche als Metall
Kupfer enthalten, vor allem die Komplexe, bei denen sich die Sulfogruppe wiederum
in p-Stellung zum Sauerstoff befindet.
[0019] Unter Kupfer-, Kobalt- und Nickelkomplexen vpn Semicarbazonen bzw. Thiosemicarbazonen
werden im vorliegenden in erster Linie Komplexe der Formel IV verstanden

worin R
1 die bereits im Zusammenhang mit der Formel I angegebene Bedeutung hat und X für Sauerstoff
oder Schwefel steht. Me bezeichnet Kupfer, Kobalt oder Nickel.
[0020] Neben den Uebergangsmetallkomplexen der Formeln III und IV, deren Liganden sich von
Sulfosalicylaldehyd oder den entsprechenden Phenylketonen ableiten, kommen z.B. auch
solche in Frage, bei denen anstelle einkerniger, mehrkernige aromatische Aldehyde
und Ketone, wie z.B. 2-Hydroxy-l-naphthaldehydsulfonsäurenzum Aufbau des Liganden
eingesetzt wurden. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die vierte Koordinationsstelle
des Metallatoms in den Komplexen der Formeln III und IV durch z.B. Wasser als Neutralligand
besetzt ist.
[0021] Ferner sind die Kupfer-, Kobalt- oder Nickelkomplexe von Verbindungen der Formel
V

worin R = H, OH, Alkyl oder Cycloalkyl bedeutet und worin der Ring A gegebenenfalls
weitere Substituenten, wie z.B. Sulfo-oder Sulfonamidgruppen enthalten kann, im erfindungsgemässen
Verfahren verwendbar. Geeignete Alkylreste sind solche mit 1 bis 4 C-Atomen. Geeignete
Cycloalkylreste sind Cyclohexyl- und Methylcyclohexylreste. Geeignete Substituenten
im Ring A sind z.B. Methyl, Methoxy oder Chlor. Vorzugsweise ist dieser Ring jedoch
unsubstituiert.
[0022] Ausserdem sind für das erfindungsgemässe Verfahren Verbindungen der Formel VI geeignet,

worin R
4 = C
1-C
18-Alkyl oder Cycloalkyl bedeutet und die Ringe A und
B durch C
1-C
4-Alkyl, Cycloalkyl, C
1-C
4-Alkoxy, Halogen oder OH substituiert sein können oder auch weitere ankondensierte
Ringe aufweisen können. Ausserdem können anstelle der Ringe A und B auch heterocyclische
Ringe stehen.
[0023] Die genannten Komplexverbindungen, welche Sulfogruppen aufweisen, werden vorzugsweise
als Alkali-, vor allem Natriumsalz,oder als Aminsalz eingesetzt.
[0024] Die bevorzugten Verbindungen für das erfindungsgemässe Verfahren sind Kupfer-II-chlorid,
-sulfat, -nitrat oder -acetat sowie Mischungen dieser Salze mit Weinsäure oder Salicylsäure.
[0025] Die Metallverbindungen werden zweckmässigerweise aus wässrigem Bad appliziert und
zwar in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.%, vorzugsweise 0,5 bis 5 Gew.%, bezogen auf
das Gewicht des Leders.
[0026] Die Behandlung mit der Metallverbindung kann vor, während oder nach der Färbung erfolgen.
Bei der Verwendung von Salzen des Nickels, Kobalts oder Kupfers erfolgt vorzugsweise
nach dem Färben und Spülen des Leders eine Nachbehandlung in einer frischen, wässrigen
Flotte, enthaltend die Metallverbindung sowie gegebenenfalls Säuren und/oder Salze
zur Einstellung eines bestimmten pH-Wertes.
[0027] Die Behandlung erfolgt z.B. bei einem pH-Wert zwischen 3 und 7 bei 20 bis 100 °C
während etwa 10 bis 60 Minuten.
[0028] Die Färbungen des Leders können in herkömmlicher Weise mit den üblichen anionischen
Lederfarbstoffen erzeugt werden.
[0029] Bei den anionischen Farbstoffen handelt es sich beispielsweise um Salze schwermetallhaltiger
oder metallfreier Mono-, Dis- oder Polyazofarbstoffe einschliesslich der Azomethin-
und Formazanfarbstoffe sowie der Anthrachinon-, Xanthen-, Nitro-, Triphenylmethan-,
Naphthochinonimin- und Phthalocyaninfarbstoffe. Der anionische Charakter dieser Farbstoffe
kann durch Metallkomplexbildung allein und/oder durch saure, salzbildende Substituenten,
wie Carbonsäuregruppen, Schwefelsäure- und Phosphonsäureestergruppen, Phosphonsäuregruppen,
Alkylsulfon-, Sulfonamido- oder Sulfonsäuregruppen bedingt sein. Bevorzugt sind die
1:1- oder 1:2-Metallkomplexfarbstoffe. Die l:l-Metallkomplexfarbstoffe weisen vorzugsweise
eine oder zwei Sulfonsäuregruppen auf. Als Metall enthalten sie ein Schwermetallatom
wie z.B. Kupfer, Nickel, Eisen oder insbesondere Chrom.
[0030] Die 1:2-Metallkomplexfarbstoffe enthalten als Zentralatom ein Schwermetallatom wie
z.
B. ein Eisen-,
'Kobalt- oder insbesondere ein Chromatom. Mit dem Zentralatom sind zwei komplexbildende
Komponenten verbunden, von denen mindestens eine ein Farbstoffmolekül ist, vorzugsweise
jedoch beide Farbstoffmoleküle sind. Dabei können die beiden an der Komplexbildung
beteiligten Farbstoffmoleküle gleich oder voneinander verschieden sein. Die 1:2-Metallkomplexfarbstoffe
können z.B. zwei Azomethinmoleküle, einen Azo- und einen Azomethinfarbstoff oder zwei
Azofarbstoffe enthalten, wobei diese Farbstoffe mit weiteren Arylazo- und/oder Arylazoarylenazogruppen
substituiert sein können. Mit Aryl sind hier vor allem Benzol-oder Naphthalinreste
gemeint, welche gegebenenfalls substituiert sein können, z.B. durch Nitro, Sulfo,
Halogen, Alkyl oder Alkoxy. Die Azo-oder Azomethinfarbstoffmoleküle können wasserlöslichmachende
Gruppen aufweisen wie z.B. Säureamid-, Alkylsulfonyl- oder die obengenannten sauren
Gruppen. Bevorzugt sind 1:2-Kobalt- oder l:2-Chromkomplexe von Monoazofarbstoffen,
die Säureamid-, Alkylsulfonyl- oder Sulfonsäuregruppen aufweisen.
[0031] Bei den kationischen Farbstoffen handelt es sich um metallfreie oder metallhaltige
Farbstoffe.
[0032] Diese Farbstoffe können verschiedenen Farbstoffklassen angehören. Insbesondere handelt
es sich um Salze, beispielsweise Chloride, Sulfate, Oniumchloride oder Metallhalogenide,
beispielsweise Zinkchloridsalze von Azofarbstoffen, wie Monoazofarbstoffen oder Hydrazonfarbstoffen,
Anthrachinon-, Diphenylmethan-, Triphenylmethan-, Methin- oder Azomethinfarbstoffen,
Ketonimin-, Cyanin-, Azin-, Oxazin- oder Thiazinfarbstoffen.
[0033] Besonders geeignete Farbstoffe entsprechen der Formel VII

worin
Z unabhängig voneinander Stickstoff oder eine CH-Gruppe,
A und C unabhängig voneinander je einen Rest der Benzol- oder Naphthalinreihe, welcher
in o-Stellung zur Azo- oder Azomethingruppe eine Hydroxy- oder Carboxygruppe enthält,
B und D unabhängig voneinander je den Rest einer Kupplungskomponente, wenn Z Stickstoff
ist, wobei die Kupplungskomponente in o- bzw. a-Stellung zur Azogruppe die Gruppe
X enthält, oder unabhängig voneinander den Rest eines o-Hydroxyaldehyds, wenn Z die
CH-Gruppe darstellt,
X1 unabhängig voneinander je Sauerstoff oder eine Gruppe der Formel -NR5-, worin R Wasserstoff oder eine C1-C4-Alkylgruppe darstellt,
Me Chrom oder Kobalt,
Y die S03H-, COOH-, PO3H2- oder SO2-V-Gruppe, wobei V C1-C4-Alkyl, gegebenenfalls substituiert durch Halogen, Vinyl, Amino, N-Mono-oder N,N-Dialkylamino
bedeutet,
p 1 oder 2 und
m eine ganze Zahl von 0 bis 6 bedeutet.
[0034] Als Farbstoffe der Formel VII kommen sowohl symmetrische als auch asymmetrische 1:2-Azo-
oder 1:2-Azomethinkomplexe in Frage sowie 1:2-Komplexe, welche einen Azo- und einen
Azomethinfarbstoff an das Metall gebunden enthalten.
[0035] Von den Farbstoffen der Formel VII werden vorzugsweise diejenigen verwendet, bei
denen X Sauerstoff bedeutet.
[0036] Falls Farbstoffe der Formel VII mehrere Gruppen Y aufweisen, so können diese gleich
oder verschieden sein. Vorzugsweise stellen jedoch alle Y S0
3H-Gruppen dar.
[0037] Ferner werden vorzugsweise solche Farbstoffe der Formel VII verwendet, bei denen
p gleich 1 ist, sowie solche, bei denen m 1 bis 3, vorzugsweise 2, bedeutet.
[0038] Die Reste A und C können ausserdem durch Gruppen Y weitersubstituiert sein, insbesondere
mit C
I-C
4-Alkyl oder -Alkoxy, Chlor oder Nitro.
[0039] Geeignete Diazokomponenten A und C sind z.B.: Anthranilsäure, 4- oder 5-Sulfoanthranilsäure,
2-Amino-l-hydroxybenzol, 4-Chlor- und 4,6-Dichlor-2-amino-1-hydroxybenzol, 4- oder
5-Nitro-2-amino-l-hydroxybenzol, 4-Chlor- und 4-Methyl-6-nitro-2-amino-l-hydroxybenzol,
6-Chlor-4-nitro-2-amino-l-hydroxybenzol, 4-Cyan-2-amino-1-hydroxybenzol, 4-Methoxy-2-amino-1-hydroxybenzol,
4-Methoxy-5-chlor-2-amino-l-hydroxybenzol, 4-Methyl-2-amino-l-hydroxybenzol, 4-Chlor-5-nitro-2-amino-1-hydroxybenzol,
3,4,6-Trichlor-2-amino-l-hydroxybenzol, 4,6-Dinitro-2-amino-l-hydroxybenzol, 2-Amino-l-hydroxybenzol-4-
oder -5-sulfosäure, 4-Nitro-2-amino-l-hydroxybenzol-6-sulfosäure, 5-Nitro- oder 6-Nitro-2-amino-1-hydroxybenzol-4-sulfosäure,
6-Chlor-2-amino-1-hydroxybenzol-4-sulfosäure, 4-Chlor-2-amino-l-hydroxybenzol-6-sulfosäure,
1-Amino-2-hydroxy-naphthalin-4-sulfosäure, 1-Amino-2-hydroxy-6-nitronaphthalin-4-sulfosäure,
oder 2-Amino-1-hydroxybenzol-4,6- disulfosäure, 1-Amino-2-hydroxybenzol-4-sulfonsäureamid,
4-Methylsulfonyl-2-amino-1-hydroxybenzol, 4-(2'-, 3'- oder 4'-Sulfophenylazo)-2-amino-l-hydroxybenzol,
4-(3'-Sulfonamidophenylazo)-2-amino-1-hydroxybenzol, 4-(4'-Phenylazophenylazo)-2-amino-1-hydroxybenzol,
1-Amino-2-hydroxy-5-sulfonsäureanthranilid oder 1-Amino-2-hydroxy-5-(2'-sulfo)-sulfonsäureanilid.
[0040] Vorzugsweise stellen A und C unabhängig voneinander jeweils den Rest eines 1-Hydroxy-2-aminobenzols
dar, welcher gegebenenfalls ein- oder mehrmals durch gleiche oder verschiedene Substituenten
aus der Reihe Nitro, Sulfo, Chlor, Methyl oder Methoxy substituiert ist, und insbesondere
den Rest eines 1-Hydroxy-2-aminobenzols, der in 4- oder 5-Stellung eine Nitrogruppe
trägt oder den Rest eines l-Hydroxy-2-aminobenzols, der in 4-Stellung eine Nitrogruppe
und in 6-Stellung eine Sulfogruppe trägt, oder den Rest eines 1-Hydroxy-2-aminobenzols,
der in 4-Stellung eine Sulfogruppe und in 6-Stellung eine Nitrogruppe trägt.
[0041] Die Reste B bzw. D leiten sich vorzugsweise von folgenden Gruppen von Kupplungskomponenten
ab: gegebenenfalls durch niedermolekulares Alkyl oder Alkoxy, Amino oder Acylamino
substituierte in o-Stellung kuppelnde Phenole, wobei Acylamino C
1-C
4-Alkanoylamino-, C
1-C
4-Alkylsulfonylamino-, C
1-C
4-Alkoxycarbonylamino-, Aroylamino- oder Arylsulfonylaminoreste bedeutet, Resorcin,
m-Phenylendiamin, gegebenenfalls in 4-Stellung substituiert durch Sulfo, Chlor, Methyl
oder Methoxy, Naphthole, die gegebenenfalls mit C
l-C
4-Alkyl oder Alkoxy, Chlor, Amino, Acylamino oder Sulfo substituiert sind, wobei Acylamino
dieselbe Bedeutung hat, die vorne angegeben ist,
[0042] 5-Pyrazolone oder 5-Aminopyrazole, die in 1-Stellung einen gegebenenfalls mit Chlor,
Nitro, C
I-C
4-Alkyl- oder Alkoxygruppen oder Sulfogruppen substituierten Phenyl- oder Naphthylrest
besitzen und in 3-Stellung eine C
1-C
4-Alkylgruppe, insbesondere eine Methylgruppe aufweisen.
[0043] Acetessigsäureamide, Acetessigsäureanilide und Benzoylessigsäureanilide, die im Anilidkern
gegebenenfalls mit Chlor, C
1-C
4-Alkyl- oder Alkoxy-oder Sulfogruppen substituiert sein können, oder 6-Hydroxy-3-cyano-oder
6-Hydroxy-3-carbonamido-4-alkyl-2-pyridone, die in 1-Stellung durch gegebenenfalls
substituiertes C
1-C
4-Alkyl, z.B. Methyl, Isopropyl, β-Hydroxyäthyl, ß-Aminoäthyl oder y-Isopropoxypropyl
oder durch Phenyl substituiert sind, und in 4-Stellung eine C
1-C
4-Alkylgruppe, insbesondere Methyl, tragen können.
[0044] Beispiele solcher Kupplungskomponenten sind: 2-Naphthol, 1,3- oder 1,5-Dihydroxynaphthalin,
1-Naphthol, 1-Acetylamino-7-naphthol, 1-Propionylamino-7-naphthol, 1-Carbomethoxyamino-7-naphthol,
1-Carboäthoxy- amino-7-naphthol, 1-Carbopropoxyamino-7-naphthol, 6-Acetyl-2-naphthol,
2-Naphthol-3-, -4-, -5-, -6-, -7- oder -8-sulfosäure, 1-Naphthol-3-, -4- oder -5-sulfosäure,
1-Naphthol-3,6-disulfosäure, 1-Naphthol-4,8- disulfosäure, 1-Naphthol-3,8-disulfosäure,
2-Naphthol-3,6-disulfo- säure, 4-Methyl-l-naphthol, 4-Methoxy-l-naphthol, 4-Acetyl-l-naphthol,
5,8-Dichlor-l-naphthol, 5-Chlor-l-naphthol, 2-Naphthylamin, 2-Naphthylamin-l-sulfosäure,
1-Naphthylamin-4- oder -5-sulfosäure, 2-Aminonaphthalin-6- oder -5-sulfosäure, 1-Phenyl-3-methyl-
pyrazol-5-on, 1-Phenyl-5-pyrazolon-3-carbonsäureamid, 1-(2'-, 3'- oder 4'-Methylphenyl)-3-methylpyrazol-5-on,
1-(2',3'-oder 4'-Sulfophenyl)-3-methylpyrazol-5-on, 1-(2'-Chlor-5'-sulfophenyl)-3-methylpyrazol-5-
on, 1-(2'- oder 4'-Methoxyphenyl)-3-methylpyrazol-5-on, 1-(2'-, 3'-oder 4'-Chlorphenyl)-3-methylpyrazol-5-on,
1-(2'-, 3'- oder 4'-Nitrophenyl)-3-methylpyrazol-5-on, 1-(2'-, 5'- oder 3',4'-Dichlorphenyl)-3-methylpyrazol-5-on,
1-(2',5'-Dichlor-4'-sulfophenyl)-3-methyl- pyrazol-5-on, 1-(2'-3'- oder 4'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-aminopyrazol,
1-(2'-Chlor-5'-sulfophenyl)-3-methyl-5-aminopyrazol, Acetoacetanilid, Acetoacetanilid-2-,-3-
oder -4-sulfosäure, Acetoacet-o-anisidid, Acetoacet-o-toluidid, Acetoacet-o-chloranilid,
Acetoacet-m-xylidid,Tetralol, 4-Methylphenol, 3-Dialkylaminophenol, besonders 3-Dimethylamino-
und 3-Diäthylaminophenol, 4-Butylphenol, 4-Amylphenol, insbesondere 4-t-Amylphenol,
2-Isopropyl-4-methylphenol, 2- oder 3-Acetylamino-4-methylphenol, 2-Methoxycarbonyl-amino-4-methylphenol,
2-Aethoxycar- bonylamino-4-methylphenol und 3,4-Dimethylphenol, Resorcin, I-Aethyl-3-cyano-4-methyl-6-hydroxypyridon,l-Methyl-3-cyano-4-methyl-6-hydroxypyridon,
1-Phenyl-3-carbonamido-4-methyl-6-hydroxypyridon.
[0045] Vorzugsweise stellt B bzw. D ein 1- oder 2-Naphthol,gegebenenfalls substituiert mit
einer Sulfogruppe, m-Phenylendiamin, Resorcin, p-Alkyl(C1-C4)-Phenol, l-Phenyl-3-methyl-S-pyrazolon
oder Acetessigsäureanilid dar, wobei die Phenylgruppe in den beiden letztgenannten
Verbindungen durch C
1-C
4-Alkyl, C
1-C
4-Alkoxy, Chlor oder Sulfo substituiert sein kann.
[0046] Sofern Z die -CH-Gruppe ist, stellt B bzw. D den Rest eines o-Hydroxyaldehyds dar,
vorzugsweise einen o-Hydroxybenzaldehyd oder o-Hydroxynaphthaldehyd. Geeignete Aldehyde
sind beispielsweise: 2-Hydroxy-l-naphthaldehyd, 1-Hydroxy-2-naphthaldehyd, 2-Hydroxy-benzaldehyd,
3- und 5-Methyl-2-hydroxybenzaldehyd, 3,5-Dimethyl-2-hydroxybenzaldehyd, 5-Butyl-2-hydroxybenzaldehyd,
5-Chlor- oder 5-Brom-2-hydroxybenzaldehyd, 3-Chlor-2-hydroxybenzaldehyd, 3,5-Dichlor-2-hydroxybenzaldehyd,
5-Sulfo-2-hydroxybenzaldehyd, 3-Methyl-5-chlor-2-hydroxybenzaldehyd, 5-(Phenylazo)-2-hydroxybenzaldehyd,
5-(2'-,3'-oder 4'-Sulfophenylazo)-2-hydroxybenzaldehyd, 5-(6'-Sulfonaphthyl-l'- azo)-2-hydroxybenzaldehyd
oder 5-(4"-Sulfo-4'-phenylazo)-phenylazo-2-hydroxybenzaldehyd.
[0047] Vorzugsweise handelt es sich bei den eingesetzten Farbstoffen jeweils um symmetrische
1:2-Metallkomplexe mit 2 Sulfogruppen und besonders bevorzugt sind die Farbstoffe,
welche der Formel VIII

entsprechen, worin
Z unabhängig voneinander eine CH-Gruppe oder vorzugsweise Stickstoff, A' und C' jeweils
den Rest eines 1-Hydroxy-2-aminobenzols bedeuten, der in 4- oder 5-Stellung eine Nitrogruppe
trägt, oder den Rest eines 1-Hydroxy-2-aminobenzols, der in 4-Stellung eine Nitrogruppe
und in 6-Stellung eine Sulfogruppe trägt oder den Rest eines 1-Hydroxy-2-aminobenzols,
der in 6-Stellung eine Nitrogruppe trägt und in 4-Stellung eine Sulfogruppe,
B' und D' unabhängig voneinander jeweils den Rest einer der folgenden Kupplungskomponenten
bedeutet, falls Z Stickstoff ist: 1- oder 2-Naphthol gegebenenfalls substituiert mit
einer Sulfogruppe, m-Phenylendiamin, Resorcin, p-Alkyl(C1-C6)-Phenol, l-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon oder Acetessigsäureanilid, wobei die Phenylgruppe
in den beiden letztgenannten Verbindungen durch C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, Chlor oder Sulfo substituiert sein kann, oder, falls Z die CH-Gruppe ist,
den Rest eines o-Hydroxybenzaldehyds oder o-Hydroxy- naphthaldehyds,die durch Phenylazo oder Sulfophenylazo substituiert sein können,
Me Kobalt oder Chrom und Ka⊕ ein Kation bedeutet.
[0048] Besonders bevorzugte Farbstoffe entsprechen der Formel IX

worin q eine ganze Zahl von 0 bis 2, Me1 Kobalt oder Chrom, Ka⊕ ein Kation und Y Methyl,
-CONH
2 oder -CO-NHR bedeutet, wobei R eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen darstellt,
[0049] oder der Formel X

worin X
2 Wasserstoff, Chlor, Methyl oder Methoxy, Me
1 Kobalt oder Chrom und Ka⊕ ein Kation bedeutet,
oder der Formel XI

[0050] worin q eine ganze Zahl von 0 bis 2 und Ka⊕ ein Kation bedeutet, oder der Formel
XII

worin
A den Rest von 1-Hydroxynaphthalin oder 2-Hydroxynaphthalin,
R6 Wasserstoff, Chlor oder Methyl,
R7 Wasserstoff, Nitro oder Chlor und
Ka⊕ ein Kation bedeutet, und
von den Substituenten X
3, X
4 und X
5 einer eine SO
3-Gruppe und die beiden anderen Wasserstoff darstellen, wobei X
5 Wasserstoff ist, wenn R
6 Chlor und R
7 Wasserstoff bedeutet, oder der Formel XIII

worin X
6 Wasserstoff, Chlor oder Nitro und Ka⊕ ein Kation bedeutet und worin die Sulfogruppe
im Pyrazolonfarbstoff im Ring A oder B und die Nitrogruppe im Ring A dieses Farbstoffes
in 4-, 5- oder 6-Stellung des 1-Hydroxy-2-aminobenzols angeordnet ist,
[0051] oder der Formel XIV

worin X
6 Wasserstoff, Chlor oder Nitro, Ka⊕ ein Kation und A
1 den Rest von 1-Hydroxynaphthalin oder 2-Hydroxynaphthalin bedeutet.
[0052] Durch Behandlung mit den Metallverbindungen werden die Färbungen auf Leder mit den
vorstehend beschriebenen Farbstoffen in der Lichtechtheit verbessert, z.B. bei Bewertung
der Lichtechtheit nach SNV Nr. 95.809 um ca. 1 bis 2 Noten.
[0053] Besonders geeignet ist das erfindungsgemässe Verfahren zur Verbesserung der Lichtechtheit
von Lederfärbungen, welche mit einer Mischung aus einem gelben, einem roten und einem
blauen Farbstoff der oben angegebenen Art (d.h. mit einer Trichromie) erhalten wurden.
[0054] Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung. Teile bedeuten Gewichtsteile
und Prozente Gewichtsprozente. Die Temperaturen sind in Grad Celsius angegeben.
Beispiel 1
[0055] 100 Teile vorgewaschenes Möbelleder werden während 60 Minuten bei 40° in einer Lösung
aus 150 Teilen Wasser, 5 Teilen des Gerbstoffes A (Formaldehyd-Kondensationsprodukt
von phenolischen Sulfosäuren) und 5 Teilen des Gerbstoffes B (Kondensationsprodukt
eines Harnstoffderivates mit phenolischen Sulfosäuren) bei 24 Umdrehungen pro Minute
nachgegerbt.
[0056] Anschliessend wird das Leder gespült und dann in einer frischen Flotte aus 200 Teilen
Wasser, 2 Teilen eines Neutralisationsmittels auf Basis von Ammoniumsalzen aromatischer
Sulfosäuren und aliphatischer Dicarbonsäuren sowie 2,5 Teilen Natriumbicarbonat während
total 60 Minuten bei 30° neutralisiert.
[0057] Nach der Neutralisation wird nochmals gespült und dann zur Vorbereitung auf den Färbeprozess
15 Minuten bei 50° in einer ammoniakalischen,aus 150 Teilen Wasser, 2 Teilen Ammoniak
24%ig und 3 Teilen des Gerbstoffes B bestehenden Färbeflotte vorlaufen gelassen. Hierauf
werden 1,3 Teile des gelben Farbstoffes der Formel

1:2-Kobaltkomplex
[0058] gelöst in 50 Teilen Wasser, sowie 0,5 Teile eines Egalisierungsmittels vom Typ Alkylaminopolyglykoläther
hinzugefügt. Nach weiteren 30 Minuten werden dem Färbebad ausserdem 10 Teile eines
Fettungsmittelgemisches aus gleichen Teilen eines sulfitierten Seetieröls und einer
Formulierung auf Basis von sulfierten Kohlenwasserstoffen, Fettsäuren und deren Derivaten
zugesetzt. Nach der Fettungsmittelzugabe wird 60 Minuten bei unveränderter Temperatur
weitergefärbt. Dann wird mit 1 Teil Ameisensäure 85%ig angesäuert und die Färbung
noch 30 Minuten bei 50° fortgesetzt.
[0059] Das gefärbte Leder wird anschliessend in einem neuen,mit Ameisensäure auf p
H 4,5 gestellten aus 200 Teilen Wasser von 50° und 3 Teilen einer Mischung aus Kupferacetat
und Salicylsäure im Molverhältnis 1:2 bestehenden Nachbehandlungsbad während 30 Minuten
nachbehandelt. Dann wird wie üblich fertiggestellt und ein Abschnitt der nachbehandelten
Färbung zusammen mit einem Abschnitt einer gleichartigen, aber nicht nachbehandelten
Färbung in einem Xenotest 450 der Quarzlampen Gesellschaft Hanau (BRD) 200 Stunden
lang belichtet. Die Bewertung der Lichtechtheit erfolgt mit Hilfe eines gleichzeitig
mitbelichteten ISO-Blaumassstabes mit 8 in der Lichtechtheit abgestuften Färbungen.
Es zeigt sich, dass die mit der Kupferverbindung nachbehandelte Färbung eine deutlich
verbesserte Lichtechtheit aufweist.
Beispiel 2
[0060] Es wird gleich wie im Beispiel 1 verfahren, wobei aber zum Färben des nachgegerbten
Möbelleders eine Farbstoffmischung aus 1,0 Teilen des gelbbraunen Farbstoffes der
Formel

1:2-Kobaltkomplex
[0061] 0,05 Teilen des roten Farbstoffes der Formel

1:2-Chromkomplex und 0,05 Teilen des blauen Farbstoffes der Formel

1:2-Chromkomplex
[0062] verwendet wird. Die resultierende braune Färbung wird anschliessend wie im Beispiel
1 beschrieben mit 3 Teilen einer Mischung aus Kupferacetat und Salicylsäure nachbehandelt
und dann gleichzeitig mit einer entsprechenden nicht nachbehandelten Färbung unter
identischen Bedingungen imXenotest 450 belichtet. Nach Abschluss der Belichtung werden
die beiden Färbungen verglichen, wobei sich zeigt, dass die mit der Kupferverbindung
nachbehandelte Färbung eine deutlich bessere Lichtechtheit aufweist.
[0063] Eine Nachbehandlung mit 3% (bezogen auf das Leder) Kupfertartrat oder 3% Kupfersulfat
bewirkt eine ähnliche Lichtechtheitsverbesserung wie eine Nachbehandlung mit 3% der
Mischung aus Kupferacetat und Salicylsäure.
Beispiel 3
[0064] Das nachgegerbte Möbelleder wird in analoger Weise wie im Beispiel 1 gefärbt, wobei
aber statt des gelben Farbstoffes 0,7 Teile des Farbstoffes der Formel

1:2-Kobaltkomplex
eingesetzt werden. Die gelbbraune Färbung wird anschliessend mit 3 Teilen Kupfertartrat
wie im Beispiel 1 beschrieben nachbehandelt und dann zur Bestimmung der Lichtechtheit
im Xenotest 450 belichtet.
[0065] Die Lichtechtheit der nachbehandelten Färbung ist deutlich besser als die Lichtechtheit
der nicht nachbehandelten Färbung.
[0066] Anstelle von Kupfertartrat kann mit gleich gutem Ergebnis auch mit 3% einer Mischung
aus Kupferacetat und Salicylsäure im Molverhältnis 1:2 nachbehandelt werden.
Beispiel 4
[0067] Die für dieses Beispiel verwendete Schwarzfärbung wird wie folgt hergestellt:
100 Teile des nicht zwischengetrockneten Möbelleders werden in 300 Teilen Wasser und
0,6 Teilen Essigsäure 40%ig während 10 Minuten bei 30° gewaschen. Dann werden 3 Teile
eines Oberflächenfettungsmittels aus chlorierten Kohlenwasserstoffen und n-Alkylderivaten
zugesetzt und weitere 30 Minuten laufen gelassen. Hierauf wird in einer frischen,aus
200 Teilen Wasser von 30° und 2 Teilen eines Neutralisierungsmittels auf Basis von
Ammoniumsalzen aromatischer Sulfosäuren und aliphatischer Dicarbonsäuren bestehenden
Flotte neutralisiert. Nach 15minütiger Behandlungsdauer werden noch 3 Teile eines
Polymergerbstoffes und nach weiteren 20 Minuten 2 Teile sulfitiertes Seetieröl, gefolgt
von 2,5 Teilen Natriumbicarbonat, zugesetzt. Daraufhin wird die Neutralisation noch
45 Minuten lang fortgesetzt.
Nach dem Neutralisieren wird nochmals mit 300 Teilen Wasser während 10 Minuten bei
50° gewaschen.
[0068] Zum Färben des Leders wird eine Färbeflotte aus 200 Teilen Wasser von 50°, 1 Teil
Ammoniak 24%ig und 1 Teil des oben erwähnten Neutralisationsmittels hergestellt. Das
neutralisierte Leder wird 10 Minuten in dieser Flotte vorlaufen gelassen. Dann werden
0,9 Teile des schwarzen Farbstoffes der Formel

1:2-Chromkomplex urd0,5 Teile Egalisiermittel vom Typ Alkylaminopolyglykoläther beige-
[0069] fügt. Nach einer Färbezeit von 30 Minuten erfolgt die Zugabe eines Fettungsmittelgemisches
aus 2 Teilen sulfitiertem Seetieröl, 2 Teilen sulfitierten Fettsäureestern und animalischen
Fettstoffen und 2 Teilen einer Formulierung auf Basis von sulfierten Kohlenwasserstoffen,
Fettsäuren und deren Derivaten. Nach abermals 30 Minuten werden ausserdem 4 Teile
Weissgerbstoff (Kondensationsprodukt eines Harnstoffderivates mit phenolischen Sulfosäuren)
und nach weiteren 45 Minuten noch 1,25 Teile Ameisensäure 85Zig hinzugefügt.
[0070] Nach einer abschliessenden Behandlungsdauer von 30 Minuten wird die Flotte abgelassen
und durch eine neue aus 0,4 Teilen des vorstehend aufgeführten schwarzen Farbstoffes
und 200 Teilen Wasser von 50° ersetzt. Darin wird nochmals 20 Minuten lang gefärbt.
Dann werden 2 Teile Fettungsmittel auf Basis natürlicher und modifizierter Oele und
Fette sowie n-Alkylderivaten und 1,5 Teile eines aus einem Fettsäure-Polyamid-Kondensationsprodukt
bestehenden Griffverbesserers nachgesetzt.'Nach weiteren 20 Minuten wird mit 1 Teil
Ameisensäure 85%ig angesäuert und dann nochmals 20 Minuten weitergefärbt.
[0071] Die schwarze Lederfärbung wird anschliessend wie im Beispiel 1 beschrieben in einem
frischen Bad mit 3 Teilen der Mischung aus Kupferacetat und Salicylsäure bei 50° nachbehandelt.
Dann wird das Leder wie üblich fertiggestellt und im Xenotest belichtet.
[0072] Die Lichtechtheit der nachbehandelten Färbung ist deutlich besser als die Lichtechtheit
einer nicht nachbehandelten Färbung.
Beispiel 5
[0073] Arbeitet man wie in den Beispielen 1 bis 4 beschrieben, verwendet jedoch nur 0,1X
(bezogen auf das Gewicht des Leders) der Kupferverbindungen, so erhält man ebenfalls
eine Verbesserung der Lichtechtheit.
Beispiel 6
[0074] 100 Teile nicht zwischengetrocknetes Möbelleder werden in einer aus 200 Teilen Wasser
von 50° und 8 Teilen eines Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und phenolischen
Sulfosäuren bestehenden Flotte 90 Minuten lang nachgegerbt.
[0075] Hierauf wird das Leder während 15 Minuten in 500 Teilen Wasser bei 30° gewaschen
und dann in einer aus 300 Teilen Wasser von 30° und 1,5 Teilen Natriumformiat zusammengesetzten
Flotte, der man nach 10 Minuten ausserdem noch 2,5 Teile Natriumbikarbonat beifügt,
80 Minuten lang neutralisiert. Anschliessend an das Neutralisieren folgt wiederum
eine 10 Minuten dauernde Waschoperation in 500 Teilen Wasser von 40°.
[0076] Das derart behandelte Leder wird nun in einer aus 200 Teilen Wasser, 2 Teilen Ammoniak
24% und 1,0 Teilen des im Beispiel 1 verwendeten gelben Farbstoffes bestehenden Flotte
während 30 Minuten bei 40° gefärbt. Dann wird der Färbeflotte ein Fettungsmittelgemisch
aus 8 Teilen einer Formulierung aus sulfitierten Kohlenwasserstoffen, Fettsäuren und
deren Derivaten und 4 Teilen sulfitiertem Tran und nach weiteren 90 Minuten ausserdem
noch 3 Teile Ameisensäure 85X zugesetzt. Hierauf wird noch 30 Minuten bei unveränderter
Temperatur weitergefärbt.
[0077] Das gefärbte und gefettete Leder wird anschliessend in einem neuen mit Ameisensäure
auf pH 5 gestellten Nachbehandlungsbad, bestehend aus 200 Teilen Wasser von 50° und
1,0 Teilen der Kupferverbindung der Formel

30 Minuten nachbehandelt. Dann wird wie üblich fertiggestellt und ein Abschnitt der
nachbehandelten Färbung zusammen mit einer gleichartigen, aber nicht nachbehandelten
Färbung 100 Stunden in einem Xenotest 450 Belichtungsapparat belichtet. Dabei kann
festgestellt werden, dass die mit der Kupferverbindung nachbehandelte Färbung eine
deutlich bessere Lichtechtheit besitzt.
[0078] Wird die Nachbehandlung nicht wie oben beschrieben in einem neuen Bad sondern gleich
anschliessend an das Färben und Fetten im Färbebad selbst durchgeführt, so erhält
man eine ähnliche Lichtechtheitsverbesserung. In diesem Fall liegt der pH-Wert der
Behandlungsflotte, bedingt durch den Färbeprozess, bei ca. 4 und die Temperatur bei
40°.
[0079] Die Kupferverbindung der oben angegebenen Formel wird folgendermassen hergestellt:
2,24 Teile des Natriumsalzes von 2-Hydroxybenzaldehyd-5-sulfonsäure werden in 20 Teilen
Wasser bei 70° gelöst. Nach Zugabe von 1,36 Teilen Benzoesäurehydrazid wird das Reaktionsgemisch
1 Stunde bei 90 bis 95° gehalten, wobei eine klare, gelbe Lösung der Hydrazonverbindung
entsteht. Zur Ueberführung in den Kupferkomplex wird die erhaltene Reaktionslösung
mit einer Lösung von 1,7 Teilen CuCl-'2H 0 und 4 Teilen kristallisiertem Natriumacetat in 10 Teilen Wasser versetzt und
anschliessend 30 Minuten bei 70 bis 75° gehalten. Der als grüngelber Niederschlag
ausgefallene 1:1-Kupferkomplex wird durch Zugabe von 2n-Natriumhydroxidlösung bis
zum pH-Wert 9,0 bis 9,5 vollständig gelöst. Die gelbstichig grüne Lösung wird zur
Trockne eingeengt, wobei 7 Teile Kupferkomplex in Form eines olivgrünen, leicht wasserlöslichen
Pulvers erhalten werden.
1. Verfahren zur Verbesserung der Lichtechtheit von mit anionischen Farbstoffen gefärbtem
Leder, dadurch gekennzeichnet, dass man das Leder vor, während oder nach der Färbung
mit einer Verbindung des Nickels, Kobalts oder Kupfers behandelt.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Leder mit einer
Kupferverbindung behandelt.
3. Verfahren gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kupferverbindung
ein Kupfersalz einer anorganischen oder organischen Säure, gegebenenfalls in Mischung
mit einer weiteren organischen Carbonsäure, verwendet.
4. Verfahren gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Kupferchlorid, -sulfat,
-nitrat, -acetat, -tartrat oder -salicylat verwendet.
5. Verfahren gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Kupferchlorid, -sulfat,
-nitrat oder -acetat in Mischung mit einer organischen Hydroxycarbonsäure, insbesondere
Weinsäure oder Salicylsäure, verwendet.
6. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Leder mit einem
gegebenenfalls sulfogruppenhaltigen Kupfer-, Nickel-oder Kobaltkomplex von Bisazomethinen,
Acylhydrazonen, Semicarbazonen oder Thiosemicarbazonen aromatischer Aldehyde oder
Ketone behandelt.
7. Verfahren gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Verbesserung
der Lichtechtheit einen Bisazomethin-Metallkomplex der Formel II

worin R
1 für Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substituierten Alkyl- oder Arylrest steht,
Y einen gegebenenfalls substituierten Alkylen- oder Arylenrest und Me Kupfer, Kobalt
oder Nickel bedeutet und n = 1 bis 3 ist, verwendet.
8. Verfahren gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Verbesserung
der Lichtechtheit einen Acylhydrazon-Metallkomplex der Formel III

verwendet, worin R
1 und Me die unter der Formel II angegebene Bedeutung aufweisen, R
2 Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-oder Arylrest, Q Sauerstoff
oder NH und n null oder 1 bedeutet.
9. Verfahren gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Verbesserung
der Lichtechtheit einen Komplex der Formel IV

verwendet, worin R
1 und Me die unter der Formel II angegebene Bedeutung aufweisen und X Sauerstoff oder
Schwefel ist.
10. Verfahren gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Verbesserung
der Lichtechtheit einen Komplex des Kupfers, Nickels oder Kobalts von Verbindungen
der Formel V

verwendet, worin R
3 Wasserstoff, OH, Alkyl oder Cycloalkyl bedeutet, und worin der Ring A gegebenenfalls
weitere Substituenten tragen kann.
11. Verfahren gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Verbesserung
der Lichtechtheit einen Komplex der Formel VI

verwendet, worin R
4 = C
1-C
18-Alkyl oder Cycloalkyl bedeutet und die Ringe A und B durch C
1-C
4-Alkyl, Cycloalkyl, C
1-C
4-Alkoxy, Halogen oder OH substituiert sein können oder auch weitere ankondensierte
Ringe aufweisen oder durch heterocyclische Ringe ersetzt sein können.
12. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass man
die Metallverbindung zur Verbesserung der Lichtechtheit in einer Menge von 0,1 bis
10 Gew.7, vorzugsweise 0,5 bis 5 Gew.%, bezogen auf das Gewicht des Leders, verwendet.
13. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass man
das Leder nach dem Färben mit einem Salz des Nickels, Kobalts oder Kupfers zur Verbesserung
der Lichtechtheit behandelt.
14. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als anionischen
Farbstoff einen schwermetallhaltigen oder metallfreien Mono-, Di- oder Polyazo-, Azomethin-,
Formazan-, Anthrachinon-, Xanthen-, Nitro-, Triphenylmethan-, Naphthochinonimin- oder
Phthalocyaninfarbstoff verwendet.
15. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass man
als anionischen Farbstoff einen Kupfer-, Nickel-, Eisen- und insbesondere Chrom- oder
Kobaltkomplexfarbstoff verwendet.
16. Verfahren gemäss Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass man einen 1:2-Kobalt-
oder -Chromkomplex eines Azo- oder Azomethinfarbstoffes verwendet.
17. Verfahren gemäss Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff
der Formel VII

verwendet, worin
Z unabhängig voneinander Stickstoff oder eine CH-Gruppe,
A und C unabhängig voneinander je einen Rest der Benzol- oder Naphthalinreihe, welcher
in o-Stellung zur Azo- oder Azomethingruppe eine Hydroxy- oder Carboxygruppe enthält,
B und D unabhängig voneinander je den Rest einer Kupplungskomponente, wenn Z Stickstoff
ist, wobei die Kupplungskomponente in o- bzw. a-Stellung zur Azogruppe die Gruppe
X enthält, oder unabhängig voneinander den Rest eines o-Hydroxyaldehyds, wenn Z die
CH-Gruppe darstellt,
X unabhängig voneinander je Sauerstoff oder eine Gruppe der Formel -NR5-, worin R5 Wasserstoff oder eine C1-C4-Alkylgruppe darstellt, Me1 Chrom oder Kobalt,
Y die S03H-, COOH-, PO3H2- oder SO2-V-Gruppe, wobei V C1-C4-Alkyl, gegebenenfalls substituiert durch Halogen, Vinyl, Amino, N-Mono-oder N,N-Dialkylamino,
bedeutet,
p 1 oder 2 und
m eine ganze Zahl von 0 bis 6 bedeutet.
18. Verfahren gemäss Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff
der Formel VIII

verwendet, worin
Z unabhängig voneinander eine CH-Gruppe oder vorzugsweise Stickstoff, A' und C' jeweils
den Rest eines 1-Hydroxy-2-aminobenzols bedeuten, der in 4- oder 5-Stellung eine Nitrogruppe
trägt, oder den Rest eines 1-Hydroxy-2-aminobenzols, der in 4-Stellung eine Nitrogruppe
und in 6-Stellung eine Sulfogruppe trägt oder den Rest eines 1-Hydroxy-2-aminobenzols,
der in 6-Stellung eine Nitrogruppe trägt und in 4-Stellung eine Sulfogruppe,
B' und D' unabhängig voneinander jeweils den Rest einer der folgen- . den Kupplungskomponenten
bedeutet, falls Z Stickstoff ist: 1- oder 2-Naphthol gegebenenfalls substituiert mit
einer Sulfogruppe, m-Phenylendiamin, Resorcin, p-Alkyl(C1-C6)-phenol, 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon oder Acetessigsäureanilid, wobei die Phenylgruppe
in den beiden letztgenannten Verbindungen durch C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, Chlor oder Sulfo substituiert sein kann, oder, falls Z die CH-Gruppe ist,
den Rest eines o-Hydroxybenzaldehyds oder o-Hydroxynaphthaldehyds, die durch Phenylazo
oder Sulfophenylazo substituiert sein können,
Me Kobalt oder Chrom und Ka⊕ ein Kation bedeutet.
19. Verfahren gemäss Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass man einen der Farbstoffe
der folgenden Formeln verwendet:

worin q eine ganze Zahl von 0 bis 2, Me
1 Kobalt oder Chrom, Ka⊕ ein Kation und Y Methyl, -CONH
2 oder -CO-NHR bedeutet, wobei R eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen darstellt,
oder der Formel X

worin X
2 Wasserstoff, Chlor, Methyl oder Methoxy, Me
1 Kobalt oder Chrom und Ka⊕ ein Kation bedeutet,

worin q eine ganze Zahl von 0 bis 2 und Ka⊕ ein Kation bedeutet,
oder der Formel XII

worin
A1 den Rest von 1-Hydroxynaphthalin oder 2-Hydroxynaphthalin,
R6 Wasserstoff, Chlor oder Methyl,
R7 Wasserstoff, Nitro oder Chlor und
Ka⊕ ein Kation bedeutet, und
von den Substituenten X3, X4 und X5 einer eine SO3-Gruppe und die beiden anderen Wasserstoff darstellen, wobei X5 Wasserstoff ist, wenn R6 Chlor und R7 Wasserstoff bedeutet, oder der Formel XIII

worin X6 Wasserstoff, Chlor oder Nitro und Ka⊕ ein Kation bedeutet und worin die Sulfogruppe
im Pyrazolonfarbstoff im Ring A oder B und die Nitrogruppe im Ring A dieses Farbstoffes
in 4-, 5- oder 6-Stellung des 1-Hydroxy-2-aminobenzols angeordnet ist,
oder der Formel XIV

worin X6 Wasserstoff, Chlor oder Nitro, Ka⊕ ein Kation und A1 den Rest von 1-Hydroxynaphthalin oder 2-Hydroxynaphthalin bedeutet.
20. Das nach dem Verfahren gemäss einem der Patentansprüche 1 bis 19 gefärbte und
mit einem Mittel zur Verbesserung der Lichtechtheit behandelte Leder.