(19)
(11) EP 0 189 821 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
06.08.1986  Patentblatt  1986/32

(21) Anmeldenummer: 86100730.0

(22) Anmeldetag:  21.01.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01R 13/18
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT SE

(30) Priorität: 26.01.1985 DE 3502633

(71) Anmelder: Delphi Automotive Systems Deutschland GmbH
D-42369 Wuppertal (DE)

(72) Erfinder:
  • Enneper, Klaus
    D-5608 Radevormwald (DE)
  • Haarscheidt, Uwe, Dipl.-Ing.
    D-5630 Remscheid 11 (DE)

(74) Vertreter: Priebisch, Rüdiger 
Delphi Automotive Systems Deutschland GmbH Patentabteilung Reinshagenstrasse 1
42369 Wuppertal
42369 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Elektrischer Doppelflachfederkontakt


    (57) Um bei einem elektrischen Doppelflachfederkontakt (1) mit äußerer Verstärkungsfeder (25) ein Aufweiten zu verhindem, sind die Schlitze (11,35) an den Grundteilen (5,26) des Federkontakts (1) bzw. der Verstärkungsfeder (25) vorzugsweise um 90° umfangsversetzt angeordnet und stützen sich die Schlitzränder (Lappen 37) der Verstärkungsfeder (25) an einer ungeschlitzten Wand (6 bis 8) am Grundkörper (5) des Federkontakts (1) ab.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betriff einen elektrischen Doppelflachfederkontakt nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Ein derartiger Doppelflachfederkontakt ist aus der DE-A1 32 48 078 bekannt. Bei diesem Kontakt ist der Schlitz im Federgrundteil an der gleichen Umfangsseite angeordnet wie der Schlitz im Verstärkungsfeder-Grundteil. Die Über-oder Verstärkungsfeder kann so das Federgrundteil am Aufweiten nicht hindern.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Doppelflachfederkontakt zu schaffen, dessen Uber- feder die Federkraft nicht nur verstärkt, sondern das Federgrundteil auch an einer Aufweitung sicher hindert.

    [0004] Die Lösung dieser Aufgabe ist im Anspruch 1 gekennzeichnet. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgezeigt.

    [0005] Der erfindungsgemäße Doppelflachfederkontakt ist gegen Aufweiten im Bereich des Federgrundteils gesichert, da sich die Verstärkungsfeder mit dem Federgrundteil radial mit einer ungeteilten Seitenwand oder der Deckenwand verklammert. Werden die Schlitze gemäß Anspruch zwei um 90° zueinander versetzt angeordnet, ermöglicht dies das Anbinden von zwei symmetrisch angeordneten Widerhaken an der überfeder, einen am Boden und einen an der Decke, welche den Kontakt sicher in einem Gehäuse zu verriegeln vermögen. Diese Anordnung ermöglicht auch in besonders einfacher Weise die in den weiteren Unteransprüchen aufgezeigte Verriegelung zwischen den beiden Federteilen, das Aufschieben der Verstärkungsfeder in zwei Drehstellungen und eine besonders schmale Gestaltung mit folglich hoher Packungsdichte in Kontaktgehäuse.

    [0006] In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, die im folgenden näher beschrieben wird.

    Figur 1 zeigt einen elektrischen Doppelflachfederkontakt in Seitenansicht.

    Figur 2 zeigt den Doppelflachfederkontakt nach Figur 1 von unten.

    Figur 3 zeigt eine Verstärkungsfeder in Seitenansicht.

    Figur 4 zeigt die Verstärkungsfeder nach Figur 2 in der Draufsicht; teilweise aufgebrochen.

    Figur 5 zeigt den Schnitt V-V in Figur 4.

    Figur 6 zeigt den Doppelflachfederkontakt mit Verstärkungsfeder.

    Figur 7 zeigt den Schnitt VII-VII in Figur 6.



    [0007] Der elektrische Doppelflachfederkontakt 1 aus Metallblech setzt sich zusammen aus einer hinteren, U-förmigen Isolatationskralle 2 und einer entsprechenden Leiterdrahtkralle 3, die über ein Zwischenstück 4 übergeht in ein kastenförmiges Federgrundteil 5. Das Federgrundteil 5 setzt sich zusammen aus dem Deckenteil 6, den Seitenwänden 7 und 8 und den Bodenteilen 9 und 10. Zwischen den Bodenteilen 9 und 10 'ist ein längslaufender Trennschlitz 11 angeordnet.

    [0008] Den Bodenteilen 9 und 10 ist das erste Federarmpaar 12, dem Deckenteil 6 ist das zweite Federarmpaar 13 angeformt. Dabei setzt sich der Trennschlitz 11 zwischen den Bodenteilen 9 und 10 zwischen dem Federarmpaar 12 als Schlitz 11a fort. Der Schlitz 14 zwischen dem Federarmpaar 13 endet an der Vorderkante 15 des Deckenteils 6 des Federgrundteils 5.

    [0009] Beide Seitenwände 7 und 8 haben Ausnehmungen 16 und 17, die sich zu den Federarmpaaren 12 und 13 hin über Schrägen 18 und 19 erweiten. Beide Seitenwände 7 und 8 sind gleich ausgebildet und symmetrisch zum Deckenteil 6 und zu den Bodenteilen 9 und 10 angeordnet. Die Ausnehmungen 16 und 17 umfassen radiale Anschlagkanten 20 und 21.

    [0010] Am hinteren Ende des Deckenteils 6 und der Bodenteile 9 und 10 sind rampenartige Ausdrückungen 22 und 23 angebracht, die nach außen vorstehen und Kanten 22a und 23a bilden. Mit Abstand zu der Kante 22a ist im Steg des Zwischenstücks 4 im Anschluß an den Deckenteil 6 eine weitere Ausdrückung 24 angebracht, die eine Anschlagkante 24a bildet.

    [0011] Die Verstärkungsfeder 25 (Figur 3) aus Metallblech setzt sich zusammen aus einem hinteren kastenförmigen Verstärkungsfeder-Grundteil 2ü (im folgenden nur Grundteil genannt) und zwei sich vorne anschließende Verstärkungsfederarmpaare 27 und 28. Zwischen den Verstärkungsfederarmpaarcn 27 und 23 ist je ein Schlitz 29 und 30 angeordnet, der jeweils an Grundteil 26 endet. Das Grundteil 26 setzt sich zusammen aus dem Bodenteil 31, einem Dekkenteil 32, einem ersten Seitenteil 33 und einem zweiten Seitenteil 34. Der Seitenteil 34 ist durch einen mittleren Längschlitz 35 getrennt und weist beidseitig vom Längsschlitz 35 nahe der Vorderkante 36 des Grundteils 25 zwei nach innen um 90° abgewinkelte Lappen 37 auf (Figuren 3 bis 5). 90°

    [0012] Aus dem Bodenteil 31 und dem Deckenteil 32 sind Rastfederarme 38 und 39 ausgestanzt, so daß sich je eine Ausnehmung 40 und 41 ergibt. Nach hinten zu endet der Deckenteil 32 mit der Kante 42, welcher mit Abstand und in gleicher Ebene die innere Kante 43 der Ausnehmung 40 gegenüberliegt.

    [0013] Der Zusammenbau zum kompletten Doppelflachfederkontakt (siehe Figur 6) erfolgt durch Aufschieben der Verstärkungsfeder 29 auf den Federgrundteil 5. Hierzu wird die Verstärkungsfeder 25 mit ihrem Grundteil 26 voraus über die Federarmpaare 12 und 13 geschoben, und zwar so, daß die Federarmpaare 27 und 23 über den Federarmpaaren 12 und 13 zu liegen kommen. Gegen Ende des Aufschiebvorganges treten die Lappen 37 in eine der Ausnehmungen 16 oder 17 ein. Hierbei wird die Einführung durch die Schrägen 13 bzw. 19 erleichtert. Das Aufschieben ist in zwei Stellungen der Verstärkungsfeder 25 möglich, daß heißt die Lappen 37 können entweder in die linke oder in die rechte Seitenwand 7 oder 8 des Federkontakts 1 eingeführt werden, und der Schlitz 35 der Verstärkungsfeder 25 liegt entweder seitlich der linken oder der rechten Seitenwand 7 oder 8 des Federkontakts 1.

    [0014] Während des Einführens der Lappen 37 in die Ausnehmung 16 oder 17 gleitet der Deckenteil 32 mit der Kante 42 über die Ausdrückung 22 und stößt mit der Kante 42 gegen die Kante 24a der Ausdrückung 24 am Federkontakt 1. Gleichzeitig gleitet die Kante 43 hinter die Kante 22a und stellt eine Rastverbindung her (Figur 6), welche die beiden Teile 1 und 25 gegen axiale Verschiebung nach hinten und vorne sichert.

    [0015] Nach dem Aufschieben der Verstärkungsfeder 25 widersetzt sich der Federgrundteil 5 einer Aufweitung: Durch Einschieben einer Steckerzunge zwischen die Federarmpaare 12 und 13 wird eine Spreizkraft auf das Federgrundteil 5 übertragen, welche dieses auseinanderzudrücken bestrebt ist. Dies Spreizkraft wird auf das Grundteil 26 der Verstärkungsfeder 25 übertragen, welches ebenfalls auseinandergedrückt wird. Jedoch wird die an der Verstärkungsfeder 25 angreifende Spreizkraft über die Lappen 37 aufgenommen, die sich an den unnachgiebigen Anschlagkanten 20 und 21 des Federkontakts 1 abstützen. Eine Aufweitung des Grundteils der Verstärkungsfeder 25 und somit des Grundteils 5 des Federkontakts 1 ist ausgeschlossen.

    [0016] Das dargestellte Ausführungsbeispiel kann insbesondere so abgeändert werden, daß die axiale Verriegelung nicht wie beschrieben über die Decken- oder Bodenteile, sondern über die Seitenwandteile der beteiligten Federteile erfolgt. Insbesondere können hierzu auch die Lappen 37 mit herangezogen werden.


    Ansprüche

    1. Elektrischer Doppelflachfederkontakt (1)

    - mit hinteren Anschlußelementen (2,'3) für einen elektrischen Leiterdraht,

    - mit einem mittleren, kastenförmigen Federgrundteil (5), welches einen Deckenteil (6),. Seitenwände (7) und durch einen Trennschlitz (11) längsgeteilte Bodenteile (9, 10) umfaßt,

    - mit zwei vorderen Federarmpaaren (12, 13), die an den Boden- (9, 10) und an den Deckenteil(en) (6) angeformt sind, und

    - mit einer äußeren, mit einem Längsschlitz (35) geteilten Verstärkungsfeder (25),

    - mit einem hinteren Verstärkungsfeder-Grundteil (26), das einen Bodenteil (31), zwei Seitenwände (33, 34) und einen Deckenteil (32) umfaßt, dem Querschnitt des Federgrundteils (5) angepaßt und gegen Längsverschiebung formschlüssig auf dem Federgrundteil (5) arretiert ist, und

    - mit zwei vorderen Verstärkungsfederpaaren (27, 28), die dem Bodenteil (31) bzw. dem Deckenteil (32) angeformt sind und außen auf die Federarmpaare (12, 13) drücken,


    dadurch gekennzeichnet, daß der Längschlitz (35) im Verstärkungsfeder-Grundteil (26) umfangsversetzt zum Trennschlitz (11) des Federgrundteils (5) angeordnet ist und daß die mit dem Längschlitz (35) versehene Seitenwand (33, 34) oder Deckenwand (32) des Verstärkungsfeder-Grundteils (26) mit zwei rechtwinklig abgebogenen Lappen (37) in eine Ausnehmung (16, 17) der darunterliegenden, nicht geschlitzten Wand (3, 7 oder 6) des Federgrundteils (5) eingreift, sich radial in der Ausnehmung (16, 17) abstützt und das Verstärkungsfeder-Grundteil (26) gegen Aufweiten sichert.
     
    2. Kontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (11, 35) um 90° zueinander versetzt angeordnet sind.
     
    3. Kontakt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Lappen (37) am federarmseitigen Ende des Verstärkungsfeder-Grundteils (26) angeordnet sind.
     
    4. Kontakt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung gegen Längsverschiebung durch eine Schnappverbindung (43, 22, 22a, 23, 23a) zwischen dem Deckenteil (6) und/oder den Bodenteilen (9, 10) des Federgrundteils (5) einerseits und dem Deckenteil (32) und/oder dem Bodenteil (31) des Verstärkungsfeder-Grundteils (26) andererseits gesichert ist.
     
    5. Kontakt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden- (31) und/oder am Dekkenteil (32) der Verstärkungsfeder (25) ein Rastfederarm (38, 39) angeordnet ist.
     
    6. Kontakt nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die am Deckenteil (32) und/oder an dem Bodenteil (31) des Verstärkungsfeder-Grundteils (26) sich durch eine Ausstanzung eines Rastarmes (38) ergebene Ausnehmung (40, 41) mit ihrer hinteren Kante eine Rastkante (43) bildet, die mit einer rampenartigen Ausdrückung (22, 23) am Deckenteil (6) bzw. an den Bodenteilen (9, 10) des Federgrundteils (5) die Schnappverbindung (43, 22, 22a, 23, 23a) bildet.
     
    7. Kontakt nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Ausdrückung (24) nahe dem Deckenteil (6) des Federgrundteils (5) angeordnet ist, die mit der hinteren Kante (42) des Deckenteils (32) des Verstärkungsfeder-Grundteils (26) eine axiale Anschlagkante (24a) bildet.
     




    Zeichnung