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(11) |
EP 0 189 600 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.1989 Patentblatt 1989/37 |
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Anmeldetag: 28.12.1985 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: E21B 19/16 |
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Vorrichtung zum Herstellen von Gewindeverbindungen zwischen Rohrkörpern
Apparatus for producing thread connections between pipes
Dispositif pour établir une liaison par vissage entre tubes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT FR GB NL |
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Priorität: |
09.01.1985 DE 3500492
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.08.1986 Patentblatt 1986/32 |
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Patentinhaber: Weatherford Oil Tool GmbH |
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30855 Langenhagen (DE) |
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Erfinder: |
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- Schulze-Beckinghausen, Jörg E.
D-3008 Garbsen 4 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Arendt, Helmut, Dipl.-Ing. |
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Patentanwalt
Bergiusstrasse 2 c 30655 Hannover 30655 Hannover (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 719 240 US-A- 1 811 666 US-A- 2 989 880 US-A- 4 297 922
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DE-B- 2 726 472 US-A- 2 618 468 US-A- 3 124 023 US-A- 4 326 435
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Gewindeverbindungen zwischen
Rohrkörpern, bestehend aus einem Gehäuse mit einer durchgehenden Axialöffnung, einem
dem Außendurchmesser des Rohres angepaßten radialen Ausschnitt und einem in dem Gehäuse
mittels einer Antriebseinrichtung drehbar angeordneten Zahnkranz, der mit einem entsprechenden
Radialausschnitt versehen ist und Auflaufnocken mit Auflaufkurven trägt, denen an
einem die Anpreßkraft verstärkenden Hebel ein gelenkig gelagerter Klemmbacken mit
einem Greifmesser und mindestens noch ein weiterer starrer Klemmbacken mit einem Greifmesser
als Gegenhaltemesser zugeordnet sind.
[0002] Bei einer Vorrichtung zum Kontern und Brechen von Gewindeverbindungen zwischen Rohrkörpern
von Rohr- und Bohrsträngen sowie Bohrwerkzeugen für Tiefbohrungen werden nach der
DE-B-3 234 027 ein drehbares und ein drehfestes Spannfutter, die gemeinsam eine Vorrichtungshauptachse
definieren, zur Aufnahme je eines von zwei Rohrkörpern mit einander zugewandten endseitigen
Gewindebereichen verwendet, wobei das eine Spannfutter in einem ortsfest an einem
Ende eines Vorrichtungsgestells abgestützten Lagerbock gelagert und das andere Spannfutter
an einem Stützbock angeordnet ist. Diese Vorrichtung ist nur stationär und nicht auf
einem Bohrturm einsetzbar.
[0003] Der US-A-4 297 922 ist eine Vorrichtung zum Herstellen von Gewindeverbindungen zwischen
Rohrkörpern zu entnehmen, die aus einem Gehäuse mit einer Axialöffnung und einem dem
Außendurchmesser des Rohres angepaßten radialen Ausschnitt besteht. Innerhalb des
Gehäuses befindet sich ein drehbar angeordneter Zahnkranz mit einem entsprechenden
Radialausschnitt. An einem die Anpreßkraft verstärkenden Hebelelement ist ein gelenkig
gelagerter Klemmbacken mit einem Greifmesser angeordnet. Der bewegliche Klemmbacken
ist durch Umstecken gegen einen starren Klemmbacken austauschbar, um einen Verschraubungsvorgang
reversibel gestalten zu können. Diese Vorrichtung ist jedoch nicht zur Übertragung
großer Drehmomente und damit nicht zum Kontern und Brechen von Bohrgestängen geeignet,
denn die Greifmesser sind an einfachen Klemmbackenträgern befestigt, so daß große
Kräfte nicht übertragbar sind.
[0004] Zum Verschrauben von insbesondere Futterrohren für Bohrlöcher ist es nach der DE-B-2
726 472 bekannt, eine Rohrzange zu verwenden, deren Gehäuse ebenfalls einen dem Außendurchmesser
des Rohres angepaßten radialen Ausschnitt aufweist. In dem Gehäuse ist mit Hilfe einer
Antriebseinrichtung ein Zahnkranz drehbar angeordnet, der einen entsprechenden Radialausschnitt
zeigt und Auflaufnocken mit Auflaufkurven unterschiedlicher Steigungsbereiche trägt.
Diese Vorrichtung ist zum Verschrauben von Rohren geeignet, die in eine Tiefbohrung
eingelassen werden. Die Rohre haben einen nahezu über ihre gesamte Länge gleichmäßigen
Durchmesser, was bei der Herstellung von Verschraubungen mit auf die Rohrdurchmesser
abgestimmten Greifmessern keine Schwierigkeiten bereitet. Die Verschraubung von Bohrgestängen
erfordert jedoch höhere Drehmomente bei geringeren Durchmessern der Rohre des Bohrgestänges.
Das Bohrgestänge ist dabei einem erheblichen Verschleiß durch das Gestein unterworfen.
Deshalb sind die Rohrdurchmesser innerhalb des Stranges eines Bohrgestänges sehr unterschiedlich.
Die Verschraubungsvorrichtung muß deshalb auch bei sehr unterschiedlichen Rohrdurchmessern
seine Funktion ausüben können. Die Verwendung einer offenen Zange, wie nach der DE-B-2
726 472, ist bisher durch die erheblichen, insbesondere zum Kontern und Brechen notwendigen
Drehmomente nicht für die Verschraubung von Bohrgestängen geeignet gewesen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, auch zur Verschraubung von Bohrgestänge
eine von Hand führbare, offene Zange zur Verwendung auf dem Bohrturm zu schaffen,
mit der die notwendigen sehr hohen Drehmomente, die um ein Mehrfaches höher als bei
den bisher bekannten Konstruktionen liegen müssen, trotz der leichten Zangenausführung
aufgebracht werden können. Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich dadurch aus,
daß dem an dem gelenkig angeordneten Klemmbacken angebrachten Greifmesser zwei starre
Greifmesser als Gegenhaltemesser zugeordnet sind, wobei zur Reversierbarkeit der Spann-
in eine Lösebewegung der gelenkige Klemmbacken mit dem Greifmesser und der das in
Drehrichtung gesehen benachbarte starre Greifmesser tragende Klemmbacken durch Umstecken
gegeneinander austauschbar sind und wobei der bewegliche Klemmbacken als einarmiger
kraftverstärkender Hebel mit einer von der Auflaufkurve betätigbaren Druckrolle ausgebildet
ist und die Greifmesser und Klemmbacken an einem massiven sichelförmigen Backenträger
befestigt sind und daß das bewegliche Greifmesser konvex ausgebildet ist. Da das bewegliche
Greifmesser konvex ausgebildet ist, wird in Verbindung mit zwei starren Greifmessern
jedes Gestängerohr sicher an drei Punkten erfaßt. Das System der Rohrerfassung an
drei Punkten gewährleistet die Verarbeitung von Gestängerohren mit erheblich unterschiedlichen
Durchmessern. Um bei einem zu weit abgenutzten Gestängerohr zu verhindern, daß der
Auflaufnocken an der Druckrolle des beweglichen Klemmbackens vorbeirutscht, sind gehäusefeste
Anschläge für die die Auflaufkurven tragenden Auflaufnocken vorgesehen. Hierfür dienen
Anschlagbolzen, die so den Auflaufnocken zugeordnet sind, daß sich jeder Nocken mit
seiner rückwärtigen Fläche an einen Anschlagbolzen anlegen kann, sobald die Druckrolle
des beweglichen Klemmbackens das oberste Ende einer Auflaufkurve erreicht hat.
[0006] Zum Brechen einer Schraubverbindung wird die bewegliche gegen die ihr gegenüberliegende
starre Klemmbacke ausgetauscht. Beide Klemmbacken sowie das dritte Greifmesser werden
von einem an sich bekannten sichelförmigen massiven Klemmbackenträger, der mit den
Rotorscheiben verbunden ist, getragen. Nach dem Positionstausch des beweglichen Klemmbackens
mit dem starren kann die Drehrichtung des Zahnkranzes umgekehrt werden, so daß bei
erneutem sicheren Greifen des betreffenden Rohrabschnitts dieser entgegen seiner Verschraubungsrichtung
gedreht und seine Verbindung mit dem benachbarten Gestängeabschnitt gebrochen werden
kann.
[0007] Vorteilhafterweise ist die erfindungsgemäße Vorrichtung auch für den eigentlichen
Verschraubungsvorgang, für das "Spinnen," geeignet. Mit ein und demselben Gerät können
also zusätzlich die Verschraubungsdrehungen bis zum Kontern und in umgekehrter Richtung
vom Brechen bis zur vollständigen Lösung durchgeführt werden. Damit ist also ein Gerät
gegeben, dessen Eigenschaften, nämlich geringe Masse, offenes System und das Vermögen,
nicht nur eine Schraubverbindung zu kontern bzw. zu brechen, sondern auch die gesamte
Schraubbewegung durchzuführen, einen Einsatz auf einem Bohrturm und damit einen erheblichen
Zeitgewinn gestatten.
[0008] Weitere, den Erfindungsgegenstand in vorteilhafter Weise weiterbildende Merkmale
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt
und nachstehend erläutert.
[0010] Es zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht auf den Rotorkranz und den Backenträger mit zugehörigen Greifmessern
bei einer abgenommenen Rotorscheibe,
Fig. 2 den Schnitt A - B durch die Figur 1,
Fig. 3 den Schnitt C - D durch die Figur 1,
Fig. 4 den Backenträger mit Klemmbacken in größerem Maßstab und
Fig. 5 den Schnitt E - F durch die Figur 4. Innerhalb des Rotorkranzes 1 mit der Verzahnung
2 ist ein sichelförmiger Klemmbackenträger 3 angeordnet. Der Backenträger 3 trägt
drei Greifmesser 4, 5 und 6, von welchen lediglich das Messer 4 drehbeweglich in einer
beweglich gelagerten Klemmbacke 7 angeordnet ist. Die Klemmbacke 7 ist in Form eines
einarmigen, die Klemmkraft verstärkenden Hebels ausgebildet. Sie ist mit einem Schwenkbolzen
8 am Backenträger 3 befestigt. Die radiale Einwärtsbewegung der Klemmbacke 7 wird
mit Hilfe einer Druckrolle 9 erzielt. Sie läuft bei einer Drehung des Rotorkranzes
1 in Richtung des Pfeiles 10 auf die Auflaufkurve 11 des Auflaufnockens 12 auf. Die
Rückstellbewegung wird über eine Rückstellfeder 13 erzielt, die am Bolzen 14 der beweglichen
Klemmbacke 7 angreift und mit ihrem entgegengesetzten Ende an einer Rotorscheibe befestigt
ist. Zur besseren Übersichtlichkeit der Zeichnung ist die Darstellung des Gehäuses
der Gesamtvorrichtung weggelassen worden.
[0011] An dem dem beweglichen Greifmesser 4 gegenüberliegenden Ende des sichelförmigen Backenträgers
3 ist das starre Greifmesser 5 angeordnet. Es ist in eine Festbacke 15 eingesetzt,
die ihrerseits über einen Bolzen 17 mit den Rotorscheiben 18 und 19 fest verbunden
ist. Zum Festbacken 15 gehört ein Rückführanschlag 20, der mit dem starren Backen
durch Stifte 21 formschlüssig verbunden ist. Der Rückführanschlag begrenzt bei dem
dargestellten Beispiel die Drehung des Rotorkranzes 1 bei einer Drehrichtung, die
dem Pfeil 10 entgegengesetzt gerichtet ist. Bei einer solchen Rückdrehung kann sich
der Rückführanschlag an die Auflaufkurve 22 des zweiten Auflaufnockens 23 oder nach
erfolgtem Umstecken in die Position des beweglichen Klemmbackens, an die Auflaufkurve
11 anlegen und das System Rotorkranz mit Rotorscheiben in Ausgangsstellung zurückdrehen.
[0012] Die dritte, ebenfalls starre Greifbacke 6 ist in der Mitte des Backenträgers 3 befestigt.
Somit ist ein Kraftangriff an drei Punkten eines Bohrgestängerohres gegeben. Durch
die bewegliche Lagerung des konvex geformten Greifmessers 4 in dem als einarmiger
Hebel ausgebildeten beweglichen Klemmbacken 7 können Bohrgestänge unterschiedlichen
Durchmessers mit der genügenden Sicherheit erfaßt, verschraubt und gekontert bzw.
eine Schraubverbindung gebrochen werden. In unterbrochener Strichführung sind die
Positionen eines 5 7/8 " und eines 6 1/2 " Bohrgestänges 31 und 30 angedeutet. Bei
dem gezeigten Beispiel bildet das 5 7/8 " Rohr 31 die kleinste von der Vorrichtung
erfaßbare Größe. Die Druckrolle 9 wird dabei gerade noch von der Auflaufkurve 11 mit
ihrem radial inneren Ende erfaßt. Um zu verhindern, daß in einem solchen Fall der
Auflaufnocken mit seiner Auflaufkurve an der Druckrolle vorbeirutscht, dienen Anschlagbolzen
24 und, bei entgegengesetztem Drehsinn, 25. Gegen diese Anschlagbolzen können sich
die Auflaufnocken 12 bzw. 23 mit ihren rückwärtigen Enden anlegen. Der Rotorkranz
1 ist zu beiden Seiten von Gleitführungsringen 26 und 27 eingefaßt, mit welchen er
in umlaufenden Nuten 28 und 29 der Rotorscheiben 18 und 19 gleiten kann.
[0013] Vor Beginn der Verschraubungsvorgänge werden durch eine Drehung des Rotorkranzes
die Radialausschnitte von Gehäuse, Rotorscheiben und Rotorkranz in Deckung gebracht.
Das aufgehängte Gerät kann dann von Hand an ein Rohr geschwenkt werden, bis die starren
Greifmesser 5 und 6 zur Anlage kommen. Die beiden starren Messer sind um 90° gegeneinander
versetzt angeordnet und sorgen dadurch für eine Zentrierung der Vorrichtung am Rohr
bzw. am Bohrgestänge. Dann wird der Rotorkranz 1 in Richtung des Bewegungspfeiles
10 gedreht. Dadurch läuft die Druckrolle 9 des beweglichen Klemmbackens 7 auf die
Auflaufkurve 11 des Auflaufnockens 12 auf und schwenkt das Greifmesser 4 gegen das
Bohrgestänge 31. Nach Erreichen des vorgegebenen Klemmwertes, der notwendig ist, um
das Konter- bzw. Brechmoment auf eine Schraubverbindung übertragen zu können, beginnt
der eigentliche Verschraubungs- bzw. Entschraubungsvorgang.
[0014] Bei einer Draufsicht gemäß Figur 1 zeigt der Bewegungspfeil 10 die Drehrichtung für
das Brechen einer Schraubverbindung mit anschließendem Entschraubungsvorgang an. Soll
die Vorrichtung dagegen eine Schraubverbindung herstellen, werden zuvor der bewegliche
Klemmbacken 7 und der feste Klemmbacken 15 gegeneinander ausgetauscht. Der Bolzen
8b wird somit zum Schwenkbolzen für den Klemmbacken 7, während der bisherige Schwenkbolzen
8a durch den festen Klemmbacken 15 greift. Die Rückstellfedern 13 sorgen jeweils dafür,
daß nach entsprechender Rückdrehung des Rotorkranzes der Anpreßdruck des Greifmessers
4 vollständig aufgehoben wird und der Klemmbacken 7 radial nach außen geschwenkt wird.
[0015] Die Anordnung des konvexen Greifmessers 4 auf der Klemmbacke 7 ist so gewählt, daß
über die Lage der Backe eine die Spannkraft verstärkende Wirkung erzielt wird. Die
Lage der Druckrolle kompensiert den Spannkraftverlust, den das System erfährt, wenn
es beim zulässigen Größtmaß der Bohrgestängeverbindung arbeitet. In diesem Fall wird
der Hebelarm zwischen dem Schwenkbolzen 8a und der Druckrolle 9 größer; der wirksame
Hebelarm für die Spannkraftverstärkung reduziert sich. Der Kraftangriffspunkt am zu
verschraubenden Gestänge liegt zwischen dem Schwerpunkt der Spannbacke und dem Mittelpunkt
des gesamten Systems. Dadurch tritt beim Einleiten der Drehbewegung, nachdem das Greifmesser
4 das Bohrgestänge 31 erfaßt hat, eine nach innen gerichtete Anpreßkraft auf, die
ein sicheres Fassen des Greifmessers bewirkt. Es entsteht eine Klemmungsverstärkung.
Durch den Steigungswinkel von 30°- 60°, vorzugsweise 45°, der Auflaufkurven wird eine
nahezu tangetial gerichtete Belastung des Rotorkranzes erreicht und damit eine Aufweitung
seiner Enden im Bereich des Radialausschnitts verhindert.
[0016] Das erfindungsgemäße Gerät kann infolge seiner geringen Masse von Hand geführt werden
und ist dennoch in der Lage, höchste Drehmomente aufzubringen, die für das Kontern
bzw. Brechen der Schraubverbindungen von Bohrgestängen notwendig sind. Das Verhältnis
der maximalen Drehmomente zum Gewicht der Vorrichtung ist wesentlich größer als bei
den bisher bekannten Ausführungen. Die Dreipunktklemmung, insbesondere in Verbindung
mit der Anordnung der starren Greifmesser mit einem Winkel von 90° zueinander führt
zu einer optimalen Einspannung mit geringstem Zeitverlust. Zeitverluste beim Bohrbetrieb
sind jedoch wegen der damit verbundenen hohen Kosten weitgehendst zu vermeiden.
1. Vorrichtung zum Herstellen von Gewindeverbindungen zwischen Rohrkörpern, bestehend
aus einem Gehäuse mit einer durchgehenden Axialöffnung, einem dem Außendurchmesser
des Rohres angepaßten radialen Ausschnitt und einem in dem Gehäuse mittels einer Antriebseinrichtung
drehbar angeordneten Zahnkranz (1), der mit einem entsprechenden Radialausschnitt
versehen ist und Auflaufnocken (12, 23) mit Auflaufkurven (11, 22) trägt, denen an
einem die Anpreßkraft verstärkenden Hebel ein gelenkig gelagerter Klemmbacken (7)
mit einem Greifmesser (4) und mindestens noch ein weiterer starrer Klemmbacken (15)
mit einem Greifmesser (5, 6) als Gegenhaltemesser zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß dem an dem gelenkig angeordneten Klemmbacken (7) angebrachten Greifmesser (4)
zwei starre Greifmesser (5, 6) als Gegenhaltemesser zugeordnet sind, wobei zur Reversierbarkeit
der Spann- in eine Lösebewegung der gelenkige Klemmbacken (7) mit dem Greifmesser
(4) und der das in Drehrichtung gesehen benachbarte starre Greifmesser (5) tragende
Klemmbacken (15) durch Umstecken gegeneinander austauschbar sind und wobei der bewegliche
Klemmbacken (7) als einarmiger kraftverstärkender Hebel mit einer von der Auflaufkurve
betätigbaren Druckrolle (9) ausgebildet ist und die Greifmesser und Klemmbacken an
einem massiven sichelförmigen Backenträger (3) befestigt sind und daß das bewegliche
Greifmesser (4) konvex ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die starren Greifmesser
(5, 6) um 90° gegeneinander versetzt angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Auflaufnocken (12, 23) ein gehäusefester Anschlagbolzen (24, 25) zugeordnet
ist.
4. Vorrichtung nach dem Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den Auflaufkurven
(11, 22) gegenüberliegenden Enden der Auflaufnocken (12, 23) als Anschlagflächen für
die Anschlagbolzen dienen.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zahnkranz (1) beidseitig mit Gleitführungsringen (26, 27) versehen ist, welche
in massive Rotorscheiben (18, 19) greifen.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der bewegliche Klemmbacken (7) ständig mit der radial auswärts weisenden Kraft
einer Rückstellfeder (13) beaufschlagt ist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Festbacken (15) mit einem der Auflaufkurve (22) zugeordneten Rückführanschlag
(20) ausgerüstet ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steigungswinkel der Auflaufkurven 30° - 60c betragen.
1. Apparatus for producing thread connections between pipes, consisting of a housing
with an axial opening passing through it, a radial cutout proportioned to the outside
diameter of the pipe, and a toothed ring (1) which is arranged in the housing and
can be rotated by means of a driving device and which is provided with a corresponding
radial cutout and carries stopping cams (12, 23) having lifting flanks (11, 22), to
which there are assigned, on a lever which amplifies the contact pressure, a flexibly
mounted clamping jaw (7) with a gripping blade (4), and at least one further, rigid
clamping jaw (15) with a gripping blade (5, 6) as a counter-holding blade, characterised
in that, assigned to the gripping blade (4) which is attached to the flexibly arranged
clamping jaw (7), there are two rigid gripping blades (5, 6) as counter-holding blades,
whereby, to make the tensioning movement reversible, so that it can become a releasing
movement, the flexible clamping jaw (7) with the gripping blade (4), and the clamping
jaw (15) carrying the rigid gripping blade (5) which is adjacent relative to the direction
of rotation, can be interchanged by means of rearrangement, and whereby the moveable
clamping jaw (7) is formed as a single- armed, power amplifying lever, with a pressure
roller (9) which can be actuated by the lifting flank, and the gripping blades and
clamping jaws are attached to a solid, sickle-shaped jaw carrier (3), and in that
the moveable gripping blade (4) has a convex form.
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the rigid gripping blades
(5, 6) are arranged so that they are displaced at 90° to each other.
3. Apparatus according to one or more of Claims 1 to 3, characterised in that a stop
pin (24, 25), which is fixed to the housing, is assigned to each stopping cam (12,
23).
4. Apparatus according to claim 3, characterised in that the ends of the stopping
cams (12, 23) which are opposite the lifting flanks (11, 22), serve as stop surfaces
for the stop pins.
5. Apparatus according to one or more of claims 1 to 5, characterised in that the
toothed ring (1) is provided on both sides with sliding guidance rings (26, 27) which
grip into solid rotor discs (18, 19).
6. Apparatus according to one or more of the claims 1 to 7, characterised in that
the moveable clamping jaw (7) is constantly acted upon by the force of a restoring
spring (13) which is directed radially outward.
7. Apparatus according to one or more of claims 1 to 8, characterised in that the
fixed jaw (15) is supplied with a return stop (20) which is assigned to the lifting
flank (22).
8. Apparatus according to one or more of claims 1 to 9, characterised in that the
angles of inclination of the lifting flanks come to 30: - 60:.
1. Dispositif pour établir une liaison par vissage entre tubes, se composant d'une
enveloppe avec une ouverture axiale qui la traverse, une découpe radiale adaptée au
diamètre externe du tube et une couronne dentée (1) disposée rotative dans l'enveloppe
au moyen d'un système d'entraînement, laquelle est pourvue d'une découpe radiale correspondante
et porte des cames d'arrêt (12, 23) avec profilés inclinés (11, 22) , auxquelles sont
affectées, sur un levier amplifiant la force de pression, une mâchoire de serrage
(7) logée articulée avec une lame de prise (4) et au moins une autre mâchoire rigide
de serrage (15) avec une lame de prise (5, 6) en tant que contre-lames, caractérisé
en ce qu'à la lame de prise (4) disposée sur la mâchoire de serrage (7) logée articulée,
sont affectées deux lames rigides de prise (5, 6) en tant que contre-lames, et pour
la réversibilité du mouvement de serrage à un mouvement de desserrage, la mâchoire
articulée de serrage (7) avec la lame de prise (4) et la mâchoire de serrage (15)
portant la lame de prise (5) qui est rigide, voisine, en regardant dans le sens de
rotation, peuvent être mutuellement échangées, la mâchoire mobile de serrage (7) étant
configurée comme un levier à un bras d'amplification de la force avec un rouleau de
compression (9) pouvant être actionné par le profilé incliné, et les lames de prise
et les mâchoires de serrage sont fixées sur un support massif (3) en forme de faucille,
et en ce que la lame mobile de serrage (4) est de forme convexe.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les lames rigides de
prise (5, 6) sont décalées l'une par rapport à l'autre de 90-.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'à
chaque came d'arrêt (12, 23) est affecté un boulon de butée (24, 25) solidaire de
l'enveloppe.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les extrémités des cames
d'arrêt (12, 23) qui sont opposées aux profilés inclinés (11, 22) servent de surfaces
d'arrêt des boulons de butée.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
la couronne dentée (1) est pourvue, des deux côtés, de bagues de guidage à glissement
(26, 27) qui mordent dans les disques massifs de rotor (18, 19).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
la mâchoire mobile de serrage (7) est constamment sollicitée par la force radiale
dirigée vers l'extérieur d'un ressort de retour (13).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
la mâchoire stationnaire (15) est équipée d'une butée de retour (20) affectée au profilé
incliné (22).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que
l'angle d'inclinaison des profilés inclinés est de 30 - 60°.