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EP 0 183 030 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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19.05.1993 Patentblatt 1993/20 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.08.1988 Patentblatt 1988/32 |
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Anmeldetag: 15.10.1985 |
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Vorrichtung zum Befestigen von Schneefanggittern und ähnlichem auf ziegel- oder pfannengedeckten
Dächern
Device for the fixation of snow-receiving grids and the like to brick or tile-covered
roofs
Dispositif pour la fixation de grilles à neige et analogues sur des toits couverts
de briques ou de tuiles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
26.10.1984 DE 8431447 U 24.11.1984 DE 8434445 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.06.1986 Patentblatt 1986/23 |
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Patentinhaber: Schnorr, Marin |
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D-76770 Hatzenbühl (DE) |
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Erfinder: |
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- Schnorr, Marin
D-76770 Hatzenbühl (DE)
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Vertreter: Patentanwälte Möll und Bitterich |
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Postfach 20 80 76810 Landau 76810 Landau (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 506 679 DE-A- 3 322 518 DE-U- 1 941 830
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DE-A- 3 139 009 DE-C- 289 282 FR-A- 2 539 447
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen von Laufrosten oder Steigtritten
auf ziegel oder pfannengedeckten Dächern mit einer stabilen Stütze und einerVerstelleinrichtung.
zurAnpassung an die Dachneigung
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist bekannt aus der DE-U-1 941 830. Sie besteht aus einer
Grundplatte aus Kunststoff, die einer normalen Dachpfanne entspricht. Auf dieser ist
ein gebogenes Flacheisen entsprechender Stärke befestigt, das ein drehbar aufgenietetes
Brettauflager trägt. Ein an das Brettauflager angenietetes Blech mit mehreren Löchern
im Kreisbogen erlaubt es, das Brettauflager waagerecht einzustellen.
[0003] Aus der CH-A-506 679 ist eine Vorrichtung zum Befestigen von Schneefanggittern auf
Dächern bekannt. Sie besitzt eine stabile Stütze mit rechteckigem Querschnitt, deren
Fußplatte direkt an der Dachkonstruktion befestigt wird. Die Dachdeckelemente müssen
im Bereich der Stütze mit Schlitzen oder Langlöchern versehen werden. Ein Dichtelement,
das zwischen zwei Dachdeckelementen liegen muß, wird mit der Stütze fest verbunden,
und zwar entweder vor oder während der Montage auf dem Dach.
[0004] Eine handelsübliche Vorrichtung der eingangs genannten Art verwendet sogenannte Metalldachplatten.
Es handelt sich dabei um Blechplatten, deren Oberseite entsprechend der Form herkömmlicher
Dachziegel oder-pfannen geformt sind. Um die auf die Metalldachplatten wirkenden Kräfte
auf den Dachstuhl übertragen zu können, werden sie mit einer besonderen Befestigungsbohle
verschraubt, wobei eine zusätzliche Sicherung durch einen Haltewinkel erreicht wird,
der an die Dachlatten angenagelt wird. Auf die Außenseite der Metalldachplatte werden
dann Stützen aufgeschraubt, die schließlich die Schneefanggitter, Laufroste usw. tragen.
Die Verschraubungen der Stütze auf den Metalldachplatten werden durch Kunststoffscheiben
gegen eindringendes Regenwasser abgedichtet.
[0005] Eine andere, ebenfalls handelsübliche Konstruktion verwendet eine Verbundkonstruktion
einer an der Oberseite den üblichen Dachziegeln nachgebildeten Kunststoffplatte und
einer sie verstärkenden Stahlplatte. Die Befestigung dieser Konstruktion erfolgt ebenfalls
mit Hilfe einer zusätzlichen Dachlatte am Dachstuhl. Krallen sollen für eine direkte
Abtragung der Belastung auf den Dachstuhl sorgen, ohne Ziegel oder Pfannen zu belasten.
Auf der Außenseite der Kunststoff-Metall-Platte werden dann Trittroste, Schneefanggitter
usw. angeschraubt.
[0006] Allen bekannten Konstruktionen ist gemeinsam, daß sie artfremdes Material, Metall
und/oder Kunststoff, verwenden, die in der Verfalzung und Farbgebung den Ziegeln bzw.
Pfannen nicht entsprechen. Darüber hinaus bedingen sie eine zusätzliche Lagerhaltung
beim Handel bzw. Handwerk, da für jeden Typ und jede Farbe von Ziegel bzw. Dachpfanne
eine entsprechende Metall- bzw. MetallKunststoff-Platte vorrätig gehalten werden muß.
Außerdem kann trotz aller Vorkehrungen nicht verhindert werden, daß wenigstens ein
Teil der Belastung über die Metalldachplatten auch auf die benachbarten Ziegel und
Pfannen übertragen wird.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art anzugeben, bei der weder artfremdes Material als Dacheindeckung verwendet
wird noch die Gefahr auftreten kann, daß Teile der Belastung auf die Ziegel abgetragen
werden.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0009] Durchlaßziegel wie sie hier eingesetzt werden können, sind handelsüblich. Auf ihre
Öffnung wird üblicherweise ein Dunstrohr aufgesetzt, das das obere Ende einer Entlüftungsleitung
bildet. Da derartige Durchlaßziegel für alle bekannten Dachziegeltypen bereits handelsüblich
sind, wird durch die neue Konstruktion keine zusätzliche Lagerhaltung bei Handel oder
Handwerk erforderlich. Außerdem ist die Öffnung groß genug, um der Stütze genügend
Platz zu lassen, wobei die Manschette eventuelle auftretende Schwankungen der Stütze,
beispielsweise bei Belastung, problemlos aufnimmt. Auch die Manschetten sind an sich
handelsüblich.
[0010] Die Stütze selbst besteht aus einem Rundeisen oder -rohr entsprechender Stärke. Das
untere Ende der Stütze wird mit den Sparren entweder direkt oder über eine Haltebohle
verschraubt.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung befindet sich die Einrichtung
zur Verstellung der Neigung am unteren Ende der Stütze, wo eine Halteplatte vorgesehen
ist, die die eigentliche Verbindung mit dem Dachstuhl herstellt.
[0012] Um die einmal gewählte Einstellung der Stütze bzw. des Laufrostes fixieren zu können,
sind in den einanderzugeordneten Teilen wie Knotenplatte, Halteplatte und Stütze Bohrungen
vorgesehen, durch die Bolzen bzw. Schrauben gesteckt werden können. Dabei sind gemäß
einer bevorzugten Ausgestaltung die Abstände dieser Bohrungen in der Stütze bzw. in
Knotenplatte und Halteplatte unterschiedlich, so daß auch mit wenigen Bohrungen eine
Feineinstellung möglich ist.
[0013] Anhand der Zeichnung soll die Erfindung in Form von Ausführungsbeispielen näher erläutert
werden. Es zeigen
Fig. 1 eine erste Ausführungsform, bei der die Anpassung an die Dachneigung am oberen
Ende der Stütze erfolgt und
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform, bei der die Anpassung an die Dachneigung am unteren
Ende der Stütze erfolgt.
[0014] Man erkennt in Fig. 1 einen Ausschnitt aus einem Dachstuhl, gebildet durch Dachsparren
1, auf denen Dachlatten 2 aufgenagelt sind, die ihrerseits Dachziegel 3 halten. Einer
der Dachziegel 3 ist durch einen Durchlaßziegel 4 ersetzt, der aus demselben Material
besteht wie die Dachziegel 3, jedoch eine Öffnung am oberen Ende einer kegelstumpfartigen
Ausformung besitzt. Unter dem Durchlaßziegel4 ist zwischen den Dachsparren 1 mit Hilfe
eines Haltebretts 5 eine Bohle 6 befestigt. Auf der Bohle 6 ist eine Stütze 7 aufgeschraubt.
Zu diesem Zweck ist das untere Ende der Stütze 7 beispielsweise aufgespalten und winkelartig
nach außen gebogen.
[0015] Der Zwischenraum zwischen Durchlaßziegel 4 und der Stütze 7 ist mit einer elastischen
Gummimanschette 8 abgedichtet. Die Gummimanschette 8 liegt an der Stütze 7 dicht an.
[0016] Am oberen Ende der Stütze 7 erkennt man einen Trittrost 9, dessen Neigung zur Stütze
7 entsprechend der Dachneigung verstellbar ist. Unter dem Trittrost 9 ist eine Knotenplatte
10' vorgesehen, die ebenso wie die Stütze 7 Bohrungen 11 aufweist. Mit Hilfe einer
durch die Bohrungen durchgesteckten Schraube bzw. eines entsprechenden Bolzens wird
die gewählte Einstellung des Trittrostes 9 fixiert.
[0017] In Fig. 2 erkennt man einen gleichartigen Ausschnitt aus dem Dachstuhl. Bei der hier
dargestellten Ausführungsform ist das Laufgitter 9' auf das obere Ende der als Rundrohr
ausgebildeten Stütze 7' fest aufgeklemmt. Die Einrichtung zur Anpassung an die Dachneigung
befindet sich hier am unteren Ende der Stütze 7'. Sie besteht aus einem Halteblech
10, welches rechtwinklig mehrfach so abgebogen ist, daß es sicher auf der Bohle 6
verschraubt werden kann. Stütze 7' und der senkrecht nach oben stehende Teil des Halteblechs
10 sind mit Bohrungen 11 versehen, die untereinander unterschiedliche Abstände aufweisen,
so daß mit wenigen Bohrungen 11 eine möglichst feine Anpassung an die jeweilige Dachneigung
möglich ist. Diese Ausführung hat den Vorteil, daß die Bohrungen 11 sowie die darin
einzusetzende Halteschraube wettergeschützt sind.
[0018] Verwendet man mehrere der in der Zeichnung dargestellten Konstruktionen in einer
Reihe nebeneinander, so können daran Laufroste befestigt werden, wobei mit Sicherheit
ausgeschlossen ist, daß irgendwelche Belastungen auf den Durchlaßziegel oder die benachbarten
Dachziegel übertragen wird.
1. Vorrichtung zum Befestigen von Laufrosten und Steigtritten (9;9') auf ziegel- oder
pfannengedeckten Dächern mit einer stabilen Stütze (7;7') und einer Verstelleinrichtung
(10,11,10',11') zur Anpassung an die Dachneigung, dadurch gekennzeichnet, daß der
Fuß der Stütze an einer Bohle (6) zwischen den Dachsparren (1) befestigbar ist, daß
die Stütze aus einem Rundeisen oder-rohr besteht, daß die Stütze (7;7') durch einen
Durchlaßziegel (4) in Form eines Dachziegels (3) mit einer Öffnung am oberen Ende
seiner kegelstumpfartigen Ausformung reicht und daß eine elastische Manschette (8)
den Zwischenraum zwischen Stütze (7;7') und Durchlaßziegel (4) abdichtet.
2. Vorrichtung nach anspruch 1 gekennzeichnet durch einstückig am unteren Ende der
Stütze (7) angeformte Haltewinkel.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch eine am unteren Ende der Stütze
(7) angeschweißte Halteplatte.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch eine rechtwinklig abgewinkeite
Halteplatte (10) zur Befestigen am Dachstuhl (1, 2, 5, 6) und eine Einrichtung zur
Verstellung der Neigung zwischen der Halteplatte (10) und der Stütze (7).
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 4 dadurch gekennzeichnet, daß in der Halteplatte
(10) bzw. der Knotenplatte (10') und in der Stütze (7') Bohrungen (11) vorgesehen
sind, die im Zusammenwirken mit durchgesteckten Bolzen bzw. Schrauben die Anpassung
an die Dachneigung ermöglichen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände der Bohrungen
(11) in der Stütze (7, 7') bzw. in der Knotenplatte (10') und in der Halteplatte (10)
unterschiedlich sind.
1. A device for securing duckboards, ladders or steps (9, 9') on roofs covered with
tiles or pantiles, having a stable support (7; 7') and an adjusting means (10, 11;
10', 11") adaptable to the roof pitch, characterised in that the base of the support
(7; 7') can be secured to a board (6) between the rafters (1), in that the support
is a round iron bar or, optionally, a tube, in that the support (7; 7') passes through
a vent tile (4) in the form of a roof tile (3) with an opening at the upper end of
its frustoconical projection, and in that a flexible sleeve (8) seals the gap between
the support (7) and the vent tile (4).
2. A device according to claim 1, characterised by an angular retaining member formed
integrally at the lower end of the support (7).
3. A device according to claim 1, characterised by a retaining plate welded to the
lower end of the support (7).
4. A device according to claim 1, characterised by a retaining plate (10) bent at
right angles for attachment to the roof framework (1, 2, 5, 6) and a means for adjusting
the inclination between the retaining plate (10) and the support (7).
5. A device according to claim 1 or 4, characterised in that the retaining plate (10)
or the connection plate (10') and the support (7') are provided with holes (11) which,
in cooperation with bolts or screws inserted through them, enable adjustment to the
roof pitch to be effected.
6. A device according to claim 5, characterised in that the distances separating the
holes (11) in the support (7; 7') and in the connection plate (10') or in the retaining
plate (10) respectively are different.
1. Dispositif pour la fixation de grilles ou marches de déplacement et d'ascension
(9, 9') sur des toits couverts de tuiles plates ou de tuiles en S, avec un support
stable (7, 7') et un dispositif de réglage (10, 11, 10', 11') permettant une adaptation
à la pente du toit, caractérisé en ce que le pied du support peut être fixé sur un
madrier (6) entre les chevrons (1) du toit, que le support (7) est une barre de fer
ronde, ou éventuellement un tube rond, que le support (7, 7') s'étend à travers une
tuile de passage (4) présentant la forme d'une tuile de toit (3) avec une ouverture
à l'extrémité supérieure de sa configuration tronconique, et en ce qu'une manchette
élastique (8) étanchéifie l'espace intermédiaire entre le support (7) et la tuile
de passage (4).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par des équerres de maintien formées
solidairement à l'extrémité inférieure du support (7).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par une plaque de maintien soudée
à l'extrémité inférieure du support (7).
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par une plaque de maintien (10)
coudée à angle droit pour la fixation sur la charpente de toit (1, 2, 5, 6) et par
un dispositif pour le réglage de l'inclinaison entre le plaque de maintien (10) et
le support (7).
5. Dispositif selon la revendication 1 ou 4, caractérisé en ce que des alésages (11)
sont prévus dans la plaque de maintien (10) ou selon le cas la plaque d'assemblage
(10') et dans le support (7'), alésages qui, conjointement avec des vis ou des boulons
qui les traversent permettent l'adaptation à la pente du toit.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que les écartements des
alésages (11) pratiqués dans le support (7, 7') ou selon le cas dans la plaque d'assemblage
(10') et dans la plaque de maintien (10) sont différents.

