(19)
(11) EP 0 189 023 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
28.08.1991  Patentblatt  1991/35

(21) Anmeldenummer: 85890305.7

(22) Anmeldetag:  10.12.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E04C 2/04

(54)

Bauplatte, insbesondere Gipskartonplatte

Building panel, in particular gypsum plaster board

Panneau de construction, en particulier placoplâtre


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 24.01.1985 AT 175/85

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.07.1986  Patentblatt  1986/31

(73) Patentinhaber: Putz, Helmar
4822 Bad Goisern Nr. 517 (AT)

(72) Erfinder:
  • Putz, Helmar
    4822 Bad Goisern Nr. 517 (AT)

(74) Vertreter: Hübscher, Gerhard, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Dipl.-Ing. Gerhard Hübscher Dipl.-Ing. Helmut Hübscher Dipl.-Ing. Heiner Hübscher Spittelwiese 7
4020 Linz
4020 Linz (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
CH-A- 575 523
DE-U- 6 931 198
DE-U- 1 924 960
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Bauplatte, insbesondere Gipskartonplatte, mit einer Oberflächenmarkierung.

    [0002] Gipskartonplatten oder andere vorgefertigte Bauplatten sind vielseitigst verwendbar und in der Bauwirtschaft unentbehrlich, wobei die als Massenprodukt fließbandmäßig hergestellten Platten in bestimmten genormten Formaten auf den Markt kommen und beim Verlegen den jeweiligen Gegebenheiten entsprechend zugeschnitten und mit den notwendigen Befestigungspunkten für das Setzen von Nägeln, Schrauben u. dgl. versehen werden müssen. Die dazu erforderlichen Meß- und Markierungsarbeiten sind allerdings recht umständlich und zeitraubend und verlangen darüber hinaus eine gewisse Sorgfalt, so daß es wegen der vielen die Platten verlegenden ungelernten Arbeitskräfte oft zu großen Verzögerungen im Arbeitsablauf und durch Irrtümer bei den Vorbereitungsarbeiten zu einem unnötigen Plattenmehrverbrauch kommt. Es gibt zwar bereits Bauplatten mit einzelnen vormarkierten Befestigungspunkten, doch nützen diese Befestigungspunkte nur beim normgerechten Verlegen ganzer Platten, sie erleichtern aber weder den Zuschnitt noch das Befestigen zugeschnittener Platten oder das Befestigen von Platten außerhalb der Norm.

    [0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bauplatte der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die unabhängig von den jeweiligen Verhältnissen mit einer einfachen, aufwandsarmen Maßnahme stets ein rationelles Verlegen erlaubt.

    [0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die Markierung Längenmaß-Einteilungen bildet, die entlang randparalleler, in regelmäßigen Abständen voneinander verlaufender Linien und in durch Lichteinwirkung verblassenden Farben, beispielsweise wasserlösliche Signierfarben heller Tönung, aufgetragen sind, wobei vorzugsweise über die Plattenbreite verlaufende Querlinien durch drei über die Plattenlänge verlaufende Längslinien, eine Mittellinie und zwei Seitenlinien, zu einem Großraster ergänzt sein können. Diese Markierung ergibt über die Plattenoberfläche verteilte Längenmeßskalen, so daß die Platten praktisch ohne zusätzliche Maßbänder, Maßstäbe od.dgl zugeschnitten und an den gewünschten Punkten befestigt werden können. Das Zuschneiden und das Auffinden der Befestigungspunkte sind auch ohne große Aufmerksamkeit geschickt und schnell möglich und die Markierungen lassen sich gleichermaßen hilfreich für ein normgerechtes wie für ein freies Verlegen der Platten heranziehen. Die Längenmaß-Einteilungen können sich auf zueinander parallele Querlinien beschränken, sie können aber in besonders zweckmäßiger Weise auch ein Großraster aus Quer- und Längseinteilungen bilden. Um die Übersicht nicht zu beeinträchtigen, genügen hier etwa alle Meter eine Quereinteilung und drei Längseinteilungen, wobei durch Normen festgesetzte Punkte in den Einteilungen hervorgehoben werden können. Die Einteilungen selbt unterliegen selbstverständlich keinerlei Beschränkung und werden den jeweiligen Gegebenheiten hinsichtlich Format, Maßsystem u.dgl. geeignet angepaßt sein.

    [0005] Da sich die während der Lagerhaltung aufeinandergestapelten Platten gegenseitig abdecken, gelangt vor der Verarbeitung kaum Licht zu den Markierungen und es ist kein vorzeitiges Verblassen dieser Markierungen zu befürchten. Die auf die Baustelle gebrachten Platten zeigen daher die Markierungen deutlich erkennbar und erst nach dem Verlegen, wenn die Markierungen überflüssig sind, bleichen die Farben durch die Lichteinwirkung aus und werden praktisch unsichtbar, was unerwünschte Nebenerscheinungen durch die Markierungen, beispielsweise beim Übermalen der verlegten Platten, ausschließt.

    [0006] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an Hand eines Schaubildes rein schematisch veranschaulicht.

    [0007] Gipskartonplatten 1 entstehen durch entsprechendes Ablängen eines fortlaufend hergestellten Plattenbandes 1a, wobei die Bandbreite die Plattenbreite bestimmt und die Plattenlänge durch die Ablängweite gegeben ist. Um nun das Verlegen der in großen Stückzahlen anfallenden Gipskartonplatten 1 zu erleichtern, wird auf die Plattenoberfläche eine Markierung aufgetragen, die aus randparallelen Quer- und Längslinien mit Längenmaß-Einteilungen 2, 3 besteht, welche Querlinien 2 und Längslinien 3 ein Großraster bilden. Es sind drei Längslinien 3, eine Mittellinie und zwei Seitenlinien vorhanden und über die Plattenlänge verteilte voneinander gleichmäßig entfernte Querlinien 2. Praktisch ohne zusätzliche Meßhilfe können auf Grund dieser Markierung die beim Verlegen der Platten 1 erforderlichen Zuschnitte vorgenommen oder die notwendigen Befestigungspunkte angezeichnet werden, wobei sich durch Normen festgelegte Befestigungsabstände, Formate u. dgl. in den Längenmaß-Einteilungen durch entsprechende Zeichen berücksichtigen lassen.

    [0008] Die Gipskartonplatten 1 werden im Zuge ihrer Herstellung mit der Markierung versehen, wozu auf einfache Weise am Plattenband 1a eine Markierungswalze 4 abrollt, die Marken 5, 6 in Achsrichtung und in Umfangsrichtung zum Aufbringen der Quer- und Längsmarkierungen 2, 3 trägt. So wird durch die in Achsrichtung der Walze 4 liegende Marke 5 in regelmäßigen Abständen, die vom Umfang der Walze abhängen, jeweils eine Quermarkierung 2 auf die Plattenoberseite gedruckt und die in Umfangsrichtung verlaufenden drei Marken 6 drucken fortlaufende Längsmarkierungen 3 auf die Oberfläche ab. Die abgelängten Platten1 sind daher von vornherein mit dem Großraster versehen und können in üblicher Weise verpackt und gelagert werden.

    [0009] Bringt die Markierungswalze 4 die Quer- und Längsmarkierungen 2, 3 in einer durch Lichteinwirkung verblassenden Farbe auf die Plattenoberfläche auf, verschwindet die Markierung wieder, wenn sie dem Licht ausgesetzt wird, so daß nach dem Verlegen der Platten 1 Beeinträchtigungen des Oberflächenbildes, beispielsweise bei einem Übermalen, nicht zu befürchten sind.


    Ansprüche

    1. Bauplatte, insbesondere Gipskartonplatte (1), mit einer Oberflächenmarkierung (2, 3), dadurch gekennzeichnet, daß die Markierung Längenmaß-Einteilungen (2, 3) bildet, die entlang randparalleler, in regelmäßigen Abständen voneinander verlaufender Linien und in durch Lichteinwirkung verblassenden Farben, beispielsweise wasserlösliche Signierfarben heller Tönung, aufgetragen sind.
     


    Claims

    1. A building panel, more particularly a plasterboard panel (1), having surface marking (2,3), characterised in that the marking is effective as longitudinal dimensional divisions (2,3), which are applied along lines extending parallel to the edges and spaced apart at regular intervals from one another, in photofading inks, for example, bright-toned water-soluble marking ink.
     


    Revendications

    1. Panneau de construction, notamment panneau (1) de carton et plâtre, muni d'un marquage (2, 3) superficiel, caractérisé par le fait que le marquage forme des divisions de mesure longitudinale qui sont déposées le long de lignes parallèles aux bords qui s'étendent à intervalles mutuels réguliers et en des couleurs qui pâlissent sous l'effet de la lumière, par exemple des encres de marquage hydrosolubles d'un ton clair.
     




    Zeichnung