(19)
(11) EP 0 184 026 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
22.05.1991  Patentblatt  1991/21

(21) Anmeldenummer: 85114301.6

(22) Anmeldetag:  09.11.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5H01H 71/50, H01H 71/04

(54)

Motorschutzschalter

Protective switch for a motor

Interrupteur de protection pour moteur


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 06.12.1984 CH 5796/84

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.06.1986  Patentblatt  1986/24

(73) Patentinhaber: Sprecher + Schuh AG
CH-5001 Aarau (CH)

(72) Erfinder:
  • Hilfiker, Peter
    CH-5033 Buchs (CH)

(74) Vertreter: Morva, Tibor 
Morva Patentdienste Hintere Vorstadt 34 Postfach
5001 Aarau
5001 Aarau (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 110 010
US-A- 3 416 108
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Motorschutzschalter nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Aus der EP-A1-0110010 ist ein Motorschutzschalter der eingangs erwähnten Art bekannt. Bei diesem Motorschutzschalter tritt die äusserlich erkennbare TRIP-Stellung nach jeder Kurzschluss- oder Ueberstromauslösung auf. Bei TRIP-Stellung des Betätigungsorgans ohne weitere äussere Anzeige ergibt sich, dass es sich um eine Ueberstromauslösung handelt. Ist nun aber eine Kurzschlussauslösung die Ursache der TRIP-Stellung des Betätigungsorgans, dann ist auch eine äussere zusätzliche Anzeige sichtbar. So kann man bei diesem Motorschutzschalter von aussen einwandfrei erkennen, ob eine Ueberstrom- oder eine Kurzschlussauslösung stattgefunden hat. Die Wiedereinschaltoperation erfolgt, indem man das Betätigungsorgan aus der TRIP-Stellung in die AUS-Stellung bringt, wonach wieder eingeschaltet werden kann. Bei gewissen Betriebsverhältnissen ist es erwünscht, die TRIP-Stellung aufzuheben, so dass nach jeder Auslösung direkt die AUS-Stellung erreicht werden kann. Bei dem erwähnten Motorschutzschalter kann die TRIP-Stellung nicht aufgehoben werden.

    [0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen wirtschaftlich vorteilhaften Motorschutzschalter der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei welchem die TRIP-Stellung einfach aufgehoben oder eingeschaltet werden kann.

    [0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Motorschutzschalter gemäss Anspruch 1 vorgeschlagen. In der ersten Stellung der Rückzugsvorrichtung ist die TRIP-Stellung eingeschaltet. Nach jeder Auslösung gelangt dabei der Motorschutzschalter in die TRIP-Stellung. Von da aus muss zuerst manuell die AUS-Stellung erreicht werden, bevor man den Motorschutzschalter wieder einschalten kann. In der zweiten Stellung der Rückzugsvorrichtung schaltet der Motorschutzschalter nach jeder Auslösung aus, ohne die TRIP-Stellung einzunehmen. Aus der AUS-Stellung kann der Motorschutzschalter ohne Zeitverlust wieder eingeschaltet werden.

    [0005] Vorteilhafterweise ist eine durch das Betätigungsorgan waagebalkenartig auf die eine oder andere Seite, in die EIN- oder in die AUS-Stellung schwenkbare mit dem Gestänge wirkverbundene Wippe vorgesehen, wobei die Rückzugsvorrichtung an dieser Wippe angreift. Durch diese Anordnung kann eine wirtschaftlich besonders vorteilhafte und einfache Lösung erzielt werden.

    [0006] Die Rückzugsvorrichtung kann aus einer einerends an der Wippe angekoppelten Rückholfeder bestehen, deren andere Befestigungsstelle am Gehäuse von aussen aus der ersten in die zweite Stellung verstellbar ist, wobei der Ankoppelpunkt der Rückholfeder in der zweiten Stellung ausserhalb oder an der Grenze des Bereiches liegt, den die Enden der Wippenarme beim Schalten von der EIN- in die AUS-, bzw. von der AUS- in die EIN-Stellung überstreichen. Gegenüber dem in der EP-A1-0110010 beschriebenen Motorschutzschalter wird hier nur die am Gehäuse liegende Befestigungsstelle des Rückholfeders verschiebbar ausgeführt, wodurch eine wirtschaftlich vorteilhafte Lösung der gestellten Aufgabe erreichbar ist.

    [0007] Die Rückzugsvorrichtung ist vorteilhafterweise aus einer Schenkelfeder mit zwei federnden Schenkeln und aus einem zwischen den Schenkeln liegenden und an einem dieser Schenkel bei Bewegung des Betätigungsorgans anstossenden Zapfen gebildet, wobei die Ruhelage des Zapfens zwischen den vorgespannten Schenkeln von aussen einstellbar ist und entweder der TRIP-Stellung oder der AUS-Stellung des Motorschutzschalters entspricht.

    [0008] Die Schenkelfeder kann an die Schwenkachse der Wippe gelegt und der Zapfen an der Wippe ausserhalb der Schwenkachse angebracht sein, wobei der eine Schenkel der Schenkelfeder durch den Zapfen wegstossbar und der andere Schenkel an einem von aussen veränderbaren am Gehäuse abgestützten Anschlag ansteht.

    [0009] Die Schenkelfeder kann aber auch an der Wippe mit von der Schwenkachse im wesentlichen radial weggerichteten Schenkeln ausserhalb der Schwenkachse angeordnet und der Zapfen am Gehäuse von aussen veränderbar angebracht sein, wobei in der Ruhelage des Zapfens zwischen den vorsgespannten Schenkeln der Schenkelfelder die beiden Schenkel an den an der Wippe angeformten Anschlägen durch den Zapfen wegstossbar anstehen.

    [0010] Die Erfindung wird nachstehend anhand der rein schematischen Zeichnungen beispielsweise besprochen. Es zeigen als Schemata:
    Fig. 1
    einen erfindungsgemäss bevorzugten Motorschutzschalter in der AUS-Stellung mit aufgehobener TRIP-Stellung,
    Fig. 2
    diesen Motorschutzschalter in der EIN-Stellung,
    Fig. 3
    diesen Motorschutzschalter in seiner durch den Ueberstromauslöser aus gelösten TRIP-Stellung mit eingeschalteter TRIP-Stellung,
    Fig. 4
    diesen Motorschutzschalter in seiner durch den Kurzschlussauslöser ausgelösten TRIP-Stellung,
    Fig. 5, 6, 7, 8
    eine Rückzugsvorrichtung mit einer um die Schwenkachse der Wippe gelegten Schenkelfeder in verschiedenen Stellungen, und
    Fig. 9, 10, 11, 12
    eine Rückzugsvorrichtung mit einer an der Wippe angebrachten Schenkelfeder in verschiedenen Stellungen.


    [0011] Das Gehäuse des Motorschutzschalters ist durch einseitig schraffierte Dreiecke als Stützpunkte und durch aussen beidseitig schraffierte Parallelen als Schiebeführungen des Gehäuses dargestellt. Kreise zeigen Gelenke an.

    [0012] Der dargestellte Motorschutzschalter besitzt ein mit Zuleitungen verbindbares Festkontaktpaar 1 und ein diesem gegenüber bewegliches Kontaktpaar 2.

    [0013] Zur normalen Betätigung, d.h. zum Ein- und Ausschalten ist als aussen sichtbares Betätigungsorgan ein Schaltknopfpaar mit einem Einschaltknopf 3 und einem Ausschaltknopf 4 vorgesehen, welche auf ein Gestänge 5 einwirken.

    [0014] Die durch die Schaltknöpfe 3, 4 bedienbare Wippe 10 ist bei 100 am Gehäuse gelagert und wird durch ihre Rückholfeder 11 in ihre Mittelstellung (entsprechend ihrer TRIP-Stellung in den Fig. 3 und 4) gedrängt. In den Figuren 1 und 2 ist die TRIP-Stellung aufgehoben. Die gehäuseseitige Befestigungsstelle ist da nach links verschoben. Die Rückholfeder 11 in der eingeschalteten TRIP-Stellung ist in diesen Figuren gestrichelt dargestellt. Die Wippe 10 steht über den Stössel 23 und die daran festsitzende Schiebeführung 22 mit dem Kniegelenk 15 der Kniegelenklaschen 12 in Wirkverbindung.

    [0015] Die Lasche 13 der Kniegelenklaschen 12 ist über das Endgelenk 16 mit dem winkeligen Kontaktbetätigungshebel 18 verbunden. Der Kontaktbetätigungshebel 18 ist dabei am Gehäuselager 17 schwenkbar gelagert und wird von der Feder 180 an den Anschlag 181 in die Trennstellung der Kontakte 1, 2 (Fig. 1, 3 und 4) gezogen.

    [0016] Die Lasche 14 der Kniegelenklasche 12 ist über das Gelenk 19 mit dem Klinkenhebel 21 verbunden. Dieser Klinkenhebel 21 ist um das Lager 20 schwenkbar am Gehäuse gelagert und wird in der eingeklinkten Stellung (Fig. 1 und 2) von der Klinke 6 entgegen der Feder 210 am oder nahe am Anschlag 211 gehalten. Als Ueberstromauslösung 7 ist ein Bimetallelement angedeutet, welches über einen Stössel 70 die Klinke 6 auslösend betätigen kann, ohne dass dabei das Auslösegestänge 81 des Kurzschlussauslösers 8 bewegt würde.

    [0017] Der Kurzschlussauslöser 8 ist eine mit dem Relais-Symbol angegebene Elektromagnetvorrichtung, deren Anker das Auslösegestänge 81 betätigt, wenn ein Kurzschlussstrom fliesst. Das Auslösegestänge 81 kann dabei die Klinke 6 auslösen, ohne den Stössel 70 des Ueberstromauslösers 7 zu bewegen.

    [0018] Der Motorschutzschalter kann durch Druck auf den EIN-Knopf 3 aus der AUS-Stellung (Fig. 1) in die EIN-Stellung (Fig. 2) eingeschaltet werden, wobei sein Gestänge 5 aus der in Fig. 1 gezeigten AUS-Stellung in die in Fig. 2 gezeigte EIN-Stellung übergeht. Dabei wird die Wippe 10 im Uhrzeigersinn gekippt und die Kniegelenklaschen 12 aus ihrer AUS-Knickstellung über die nicht gezeichnete Strecklage in ihre EIN-Knickstellung verbracht, in der sie verbleiben. Hierbei wird nur der Kontaktbetätigungshebel 18 samt Kontakten 2 bewegt, weil die Kniegelenklaschen 12 mit dem Kniegelenk 15 in der Schiebeführung 22 und mit dem Endgelenk 19 am (zwischen Anschlag 211 und Klinke 6) unbeweglich gehaltenen Klinkenhebel 21 angelenkt sind.

    [0019] Umgekehrt erfolgt das Ausschalten durch Druck auf den AUS-Knopf 4, wobei ausgehend von der EIN-Stellung der Fig. 2 in die AUS-Stellung der Fig. 1 gelangt wird.

    [0020] Wenn sich nun der Motorschutzschalter in der EIN-Stellung der Fig. 2 befindet, kann er durch Auslösung in eine der beiden in Fig. 3 und 4 dargestellten TRIP-Stellungen gelangen, sofern die TRIP-Stellung eingeschaltet ist.

    [0021] Ueberstromauslösung (Fig. 3): Ein Ueberstrom erwärmt den Ueberstromauslöser 7, der über seinen Stössel 70 die Klinke 6 entgegen der Feder 60 ausklinkt. Nach Abkühlen des Ueberstromauslösers 7 (sein Stromkreis wird beim Ausklinken unterbrochen) kehrt die Klinke 6, von der Feder 60 gezogen, in die Ruhestellung zurück. Die TRIP-Stellung der Schaltknöpfe 3,4 zeigt Auslösung an. Dadurch kann der ausgeklinkte Klinkenhebel 21 von der Feder 210 aus der in Fig. 2 gezeigten Raststellung in die in Fig. 3 gezeigte Auslösestellung gelangen. Dadurch wird das Endgelenk 19 nach rechts bewegt und die Rückholfeder 11 kann die Wippe 10 über den Stössel 23 in die TRIP-Stellung ziehen. Das Kniegelenk 12 ist ja nicht mehr durch das Endgelenk 19 gestützt. Die Feder 180 kann dabei den Kontaktbetätigungshebel 18 samt Kontakten 2 in die AUS-Stellung ziehen. Dem Kontaktbetätigungshebel 18 fehlt ja nun die Stütze am Endgelenk 16.

    [0022] Rückstellen in Einschaltbereitschaft: Durch Betätigung des AUS-Knopfes kann die AUS-Stellung des ganzen Gestänges wiederhergestellt werden, wobei der Klinkenhebel 21 über das Gelenk 19 von den Kniegelenklaschen 12 wieder in Einklinkstellung gezogen wird. Der Kontaktbetätigungshebel 18 liegt am Anschlag 181 an, so dass das Endgelenk 16 nicht nach rechts ziehbar ist. Also bewirkt das Anheben des Kniegelenkes 15 durch die Schiebeführung 22 einen Zug an der Lasche 14, den er über das Endgelenk 19 auf den Klinkenhebel 21 überträgt. Der Motorschutzschalter ist einschaltbereit.

    [0023] Kurzschlussauslösung (Fig. 4): Erfolgt ein Kurzschluss, so wird der Kurzschlussauslöser 8 aktiviert, was eine Bewegung des Klinkenbetätigungsgestänges 81 und das Ausklinken der Klinke 6 bewirkt. Es folgt der bereits vorstehend beschriebene Vorgang. Die Einschaltbereitschaftsstellung entspricht der AUS-Stellung der Fig. 1.

    [0024] Die in den Figuren 1 bis 4 schematisch dargestellte Rückzugsvorrichtung besteht aus einer einerends an der Wippe 10 befestigten Rückholfeder 11. Das andere Ende der Rückholfeder 11 ist am Gehäuse an einem aus der ersten Stellung I in die zweite Stellung II verstellbaren Schieber 9 befestigt. In der ersten Stellung I (Fig. 3, 4) ist die TRIP-Stellung eingeschaltet und in der zweiten Stellung II (Fig. 1, 2) ist sie aufgehoben. Wenn die TRIP-Stellung aufgehoben ist, liegt der Ankoppelpunkt 114, 119 der Rückholfeder 11 ausserhalb oder an der Grenze des Bereiches, den die Enden der Wippenarme 10 beim Schalten von der EIN- in die AUS-, bzw. von der AUS- in die EIN-Stellung überstreichen.

    [0025] Die Figuren 5, 6, 7 und 8 zeigen eine weitere Ausführungsvariante der Rückzugsvorrichtung. In diesen Figuren ist jeweils nur die Wippe 10 mit der Rückzugsvorrichtung dargestellt und neben der entsprechenden Gesamtanordnung des Motorschutzrelais nach Figuren 1, 2, 3 und 4 gezeichnet. Diese Rückzugsvorrichtung ist aus einer Schenkelfeder 110 mit zwei federnden Schenkeln und aus einem zwischen den Schenkeln liegenden Zapfen 114 gebildet. Die Schenkelfeder 110 ist an die Schwenkachse 100 der Wippe 10 gelegt. Der Zapfen 114 ist an der Wippe 10 ausserhalb der Schwenkachse 100 an einem Nebenarm angebracht. Ein Anschlag 113 ist an einem am Gehäuse im Schwenklager 115 gelagerten Hebel 116 angebracht. Der Anschlag 113 liegt in der ersten in den Figuren 7 und 8 dargestellten Stellung I zwischen den entspannten Schenkeln der Schenkelfeder 110 mit dem Zapfen 114 in der TRIP-Stellung. Der Zapfen 114 und somit auch die Wippe 10 werden in der TRIP-Stellung federnd zurückgehalten. Bei Erstellung der Einschaltbereitschaft muss der Motorschutzschalter durch Drücken des Ausschaltknopfes 4 und Schwenken der Wippe 10 im Gegenuhrzeigersinn in die AUS-Stellung gebracht werden. Dies kann erfolgen, indem der an der Wippe 10 angebrachte Zapfen 114 den linken Schenkel der Schenkelfeder 114 in Fig. 7 und 8 vom Anschlag 113 weg nach links drückt. Die weiteren Vorgänge im Motorschutzrelais sind weiter oben beschrieben.

    [0026] Wenn der Anschlag 113 durch Schwenken des Hebels 116 in die zweite in den Figuren 5 und 6 mit ausgezogener Linie dargestellte Stellung II gebracht wird, werden die entspannten Schenkel der Schenkelfeder 110 den Zapfen und den Anschlag in der AUS-Stellung der Wippe 10 umschliessen. In dieser zweiten Stellung II ist die TRIP-Stellung aufgehoben.

    [0027] Die Figuren 9, 10, 11 und 12 zeigen eine weitere Variante der Rückzugsvorrichtung, wobei in diesen Figuren auch nur die Wippe 10 und die Rückzugsvorrichtung dargestellt sind. Die übrigen Teile des Motorschutzschalters sind identisch mit den in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Teilen. Bei dieser Anordnung sind die Schenkel der U-förmigen Schenkelfeder 111 an der Wippe 10 mit von der Schwenkachse 100 im wesentlichen radial weg gerichteten Schenkeln ausserhalb der Schwenkachse der Wippe 10 angeordnet. Die Schenkelfeder 111 kann eine nur U-förmig gebogene Feder oder eine am U-Boden mindestens eine Windung aufweisende Schraubenfeder mit zwei Schenkeln sein. Die Schenkel der Feder 111 stehen in ihrer vorgespannten Stellung an den an der Wippe 10 angeformten unverschiebbaren Anschlägen 117, 118 an. Der zwischen den Schenkeln der Schenkelfeder 111 liegende Zapfen 119 ist am Gehäuse aus der ersten Stellung I (Fig. 11, 12) in die zweite Stellung II verschiebbar (Fig. 9, 10) befestigt. In der ersten in den Fig. 11 und 12 dargestellten Stellung I liegt der Zapfen 119 zwischen den vorgespannten Schenkeln der Schenkelfeder 111, wobei die Wippe 10 in dieser TRIP-Stellung federnd zurückgehalten wird. Bei der Erstellung der Einschaltbereitschaft wird zuerst der Ausschaltknopf 4 hinuntergedrückt und die Wippe 10 im Gegenuhrzeigersinn geschwenkt. Bei dieser Bewegung wird der rechte Schenkel des Schenkelfeders 111 vom Anschlag 118 abgehoben und die Schenkelfeder 111 gespreizt. Die weiteren Vorgänge im Motorschutzschalter sind weiter oben bereits beschrieben.

    [0028] Die TRIP-Stellung kann auch bei dieser Rückzugsvorrichtung aufgehoben werden, indem man den Zapfen 119 aus der ersten Stellung I (Fig. 11, 12) nach links in die zweite Stellung II (Fig. 9, 10) schiebt. In den Figuren 11 und 12 ist diese Stellung II gestrichelt gezeichnet. In der Stellung II liegt der Zapfen 119 zwischen den entspannten Schenkeln der Schenkelfeder 111 in der in Fig. 9 gezeigten AUS-Stellung der Wippe 10. Somit ist die TRIP-Stellung aufgehoben.


    Ansprüche

    1. Motorschutzschalter mit einem Gehäuse, mit mindestens einem beweglichen Kontaktstück (2), das relativ zu wenigstens einem Festkontaktstück (1) durch manuelle Betätigung eines Betätigungsorgans (3, 4) über ein Gestänge gegen Federkraft in eine EIN-Stellung und zurück in eine AUS-Stellung bewegbar ist, wobei das Gestänge durch eine Klinke (6) in der EIN-Stellung so gehaltert ist, dass es sowohl durch einen Ueberstromauslöser (7) als auch durch einen Kurzschlussauslöser (8) auslösbar ist, und wobei für das Betätigungsorgan (3, 4) eine Rückzugsvorrichtung vorgesehen ist, die nach einer Ueberstrom- oder Kurzschlussauslösung das Betätigungsorgan (3, 4) in einer zwischen der EIN- und der AUS-Stellung liegenden TRIP-Stellung mittels Federn zurückhält, dadurch gekennzeichnet, dass die für das Betätigungsorgan (3, 4) vorgesehene Rückzugsvorrichtung zwei von aussen einstellbare Stellungen (I, II) aufweist, wobei die Rückzugsvorrichtung in der ersten Stellung (I) das Betätigungsorgan (3, 4) nach einer Ueberstrom- oder Kurzschlussauslösung in der TRIP-Stellung mittels Federn zurückhält und in der zweiten Stellung (II) die direkte Bewegung des Betätigungsorgans (3, 4) nach einer Ueberstrom-oder Kurzschlussauslösung aus der EIN- in die AUS-Stellung zulässt.
     
    2. Motorschutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch das Betätigunsorgan (3, 4) waagebalkenartig auf die eine oder andere Seite, in die EIN- oder in die AUS-Stellung schwenkbare mit dem Gestänge (5) wirkverbundene Wippe (10) vorgesehen ist und dass die Rückzugsvorrichtung an dieser Wippe (10) angreift.
     
    3. Motorschutzschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückzugsvorrichtung aus einer einerends an der Wippe (10) angekoppelten Rückholfeder (11) besteht, deren andere Befestigungsstelle (9) am Gehäuse von aussen aus der ersten (I) in die zweite Stellung (II) verstellbar angebracht ist, wobei der Ankoppelpunkt (114, 119) der Rückholfeder (11) in der zweiten Stellung (II) ausserhalb oder an der Grenze des Bereiches liegt, den die Enden der Wippenarme beim Schalten von der EIN-in die AUS-, bzw. von der AUS- in die EIN-Stellung überstreichen.
     
    4. Motorschutzschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückzugsvorrichtung aus einer Schenkelfeder (110, 111) mit zwei federnden Schenkeln und aus einem zwischen den Schenkeln liegenden und an einem dieser Schenkel bei Bewegung des Betätigungsorgans (3, 4) anstossenden Zapfen (114, 119) gebildet ist, wobei die Ruhelage des Zapfens (114, 119) zwischen den vorgespannten Schenkeln von aussen einstellbar ist und entweder der TRIP-Stellung oder der AUS-Stellung des Motorschutzschalters entspricht.
     
    5. Motorschutzschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkelfeder (110) an die Schwenkachse (100) der Wippe (10) gelegt und der Zapfen (114) an der Wippe (10) ausserhalb der Schwenkachse (100) angebracht ist, wobei der eine Schenkel der Schenkelfeder (110) durch den Zapfen (114) wegstossbar ist und der andere Schenkel an einem von aussen veränderbaren am Gehäuse abgestützten Anschlag (113) ansteht.
     
    6. Motorschutzschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkelfeder (111) an der Wippe (10) mit von der Schwenkachse (100) in wesentlichen radial weg gerichteten Schenkeln ausserhalb der Schwenkachse (100) angeordnet und der Zapfen (119) am Gehäuse von aussen veränderbar angebracht ist, wobei in der Ruhelage des Zapfens (119) zwischen den vorgespannten Schenkeln der Schenkelfeder (111) die beiden Schenkel an den an der Wippe (10) angeformten Anschlägen (117, 118) durch den Zapfen (119) wegstossbar anstehen.
     


    Claims

    1. A motor protection switch having a casing and at least one movable contact member (2) which can be moved, relatively to at least one fixed contact member (1), by manual actuation of an actuating member (3,4), through the intermediary of a linkage, against spring action, into an ON position and back into an OFF position, in which the linkage is so held in the ON position by a pawl (6) as to be releasable by an overload releaser (7) or alternatively by a short-circuit releaser (8), and in which a returning apparatus is provided, for the actuating member, which after an overload release or short circuit release holds the actuating member back, by means of springs, in a TRIP position located between the ON and the OFF position, characterised in that the returning apparatus provided for the actuating member (3,4) has two positions (I,II) adjustable from outside, and in the first position (I) the returning apparatus holds the actuating member back in the TRIP position by means of springs after an overload or short circuit release, and in the second position (II) the returning apparatus permits direct movement of the actuating member (3,4) out of the ON into the OFF position after an overload or short circuit release.
     
    2. A motor protection switch according to Claim 1, characterised in that a rocker (10) is provided which is pivotally movable in one direction or the other into the ON position or into the OFF position, in the manner of a balance beam, by the actuating member (3,4) and which is operatively connected to the linkage (5), and that the returning apparatus acts on this rocker (10).
     
    3. A motor protection switch according to Claim 2, characterised in that the returning apparatus comprises a return spring (11) which is coupled at one end to the rocker (10) and of which the other point of attachment (9), on the casing, is so arranged as to be adjustable from the outside from the first position (I) into the second position (II) and in the second position (II) the coupling point (114,119) of the return spring lies outside or at the limit of the region over which the rocker arms move when shifting from the ON to the OFF position or from the OFF to the ON position.
     
    4. A motor protection switch according to Claim 1 or 2, characterised in that the returning apparatus comprises a leg spring (110,111) with two spring legs, and a lug (114,119) which is located between the legs and impinges against one of these legs when the actuating member (3,4) moves, and the rest position of the lug (114,119) between the prestressed legs is adjustable from outside and corresponds either to the TRIP position or to the OFF position of the motor protection switch.
     
    5. A motor protection switch according to Claim 4, characterised in that the leg spring (110) is located on the pivot axis (100) of the rocker (10) and the lug (114) is mounted on the rocker (10) outside the pivot axis, and one leg of the leg spring (110) can be pushed away by the lug (114) and the other leg bears against a stop (113) supported on the casing and adjustable from outside.
     
    6. A motor protection switch according to Claim 4, characterised in that the leg spring (111) is arranged on the rocker (10) outside the pivot axis (100) with its legs directed substantially radially away from the pivot axis (100), and the lug (119) is mounted on the casing and is adjustable from the outside, and in the rest position of the lug (119) between the prestressed legs of the leg spring (111) the two legs bear against the stops (117,118) formed on the rocker and can be pushed away by the lug (119).
     


    Revendications

    1. Interrupteur de protection pour moteur comprenant un boîtier, avec au moins une pièce de contact (2) mobile qui peut être déplacée par rapport à au moins une pièce de contact fixe (1), par actionnement manuel d'un organe de manoeuvre (3, 4), au moyen d'une tringlerie, en s'opposant à la force d'un ressort, dans une position "Marche" avec retour dans une position "Arrêt", la tringlerie étant maintenue par un cliquet (6) dans la position "Marche", de telle sorte qu'il peut être déclenché par un déclencheur par surintensité (7), de même que par un déclencheur par court-circuit (8), tandis qu'il est prévu pour l'organe de manoeuvre (3, 4) un dispositif de rappel, qui après un déclenchement par surintensité ou par court-circuit, retient au moyen de ressorts l'organe de manoeuvre (3, 4) dans une position TRIP située entre les positions "Marche" et "Arrêt", caractérisé en ce que le dispositif de rappel prévu pour l'organe de manoeuvre (3, 4) présente deux positions (I, II) pouvant être commandées de l'extérieur, le dispositif de rappel vers la première position (I) maintenant au moyen de ressorts l'organe de manoeuvre (3, 4), après un déclenchement par surintensité ou par court-circuit dans la position TRIP et permettant dans la deuxième position (II), le déplacement direct de l'organe de manoeuvre (3, 4) de la position "Marche" vers la position "Arrêt", après un déclenchement par surintensité ou par court-circuit.
     
    2. Interrupteur de protection pour moteur selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu une bascule (10) en liaison active avec la tringlerie (5), qui peut pivoter au moyen de l'organe de commande (3, 4), à la manière d'un fléau de balance, d'un côté ou de l'autre, sur la position "Marche" ou sur la position "Arrêt", et en ce que le dispositif de rappel agit sur cette bascule (10).
     
    3. Interrupteur de protection pour moteur selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de rappel est constitué par un ressort de rappel (11) accouplé par une extrémité à la bascule (10) et dont l'autre point de fixation (9) est disposé sur le boîtier et peut être déplacé de la première (I) sur la deuxième position (II), le point d'accouplement (114, 119) du ressort de rappel (11) dans la deuxième position (II) se trouve en dehors ou à la limite de la zone que balayent les extrémités de la bascule lors de la commutation de la position "Marche" sur "Arrêt" ou de la position "Arrêt" sur "Marche".
     
    4. Interrupteur de protection pour moteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de rappel est constitué par un ressort à branches (110, 111) avec deux branches faisant ressort et un tenon (114, 119) situé entre les branches et venant buter contre l'une de ces branches lors du déplacement de l'organe de manoeuvre (3, 4), la position de repos du tenon (114, 119), entre les branches précontraintes pouvant être commandée de l'extérieur et correspondant soit à la position "TRIP", soit à la position "Arrêt" de l'interrupteur de protection pour moteur.
     
    5. Interrupteur de protection pour moteur selon la revendication 4, caractérisé en ce que le ressort à branches (110) est placé sur l'axe de pivotement (100) de la bascule (10) et en ce que le tenon (114) est fixé sur la bascule (10) en dehors de l'axe de pivotement (100), une des branches du ressort à branches (110) pouvant être repoussée par le tenon (114), tandis que l'autre branche porte contre une butée (113) appuyée sur le boîtier et modifiable de l'extérieur.
     
    6. Interrupteur de protection pour moteur selon la revendication 4, caractérisé en ce que le ressort à branches (111) est disposé sur la bascule (10) en dehors de l'axe de pivotement (100) avec des bras s'écartant en gros dans le sens radial de l'axe de pivotement (100), le tenon (119) étant disposé sur le boîtier avec possibilité de modification de l'extérieur et en ce qu en position de repos du tenon (119) entre les branches précontraintes du ressort à branches (111), les deux branches, qui peuvent être repoussées par le tenon (119), s'appuient sur les butées (117, 118) aménagées sur la bascule (10).
     




    Zeichnung