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EP 0 182 145 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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09.03.1994 Patentblatt 1994/10 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.03.1990 Patentblatt 1990/10 |
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Anmeldetag: 25.10.1985 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F04D 29/28 |
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Einstückiges Kunststoff-Lüfterrad
One piece synthetic material fan impeller
Roue de ventilateur de matière synthétique en une pièce
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
09.11.1984 DE 3441077
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.05.1986 Patentblatt 1986/22 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Reichert, Gerhard
D-8630 Coburg (DE)
- Riedel, Friedrich
D-8627 Redwitz (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 453 708 DE-C- 2 939 385 FR-A- 2 431 049 GB-A- 2 060 069 US-A- 2 047 501 US-A- 3 245 476
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DE-A- 3 050 372 DE-U- 7 239 961 GB-A- 117 756 US-A- 1 827 770 US-A- 2 557 201
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein einstückiges Kunststoff-Radiallüfterrad gemäß
Oberbegriff des Anspruchs 1; ein derartiges Lüfterrad ist aus der DE-C2-29 39 385
bekannt.
[0002] In Kraftfahrzeugen werden Lüfterräder durch kleine Gleichstrommotoren angetrieben.
Diese Motoren werden statorseitig permanentmagnetisch erregt; im Rotor ist eine Ankerwicklung
in offenen Nuten untergebracht. Pro Umdrehung pulsiert das abgegebene Drehmoment mit
der Nutenzahl oder derem Vielfachen (Nutungsfrequenz). Diese Pulsation des abgegebenen
Drehmomentes führt bei einem auf die Motor-Antriebswelle starr aufgezogenen Lüfterrad
dazu, daß die Radtangente pro Umdrehung im Takte der Nutungsftequenz eine geringe
Relativbewegung ausführt Findet nun diese Nutungsfrequenz in tangentialer Radrichtung
eine Resonanzfläche, z.B. in Form des Schaufelkranzes des Radialgebläses, so ist bei
bestimmter Umdrehungszahl ein störender Frequenzton hörbar. Durch motorseitige Maßnahmen,
wie z.B. einer Nutungsschrägung, kann diese Erregung zwar klein gehalten, aber nicht
ganz vermieden werden.
[0003] Bisher wurde versucht, die Arbeitspunkte des Lüfters außerhalb dieser Resonanzstellen
zu legen. Zur Lösung dieses Problems ist es durch die eingangs genannte DE-C2-29 39
385 bekannt, zwischen der mit der Motorantriebswelle verbundenen Nabe und dem Schaufelkranz
eines Radiallüfterrades ein Zwischenstück aus Speichen vorzusehen, die wie ein Bündel
parallel geschalteter Federn wirken sollen. Diese Speichen sind derart bogenförmig
ausgebildet, daß das durch sie gebildete Zwischenstück schalenförmig gewölbt den antreibenden
Motor zumindest teilweise umhüllt.
[0004] Durch die FR-A-2 431 049 ist weiterhin ein Radiallüfterrad bekannt, bei dem die Übertragung
von unerwünschten Unwuchten des Schaufelkranzes auf die Antriebswelle und die damit
bedingte geräuschbehaftete größere Laufunruhe durch solche elastische Zwischenteile
zwischen der die Antriebswelle umfassenden Nabe und dem Schaufelkranz vermieden werden
soll, die durch eigene Verformung die radiale Verschiebung des Schaufelkranzes aufgrund
von Unwuchtbelastungen kompensieren und dadurch von der Antriebswelle und deren Lagern
femhalten können; dazu sind bei einstückiger Kunststofftteilausbildung die Zwischenteile
als im wesentlichen tangential verlaufende Teilbogenstücke zwischen der Nabe und dem
Schaufelkranz angeordnet.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen fertigungstechnischen Mitteln
die als Dämpfungselemente wirkenden Federstege so in dem Radiallüfterrad anzuordnen,
daß bei gewährleisteter Geräuscharmut gleichbleibend gute Laufeigenschaften auch bei
hohen Betriebsstandzeiten erreichbar sind.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt bei einem Radiallüfterrad der eingangs genannten
Art durch die Lehre des Anspruchs 1; vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
jeweils Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Radiallüfterrad können die Übertragung einer tangentialen
motorseitigen Schwingungsanregung auf den Schaufelkranz mit Sicherheit verhindert
und trotzdem in fertigungstechnisch einfacher Weise über lange Betriebszeiten gute
Laufeigenschaften gewährleistet werden, da zentrifugale Zusatzbelastungen, z.B. durch
Staub oder Schmutzablagerungen, nicht zu einer Unwuchtvergrößerung aufgrund radialer
bzw. axialer Weichheit oder Nachgiebigkeit des Verbindungsstückes zwischen der Nabe
und dem Schaufelkranz führen.
[0008] Da das Lüfterrad radial sowie axial stabil ist und keine langen, gewölbt gebogenen
Einzelfedern zwischen Nabe und Schaufelkranz enthält, treten in Heizungs- und Klimaanlagen
von Kraftfahrzeugen im Dauerbetrieb keine Lauf- und Unwuchtveränderungen auf; gleichzeitig
werden trotzdem Resonanzübertragungen zwischen der Motor-Antriebswelle und dem Schaufelkranz
vermieden, wobei gleichzeitig das Zwischenstück zwischen der Nabe und dem Schaufelkranz
hinsichtlich seiner konstruktiven Auslegung von den vorgenannten Problemen bzw. Lösungen
unbeeinflußt ausgelegt werden kann.
[0009] Es hat sich gezeigt, daß bei Kraftfahrzeug-Radialgebläsen die tangentialen Schaufelkranz-Eigenfrequenzen
zwischen etwa 200 und 600 Hz liegen. Zum Erreichen einer wirksamen Dämpfung muß dann
die tangentiale Radeigenfrequenz vielfach kleiner als 200 Hz sein, d.h. die Zwischenstege
müssen relativ zur Radmasse tief abgestimmt sein bzw. weich wirken. Um bei dem erfindungsgemäßen
Kunststoff-Lüfterrad zur tiefen Frequenzabstimmung eine weiche Feder auch bei einer
nicht zu unterschreitenden Mindeststärke der Federstege erreichen zu können, ist nach
einer vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen, die axiale Länge der Federstege kleiner
als die axiale Länge eines Nabenringes auszuführen. Um trotzdem ein radial und axial
laufstabiles Lüfterrad gewährleisten zu können, werden in zweckmäßiger Weise die axiale
Länge der Federstege wechselseitig geschmälert und die Federstege in Umfangsrichtung
wechselweise axial versetzt angeordnet
[0010] Normalerweise wird man ein geschlossenes, wirbelarmes Zwischenstück zwischen dem
äußeren Nabenring und dem Schaufelkranz vorsehen. Wenn bei einer zweiflutigen Lüfterradausführung
der Ansaugquerschnitt einseitig für den Motor zu stark eingeengt wird, kann in vorteilhafter
Weise über Durchbrüche im Zwischenstück der Ansaugquerschnitt für die Motorseite geöffnet
werden.
[0011] Um bei hohen Verdrehungsmomenten, z.B. Anlaufblockierungsstößen, ein An- bzw. Abbrechen
der Federstege mit Sicherheit verhindern zu können, ist nach einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung am inneren Nabenring wenigstens ein Mitnehmeranschlag vorgesehen, der
einem Federsteg zugeordnet ist; dadurch kann übermäßigen Verdrehungsbelastungen der
Federstege vorgebeugt werden.
[0012] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert; es zeigt:
FIG 1 ein Radiallüfterrad gemäß der Erfindung in einem axialen Schnitt,
FIG 2 eine stirnseitige Draufsicht auf das Radiallüfterrad gemäß FIG 1,
FIG 3 eine stirnseitige Draufsicht auf eine Nabe für ein erfindungsgemäßes Radiallüfterrad
mit zusätzlichen Mitnehmeranschlägen,
FIG 4 einen axialen Schnitt durch die Nabe gemäß FIG 3 im Schnittverlauf IV-IV,
FIG 5 einen axialen Schnitt durch die Nabe gemäß FIG 3 im Schnittverlauf V-V.
[0013] Das in FIG 1 vereinfacht dargestellte zweiflutige Radiallüfterrad aus Kunststoff
umfaßt mit einer zweiteiligen Nabe die Antriebswelle 4 eines Motors 17. Die Nabe weist
einen inneren Nabenring 3 und einen in radialem Abstand dazu konzentrisch angeordneten
äußeren Nabenring 1 auf. Federstege 2 stellen eine Verbindung zwischen dem äußeren
Nabenring 1 und dem inneren Nabenring 3 her. An den äußeren Nabenring 1 schließt sich
ein Zwischenstück 5 mit Durchbrüchen 8 an, das sich bis zum Schaufelkranz mit den
Radschaufeln 6 und 7 erstreckt.
[0014] Aus spritztechnischen Gründen kann für die Dicke s2 der Federstege 2 (FIG 2) eine
Minimalstärke nicht unterschritten werden. Erfordert die Frequenzabstimmung eine weichere
Feder, so kann dies durch Verkleinern der axialen Länge 12 bzw.1'2 der Federstege
2 (FIG 4, 5) geschehen.
[0015] FIG 3 zeigt in axialer Draufsicht die über den Umfang wechselweise axial versetzten
Federstege 2 bzw.2a, deren axiale Länge aus den Schnittbildern gemäß FIG 4, 5 ersichtlich
ist; dadurch erreicht man auf besonders einfache Weise eine weiche Drehfeder bei radial
und axial laufstabilem Lüfterrad. Mit 10 sind Mitnehmeranschläge jeweils beidseitig
eines Federsteges bezeichnet, die bei Anlaufblockierungsstößen als Schutz gegen zu
starke Verdrehungsbelastungen der Federstege dienen.
1. Einstückiges Kunststoff-Radiallüfterrad, insbesondere für das Gebläse einer Heiz-
und Klimaanlage in einem Kraftfahrzeug, mit einer eine Antriebswelle (4) umfassenden
Nabe und einem dazu über ein Zwischenstück (5) in radialem Abstand zu der Nabe und
über wie ein Bündel parallel geschalteter Federn wirkenden Federstegen (2) gehaltenem
Schaufelkranz mit Schaufeln (6 bzw.7), dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe aus einem inneren Nabenring (3) und einem dazu konzentrischen äußeren
Nabenring (1) besteht und daß die nur radial verlaufenden Federstege (2) als radial
und axial stabile Verbindungselemente zwischen dem inneren Nabenring (3) und dem äußeren
(1) Nabenring vorgesehen sind.
2. Einstückiges Kunststoff-Radiallüfterrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Länge der Federstege (2) kleiner ist als die axiale Länge eines Nabenringes
(1 bzw.3).
3. Einstückiges Kunststoff-Radiallüfterrad nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Federstege (2) in Umfangsrichtung wechselweise axial versetzt angeordnet
sind.
4. Einstückiges Kunststoff-Radiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (5) in sich geschlossen ist.
5. Einstückiges Kunststoff-Radiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (5) mit Durchbrüchen (8) versehen ist.
6. Einstückiges Kunststoff-Radiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Nabenring (3) wenigstens einen Mitnehmeranschlag (10) aufweist, der
einem Federsteg (2) zugeordnet ist.
1. One-piece plastics radial fan wheel, in particular for the blower of a heating- and
air-conditioning system in a motor vehicle, including a hub surrounding a drive shaft
(4), and a blade ring with blades (6 or 7) held relative to this by way of an intermediate
piece (5), radially spaced to the hub, and by way of spring bars (2) operating like
a bundle of springs connected in parallel,
characterised in that the hub consists of an inner hub ring (3) and an outer hub ring
(1) concentric thereto, and in that the spring bars (2) only extending radially, are
provided as radially and axially stable connecting elements between the inner hub
ring (3) and the outer (1) hub ring.
2. One-piece plastics radial fan wheel according to claim 1, characterised in that the
axial length of the spring bars (2) is smaller than the axial length of one hub ring
(1 or 3).
3. One-piece plastics radial fan wheel according to claim 2, characterised in that the
spring bars (2) are arranged in the circumferential direction alternately offset in
an axial manner.
4. One-piece plastics radial fan wheel according to one of claims 1 to 3, characterised
in that the intermediate piece (5) is closed.
5. One-piece plastics radial fan wheel according to one of claims 1 to 3, characterised
in that the intermediate piece (5) is provided with apertures (8).
6. One-piece plastics radial fan wheel according to one of claims 1 to 5, characterised
in that the inner hub ring (3) has at least one driving attachment (10), which is
associated with a spring bar (2).
1. Roue de ventilateur radial en matière plastique et en une pièce, en particulier pour
la soufflante d'une installation de chauffage et de conditionnement d'air dans un
véhicule automobile, comprenant un moyeu entourant un arbre d'entraînement (4) et
une couronne d'aubes (6 ou 7) maintenue radialement à distance du moyeu par une pièce
intermédiaire (5) et par des entretoises élastiques (2) agissant comme un faisceau
de ressorts montés en parallèle, caractérisée en ce que le moyeu est composé d'un
anneau intérieur (3) et d'un anneau extérieur (1) qui est disposé concentriquement
autour de l'anneau intérieur et que les entretoises élastiques (2), s'étendant seulement
radialement, sont prévues comme des éléments de liaison radialement et axialement
stables entre l'anneau intérieur (3) et l'anneau extérieur (1) du moyeu.
2. Roue de ventilateur radial selon la revendication 1, caractérisée en ce que la longueur
axiale des entretoises élastiques (2) est plus petite que la longueur axiale d'un
anneau de moyeu (1 ou 3).
3. Roue de ventilateur radial selon la revendication 2, caractérisée en ce que les entretoises
élastiques (2) sont alternativement décalées axialement en direction circonférentielle.
4. Roue de ventilateur radial comprenant une partie intermédiaire (5) reliant le moyeu
à la couronne d'aubes selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la
pièce intermédiaire (5) est fermée sur elle-même.
5. Roue de ventilateur radial comprenant une partie intermédiaire (5) reliant le moyeu
à la couronne d'aubes, selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que
la pièce intermédiaire (5) est pourvue d'ajours (8).
6. Roue de ventilateur radial selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce
que l'anneau intérieur (3) du moyeu présente au moins une butée d'entraînement (10)
associée à une entretoise élastique (2).
