(19)
(11) EP 0 183 079 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.06.1986  Patentblatt  1986/23

(21) Anmeldenummer: 85113874.3

(22) Anmeldetag:  31.10.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E01C 19/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 13.11.1984 DE 3441382

(71) Anmelder: Deutsche Asphalt GmbH
D-63263 Neu-Isenburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Brüggemann, Horst
    D-6246 Glashütten 2 (DE)

(74) Vertreter: Fehners, Klaus Friedrich, Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. et al
Patentanwälte GEYER & FEHNERS Perhamerstrasse 31
80687 München
80687 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Asphaltmischgut unter Wiederverwendung aufgebrochenen Alt-Asphalts


    (57) Es wird ein Verfahren sowie eine Vorrichtung geschaffen, wobei Alt-Asphalt-Anteil (MA) und Neu-Material (MN) des aufzubereitenden bzw. herzustellenden Asphaltmischgutes (MG) in jeweils unterschiedlich ausgebildeten Trommel-Vorrichtungen (1,2) aufbereitet, d.h. insbesondere erhitzt werden, wobei der Alt-Asphalt-Anteil in einem im Gleichstrom betriebenen Trommelmischer (1) und der Neu- Material-Anteil in einer im Gegenstrom betriebenen Trockentrommel (2) getrennt erhitzt werden und anchließend nach Verlassen der jeweiligen Trommel-Vorrichtungen (1,2) in mindestens einen weiteren nachgeschalteten Mischer (3) geleitet und dort weiterbehandelt werden, wobei in den Mischer (3) gegebenenfalls Frisch-Bitumen (B) und Füller-Material (F) zugegeben und weiterhin die Abgase des Trommelmischers (1) unmittelbar in die Trockentrommel (2) eingeleitet und dort weiter erhitzt und dadurch die darin enthaltenen CHX -und CO-Anteile verbrannt werden.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

    [0002] Bei solchen bekannten Verfahren zur Wiederaufbereitung von Alt-Asphalt ist zu unterscheiden, ob solche Aufbereitungsanlagen mit einer im Gegenstrom betriebenen Trockentrommel bzw. einem im Gleichstrom betriebenen Trommelmischer arbeiten. Im Gegenstrom betriebene Trockentrommeln weisen einen gegenüber dem Gleichstrom-Verfahren günstigeren Wirkungsgrad hinsichtlich des Wärmeaustausches zwischen Flamme und zu erhitzendem Material auf, andererseits ergeben sich aber Schwierigkeiten bezüglich Aufbereitung des aufgebrochenen Alt-Asphalt-Materials.. Hierbei entweichen aus dem Bitumen desselben Kohlenwasserstoffe ( CH ) und durch leichten Schweh-brand entstehen erhebliche Mengen Kohlenmcnoxyd (CO), welche beide trotz umfangreicher Filtervorrichtungen mit dem Abgas ins Freie gelangen und erheblich belästigend auf die Umwelt einwirken. Die gesetzlich vorgeschriebenen Mindest-Mengen der Emissionen werden in der Regel weit überschritten.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens der eingangs genannten Art zu schaffen, welche die vorerwähnten Nachteile vermeiden und insbesondere gewährleisten, daß der Herstellungs- und Wiederaufbereitungs-Prozeß bezüglich Mischungsverhältnis zwischen Alt-und Neu-Anteil des aufzubereitenden Materials und Wärmebilanz sowie Verweildauer des Materials in der Anlage genauestens einstellbar regelbar ist.

    [0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei einem Verfahren der eingangs genannten Art Alt-Asphalt-Anteil und Neu-Material-Anteil des aufzubereitenden bzw. herzustellenden Asphaltmischgutes in jeweils unterschiedlich ausgebildeten Trommel-Vorrichtungen aufbereitet, d.h. insbesondere erhitzt werden, wobei. Alt-Asphalt-Anteil in einem im Gleichstrom betriebenen Trommelmischer und der Neu- Material-Anteil in einer im Gegenstrom betriebenen Trockentrommel getrennt erhitzt werden und anschließend nach Verlassen der jeweiligen Trommel-Vorrichtungen in mindestens einen weiteren nachgeschalteten Mischer geleitet und dort weiterbehandelt werden wobei in den Mischer gegebenenfalls Frisch-Bitumen und Füller-Material zugegeben werden und daß die Abgase des Trommelmischers unmittelbar in die Trockentrommel eingeleitet und dort weiter erhitzt und dadurch die darin enthaltenen CH - und CO-Anteile verbrannt x werden.

    [0005] Dieses erfindungsgemäße Verfahren gewährleistet in erster Linie eine umweltfreundliche Aufbereitung von Asphaltmischgut unter Wiederverwendung aufgebrochenen Alt-Asphalt, nämlich dadurch, daß der gegen extreme Erhitzung empfindliche Alt-Asphalt-Anteil unabhängig von dem Neu-Material-Anteil in einer separaten Trommel- Vorrichtung auf die zumindest zunächst maximal mögliche Temperatur erhitzt wird. Bei diesem Erhitzungsvorgang des Alt-Asphalt wird durch die verhältnismäßig niedrigen Temperaturen der Heizgase Kohlenmonoxyd (CO) frei, welches dann nach Überleitung in den Trommelmischer zusammen mit den dort entstehenden bzw. entstandenen Heizgasen weiter erhitzt und zu Kohlendioxyd (C02) umgewandelt und erst danach an die Umwelt abgegeben wird.

    [0006] Darüber hinaus bedarf das vorstehend beschriebene Verfahren keiner besonderen Förder- und Wurf-Einrichtungen innerhalb der beiden Trommel-Vorrichtungen, vielmehr können allgemein bekannte Förder-Vorrichtungen vorgesehen sein und gebräuchliche Trommel-Vorrichtungen verwendet werden.

    [0007] Erfindungsgemäß werden die Abgase des Trommelmischers über eine, an der den Brenner enthaltenden Stirnwand der Trockentrommel ausgebildete Zuführungs-Vorrichtung in unmittelbarer Nähe der Brennerflamme in den Innenraum der Trockentrommel eingeleitet.

    [0008] Diese Form der Einführung der Abgase in den Innenraum der Trockentrommel gewährleistet, daß ein inniger Kontakt zur Brennerflamme hergestellt und dadurch die Weiterverbrennung der nicht ausgebrannten Abgase aus dem Trommelmischer erfolgt.

    [0009] In weiterer erfindungsgemäßerAusbildung werden die Abgase des Trommelmischers in Abhängigkeit von der jeweiligen Größe bzw. Ausdehnung der Brennerflamme gezielt an diese herangelenkt bzw. an dieser unmittelbar vorbeigeführt. Je nach Hitzebedarf wird die Brennerflamme eingestellt, d.h., die Ausdehnung derselben kann unterschiedlich sein, und zwar bezüglich ihrer Länge wie auch ihrer Ausdehnung (Durchmesser). Es ist deshalb wesentlich, daß die Richtung der austretenden Abgasströme entsprechend der jeweiligen Größe der Brennerflamme in Bezug auf diese ausgerichtet werden.

    [0010] Vorteilhaft sind die Abgase des Trommelmischers in .Form eines mindestens teilweisen Mantelstromes um die Brennerflamme geführt.

    [0011] In erfindungsgemäßer WEiterbildung wird der Alt-Asphalt-Anteil im Trommelmischser vorzugsweise bis auf ca. 170°C und der Neu- Material-Anteil bis auf ca. 180° - 350°C aufgeheizt. Diese Werte stellen annähernd Grenzwerte dar, welche ein umweltfreundliches und wärmebilanzmäßig wirtschaftliches Erhitzen der entsprechenden Materialien gewährleisten.

    [0012] Vorteilhaft ist das Mischungsverhältnis zwischen Alt-Asphalt-Anteil und Neu-Material-Anteil im Asphaltmischgut einstellbar regelbar, wobei vorzugsweise der Alt-Asphalt-Anteil in erheblichem Maße überwiegt. Die vorstehend erläuterten Temperatur-und Mischungsverhältnis-Einstellungen gewährleisten, daß die in dem den beiden Trommel-Vorrichtungen angeschlossenen Mischer durchgeführte innige Vermengung der beiden Asphaltmischgut-Anteile optimal erfolgt, d.h., daß insbesondere der Alt-Asphalt-Anteil noch weiter aufgeschlossen wird.

    [0013] Vorteilhaft wird das in einem bestimmten Mischungsverhältnis aus Alt-Asphalt-Anteil und Neu-Material-Anteil zusammengesetzte Asphaltmischgut in den angeschlossenen Mischer weiterhin beheizt und auf der gewünschten Endtemperatur gehalten. Diese zusätzliche Beheizung gewährleistet,'daß der Aufschlußprozeß des Alt-Asphalt-Anteils nicht behindert bzw. abgebaut wird.

    [0014] Vorzugsweise wird das Asphaltmischgut nach Durchlaufen des ersten Mischers in einen zweiten, angeschlossenen Mischer weiterhin bearbeitet,wodurch eine noch intensivere Verbindung der Material-Anteile erhalten wird..

    [0015] Die Erfindung hat sich weiterhin die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zur Durchführung des eingangs erwähnten Verfahrens zu schaffen, wobei insbesondere herkömmliche Bauteile, insbesondere Trommel-Vorrichtungen, Mischer etc., verwendet werden können.

    [0016] Diese- weitere Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß zwei parallel arbeitende Trommel-Vorrichtungen für die getrennte Aufbereitung, d.h. insbesondere Erhitzung, des Alt-Asphalt-Anteiles und des Neu-Materiales vorgesehen sind, wobei die für die Aufbereitung des Alt-Asphalt-Anteiles vorgesehene Trommelvorrichtung ein im Gleichstrom arbeitender Trommelmischer und die für die Aufbereitung des Neu-Material-Anteiles vorgesehene Trommel-Vorrichtung eine im Gegenstrom arbeitende Trockentrommel ist, daß die Materialabgabestellen der beiden Trommel-Vorrichtungen mit mindestens einem nachgeordneten Mischer und daß Trommelmischer und Trockentrommel über eine Abgasleitung miteinander verbunden sind, welche in Form eines Zuführungskanals an der den Brenner enthaltenden Stirnwand der Trockentrommel endet und welcher über Öffnungen mit dem Innenraum der Trockentrommel verbunden ist.

    [0017] Diese Ausbildung der Vorrichtung erlaubt eine genaue Einstellung der Temperaturen in den beiden getrennten Trommel-Vorrichtungen zur materialgerechten Behandlung der beiden unterschiedlichen Asphaltmischgut-Anteile sowie eine genaue Einstellung des Mischungsverhältnisses vor Eingabe in den angeschlossenen Mischer und eine vollständige Verbrennung der nicht ausgebrannten Abgase aus dem Trommelmischer.

    [0018] In erfindungsgemäßer Ausbildung sind die Öffnungen als Strömungskanäle, insbesondere Düsen ausgebildet.

    [0019] Diese Form der Öffnungen gewährleistet einen gleichmäßig geführten Abgasstrom.

    [0020] Vorteilhaft sind die Strömungskanäle die Brenneröffnung konzentrisch umgebend angeordnet, wobei sie bezüglich ihrer Strahlrichtung und bezogen auf die Flammenrichtung des Brenners verstellbar ausgebildet sind. Hierdurch wird erreicht, daß die Abgas-Strömung jeweils entsprechend dem Durchmesser der Brennerflamme in jweils optimalem Abstand zu derselben geführt werden könne.

    [0021] Vorteilhaft sind sämtliche vorhandenen Strömungskanäle miteinander gekoppelt und synchron-gesteuert. Hierbei sind die Düsen in Abhängigkeit von der Brennerflamme einstellbar. Diese Ausbildung der Strömungskanäle erlaubt eine steuerbar regelbare Einleitung der Abgase und damit eine optimale Verbrennung derselben.

    [0022] Vorteilhaft ist dem ersten Mischer ein zweiter Mischer angeschlossen, welcher entsprechend dem ersten Mischer ausgebildet ist und wobei beide Doppelwellen-Zwangs-und Durchlauf-Mischer sind.Hierdurch wird eine besonders intensive Vermengung der Asphaltmischgut-Anteile gewährleistet.

    [0023] Vorteilhaft sind die Mischer beheizbar ausgebildet, wodurch eine genaue Einstellung des Asphaltmischgutes auf die gewünschte Endtemperatur möglich ist. Weiter enthalten die Mischer Zugabevorrichtungen für Frisch-Bitumen und Füller-Material. Hierdurch können die beiden, aus den vorgeschalteten Trommel-Vorrichtungen herausgeführten Asphaltmischgut-Anteile in ihrem Materialaufbau bezüglich der geforderten Endzusammensetzung des Asphaltmischgutes ergänzt werden.

    [0024] Ein die Erfindung nicht beschränkendes Ausführungsbeispiel ist in den Zeichnungen dargestellt und wird nachstehend beschrieben.

    [0025] Es zeigen:

    Fig. 1 eine Systemskizze einer vollständigen Aufbereitungsanlage,

    Fig. 2 eine Außenansicht der den Brenner enthaltenden Stirnwand der Trockentrommel 2 und

    Fig. 3 einen teilweisen Schnitt gemäß Linie A-A in Fig. 2 durch die Trockentrommel 2.



    [0026] Die für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgeschlagene Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem im Gleichstrom betriebenen Trommelmischer 1, einer im Gegenstrom betriebenen Trockentrommel 2 sowie zwei dem Trommelmischer 1 und der Trockentrommel 2 nachgeordneten Mischern 3 und 4.

    [0027] Das aufzubereitende Asphaltmischgut MG setzte sich hauptsächlich aus einem Alt-Asphalt-Anteil MA und einem Neu-Material-Anteil MN unter Beigabe von Bitumen B und Füller-Material F zusammen.

    [0028] Der Alt-Asphalt-Anteil MA wird von einer Lagervorrichtung 5 über eine Bandwaage 6 abgezogen und in den Trommelmischer 1 eingeleitet, wobei es durch den, vom Brenner 7 aufgeheizten Innneraum des Trommelmischers hindurchgeführt wird. Der Trommelmischer 1 ist in seinem Innern mit herkömmlichen, im Querschnitt 8 angedeuteten Fördervorrichtungen 9 ausgestattet.

    [0029] Der Trommelmischer 1 ist an seinem, dem Brenner 7 gegenüberliegenden Ende mit einer schematisch angedeuteten Abgasleitung 10 versehen und über diese mit der Trockentrommel 2 verbunden. Die besondere Ausbildung der Abgasleitung 10 an der den Brenner 13 enthaltenden Stirnwand der Trockentrommel 2 ist weiter unten beschrieben.

    [0030] In dieser Trockentrommel 2 wird der darin aufzubereitende Neu- Material-Anteil MN über ein Bandwaage 11 von einer Vorratsvorrichtung 12 an der dem Brenner 13 gegenüberliegenden Stirnwand eingebracht und über ebenfalls in einem Querschnitt 14 schematisch angedeuteten Fördervorrichtungen 15 hindurchtransportiert und aufgeheizt.

    [0031] Die Trockentrommel 2 weist an ihrem, dem Brenner 13 gegenüberliegenden Ende eine Abgasleitung 16 auf, welche mit einer Filterentstaubungsanlage 17 verbunden ist. Aus dieser Filterentstaubungsanlage werden die Abgase mittels einer Ventilationsvorrichtung 18 an die Umwelt abgegeben.

    [0032] Die in dem Trommelmischer 1 und der Trockentrommel 2 erhitzten Asphaltmischgut-Anteile MA und M werden von einem ersten Mischer 3 aufgenommen, welcher, wie im Schnitt 19 schematisch dargestellt, als Doppelwellen-Zwangs- und Durchlauf-Mischer ausgebildet ist. Darüber hinaus ist dieser Mischer 3 beheizbar ausgebildet, beispielsweise in Form einer doppelwandigen Wanne, in deren WAndungs-Zwischenraum ein Heizmedium fließen kann.

    [0033] In diesen Mischer 3 werdenwiederum in bestimmten Anteilen Frisch-Bitumen aus einem Bitumen-Vorratsbehälter 20 und Füller-Material F aus einem Füller-Vorratsbehälter 21 abgezogen und beigegeben und miteinander vermengt.

    [0034] Dem Mischer 3 ist ein, diesem baulich entsprechender zweiter Mischer 4 nachgeschaltet.

    [0035] Schließlich wird das vollständig aufbereitete Asphaltmischgut MG aus dem zweiten Mischer 4 abgezogen und in einer Verladevorrichtung 22 bereitgestellt.

    [0036] Die Abgasleitung 10, vom Trommelmischer 1 kommend, endet unmittelbar an der Stirnwand 23 des Trommelmischers 2 und ist als, den Brenner 13 umgebender Zuführungskanal 24 ausgebildet, welcher über konzentrisch um die Brenneröffnung 25 angeordnete Öffnungen 26 mit dem Innenraum der Trockentrommel 2 verbunden ist. In den Öffnungen sind als Düsen ausgebildete schwenkbare Strömungskanäle 28 eingesetzt, welche den aus ihnen heraustretenden Strahl der Abgase in freiwählbaren Richtungen in den Innenraum 27 der Trockentrommel 2 einleiten können. Diese schwenkbaren Düsen 28 werden über Zugstangen 29 und einem Stellring 30 sowie Stellzylindern 31 gesteuert, wobei sämtliche Düsen 28 miteinander über dieses Stellsystem verbunden sind und miteinander gekoppelt synchrongesteuert werden können. Je nach Größe und Ausdehnung der Brennerflamme 32 ist die Winkelstellung der Düsen 28 einstellbar.

    [0037] Durch die vorbeschriebene Ausbildung der Öffnungen 26 in der Stirnwand 23 der Trockentrommel 2 wird ermöglicht, den jeweiligen Strahl der einzelnen Düsen so zu lenken, daß je nach Ausdehnung der Brennerflamme 32 das einzublasende Abgas nicht unmittelbar in die Brennerflamme 32 hineingeblasen, sondern in einem bestimmten Abstand dazu an dieser vorbeigeführt wird. Hierdurch wird insbesondere erreicht, daß immer eine vollständige Verbrennung des Brennstoffes des Brenners innerhalb der Brennerflamme 10 erfolgt und gleichzeitig das eingeführte Abgas optimal ausgebrannt wird.


    Ansprüche

    1.) Verfahren zur Aufbereitung von Asphaltmischgut unter Wiederverwendung aufgebrochenen Alt-Asphalts und Zugabe von Neumaterial unter Verwendung mehrerer brennerbeheizter Trommel-Vorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß Alt-Asphalt-Anteil (MA) und Neu-Material (MN) des aufzubereitenden bzw. herzustellenden Asphaltmischgutes (MG) in jeweils unterschiedlich ausgebildeten Trommel-Vorrichtungen aufbereitet, d.h. insbesondere erhitzt werden, wobei der Alt-Asphalt-Anteil (MA) in einem im Gleichstrom betriebenen Trommelmischer (1) und der Neu- Material-Anteil (MN) in einer im Gegenstrom betriebenen Trockentrommel (2) getrennt erhitzt werden und anschließend nach Verlassen der jeweiligen Trommel-Vorrichtungen (1 bzw. 2) in mindestens einen weiteren nachgeschalteten Mischer (3) geleitet und dort weiterbehandelt werden, wobei in den Mischer (3) gegebenenfalls Frisch-Bitumen und Füller-Material /F) zugegeben werden und daß die Abgase des TrommelMischers (1) unmittelbar in die Trockentrommel(2) eingeleitet und dort weiter erhitzt und dadurch die darin enthaltende CH - ünd CO-Anteile verbrannt werden. x
     
    2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgase des Trommelmischers (1) über eine, an der den Brenner (13 ) enthaltenden Stirnwand ( 23 ) der Trockentrommel (2) ausgebildete Zuführungsvorrichtung in unmittelbarer Nähe der Brennerflamme ( 32 ) in den Innenraum ( 27 ) der Trockentrommel (2) eingeleitet werden.
     
    3.) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgase des Trommelmischers (1) in Abhängigkeit von der jeweiligen Größe bzw. Ausdehnung der Brennerflamme (32 ) gezielt an diese herangelenkt bzw. an dieser unmittelbar vorbeigeführt werden.
     
    4. ) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgase des Trommelmischers (1) in Form eines mindestens teilweisen Mantelstromes um die Brennerflamme (32 ) geführt sind.
     
    5. ) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Alt-Asphalt-Anteil (MA) im Trommelmischer vorzugsweise bis auf ca. 170° C und der Neu-Material-Anteil (MN in der Trockentrommel vorzugsweise bis auf ca.180°- 350° aufgeheizt wird.
     
    6.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischungsverhältnis zwischen Alt-Asphalt-Anteil (MA) und Neu-Material-Anteil (MN) im Asphaltmischgut (MG) einstellbar regelbar ist.
     
    7. ) Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Asphaltmischgut der Alt-Asphalt-Anteil (MA) in erheblichem Maße überwiegt.
     
    8. ) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in einem bestimmten Mischungsverhältnis aus Alt-Aspahlt-Anteil (MA) und Neu-Material-Anteil (MN) zusammengesetzte Asphaltmischgut (MG) in dem angeschlossenen Mischer (3) weiterhin behei z t und auf der gewünschten Endtemperatur gehalten wird.
     
    9.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Asphaltmischgut (MG) in dem Mischer (3) Bitumen (B) und Füller-Material (F) in einem einstellbar regelbaren Mischungsverhältnis beigegeben werden.
     
    10.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Asphaltmischgut (MG) nach Durchlaufen des ersten Mischers (3) vorzugsweise in einen zweiten, angeschlossenen Mischer (4) weiterhin bearbeitet wird.
     
    11.) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel arbeitende Trommel-Vorrichtungen für die getrennte Aufbereitung, d.h. insbesondere Erhitzung, des Alt-Aspahlt-Anteiles (MA) und des Neu-Materiales (MN) vorgesehen sind, wobei die für die Aufbereitung des Alt-Asphalt-Anteiles (MA) vorgesehene Trommel-Vorrichtung ein im Gleichstrom arbeitender Trommelmischer (1) und die für die Aufbereitung des Neu-Material -Anteils (MN) vorgesehene Trommel-Vorrichtung eine im Gegenstrom arbeitende Trockentrommel (2) ist, daß die Materialabgabestellen der beiden Trommel-Vorrichtungen (1 bzw. 2) mit mindestens einem nachgeordneten Mischer (3) verbunden sind und daß Trommelmischer (1) und Trockentrommel (2) über eine Abgasleitung (10) miteinander verbunden sind, welche in Form eines Zuführungskanals (24) an der den Brenner (13) enthaltenden Stirnwand (23) der Trockentrommel (2) endet und welcher über Öffnungen (26) mit dem Innenraum (27) der Trockentrommel (2) verbunden ist.
     
    12.) Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet , daß die Öffnungen (26) als Strömungskanäle (7) ausgebildet sind.
     
    13.) Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle (7) als Düsen ausgebildet sind.
     
    14.) Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle (7) die Brenneröffnung (25) konzentrisch umgebend angeordnet sind.
     
    15.) Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle (7) bezüglich Ihrer Strahlrichtung und bezogen auf die Flammenrichtung des Brenners (13) verstellbar ausgebildet sind.
     
    16.) Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche vorhandene Strömungskanäle (7) miteinander gekoppelt sind.
     
    17.) Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche vorhandene Strömungskanäle (7) synchron- gesteuert sind.
     
    18.) Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle (7) in Abhängigkeit von der Größe der Brennerflamme (2) einstellbar sind.
     
    19.) Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichn e t , daß ein zweiter Mischer (4) an den ersten Mischer (3) angeschlossen ist, welcher entsprechend dem ersten Mischer (3) ausgebildet ist und daß der bzw. die Mischer (3 bzw.4) ein Doppelwellen-Zwangs- und Durchlauf-Mischer ist bzw. sind.
     
    20. ) Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet , daß der bzw. die Mischer (3 bzw. 4) beheizbar ausgebildet ist bzw. sind.
     
    21.) Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Mischer (3 bzw. 4) Zugabevorrichtungen für Frisch-Bitumen und Füller-Material enthält bzw. enthalten.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht