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EP 0 187 948 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
(43) |
Veröffentlichungstag: |
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23.07.1986 Patentblatt 1986/30 |
(22) |
Anmeldetag: 09.12.1985 |
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(51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: C25D 17/00 |
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(84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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FR GB IT SE |
(30) |
Priorität: |
28.12.1984 DE 3447598
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Anmelder: Erhardt Gustav Eloxalwerk u. Teilefertigung |
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D-6967 Buchen (DE) |
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Erfinder: |
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- Erhardt, Gustav
D-6967 Buchen (DE)
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(74) |
Vertreter: Müller, Hans, Dipl.-Ing. |
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Patentanwaltskanzlei
Müller, Clemens & Hach
Lerchenstrasse 56 74074 Heilbronn 74074 Heilbronn (DE) |
(56) |
Entgegenhaltungen: :
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Kontaktbock für galvanische Bäder |
(57) Elektrischer Kontaktbock für galvanische Anlagen, zur automatischen Kontaktierung
der hier eingesetzten Warenträger, ohne Verwendung von beweglichen, mechanisch gesteuerten
Geräten, durch das Eigengewicht der Warenträger, wobei sich der Kontaktanpreßdruck
analog zum Beladungsgewicht der Warenträger verhält.
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[0001] Kontaktbock für galvanische Bäder
[0002] Es handelt sich um einen elektrischen Kontakthock aus Al oder Cu für galvanische
Bäder, zur Kontaktierung von Warenträgern.
[0003] Die Kontaktböcke dienee zur elektrischen Stromübergabe an Träger die mit zu galvanisierender
Ware (Teilen) bestückt bzw. beladen sind. hierbei muß sichergestellt sein, daß die
Übertragung des elektr. Stromflusses vom Kontaktbock zum Warenträger, kraftschlüssig
und mit geringstmöglicher Wärmeentwicklung erfolgt.
[0004] Bekannte Ausführungen sind:
Aus einzelnen Kontaktlamellen bestehende Böcke, wobei die Lamellen durch Federdruck
gegen den Warenträger gepresst werden. Kontaktböcke mit feststehenden Zungen, in die
einzelne mit Federdruck arbeitende Kontaktbolzen eingesetzt sind. Kontaktböcke mit
pneumatisch oder hydraulisch gesteuerten Exzentern oder Druckplatten sowie Sattelkontaktböcke
mit prismenartiger Auflage.
[0005] Durch Einfluß von Badchemikalien und Wärme sind bewegliche Teile und mechanische
Geräte erheblichem Verschleiß unterworfen, der die Kontaktfähigkeit mit der Zeit stark
beeinträchtigt und so zu einer weiteren Zunahme der Erwärmung führt.
[0006] Die Erfindung ist das Ergebnis der Suche nach einer einfachen Lösung, für eine einwandfreie,
problemlose Kontaktierung, die durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs l.bis
4. gegeben ist.
[0007] rm Sinne einer einwandfreien Funktion, müssen die Dimensionen des Kontaktbockes auf
die Abmessungen des Kontaktkopfes der jeweiligen Warenträger abgestimmt sein. Für
die Erzielung einer optimalen Verbindung, bedarf es keiner zusätzlichen manuellen
oder steuerungstechnischen Maßnahmen. Die Erwärmung wird auf ein Minimum begrenzt.
Durch einsetzen oder anheben der Warenträger wird die Verbindung automatisch hergestellt
bzw. gelöst. Aus diesem Grunde eignet sich der Kontaktbock insbesondere auch für vollautomatisch
gesteuerte Galvaniken.
[0008] Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel wird wie folgt beschrieben:
Der Kontaktbock(l) als Grundkörper ist mit der elektr. Stromzuführung verbunden. Die
Keilspannplatte(2) wird durch Federdruck(6) in ihrer Ausgangsstellung gehalten. Bei
aufsetzen des Warenträgers auf die Keilspannplattennase(3) wird die Keilspannplatte(2)
gegen den Federdruck(6) nach unten gedrückt, so daß infolge der in einem entsprechenden
Winkel verlaufenden Gleitfläche(4), durch das Eigengewfcht des Warenträgers, eine
kraftschlüssige Verkeilung bzw. Kontaktierung erfolgt. Beim Anheben des Warenträgers
wird die Keilspannplatte(2) mittels Federdruck(6) in Richtung Ausgangsposition zurückgeschoben,
so daß sich die Kontaktierung von selbst löst.
[0009] Mit der sattelförmigen Ausführung(5) der Keilspannplattennase(3) wird erreicht, daß
Differenzen an den Kontaktflächen der Warenträger ausgeglichen werden. hierfür ist
die Führung der Keilspannplatte(2) so gewählt, daß diese in ihrer Querachse ausschwenken
kann.
1. Kontaktbock für galvanische Bäder, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktierung
und Entkontaktierung der in galvanischen Einrichtungen verwendeten Warenträger, automatisch
beim Einsetzen und Herausheben erfolgt.
2. Kontaktbock nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktierung durch
eine in einem entsprechenden Keilwinkel(4) angeordnete Keilspannplatte(2) mit Nase(3),
überdas Eigengewicht des Warenträgers erreicht wird. Wobei die Keilspannplatte(2)
auch aus mehreren hintereinander angeordneten Teilplatten bestehen kann.
3. Kontaktbock nach Anspruch l.und 2., dadurch gekennzeichnet, daß durch die mit der
sattelförmigen Ausbildung(5) der Keilspannplattennase(3) ermöglichte Schwenkung um
die Querachse, Parallelitätsdifferenzen in den Kontaktflächen der Warenträger ausgeglichen
werden.
4. Kontaktbock nach Anspruch l.,2.und 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Kontak tierung
auch durch zwei gegeneinander ge - richtete Keilspannplatten hergestellt werden kann.
5. Kontaktbock nach Anspruch 1.,2.,3.und 4., dadurch gekennzeichnet, daß nach Fig.3
die Keilspannplatte (2) am oberen Endpunkt durch einen Einführungs-Anschlag (7) abgesichert
wird.
