(19)
(11) EP 0 189 582 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.10.1989  Patentblatt  1989/43

(21) Anmeldenummer: 85116342.8

(22) Anmeldetag:  20.12.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B65H 16/00, B65H 19/12

(54)

Vorrichtung zum Erfassen und Lösen des Anfangs einer Bobine

Device for grasping and detaching the leading end of a wound roll

Dispositif pour saisir et détacher le début d'une bobine


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 29.01.1985 DE 3502808

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
06.08.1986  Patentblatt  1986/32

(73) Patentinhaber: Niepmann Traylift Transportsysteme GmbH & Co. KG
D-58285 Gevelsberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Brinker, Alfred, Dr.
    D-5820 Gevelsberg (DE)
  • Dreyer, Uwe, Dipl.-Ing.
    D-5600 Wuppertal 2 (DE)

(74) Vertreter: Stenger, Watzke & Ring Patentanwälte 
Kaiser-Friedrich-Ring 70
40547 Düsseldorf
40547 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 048 125
DE-A- 2 361 300
US-A- 2 880 778
DE-A- 2 145 179
US-A- 1 425 076
US-A- 3 010 672
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erfassen und Lösen des Anfangs einer auf einem Kern zu einer Bobine aufgewickelten Bahn aus Papier, Textil, Kunststoff- und/oder Metallfolie zwecks Weiterverarbeitung auf einer nachgeschalteten Maschine, vorzugsweise einer Verpackungsmaschine, mit mindestens zwei an einer Tragplatte drehbar gelagerten Walzen, von denen eine Walze durch einen Motor angetrieben ist, mit einem den an der Bobine zwecks Transportsicherung festgelegten Bahnanfang erfassenden, zangenartigen Greifer, dessen einer Schenkel als Schaber zum Unterfahren des Bahnanfanges bzw. eines den Bahnanfang festlegenden Klebestreifens ausgebildet ist und dessen anderer Schenkel zum Erfassen des Bahnanfanges bzw. des Klebestreifens gesteuert gegen den als Schaber ausgebildeten Schenkel andrückbar ist, wobei der Greifer durch eine annähernd tangentiale Bewegung relativ zur Bobine beweglich gelagert ist und den erfaßten Bahnanfang bei gleichzeitiger Drehung der Bobine auf den Walzen von der Bobine abzieht.

    [0002] Um dünne Bahnmaterialien, wie beispielsweise Kunststoff- und Metallfolien, Papier- und Textilbahnen, auf Maschinen verarbeiten zu können, werden diese Materialien auf einem Kern zu sogenannten Bobinen aufgewickelt. Das Ende der aufgewickelten Materialbahn wird nach dem Abschneiden zur Transportsicherung am Umfang der Bobine befestigt, und zwar entweder durch Umfalten und unmittelbares Festkleben auf der darunter befindlichen Lage oder mit Hilfe einer leichter lösbaren Verklebung durch Selbstklebeband. Derartige Bobinen werden an den Maschinen zur Weiterverarbeitung, beispielsweise Verpackungsmaschinen in der Zigarettenindustrie, von Hand, ggf. unter Zuhilfenahme einer Hubvorrichtung auf eine Abspulvorrichtung gesetzt. Nach dem Ausrichten der Bobine wird der Bahnanfang von Hand aus seiner Transportsicherung gelöst, abgezogen und durch Zuschneiden zum Einfädeln vorbereitet sowie anschließend in die jeweilige Abzugsvorrichtung eingefädelt. Bei modernen Hochleistungsmaschinen, wie beispielsweise Zigaretten-Verpackungsmaschinen, wird das Bedienungspersonal durch den häufigen Wechsel der zunehmend schwerer werdenden Bobinen belastet. Auch bekannte Hilfsvorrichtungen zum Anheben und Aufsetzen der Bobinen sind nicht in der Lage, den gesamten Aufwand bis zum Einfädeln des Bahnanfanges entscheidend zu verringern, da die Bobinen nach wie vor von Hand geöffnet und vorbereitet werden müssen. Aus diesem Grunde sind derartige Hilfsvorrichtungen nicht wirtschaftlich, weshalb sie sich in der Praxis nicht durchgesetzt haben.

    [0003] Aus der US-A-3 010 672 ist eine Vorrichtung zum Erfassen und Lösen des Anfangs einer auf einem Kern zu einer Bobine aufgewickelten Bahn aus Stahlblech bekannt. Das Stahlblech wird zur Weiterverarbeitung anschließend einer Kaltwalzvorrichtung zugeführt. Der Greifer dieser bekannten Vorrichtung setzt sich aus einer schwenkbaren Schneide und einer mit der Schwenkbewegung der Schneide gekoppelten Klemmbacke zusammen. Die Öffnungs- bzw. Schließbewegung der Schneide und der Klemmbacke wird über einen Hydraulikzylinder erreicht. Dieser ist, ebenso wie der Greifer, an einem auf einen längs eines Tragbalkens verfahrbaren Schlitten angeordnet. Nachdem der Schaber den Bandanfang durch Unterfahren gelöst hat, wird der Bandanfang zwischen dem Schaber und der Klemmbacke eingeklemmt und durch eine Bewegung des Schlittens tangential zur Bobine bis in eine Stellung oberhalb eines Zuführtisches gebracht. Anschließend wird der Tragarm abgesenkt und durch Öffnen des Greifers der Anfang des Bandes auf dem Zuführtisch abgelegt.

    [0004] Während mit dieser bekannten Vorrichtung ein Lösen von zu Bobinen aufgewickelten Stahlbändern ohne weiteres möglich ist, besteht bei Bahnen aus empfindlicheren Materialien die Gefahr, daß die um einen kurzen Hebelarm schwenkbare Schneide des Greifers in die Oberfläche der Bobine messerartig eindringt und auf diese Weise deren oberste Bahnen zerstört. Auch die Ablage des mittels des Greifers von der Bobine abgewickelten Bahnanfanges auf dem Zuführtisch ist bei leichten Bahnen aus dünnem Material nicht durchführbar, zumal insbesondere einmal abgelegte Folien nicht ohne weiteres aufgegriffen werden können.

    [0005] Aus der DE-A-2 361 300 ist eine Vorrichtung zum Verbinden einer von einer Rolle ablaufenden Bahn mit einer neuen Bahn bekannt. Die Vorrichtung dient insbesondere dem Rollenwechsel bei Papier- und Folienverarbeitungsmaschinen und weist einen Klebetisch auf, oberhalb dessen eine Schneidevorrichtung angeordnet ist, die sich aus einem vertikal verschiebbaren Obermesser und zwei im Klebetisch eingebauten Untermessern zusammensetzt, zwischen die das Obermesser beim Schneiden eintaucht. Außerdem sind Vorrichtungen zum Festhalten der Bahnen während des Schneid- und Klebevorgangs vorhanden. Diese stützen sich unter Zwischenlage der Bahnen mit Niederhaltern auf dem Klebetisch ab. Diese bekannte Vorrichtung dient insbesondere der Herstellung von fotografischen Filmen und Papieren durch Beschichtung mit fotografischen Emulsionen.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum schonenden Erfassen und Lösen des Anfanges einer auf einem Kern zu einer Bobine aufgewickelten Bahn aus empfindlichen Material zwecks Weiterverarbeitung auf einer nachgeschalteten Maschine zu schaffen, die vorzugsweise automatisch angelieferte Bobinen ohne manuelle Tätigkeiten maschinengerecht zur Weiterverarbeitung vorbereitet.

    [0007] Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Schaber des Greifers unter der Wirkung einer Feder an den Umfang der Bobine anlegbar ist und eine Schneidvorrichtung vorgesehen ist, deren Schneide den infolge der tangentialen Bewegung des Greifers zugeführten Bahnanfang abtrennt und die den hierdurch entstandenen neuen Bahnanfang bis zur Übernahme durch eine Transporteinrichtung festhält.

    [0008] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können auch Bahnen aus empfindlichen Materialien schonend erfaßt und von der Bobine gelöst werden. Insbesondere wird ein Eindringen des schneidenartigen Schenkels des Greifers in die Bobine mit einfachen technischen Mitteln verhindert, so daß kein Ausschuß in Gestalt von eingeschnittenen Bahnen entsteht. Der Wechsel der Bobinen und das Einfädeln des jeweiligen Bahnanfanges kann automatisch und ohne manuelle Eingriffe erfolgen, dadurch entfällt nicht nur das Einlegen schwerer Bobinen von Hand, sondern auch das umständliche Einfädeln. Die Vorrichtung ist einfach aufgebaut und weist eine hohe Funktionssicherheit auf, so daß sie auch bei modernen Hochleistungsmaschinen zuverlässig eingesetzt werden kann. Sie ist zur Verarbeitung unterschiedlichster Bahnmaterialien und Bahnabmessungen geeignet, ohne daß sie hierzu hinsichtlich ihres prinzipiellen Aufbaues geändert werden müßte.

    [0009] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Tragplatte mit den Walzen und dem Motor zwischen einer waagerecht liegenden Aufnahmestellung und einer senkrecht stehenden Arbeitsstellung verschwenkbar. Hierdurch vereinfacht sich die Zuführung von Bobinen zur erfindungsgemäßen Vorrichtung, da diese von oben her auf die in waagerecht liegender Aufnahmestellung befindliche Tragplatte aufgebracht werden können.

    [0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind drei Walzen an der Tragplatte angeordnet, von denen eine Walze zum Andrücken an den Umfang der jeweiligen Bobine anstellbar an der Tragplatte gelagert ist. Diese Ausbildung benötigt kein exaktes Ausrichten der jeweils zu verarbeitenden Bobine auf der Tragplatte, da dieses Ausrichten durch die anstellbare Walze erfolgt, bevor die Tragplatte aus der waagerechten Aufnahmestellung in die senkrecht stehende Arbeitsstellung verschwenkt wird.

    [0011] Die anstellbare Walze kann erfindungsgemäß an einem Schwenkarm drehbar gelagert sein, der durch einen Druckmittelzylinder zwischen einer Aufnahmestellung und einer Arbeitsstellung verschwenkbar ist. Die zu verarbeitende Bobine wird bei in die Aufnahmestellung verschwenkter Walze auf die Tragplatte aufgelegt und anschließend durch Überführen des Schwenkarmes in die Arbeitsstellung ausgerichtet, bevor die Tragplatte in die senkrechte Arbeitsstellung beispielsweise mittels eines Druckmittelzylinders verschwenkt wird.

    [0012] Um den aus der Transportsicherung zu lösenden Bahnanfang in die zur Erfassung durch den Greifer notwendige Stellung zu bringen, ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung der die eine Walze antreibende Motor durch einen bei der Drehung der zwischen den Walzen gehaltenen Bobine den Bahnanfang mittels eines Markierung erkennenden Sensor gesteuert. Die Markierung kann hierbei zusätzlich auf dem Umfang der Bobine angebracht oder durch den Klebestreifen zur Festlegung des Bahnanfanges gebildet werden.

    [0013] Damit auch bei unterschiedlichem Bobinendurchmesser die erfindungsgemäße Vorrichtung zuverlässig arbeitet, ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung der Greifer mit seinem als Schaber ausgebildeten Schenkel zur tangentialen Anlage an den Umfang der Bobine gegen die Kraft der Feder von einem Anschlag abhebbar. Hierdurch wird sichergestellt, daß der Greifer bei seiner Greifbewegung zuverlässig am Umfang der Bobine anliegt. Vorzugsweise ist der Greifer an einem durch einen Druckmittelzylinder beweglichen Tragarm angeordnet.

    [0014] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist dieser Tragarm an einem Ende verschwenkbar gelagert und am anderen Ende mit einem Lagerbolzen zur verschwenkbaren Lagerung des Greifers sowie mit dem Anschlag für den Greifer versehen. Diese Ausbildung ergibt eine besonders einfache konstruktive Gestaltung.

    [0015] Der bewegliche Schenkel des Greifers kann erfindungsgemäß entweder als starres, um einen Drehpunkt mittels eines Druckmittelzylinders verschwenkbares Bauteil oder als antreibbare Abzugswalze ausgebildet sein. Im letztgenannten Fall kann durch Antreiben dieser Abzugswalze eine vorgebbare Länge der Bobinenbahn vor dem Schneidvorgang abgezogen werden, beispielsweise eine einem kompletten Bobinenumfang entsprechende Länge, wodurch Verschmutzungen oder Beschädigungen der Bahn entfernt werden.

    [0016] Auch bei der Ausbildung des beweglichen Schenkels als starres Bauteil kann eine vorgebbare Länge der Bahn abgeschnitten werden, die größer als die Länge der Abzugsbewegung des Greifers ist, wenn gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung der Greifer in eine unterhalb der Schneidvorrichtung liegende Endstellung überführbar ist, in der der Bahnanfang durch ein angetriebenes Transportwalzenpaar erfaßt und nach Öffnen des Greifers um eine vorgegebene Länge abgezogen wird.

    [0017] Die Schneidvorrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird vorzugsweise mit einem federnd gegeneinanderpreßbaren Klemmbacken-Paar zum Festhalten der durch die Schneide getrennten Bahn ausgestattet, um den neugeschaffenen Bahnanfang so lange festzuhalten, bis er durch entsprechende Bauelemente der nachgeschalteten Transportvorrichtung übernommen worden ist. Bei dieser Transportvorrichtung kann es sich um den Teil der nachgeschalteten Verpackungsmaschine handeln oder um ein Teil einer zusätzlichen Einrichtung, mit der die geöffnete Bobine der an entfernter Stelle erfolgenden Weiterverarbeitung zugeführt wird.

    [0018] Mit der Erfindung wird schließlich vorgeschlagen, dem Greifer zwei seitlich neben dem mittig festgelegten Bahnanfang auf der Bahnoberfläche aufsetzbare Sauger zum Abheben der äußeren Ecken des Bahnanfanges vor dem Erfassen durch den Greifer zuzuordnen. Diese entsprechend der Bewegung des Greifers gesteuerten Sauger bewirken, daß einerseits der als Schaber ausgebildete Schenkel des Greifers den festgelegten Bahnanfang zuverlässig untergreift und andererseits dieser Bahnanfang durch den beweglichen Schenkel sicher erfaßt wird.

    [0019] Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zusammen mit alternativen Lösungsmöglichkeiten einzelner Bauelemente dargestellt, und zwar zeigen:

    Fig. 1 eine Ansicht der Vorrichtung in der Arbeitsstellung,

    Fig. 2 einen senkrechten Schnitt gemäß der Schnittlinie 11 - II in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien, wobei mit strichpunktierten Linien die Tragplatte in der Aufnahmestellung angedeutet ist,

    Fig. 3 eine Stirnansicht des Greifers gemäß der Pfeilrichtung 111 in Fig. 1 in vergrößerter Darstellung,

    Fig. 4 einen senkrechten Teilschnitt gemäß der Schnittlinie IV - IV in Fig. 3,

    Fig. 5 eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung einer alternativen Ausführungsform,

    Fig. 6 eine Teilansicht gemäß dem Pfeil VI in Fig. 5,

    Fig. 7 eine Teilansicht gemäß dem Pfeil VII in Fig. 6,

    Fig. 8 eine perspektivische Darstellung einer Bobine mit durch Sauger angehobenen Ecken des Bahnanfanges, wobei jedoch die Sauger der besseren Übersichtlichkeit wegen weggelassen worden sind, und

    Fig. 9 eine perspektivische Ansicht einer Bobine und eines Sensors beim Abtasten des mittels eines Klebebandes festgelegten Bahnanfanges.



    [0020] An einem Grundgestell 1 ist mittels einer Lagerachse 2 eine Tragplatte 3 zwischen einer waagerecht liegenden Aufnahmestellung und einer senkrecht stehenden Arbeitsstellung verschwenkbar. Die Arbeitsstellung der Tragplatte 3 ist in den Figuren 1 und 2 mit ausgezogenen Linien dargestellt. Die waagerecht liegende Aufnahmestellung ist in Fig. 2 mit strichpunktierten Linien angedeutet. Die Figuren 1 und 2 zeigen weiterhin einen am Grundgestell 1 angeordneten Druckmittelzylinder 4, dessen Kolbenstange 4a über einen an der Lagerachse 2 befestigten Hebel 4b mit der Tragplatte 3 verbunden ist. In der ausgefahrenen Stellung hält die Kolbenstange 4a die Tragplatte 3 in der in Fig. 2 mit ausgezogenen Linien gezeichneten Arbeitsstellung; in der eingefahrenen Stellung der Kolbenstange 4a ist die Tragplatte 3 in die waagerecht liegende Aufnahmestellung verschwenkt, die in Fig. 2 strichpunktiert eingezeichnet ist.

    [0021] An der Tragplatte 3 sind beim Ausführungsbeispiel drei Walzen 5a, 5b und 5c drehbar gelagert. Während die Walzen 5a und 5b fest an der Tragplatte 3 angeordnet sind, befindet sich die Walze 5c am verschwenkbaren Ende eines Schwenkarmes 6, der durch einen Druckmittelzylinder 7 betätigbar ist. Durch diesen Druckmittelzylinder 7 kann der Schwenkarm 6 mit der Walze 5c aus einer in Fig. 1 strichpunktiert eingezeichneten Aufnahmestellung in eine mit ausgezogenen Linien gezeichnete Arbeitsstellung verschwenkt werden.

    [0022] Die Walzen 5a, 5b und 5c dienen zur Halterung und Lagerung einer Bobine B, die von oben her auf die in der waagerechten Aufnahmestellung befindliche Tragplatte 3 aufgelegt wird. Hierbei kann die Bobine beispielsweise die in Fig. 1 strichpunktiert angedeutete Stellung einnehmen. Durch Betätigen des Druckmittelzylinders 7 wird die Walze 5c an den Umfang der Bobine B angedrückt, die auf diese Weise durch die Kraft des Druckmittelzylinders 7 in die mit ausgezogenen Linien in Fig. 1 dargestellte endgültige Lage verschoben wird, in der sie an den Walzen 5a und 5b anliegt. Erst nach dieser Ausrichtung wird die Tragplatte 3 mit Hilfe des Druckmittelzylinders 4 in die senkrecht stehende Arbeitsstellung verschwenkt. Der zum Transport der Bobine B dienende Kern K, auf den die Bahn der Bobine B aufgewickelt ist, ist in Fig. 1 zu erkennen.

    [0023] Um den zur Sicherung beim Transport der Bobine B festgelegten Bahnanfang A (siehe Fig. 3) in die zum Öffnen der Bobine B geeignete Lage zu bringen, ist die Walze 5b durch einen Motor 8 antreibbar, der an die Rückseite der Tragplatte 3 angeflanscht ist. Durch den durch Pfeile in Fig. 1 angedeuteten Antrieb der Walze 5b wird die auf den Walzen 5a und 5b aufliegende Bobine B so lange in Pfeilrichtung gedreht, bis ein Sensor 9 den Bahnanfang A erfaßt. Diese Erfassung kann durch zusätzlich auf dem Umfang der Bobine angebrachte Markierungen erfolgen. Als Markierung kann auch gemäß Fig. 3 ein Selbstklebestreifen S dienen, durch den der Bahnanfang A an der darunter befindlichen Lage der Bobine B festgelegt ist.

    [0024] Zum Lösen des Bahnanfanges A dient ein Geifer 10, von dem ein erstes Ausführungsbeispiel in den Figuren 1 bis 4 dargestellt ist. Dieser Greifer 10 umfaßt einen als Schaber 10a ausgebildeten Schenkel zur tangentialen Anlage am Umfang der Bobine B sowie einen beweglichen Schenkel 10b, der durch einen Druckmittelzylinder 10c an den als Schaber 10a ausgebildeten Schenkel andrückbar ist, sobald dieser den Bahnanfang A bzw. den Selbstklebestreifen S erfaßt hat.

    [0025] Nach diesem Erfassen wird der Greifer 10 durch eine annähernd tangentiale Bewegung relativ zur Bobine B bewegt, die hierdurch gleichzeitig gedreht wird. Bei dem in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist zur Erzielung dieser Bewegung der Greifer 10 schwenkbar am vorderen Ende eines Tragarmes 11 gelagert, der seinerseits auf einem Lagerbolzen 11 verschwenkbar am Grundgestell 1 angelenkt ist. Die Verschwenkung des Tragarmes 11 erfolgt durch einen Druckmittelzylinder 12, der an einem Ausleger 1a des Grundgestells 1 angeordnet ist. Die Fig. 1 zeigt diesen Tragarm 11 mit ausgezogenen Linien in der Wirkstellung und mit strichpunktierten Linien in einer zurückgezogenen Stellung. Die Darstellung zeigt auch die verschwenkbare Lagerung des Greifers 10 mittels eines Lagerbolzens 11 b am vorderen Ende des Tragarmes 11. Hierdurch ist es möglich, den Greifer 10 durch die Kraft einer Feder 13 in der Ruhestellung gegen einen Anschlag 11 zu ziehen, von dem der Greifer 10 abgehoben wird, wenn er mittels des Druckmittelzylinders 12 gegen den Umfang der Bobine B gedrückt wird, wie dies mit ausgezogenen Linien in Fig. 1 dargestellt ist. Diese Ausführung ermöglicht ein sicheres Anlegen des als Schaber 10a ausgebildeten Schenkels des Greifers 10 an den Außenumfang der Bobine B zum Zwecke des Erfassens und Lösens des Bahnanfanges A.

    [0026] In Fig. 4 ist mit strichpunktierten Linien die untere Stellung des mit Hilfe des Tragarmes 11 bewegten Greifers 10 eingezeichnet. Diese Darstellung zeigt auch, daß im Bereich zwischen den beiden Endstellungen des Greifers 10 eine Schneidvorrichtung angeordnet ist, mit deren Hilfe der von der Bobine B abgezogene Bahnanfang A abgeschnitten wird, so daß ein neuer Bahnanfang A1 entsteht.

    [0027] Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Schneidvorrichtung 14 aus einer Schneide 14a, die mit einer Vertiefung in einem Klemmbacken-Paar 14b, 14c zusammenwirkt. Die Klemmbacke 14c ist federnd gegenüber dem Grundteil abgestützt, so daß beim Zusammenpressen des Klemmbacken-paares 14b, 14c (wie dies in Fig. 4 mit strichpunktierten Linien dargestellt ist) der Bahnanfang A zwischen den Klemmbacken 14b und 14c festgehalten wird und gleichzeitig die Schneide 14a in die Kerbe der Klemmbacke 14b eintritt. Hierdurch wird der vordere Teil des Bahnanfanges A abgetrennt. Der neu entstandene Bahnanfang A1 wird vom oberen Teil des Klemmbacken-Paares 14b, 14c festgehalten.

    [0028] Sofern eine größere Länge der Bahn, beispielsweise eine Umfangslänge der Bobine B abgeschnitten werden soll, beispielsweise um Verunreinigungen oder Beschädigungen abzutrennen, kann dies gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 4 durch ein Transportwalzenpaar 15 geschehen, das an gegeneinander verschwenkbaren Hebeln drehbar und antreibbar gelagert ist. Fig. 4 zeigt ein derartiges Transportwalzenpaar 15, das nach dem Überführen des Greifers 10 in die untere Endstellung durch einen Druckmittelzylinder 15a in die Wirkstellung überführbar ist und bei seinem Antrieb den Bahnanfang A in der gewünschten Länge bei gleichzeitiger Drehung der Bobine B abzieht, so daß der durch die Schneide 14a der Schneidvorrichtung 14 erfolgende Trennschnitt an jeder gewünschten Stelle erfolgen kann.

    [0029] Bei der alternativen Ausführungsform des Greifers 10 nach Fig. 5 wird der bewegliche Schenkel 10b des Greifers 10 durch eine antreibbare Abzugswalze 10d gebildet, so daß das Transportwalzenpaar 15 gemäß Fig. 4 entfallen kann, wenn eine größere Länge des Bahnanfanges A abgeschnitten werden soll. Die Ausführungsform nach Fig. 5 zeigt weiterhin in Verbindung mit den Figuren 6 und 7 die Anordnung von Saugern 16 seitlich neben dem mittig festgelegten Bahnanfang A. Durch diese Sauger 16 werden die äußeren Ecken des Bahnanfanges A vor dem Erfassen durch den Greifer 10 abgehoben, wie dies insbesondere die Fig. 7 und ohne Darstellung der Sauger 16 die Fig. 8 zeigen. Der zum Ansaugen der Ecken des Bahnanfanges A notwendige Unterdruck wird auf geeignete Weise erzeugt. Auch die Sauger 16 können gemäß Fig. 5 gesteuert bewegt und lediglich für den erforderlichen Zeitpunkt an die Oberfläche der Bobine B angedrückt werden.

    [0030] In Fig. 8 ist zu erkennen, daß bei der Verwendung der Sauger 16 der Schaber 10a des Greifers 10 mit einer mittigen Aussparung für den Selbstklebestreifen S versehen ist. Die Fig. 9 zeigt in perspektivischer Darstellung die Wirkung des Sensors 9, der in diesem Fall den Selbstklebestreifen S erfaßt.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Erfassen und Lösen des Anfangs einer auf einem Kern (K) zu einer Bobine (B) aufgewickelten Bahn aus Papier, Textil, Kunststoff- und/oder Metallfolie zwecks Weiterverarbeitung auf einer nachgeschalteten Maschine, vorzugsweise einer Verpackungsmaschine, mit mindestens zwei an einer Tragplatte (3) drehbar gelagerten Walzen (5a, 5b), von denen eine Walze (5b) durch einen Motor (8) angetrieben ist, mit einem den an der Bobine (B) zwecks Transportsicherung festgelegten Bahnanfang (A) erfassenden, zangenartigen Greifer (10), dessen einer Schenkel als Schaber (10a) zum Unterfahren des Bahnanfanges (A) bzw. eines den Bahnanfang (A) festlegenden Klebestreifens (S) ausgebildet ist und dessen anderer Schenkel (10b) zum Erfassen des Bahnanfanges (A) bzw. des Klebestreifens (S) gesteuert gegen den als Schaber (10a) ausgebildeten Schenkel andrückbar ist, wobei der Greifer (10) durch eine annähernd tangentiale Bewegung relativ zur Bobine (B) beweglich gelagert ist und den erfaßten Bahnanfang (A) bei gleichzeitiger Drehung der Bobine (B) auf den Walzen (5a, 5b) von der Bobine (B) abzieht,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Schaber (10a) des Greifers (10) unter der Wirkung einer Feder (13) an den Umfang der Bobine (B) anlegbar ist und eine Schneidvorrichtung (14) vorgesehen ist, deren Schneide (14a) den infolge der tangentialen Bewegung des Greifers (10) zugeführten Bahnanfang (A) abtrennt und die den hierdurch entstandenen neuen Bahnanfang (A1) bis zur Übernahme durch eine Transporteinrichtung festhält.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatte (3) mit den Walzen (5a, 5b, 5c) und dem Motor (8) zwischen einer waagerecht liegenden Aufnahmestellung und einer senkrecht stehenden Arbeitsstellung verschwenkbar ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß drei Walzen (5a, 5b, 5c) an der Tragplatte (3) angeordnet sind, von denen eine Walze (5c) zum Andrücken an den Umfang der jeweiligen Bobine (B) anstellbar an der Tragplatte (3) gelagert ist.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die anstellbare Walze (5c) an einen Schwenkarm (6) drehbar gelagert ist, der durch einen Druckmittelzylinder (7) zwischen einer Aufnahmestellung und einer Arbeitsstellung verschwenkbar ist.
     
    5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der die eine Walze (5b) antreibende Motor (8) durch einen bei der Drehung der zwischen den Walzen (5a, 5b, 5c) gehaltenen Bobine (B) den Bahnanfang (A) mittels einer Markierung erkennenden Sensor (9) gesteuert ist.
     
    6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (10) mit seinem als Schaber (10a) ausgebildeten Schenkel zur tangentialen Anlage an den Umfang der Bobine (B) gegen die Kraft der Feder (13) von einem Anschlag (11c) abhebbar ist.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (10) an einem durch einen Druckmittelzylinder (12) beweglichen Tragarm (11) angeordnet ist.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (11) an einem Ende verschwenkbar gelagert und am anderen Ende mit einem Lagerbolzen (11b) zur verschwenkbaren Lagerung des Greifers (10) sowie mit dem Anschlag (11c) für den Greifer (10) versehen ist.
     
    9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Schenkel (10b) des Greifers (10) als starres, um einen Drehpunkt mittels eines Druckmittelzylinders (10c) verschwenkbares Bauteil ausgebildet ist.
     
    10. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Schenkel (10b) des Greifers (10) als antreibbare Abzugswalze (10d) ausgebildet ist.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (10) in eine unterhalb der Schneidvorrichtung (14) liegende Endstellung überführbar ist, in der der Bahnanfang (A) durch ein angetriebenes Transportwalzenpaar (15) erfaßt und nach Öffnen des Greifers (10) um eine vorgegebene Länge abgezogen wird.
     
    12. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung (14) mit einem federnd gegeneinanderpreßbaren Klemmbacken-Paar (14b, 14c) zum Festhalten der durch die Schneide (14a) getrennten Bahn ausgestattet ist.
     
    13. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß dem Greifer (10) zwei seitlich neben dem mittig festgelegten Bahnanfang (A) auf der Bahnoberfläche aufsetzbare Sauger (16) zum Abheben der äußeren Ecken des Bahnanfanges (A) vor dem Erfassen durch den Greifer (10) zugeordnet sind.
     


    Claims

    1. Device for grasping and releasing the start of a web of paper, textile material, plastic and/or metal strip that has been wound into a reel (B) on a core (K) for the purpose of further processing it on a machine downstream, preferably a packaging machine, having at least two rollers (5a, 5b) rotatably mounted on a support plate (3), one roller (5b) of which is driven by a motor (8), and having a pincer-like gripping tool (10) which grasps the start (A) of the web, which is located on the reel (B) so as to secure it during transport, one leg of said gripping tool being a scraping tool (10a) for underlying the start (A) of the web, or alternatively underlying a paster tab (S) which locates the start (A) of the web, and the other leg (10b) of said gripping tool being adapted to be pressed in a controlled manner against the leg that is in the form of a scraper (10a), for grasping the start (A) of the web, or alternatively the paster tab (S), the gripper (10) being mounted so as to be movable by an approximately tangential movement in relation to the reel (B) and drawing the grasped start (A) of the web from the reel (B) at the same time as the reel (B) turns on the rollers (5a, 5b),
    characterised in that the scraper (10a) of the gripping tool (10) can be applied against the circumference of the reel (B) under the action of a spring (13) and a cutting device (14) is provided, of which the cutting edge (14a) severs the start (A) of the web which has been advanced forward due to the tangential movement of the gripper (10) and restrains the resulting new start (A1) of the web until it is taken up by a transport mechanism.
     
    2. Device according to claim 1, characterised in that the support plate (3) can be swivelled with the rollers (5a, 5b, 5c) and the motor (8) between a horizontal receiving position and a vertically upright operating position.
     
    3. Device according to claims 1 and 2, characterised in that three rollers (5a, 5b, 5c) are disposed on the support plate (3), one said roller (5c) being adjustably mounted on the support plate (3) for being pressed against the circumference of the respective reel (B).
     
    4. Device according to claim 3, characterised in that the adjustable roller (5c) is rotatably mounted on a swivel arm (6) which can be swivelled between a receiving position and an operating position by a pressure medium cylinder (7).
     
    5. Device according to at least one of claims 1 to 4, characterised in that the motor (8) which drives one roller (5b) is controlled by a sensor (9) which recognises the start (A) of the web by means of an identifying mark, as the reel (B) held between the rollers (5a, 5b, 5c) rotates.
     
    6. Device according to at least one of claims 1 to 5, characterised in that the gripping tool (10) with its leg constructed as a scraper (10a) can be lifted away from the stop (11c) against the force of the spring (13), for tangential application against the circumference of the reel (B).
     
    7. Device according to claims 1 and 6, characterised in that the gripping tool (10) is disposed on a support arm (11) which can be moved by a pressure medium cylinder (12).
     
    8. Device according to claim 7, characterised in that the support arm (11) is swivel-mounted at one end and at the other end is provided with a bearing pin (11b) for swivel-mounting the gripping tool (10) and with the stop (11c) for the gripper (10).
     
    9. Device according to at least one of claims 1 to 8, characterised in that the movable leg (10b) of the gripping tool (10) is a rigid component which can be swivelled about a fulcrum by means of a pressure medium cylinder (10c).
     
    10. Device according to at least one of claims 1 to 8, characterised in that the movable leg (10b) of the gripping tool (10) is a drivable take-off roller (10d).
     
    11. Device according to claims 1 to 9, characterized in that the gripping tool (10) can be transferred into an extreme position situated below the cutting device (14), in which position the start (A) of the web is grasped by a driven pair of transport rollers (15) and is drawn off by a preset length after the gripper (10) opens.
     
    12. Device according to at least one of claims 1 to 11, characterised in that the cutting device (14) is equipped with a pair of clamping jaws (14b, 14c) which can be resiliently pressed against one another to restrain the web severed by the cutting edge (14a).
     
    13. Device according to at least one of claims 1 to 12, characterized in that with the gripping tool (10) there are associated two suction members (16) which can be placed laterally on the web surface alongside the centrally located start (A) of the web, to lift the outer corners of the start (A) of the web before they are grasped by the gripping tool (10).
     


    Revendications

    1. Dispositif pour la saisie et la séparation du début d'une bande en papier, en textile, en feuille de matière synthétique et/ou de métal enroulée sur une âme (K) en constituant une bobine (B), pour traitement ultérieur sur une machine montée à la suite, de préférence une machine à emballer, comportant au moins deux rouleaux (5a, 5b) montés mobiles en rotation sur une plaque-support (3), dont l'un des rouleaux (5b) est entraîné par un moteur (8), une griffe (10) en forme de pince qui saisit le début de bande (A) fixé sur la bobine (B), à titre de sûreté de transport, dont une des branches est constituée par un racloir (10a) destiné à passer en-dessous du début de bande (A) ou d'un ruban adhésif (S) et dont l'autre branche (10b) peut être appuyée contre la branche constituant un racloir (10a) pour la saisie commandée au début de bande (A) ou du ruban adhésif (S), tandis que la griffe (10) est montée mobile par rapport à la bobine (B) au moyen d'un mouvement sensiblement tangentiel et prélève sur la bobine (B) et que la bobine (B) tourne en même temps sur les rouleaux (5a, 5b)
    caractérisée en ce que,
    le racloir (10a) de la griffe (10) peut être appliqué sous l'effet d'un ressort (13) sur la périphérie de la bobine (B) et en ce qu'il est prévu un dispositif de coupe (14) dont la lame (14a) sépare le début de bande (A) qui lui est amené par suite du déplacement tangentiel de la griffe, et qui maintient le nouveau début de bande (A1) ainsi créé jusqu'à sa reprise par un dispositif de transport.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque-support (3) peut pivoter avec les rouleaux (5a, 5b, 5c) et le moteur (8) entre une position de réception disposée horizon- talemet et une position de travail disposée verticalement.
     
    3. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'il est disposé sur la plaque-support (3) trois rouleaux (5a, 5b, 5c), dont un des rouleaux (5c) est monté réglable sur la plaque-support (3) aux fins d'appui sur la périphérie de la bobine considérée (B).
     
    4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le rouleau réglable (5c) est monté libre en rotation sur un bras orientable (6) qui peut pivoter au moyen d'un cylindre actionné par un agent de pression (7) entre une position de réception et une position de travail.
     
    5. Dispositif selon l'une au moins des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le moteur (8) entraînant un des rouleaux (5b) est commandé par un capteur (9) qui identifie au moyen d'un marquage le début de bande (A), lors de la rotation de la bobine (B) maintenue entre les rouleaux (5a, 5b, 5c).
     
    6. Dispositif selon l'une au moins des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la griffe (10) peut être soulevée par une butée (11c) avec sa branche constituée en forme de racloir (10a) pour l'application tangentielle de celle-ci sur la périphérie de la bobine (B), suivant le sens de la force du ressort (13).
     
    7. Dispositif selon les revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la griffe (10) est disposée sur un bras d'appui (11) mobile au moyen d'un cylindre actionné par un agent de pression (12).
     
    8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le bras d'appui (11) est monté pivotant à une extrémité et est pourvu à l'autre extrémité d'une broche d'appui (11b) pour la monture pivotante de la griffe (10) ainsi que de la butée (11c) pour la griffe (10).
     
    9. Dispositif selon l'une au moins des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la branche mobile (10b) de la griffe (10) est constituée sous forme d'un élément rigide, pivotant autour d'un centre de rotation au moyen d'un cylindre actionné par un agent de pression (10c).
     
    10. Dispositif selon l'une au moins des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la branche mobile (10b) de la griffe (10) est constituée sous forme d'un rouleau de prélèvement (10d) entraînable.
     
    11. Dispositif selon les revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la griffe (10) peut être amenée dans une position extrême située en-dessous du dispositif de coupe (14), dans laquelle le début de bande (A) est saisi par une paire de rouleaux de transport entraînée et une longueur prédéterminée est prélevée sur celui-ci après l'ouverture de la griffe (10).
     
    12. Dispositif selon l'une au moins des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le dispositif de coupe (14) est équipé d'une paire de mâchoires de serrage comprimables élastiquement l'une contre l'autre (14b, 14c), pour le maintien de la bande détachée par la lame (14a).
     
    13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'il est adjoint à la griffe (10) deux aspirateurs (16) pouvant être disposés latéralement à côté du début de bande (A) maintenu en position centrale, pour le soulèvement des angles extérieurs du début de bande (A) avant la saisie par la griffe (10).
     




    Zeichnung