(19)
(11) EP 0 183 317 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.09.1988  Patentblatt  1988/38

(21) Anmeldenummer: 85201912.4

(22) Anmeldetag:  20.11.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E06B 3/64

(54)

Doppelt verglastes, in einem Gewände und Masswerk angeordnetes Kirchenfenster

Church-window with double glazing placed in masonry

Vitrail à vitrage double placé dans un murage


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 27.11.1984 DE 3443132

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.06.1986  Patentblatt  1986/23

(73) Patentinhaber:
  • Kalenborn + Söhne KG
    D-4300 Essen (DE)
  • Glasmalerei Scholl GmbH
    D-4100 Duisburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Kalenborn, Eugen
    D-4300 Essen 1 (DE)
  • Lankermann, Arnold
    D-4100 Duisburg 1 (DE)

(74) Vertreter: Ackmann, Günther 
ACKMANN & MENGES Patentanwälte Postfach 10 01 01
47001 Duisburg
47001 Duisburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
BE-A- 890 535
FR-A- 2 384 940
CH-A- 466 910
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein doppelt verglastes, in einem Gewände und Maßwerk angeordnet es Fenster für Kirchen u. dgl. mit einer Kunstverglasung und einer zusätzlichen Schutzverglasung, wobei mehrere bleigefaßte Kunstglasscheiben bzw. Schutzscheiben übereinander angeordnet und an im Gewände verankerten, horizontal verlaufenden Strebeschienen befestigt sind.

    [0002] Kirchenfenster mit in Bleileisten eingefaßten Kunstglasscheiben sind häufig in einem sogenannten Gewände und Maßwerk aus Naturstein o. dgl. eingesetzt. Sie bestehen in der Regel aus mehreren vertikal übereinander angeordneten Fensterabschnitten, die mit im Seitengewände verankerten Strebeschienen bzw. Strebeeisen zusammengehalten, stabilisiert und fixiert werden. Diese Fensterabschnitte sind mit ihrer äußeren Bleineinfassung an einer nach innen weisenden Glasfalz des Gewändes befestigt und ringsherum durch einen Fugenmörtel o. dgl. eingedichtet bzw. eingeputzt. Um die oft wertvollen Kunstglasfenster vor schädlichen Luftverschmutzungen (Industrieabegase, Autoabgase u. dgl.) zu schützen, ist es bekannt, an der Außenseite ein einteiliges eingerahmtes Glasfenster vorzusetzen, dessen Holz- oder Metallrahmen im Gewände und Maßwerk verankert ist. Wegen der erheblichen Größe von Kirchenfenstern sind solche aus normalem Fensterglas bestehenden Schutzfenster bei Sonneneinstrahlung außerordentlich großen Wärmedehnungen ausgesetzt, die zu einer Verspannung, Auswölbung und Zerstörung des Schutzfensters führen. Außerdem besteht ein Bedürfnis, die wertvollen Kunstglasfenster gegen Steinwürfe o. dgl. zu schützen; die aus Fensterglas bestehenden Schutzscheiben sind hierzu ebenfalls ungeeignet.

    [0003] Weiterhin ist aus der CH-PS-466 910 ein dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechendes Fenster bekannt, dem zur Verhinderung einer Kondenswasserbildung die zusätzliche Schutzverglasung auf der Raumseite zugeordnet worden ist. Bei dieser Ausführung werden die Kunstglasscheiben und Schutzscheiben zusammen von mit Doppelnuten versehenen Profilleisten eingefaßt, welche an horizontalen Stabilisierungsstaben festgeschraubt bzw. an der inneren Glasfalze mit Mörtel eingeputzt sind. In Ermangelung einer Durchlüftung zwischen den Scheiben ist jedoch eine Kondenswasserbildung nach wie vor nicht aus zuschließen. Die die Kunstglasscheiben und Schutzscheiben verbindenden Stabilisierungsstäbe bilden außerdem nachteilige Kältebrücken. Außerdem gibt die raumseitig angeordnete Schutzverglasung keinen Schutz gegen die schädliche Einwirkung verschmutzter Luft. In besonders nachteiliger Weise muß bei einer Nachrüstung des Fensters mit einer Schutzverglasung die gesamte Kunstverglasung zunächst ausgebaut und mit der Schutzverglasung zusammen wieder eingebaut werden.

    [0004] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Fenster der gattungsgemäßen Art mit einer die Kondenswasserbildung verhindernden zusätzlichen äußeren Schutzverglasung nachzurüsten, ohne daß die zu schützende Kunstverglasung ausgebaut werden muß.

    [0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß für die Schutzscheiben eigene Strebeschienen vorgesehen sind, die jeweils mit Abstand außen, parallel vor den der Kunstverglasung zugehörigen Strebeschienen unter Bildung eines über den gesamten Fensterraum durchlaufenden Scheibenzwischenraumes im Gewände verankert sind.

    [0006] Diese Ausbildung hat den Wesentlichen Vorteil, daß das zu schützende eingebaute Kunstglasfenster beim Nachrüsten mit einer Schutzverglasung nicht ausgebaut zu werden braucht.

    [0007] Die die Schutzscheiben tragenden und stabilisierenden Strebeschienen werden von außen angebracht und gestatten eine einfache Montage der Schutzscheiben von außen. Die Aufteilung der Schutzverglasung in kleinere Felder erlaubt bei Wärmeausdehnungen ein ausreichendes Spiel für die vertikale und horizontale Ausdehnung der einzelnen Schutzscheiben. Auch bei sehr großen Wärmeausdehnungen kommt es nicht zu Verspannungen und Auswölbungen oder Zerstörungen der Schutzscheiben. Da zwischen den Strebeschienen der Schutzscheiben und der Kunstglasscheiben keine Verbindung besteht, entstehen auch keine Kältebrücken.

    [0008] Die Anordnung der Schutzverglasung unter Bildung eines Scheibenzwischenraumes hat den weiteren Vorteil, daß mit einfachen Mitteln eine Durchlüftung erzielbar ist, die eine Kondenswasserbildung wirksam verhindert. Hierfür ist der untere Rand der unteren Schutzscheibe mit einem Abstand von etwa 5 - 25 mm über der Sohlbank angeordnet und das Zwischenfutter ist im oberen Bereich des Maßwerkes bei einem Spitzbogen also im Bereich der Spitze, mit einem Ausschnitt versehen, welcher den Scheibenzwischenraum mit dem Gebäudeinnenraum verbindet. Diese Ausbildung erlaubt nicht nur eine Frischluftzufuhr, bei der an der Sohlbank Frischluft in den Scheibenzwischenraum gelangt, dort aufsteigt und am Maßwerk in den Kirchenraum o. dgl. strömt, sondern ermöglicht eine einfache Beheizung dem Kirschenraumes, wenn die im Scheibenzwischenraum befindliche Luft durch Sonneneinstrahl,ung erwärmt wird und nach oben steigt.

    [0009] Um ein einwandfreies Ableiten von eventuell heruntertropfendem Nasser zu ermöglichen, ein Verrotten der Banksohle zu verhindern und den Zutritt von Insekten und anderem Ungeziefer in den Scheibenzwischenraum zu verhindern, ist zweckmäßig auf der Sohlbank eine schräg nach außen geneigte Abtropfleiste befestigt an der ein horizontal zwischen der Kunstglasscheibe und der Schutzscheibe verlaufendes und mit Löchern oder Schlitzen versehenes Schutzgitter o. dgl. angebracht ist.

    [0010] Für eine geeignete Fixierung der Schutzscheiben in den Verbindungsleisten, welche die vorgesehene Wärmeausdehnung erlaubt und welche auch eine einfache Montage und Demontage zuläßt, sind die im Gewände verankerten Strebeschienen mit Gewindebolzen und einer darauf aufsteckbaren und mittels Muttern zu befestigenden Glasleiste versehen.

    [0011] Zur Halterung der unteren Schutzscheibe mit Abstand über der Sohlbank liegt die untere Schutzscheibe zweckmäßig an ihren unteren Ecken im Bereich vertikaler U-Schienen auf je einen elastischen Schaumstoffstück auf. Der dem Maßwerk zugeordnete Rand der oberen Schutzscheibe ragt vorzugsweise ein Stück, d.h. teilweise, in eine U-förmige Bleileiste, die an der nach außen gerichteten Glasfalz befestigt ist.

    [0012] Wegen der günstigen Wärmeausdehnungsmöglichkeit der Schutzscheibe in allen Richtungen der Scheibenfläche kann die Schutscheibe nicht nur aus normalem Fensterglas, sondern auch aus einem schlagfesten Kunststoff, beispielsweise Polycarbonat oder aus Verbundglas, bestehen, so daß der bisher nicht erzielbare Schutz gegen eine mechanische Zerstörung von außen, z. B. durch Steinwürfe, geschaffen wird. In einfacher Weise lassen sich die Spiele in den seitlichen U-Schienen und den U-förmigen Bleileisten an die gegenüber Glas wesentlich größeren Ausdehnungswerte solcher Kunststoffe anpassen.

    [0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, es zeigt:

    Fig. 1 die Ansicht eines doppelt verglasten Kirchenfensters in einem Gewände von der Außenseite,

    Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 in einem Schnitt nach Linie I-I und in einem größeren Maßstab,

    Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 1 in einem Schnitt nach Linie 11-11 und in einem größeren Maßstab,

    Fig. 4 den Gegenstand der Fig. 1 in einem Schnitt nach Linie 111-111 und in einem größeren Maßstab,

    Fig. 5 den Gegenstand der Fig. 1 in einem Schnitt nach Linie IV-IV und in einem größeren Maßstab und

    Fig. 6 den Gegenstand der Fig. 1 in einem Schnitt nach Linie V-V und in einem größeren Maßstab.



    [0014] Das in Fig. 1 dargestellte Kirchenfenster ist in einem Gewände 1 aus Naturstein oder Betonwerkstein angeordnet. Zum Schutze eines inneren Kunstglasfensters ist ein äußeres Schutzfenster vorgesehen. Das Kunstglasfenster besteht aus vier übereinander angeordneten Kunstglasscheiben 3, die jeweils aus einer Vielzahl kleiner und in Bleileisten bzw. -ruten eingefaßter Glasscheiben bestehen. Die vier Kunstglasscheiben 3 sind durch in den Seiten des Gewändes 1 verankerte und horizontal angeordnete Strebeschienen 4 zusammengehalten. Auch das äußere Schutzfenster besteht aus vier übereinander angeordneten Schutzscheiben 2, die durch eigene im Gewände 1 verankerte Strebeschienen 4 verbunden sind. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, sind die Strebeschienen 4 mit ihren Enden in Gewände 1 mit Abstand außen vor den der Kunstverglasung zugehörigen Strebeschienen 4 unter Bildung eines Scheibenzwischenraumes 18 verankert. An ihnen sind drei nach außen weisende Gewindebolzen 6 befestigt, und eine zugehörige Glasleiste 5 besitzt entsprechende Bohrungen zum Aufstecken. Den Gewindebolzen 6 ist je eine Mutter 7 zugeordnet. Wie Fig. 3 zeigt, ist unterhalb der Gewindebolzen 6 an der Strebeschiene 4 eine horizontale U-Schiene 8 befestigt, z. B. festgeklebt, in welche der obere Rand der Schutzscheibe 2 etwa bis zur Hälfte, d.h. teilweise, ragt. Diese U-Schiene 8 begrenzt außerdem den Abstand zwischen der Strebeschiene 4 und der aufgeschraubten Glasleiste 5. Über den Gewindebolzen 5 sind an jeder Strebeschiene 4 und der zugehörigen Glasleiste 5 elastische Dichtungsstreifen 10, z. B. aus getränktem Kunststoff, angebracht. Durch den von der U-Schiene 8 verursachten Abstand zwischen Strebeschiene 4 und Glasleiste 5 ist sichergestellt, daß auch die eingefaßte obere Schutzscheibe 2 sich bei Wärmeausdehnung vertikal verschieben kann, jedoch eine Abdichtung zum Scheibenzwischenraum 18 erhalten wird. Zwischen den Schutzscheiben 2 ist ein ausreichender Abstand für eine vertikale Wärmeausdehnung vorhanden. Hierfür stützt sich jeweils die einer Strebeschiene 4 zugehörige obere Schutzscheibe 2 unter Zwischenlage eines elastischen Schaumstoffstückes oder einer elastischen Masse 9 auf den Gewindebolzen 6 ab, während das obere Ende der darunter befindlichen Schutzscheibe 2 in der horizontalen U-Schiene 8 ein Spiel von einigen Millimetern hat, um die vertikale Ausdehnung der Schutzscheibe 2 spannungsfrei aufzunehmen.

    [0015] Zur Aufnahme der horizontalen Wärmeausdehnung der Schutzscheibe 2 sind deren vertikale Seitenränder 11 jeweils in einer vertikalen U-Schiene 12 mit einem entsprechenden Spiel geführt. Zur Halterung und Befestigung ist das Gewände 1 mit einem Zwischenfutter 13 versehen, das eine äußere Glasfalz 14 für die Schutzscheiben 2 und eine innere Glssfalz 24 für die Kunstgalsscheiben 3 bildet. Die seitlichen U-schienen Erstrecken sich von der Sohlbank 17 bis zum Ansatz des Maßwerkbogens und liegen gegen die äußere Glasfalz 14 an. Sie haben eine Falztiefe von etwa 10 - 20 mm. Die Breite der Schutzscheiben 2 ist derart bemessen, daß sie bei einer normalen Außentemperatur von etwa 20°C teilweise, vorzugsweise etwa bis zur halben Falztiefe, in die U-Schienen 8, 12 hineinraten. Im oberen Bereich des spitzbogenförmigen Kirchenfensters ist eine Anpassung der Randeinfassung an die Bogenformen erforderlich. Hierfür wird anstelle der formsteifen U-Schienen 12 eine leicht verformbare U-förmige Bleileiste 15 verwendet, die im übrigen die bleiche Funktion wie die seitlichen U-Schienen 12 hat. In Fig. 5 ist eine übliche, im Qerschnitt H-förmige Bleileiste 15 vorgesehen, bei der die beiden Innenschenkel die Falz zur Aufnahme des Scheibenrande bilden, während die beiden Außenschenkel an ihren Enden etwas eingebogen sind, so daß sich bei einer extrem großen Wärmeausdehnung diese Außenschenkel noch verformen können und Spannungen in der Schutzscheibe 2 verringern. Die seitlichen U-Schienen 12 und die Bleileiste 15 sind mit einen Mörtel 22 am Gewände 1 festgelegt und eingedichtet.

    [0016] Wie Fig. 4 zeigt, endet der untere Rand der unteren Schutzscheibe 2 etwa 5 - 25 mm über der Sohlbank 17. Hierfür stützt sich diese Schutzscheibe 2 an ihren unteren Ecken im Bereich der U-Schienen 12 auf elastische Schaumstoffstücke o. dgl. (nicht dargestellt) auf. Dieser Abstand erlaubt das Einströmen von Frischluft in den Scheibenzwischenraum 18. Damit die Frischluft, die bei Sonneneinstrahlung auch erwärmt wird, in den Kirchenraum einströmen kann, ist das Zwischenfutter 13 im oberen Bereich des Maßwerks mit einem Ausschnitt 16 versehen (vgl. Fig. 1 und 6). Bei ausreichender Sonneneinstrahlung kann die erwärmte Frischluft zu einer bedeutenden Beheizung des Kirchenraumes beitragen.

    [0017] Die Durchlüftung des Scheibenzwischenraumes 18 verhindert in der Regel die Bildung von Kondenswasser; sollte bei extremen Verhältnissen dennoch Kondenswasser entstehen, tropft dieses nach unten und wird nach außen abgeleitet. Hierfür ist auf der Sohlbank 17 eine schräg nach außen genegite Abtropfleiste 19 angebracht. Der Eintritt von Insekten und anderem Ungeziefer in den Scheibenzwischenraum 19 läßt sich durch die Anordnung eines mit Löchern oder Schlitzen 21 versehenen Schutzgitters verhindern, das auch angeformter Bestandteil der Abtropfleiste 19 sein kann.

    [0018] Die vorstehend beschriebenen Schutzscheiben 2 können aus normalem Fensterglas oder vorzugsweise aus transparentem, schlagfestem Kunststoff, z. B. Polycarbonat, Acrylharz o. dgl. oder aus Verbundglas bestehen.

    [0019] Die auf der Innenseite des Kirchenfensters angebrachten Kunstglasscheiben 3 sind in üblicher Weise in Strebschienen 4 gehalten, wobei hier jedoch die üblichen, im Querschnitt H-förmigen oder U-förmigen Bleileisten 23 Verwendung finden und eingespannt werden. Die Seiteneinfassung mit einer üblichen H-förmigen Bleileiste 2 (vgl. Fig. 2 bis 6) liegt gegen die von dem Zwischenfutter 13 gebildeten inneren Glasfalz 24 an. In eine Bleileiste 27 eingefaßt ist auch der untere Hand der unteren Kunstglasscheibe 3, wobei diese Bleileiste 23 gegen eine nach innen weisende Glasfalz der Sohlbank 17 anliegt. Die vier Kunstglasscheiben 3 sind umlaufend am Gewände 1, Maßwerk und der Sohlbank 17 mit Mörtel 22 festgelegt und eingedichtet. Die Schutzverglasung kann unmittelbar einer neuen Kunstverglasung zugeordnet werden, in beonders vorteilhafter Weise aber zum Schutze wertvoller alter Kunstglasscheiben nachträglich eingebaut werden.


    Ansprüche

    1. Doppelt verglastes, in einem Gewände und Maßwerk angeordnetes Fenster für Kirchen u. dgl. mit einer Kunstverglasung (3) und einer zusätzlichen Schutzverglasung (2), wobei mehrere bleigefaßte Kunstglasscheiben bzw. Schutzscheiben übereinander angeordnet und an im Gewände verankerten, horizontal verlaufenden Strebeschienen (4) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß für die Schutzscheiben (2) eigene Strebeschienen (4) vorgesehen sind, die jeweils mit Abstand außen, parallel vor den der Kunstverglasung zugehörigen Strebeschienen (4) unter Bildung eines über den gesamten Fensterraum durchlaufenden Scheibenzwischenraumes (18) im Gewände (1) verankert sind.
     
    2. Doppelt verglastes Fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Rand der unteren Schutzscheibe (2) mit einem Abstand von etwa 5 - 25 mm über der Sohlbank (17) endet und das Zwischenfutter (13) im oberen Bereich des Maßwerks mit einem Ausschnitt (16) versehen ist, welcher den Scheibenzwischenraum (18) mit dem Gebäudeinnenraum verbindet.
     
    3. Doppelt verglastes Fenster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Sohlbank (17) eine schräg nach außen geneigte Abtropfleiste (19) befestigt ist, an der ein horizontal zwischen der Kunstglasscheibe (3) und der Schutzscheibe (2) verlaufendes und mit Löchern oder Schlitzen (21) versehenes Schutzgitter (20) angebracht ist.
     
    4. Doppelt verglastes Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die im Gewände (1) verankerten Strebeschienen (4) mit Gewindebolzen (6) und einer darauf aufsteckbaren Glasleiste (5) versehen sind.
     
    5. Doppelt verglastes Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Schutzscheibe (2) an ihren unteren Ecken im Bereich vertikaler U-Schienen (12) auf je einem elastischen Schaumstoffstück aufliegen.
     
    6. Doppelt verglastes Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Maßwerk zugeordnete Rand der oberen Schutzscheibe (2) teilweise in eine U-förmige Bleileiste (15) ragt, die an der nach außen gerichteten Glasfalz (14) befestigt ist.
     
    7. Doppelt verglastes Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzscheibe (2) aus einem schlagfesten Kunststoff oder Verbundglas besteht.
     


    Claims

    1. A double glazed window for churches or the like which is disposed in a jamb and tracery and which has decorative glazing (3) and an additional protective glazing (2), a number of lead-framed decorative glass panes and protective panes being disposed one above another and secured to horizontal bracing bars (4) which are anchored in the tracery, characterised in that independent bracing bars (4) are provided for the protective panes (2) and are anchored in the tracery (1) in spaced-apart decorative relationship on the outside and parallel to and before the bracing bars (4) associated with the decorative glazing, to bound a between-panes gap (18) which extends over the entire window space.
     
    2. A window according to claim 1, characterised in that the bottom edge of the bottom protective pane (2) terminates at a distance of from approximately 5 - 25 mm above the window sill (17) and the intermediate lining (13) in the top part of the tracery is formed with a recess (16) via which the between-panes gap (15) communicates with the inside of the buildig.
     
    3. A window according to claim 2, characterised in that a draining strip (19) inclined externally outwards is secured to the sill (17) and a protective lattice (20) which extends horizontally between the decorative glass pane (3) and the protective pane (4) and which is formed with apertures or slots (21) is disposed on the strip (19).
     
    4. A window according to any of claims 1 - 3, characterised in that the bracing bars (4) anchored in the masonry (1) have screw threaded pins (6) and, engageable thereon, a glass strip (5).
     
    5. A window according to any of claims 1 - 4, characterised in that each bottom protective pane (2) bears at its bottom corners near vertical channel-section bars (12) on a resilient foamed member.
     
    6. A window according to any of claims 1 - 5, characterised in that that edge of the top protective pane (2) which is associated with the tracers extends to some extent into a channel-section lead strip (15) secured to the outwardly directed glass rebate (14).
     
    7. A window according to any of claims 1 - 6, characterised in that the protective pane (2) is made of an impact-resistant plastics or composite glass.
     


    Revendications

    1. Fenêtre a double vitrage, disposée dans un jambage et un ouvrage de maçonnerie, pour des églises et analogues, comportant un vitrage décoratif (3) et un vitrage de protection supplémentaire (2), et dans lequel plusieurs vitres en verre décoratif et vitres de protection, munies d'un encadrement en plomb, sont superposées et sont fixées a des barres de renfort horizontales (4), ancrées dans le jambage, caractérisée par le fait que pour les vitres de protection (2) il est prévu des barres de renfort particulières (4) qui sont ancrées dans le jambage (1), en étant parallèles, et dans une position écartée en avant des barres de renfort (4) associées au vitrage décoratif, en formant entre les vitres, un espace intercalaire (18) s'étendant sur toute la largeur du vitrail.
     
    2. Fenêtre à double vitrage suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que le bord inférieur de la vitre de protection inférieure (2) se termine a une distance d'environ 5 - 25 mm au-dessus de l'appui de fenêtre (17) et que le châssis intermédiaire (13) comporte, au niveau de la partie supérieure de l'ouvrage de maçonnerie, un évidement (16) qui relie l'espace intercalaire (18) si tué entre les vitres à l'espace intérieur du bâtiment.
     
    3. Fenêtre à double vitrage selon la revendication 2, caractérisée en ce que sur l'appui de fenêtre (17) se trouve fixée une barrette d'égouttage (19) s'étendant obliquement vers l'extérieur et sur laquelle est montée une grille de protection (20) qui s'étend entre la vitre décorative (3) et la vitre de protection (2) et comporte des trous ou des fentes (21 ).
     
    4. Fenêtre à double vitrage suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par le fait que les barres de renfort (4), ancrées dans le jambage (1) comporte des broches filetées (6) et une baguette en verre (5) pouvant être emmanchée sur ces broches filetées.
     
    5. Fenêtre à double vitrage suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que la vitre de protection inférieure (2) est en appui, au niveau de ses angles inférieurs, au voisinage de rails verticaux en U (12), sur des éléments élastiques respectifs en matériau mousse.
     
    6. Fenêtre à double vitrage suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisée par le fait que le bord, associé à l'ouvrage de maçonnerie, de la vitre de protection supérieure (2) s'engage partiellement dans une réglette en plomb (15) en forme de U, qui est fixée sur la rainure (14) d'insertion du verre, tournée vers l'extérieur.
     
    7. Fenêtre à double vitrage suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisée par le fait que la vitre de protection (2) est réalisée en une matière plastique ou un verre composite, résistant aux chocs.
     




    Zeichnung